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Full text of "Handwörterbuch der Zoologie"

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Handwörterb 
der Zoologie 




Friedrich Karl 
Knauer, Karl 
Wilhelm Dalla .. 



9 



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HANDWÖBT£BBUOH 

DER 

ZOOLOGIE. 




HANDWÖRTEliBüCH 



DER 

Z 0 0 L 0 G I E. 

UNTER MITWIRKUNG VON 

PBOF. voK DALLA TOKRE 

m INNSBRUCK 

BEARBEITET VON 

FRIEDRICH KNAUER, 

B«d*kt««r dar .^ifctlicilangeii des ornithologisohen Vereinet in Wien" oad der 

Monatwdiiift: .JDer Nstnrhistoriker". 




STÜTTGAET. 

VERLAG VON FERDINAND ENKE. 

1887. 

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Vorwort 



Wie notliwendig ein ,Hand\vüiteibuch der Zoolügie" bei dem rast- 
losen Fortschreiten des thierkundlichen Wissens auf dem gesammten Gebiete iür den 
gebildeten Laien, den Lehrer überhaupt and besonders den Lehrer der Natur- 
itsobitihte geworden, bedarf wohl nicht erst der Begründung; aber auch nicht, 
«i« sdkwierig und mflheToll die Bearbeitung eines solchen. Steht doch dem Be> 
aibeitw auf der einen Seite ein sdiier unerschQpflicher, in endlose Weite sich ver^ 
luraider Stoff, auf der anderm die Nf^thigung gegenüber, innerhalb enger Umfangs- 
gtenzen sidb m halten. Wie schwer wird da die Entscheidung, was mehr und 
minder wiclitig ist! Wie rasch wSchst da bei aller Einschilbikung das Material 
anter den Händen! Wie beengend wirkt dabei das Bewusstsein, dass der ein 
solches Lexikon in Gebrauch nehmende Leser so Vieles in dem Buche zu finden 
hofft und rmicht daran denkt , dass von den Wirbelthieren allein 25 000 , von den 
Schnecken 16 000, von df^n Insekten 2')ihj<mi. den Krebsthieren 5600, den Würmnrn 
55oi> lebende Arten bekannt sind, also die einfaclie Aufzählung und Definition 
aller Classc'n. Ordnungen, Familien, Gattungen und Arten allein schon viele 
Bände tiilieii würde. 

Für den streng fachmännischen Zoologen, der über verschiedene specielle 
Capitel detaiUirte, eingehende Erörterungen äucht, sind wohl derlei Hilis- 
wüke überhaupt nicht bestimmt £k»l<di^ weitMgehenden Ansprüchen müsste 
in Ermanglung eines nur für den Fachzoologen berechneten Lexikons das in 
giQsseifiEni Style angelegte treffliche «Handwörterbuch der Zoologie, Anthro- 
pologie und Ethnologie* (Breslau, Tre wandt) genügen. Vorliegendes Lexikon 
will mehr dem Lehrer der Naturgeschichte, der nicht selbst fachschriftstellerisch 
ihttig ist, dem gebildeten Laien und überhaupt allen Jenen, denen die Anaohaffong 
obengenannten Handwörterbuches zu kostspielig, einen Ersatz bieten. Doch dürfte 
wohl auch der streng fachmännische Zoologe über verschiedenste Fragen die ge- 
wünschte Auskunft nicht vergeblich suchen. 

Anfänglich war die Abfassung des Lexikons durch mehrere ^litarbeiter be- 
absichtigt und hatte auch schon der leider jüngst verstorbene Professor Dr. 
//. Brnecke in Königsberg seino Mitarbeit zugesagt. Doch stellte sich bald heraus, 
dass eine solche weitgehende Thoilung der Arbeit das Werk weit über seine vom 
Anfang an gestelltf^n Grenzen hinausgedeiben Hesse. Es theilte sich daher der 
Herausgeber mit Herrn Professor Dr. K. W. v. DaLLa Torre*) in Innsbruck derart in 

*) Die von Herrn Profenor DoOa Torr» bearbeiteten Partien sind am Scblnase 

aut einem * bateichnet 



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IV 



Vorwort. 



die Arbeit, dass dieser eiaen Theil der wirbellosen Tiiiere, der Herausgeber 
alles Uebripfe bearbeit^jte. 

Indem der Herau«5(?eV)f r Inzüj^lich der Benützung dieses LexikunN noch auf 
die umstehende ^Einleitung' veiweist, gibt pr seinem lebhaften Wunsche Aus- 
druck, dass dieses Hilfswerk dem Lehrer und dem Laien von gutem Nutzen sein 
möge, und hofft, im Fidle einer künftigen neuen Auflage, bei dann weit erleichterter 
Arbeit» uxiTenneidliche ünTcdlkomm«iheiten der ersten Auf lag» Terbessem und be- 
aeitigeu zu können. 

Wien, im September 1886. 

Friedrich Knaner. 



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Einleitung. 



Die zoologische Literatur. 

(L AvaUnriaMnaebalUlcib« WttiM. — TL Btmaga naUMäiadn vad ayatenatiKlie Werke. — m. Fach- 
«taeüdialllidie Weiclie Ar du ZoQÜQfeo von FMb — IV. Speekltrarke Ar einzelne Gebiete der Zooloi^e 
iBd flirpr HOfiiwfameiisduifteil. — T, Berichte über die bisherigen und lnnlVii(l<'n Leistungen auf dtm 
gesammten Gebiete der Zoologie. — VI. Zoologisclie Fachzeitschriften nndpoiiularwisiensd^ftlirlic Zoit 
Khrüten. — VII. Geschichte der Zoologie. — vlll. Werke über Aquarien , Terrarif n . Thicrpartfii , iiatur- 
bjstori»che Hiueen, Anlage und Inatandhaltung von SanunloDgeu, Herstellung von Präparaten u. t>. w.) 

Es düxft« hier am Platze und besonders dttu Ldurer der Nftturgesehiebte 

nnd dem angehenden Zoologen orwünsclit spin , wenn wir ans der reichen zoolo- 
gischen Literatur eine Beihe allgemeiner oder specieller Orientirung auf dem Ge- 
biete dar Zoologie besonders dienender Werke namheft midien.*) 



L Wer 83dl aif dem Ctebiele der Zoologie in mehr populärer Weise 
md besonders über die Lebensweise, Eigenthfimlichkeiten, Nützlichkeit 
nnd Schädliehkelt der Thiere u. s. w. belehren will, dem sind &\n 
bezflgUche Hilfsmittel u. a. zu empfehieu: 

1. Brehm^ lUustrirtes Thierleben. 3. Auflage. 10 Bände. Leipzig 1884. 

2. Martin, Ph., Illustrirte Naturgeschiclite des Thierrei( Ii. I BUnde. 1882. 

Bearbeitet von Ph. L. Martin (Baujrethiere. Vögel), Dr. Fr. Knauer (Kricch- 
thiere, Lurche), Dr. Fr. Jleinke (Fische, niedere Thiere), Dr. A'. Rey (Lisekten). 
8. Jä«f^^ Dr. &,f Deutschlands Thierweli. Nach ihren Standorten eingetheilt. 
2 Bände. Stuttgart 1871. 

4. Vogt-Spfcht, Die Säugethiere in Wort und Bild. München 1883. 

5. JiusSf Dr. K.f Vögel der Heimat. Unsere Vogelwelt iu Lebensbildern. 

Leipzig 1886 ff. 

6. Knauer, Dr. Fr., Aus der Thierwelt. Schilderungen nnd allganeine ümblidce. 

Ein. naturhistorisches Lesebuch. Freiburg 188fi. 

7. MulUr, A. u. K.^ Thiere der Heimat. Deutschlands Säugethiere und Vöffel. 

Kusel 1888. 

8. Rebau, H.y Naturgeschichte f&r Sdivle und Hans. Das Thierreidi von Dr. 

Jäger. Stuttgart 1882. 

9. Friedrich, C. G., Naturgeschichte der Vögel. Stuttgart 1875. 
10. Mimus, Tbierwelt. Charakteristiken. 3. Auflage. Essen. 



*) Bei Bearbeitung dieses Lexikons wurden ausser den sn gegebener Stelle nam- 
haft gemachten Quellen u. a. die bisher erscbienfnen Lieferungen des Ti i v.- ndt' r Ken 
Handwörterbuches, die äjnopsi» von Leunis-Ludwig , die Lehrbücher von Claus, Caru»- 
OwmiektTf Se h maria and BronH*9 »Thierclassen* bssendera bsnütst 



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VI EinlMtang. 

11. ThomL Dr. Otto W., Thier- und Pflanzpnpreoprraphie. Ptntt^'nrt 1*^81. 

12. Taschenberg, Dr. E. L., Was da kriecht uad fliegt. Bilder aus dem Insekten- 

leben. Berlin. 2. Auflage. 

13. Grubn-, I)r T'. Die Insekten. 2 Bände. München. In: ,Die Naturkräfte*. 

14. Baeckel, l)r. i,'., Das Protistcnroich. Eine populäre Ueberächt über das Formm* 

gebiet der niedersten Lebewesen. Leipzig 1878. 

15. Mairt$Mf R v.. Die Wdoh- imd Scbaltfaiere gemeinfasslich dargestellt. Leipzig 

nnd Prag 1883. 

16. Jlfss , Dr. W., Die Hausgenossen des Menschen unter den Gliederthieren. 

Hannover 1884, 

17. Tasehmberg, Praktische Insektenkimde. Bremen 1880. 

18. Homeifert G. F. v,, Deutschlands Siugethiere und VOgel, Ihr Nutaen und 

Schaden. 1877. 

U<, Jfi'ss, Dr. W.f Bilder aus dem Aquarium. IbT^. 

(Sehr anregend geschriebene Abhandlungen über verschiedene Tliierpnippen und 
interessante Capitel aus dem Thierleben bringen die Bibliotheken: »Die Natur- 
kräfte." Eine naturwissenschaftliche Volksbibliothek. Mtknehen, B, Oldenbourg. — 
«Internationale wissenschaftliche Bibliothek." Leip/ig, F. A. Brockhaus. — 
»Das Wissen der Gegenwart." Deutsche üniversaibibliothek für Gebildete. 

Prag-Leipzig, Tempsky-Freitag.) 



n. Zn eiugehenderem^tudium für den angehenden Fachsoologen, fttr 
den Medieiner u. s. w. als Vorstudium zn späterer streng fadiwissen- 
sehaftlielier Benehäftigung mit der zoologischen Wissenschaft sind mit 
bestem Yortheile in Gebraneh ra liehen: 

1. Leunis, Dr. JohanneSt Synopsis der Zoologie. 3. Auflage. Bearbeitet von Dr. 

Hilbert Ludwig» (An cuesem Tortremichen Werke« das auch Ar yor^ 

liegendes Leiukon ganz besonders benützt wurde und das in seiner neuen 
Bearbeitung bei allen Vorzügen der früheren Ausgabe eine umsichtige Be- 
nützung der neuesten Fortschritte zeigt, möchten wir vor Allem lobend her- 
Torgdioben haben: 1) die ttbersichtUwe, Uare Behandlung der aUgemelDen 
anatcnnisdien , p]i\ siologischen u. s. w. Partien bei jeder grossen Thiergruppe; 
2) die eingehende Berücksichti^ng der mitteleuropllischen Fauna; 3) die 
sweckmässige Anleitung zum Selbstbestimmen an der Mand von Besiimmungs- 
tabelien ; 4) die vielen Verweise auf die HTütsKehkeit und Schädlichkeit gewisser 
Thiere ; 5) die etymologischen Erklärungen der aus fremden Sprachen stammen« 
den Thiemamen; 6) die reichen, gut ausgewählten, instructiven Illustraf ionen. 
Dom Lehrer der Naturgeschichte ganz besonders bietet sich da eine wahre 
Fundgrube für den Unterricht wichtiger Details.) 

2. Cloew, Br. C, Kleines Lehrbuch der Zoologie. Marburg 1880. 

3. Sehmarda, Dr. X. K,, Lehrbuch der Zoologie. 2 Bande. 2. Auflage. Wien 1878. 



m. streng faehwIsBMiflehaftliehe, systemntlBclie Werke fttr den Oelmndi 
des Faehmannes als Grundlage beim Unterrichte an höheren Lehran« 
stalten, zn allgemdner Orienlimng n. s. w. sind: 

1. (^a»/.", T>r. C, Grun l 'iii'n der Zooh"»gio. 4. Auflage. 2 Bände. Marburg 1879^ 1882. 

2. Claus, i>r. r., Lehrbuch der Zoologie. lUustrirte Au<?gabe. 188-'J. (Besonders 

in Bezug auf die allgemeiueu Capitel unstreitig eines der besten, beliebtesten 
Lehrbfteh^r, Die ifiustratiün dieser kürzeren Ausgabe des erstgenannten 
ist eine reiche und ftberaus zweckmltssige.) 



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Emleitong; 



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3. Carm, J. F.. u. Gerstächer, C. F., Handbuch der Zoologie. 2 Bftiide. Leipdg 

1868 — 75. (Gründliche Systematik.) 

4. Pagenstecher, Ii. A., Allgemeine Zoologie. 1Ö75— 78, 

5. Bronn, II, G., Die Classen und Ordnungen des Thierreiehes. WissensdiaftUeh 

dargestellt in Wort und Bild, fortgesetzt von Keferstein, GerMdctr^ OitMf 
ikimka, Moffmann, Hubrecht, BütschU u. A. Iieipzig lÖöd ff. 

lY. Specialverke für einzelne Gebiete der ^[Zoologie und ihre Hilfs- 

witisenscliafteu. 

a) Wer die zoologifldie Specialliteratur für das Studium der Sftugeiliiere, 

Vögel, Kriechthiere , Lurche, Fische, Glioderfüsser, "Würmer, Stachelhäuter, 
Schlauchthiere (Cölenteraton) . Protozotui und der prossen Unterabtheilungen 
dieser Typen und Ciasäen keimen lernen wiii, lese die Literaturau^abeu bei 
den betre ff enden Artikeln im Lexikon nach oder orientire sich mit HÜü» der 

sab V angegebenen Behelfe. 



b) Anatomie des Uenschen, TergL Anatomie nnd Zootomie. 

1. Wagner, Rudolf, Icones zootomicae. Leipzig 1841. 

2. SieboUi, C. Th. E. v., u. Stannim^ H,, Lehrbneh der Tergleichenden Anatomie. 

2 Bünde. Berlin 184t;— 1848. 

3. Carus^ J. V. r., Bystem der thierischen Morpholofrio. Lpipzig 18'»'^. 

4. Derselbe, Icones zootomicae. 1. Hälfte. Die wirbellosen Thiere. Leipzig 1857. 

5. Ecker, Alex., Icones phjsiologioae. Leipzig 1857 — 1859. 

6. Geqenbaur, Kari, Grondzüge der Terg^eichenden Anatomie. 2. Auflage. 

Leipzig 1870. 

7. Quaiti, Lehrbuch der Anatomie. Nach der 7. Auflage des englischen Originals 

bearbeitet von C* K Hoffmann. 2 Bftnde. Erlangen 1870^1872. 

8. Huxley^ T, H., Handbuch der Anatomie der Wirbdthiere. Ans dem Eng> 

lischen übersetzt von F. RtifzeJ. Breslau 1^7o. 

9. Derselbe, Orundzüge der Anatomie der wirbellosen Thiere. Aus dem Englischen 

übersetzt von J. W. SpengtL Leipzig 1878. 

10. Gegenbaur, Karl, 0nindri88 der Tergleiohenden Anatomie. 2. Auflage. 

Leipzig 1878. 

11. Mnjsisnricsi von Moj<fvnr, Augu^, Leitfaden bei zoologisch-zootomischeu Fräparir- 

übuugeu. Leipzig 1879. 

12. JSM«, J., Grundriss der Anatomie des Hensdien. Mit Atlas. 2 Bftnde. 

Braunschweig 1880. 

13. Krause, W., Handbuc h d< r nienschHchen Anatomie. 3 Bde. Hannover 187(1 1880. 

14. SchnUdtf 0., Haudbucii der vergleichenden Anatomie. 8. Auflage. Jena 1882. 

15. Piatuehf Ad., Grundriss der Anatomie des Menschen. Berlin 1§82. 

16. Wieder nheim, B., Lehrbuch der vergleichenden Anatomie der Wirbelthiere anf 

Gmndlage der Entwiclvhin,£r'gt"'cliiehte. ISS']. 

17. ^uAn, A.j Lehrbuch der vergleichenden Anatomie. Heidelberg 1886. (Mit 

eTBchdpfinder Angabe dw Literatur in der Stnleituiig und bei ^n einzelnen 
Absdhnitfeen.) 



c) Histologie. 

1. Liffdiff, Franz, Lehrbuch der Histologie des Mensehen und der Thiere. 

Hamm 1857. 

2. Derselbe, Vom Bau des thierischen Körpers. Handbuch der vergleichenden 

Anatomie. Unvollendet. Tübingen 1864. 



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Einldtmig. 



3. KvUxker, A., Handbuch der Gewebelehre des Menschen. 5. Auflage. Leipzig 1807. 

4. Frey, IJeinrich , lluudbucli der Histologie und Histochemie des Meuscheu. 

5. Auflage. Ldpug 1876. 

5. Derselbe, örundzüge der Histologie. 2. Auflage. Leipzig IST»'. 

6. Krame, W., Handbuch der menschlichen Anatomie. Bd. i. Allgemeine und 

mikroskopische Anatomie. Hannover 1870. 

7. Orthf Jüh^t GurguB der nomaleii Histologie. 2. Anflage. Berlin 1881. 

8. Ltjfdig, Fr,t üntersachimgen zur Anatomie und Histologie der Thiers. 

Bonn 1883. 

(Eine ausführliche Literaturangabe findet der Leser in Trewendt's ,H and Wörter- 
buch der Zoologie** unter dem Artikel »Histologie". 43. Lief. S. 155—157.) 



d) Biologie und Physiologie. 

1. Funke, 0., Lehrbuch der Physiologe. 6. Auflagt-. 2 Binde. Leipzig 1876— 1880. 

2. Sefnper, Karl, Die natürlichen Existenzbedingiingen der Thiere. 2 BBnde. 

Leipzig 1880. 

3. liauk'\ ./. , Grnnd^ttge der Ph\>;iülofTie des Menschen mit Kücksicht auf die 

üesundheitspÜege. 'i. Auflage. Ltipi^ig 1875. 

4. Förster, Jtf., Lehrbuch der Physiologie. Aus dem Englischen ttbersetst von 

N. Kleinenberg. Heidelberg 1881. 

5. Jxindois, L.. Lehrbuch der Physiologie des Menschen, einschliesslich der Histo- 

logie und mikroskopischen Anatomie. 2. Auflage. 2 Bände. Wien 1881. 

6. Huaätfft 7. Leitfaden für praktische Biologie. In das Deutsche fibertragen 

von Dr. (hkat Thamkapi, Stuttgart 1881. 



a) Eatwicklungsgeschiclite. 

1. FoTftter, 3/., u. Balfour, Francis M., Orundzüge der Entwicklungsgeschichte 

der Tlüere. Aus dem Englischen übersetzt von N, J^einettberif. Leipzig 187C. 

2. KöUiker, A., Entwie]<liingsgescbicbte des Menschen und der höheren Thiere. 

2. Allflage. Leipzig ,l''^7li. 
o. Balfour, Francis J/., Handbuch der vergleichenden Embryologie. 2 Bände. 
Aus dem Englischen fibersetzt von B. VttUr, Jena 188(ju-1882. 

4. Schenk , S. , Lehrbuch der Torgleiohenden Embryologie der Wtrbelthiere. 

Wien 1874. 

5. Goette, Alex,, Abhandlungen zur Entwicklungsgeschichte der Thiere. liamoutg 

und Leipzig 1886. 



f) ZoodMiiiie. 

1. Gorup-Bpmnez, C. F. v., Lehrbuch der physiologischen Chemie. 4. Auflage« 

Braunschweig 1878. 

2. Bopp^Seyler, Felix, Physiologisclie Chmie. Berlin 1877^1881. 

8. Boppe-SetfUTf Felix ^ Handbuch der physlolog. und pathologisch«! chemischen 
Analyse. 1875. 

(Beifiglich der Anatomie, Histologie, Phjrsiologie« Entwicklungsgeschichte Tenreisen 

wir aucli auf die vortrefflich und eingehend bearbeiteten Artikel im ^Handwörter- 
buch der Zoologie, Anthropologie und Ethnologie", Breslau, Treweudt.) 



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Einleitung. 



g) PaUumiologie. 

1. QtUhsUdt, F. A,, Handbuch der Petrefactenkunde. 3. Autlage. Iö5-i. 

2. Derselbe, Petrefiietenktuide Dent^cblauds. 6 Bibide. 1849—1881. 

d. Letbaea geognostica. Herausgegeben Ton einer Vereinigung deutscher 
Pnlilontologen. 1. Theil: Letliar-a palapo/oicii von F. Römer, 1880. 

4. Zittei, K. A., u. !<chimp>r. Hatulliucb der PaluoDtologie. 1876 ff. 

5. Handwörterbuch der Miueralogie, Geologie und Paläontologie. 

Bredan 1880 ff. (in welchem die ani^estorbene Thierwelt von Dr. Fr. Rolle 
in awigezeichiieter Weise bearbeitet ist). 



h) ThiergMgiapliie. 

1. Spix, Joh.f Geschichte und Beurtheilung aller Systeme in der Zoologie, nach 

ihrer Entwicklung, von Arietoteies bis auf die gegenwartige Zeit. Nüxn- 
I"'rg 1811. 

2. Whetcell, H .. Histon of the inductive sciences. London 1837. (Deutsch voa 

J. J. V. Littruiv. Stuttgart 1841. III.) 

3. Wagner, A., Die geographische Verbreitung der Säugethiere. Mit 0 Karten. 

Abbandl. d. m.*n. Olasse der k. Akad. d. Wiss. Hüncb«i. Bd. VI. 1846. 

4. lirfttm. H.G., Geschichte der Zoologie, in , Allgemeine Zoologie". Stuttgart 1850. 
h. Sehffiiinla, K. L., Die geographische Verbrpitnnpr fl'^r Thiere. Wien 1853. 

6. Murray, A,, The geographical Distribution of Mammals. London 186G. 

7. Sdater, P. L., üebBr die Sabregionen der ErdoberflSche. im Journal fOr Orni- 

thologie. 1876. p. 225. 

8. Waltarc , A. H.. Die geographische Verhreitnnf? der Tliiero. Atis dem Eng- 

lischen übersetzt von A. B. Meifer. 2 Bände. Dresden lö7ü. 

9. Alten, J. A., The geographical Distribution of the Uammals. Bulletin of the 

N. St. Geol. and'Geogr. Purv. Terr. Vol. IL p. 813-878. 1878. 

10. Wallace, A. R., Island Life or the Phenomena and Ganses of insular Fauna 

and Flores. London ]hho. 

11. Jhäia Torre, K. W. v., Anleitung zum Beobachten der alpinen Thierwelt. 

Wien 1881. 

12. Einen üborsichtlichen 1>exüglichen Artikel über die geographische Ver- 

breitung der Thiere enihillt die Synopsis von LeunisLudwig, (I. Bd. 
S. 94-102.) 

13. Noch ausführlicher ist der Artikel , Geographische Verbreitung der Thiere" im 

..Hundwrrterijiieli der Zoologie* (Breslau, Trewendt), 37. und 38. Lieferung 
8. 373-391, bearbeitet. 



i) DoBGondenztheorie, Darwinismiis. 

1. Darwin, Ch,, Ueber die Entstehung der Arten durch natürliche Zucht- 

wahl. Aus dem Englischen fibersetzt TOn J. K. e. Caru$. 6. Auflage. 
Stuttgart 1876. 

2. Derselbe, Die Abstammung des Menschen. Aus dem Englischen übersetzt von 

J. V, V. Carus. Ii Bände. 3. Auflage. Stuttgart 1875. 

3. S^mdtf O., Deseendenzlehie und Darwinismus. 2. Auflage. 1875. 

4. Sfidlit^, Die Darwin'sche Theorie. 2. Auflage. 1875. 

Bü'-hrffr, Die Darwiii'sehe Theorie von der Entstehung der Lebewelt. 1876, . 
t>. üatckel, E., Natürliche Schöpfungsgeschichte. 7. Auflage. 1879. 
7. £esfM9, Zeitschrift für einheitiiehe Weltansehaunng auf Grund der Entwiok- 
lungslehr«. 1877 ff. 



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Eialeitiiiig. 



j) Mikroskopie. 

1. Nägdi u. Sehwendmmr, Das Mikroskop» Theorie und Anwendung desselben. 

2. JiarUmj, Dus Mikroskop. Theene und allgemeine Ikschreibung des Mikruskopes. 

2. Auflage. Braunschweig 1866. 

3. Dippä, Das Mikroskop und seine Anw»idiiDg. Braunschweig 1^72. 

4. Mn-fri''' . Das Mikroskop und seine Anwonduncr. Tn ."Nrntuikiiitte" . 14. Band. 

5. Baditmmn^ 0., Leitfaden zur Anfertigung mikroskopischer üauerpräparate. 

München 1879. 

6. Thnnhoffer, Dr. Ludwig 9., Das Mikroskop und seine Anwendung. Stuttgart 

7. Fr elf , H., Das Mikroskop und die mikroskopische Technik. 7. Auflage. 

Leipzig 1881. 

8. Dippely Leop., Das Mikroskop und seine Anwendung. 2. Auflage Braun- 

schweig 1882. 

d. Ernn- , Leitfaden bei der mikroskopischen Untersuchung thierischer Gewebe. 
Leipzig. 2. Auflage. 

10. Vog^, Dr. J., Das IGkroekop und die wissensdhaMchen Methoden der mikro- 

skopischen Üntersuchung in ihrer versdiiedenen Anwendung. 4. Auflage von 

Dr. 0. Zacharias. Leip/ijj 1885. 

11. Haffetj JJ., Das Mikroskop und seine Anwendung. 7. Auflage. Berlin 1836. 



k) Ang0WMlldl» Zoologie. 

1. Brandt, J. Fr.j u. Ratz^^urff, J. Th, C», Hedieinische Zoologie. 2 Bftnde. 

Berlin 1827— Is'M. 

2. RaUeburgt «/. Th. C, Die Forstinsekten. 3 Tbeile mit Nachträgen. Berlin 

1839-1842. 

3. AUum, Bernnrd, Forstzoologie. 2. Auflage. Berlin 1876—1881. 

4. Leurkart, Rudolf, Die Parasiten des Menschen und die von ihnen herrührenden 

Krankheiten. 2. Auflage. Leipzig 1879. 

5. Küchenmeister, F., u. Zürn, F. A., Die Parasiten des Menschen. Leipzig 1881. 

6. ZBm, F. J., Die Schmarotzer auf und in dem Körper unserer Haussftugethiere. 

I. Tbeil: Die thierischen Parasiten. Weimar 1882. 



T. Am welchen <)iielleii erfthrt der fftr ganz speeielle Ci^itel sich 
interessirende Zoologe, ms flberhanpt bis jetit auf irgend einem Ge- 
biete der Zoologie gearbeitet worden? 

1. Enqelmnn)), TT', nibliothcca historica-naturalis. Bd. L Leipzig 18 IG. 

2. Carus, J. V. t.. u. Engelmnmi, H'., Bibliotheca zooiogica. 2 BÄnde. Leipzig 1861. 

(Diese beiden Werke bringen eine wohl fast erschöpfende, übersichtliche Zu* 
sammmstellung sSmmtlieher soologisohen Schriften, die Ton 1700—1846 und 
von 1846 — 1860 erschienen sind.) (Fortgesetzt von 0. Taschtnherg bis 1885.) 
Die seit dieser Zeit erschienenen zoologischen Arbeiten werden qrstematisch 
übersichtlich augezeigt in: 

3. Zoologischer Jahresbericht. Herausgegeben TOn der sool^sidien Station 

zu Neapel. Bedi^rt Ton J. V. v. Carus, P. Matf^r n. s. w. in '\^rbindung mit 
l'f'Vünnten Pachmäntiem. Leipr.isr 
Auüser den Anzeigen der jeweilig erscheinenden zoologischen Arbeiten bringt 
auch kleinere Abhandlungen, fikr Zoologen interessante üTotiseu und Per- 
sonalien: 



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Einleitmig. 



XI 



4. Der ZOO legi sehe Anzeiger. Herausgegeben von J. l\ v, Carus. Leipzig 1878 ff. 
Sehr leseuswertlic , kritische , von systematischen Auszügen begleitete Mit- 

theUnngen über die neuesten Arbeiten auf dem Gebiete der Zoologie 
bringen die: 

5. Jahresberichte über die Fortschritte in der Zoologie des ArckiTS 

für Naturgeschichte (siehe unter Fachzeitschriften weiter unten), 
^chtig als i^eiger der laufenden Endieianngen der zoologischen Literatur 
sind weiters noch: 

6. Zoological Record. London 17(34: fF. 

7. Annales des sciences naturelles. Zoologie. Paris 1824 ff. 

8. Annala and Magazine of Natural History. London 1836 ff. 

9. Giebelt G, C . Thesaurus Omithologiae. 3 Bande. 1872 — 1877, 
10. Bogen, ff., Bibliotheca entomologiea. 2 Bünde. 1862—1863. 



Tl. Zoologisclie Fach- nnd popnlAnrisseiisdiftflliehe Zeitsehrlften. 

a) f aohaeitflcbrifteii. 

1. Zeitf^chrift für wissenschaftliche Zoologie. Herausgegeben Yon 9. SU- 

hold und h'iillikt^r, jetzt redigirt von Ohlers. Leipzig 1849 ff. 

2. Archiv für Naturgeschichte. Jetzt herausgegeben von Hilgmdorf, 

BerlU 1885 jf. 

8. Archiv für Anatomie und Physiologie. Herausgegeben Yoa Dubais- 

Beymond und His, Berlin 1834 ff. 

4. Archiv für mikroskopische Anatomie. Herausgegeben von WeUdeyer 

und La VaUtU-Sk George. 1865 ff. 

5. Archives de Zoologie exp^rimentale et gin^rale. PnbU^ par J7. «leXa- 

caze-Duthiers. Paris 18:j5 ff. 

6. Mittheilungen aus der zoologischen Station zu Neapel. Leipzig 1878 ff. 

7. Morphologisches Jahrbuch. Herausgegeben von öc<7en6aMr. Leipzig 1875 ff. 

8. Biologisches Centralblatt. Herausgegeben von Hosmthnl. Erlangen 1881 ff. 

9. Arbeiten aus dem zoologischen Institut dor UniTersitftt Wien nnd der zoolo- 

gisclien Station in Triest. Wien 1n7n. 

10. Arbtüteii auü dem zoologisch-zootomischen Institut der Universität Würzburg. 

Wftnborg 1874 ff. 

11. Der Naturforscher. Wochenblatt zur Verbreitung der Fortschritte In don 

Naturwissenschaftra. Herausgegeben von Dr. Otto Schumonn. 19. Jahrgang. 
Tübingen 1886. 

12. KaturwisseasehaftHohe Bnndsohan. Wdohentliohe Beriohte fibor die 

Fortsdiritte auf dem Gesamratgebiete der Naturwissenschaften. Heransge* 

geben von Friedrich Vieweg ff Sohn. Braunschweig 1886. 

13. Journal für Ornithologie. Herausgegeben von Cabani». Leipzig 1853 ff. 

14. The Ibis. Herausgegeben ron F, 8. SMaUr nnd H,Sainmiitin, London 1859 ff. 

15. Entomologische Naehriohten. Heraosgegeben von Dr. F.KaUer in Patbus. 

1—10. Jahrgang. 
Ib. Wiener entomologische Zeitung. 1.— 5. Jahrgang. Wien. 

17. Zeitschrift für Mikroskopie. Organ der Gesellschaft für Mikroskopie 

in Berlin. 

18. The Ank. Edit. by X Ä. Allen rtr, Boston 1884 ff. 

19. Zeitschrift für die gesammte Ornithologie. Bed. Yon J, v, Madarasch, 

Budapest 1884 ff. 

(Ausserdem die Publicationen der verschiedenen oruitho-, eutomo- und malako- 
soologischen GesaUsdiafta« und Vereine in DeutMUand, England, Italien n. 8. w. 
und der allgemein naturwissenschaftlichen Vereine.) 



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Einkitung. 



b> Populäre Zeitschriften. 

1. Der zoologischp Garten. Herausgegeben von Noll. Frankfurt a. M. 

1860 S. (.Bringt interessantes Detail aus dem Thierleben, den Tbiergärteu, 
Aquarien u. s. w.) 

2. Humboldt. Monatsschrift für die gesammten Natorwissenschaften. Heraus* 

gegeben von Dr. 0. Dammer. Stuttgart. 5. Jabri:rnifj 
S. Oaea. Natur und Loben. Herausgegeben von J)x. Hennann Klein. 22. Jahr- 
gang. (^In. 

4, Die Natur. Zeitung zur Verbreitung naturwissenstdiafllicher Renntniss und 

Nntnranschauung für L( ^^er aller Stttnde. Herausgegeben Tan Dr. Karl MüUer, 

Hallo a. S. 34. Jahrgang. 

5, Isis. Zeitschrift für alle naturwissenschaftlichen Liebhabereien. Heraua- 

gegeben von Dr. K. Jiuss und Bruno DSrigm, 10. Jahrgang. Berlin. 

6, Der N atu rh i stor 1 k ( r. Tllustrirte naturwissenschaftliche Monat «^schrift. 

Herausgegeben von Dr. Frkdridi Knauer. Leipzig. 1,-7. Jahrgang. 



Vn. Geschichte der /oologic. 

1. Carus, J. V. V., Geschichte der Zoologie bis auf Joh, M^Uer und Ch. Darwm. 

• Müiiclicn lf^72. fBphaiiflclt die Gesclnclitr- der allgemeinen Zoologi«' von 
Aristoteles an in sehr eingehender W^ isc und gibt auch in den Haupt^ügen 
ein Bild der Entwicklung der naturgeschichtlichen Kenntniss von den ein- 
zelnen ThierclasHr i\ seit fAnnif.) 

2. HaiHlwürtorbuch der Zoologie. Trowondt. IkcsliU. (Bringt in der •>^. Lie- 

ferung eine vortretTliche Darst*dlung de'r Ii«*ist.iingen uTid Fortschritte der 
speciellen Zoologie seit Linne: Proto/.ocuk.uude von u. Ffeffer [S. 409 bis 
412]; Oölenteratenkunde von G. Pfeffer [S. -412—414]; Echino- 
derinenkunde von E. v. Martens [S. 4l4 — 417]; Würmerkunde von 
Dr. F. IVeinlaml fS. 417—420]: Arthropode nkundo von ff. ./. Kolbe 
[S. 420— 445]; Molluskenkunde von E. v. Martern 1.8.445—452]; Fisch- 
kunde von (7. B* Hunzinger [S. 452—456]; Reptilien« und Ampbibien- 
kunde von O. Böttqer [S. 456 — 406]; Vogelkunde von RHchennw [S. 4GÜ bis 
483]; Sftugethierkunde von A. v. MoJtUovicSf 40. Lieferung [S. tiOÜ— 612].) 

Vlll. Werk«' iUht A^iuuricn, Terrarien, Tliieririlrfen, iirtfnrTiisloriselie 
Museen, Anlasse und lustaiidlialtiiuj; von Saiiuiiluugen, Herstelluiiji: von 
Präparaten, Auicitung zu Exciirbionen, zum Selbstbestinuueu u. s. w, 

1. Das Sttssw asser aqnari um. Von E. A. Eotmäuier. 3. Auflage. Leipzig. 

2. Das Süss Wasseraquarium und seine Bewohner. Von Dr. 1K. ifm. Stutt« 

gart 1^^R5. 

3. Die Praxis der Naturgeschichte. Von Fhii. Leop. Martin. 1. Bd. Tuxi- 

dermie. n.Bd. DermoplastikundMuseologie. ni.Bd. Naturstudien. 
3. Auflage. Weimar IHK»}. 

4. Das T-ri -riuin. ^eine Bepnan/nng und Bevölkernng. Ein Handbuch für 

TerrarieubesitÄcr und Thierhändler. YonJoh. v. Fischer. Frankfurt a. M. lf^84. 

5. Herstellung von zootomischen Dauerpräparaten. Von Dr. //. DewUz. 

BerUn 1880. 

6. Das zootomi.^che Practicuni. Von Dr. M. Braun. Stuttgart 1886. 

7. Das Ausstopfen und Conserviren der Vögel und Säugetbiere. Von 

C. Scfiwebing. 0. Auflage. Berlin 1883. 

8. CItssfft, Deutsche Excursions-HoUuskenfauna. 2. Auflage. Nttm* 

berg 1886. 



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Einleitaiig. YTTT 

9. Srhhrh^f^nflal u. Wünsche, Die Insekten. Leip/Üj.,' 1870. 

10. Die iuiektea weit. i.m Tasckeubuck üu outoiuologischtiu Excuisionea für 

Lehrer und Leniende. Von Dr. Ä. Karteh, 2. Auflage. Leipzig 1883. 

11. C. C. Caltcer's Käferbuch. Naturgeschichte der Käfer Europas. Zum Hand- 

gebraache für Sammler. Von Dr. G. Järjer. 4. Auflage. Stuttgart 1883. 

12. ßtrge's Schmetterllagsbach. Stuttgart 1883. 

IS. Harrut^^ A,, Der Kftfersaminler. Praktische Anleitung zum Fangen, Prir 
parirMi u. s. w. Weimar 1886. 



Bemerkimgen Aber den Ctebrauch des Lexikons. 

1. Da ach bei Fertigstellmig des Mannscriptes eine bedeutende üeber» 
Bchreitnng des tob vomeherem festgesetzten ümfanges ergab, mitbin nachtrftgliche 

Verschiebungen und Abkürzungen Platz greifen mussten , konnte es nicht aus- 
bleiben, dass einige Verweise der schon fertig gedruckten Bogen eine neuerliche 
Verweisung auf andere Stelle erfuhren , der Nachschlagende daher bei einzelnen 
Xachschlagwörtern zwei- und di'eimal nachschlagen muss (also z. B. bei Alpen- 
segler auf Cvpselus und dort wieder auf Segler verwiesen wird). Der nach- 
tiSglichen Kürzung sind auch die etymologischen Jbirklärungeu zum Opfer gefallen. 

2. Des Raummangels wegen konnten weiteis viele termini tedlmiei nicht 
sweimal, nftmlicb im Zusanunenhange hei der CSiarakteirisLrung der groBsen Gruppen 
und dann nochmals bei dem besflgUchen Schlagworte, sondern nur bei dem zu- 
sammenfasseoiden allgemeinai Artikel behandelt werden. (Der Naduehlagende 
wird also a. B. über Bojanus'sohe Organe auf S. 113 nur den Verweis, die 
Erklärung erst bei Excretionsorgane [S. 258J und bei Muschelthiere 
[8. 490] finden.) 

3. Die grossen Thiergruppen und sonst wichtige allgemeine Artikel sind 
uemlich ausführlich behandelt und wird der Nachschlagende z. B. über Säuge* 
thiere, Vögel, Kriechthiere, Lurche, Fische, Insekten, Bandwftrmer, 
BauehfÜBser, Borsten wttrmer, Hydroiden, Korallenpoljpe n u. s. w. wohl 
eingehend sich Orientiren kQnnen. Von den Familien, Gattungen, Arten sind 
fldbstrerstSndlich nur die wichtigsten entweder fttr sich allein oder bei der be- 
züglichen höheren Gruppe behuidelt. Von Tielen Arten konnte lediglich die 
sjrstematische Stellung angedeutet werden. 

4. Da fcs sich ja in einem Lexikon in erster Linie darum iuuidelt, das.s der 
Nachschlagende einen bestimmten Artikel behandelt vorfindet und von einer ein- 
heitlichen Bearbeitung, vne etwa bei einem Lehrbuche nicht die Rede sein kann, 
90 ist es erklärlich, dass der Nachschlagende wiederholt Familien, Unterurduungen 
verschiedener Systeme u. s. w. einzeln behandelt finden wird, die er aber bei der 
bnflgUchen hOho-en Gruppe, die nach eimdgem Systeme behandelt erscheint, nicht 
vorfindet. 



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XIV 



Einleitimg. 



5. Findet der Nachschlagende (-i. B. Anchoracarpacea ßaird, s. Lemaeopo- 
didae) bei dorn Verweise das erste Nachücblagwort nicht wiederholt, so ist das »s." 
mit als gleichbedeutend zu nehmen (also Anchoracarpacea liaird^ s. Lernaeo* 
podidae, soviel als: Anehoraoarpaeea Baird = Lernaeopodidae [s. d.]). 

Der das Lexikon in Gebnnich Ziehende wolle vorher die im Anhange unter: 
.Nachträge und Verbesserungen* gebrachten Correctoren und EinschflLbe 
an den betreffenden Stellen anbring«a. 



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A. 

Aal gemeiner, Anguilla (s. dort) vulgaris FLem. 50 — löocm lang, bis 
4 kg schwer. Die Bückenflosse beginnt weit hmter dem Copf , die Afterflosse um 
die Lttnge des Kopfes hinter der Rückenflosse. Die Mundspalte reicht Sis unter 
■1 is kleine Auge. Der Unterkiefer steht vor. Kiefer und Pflugscharbr in tragen 
Ifine Hechelzühne. Der bis zum After walzige Leib ist von du bis zur Schwanz- 
spitze seitlich compress; der Schwanz übertrifft den Körper an Länge. Die Färbung 
Tarürt sehr; oben meist dtmkelblau oder grOnlieh schwarz, an den Seiten heller, 
am Bauche weiss. Die verschiedene Sclmnuzenforra (sehr zugespitzt bis ganz 
stampfj Hess einige Zoologen mehrere Arten aufstellen. — Mit Ausnahme des 
Stromgebietes des kaspischuu und schwarzen Meeres in allen nicht zu rasch strö- 
menden GewSssem Europas bis zum 71* nördl. Br., dann in Neuseeland, China, 
Nordamerika, Westindien. Nährt sich von kleinen Wasserthieren , Froschlaich, 
Krebsen (-während ihrer Häutung), Aas, geht nur Nachts auf Nahrungssuche, 
während er den Tag über im Schlamme sich einwühlt. Ueber den Aal ist viel 
gefabdt worden, fiber seine Spaziergänge ftber Land, seine Fortpflanzung, seine 
Wanderfabrten. Er vermag wohl euiige Zeit ausserhalb des Wassers in feuchter 
Umgebung ans7nhalten , weil die Kiemenöffnung das rasche Ahflies«;en de«; 

Atbemwussers verhindert, doch ist an seinen Nachtexcursionen in die Erb.senfelder 
nichts Wahres. Bezüglich seiner Vermehrung Iftsst sich nur bestimmt sagen, dass 
der Aal getrennt geschlechtlich (nicht zwittrig) ist, denn seit Langem kennt man 
schon die f^ierstöcke, «eit 187-*? auch die Hoden; die Fortpflanzung selbst hat man 
noch nicht zu beobachten vermocht, auch nicht direct abgelegte Eier zu Gesicht 
bekommen; doch spricht Alles dafür, dass der Aal Eier legt, nicht lebendigge- 
bärend ist; die wiederholt verkündeten Beobachtungen des Lebendgebttrens haben 
sich als r 'ht grobe Irrthümer erwiesen, indem die le1)endig geborenen Aeichen 
als ^>|)uUvurmer oder als Junge eines ganz anderen Fisches (der Aalmutter, 
Zuaroes) sich entpuppten; wo also die Eier abgelegt werden und wie sie sich ent- 
wiekehi, weiss man zur Stunde nicht, nur dass Fortpflanzung und die ersten Phasen 
der Jugend im Meere stattfinden. Im März bis Juni, im Frühjahre also, wandern 
die .lungpn, von den Italienern montata, von den Frnn/osen montt-e genannt, 
in Schaaren aus dem Meere in die Flüsse; sie sind zu der Zeit 2,7 cm lang, gänse- 
kieldick und ziehen in dichten Schaaren knapp am Ufer stromaufwSrts; wie sehr 
Uett^rfähig und mobil sie sind, mag wohl die Thatsacho am besten beweiseOi dass 
si*» auf den Felsufern über den Rheinfall und WIh'Y die Trollhätta-^ehlenssen in den 
Wenernsee gelangen. In den Flüssen mögen sie mehrere Jahre verweilen, dann 
kehren sie im Herbste (die Italiener nennen sie in dieser Form oalata) ins Meer 
zurück. Der vOUig erwachsene, geschlechtsreife Aal dürfte dann das Meer gar 
nicht mehr verlassen, vielmehr zeitlebens an den Flu.ssraündungen im Meere leben, 
bas Fleisch des Aals ist sehr geschätzt und wird frisch, marinirt und geräuchert 
genossen. Am ermebigsten ist der Aalfang im Herbst in den Lagunen von Co- 
maehio am Po. Hier sind eigene, sinnig construirte Durchlasse angebracht, die 
Kaft««r, H—dwttrtertnioh der ZoolOKie. 1 



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2 



der Aal bei seiner Wanderung zum Meere passiren muss; die i'allenartigen Durcb- 
lüSBe, welehe eine Rflckwandemng tuunöglich maolieii, werden naeh und nach enger 
nnd münden schliesslich in rings abgeBchlossene Räume, deren Boden mit Netzen 
ausgekleidet ist, so da^n die Of^fangenen mit einem Zuge ausgehoben w^rdfu kiinnen. 
In donkleii, stürmischen Nächten ist der Fang ein besonders ergiebiger. Neuerer 
Zeit TersMidet man junge Aale in WaBser^knzen gebflllt, auf ziemlieb weite 
Strecken, um fischarme Gewässer mit ibnen m beTÖlkern. 
Aalhntt s. Schollen. 

Aale, Muraenidae. Familie der Edolfisclie. Oestreckte, cyliiidrische oder 
bandförmige Fische, nackt oder mit verkümmerten Schuppen. Btiuchtiussen fehlen; 
der bezahnte Oberkiefer bildet den satlichen Band der Oberkinnlade; Zwischen* 
kiefer mehr weniger mit dem Pflugscharbeln und Siebbein verwachsen. Fleisch- 
fre<?ser des Süss- und Salzgewässers der gf^mässigten und heissen Zone. Von den 
2t> Gattungen mit 230 Arten seien erwähnt: Muraena, Auguilla, Oonger» 
Mnraenesox, Myrus, Ophicbthys. 

AalmSve = Aalmutter. 

Aalniolcho, Amphiumida. Familie der Fi srli m ol ch e. Aalforniigi T.iivche 
mit kurzen, weit auseitiandergerückten Extremitäten und zwei bis drei siunimei- 
förmigen Vorder- und Hiuterzehen. Die Augen sind von der Haut bedeckt. Ein- 
zige Gattung: Amphinma L. mit der einzigen Art: A. means L. (tridactylnm 
Cuv.). Fast 1 m langer FiRclnnolLh mit sehr zarten kurzen Füssen, offenem Kieraen- 
loch, in zwei (nach hinten etwas di\ ergirenden) Iveihen fitehenden Gaumenzähnen, 
fast parallel angereihten Oberkiet'erzähnen. Oben duukelgi-au, grünlich angeflogen, 
unten heller, un sQdliehen Nordamerika zu Hanse, wühlt im Schlamme, n&hrt 
sich von Würmern. Weiilitliieren , Kerflarven, gilt den Negern als giftig. Man 
hat die zweizehige Varietät auch als (Amphiuma didactylam) eigene Axt anter^ 
schieden. 

Aafanntter, Zoarces (s. d.) viviparns L., 30— 40 cm langer Schleimfisch 

der Nord- und Ostsee. Die Kiemenhaut hat 6, die Rückenflosse 109, die Brnst" 
flösse 18, die kahlständige Bnnohflosse ^5, die Schwanzflosse 8 — 10 Btrahlen. Die 
Kückeutiosse ist dicht vor dem ächwanzende sehr nieder. Bräunlichgraa , röthlich 
gefleckt. Lebt gesellig anf sandigem oder Mhlammigem Qmnde in der NRhe der 
Küste. Ist einer der wenigen lebendgebSrenden Knochenfische. Die Jungen ver- 
weilen 4 !M()iiate im ^Mutterleib»' ^ttiI verla?;sen den^^elben. völlig entwickelt, mit 
dem Kopfe voran im August, lUU — oOÜ an der Zahl. Seinen Namen verdankt 
der Fi.>,cli der Fabel, dass er junge Aale zur Welt bringe. Das Fleisch wird ge- 
gessen, die Knochen werden beim Kodien grün. Diese Fisch art wird nidit selten 
mit der Quappe (Losa vulgaris) verwecbselt. S. Sehleinülselie. 

Aalpntte = Qnappe.j 

Aalqoappe = Quappe. 

Aalmnpe » Quappe. 

Aalmppe — Cjnnppe. 

Aalrutte ~ i^'uappo. 

Aalschlanpr^nflsche, Ophidinm Cup,, Gattung der Schlangenfisohe 

(Ophididae) mit Opb. barbatum L., Bartm&nnchen, Mitfeelmeer. Schon 

TOn Plinius beschrielM H. S. Schlang^enflsche. 

Aalstrich, Algäuer-Kindvieh mit gelbem Kückenstreif. 

AsHhierelieii, Aeichen, kleine Bnndwürmer (A n q ni 11 n I a nnd Leptodera). 

AalwoISy Scharmut. Ciarias (s. d.) anquillaris L., bis 1 Meter langer 
Wf ]s im Nil und anderen Flüssen We<;tafrikas. Die Rückenflosse fliesst nicht mit 
der Schwanzflosse zusammen. Oben bläulich schwarz, unten weiss. Wandert beim 
Austrocknen des Nils über den feuchten Schlamm nach anderem Gewässer und wird 
dann in Menge gefangen. S. Welse. 

Aasbär, Ürsus cadnverinus Ever.<;!)i. , hocli,L'est<'llte , gestreckte, lang- 
beinige. 1 injT'^r'lmauzige Form des europäischen Bären mit hoher ätirne und 
langem Kernte. 

Aasniegen nennt man die Fleisch, Thierleichen n. s. w. ansehenden Fliegen: 
die graue Fleischfliege (Sarcophaga), die schwarzblaue Schmeissfliege 
(Calliphora yomitoria), die goldgrüne Lucilla cornicina, die Gold fliege 



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3 



(Lncilia Caesar), die Aasfliege (Pyrellia cadaverina), die Leichenfliege 
(Cjrnomyia mortnorum) u. a. 

Aasft*esser, von Cadavern zehrende Thiere. Hierher u. a. die Hyänen, 
Hnnde, Geier, einige Adler, Krilhen, Bussarde, Milane, Kropfstörche, 
Aaskäfer. Todtengriiber , Staphylinen, Speckküfpr. Mehlkäfer, Aas- 
fliegen, Eisvögel, Blauschiller, Ameisen, Wespen, Krebse u. s. w. 

Aisgeier, ägyptischer Qeier, Malthesergeier, Sobmutsgeier, Aft8TOgel,Kothgeier, 
Neophron percnopterus Gray. 75cm lang, Schwanz 27cm, Flügellänge 
52cm. SchmutzigTVpiss mit nissschwarzen Handschwingen: d»« Gesieht und die 
Kehle gelh und nackt; die Jungen braun. Der schwache und dünne Schnabel ist 
Ins znr Mitte TOn hochgelber Wadi^Laut umschlossen. Li Grösse, Benehmen, be- 
sonders im Gang sehr an unseren Kolkraben gemahnend. Im nördlichen Afrika 
und südlichen Europa zu Hause, brütet noch in der Nähe von Genf, verirrt fich 
biiweilen bis nach Deutschland. Besucht in grossen Schaaren Städte und Dörfer, 
denen er durch das Vertilgen des Aases in hohem Grade nützlich wird; wird daher 
allerorts geschuiit. Nistet colonienwei.<3e auf Felsen und hohen Gebttoden. Den 
Aagypt^rn galt er als heilig. S. Vulturidae. 

Aaskäfer, Silphidae. Familie der Peutamera. Fühler keulig; Körper 
platt gedrückt ; leben von Aas und Pflanzenstotfen und sondern oft stinkende Secrete 
tb. Gattungen: Necrophorus Fa&r., Todtengrftber. Ghraben die Cadaver kleiner 
Thiere ein und legen die Eier in die Grube. — Cutops Paijk. — Sil])ha L. 
Aaskäfer. — A^athiJiuni JUuj. — Leptoderus Schmidt. — ScjrdmaenttS 
Latr. — Anisotomu Knock (1*1 ödes Latr.) u. s. w. 

AaskriUie heisst bei uns die Rabenkrllhe und die Nebelkr&he, in Nord- 
■merika der Rabengeier. 

Aasrabe = Kolkrabe. 

Aasvogel := Aasgeier. 

A*t nennen die Norweger die das Meer meilmweit braunrSthlioh ftrbenden 
Hassen von Copepoden (^altfussl<rel)sen) , dio sidi am massenhaftesten in den 
arktischen Meeren in der Nahe der Polarkreise finden und die Haapinahrong der 
Häringe bilden. 

Abaetinal = antiambnlacral, s. bei aetinal. 

Abart = Spielart, Vari* tat, s. Art. 

Abastor Qra^ = Calopisma Dum, Bibr* Sehlangengattong der Ho- 

malopsidae. 

Abatus (griech. weglos) Troschel. Seeigelgattung der Spatangiden. 

Abbag^amba ~ Tmetoceros abyssinicns, Hornrabe. 

AbdtH'kor = Raul»\vi3rger oder Neuntödter (Lanin^ excnbitoi) 

Abdiiiila, > phenorhyncha = Ciconia Abdimii, der äimbil der öudanesen, 
der Hausstorch limer-Afrikas. 

Abdomea. 1. Unterleib, Wanst, Bauch der höheren Wirbelthiere (s. d.); 
2. jenes Segment der Gliederfüssler (s. d.), das neben dem Yerdauungsoanal 
noch die Geschlechtsorgane trUgt ; die Unterseite der Thiere überhaupt. 

Abdomen petlolatom^ abdomen sessile, s. Hantflilgler. * 

Abdominales Cumer^ Bauch flosser. ünterabtheilung der Edelfische. 
Die Banefaflossen befiii irn sich knapp vor dem After, fehlen aber bei einigen Arten. 
Hierhern. a. die Familien: Siluridae, Scopelidae, Cyprinidae, Chara- 
ciuidae, (Jyprinodontidae . 11 eteropy gii , Umbrid.ie, Scomb resocid ae, 
Esocidae, Galaxiidae, Mormyridae, Sternoptychidue, Stomiatidae, Sal* 
monidae, Hjodontidae, Osteoglossidae, Clupeidae, Chirocentridae, 

Alepocep h a 1 i d a e. 

Abdominalfüsse bei<5««pn die Gliedmassen des Abdomens. 

Abdomlnalia, Bauch rankenfüsser. Unterordnung der Run keuf üsser. 
KOq>er mit flasehenförmigem Mantel und 3 Paar Bankenfi&em; Geschlecht^ ge- 
trennt; Parasiten in der Kalkschale Yon MoUusken tt. s. w. Familien: Alcippldae, 

Crjpto|thial idae.* 

Abdoniinalplatten, Baueiip^aiten, n. Schildkröten* 
AbdomiBalaegmeiite, gleichartige Körperabschnitte des Abdomens. 
Abducens (nervus). Aeusserer Augenmuakelnerv. 



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4 



Abend&tke— Abroatomi». 



Abendfalke, Rothfussfalke, Fulco vespertinus L. (rufipes lUsf-ke). 
^: 31 — 34 cm lang, Schwanz 14cm, Flügellänge 22cm, schieferschwarz, auf den 
Flfigeln schiefergrau ; die unteren Schwanzdeokfedem iind die Hosen rofltroth. Ffiase, 
Augenkreis und Wachshaut monnigroth. ? : olipn >ehi<>fprgran . schwarz querge- 
flpckt ; 9 schmale, 1 hrdU' scluviir/.f Quorhinde am 8chwun/e; uiiTtn rostijt'lhlich, 
schwar/, gefleckt. Der unmuthigste und .schönste der kleinen Falken. Für die 
Steppen Ungarns, Sfidnisslanda , Ifittelaaiens charakteristisch. Nach Deatsdiland 
kommt er selten. Während der Zugzeit in Südeuropa häufig. Ein angenehmer 
Vo^'el in der Gefangenschaft. Vertilgt Kerfe, namentlich Heuschrecken in 
grosser Menge. 

Abendfilter» s. Sehwlrmer. 
Abendtlatterery a. Tesperag». 

Abcndpfuuoiiniip^o, Sph i n x o cell at a /v., hübscher Abendfalter, dessen Banpe 
auf Weiden, Pappeln, Schlehen, Apfel] )a,umen. 

Abeudsefl^ler = Waldfl ede rm ü use, Panugo. Gattung der Glattnasen. 
AbfottfcClange, s. Ba«. 

Abiogenesis, Urzeu^inpr. Entstehunt,' h-bender Wesen ans todtem Stoffe. 

Abiologfie, Anorganolugie. Lehre von den unbelebten Körpern. 

Ablabes Dum, Bibr, Gattung der Nattern, Colubridae. 

Ablephama FUadnger (a ohne, blepharon Augenlid), (einbegriffen Grypto- 
bl «'pharus Wiitimnnn, M or eth i a Gtuiif), Eidechspn;>:tttunfj der Gymno ph t h a 1 ini. 
Augenlider kreisförmig; Schuppen glatt: vorne und hinten 5 Zfhon : Srliwanz 
l'/j — 2 mal so lang als der Körper. Art: Johannisechse, A. jiauuonicu.s 
FUz. (A. Bitaibellii Bi6r., Scincus pannonicus lAektenst,) Gelbbraun bis 
rothbrauUt sdiwarz gepunktet und gestreift oben, blassgrau oder achwttrilioh unten, 
10 — 11cm lang. Südeuropa, schon bei Ofen, auf grasigen Uügdn* 

Abnahme der Fische, s. unter Fische. 

Aheek, Antilopenart. s. Cerrteapnu 

Abonuisiis, Labmagen, der b t/t«> Abschnitt des aus drei oder vier Abschnitten 
bettehenden Wiederkäuermagens (s. Wiedfirkfiuer). 

Abortiv nennt man in der Entwicklung zurückgebliebene Organe oder 
Individuen. 

Abramidopsis Sieboltl fgriech. Abramis ein Kilfisch, opsis Aussehen), 
Bastard zwischen Brachs*?i iiml Piiif/e. 

Abramis Cuvier, Brassen. Gattung der Karjpfen. Weisstische mit seit- 
lioih stark zusammengedrücktem Körper, vollständiger in der unteren Schwanzhftlfte 
verlaufender SeittMilinin . kurzer Rückenflosse ohne starken Schnabel, .sehr langer 
Afterflosse, oline Mundltartfln. mit t-in- oder zwoireihif^'cn Schlundzähmii. Hierher 
u. a.: A. brama. gem. Brachsen, A. melanops, Seerüssling, A. vimba, Zärthe, 
A. baller US, Zope, A. blicca, Blicke, 

Abranchia Hogg (griech. a ohne, branohia Kiemen), auf der irrigen An- 
nähme, dass auch den Larven die Kiemen fehlen, ])asirte ünterabtheilung der Mono* 
pneunifna, die fast ganz mit den Sclileichenlu rchen (s. dort) zusammenfällt. 

Abrancllittta heissen die Saugethiere, Vögel und Bauchthiere , die das ganze 
Leben nur dun^ Lungen athmen, zum ünterscnied von den Lurdien und Fischen, 
die das ganze Leben oder doch in der Jugend durch Kiemen athmen (ßranchiata). 

Abranchiata, (iruppe der Schnecken. Kiemen fehlen, die Oberfläche des 
Körpers verengert; Larven mit Schale. Familien: Phyllirrhoidae, Pontolima- 
oidae, Elysiidae.* 

Abranehiata Schmardn. Ordnung der Borsten würmer, fast ganz den 
Lumbricina Sai\, Terricolae OerateiU aiialoir. KiemenbKo Würmer. Die 
Würmer des Süsswassers und der Erde und einiger Familien des Meeres gehören 
hierher. 

Abraxas, (Zerene) grossularia L., Harlekin, Stachclbeerspanner. 

Aus der Familie d<^r Spanner. Bekanntf^r. nicht zu verwechselnder Schmetterling. 
Raupe obiMi auf weissem, unten auf gelbem Grunde schwarz gefleckt. S. Spaunor* 

Abrurnis = Phyllopneuste tristis, Bergiaubsänger. 

AbrostOla OcA«, s. Ealen. 

AbrostomlUy Karpfengattung. 



Abachuppang— Acanfhui. 



5 



AbsclinppHnc-, 8. H&ntnnir* 

Absei(s/.äUiii»r — Xenodon Bote, Gattung der Wassernattern. 

Abstauiiuimgslehrey Descendenzlehre, Transmutationslbhre, lehrt, dass alle Or- 
guittmfln gemnnsamer Abstammung sind oder doch mir von wenigen, unter sich nur 
weiii^r verschiedenen Ausgangsformen herrühren. Die jetzt sichtoaren Unterschiede 
oeieii erst im Laufe dor Zeiten in Folge allmähliger divergirender Abänderung eines 
Theiles der Nachkuiutnen entstanden. Die mouophyletiüche Anschauung be* 
hanptet, alle jetzigen Formen seien auf eine einzige Urform xorückfQhrbar, die 
pol y {genetische nimmt mehrere von einander unabhängige Anfangsformeu an. 
Die Descendenztlieorie ist zuerst von Lnmark auff,'psi< 11t . von Darwin neu hp- 
grüjidet worden. Aus der überaus reichen Literatur sei iiier auf die Werke 
TOD Darwin, Häekd, HuxJey, Jäger, Büchner, 0. Sehrmät, SeidlUz und auf die 
Zufsehrift: „Kosmos* verwirs i S. äelektlojistheorie. 

Abu el Hossein, arabische Benennung für den Schakalwolf (Oaois lu- 
pasterl. 

Abu Garn = Homrabe. 
A1iiil»iidJ = Grünafle. 

Abu Salem, Delphinart, h. Delphlnns. 

.\hylji AW<., Gattung der Schwimmpolypen. Gruppe: Cal ycophoridae. 

Acalephue (terf. nicht Claus (griech. akalephe, Nessel), s. Schirntqiiallen.* 

Aealepheu (Acalephae Claus, nicht d. Autoren) bilden eine den Hydroiden 
und RdhrenquaUen gleicbwertbige Ordnung der Hydro med usen, die sich Ton 
Jenen durch den Besitz der den Mesenterialfilamenten der Anthozoen entsprechenden 
Oa>tralfilamente . dt n lufnst i»C'l;ij)j)t*'ji Schirmraml und ill«- litMltM-ktt-ii Randköri)€r 
unterscheiden: die Entwicklung ist beim grüssten Theil eine indirecto und iifi-uht 
äuf sehr complizirtem Q«!iwati<mswecbsel. Claua, der Schöpfer der Gruppe in 
dieson Umfonge, unterscheidet 3 Unterordnungen, von denen die letzte derselben 
Niinieiih^^7piehniTn£r der rinderen Antorr-n Hrt-i^riclit: 1) Becherqual len, Calycozoa: 
aat., ^) Ht'Utt'lquailen, M a rs ui^ialid ae; o) Jschinnquallen, Discophora Eschsrh* 

Acalypterae, Unter - Familie der Muscidae. Körper meist gestreckt; 
Schuppen Idein oder fddend; Larren meist in faulenden Substanxen. Gattungen: 
1) Cordylura Jfetj^.; 2) Helomyza Fall.; 3) Scatopha^a Meig., Dung- 
fliegen mit: So. merdaria Fa6r., Kothfliege, Sc. stcrooraria L., Mistflioge; 
ij Örtulis FaU., Öchmuckfliegen; 5) Tetanocera Latr.\ ü) Sapromyza 
F«//.; 7) Platystoma Mtig.; 8) Trypeta Meig,^ Bohrfliegen mit IV. fulmi- 
Dans Mtig., Spargel fli ege, Tr. cerasi L., Kirschfliege; 9) Piophila FaU,, 
mit?, casoi Kitsefliegp: 10) Sepsis Fall., Sch wingfliitjpn ; 11) Loxo- 
cera J/pj<7., Langhornfliegen; 12) Psila Meig,, Nacktfliegen; Li) Colobata 
Mtig.; 14) Lipara Meig., mit L. lucens Meig., Cigarrenfliege : 15) Ohio* 
xo^%Meig., Halmfliegen mit Clil. taeniopus Meig., ICornfliege, Chi. fritL.^ 
Fritfliege, Gerstonfliego, Chl.liiieata f*a/>r., Weizen fli ege; IH) Ochthera 
Latr.\ 17) DrosMjphila Full., T hau fliegen, mit Dr. funebris, Essig- 
fliege; \^) Acromyza Fall., Miiiirfliegen; 19) Phytomyza Ftdl.; 20) Bor- 
borus Meig., Dfingerfliegen n. s. w. 

Aralyptus Dum. Bihr. Gattung der He er schlangen. Art: A. super* 

ciliOJ^n-^ f^inn. f^ihr. Auf Nt'Uliollund. 

Aeantherinm Gray, s. Hystrix. 
Acanthia Fabr., s. Haatwansen (s. d.). 

Asuitllias Risse. Gattung der Dornhaie. Erste und zweite Rückenflosse 

mit einem Stacht-l; ohne Aftertiossc. Die Zähne In idcr Kiefer gleich und ziemlich 
klein. Art: A vuD'aris, mMiieiner Doruhai. S. Spinaeidae. 
Acanthiidae, .s. üautwauzen.* 

Acanthin (griech. akantha Dorn), eine organische Gmndsubstans , welche 

bisher nur bei den Radiolarien (Acanthometridae und Dorataspidae) gn- 
funden wiirdp. Es löst sich Iricht m concentrirter Schwefelsäure, laiiLTsain in Salz- 
und Salpetersäure, in Aetzkali und ({oadby's Lösung: concentrirte Essigsäure und 
Jod verändere es nicht. Als Skeletsuhstanz hat es die Consistenz des Knorpels, 
nimmt aber h&ufig Kieselsftore auf.* 



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6 



Acanthlna — Acanthophis. 



Acanthina Fisch. = MoaoceioB Lam. Gattung der i'urpursehueckeu 
(Purparidae). S. d. 

AeAnthinuIa IM. Gattung der Scbnirkelschn ecken (Helieidse). 8. d. 

Acanthion /•'. ('ur.. Hjstrlx. 

Acaiitllis — L i '1 1 r i a boroalis. 0 r.i ultMiilink. 

AuiiuthobdcUu urube (griecb. akanthu Dorn, bdella Bluti^el). Gattung der 
Blut i gel. Kdrper iuederg«dr&ckt, ^nin Kopf und After hin sieh yerfichmSlemd. 
Der hintere Suugn.ipf v in After diurehbohrt. Beiderseits des Kopfendes ein Haken- 
büsclv'l. Hermaplir-vh j< n <lrs Meeres. 

Aeauthobotrium igriech. akantha Dom, botrion Grube). Gattung der 
Bandwürmer (= Phyllacanthina, v. Jhn.). Am Kopfe ein Kranz zweispit/.iger 
Haken. Leben im Darm der Haifische und Rochen. Art: A. coronatnm Rad. 

Arnüthocephall (grieth. akantha Dom, kephale Kopf), s. HakenwOrmer. 

Ai-4inthooliia8mideu üaeek. (ghech. Jüreozdömer). Familie der Badio- 
larien. 

AcMitliocbttvSy 8. GhitoB« 

Aeanthoeiniis, aedilisX.; Zimmerbock, Schreiner, einw unserer anf> 
fallendstt II l^ückkftfer, dessen Hömer den Leib fünfinal an Lllnge ttbertreffen. 
S. Bockkäfer. 

Acauthocothuü , scorpius (Cottus scorpio), Seeskorpion. Art der 
Stachelgroppen, ans der Familie dar Panzerwangen. 

AcunUlÖey stidae (oder C h a 1 a r o t h o r u c a). Familie (oder Unterordnung) 

der Heliozoa: Körper mit Kieselnadeln und Stacheln, Plftttchen und Körnchen. 
Gattungen: Acanthocystis Cart.f Rhapbidiophry s Arch., Hjaololampe 
Gr,, PinacooTStis Herhc. und Leu.* 

Ai'anthodactylus Wiegm. (griech. Stacholfinger). Ei<lrrh>iengattung der 
Lacert i fl a f-. Die Ztluii sind unt^>n pekielt, seitlich gerändert: die Augenlider 
deutlich sichtbar; die Kückenschuppen klein, rhombisch, theilweise glatt, theihveise 
dachig gekielt; die kleinen Schenkelporen dicht gedrängt; Gaumenzäime fehlen. 
Die meisten Arten leben in Afrika. In Europa: 1) A. 1 i neo^macnlatus, 13 bis 
16 cm., der quere Halskragen ixn'< J> Schuppon, ohon kujttViij h\> p-nldV.ranii. seliwarz- 
gefleckt, unten weisslich ; Spanien; 2) A. Savi^Mi yi, der sdiiete Haarkiiigeu aus 
10 bis 13 Schuppen bestehend, oben hellwcissgrau bis bräunlich, meist schwärzlich 

fefleckt; Krim, NiHpdafiika; 3) A. Tnlgaris, 15-^18 cm., Halskragen ans. 9 bis 
1 Schuppen bestehend, braun mit weissen Flecken und hellen Seitenstreifen, S&d' 
Westeuropa. Lifl»»'?! trockenen, stoinigon Boden. 

Acantbode.HmiUen Haeckel (ghech. Dornbänder). Familie der Kadio- 
larien. 

Acanthodiden Huxl» Ausgestorbene Schmelzschupper mit grossbe- 

stachelten Flosspn . i luiüfrin artiger Ilaiit , het^sroccrkem Schwanz. Vom Dovon bis 
in's Perm. Hauptgattung: Acanthodes.<l^., mit hinter der Afterflosse stehender 
Rückenflosse. 

Aeanthodon. Fragliche Gattung der fossilen Sltugerfaniilie: Arctocyonins 

Qitbel 

Acautholabrus Günther. Dom K 1 i p pcn h a r s c h naliestehende GattunjT 
der echten Lippfische. 20 oder mehr Ijiachela in der Kückenflosse, 5 Stacliiin 
in der Afterflosse. Hit A. Palloni Riuo. Vom Mittelmeer bis zur Nordküste 

Frankrt i Ii . 

Acantholis rv,rf., g. Ueterodernia. 

Acanthometrae Q. (griech. Stachel; metra Mark). Unterordnung der 
Radiolarien. Skelet aus radialen Stacheln, welche die Centralkapsel durch* 

l)ohren, im Innern sich vereinigen und häufig durch Fortsätze eine äussere Ti itter- 
schale bil<i<'ii. Familien: (!oel nde iidr id ne. Öl adoeoccidae, Acanthometridae, 
Diplooon 1 d ae, ( ) m m a 1 i d a e , Sponguridae, Discidae, Lithelidae.* 

AcunlhumetriUeu Ilaeck., Familie der Radiolarien. S. Acanthometrae. 

Aeonthoaiyf , a. ktomj^ 

Acanthophis J>aud,, Gattung der Prunkottern. Art: A. antartica 
Wa^l. in Australien. 



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AcanthopholiB— Acemtherittm. 



7 



Acaiitliupholiii Huxl. Fossile Krieciithiergattung aus der Ordnang der 
Dinosaurier. Kreideformatioa. 

Aemthopliora Sekn. Familie der Orogarinae: Kopf vom Körper ab- 
geschnürt, mit Haken. Gattungen: Btylorrhynchns 8L, HöplorhynohuB 
Cor., Act inocephalus St.* 

Acanthopoda Gray, SecUon der marderähnlichen Eaubthiere, um- 
fassend die „Martina* Wagner, (Mnsidina Oray,) und Lntrina, Wogntr, 
Hanbthiere mit kurzen, durch Schwimitthftate verbundenen Zehen, knraen, oompreoen, 
sebarfen, zurückziililwirou Krallen. 

AcAnthopsiden Jlutxk. Schmerlen. V^on den Cypriniden abgetrennte 
Weissfischgruppe mit langgestreektem K(hrper und zahlreichen Barteln, kleiner in 
eine knöcherne Kapsel der \\ ii1>* l^äule eingeschlossener Schwimmblase. Hierher u. a, 
die Gattuncrrn: Nomachilus, Misgurnus, Cobitis (s. d.)« 

Acanthopsis Aga*«,, s. Cobitis* 

Acanthopteri, Hartfloeser, r. FIsehe* 

Äcanthopteri Joh. Mrdl., ^. StnchelflOiier# 

AcanthopTfTf? Leach., ». Ceiitropjrx. 

Acanthüi»aura Grojf, Gattung der Baumag amen. 

AcaatlMsoiiia earinatnm = Orthagori8cns mola. Mondfisch, Meei^ 
parpur, Sonnen fisch, schimmernder Eop£ Aus der Familie der Kugel* 
fische (GymncMlontes). S. d. 

Acauthostauriden Haeck. (Griech. Kreuzdörner). Pamilie .der Eadio- 
Urien. 

Acanlhostraelon quadricornls = Ostracion quad ricornis. Vier- 
horn. Aus der Farnilin d^-r Kofferfische (Ostracionidae). 

Aranthoteuthis (Stacheltintenfisch) Wngncr. Fossile Cephalopoden. 
Gattung aus dem oberen Jura. Die Hornringe der iSuugnäpfe zu spitzigeu Uakeu 
umgewandelt. 

Acanthotheca Die», (griech. akantha Stachel, theke Tasche), s. Zangen wttrmw«* 

Aranthotrfas Weinlanil (f^riccli. Dreidorn). Gattung der Bandwürmer. 
Auf dem Kopf drei Hakenreihen. Hierher : Cysticercusacanthotrias Weinland. 
ha Gehirn und den tfnskeln des Uensehen. 

Aeanthnms, e. Staehelselwinie« 

Acarl auf., b. Milben«* 

Acarlna, s. Milben. 

Aearos X., Hilbengattung der Ac ariden, 8. Hilbeii. 

Aecentor Beckst., Braunellen. Gattung der Singer. Der an der Wurzel 

verdickte Schnabel ist l)reit<'r als liocli und oh^m vor den Nasenlöchern etwas ein- 
gesenkt: die kaum mittellau^nn Flügol reichen höchstens bis mr Sch-wanzmitte. 
Kleine kräft^e Vögel. Asien, Europa. GebirgsvÖgel. Leben vorwiegend von 
Wttrmem. Hierher u. a.: 1) A. modnllaris, Braunelle, Oraukehlehen; 
2) A. alpinus Iknhst., Flüevogel, Alpenbrauuelle. 

Awpssorius, Willisii nervus = Beinerv, als 11. Hirnnerv aus dem 
Accesfioriuskern entspringend, tritt mit 4—5 Bündeln vom verlängerten Mark ab. 

Aeeipttres, s. RanbTlIgel. 

Acelimatation, s. Acclimatisation. 

Acciiinatisation nmint man einmal das Sicligewöhnen eines ThitTos oder einer 
Päanze an andere Lebensbedingungen, dann die bezügliche Thätigkeit des Mensohen, 
Thiere und Pflanzen solcherweise einzugewöhnen. 

Aeeommodatioii. Anpassung an bestimmte TerhKltnisse. 

Acephala, Welchth!ere und Mnschelthtrre. 

Acephala testaeea, s. Mantelthiere und Maschelthiere«* 

Aeephaloeysten, s. BnndwBraier. 

Aoerft (griech. hornlos) 0. Fr. Müller. Schneckengattung der Blasen- 
schnecken. Meerschnecken mit 711 einer breiten Kopfscheibe verwachsenen Fühlern. 
Art: A. buUata Müller, gemeine KugeUchnecke^ im Mittelmeer und in der 
Kordsee. 

Aoeratterimi Kaup, Bhinocerus incisivus Curier. Fossile Nashorn- 
gsttnng im westeuropBischen MiocSn. War hornlos. IMe Nasenhant dünn, sohmal. 



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8 



Aoerida— AditlBMW. 



ganz glatt; die Nasenöftnungen lagen viel weiter zurück als bei den heutigen 

Acmrida Schmarda (a ohne, keras Horn). Faiuilie der Strudelwürmer. 

Acerina Curif-r. Kaulbarsche. Gattung der Barsche («. d.). Kkini'. 
seitlich zusammengedrückte, kleinschuppige Barsche mit nur einer Kückeutiosse, 
deren Stacheltheil sehr lang ist. Kopf und Brust schuppeulos. Zahlreiche tiefe, 
TOn der Haut überzogene Gruben am Kopfe reprä.sentireiL das Kanalsjstem de» 
sechsten Sinnes. SchulterkiiOLlien mit starkem Dorn; Zunge und Gaumenbein ohne 
Zillme. Arten: 1) (icmeiner Kaulbarsch (A. ccrnua lAnnr) 10 — 22cm. Ge- 
drungen. Olivüugrüii bis braun, dunkelgefleckt . au den Seiten gelblich, unten 
weisaieh. Bauch- und Afterflossen röthlich. Lebt gerne in den SüssgewKssern 
Mittel- und Nordeuropa?, laicht im Milr/ bis Mai, nährt sich von Insektenlarven, 
Würmom. Krebsen, junger Fi.schbrut und lipfert der armen Bevölkerung eine billige 
wohlschmeckende Speise. 2) Schrätzer (A. Öchrätzer i/tn«^'), 10 cm. Gestreckter 
als der vorige. Grünlidi, lebhaft goldglänzend mit 8—4 schwanen Lttngsstreifen 
jedeneits; unten weissgelb. Weit seltener; in einem Theile des Donangebietes. 

Aeerotheriam Kmtp. ». Aceratherfnm. 

AcerTulinen, Familie der beschälten vielkammehgen Wurzelfüsser, mit 
regellos angeordneten Kammern. 

Acetabuliferu (SaugnapftrUger) Orbhffii/. Erste Ordnung der Tinten- 
fische = Bibra !i -hi ita (Mrctf. Die Arme besitzen ö oder 10 Saugn&pfe. 

Aeetabnlom (ii üitptanue), s. Ingekteu. * 

Aeetabnlam (Sangnapf), s. Kopffüsser. * 

Achnthörner = Achntpchnocken, 8. Ach8t!na. 

Aehatiua iMHtarck, Achatschnecken. Gattung der Sehnirkelschnecken. 
Landschnecken mit Iftnglichovaler Schale, einfachem Mundsaum, unten eckig abge- 
schnittenem Columellarrand. Hierher U.A.: A. perdix, Rebhuhuschnecke, eine 
dt^r grössten Land.schneckeii , W< stafrika ; A. monetaria, >vird, auf Schnüre ge- 
fiisst, in Angora als Münze im Handel verwc^iidot: A. bicarinata, Fs^tisch d^r 
Neger auf der Priuzeninsel ; A. Cebra, Zeb r asclin ecke, Madagaskar; A. niau- 
ritiana Lam., braune Acfaatschneoke, sehr schttdiioh, auf Hanritins und 
Madagaskar gemein; auch in Europa finden sich: A. lubriia. A. columna, 
A. accicnla, Nadelschnecke, A. monkeana. Schnirkelselnieeken. 

Aehatineila SwatHHOttf Gattung der Öchnirkeischnockeu (Heliceen). Land- 
schnecken mit l&nglichkonischer, oft bnnter, glänzender Schale, die Mündung an 
der Aussenwand oft lippenartig verdickt, der Columellarrand endigt in eine zahn- 
artige Faltn. (Ingen oOO Arten anf den Sand wichin sein, von denen jede Art nur auf 
einer Insel oder einem Theile einer Insel sich ündet. Die buntscbaligen leben auf 
Bäumen, diu einfarbigeren am Boden. 

Achatmascheln, s. Cjtherea. 

Achatschnecke, frühere Bezeichnunfr verschiedener Meerconchylien , wegen 
ihrer Färbung (so Conus achatinus, C, testudinarius, Ancillaria gl abrula^ 
Oliva porphyria, Eburna spirata u. a.); s. auch Achatina. 

Aehatschnecben» s. Achatina. 

Achelonia H. v. M, Fossile Gattung der Lurehschildkröten. Im litho^ 
graphischen Schiefer. 

Achcrontia Oehsenh., Gattung der Sohwttrmer (s. d.). Arten: A. atrupos 
L. Todtenkopf, Raupe auf Kartoffeln. Einer der grOssten europftischen Falter; 

A. Let Ii r IVi^-fv. fT1'1-i':i 

Acherusiftf ». Aegiden. 
Aohettdae, a. OrabhensehreekoD«* 

Dehrns, RrndjpTis. 
Achlamjdata» b. Ulaterkiemer.* 

Achlysia, die Larve der Wassermilbe: Hydraraohna concharum, unter 
erstereiu Namen früher als eigener Parasit beschrieben. 

Aeholuster Elster. 

Achaelplatte« Axillarplatte. s. Sohlidkrtiten. 
Aehselsekwingen, ». Vögel (Gefieder). 

Aeht, golden« . C<>lias Hyale, aus der Gattung der Qilbf alter. 
AehtfllBBer» s. Octepeda. 



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Acbtberea— ^Acme. 



9 



Achtbercs Nordmann (griech. aehtheros lä.>tij^), Harschlüuse. Gattung 
der Arm lauskrebse (Lernaeopodidae). Pereion ungegliedert, Fleon breitoTiü, 
fieutlirh gegliedert. Art: A. pi i caruni, Barschlaus, Einzige europäische Art. 
Aut d' KitMiien und an der Zunge der Süsswasserbarsche. 

Achutrahlery & Alcjouaria« 

Aehtiahner = Ootodon Bmnet, Familie der Nagethiere. 

Acichelys //. r, M. Foasiie Oatnng der LurchschildkriJten. Im litho- 

Aeieula (Nadeichen) Hartmunn. (Gleichbedeutend mit: Acme JJarim., 
Pnpulla Afjaas.) Gattung der gedeekelten Lungenschnecken und zwar der 
Ac icul :<lae mit tburiiif..riniger oder cylindrischer, kleiner Schale, dünnem, hornigem 
Dfckel, mit wenigen Windungen, Augen hintor dt r Wur/t l di r langen Fühler. 
Arten: A. linoatrt, A. polita u. a. Nicht mit dieser Gattut L: /u verwechseln 
ist die deckeilui*! und uugtülose Acicuia Ris»o= Buccinuiu ucicula MülU'i\ 
siehe Caecilianella. 

Aeienlldae, s. Acimln. 

Aciealnm (Griffel etc.), Borst«uwUruter. * 

AcidaUa Jr., Gattung der Spanner. (S. d.) 

Acilius Leach., Gattung der Schwimmkäfer. In stehendem Qewflsser. 
Hierher: A. ^^l!l•at^ls L., in Europa sehr häufige Art, 15- 1<> um 

Afinetcn Ehr., Saugi n fu >orien, StnriHn^re. S. lufusorieu« 
Aeinetidae Ehrenb., s. huctoria dapr. und Lachm.* 
AelBltoe, DrOeen, t. DrOseagewelie. 

Adpenser (laiein. acus Narltl. ]»esna penna Flosse), Störe. Gattung 
der Störe (Acipenseriden). Die Knochplattenreih^n laufen am Schwanz nicht 
meinander; die Schwanzflosse schliesst mit ihren Strahlen die Schwan^spitze ein; 
SpritzlOcher sind TOrhanden. Hierher u. a.: 1) A. stnrio, gemeiner St<}r; 
2) A. gl ab er. Glattstör, Glattdick; 3) A. ruthenus, Sterlet; 4) A. Braudtii, 
Dick; 5) A. Gueldenstaedtii, Waxdick; 6) A. buso, Uausen; 7) A. stellattis» 
Sternbaaseji, Suberg. S. Störe. 

Aelpeaserldae» e. StSre* 

Ackerdrossel, m. Rosenstaar. 

Aekoreulen, Agriotis, SchmettHr!inj?s<rattung der Eulen. S. d. 
At'kereuleumotten, Depressaria. Schmetteriingsgattung der Motten. S.d. 
Atkergaafl, Aneer arTeneia Naumann, a. Gftiiie« 

Aekerglattwespe, Mellinas arvensis. Aus der Familie der Grab- 
wespen. S. d. 

Aekcrgrille, Gryllus campe stris L. Die durch das Zirpen ihrer 
Männchen allbekannte Art unserer Felder, wo sie in selbstgegi'abenen Erd- 
IScbern wohnt. 

Ackerkr&he = Saatkrfthe. 

Ackerminnchen - Bachstelze. 

Aekenaans, s. Arvicola. 

Ackerschiiecke, Gartenschnecke, Limax agrestis L. , -30 bis GO mm 
lafiL'. <> mm breit. Färbung wech^»dt sehr . moist auf hell- oder dunkelf^rauera 
Grande schwarz gestrichelt und gefleckt; die Sohle geiblich-weiss; ein milch weisser 
fadenziehender Sddeim bedeckt den Körper. Im grOssten Ilieile Europas in 
Wäldern, aufwiesen, Feldern; bei ihrer ausserordentlichen Vermehning durch das 
Ablassen der jungen Trie be ungemein *;i'h;Ullich, 

Ackerseesi'hw ulbe, G e 1 u ch e 1 i d o n a n 1 i a. Aus der Faniüie der Möven. 

Aekervogel — Goldregenpfeifer, Charadrius pluvialis. 

Aemaea (griech. ahme Spitze) EttehsehoHz (gleichbedeutend mit Tectura 
Aud. u. M. Eilte, Lottia Gi-mi, Patelloida Qitoti und Gaimard), Gattung der 
Xapfschnt^ckoTi (Patollidae). In cini r IIr,lilr der rechten Nack^nseite eine fr» ie 
gefiederte Kieme; Schnau/e mit kragenartigem Anhang; Mantelraud gefranst. Die>e 
Gattung kommt schon im Devon vor. Von den Arten sei genannt: A. testudi- 
a&UsDalL, im nördlichen atlantischen Ocean, deren röthlicbbranneSchalenseicbnung 
an die verschiedener Schildkröten erinnert. 

Acme^ a. Acieala* 



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Amoftomida—Acris. 



Acmofltonida Sehmarda (griech. acme Spitte, stomft Hund). Familie der 

Strudelwürmer. Schlundkopf Torstulpbar. Hierh(>r: Vortex und Acmostomum, 

zu letztere n «lip Art: A. dioicum i\fecz., bei Helgoland. 

Aciiidarin Haeck. (griech. a-knide otme Ürununesselj, ü. Schwäinme.* 
Acodott Metter, s. Heiperemjs« 
Acoela, 8. Convolntidae. 

Acocli. Gattung von Belemniten. S. Belcmnitidae. 
Acoelomi ffaeck., Dichtwürmer, Plattwärmer. Niederste Wiirroergmppe 
obne eigentliche Leibeshöhle (Coeloma). 
Acoi'tes Am!.. «. Aphroditldae. 

Acomy s G tojfroy =:Acanthomys Brdt. Stachelmäuse. Gattung der Mäuse. 
Klebe Msnse mit grossen breiten Ohren, sehr langen Schnurren, ziemhch weit toiv 
stehender Nase, mit breiten an der Schnauze beginn* nd' ii. /um Krenze grösser, 
von da ab wieder kleiner wprdcnilon Stacheln, schw.u li iM iiaaiMi m . uprin^'cltpra 
Schwänze. Arten: 1) Ferch al (A. pci chal Shaw), 30 cm , Schwuji/, ebensolang. 
Schwarz mit Grau gemischt. Wird gegessen. Indien. 2) Kahirisehe Stachel- 
maus (A. cahiriniis Geoffroy). Von der Grösse unserer Hansmaus. Das Stachel- 
kleid h Lrinnt rr t i n Kücken. Graubraun, Aegypten. Kommt auch in die Häuser. 

Acon, s. lusekton« * 

Aeoutia Gosse. Eigenthümliche platte, röhrenförmig zusammenlegbare, sehr 
contracttle, flimmernde, mit zahlreichen Nesselkapseln besetzte Fttden, welcbf « inige 
Actinir n :<.nf iiussero lu i/niig hin durch eigene Oeffhungen oder duroh den Mund 

ausstrecken und wieder zurückziehen. 

Acontia Tr. Gattung der Eulen iulier. Südeuropa. 

AoontiadM (Tray. Den Skinken naheverwandte I^hsenfamilie ohne Seiten- 
furche, ohne oberes Augenlid, mit auffallend grossem Rostraischild. Gattungen: 
Nessia Gray: Anelytrops A. Dum.; Acontins O/r,, mit der einzigen Art: 
Acuntius uiuleagris Cwr., am Cap; Tjphlosaurus Wiegm., fusslos, Augen 
unter der Haut. 

Acoiitias, 8. Acontladae. 

Acopa, schwanzlose Seescheiden (Ascidien). 

Acother ulum Gerv. Fossiles Säugethiergenus der B o r s t e n t h i e r e ^ S u i n a). 
Aequadella. Italienischer Name för den Aehren fisch: Atherina herpetas. 
Acraeidae. Familie der Tagfalter. Mit über 70 Arten, Ton denen mehr 

als zwei Drittel Afrika Miigolinren. 
Acrauia, s. Köhrenherzeu. 

Acranfa, Schftdellose, die durch Am phioxus vertretene Wirbeltfaiergruppe 

im Ge,i:' r 1* ' 7U den übrigen Wlrbclthieren : Craniot;!. Schädel tragenden. 

Ai-rantophis Jan. Gattung der Boaschlangcn (Boidae). Entspricht 
der Gattung Boa Wagler. 

Aenmtiis Wa^ßer, Gattung der Schiene neehsen. Mit A. viridis Wag^. 
Südamerika. 

Acraspoda (jpgeuh. ^ Phanerocarpae Eschfu-hoh — Strganophthal- 
mata Forbes (griech. a-kraspedon ohne Eand), s. Scheibeuquaüeu. 

Aereänla Koeh, Gattung der Meisen (Paridae). Schnabel kurz, spitz, 
gewölbt. Erste Schwinge iHnger als die oberen Deckfedem, vierte und fünfte 
Schwinge am längsten. Schwanz länger als der Kr^rj^f^r. mit starken Stufen. Füsse 
schwächlich. Art: A. caudata Koch '— Parus cuudatus L., Schwanzmeise, 
14,6 om lang, Schwanz 8,7 cm. Bftoiken, Flügel, Schwan« schwan, Kopf weiss. 
In fast ganz Europa. Brütet zweimal im Jahre. 8. MeisCB. 

Acridiidae, s. Feldhenschrecken. 

Acridium Latr. Gattung der Feidheuscbreckeu. Grosse, vorwiegend 
sohOngefilrbte Arten. Amerika, Australien, Südeuropa. Hierher die berüchtigte 
Wanderheuschrecke. S. FeldhenschredceD. 

Acridotheres (griech. Heuschreokenjlger) = Gracula L, = Eulabes 
Cuv., s. Eulabes. 

Aoris Dum. Bibr. Gattung der Polypedatina (s.d.). Froschlurche mit 
Kiefer- und Gaumenzähnen, kleinen Haftscheiben, breiten ZehenschwimrahUuten, 
coneentrischem Trommelf' ll. Isr iti • ! < r/fürniiger Zunge, kleinen Gehörtuben, glatter 
oder kleinkörniger Bückenhaut. Drei Arten bekannt. (A. gryllus, Nordamerika.) 



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Acrobates— Actinoaphaeriiun. l\ 

Acrobateä iJesm. Untergattung von Petaurus (s, d.). 
AertM^kaliit (griech. Hochkopf) Kaum., 9. Singer. 

Acroceridae. Zweiflügler-Familie der Orthocera (Braebycera)i 
aiBgezeichnet durch ausserordentlich grosse Schuppen. -Oattungen: Henops Meia. 
(Oncodes Latr.), Aerocera Mrig* 

Aeroekerdldae, &. TVarzeuschlaugen. 

Aenekardva, a. WanemeUangeii. 

Aerociadia Agaw. (griech. Spit /.zweig) = Heterocentrotus Brandt, 
Gattung der Queri^jel CEchinometri .1 ). Fa>T völlin: runde, in der Richtung 
eines Ambulacrums nur wenig verkürzte Seeigel mit iKs.jnders starken, laugen, 
dreikantigen oder fladien Stacheln. Hierher: A. mummiliata L. 

icrocyst (griech. akroa Spitse» kystis Blase), ». Hydroltfett. 

Avrodont heisscn I n IClofcrrande angewaduene Zshne (wie bei den Schlangen 

ond EidechsnnV 5^. Iteptilieii (Zilhnr). 

Acrodus. Fossik« Gattung der .Selachier in der Trias. 

AeroloxilS Bedt. Gattung der Limnaeidae. Der Gattung Ancylns 
äbnUcbe Schnecken mit Unglicher Schale, welche einen ganz kleinen, etwas nach 
linb geneigtf^n Ansatz au^ r„nviii(l(m /eigt. Art: A. lacustrisL. = Ancylus 
Ucuittris I^/eiff. Teichuapfschuecke. In den stehenden Gewässern ganz 
Europas. 

Acromion, Schult erhöla . s. Sangetfeier« (Skelet). 
Acroiiofii-s — liiibalis (s. d.). 
Acrouurida Günth.^ s. Staehelsehwänze. 
AerdBBrns» s. Stadtelschwimt. 

„ „ Aeronyct» acerls OcÄs. Ahornpfeilmotte. Ans der Familie der Eulen. 
S. fiulea. 

Aeronjctidae, ü. Spinaereulen. * 

Ampfcalli DSt», (griech. akron Spitze, phallos Glied), a. Fadenwttrmer. * 

Acrosaurus Meyer. Fossile Gattung der Echsen. Der Körper sehr schlank; 
<ier Schnabel lang. Aus Im Oolith. 

AcryUium Tulturinum = Numida vulturina, ostafrikauisches Geier- 
perlhnhn. Aus der ünterfamille: Perlhühner. 

Aetaeonella (Mn^ntf, Der Gattung Actaeon verwandte fossile Schnecken. 
Kradeforn) vition. 

Actaeonidae. Familif der Bedecktkiemer (TMff i Kran chiata). Schnecken 
init äfi^nniger Schale, kurzem Gewinde, lancer schmaier Jiiüudung, scharfrandiger 
oder verdi<±ter Aussenlippe, hornigem De(»cel; waren besonders zur Jura- und 
Kreidezrtt reich vfitreten. Gattungen: 1) Actaeott MotOf, = Tornateil a Lam. 
Aussenlippe der Schale scharf, Mündung vorn gerundet; Naht nielit kaiialaitig 
▼«tieft. Schon in der Trias. Art: A. tornatilis Ad., rothbraune Schale mit 
- oder 3 weissen Binden, Mittehneer und Nordwestkflste Buropas; 2) Ringicula 
Df*k. Aussenrippe der Schale Terdickt und umgeschlagen. ]ilüiiduiij^' vorne mit 
Ausguss. Art: T?. bnccinea Desh. im Mittelmeere; 3) Bullina F«r. Wie 
Actaeon Naht kanaiartig vertieft. Art: B. truncata Ad, Schale weiss. Mittelmeer 
nad Kordwestköste Europas. 

Aetbial = ambulacral (griech. strahlig) heisst bei den Stachelh&utem 
die vor/tv^wf^isp die ambulacra (Füsselien) tragende Seite. Die entgegengesetzte 
S«ite ist die ab uctinale = anti ambuiacrale. 

Aetfnemyf« ^j^a^vf. = Clemmys, Wagler. Schildkrötengattung der Cher- 
semydae. S. Testiidinidac. 

Actfnfnria Ed,c. i-rlecli. aktis Strahl), a. Fleischpolypen.* 

Actiniida, s. Seeanemonen.* 

Actineldea S9tn. (grieeh. aktis Strahl, eidoa Geatalt), s. TafelUllen. 

Actinometra J. Müller. Gattung' der Haarsterne (Comatulidae),* 

Actinoplirydae DuJ. Familie (>d<?r Unterordnung der Heliozoa. Körpor 
nackt, ohne Kieselskelet, mit pulsirender Vacuole, Centralltlä><e!icn oder kenirt'icher 
Masse in der Mitte. Gattungen: Actinophrys Ehrenh., Actiuosphuerium St.* 

Actiaoplirys Ehr. Samenthiereben, s. Aettnophrydae. 

Aetinefpfcaertiinf s. Actinopkrydae* 



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12 



Actinotroeha^AdelopliiB. 



At'tiiKilrorha, .Jüpiidtbrni der röhrenbewohnenden Phoronis (Gattung 
der Stern wurm er). Mit äusserst contractilem Kopischirm, unter dem sich ein 
Kranz bewimperter Teiitak«lii wie ein Kragen erhebt. 

\rtiTjogom, Korallenpolyp.* 

ActiuozoA Htui. (gricuh. aktis Strahl, zoou Thier), Strahlthicre, a. Koralleii» 
polypen** 

ActiDulB) s. Hydroiden. 
AcHtls, s. l'fcrläafer. 

Actiturus longicaudus, HochlandswusserlUufer , Trairietäubchen, 
Graswasserlftufer, Ho chlan dspfei f er. Ans der Familie der Schnepfen. 

NordaMii-rikaniscIu' T n u d r a. 

Actoehelidou riterua cautiaca, Braudseescbwalbe, Haffpicker. 
Aus der Familie der Möven. 

Aetodiomas Kaup. (grieeh. akte Gestade, dromas laufend). Den Strand» 
läufern ihnlicb , mit nur kopflangem Schnabel und doppelt ausgeschnittenem 
Schwan/,. Art: A. minuta Kaup^ 'Vr\n^n minuta LeisL, Zwergstrand- 
läuter. 14 cm lang, Schwanz 4 cm. Oben im Sommer schwarz, roslroth gezeichnet, 
im Winter aschgrau, unten weiss. Im Sommer im hohen Norden. 

Actoelle Anpassong^ Anpassung*. 

Aciiurii. Belemniteu mit kegelförmiger Scheide ohne Seitenforchen. Siehe 
Beleiuuitidae. 

Acnleatay s. Stachelschweine. 

Aenleata Lutr (aeuleus Stachel), s. StMhellnHeil.* 
Aenleos (Legestachel), s. Insekten.* 
ktm», 8. Terebra. 

Aciist!cns-niidltorhi«> (nervus), Hdraerv, t. SluenrgMie* 
Acytiaria Üaeck. ^ Khizopoda. 

Awiena (niech. ohne Soklo^JEfthne) ^hw. Gattung der Herzmnscheln 

(Cardidae). Ohne Zilhne , die dünn«- Schale klafft vorne und hinten» lange 
Athemröhieii. Vrrwandt : Moiiodacna L'iclnc., mit je einem, Didacna StoL, 
mit je zwei Schlos.s/.ühnen , ohne Seitcn/.ähne. Die grösste Art; A, laeviuscula 
Eichw. 45 cm lang, weiss, mit flachen Radialrippen. 

Adambiilacrale, s. Schlangensterne.* 

Adambniacral« (8aam-)platten, ». Seesterne. * 

Adambnlacral* (Samn-)plä,ttchen, s. Haarsterne.* 

Adapis Cuv, Fossile Säugethiergattung aus der Famiii« der Anoplotherien« 
Aduptio = Anpassung. 

Adäquat, Adiiqwathpit, /nsnmmen|[fehöricr. Zusammengehörigkeit. 

Addax Ogilbij. Autilopengattung. Ziemlich plump. Hörner lang, leicht 
leierförmig gebogen, rund, geringelt. Nasenknppe behaart. Schwanz mit Endquaste, 
sdemlieh lang. Hierher: A. nasomaculatus Gray, Wanderantilope, 1,9 m. lang, 
1 m hoch. Gell'li' hwrir^s. Kopf, Hals, Mähne braun, vor dt-ii Augen ■weisse. (^Hier- 
binde. Ostafrika, herdenweis oder in kleinen Familien. Diese Antilope hudet 
sich auf ägyptischen Denkmälern wiederholt abgebildet; mit den Hörnern werden 
die altüg^-ptischen Götter geschmückt. 

Adder, s. Pelias. 

Addnctor, a. BankeufUsser. * 

Adtactor analls, 8. Muschelthfere. 

Adducior büccalls (Schiebniuskel, vordereri, s. Mnschelthlere.* 
Adductoren, die dasZusammen$chlies.«en der Gliedmassen besorgenden Muskeln. 
Adebar, Adebär, der Hausstorch als lUuderbringer. 
Adeciduata, Indeeidvata. ünterabtiiälung der Placentals&ngethiere, um- 
fassend die Zahnarmen, Walfische, Unpaarzener und Paarzeher. 

Adela viridclla, rn ner Langfuhler. Aus der Familie der Hotten. 
Adelfelchen, a. Felcheu. 
Adelflsch — Boden renke. 

Adeloeodanisoh igriech. udelos nicht deutlidi^ kodon Glocke), s. Hydroldett«* 

Adeloiiiorph, ~. delomorph. 

Adelopiiis JJuJes. Gleichzähner. Gattung der VVassernattern. 
Kopf wenig abgesetzt: Büsselsohild nicht vorgestreckt; ZügelschUd fehlt. Art: 
A. Oopei Duj€9. Mexico. 



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Addiphictts— Adlersdmabel. 



13 



Adelphicus Jan. Schlangengattung der Zwerjjrschlangen (Calamaridae). 

Adenoides Gewebe = cytogenes = iymph adenoides. Durch ein 
«ompUeirtes Gefleehtwerk gebildete netzförmige Bindesubstanz. 

Adi»nomf»ra Fif^-inger. (rattung der Adt noirirrinn (s.d.). Sj«it/.M?liti;uixige, 
ganx zahnlose Fruschiurche , mit ziemb'ch kleinem, undeutlich abgesetztem Kopfe, 
.schmaler, länglicher, ganzrandiger Zunge, sichtbarem Trommelfell, grosser flacher 
Lendendrüse, zarten , dreiecidgen Qnerfoitstttaen des Sacralwirbds. Eine Art aus 
fihuöhen bekannt. 

Adenomeriiia. Unterfamilie der Kröten (s. d.). Ohnf Ohrdrüspn, mit 
oicbt Terbreiterten Querfortsätzen des Sacralwirbels , freien Zehen. Gattungen: 
Adenomera, Eapemphix. 

Adenomina. ünterfamilie der Hylaplesida (s. d.). Froschlorobe mit 
Ohrdrfi<;pn. nicht verbroif orten Qiicrfortsätzen des Sacralwirbels, kurzen Zehen, ' 
Schwimmhäuten. Gattung: Adenomjs. 

AdcBomys Cope, Gattung der Adenomina (s. d.). Laubfroscbfthnlich» 
lahnlose Froschlurche mit breitem, koizem Kopf, langen, schmalen Ohrdrüsen über 
']-r i^'hult»'!-. Itlnglichovalnr, hinten ganz freier Znn^e. mässigen Haftscheiben und 
!>chwachen iSchwiuunhäuten , undeutlichem Trommelfell, Männchen mit Kehlsack. 
Kbe Art toq Oeylon bekannt. 

Adenota Gray, 8. CerTleapra. 

Adepha§^. fleisehfiresBer, frühere Kilfergrappe, dieSand*, Lauf- n. Schwimm* 

kifer nr'i^'issend. 

Ader. Bezeichnung für die Röhren des Thierleibes, durch welche die Er- 
nihnuigsfltlssigkeit strömt, und für die festen Lmsten der Inaekteoflügel. 
Aderilgler, n. Hantilgler«* 

Aderfrosch, Hyla vennlosa Daud., Brasilien, Guiana. Etwa^ grö^^'^or als 
aaser Laubfrosch. Der Leib mit braunen, rothen und gelben Linien gezeichnet. 
Üfest einen sehr lauten Ruf hören. 

Aderhaut (Chorioidea). Aus einer äusseren Faserhaut und einer inneren 
einfachen Schichte pigmrntirU'r Zellen liestohond. ^lit dem Ciliarmuskel n 
CiharfortÄHtzfn und der Iris bildet sie die Gef&sshaut (uvea) des Auges. S. Wirbel- 
tkiere (Augej. 

Adtmonift LM,, e. Blattfclfer. 

Adiscota, s. ZwelMgltr* 

Adjak, AdjafT« canis rntilans. WildhiinJ Javas. 

A4jel ~ A d e 11 0 1 a 1 e VI c o t i .s, Antilope ans dr-r Gruppe der W a ^ p r b n cke. 

Adler, Aquilin ae. ünterabtheilung der Familie der F alken. Grosse Raub- 
rSgel mit ganz nackter Wachshavt, zahnlosem Oberkiefer, grossem Auge mit weit 
vortretendem Brauenbein. Die edelsten Vögel, in strenger Monogamie lebend, mit 
"T-Hit 111 Fliifre. .e;ch(>ner Haltiinff beim Sitzen. Ihre grossen Horste errichten sie 
aut unzugänglichen Felsen und hohen Bäumen. Derselbe wird mit 1 bis 2, selten 
3 Eiern belegt; diese brütet das Weibchen allein ans. N&hren sich von selbst- 
ojagten Thieren, seltener TOn Ab». Hierher die Gattungen: Aquila Moehr, 
Spitzaf'txis Vi.Ul, Morphuus Cuv., Thrasnltus Groy, Oirca^tas Vimü.t 
Pandion Sav., Halia?*tns Sav., Helotarsus Smifh. 

Adlerbossard oder Raubbussard, Buteo ferox. 

Adlereehse = AStosanrns. 

Adlerflsehe, 8. Sclaena. 

Adlorroehen, My Ii obatidae ^f^Vler und Henle. Familie der Knorpel- 
fische. l>ie Brustflos-sen breit, flügelartig; der Kopf trägt vorne eine Schnauzen - 
flösse; die grossen breiten Zähne plattcnförmig ; der sehr lange peitschenförmige 
Schwanz trügt eine Rückenflosse und hinter derselben einen zahnigen Stachel. 
*rattnngen : 1) THcerobatis Jihiinr., mit liomartiger. nach vorwärts gerichteter 
Kopfflosse jedtTseits. Art: D. Giornae Günlh., Teufelrocho. \ tn lan?, 

6<>0kg schwer. Mittelmeer. Selten. 2) Myliobatis (griech. mjlias Mühlstein, 
baÜs Rochen). KopfHosse als onpaarar Stirnfortsatz. Art: M. aquila, 1 bis 
l«Sm lang. Mitt«lmeer, atlant. Ocoan. anstral. Meere. 

Adlersehaabelt Kolibriart» s. Entoxeres. 



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14 Adnüial — ^Aenaides. 

Adniiral. Benennung mehrerer prächtiger Arten der Gattung C o n u s (s.d.). 
Die seltensteil und theuersten Arteu sind: Conus cedo nulli, mit 300 Mark be- 
zablt; G. gloria maris, C. rbododendron. 

Admiral. Vanessa atalanta Einer unser httbsohMten Tag&lter. 
Die Raupe auf der Brennnessol. 

AdoniS) Ljcaena Adonis, der schöne Argus, ein Tagfalter aus der 
Qnippe der Blänlin^e. 

Adonis pavoninus = Blennlns occellaris, Seeschmetterling. Ans 
der Gruppe der Schleimfische im engeren Sinne. Mittelnieer. 

Auophoneus = Sylvia nisoria, Sperbergrasraücke oder Spanier. 

Adoption. Annahme fremder Jungen Seitens eines Weibchens. Hündinnen^ 
Katxetimütter ziehen firemde Jungen, selbst anderer Art, anf. Bei den Brandenten 
artet diese Fürliebe in s^-stmiatiNclifn •Tun.trr'nraub an?. 

Adorai, mundstiindli,'; adoralcr Wimjierkrim^, -spirali-, -/onc u. s. ^v.; bei 
den Infusorien ein Saum grösserer Haare in der Nähe des Mundes, welche beim 
Schwimmen Strudelung hervorbringt und die Nahmngstoffe der Hnndöffiituig zu- 
führt, Clliata Urtnh. 

Advcutvugd = der Eistaucher, Colymbas glaeialis. 

Aedaras = Schlitzrüs»ler. 

ASdon Bcie (griech. Sftngerin), Heckensftnger. Gattong der Sftnger 

(Syviidae). Droaselllhnliche Sänger mit ziemlich stailnm Schnabel mit hoher 
fffboffpnrr Fir^fr'. langem, broitf in. abgerundetem Schwanz. Art: A. galactcdes, 
Baumuachtigall, 18 um lang, Schwan^i 7 cm. In Spanien und Nordwestalhka ; 
in Dentsdilana sehr selten. 

Aeffer = Halbaffen, Prosimiae. 

Aega, 8. Aepiden. 

Aegftgropilae. im Magen verschiedener Wiederkäuer sich findende Kugel- 
ballen znsammengefilzter Haare (Gemskugeln), Bezoar. 
Aegastspeclit = Mittolspecbt, Picns medins. 
Aepi»nte«4, Cferpfelfer. 

Aegiaiuphilus cantianus = Charadrius cantianus, Seeregenpfeifer. 
Ans der Familie der Regenpfeifer. 

Aegidon Dana, ünterabtbeilnng der Fisch assel-Krebse (Gymothoaden). 

Ohne Klammerbeine, schwimmen frei im Meere. Gattungen: Aega, Cirolana» 
Gonilera, Hocinella, Euridice, Acherusia, Corallana, Alitropus. 

Äeglna, s. Aefrlnidae* 

Ae^inrtM, . Aegrinidae. 

Aepinidae. Familie <lf'r Trüch ymedusue. Scliiini tlarh, scheibenförmig, 
knorpelhart; Magenraum mit tascheji förmigen Aus.sackungen; Ringgeß^ meist 
fehlend. Gattungen: Aegina Aegineta Oeg,, Onniopsis CZ». n. s. w.* 

Aef^iothus = Linaria borealis, Grau lein fi n k. 

App^irus Lftr. Gattung der Dorididae (Familie der Nacktkiemer: 
Nudibranchiata — Gy mmobranchiata). 

Aegithaliis, 8. Beutelmetse. 

Aeirnceratlden, s. Ainmonitldae« 

AegoceroB, s. Hippotragos. 

Aegolins = Otns brachyotns, Snmpfenle. 

AegoliieleB novne Hollandiae, Sobleierschwalm. 

Aejsrypius cinereus — Vultur monachus, Kutten- ndi-r Mönchsgeier. 
Aegypius tinnunculus = Falco tinnunoulus, Thurmfalke. 
Aeirrptlsehes Pferd, s. Pferd« 
Aehrenflsch, h. Atherlnidae. 

Aeichen (Essigälchen, Kleisterälchen u. s. w.), s. AnguiUttln nud 
Leptodcra. 

Aella aenwiiwatn» der Spitzling. Ans der Familie der Sehl ldwan2en(8.d.). 

Aeüo Leach. Pledennausgattuiig der Mormopes. 
Aelurophls Bojmp., Tarhynienis, 

Aenaide» Buinl. Gattung der Lechriodonta (s. d.). Ziemlich schlanke 
Molche mit sehr grosser, elliptiivher, nnr in einem sehmalen bis an den Hinter* 
rand reichenden Streifen angewadisener Znnge, glatter Hant, nicht sehr dentlieben 



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Aenderlinge^ Affen. 



15 



Ohrdrnsfn, vertikalen Hantfalten . vierzohigeu Vor<lfr-. funfzcliigfii Hintcrfiissen, 
mässig dickem, drehrundem, kegeilltirmig ;:uge8pitzt«m Schwänze. Die Uaumenzähne 
rteben in zwei sehr knrzen, nach binten stumpfiriiiklig eonTergivexideii, in der Mitte 
das Gaoiuenbeines vereinigten, schrBgdn. Beifaen. Eine Art bekannt. 

Aenderlinge, s. Astagiidae.* 

Aeneasratte, ». Dldelphjrs. 

Aeolidse. Familie der Phanerobrancliia. Bueken mit Anhangen welehe 

dieLebercanäle aufnehmen. Gattungen: Aeolis CWc, Facellina^.ffancX;, Tergipes 
Ckc., Deutronotus A. IJancl * 

Aeolodon H. v. M. Gattung der Gavialidae. Krokodile mit vorne und 
hioten ooneaTen Wirbeln. 

Aepidea, s. Gonjoronia. 

AepTi'Hros Sand., s. Antilope. 

Acp) urnis (griech. aipys hoch, ornis Vogel) m a x i mus Geoffr, Ausgestorbener 
BieseoTogel. Lebte auf Madagaskar und den liascarenen. Im Jahre 1850 fand man seine 
grossen Eier, welche 150 Hühnereiern an Grösse gleichkommen und die StranSSeier 
6 Hai an Of übortrt ffen. Dürfte der Vogel Ruck dor orientalischen Märchen sein. 

Aep>s»uru» Lacep. Gattung der Meerschlangen. Art: A. laevis, im 
donenschen und indischen Meer. 

A6411Üpalpi. ünterfamilie der Frtthlingsfliegen (s. d.). 

Aequoridae. Fninilie der CampanuTarlMe. Medusen mit /ahlreichen 
ßadiarßefdssen und Kandtentakeln. Gattungen: Aequorea Forsk. u. s. w.* 

Aerolia variegata = Tringa snbarqaata, Sichlerstrandlftufer, 
Zwer^^br ichvogel, aus der Familie der Sohnepfenvögel (Strandlftnfer). 

Aeropno«, Laftathmer. 

Aerospirautitt (lat. Luftathmer) = Oniscideu. 

A«a«1iIIng', e. AeMiie. 

Aesche, s. Thymallus. 

Aesehna Fab, Gattung der Wasserjungfern, Hierher die grössten» 
schönsten und bestfliegendeii Libellen. S. Wasserjungfern. 
Aisiet = NUpferd. 

Aeskulapsvhlange, Callopeltis Aescalapii i^., = Zamenis Aesculapii 
Wagl. Hübsche Nattemart. Bis 190cm lang. Oben braungelb, stellenweise 
weifö gesprenkelt, unten schwefelgelb. In mehrfachen Spielarten, von denen 
C. flayeacens GmeUnj Torherrschend gelblich, fast ohne jede ireisse Striohflecken, 
C. leprosns X^aiirf., grau, reichlich weiss gefleckt, Callopeltis romanus Suckow, 
mit drei gelben Längsstreifen am Oberköqior. Sie liebt lichte , trockene GeVnrrjs- 
wilder, nährt sich vorwiegend von Mäusen, aber auch von £idechsen , klettert gut 
md findet sieb in ganz Sndenropa, von wo sie nach Beutaohland bis zum Harz, 
in den Karpatheuländeru bis /u den Sudeten TiHrdringt. Bei Wien ist sie sehr 
btofig. auch in Selilangenliad. Ems nicht selten. 

Aeste, rami, s. Vögel (Uetieder). 

Aestrelata ^ Thalassidroma Bniwerü, Taiiben<Sturmsohwalbe, aus 

der Familie der Sturmvögel. 

Aetheria (Etheria) Lamarrh. Süsswasserrauscheln im Nil uiul Senegal. 
Aostemähnliche Muscheln mit ungieicheu, oft verborgenen Schalen, mit zwei grossen 
Vnskeleindrücken, bleigrauer Perlmuttel:^schichte. Leben an Steinen angeheftet. 

Aethopyga, s. Honl^sauger. 

Aethyopische Rasse, s. Mmseh. 

Aethyopische Sabregion, ä. ibiergeographie. 

Aetrioreliis = Ibietes australis, Geierbussard. 

AeugiOTy Satyrida e. Artenreiche Gattung der Tagfalter, mit deutlidieii 
Aagenflecken auf der Flügelnnterseite. nieist alpin. 

Afae ~ Echis carinata Merr., Eva. 

Aenssere Backentasche) s. Säugethiere (Verdauungsorgane). 

Aeussare Befrachtung» i. Portpflanznngr. 

Aeossere Geschlechtsorgane, s. Fortpttanznnjsr. 

Affen (Primates, Pitheci, Quadrumana). Höchststehende Säugethier- 
ordnoug. Das Gebiss ist vollständig. Oben und unten Tier meisselförmige Sdmeide- 
lihiie in gesdüossenw Beibe. Die BokdUme treten stark yor. Die AugmhOhlen 



16 



AffSmpiiitadier— Aftenkorpione. 



des Schltdels -iiid vollständig gp«chlos^pn. Zwpi hrn<;tst:lni1i<:xo Zitzen. Dio Vorder- 
beine sind langer als die Hinterbeine; die Speiche lässt sich um die Elle droben, 
90 dass die Haod gewendet worden kann. Immer endet die Extremität mit einem 
gut entwickelten Groiffuss, der weder seiner Muskulatar noch seinem Knoclirnbau 
nach als TTainl bezeichnet w-rden k.mn. ])t>r H;iu der Hintorijliodmassen befähigt, 
die Aöeu zu energischen Sprung- und Kl.ttt;iloistung«n, abernurzu unvollkommenem 
Gehen und Laufen. Die Affen sind gf ^^f^llige Thiere, deren oft sehr zahlreiche Ge- 
sellschaften meist unter Leitung do«; ^^ii>ssten und stärksten Mftnnehens stehen. 
Sprichwörtlich geworden i'^t dir» grosse Lifltc drr Alron /.u den Jnng'on. Dio circa 
500 Arten gehören vorwiegend den Waldungen der heissen Kiimate an. Man tn-nnt 
die Affen in: Krallenaffen (Arctopitheci) , Plattnasen (Platyrhini) und 
Schmalnasen (Catarrhini). 

Affpupintsclier, Hunderasse, dorn TJufii^nfiinger (rjmlipn Pint<^ch) iihnlicb, 
aber kleiner. Beliebter, verweichlichter Damenhund. Wnl durch eine Kreuzung 
des Seideuspitzes und des Bologneserhundes entstanden. Ü. iiuuähiind. 

AfrlkMilsehe Fann», i. Fans». 

Afrikaniseher Wildesel = Equus aethiopns, Steppenesel. 

AftfT (Anns). Atv-: - :i-i_-<",fTniinL' d^s Verdauungscaniiis, findet sich alx/r nicht 
bei aUf'u Thieren. 8. Krnähnni|LrsorgaiLe (und bei den verschiedenen Thierklassen.) 
Afterasüeln, s. Anisopodu. 
Afterbienen = Andrenidae. 
Aftorböcke = Schmalböcke, Lepturini. 
Aftercirrheuy s, BorstenwUrmer* * 
Afterdrilsen, s. Insekten.* 
AftrrHrtsvr, pinna analis. S. Fische* 
AfterllUgel, alula. .S. Vji|rei ((iefieder). 

AfterfrühlingslUegen (Perlidae oder Porlariae, Plecoptera Burm, 
nnd Semblodea Burm,j Plicipennia, Faltfiügler, Longicornia, Langhömer.) 
Familie der Amphibiotica : Kr^per Haoh nnd langgestreckt, mit Nebenaugen und 
borstonffh-migen Fühlern: FÜilt»! unj^-hnch mit grossen Hinterflügeln: Hintorloib 
zehngiiedrig mit langen gegliederten Fdden. Männchen oft flügellos, Weibchen mit 
bauohstftndigam Eiersack. Diese gelangen ins Wasser, wo die Larrw unter Stdn^ 
leben : sie besitzen Eiementracheen an der Brust. Gattungen: Pecla Gwffr»^ üfar» 
holde. Xrrmira JJr. . Di ctyopteryx Pict., TjPiictra Strjih., Chloroperla 
Xeum., Isopteryx Pict., Taeniopteryx Pict.. Literatur; P/c^cf., Historie natu- 
relle des Insectes Neuropteres. Gen^ve 1841.* 

Afterfllsse (pedes spurii), s. SchaleBkrehm«* 

Afterj^allwespen ^ Kinmiother. 

Afterjungfern, s. Ameisenlöwen.* 

Afterkiemer (Pygobranchiata atr., Anthobranchiata Ad.). Familie 
der Rückenkiemor: Kimmen veristelt, krt i^ formig um den rückenstandigen Aftor 
gestellt. Körii mit Kalknadolgruppen: Triopina, Doridina, Onohydoridina.* 

Afterktaueii (Pseudonychia), s. Insekten« 

Aflerkralle, s. Spinnen.* 

Afterkrebs«', s. Ifippiden, 

Afteriniethe nennt man das Wohuungsuehmen eines Thieres in einem anderen» 
olme jedoch in demselben zu schmarotzen. 

Afterplatten, Analplatten. 9. 8ehtldkr6tea« 
Afterporen, pori pn i I , a. BeptHlaB« 
Afterraupen, s. Hautfliigler. * 
Aflerrtissclkäfer = Attelabns enrenllonldes. 

Afterschaft, hyporhachi.s, s, Togo! i rTrfirdcr). 
Afterschild, A'n.i1«rln'Id. ^. EidechRon und Schlangren, 
Aftersipho, a. .Uuschelthiere und See sehn ecke n« * 

Aflerskoiplone (Pseudoscorpionidea Latr^ IGlbenskorpione). Ordnung 
der Spinnenthiere. Der Köq)er ist klein , oval oder iHnglich und ähnelt im 
Allgemeinen jenem drr lichten Skorpione: df^r Hinterleib ist sitzend, olfgliedrig, 
flach und gleich breit, und entbehrt sowohl der Kammanhänge, als auch des Post* 
abdomens, Schwanzstachels und der Giftdr&se. Die KieferfÜhler sind klein, hftutig 
und dienen zum Saugen; die Kiefertaster enden mit Scheeren. Sie besitzen zwei 



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Aftenpinnen— Agaiui. 



17 



olor vir-r einfache Angcn, pinen vor dorn Etuldarra fifrsi-liluurrpnci! I»ariTi, mit Leber- 
iappeu und Tracheen, deren Stiffmeu zu zwei Pauren au deu beiden or^itf n Hinter- 
labsringen liegen. Neben der ueseUeclitsOfEnti^ am »weiten Segmente uiünden die 
Spinndrüsen aus. deren Secretiou währen il (L r HEutungen und wftbrend dt-s Wintere 
benutzt wird. T)\v Eier werden vom ^^'t'il)chon :im Bauch gotra^^tMi. Di».- After- 
.«korpione bi^wohncu di»' ^feiuässigte und heisse Zone, lel»t n unter Baumrinden, Moos, 
Blättern und in alten Büchern, wo sie auf Milben und kleine Insekten Jagd machen; 
ue lind daher nfitzlioh. Aufgescheucht laufen sie sehr schnell sett- und rttckw&rto 
und machen Bogenlinien. Fossile Formen sind in Bernstein erhalten. Man fasst 
sie iu einer Familie: Chernotidae /.u-ammeii. Literatur: [.''fich in Zool. 
Miscell. iii. Menge in Schrift, nuturf. (ies. Danzig V. 1855. Koch in Uebersicht- 
licbe Darstellung der europ. GhemeUden, Nümbei^, ISTd.* 

AfterspilULOIL (Phalangida oder Phalaui^nta TL /'r.. Opilionidea 5'rAm.). 
Ordnung der Spin nenthiere. Sie untersclifid» n sich von den «M lircn oder Webe*, 
spinnen durch die dreigUederigen, scheerenibrmigcu, nach uutea ge.<>chlageneu, einer 
{llftdrase entbehrenden Kieferftlhler, durch den gewölbten, warzig rauhen, mit 
ganzer Breite angesetzten, sechs-, selten acht- oder neungliederigen Hinterleib, der 
nie Spinndrüsen trägt, sowie durch dtn Bau der Tracheen; dagt^iren sind für sie 
cbarakteri&tisch die fadenförmigen oder beiuartigen, mit Klauen bewaü'neten Kiet'er- 
ttfter« sowie die langen dünnen Beine, deren Schienen zweitheilig erscheinen und 
deren Endglieder au den Vorderpaaren einfach, an den hinteren /weiklauig sind; 

w--rden in der Kulie ausgestreckt gehalten . wilhrend sie beim Ochen aufrecht 
.stehen, und zeigen noch nach der Abtrennung grosse Beweglichkeit. Das Norven- 
äyst«m besteht aas einem Gehirn- und Brustknoten, von welchem zwei Eiugeweide- 
oerven abgehen, die Q-anglien enthalten ; die Augen sind au dnera oder zwei Paaren 
vorhanden; die grösseren stehen auf besonderen Hügeln und sind einfach; der 
Magen bildet reichliche Blindsäcke, bis an die polare Aftpröffnnng: das Herz ist 
ein Längs&chlauch mit drei Kammern; die Athmuug wird von Tracheen besorgt, 
wdche in je einem achlitsförmigen, mit einer Klappe Terschliessbaren Stigma unter 
der Hüfte des letztMi Beinpaares beginnen, unter steh anastomosiren und sich im 
Körper vielfach verzweigen. Die Geschlechtsöffnungen liegen zwischen dem hinteren 
Beinpaare und besitzen vorstreckbareu Penis, resp. Le^eröhre; das Mäuuchen pro- 
Mrt in den Hoden auch Eier, welche indess nie keimfthig werden. Die After- 
spinnen sind nächtliche Räuber, leben bei Tage versteckt und springen auf die 
Ä^ntf: sie enthalten die höchstlebenden Gliederthiere und treten namentlich in 
Südamerika in höchst bizarren Formen auf. Man unterscheidet vier Familien: 
Phalangiidae, Gony leptidae, Cyphophthalmidae und Gibocellidae. 
Literatur: Afeade in Ann. Nat. Hist. (2) XV. 1845. Me/iff€ in Schriften d. Danzig. 
natorf. 1^''»; /. v /// in Mülb rs Archiv 1862 u. s. w.* 

Aftcrstrndel« üruier (Proctucha M. Srhtilt^). s. Schnnrwdrmer** 

Afterwespen, Thyniius. Gattung der Heterogyneu. 

Agabus Leaeh. Gattung der Schwimmkäfer (Dytiscidae). In stehenden 
nnd fliessenden Gewässern. 

Airalma, s. Agralmldne. 

Agalmidae« Familie der Blasenqualleu. Stamm langgestreckt, spiralig. mit 
twei- oder mehnetliger Schwimmsftule; Deckstücke und Tentakel vorhanden. 
Gattungen: Agalma £2ieA«cA., Agalmopsis .Sar», Forskalia ÜOVI., Haiistemma 
Buxi. XX. <=. w. 

A^almopsiSf s. Agalmidae. 

Agama» b. Trapeiiie. 

Agamen, Agamidae. Familie der Dick/.üngler (Crassilinguia), Die 
Zibn*» sind dem Kieferrand seihst aufgesetzt (akrodont). meist vorspringende Eok- 
»ihne und seitlich zusammengedrückte Backenzähne, ohne Gaumen/Hhnp. mit /.wei 
Augenlidern, meist vorne und hinten fftnf Zehen. Zerfallen in Bau mag amen 
<Dendrobatae) und Erdagamen (Humivagae). 

Agami, Trompetenvögel, Psophia (griech. psophos Geräusch). Gattung 
der Feldstörche (Psophidne). Sohnabel etwas kürzer als der Kopf, mit durch- 
brochener Nasenscheidewand; Flügel kurz, vierte Schwinge am längsten; die oberen 
Sebwanzdeekfedem fiberragen den kurzen Schwanz; die kurze Hinterzehe berührt 
XBBB«r* Hudwartarbaeh d«r 2o«lo8to. 2 



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18 Agamidae-^AgriotliArittm. 

um mit der Spitze den Boden. Art der einzigen Gattung: A. crepitaus, Agami, 
52 cm lang, Schwans Sem, Flügeilänge 29 cm. Schwarz, violett und grünlieh 
sdiiaunernd , Brust und Unterhaus stahlblau, Schnabel iprQnlichweiss. Lebt in 

Schaaron in den Wäldern des inneren Guiana bis /.um Rio negro. Die Indianer 
halten iiin gezähmt als Wächter ihres Geflügels. Die Männchen siossen gellende 
Schreie aus, auf welche bei geschlossenem Schnabel lange dumpfe Töne folgen. 
AirenMae» s. Airamen. 

Againonema Diesing (griech. agamos ehelos, nema Faden). Gattnnsr df'i' 
Nematoden. In Fischen lebend. Nun fast durchgehends als Entwicklungstormeu 
anderer Gattungen erkannt. 

Agapornis — Psittacula roseicollis, Bosenpapagei. 

Agaseen = Kml uiintilopr-, Stropsiceros capoTisis. 

Ap^assizia ViiUnr. Gattung der Seeigel. Bilateral. Ambulakralbiätt^jr 
ganz uuregelmässig. An den Kütten des heissen Amerika. 

Agalhidliun lUig, Gattung der Aaskäfer (Silphidae). In Pilzen, fau- 
lenden Pflanzen. 

Agathis Lotr., s. Braconidne. 

Agatvo^el oder Muugoldeule, Brotolomia meticulosa, Schmetterling 
aus der Familie der Eulen. 

Agelaius, Sunipftrupiale. Gattung der St a r I i n j/<'. Hierher u. a.: A. 
phonniceus, Rothflügel. Lebt in Nordamerika nach Art iti -res Staares in 
gruhseu Schwärmen. Ein hübscher munterer Vogel unserer Vouertu. 

Ai^elastiea (griech. agelazomai, heerdenweise leben) Sedt,, Gattung d«r Blatt- 
kftfer. (u tneinste Art: A. alni, ErlenblattkSfer. Schwarze Lanre auf Erlen. 
S. Blattkäfer. 

Ageleiia labyrinthica L. Aus der Familie der Kühreuspinnen (Tu> 
bitelae). »Baut trichterförmige Gewebe. 

Agenesie^ Unfruchtbarkeit der Frauen oder ererbte GehiruTerkümmerung. 

Ag"»'!»!}». (lattung der Grabwespen. 

AjfJTonitt feronia, ein brasilianischer Scimietteriing, der nach Darwins 
Beobachtung beim Nachjagen nach einem anderen Genossen ein GerUnsch hören 
lüsst, das an den von einem Zahnrad — wenn es an einem federnden Haken vor- 
beilttuft — vf-riirsaeliten \.'Xxm orinrirrt. 

Aglia üchsth. (f^ri.cli. agliu Flur}. Gattung der Spinner. Art: A. tau 
L.f Schieferdeker. lui Frühjahr in den Buchenwäldern. S. Spinner. 

Aglossa. Zungenlose Batrachier.UnterabÜieilnngd.Fro8chlurche (s.d.). 
Die beiden Eustachischen Köhren münden mit gemeinsamer Oeflfeung in den Schlund. 
Das Trommelfell ist nicht sichtbar. Die Zehen sind mit cthti/ph Schwimmhäuten 
verbunden. Familien: Dactyietrida, Pipida, Myob atra ehida. 

Aglossa Latr, Gattung der Zünsler. Art: A. pinguinalis L,, Fett- 
schabe, deren Raupe in Fettwaaren schmarotzt. 

A^lyphoduntia (griech. ohne Fnrchenzähne) = Golubriformia = Co- 
iubrina mnocua = Giftlose Schlangen. 

Aguatha (griech. kieferlos) Mörch., Testacellidae Gray, ünterabtheilung 
der deckellosen Landschnecken. Kiefer verkiimni» rt. nicht verhornt, die haken- 
förmigen Zahne stehen in .-chicfen luilien. Meist rit isi hfresser. Hierher die Gat- 
tungen: Te«facella, Glandiiia. ] »audebardia, Ennea, Streptaxis. 

Agouu;^ BL Hehn., Öteinpicker. Gattung der Panzerwangen. S. As- 
pidophorus. 

Afrricola, s.fArvIcola. 

Afrrüus Sol.. p. Prachtkäfer (Hujirestidae). 

Agrion, Wassernadeln (griech. agrios wild). Gattung der Wasser- 
jungfern mit langem dünnem Leib. Arten: A. virgo L., A. splendens, beide 
mit grttnen Flügeln. Di* i 1 ren Arten sehr klein. Die Eier werden in Wasser^ 
pflanzen eingestoclK'ti. S. Was.scrjunß:fern. 

Ap;riotes (Lrriecli. Landmann) Eschsch. Gattung der Schnellkäfer. Hier- 
her u. a.: A. lineutus L., SaatschnellkUfer, dessen Larve, der sog. Draht- 
wurm, den Pflanzenwuiaeln aussordentlicb schAdlich wird. S. SelmellKäfer. , 

AgrIotlieriuMy «. Hjaraaretes. 



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Agriotypils — ^Alaemon. 



19 



AgriotypilS nrm atn« . f^chlupfwospenart, suclit 'Vu- Ki. r i1<t Phryganiden- 
gattun^. Aspatherium. ht im . indem sie dicsfllH ii sogar uiit^r Wasser anbohrt. 
Agrubutes ==; Ai^dou galactotes, Buuiumichtigall. 
A^rodius Lalandii ^ Otoejon caffer, Ldffelhand. 
AL^rodroma = Au l is campestris, Brachpieper, 
ig romjza Fab., s. Acaljptera» 
A^rotls Ocür«*., 8. Edlen. 

Agua, Bafo agua Latr^ BiesenkrOte. Mit sehr stark entwickelten Ohr« 
drüsen. Ferse mit zwei Höckern. 23 cm. Braun, dankelgefleckt. Der grösste 
Froßoblnrch. Süd- und Ceutralamerika. 

AfDarn, s. Precyen» 

Acnnr i hnv, s. ('anls. 

AgBarapope, s. Procjoa« 

Af«ta, s. SolenodoB. 

Agrntly s. Dasyprocta. 

Agyrtria albicolli'^, weissh alsi ger Kolibri. 

AbaetuUu Gray. Gattung der Baumschlangen (Dendrophidae). Hierher: 
Ä. smaragdina Günther, ans Wertafrika. 

Ahornpreilmotte ^ Acroiircta acerls» s. Bnlen* 
Ai, Fauhhier. s. Bradypas. 

Ai — Canis silvestris (V), indianischer Wildhund. 

Aifprefln, frans. Volksname filr den gem. Schell fisek. 

Ailanthusspinner, Attacus Cynthia, Dem . = SaturniaCynthia Guerin, 
Art l.r Spinner. Grosser Nachtschmetterling Ostindiens (Assam), zur Seiden- 
gewinnang gezüchtet. liaupe grünlichgelb mit Fleischzapi'en , lebt von den BlUt- 
t«ni der SieiniiaBiaade und des Oötterbamnes. Der dunkelbraune Cocon wird in 
ein Blatt dieser Pflanzen gewickelt. Konnte bisher nicht eingebüi^rt werden, 
h 1 Iceineii Winterschlaf hält; auch haqpelt sich die Seide nur schwer fkb, so dass 
4er CoCüD nur Floretseide liefert. 

AilniropodA Gray, Katzenfüssige. Unterabtheilung der Schleichkatzen. 

Ailurus F. Cuc, Katsenbfiren. Gattung der bärenartigen Ruubthiere 
(Ursidae). Von den Gattungen Are titis und Cercoleptes durch *l( n huschif]^(^n 
.Schlaffschwanz und die behaarten Sohlen unterschieden. Die Schnauze sehr kurz 
and breit. 4 Zitzenpaare. Einzige Art; A. fulgens F. Cut., Panda. 55 cm 
lang, Schwanz 32 cm. Oben dunkelroth, goldig angeflogen, unten glänzend schwarz, 
Schwanz fueh^roth. Im Süden des Himtüaya. Wegen des Pelzes sehr gesehtttat. 

Ai-I'ereca, s. Bradypns. 

Aitel = D9bel. 

Aix sponsa, Bi ;iut<Mite. Carolinenente, s. Batem. 

Aknttnhiind» s. Uedalnenhnnd. 

Akalaispanner, s. Boarrola 2V. 

AftalepkeUf s. Acalepfeen* 

Akamba = MohrenmakL 

Akatschi, s. Dasyprocta. 

Akbek = GrÖiilandswal. 

Akbilik =: GrVnlandswal. 

Alvwir Strauss. 

Ala lalcarata, f.'os]M)rnter Flügel, .s. Vügel ((^Jefieder). 

AJaetaga = St'ireetes Cuv,, Sandspringer. Gattung der Springmäuse. 
An dsB Terwaohsenen Mittelfossknochen legt sich jederseits noch eine Zehe an . so 
'iass er dreitheilig erscheint. Arten: 1) Pferdespringer oder Alactaj^^a (A. 
Jm^nlns Brandt). 20 cm. Schw»TT/ 28 crn, ^Tans^plb: sprin^rt raschpr al« ein l'ferd 
!iun. Krim, in den Steppen zwischen Don und Donau, um südlichen Ural, in der 
grossen Tartarei, in Sibirien. 2) A. aeontion Brdt., 12 cm, Schwanz 14 cm, fahl- 
gelb mit Schwarz gemischt. Kii^jisisLhe Steppe. 

Alae fFln^'el), s. Muschelthiere." 

Alae (l lügell. s. RankenfBsser. * 

Alae anticae (Vorderflügel), s. Insekten.* 

Ahif pnstieae (HinterflQgel), s. Insekten.* 

Alaemon, Stelzeulerchen. Äxten: A. Dupontii, Bogenschnabellerche, 
A. clesertornm, WüstenUuferlerehe. S. BogensehnalMllerohe« 



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20 



AlaloDga^Aldopidae. 



Aluluuga, ital. Volksname für den gros'sflossigen Thun. 
Aitllu8 nonnt Hüchel den Menschen aut der Stufe, da ihm uucU dlt- articu- 
lirte Sprache mangelt. 

AIhtuI (füngling. 
Alaudhlecke, s. Albaraas u. Aspias. 
Alander — Stint. 

Alap SS Hati, Faloo ooeralesceus, s&dasiAtische Falkenart. 

AJasraodontfi (aus: An*elasm<odonta, ohne Lamellenzalin). Gattung der 
Flnssmuscheln (Unionidae). Steht /.wischen Uiiio aad Anodonta. Vor* 
wiegend Muv.-heln des uordamerikaiiischen Süssgewttssers. 

Alut r Döbel. 

Alata H Flflgelflchneckea»* 

Math - MosrhustUer* 

Alttuda» 8. Lerchen. 

Alandldae» s. Lerchen. 

A1nu<Ra, s. AloHa. 

Albatros, 8. Diomedea. 

Albe = Uekelei. 

Albeie = Uekelei. 

Albinos heissen Thiere, bei welchen sich kein Farbstoff entwickelt, auch 
nicht das schwarze Pi-'nu nt im Auge. 
Albultt = Felclieii. 

Albumen heisst das „Weisse" im Vogel- und Reptilien-Ei (Eiweis>), 
Albnnea synuilsta Fahr. Ans der Familie der Landkrebse (T^ippidae). 
Mittelmoer. 

Alburnus Romh'ht, Lauben. Gattung der K;\ri»ft'ii fische. Orstn ckto 
Fische mit zusammengedi'ücktem Bauche, mttssig grossen Schuppen, kurzer iiückeu- 
floese ohne starken Stachel, verlängerter Afterflosse, Yorstredcbarem Oberkiefer, 
vorspringender Unterlippe. Hierher: 1. A, Inoidus Heek,, ückelei, Lau]),e. 
10 — 20 ciu laiiL,'. nben meist bliluliL'li^nüii . unten und an d^ü Seiten silberig. 
Die Rücken- und die Schwanzflos.se grau, Mundspalte sehr schief. In ganz Europa 
mirdlich von den Alpen, besonders in Seen und langsam fliessendem Gewässer. 
Hauptnahrung dnr Hechte, Barsche, Forellen. Aus seinen Schuppen wird die 
Perlessen/, /.ur P- i. itung der kün.stlichen Perlen hergestellt. 2. A. mento Ag., Mai- 
renk'«. 1' cm, Mundspalte schiff. Oben blaugrün, unten silberweiss; Brust-, 
Buuch- und Afterflosse blasaröthiich. Im Gebiete der Donau, besonders in d» ii 
bairischen Seen. 3. A. bipunctatus L., Alandblecke, Schneider. 10 — 15 cm, 
Mttndspalte etwas schief. Rücken bräunlichgrüu oder blau, Seiten hellgriinlieh, 
über der Seitenlinie eine schwarze breite Binde vom Augo bis zur Schwanzflosse; 
Brust- und Afterflosse grau, die anderen Flossen gelblich. 

AlbTiell, kleine, milchreiche Rinderrace der schwäbischen Alb. 
Alca, s. Alken. 

Aleo eapensis — Buselaphua oreas^ Elenantilojpe. 
Aieeas s. Alseas. 
Aleedlnidae, r. EisTSgeL 

Alcedo, s. EIsvoiTi I. 
Aleelaphos = liubHlln ft;. d.). 

Alcenierops Xyctiornis Atiuirioni, NachtspiuL oder Suugrok. 
Lidischer Bienenfresser. 

AIces Snt. Elche, Gattung der Hirsche. Grosse Zweihufer mit breiter be- 
haarter Schnauze, kurzem Dickhals^ bemähnter Kehle, breitem, bis 25 kg schweren) , 
langsprossigem Geweih mit einer grösseren, aufrechten zerschlitzten End.schaufel 
und einer nacli Torne gerichteten d-^4zackigen Basalschaiifel. Art: Elch, Elen 
(A. palmatus Klein), S. d. 

Aicidae, s Alken. 

AIcinoc papiliosa Ddle i'h. = neapolitana Less. — C h i a j ;i papil- 
losa M. EJic. Eine Rippenqualle aus der Familie der Lobatae. Mittelmeer. 

Aleiopldae» Familie der Polychaetae errantia, Körper mit 2 grossen 
halbkugeligen, hochentwickelten Augen; Girren blattförmig; Bilssel Torstülpbar 



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AIeq;»pidae— Alinda. 21 

luit Eohre und Speiserohre mit Papillen; Larven parasitisch, liattungen: Aiciope 
A, Edit., Vanadis Clapr.^ Asterop« Clapr. n. s. w.* 

AJcippidae, Familie der (Cirripeda) Abdominalia: Vier Beinpaare« 

Jai er^fp t; -'' ntTrmig, Gattungen: Al( ipj)e Jfnnr.* 

AlcyuiiHritt £üw. (griech. alkyouion Thierpflau^^) , Korkpol jpeu, 

Alcyone« Hon iggrasf alter (Satyms Alcyone), Tagfalter aus der Sippe 

der At u g I e r. 

Aley onella f u n g o s a I^aiL Festsitzende Moo&thierchen (Familie P 1 u m u- 
tellidae). 

Aleyraidat» s. ElgrSpl. 

Alcyonidae, Familie der Octactinia. Festsitzende Polypenstöck»' «ilinH 
AckäeDäkelet mit fleiscliigem oder lederigem Polypar und spärlichen Kalkeiulug«;- 
nugen. Vermehrung durch seitliche oder grundständige Knospen. Gattungen : 
Alcyoniam X.» Cornularia Low.* 

Alcyonidüdae, Familie der Ctenostom at a. Stöckchen gehiiinü'^. un- 
regelmässiij. Au^sseh Hesslich Meeresbewohner. Oattungeu; Alcyonidittm Laui.^ 
= Halodacty 1 US Farr^f Cyciouui ilaa-s. u. s. w.* 

jUdeTii»7*EMe (Jersey-Bace). Kleine tnilohreiehe bnntgefleckte Rinder» 
nM der iiorinaiiii Ischen Inseln. 

Alecto, s. Comatiiltt. 

Aleetops, s. Tampyrina. 

Alwtorides fgriech. alekton , Hahn), Hühnerstelzen. Abtheilun«; der 
Steh Vögel. Bilden ilic V» iniittlung zwischen den Scharr* lind den Sumpfvögeln. 
Gattungen: Otis, Palatraedea, Psophia, Grus. 

AlCfttornis petrosa — Caccabis petrosa, Klippeuhuhn. 

Alectoweber, s. Textor. 

Alectroenidae, h. Hflhnertaabeii. 

Aleetrorora = Alectura. 

Aiectura = Talegallns Latfaami, Baschhnlin, ans der Familie der 
Orosafusshühner. 

Aledon c ^w ti^Ik ^ O r thagoriscns mola« Mondfisch. 
Aleochara, s. Aleocbarini. 

Aleo«bariBl Erith*. Unterfamilie der Knrsflttgelkttfer (Staphylinida). 

Die Stiirnifn der Vorderbmst sichtbar. Meist ganz kleine, im l^st, MnUn lebende 
Käfer. Hierher die Oattunj^en: Aleoch n ra Gray, Homalota Jfati»., Lomeehttsa 
OVar., Bolitochara Mam.^ Myrmedonia Er. 

Alepoeephalidae, Familie der Edelfische. Kopf nackti Körper mit, oder 
ohne Schuppen, ohne Bartfäden, ohne F-ttf] ^se, ohne Sohwimmblase^ die Rücken* 
flo>M' wt'It rückwärts. Fi.sche der Tiefste. Hurher n. a. die Gattung: Alepo- 
cephalus Jiisso. Schuppen dünn, cycloid. Oberkiefer zahnlos. Art: A. rostra- 
tns BiS90. Schwärzlichbraun. Augen gross. Lebt 650 m und tiefer in der »See. 

Alepocephalug, k. AlepocephaIi<1ae. 

Aleste.s }f. "fr. Gattung der Characinidae. (S. d.) 

Alpt ^ Dübel. 

Alcurodes, Gattung der Schild lause. (>. d.) 

Alewtfe, engl. Name fQr Glnpea mattovocea Mitsehillf dem Pilchard 
ihnliche Häringsarr 

Alexia, 8. Anricnlidea* 

Alexia a LyeaoBa I«am BofU., s. Bllulincre. 

AllMhineh = Ctorrus Alfiredi Gray. Seit Kurzem bekannt. Auf den 

Pldlif'pin' r 

Algäuer Rat*e. Einfarbige Kinder vom bairischen Algäu, mittelgroß. 

AJgarde = Elster. 

Algen flscb, s. Pbylloptertx. 

Alffazel = Antilope gnzella PaU<iF. 

Alimalarre, Alima (griech. halimos gesalzen), jetzt als Jagendphase ge- 
frisser Stoma topoden erkannt. 
Alimose Ii Schmutigeier. 

Aliada v. Vest. Qmppe d. Oattnng : S ch Ii essm und8cbnecken(Clausilia). 



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22 



Alitropus—AUigator. 



Alitr«|iOfl, 0. A«fl4eo. 

AJkßn, AlcidaR, Fatiiilif der Taucher. Schwimmvo«^el mit seitlich zu- 
>aninir>!i!joflrüektp.in Schnabel , dt r meist kürzer als der Knpf , oft qnf>r ♦Tpfiirclit, 
hakig oder zugespitzt, kurzen, säbelig gebogenen Flügeln, kurzem, meist zwolf- 
fedrigem Schwanz, durch Schwimmhilute verbundenen Vorderzehen, stummelförmiger 
oder auch ufuiiz fehlender Hinterzehe. Gesellig lebende Vögel des Nordens, Nisten 
in Tif >->U.schaft auf den Klippen der Felsenuter, legen nur ein Ei, welches beide 
Eltern bebrüten. GattmiL't tK 1) Alra L., Alken. Schnabel quor wfurcht, Nasen- 
löcher befiedert. Arten: A.üupi iiuis L. Eiesenalk, grosser Alk, Goiervogel, 
Brillenalk, nordischer Pinguin, 90cm lang, Hals und Oberseite Schwan^ 
weisser Augenfleck, unten weiss. Der Geirfugl der Nordländer. War noch zu 
Anfang des Jahrhunderts auf Island und (irrmland sehr häufig, scheint jrt/t aus- 
gerottüt. A. torda L. Tord-Alk, 44 cm lang, oben schwarz bis schwarzbraun, 
mit weissem Zügelstreif, unten weiss. Im Norden bis zum 72. Grad. — 2) Moiv 
mo n Mig, hai vcn t au( her. Schnabel quer gefurcht, Nasenlöcher frei, Arten: 
M. arctica Itlig = fratercula Temm., Gemf^in^r Lnrventauchpr. P?ipa«?<'i- 
taucher, Lund, Seepapagei, 31 cm lang. Oben schwarz, Wangen, Kehle aschgrau, 
unten weiss, Schnabel heUroth, Fflsse roth. Im mittleren und nördlichen Atlantisehen 
Ocean, brütet auf Helgoland, gräbt in die Felsenerde Brutröhren von Ellenlänge. 
M. cirrliat.i Honap. Oben schwarz, G« sieht weiss. Auf Kamtschatka'.. — -Vi Uri.i 
Lath.f Lummen. Schnabel ohne Querlurchen, die länglichen Nasenlöcher befiedert. 
Arten: U. grylle Lath., Grill-L umme, 34 cm lang. Im Sommer ganz schwarz, 
nur an den Flügeldeckfedern weiss, im Winter weiss, scbwar/gefieckt , Schnabel 
schwarz, Füs>.' mth. Sclt^'n an der deutschen Kü.ste. U. lonivia Brünn, 
(ü. troilo aut.j — Dumme Lumme, Trottellum iiir . Trnil-Lumnie, 40 cm 
lang. Im Sommer Kopf, Hals und Oberseite schwarzbraun, die Spitzen der 
hinteren Schwingen und die Unterseite weiss, Schnabel schwars, Ffisse schwarz- 
grau. Kcirimt aus dem Norden häufiger an die deutschen Küsten. — 4) Phaleris 
Tfinni.. St aryktanchf>r. Schnabel nicht quergefurcht, Nasenlöcher frei. Art: 
Ph. psittacula Fail., Brillen-Staryktaucher, 34cm lang, schwurzbrauu, 
unten hellgrau, weisser Augenfleck, Schnabel roth. Auf Kamtschatka. — 5) Mer- 
V'ulus VieilL, Krabbentaucher . Schnabel nicht qu^rgefurcht, die rundlichen 
Nasr-nlnrlun* befiedert. Art: M. alle FtifjV/., Kleiner Krablii iitaucher. Kleinstf* 
Alkeuart, fliegt besser als andere Alken. Sei:i Fleisch sehr geschätzt. An den 
nordischen Küsten bKufig. 

Alkormc8 — Kt i incsscliildlaus, Lecanium iliiris. 

Alliint«"nli«*a .1/. /• ///. h< isseii die T?t'iitnien, Vögel mi'i Säugethiere, bei welchen 
Vertebruten die Entwicklung mit Amnion und Allan tois erfolgt. 

AllantoYn, ein stiokstofifhaltiges Zersetzungsprodukt der Mweisskörper im 
fötalen Harn, im Harn saugender Kälber, im Harn der Hunde und Katzen immer 
vorhanden, in Harnstoff überführbar, aus Harnsäure darstellbar. 

AllantoTs, Hanisack. Sackartiges, bei den Embryonen aller Wirbelthiere. 
ausgenommen die Fische, als Aussackung der Bauchseite des Hiuterdarmcndes sich 
entwickehides Organ (s. Sftngethiere). 

Allantus Jur. Gattung der Blatjtwespen (s. d.)< 

Allefhauische Sahreg'ion, 8. Thier^eogrnphie. 

Allfarblorl ^^TrichoglossusNovaeHollaudiae, Ffiuumeukopfsittich. 
Allfirazelle. Gn/elln. 

Alligator Cur. = Champsa Waght, Oattnng der AUigatoridae. Ge« 

drungen gebaute Krokodile mit platter, al);zemndptnr Srhnauze, jederseits 20 Zähnen, 
von welchen die Eckzähne und da«^ unten- vordere Paar in eigene Gruben des 
Ober- und Zwischenkiefers passen. Art: A. mis.sissipiensis Grai/, Hechtkaiman. 
4,ö m lang, mit langer breiter Hechtschnause , knöcherner Nasenscheidewand, 
zwischen den Augen eine Stirnlängsleiste, schmutzig-olivengrün dunkelgefleckt obeiu 
unten hellgelb. Im Südosten von Nordamerika. Andere Gattungen der AUi- 
gatoridae: Caiman Spix , Rücken- und Bauchschilder stehen je in Gelenkver- 
bindun|r. Ohne Augen-Querleiste. Arten: G. palpebrosus Gray u. 0. trigonatus 
''»Vay, im tropischen Amoriks. — Jacare Oray, zwischen den Angen eine Quei - 
leiste (Brille). Arten: J. sclerops Gray, Brillenkaiman, 2—2,5 m lang. J. 



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AiligatoriUae — A Ipeokräbe. 23 
nigra Oraf, schwarzer Brillenkaiman, Mobrenkaimaiip Uber 6m lang. 

Beide iri ^i'i'1;im<Tika. 

AUigatoridae, ». Alligator. 
AlligatOfseklldkrSte, 8. Chelydra. 

Allodaetylns, Lataste et Boditbr,, Verschiedenzeher. Gattung der Sand- 

•echsen. 

Aüoeogtfiie«»!» (^riech.alloio« anders beauUaifeu, gtiueiüäEnUtebuiign t>. Ujrdroideil** 

AUopola, allopole Heterostaaren (bilateral symmetrisch), naoh HaeeM 
jnüe oi^anischen Grundformen, die nur dnrdh eine Ebene, die Hanptebene, in zwei 
syininotrUclir ^^'IficliH Ilülfben getheilt werden k«>nnoii. 

AllopoIygouH, iiueh Ilaeckel eine nur bei den Radiolarien sich findende 
linindforra (ein mit allen Ecken in einer Kugeloberflllche liegendes Vieleok mit 
nugleich artigen Flächen). Sind die FlScben des Polygons alte glei(^arl%, so 
h«is^t i.lit- Fi»ri?i: Isrtjiolygona. 

AUosuuridae. Fossile Gruppe der Dino^^anri ei-. FlfischtVesser; bew^^ten 
&icii auf den Hinterfüssen. Art: A. fragilis Murnh,, 8m lang. 

Allostaui*« HateM, Qnmdfonn, stereometrisoh ansgedrückt durch die am- 
phitekte Doppelpyraraide, wtiirend die regolftre Doppelpyramide die Isotta^ra 
ster^-om* trlNch versinnlieht. 

Allotria WeMtc, Schmarotzergallwespen. Gattung der Gallwesijen. 

AllotriogoDie, 8. HydroMev. 

Almiqai, s. Solenodon. 

Aimizilero — Bisamspitzmauä. 
Alnit ~ Uckelei. 

Alomya Pam. Gattung der Ichnenmonidae (s. d.). 

Alopecia», Alopias Raf. Gattung der Lamnidae. Haifische mit sehr 
liingem oberen Schwanzlappea, sehr kl inor zweiter Rückenflosse und Afterflosse, 
kurzer Kegelschnauze, dreieckigen, massig grossen Zähnen. Em^iKe Art: A. vul- 
pes L,t Fuchshai, Ober 4m lang, oben blau, nnten hdlfleisohnirbig. Mehr als 
die HSlfte der Leibeslänge kommt auf den Schwanz. Stellt den Hiringszägen 
«fiig nach. Atl u' tischer Ocean, Mittelmeer, 

Alopeciou Dum, liibr. Gattung der Wolfsz&hner (Lycodontidae). Art: 
A aannlHfer Dum. Bibr. 

Alopias, <. Alopeeias. 

Aloponotus Dum. Bif/r. Gattung der Lppfnane. Echsen mit schuppenloser 
Buckenhaut, niederem Bückenkamm, doppelreihigen Schenkelsporen. Art: A. Ri- 
eordii Dum. Btbr. Anf St. Domingo. 

Aloponotus Dum. Bibr. Gattung der Baumagamen. 

Alo.sa C'/r., Alsen. 'T ittnivL' «ler Hllringe H'l n])f'i den). Von der Gat- 
tuugClupea durch den zahnioseu Gaumen unterschieden. Hierher u. a.: A. finta 
t'ttr. Finte; A. communis Yarr., Maifisch, Alse; A. pilchardus, Sardine, 
Pilchard. Siehe bei den einzelnen Arten. 

AIosc, pr)g]. Yolksname für die Alse oder den Maifiscb. 

Aipaca, 8. Anchenla. 

Alpewuntely r. Pyrrkeeeras* 

Alpenbock, Rosalia ilpin i L., a. Boekkifor« 

Alpenbraanelle, h. FlUevogrel« 

AlpeadoMe, ». Pyrrhaeorax» 

Alpenente, Bergente, Fnligula marila. 

AIportfa!tf»r Augenspiegel (Doritis). 

Alpenfauna, «>. Kaana. 

Alpenfledemiaiis = Vespertilio maurus B(a«»fi». 
Alpenfloh, s. Oletscherfloh. 
AlpeaHncTogel, s. Aeeenter. 
Alp«Bf«r«ne» «. FortUe. 
Alpengeier = Qinsegeler* 

A1prnhHk!or — Oypseltts melba, Felsensegler. 
Alpenhase, Hancn. 
Alpenhahn, h. Mchneehohn. 
AlpnnhTind = Alpenwolf, 
Aipenkrähe, s. Pyrrhocorax. 



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24^ 



Alpenkrute— Amiuiina. 



AlpeukrStCy. H. Kröto. 
AlpenlanB, s. GletscherHoku 
Alpenlerehe, s. Lerchen. 
Alpeuwverliafer, t. Tlekodr«««« 

Alpenmam, s. MünHe. 

Alpenmeise = Bergmeise, Paras borealis. 
Alpennarmelthler, s. Aretomyi. 
Alpenpfeifhase, s. Lafomjs. 
Alpenratte, h. Arvicola. 
Alpenregenpfeifer, ». Charadrins. 
AlpminflOMBy s. Thierfeofrapbl«. 
Alpensalanander, Salamandra. 
AlpenaeliBeehnhn, 8. Schneehuhn. 
Alpratehwslbe» s. CjpMlvs. 
Alponsojrler, s. Cjrpselns. 
Alpenspeohty 8. Tiohodroma* 
Alpeaspltimaas, s. Sorex. 
Alpenstelnbock. ». Steinbock. 
Alpenstrand läafer, s. Struidltafer« 
Alpentriton, s. Triton. 
AlpMw^lfy 8. Culla «IptBii« 
Alpenirnhlmanfi, s ArTicola« 
Alpsteine = Belemniten. 

Alsaecus leucopogon = Sylvia subalpina, Bartgrasmücke. 
Alse, a. MftlllMh. 

Alsodes hfll. Gattung der Bombinatorina (s. d.). Froscblurche mit 
convexem Kopfe, hinten freier Zunge, auch an den kui-zen Fingern Schwimmhäute 
(aber nur an der Basis), ohne Trommelfell, Uehürtubeu und Trommelhöhle, mit 
Gamnenzlhnen in zwei knraen rundlichen Chmppen zwischen den inneren Naaen» 
OlfiilUigen. Eine Art vom ChonoS'Archipel. 

Alsopht«), r<. DromlcBS« 

Alster = Elster. 

Altiea = Haltica, Erdflöhe. 

Altin = Faust- oder Steppenhnhn. 

Altl, 8. Döbl. 

Altthier, weiblicher Hirsch nach der ersten Brunst. 
AInate, s. Mjcetea. 

Aliicita h e X :i il !i c t y I a />. Art der Feder motten. Aus der Familie diT 
F e d e r g e i s t c h e n (F t e r f » p h o r i d a e). Mit Nebenaugen. Jeder Flügel spaltet 
sich bis zur Wurael in sechs linieufurmige Federn. 

Alnla, Afterflflgel a. TSgel (Gefieder). 

Alnla (Flntroluiilrnng), a. ZwelMfler.* 

Alve = tckelei. 

Alreelen, s. Seelfel.* 

Alveolen, extracapsuläre. s. RadlAlarfa MiiU.* 
AlTeolen, intraoapsuläre, 8. Radiolarla MQU,* 
AlTeolin^nkalk, s. Foranmlferen.* 

AlreolinidoB Max Sehultee, Familie der Wurzelffisser. 

Alydus calcaratus £*. Aus der Familie der Randwanzen (Coreidae), 8.d. 

Alysia fMtr. Gattung der Braconidae. 

Alytes iragler. F e s s 1 e r k r ö t e n. Gattung der Alytina (<. d ). Frosch- 
lurche mit kleiner Ohrdrüse, vier freien Fingern, schwachen Zehen-Schwimmhäuten,, 
deatlichem Trommelfell, mndw dicker, festgewachsener, hinten vollständiger Zange,. 
Vomerzilhneii. Männchen • dme Kehlsack, Haut mit Knötchen und Höckern bedeckt. 
Art: Fe^^^lerkrtUe. Hebammenkröte (A. obstetricans iMurenti), s. d. 

Al.vtida. Unterfamilie der Kanida (s, d.). Mit Ohrdrftsen. Querfortsätze 
des Sacralwirbels verbreitert. Zehen mit Schwimmhäuten. Gattungen: Scaphiopus,. 
Alytes, Hellioporus. 

Amadla, s. Ecpleapis* 

Amadinn - Spermestes. Di(kschnlil)tlige Prachtfinken. Stark gebaut«', 
etwa zei.si^'grosse Finken mit kurzen Flügeln und kurzem Schwanz. Bewohnen 



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Amalia— Amblyrbjr.ohus. 



25 



gesellig die Grasebenen und Steppen Afrikas, Australiens, Südasiens, nähren sich 
TOB Slmardeat Knospen, Inaekten. Anninthige ZimmenrQgel. Hierher u. a.: 
A. CHütans Gray. SilLerschuabel ; A. nitens Su* inson , Stahlfink, Atlas* 
TOjrel: A. cucuUata (h-nif, kl*»ine8 Elsterchfii . K ;i pp > n I i n k ; A fasciata, 
Halsbuüdiin k; A. punctularia, Muskatvogel; A. maju und A. rubinigra, 
weiss* und schwarsköptige Nonne; A. orysivora, Reisvogei. 

Asalia JlbfN. Tand» Qattong der nackten Landschnecken (Limacidae) 
t. LiDütv. 

Ainuitheiiliie« Familie der Ammonshönu r ( A mnioniti n a). Mit inci-^t 
abgeplatteter und gekielter Schale; die letzte Windung ist breit; die Sättel uteiNt 
sdoDal, eng. Hiener u. a. Gattung AmaltfaenB ümlf. mit A. margaritatns 

Brug. Tn: ^F fHii Lias. 

Analtheus, s. Amaltlieidae. 

Anftra Bon. Artenreiche Gattung der Gruppe: Feronini, einer ünterfamilie 
4er Carabidae, Lanfk&fer. Von HittelgrOese. 
AmnranthTOirel, s. Astrildeu. 

Amaroefliim .V. Edw. Gattung' iltr Polyclinidae (s. d.). 
Amaiitii Uaeckel, Zitzenlose = Monotremata. 
Anauly süddeutscher Volksname fftr den Sander. 

Amazonen, Grünpapageien, Chrysotis. Gattung der Kurzscbwäns» 

'P-ittaci). Tanbf^n- bis rabengrosse Papageien, mit ttkIssi*» <»f'W<>lbtpm . sehr 
kräftigem Schnabel, meist nackter Wachshaut und nacktf in Augnnkreis, freien Nasen- 
]0dwm, vorherrschend grünem Gefieder. Sehr gesellige, gt li'hinge Vögel, gut« Sprecher. 
Sud- tind Mittelamerika. Hierlur u. a.: Chr. amazonica (rray, Amazooen- 
papagei. duukflrrrasfjrün . Kopf und Backen hofli^'fn) , Stirne violett, Schwanz 
oben grün und roth, unten zinnoberroth. Nach dem .lacko dor gelphrigste Sprech- 
papagei; Chr. ochrocephales Bo»/ajf>., Gelbscheitel-Amazüue; Uhr. farinosa 
IHscA.. Surinampapagei; Chr. collaria, weisskOpfige Amazone; Chr. 
oehro] * : < ' ! - Mi 1 1 ti rrel- A mazone. 

Amazoneuameisey Polyergus rufescens, Südeuropa. Hält Sklaven. Siehe 
Ameisen. 

Amazonfnpapafet) s. Anaionea. 

Ambassis Cuner. Gattung der Par.^che (s, d.). Kleine, stark zusammen- 
gedrückte, grossschuppige Fische mit »Midständigcni , sehr vorstülpbarem Munde, 
Jwti hohen getrennten Uückenflossen (die erste mit sieben .Stacheln), dreistachliger 
Afterflosse, domlosem Hauptdeckel, unten mit doppelter SAgekante rersehenero Vor^ 
deckel. Vor der ersten Rückenflosse steht « in klfin^ r nmh vorn gerichteter Stachel. 
Art: A. Com m e rs on i i Cuvier, 4—8 cm; mit siibergÜUizendem L&ngsband. Ostindien» 

Amber, s. Ambra. 

AmlilodipsM P<l. Gattung der Zwergschlangen (Calamariidae). 
AMbljrcephalus KuhJ. = Aspidocerus Füg. Gattung der Nachtbaum- 

lehlanjjfen f Dipsadid ae). Asien. 

Amblymetopou Günther. Gattung der Zwergschlaugeu (CalamaridaeJ. 

Amblyowma amerieanum, amerikanische Waldlaus, eine der ge- 
aieiasten Zecken Amerikas. 

Aniblyopinen. ünterfarailie der Gobiidf^n. Aalförmige Fische mit nacktem 
oder kleinbeschupptcm Kurprr. finrr Rückenflosse, vorragendem Unterkiefer, sehr 
Üeiaen Augen. Einzige Gattung ; Amblyopus. Blindgrundeln; tropische Fische. 
A. eaeculns Bloch. Bengalen und China. 

Amblyopsls Dekay. Blindfisch (griech. amblys stumpf, opsis (i* sieht). 
Gattung der Hürinjsrp. Einzige Art-* k. spelanns Dckatf. Hf)hlenblindfis(li. 
Kleiner farbloser Fisch mit unter der Haut verborgenen Augen, nur in den unter- 
irdidien Gewissem der Hammuthhöhlen von Kentucky. 

Amblyopus, s. Ambijroplnen. 

Ampiyptenis J^^/.^s'. Fossile Gattuntif dt-r SchmHl/schupper, mit kurzen 
Kücken flössen, grossen Flossen. Von der Kohleuformation bis zur Trias. 

Afltblyrhynebns Bett. Gattung der Leguane. Schnauze abgestutzt, der 
Kopf oben mit konischen Hückerchen, am Rücken ein Schuppenkamm, die Kehle 
snadehiibar. Hierher: A. eristatus Beil. von den Galopagosinseln. 



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Amblystouiii— AiuvL«cu. 



Amblystoraa Tschndi. Oattung der Lechriodonta (s. d.). Glatthtatign 

Molche mit grosser, ovalnr. mit der ganzen Untrr^pitp ancrewachsener Zunge, verti- 
kalen Hautfalten, vi«r/ehigen Vorder-, fünfzelil-," ti H interfüssen . dickem, an der 
Basis fast drehrandem, spUtor comprimirtem, um Ende spitz abgerundeten Schwänze. 
Die Gaumenzahne stehen in zwei geraden oder schwach bogig gekrümmten Quer- 
reihen. 21 Arten ]w-kanii{. T^m mehreren Arten tritt di.' Vi-rwandlung nur unte<^ 
anormalen \ erhUltnissen ciii. bei ander<>ii ])tlanzen sieh dir Ijur>'en regelmässi«^' 
fort; dies lÄsst die Auffas.sung dieser Larven uL» eigene Gattung: Siredon, be- 
rechtigt erscheinen. S. Axolotl. 

Amblyteles IJVxw. O.itning der Ichneumonidae. 

Ambos, eines fl.-rdr.'i Oehörkn.ichelchen der Säugethiere. S. Wirbelthiere< Obr). 

Ambra, Amijer. Früher als Aiv.nei , jetzt nur mehr als Käuchennittel in 
iiebraiteh stehende, wacksartige , leicht zerdrückbare Masse, die an den Meeres- 
küsten aufgelesen oder im Meere anfgefischt wird und vom Pottwal stammt ohne 
dass man je.lndi ),< stimmt wü-ste. wo sie sich im Thiete bildet. 

Ambnlacralanhäuge, &. Scewalieu.'*' 

Ambniacralfetder» b. Seeigel.* 

AmbolacrairnsKchen, s. Stachelhäuter.* 

Ambalaeralfurche, n. Haarsterne nnd See-^lerne.* 

AbnlaeralfreMm, s. Seeipol un l Stachelhäuter, • 

Amhnl.Tri ;iipl;i(ir:i Wiiheii, s. Seestene.* 

Ambulacralseite. Seesterne.* 

AmbnlacralüfHtem (.ambulacrum, Platz zum Spazierengehen), ». Stachelhäuter.* 
Ambvlaenilwirbel, s. SeManreasterae.* 

Ambiilatoria MiUn- Edn-avtls. Unterabtheilong der Asselkrebse * die 
Scbwanzschildas-^rln. w , ., r In und Landasseln umfassend. 
Ambystiden = Amblystorniden. 
Ambystoma = Ambly.stomii. 
Ameise, l lutrothe, s. Ameiseu. 
Ameise, l'iatinrothe. «j. Amelsen« 
Ameise, gemeine, s. Ameisen. 
Amalf rothe, s. Amelsen* 

Amei.sen (Formiiidae Latr., Formicaria). Familie der Aculeata. vt">n 
hoher psychischer Entwicklung', die es .selbst bis zum Gedächtniss und Meinunsfs- 
austausch gebracht hat. Geflügelte Männchen und Weibchen, flügellose Arbeiter 
Ton geringer«>r GrOese; die grossköpfigen als Soldaten bezeichnet. FlÜder ge- 
kniet, mit kurzem Schaft: Augen beim MUnnchen gross, bei den Arbeitern klein 
od- r fehlend; Ocellen gleinhfnlls den Arbeitern oft fi lil' T"]- Oberkiefer kritfti«? vor- 
springend, Unterlippe mit grossem Tastei-träaer und kieiuer Zunge; Kiefertaster 
1— 6gliedrig. Lippentaster 2— 4gliedrig; Proworax der Arbeiter. Mesothorax der 
Geschlechtsformen gross; Vorderflfigel mit einer Cubitalzelle, hinftillig-, Hinterleib 
auf driTi . rsten oder ersten und zweiten Gliede mit Schuppe, oft tief abgeschn in t : 
Cjlttchei vielfach verkümmeiT. Aus der an hochinteressanten Thatsachen und Be- 
obachtungen überaus reichen Lebensweise mögen einiije Züge hervorgehoben werden: 
Die Ameisen bilden Staaten und halten liiist*' i Myrmecophilen) und Sklaven; 
sin bauen TnächtiLr»' . Am» ix idiaufen" bis 2 m Höhe in tm' r< ' h»' Bäume unter der 
Eide, unter Steinen und in Holzstücke; sie besitzen durciikreuzende Gänge mit 
Haupt- und Nebi'iipforten , und oft Tunnels, die sie Abends und bei Regen ver- 
rammeln; ansserdan besmrgen die Arbeiter auch die Fütterung der Brut und das 
Umhertragen der Puppen, namentlich das Sonnen derselben. Im Fi-ühlinge sind 
meist nur Arbeiter, wenn Eifr und Larven vorhanden, letztere als Nachkommen- 
schaft des vorjährigen AVeibchens. Sie werden von jenen gepflegt und aus ihnen 
entwickeln sich dann alle Geschlechtsformen; die Begattung erfolgt in der Luft 
( Ameisenschwärme), worauf dem Weibehen die Flügel abgerissen werden; es wird, 
falls •> b^frncbtft ist. von Arbeitern in den Bau geschleppt, oder wandert mit 
ihnen aus, um neue iStaaten zu gründen, oder gründet diei>en aliein, indem ea bis 
zum Erscheitten der Arbeiter alle Arbeiten selber besorgt ; oft wird es selbst nach 
der Eierlage aasgeja;,'t ; ein Theil Lrcht dlirdi Vögel /u Grunde. Die Entwicklung 
der T.'u'V dauert bei 14 Tage; die Verpuppung geschieht in einem besonderen 
Oocon (Ameisenei). Sie vertheidigeu sich durch Beissen und das Ausspritzen 



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tiner riecbenden Flüssigkeit, der Aiaeisensäure (Acidum formicarium). Dire NaU- 
nmg besteht in Pflanzenstoffen und todten tbieriseben Resten, sie benaf^en insbe- 

sonders Bläthen, Früchte, Würmer und Raupen und halten sich BlatÜtiuse um 
des Honii:rs:iftt s willen als Honigkühe in d- n Wolm untren. Sind dio«p zu schattig, 
f&acbt, zu nahe an feindlichen Staaten oder an störenden Einflüssen, so uniernehmen 
ae Wandernngen ; manche sind aacb kriegerisch und unternehmen Beutezüge ; viele 
halten einen Winterschlaf und Tropenformen sammeln mcfa VorriUhe. die sie in 
klujtrster Weise vor Zei*stömnfr si hüt7:en. Manche «^ohöron trotz ihrer geriüjfen 
Gross« zu den lästigsten l'la^'cii d*r Wnhntmgen und siliMdon narnfnllidi in 
Girten und Zuckerpluntugen; andere dieiieu Thieren zur Nahrung, zu Bädern, zur 
Berätmig des Ameisenspiritns und werden des Honigs wegen aufgesucht (Hyr^ 
Diecocvstus). Man kennt bei 1000 Arten, die alle LUnder, insbesonders aber die 
Tropen bewohnen. — Literatur: Andr^, Species des Hymenoptöres. Beaune II. 

im ff. f>. T. 

Die Familie der Ameisen iSsst sich einmal (obwohl Ford dieae Sintheilung 

yem-irft) in zwei Gruppen scheiden, in Ameisen mit zweigliedrigem Hinterl«b- 
>tiel und solche mit eingliedrigem Hint«rleibstiel , letztere wif»der in solche, 
deren eigentlicher Hinterleih zwischen dem ersten und zweiten liliede nicht ein- 
xeschnfirt, nnd solche, bei denen dies der Fall ist, so dass man Mjrmjrcina, 
Formicina und Pouerina unterscheidet. 

Die Uiiterfairiilie der Ponerina, Stachelarneiseii (mit eingeschnürtem 
Hinterleib) ist vertreten durch die Gattung Ponera Latr., Oberkiefer der 
schmal, ungezähnt. Auf dem zweiten und dritten Hinterleibsringe befindet sich 
nad feine Raspel als Stridulationsapparat. In Deutschland drei Arten. Zahlreiche, 
darunter sehr crros-;e Arten in den Tropen. Hier sei erwtthnt: P. COntracta Latr, 
la kleinen Siedlungen unter Moos und Steinen. 

Die ITutertamilieder Formicina, Drüsenameisen (mit nicht eingeschnürtem 
Hinterleib) ist durch die folgenden Gattungen vertreten: 1) Formica L, Sllmmt* 
liehe Erdbaue errichtend. Hierher u. a.: F. rufa L., Waldameise, Hügel- 
ameise, rothe Ameise, errichtet grosse Hügelbauten, liefert die sog. .Aniei«;*»n- 
eier"; F. sauguiuea irntr., blutrothe Raub-Ameise, hillt F. cunicularia 
und F. fusca als Sldaven; F. congerens XyL, brannrothe Ameise, mit bc 
hsartem Auge, liVii% auf Waldwiesen: F. fusca L., gemeine Ameise; F. cu- 
nicnlaria L.. auf Wiesen abhängen. — 2) O.impnnotus Ma^ir. Hierher: C. lier- 
cQlanus L., Rossameise, Riesenameise, in Gebirgswäldern; C. ligniperdus 
l^r,y lefft ihren Bau in Tannen- oder Fichtenstümmen an. — 8) Polyergus Lafr., 
mit der deutschen P. rufescens La/r., hält sich Form, cunicularia und 'fusca 
als Sklaven. Hir Bau hat nur einen Eingang. — 4) Laslus Fabr., H^cker- 
Drüsenameisen mit: L. niger L., schwarzbraune Ameise, L. fuliginosus 
iafr., Holzameise, L. flavus Fabr., gelbe Ameise, deren Biss sehr schmerzt. 
Die Lasiusa rten bauen in der Erde und in Baumstftmmen, Felsspalten , Mauerritxen. 

Die l'nterfumille der Myrmicina, Knotenameisen (mit zwei.q'liednLrnm, 
iWetknotigein llinterleibstiel), weisen auf die Gattungen: 1) Myrmica L<itr., 
nüt M. laeviuüdis rothe Knotenameisj^, sehr gemeine Art. — -) Leptc- 
tkorax Manfr, mit L. unifasoiatus Xo^*., unter Sternen httufig. — 8) Tetrap 
morium Mayr, mit T. caespitum Latr., Rasenameise, sehr bissig, baut auch 
in Häusern. — 4) Atta Fabr.^ mit A. structor Latr,, auch nach Deutschland 
verschleppt. 

Interessant sind in vielfacher Hinncht mehrere exotische Ameisen. Die 
^on oben erwähnte sttdeuropäische, bis ins Rheinthal vordringende Amazonen- 
ameise (Polyergus rufescens) ist dem Beobachter, dnrch die Art, wie sie fremde 
Baue überißt und Gefangene macht, merkwürdig. Interessante Mittheiluugeu 
machte uns Mae Cook ttber die ackerbautreibende Ameise (Myrmica moli- 
^cans), die im Umkreise ihrer Siedlung regelrechte Strassen und Wälle anzu- 
l'^gen und Rrmlich Ackerbau m treiben versteht. Die Reisenden Südamerikas 
bissen uns von den Raubzügen der Zug- oder Visitenameise und ihren üeber- 
fiüloi menschlicher Wohnungen zu erzählen und erfahren wir, dass verschiedene 
Arten der Ameisen da und dort zur wahren Landplage werden kOnnen. Dr. K. 

AmeiseB« weisse» s. Termiten** 



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Ameisenbftr— ^nunenzooid. 



Ameisenbnr, grosser, kleiner, a. Xjrmeeophaga. 
Ameisenbeutler, s. MjrmeeoMilt. 
Amelsenei, b. Ameisen.* 

Ameisenfresser (. V e r lu i 1 i i g u i a ) . F auiilie der Zahnarmen. Lungge- 
schwSnzte SKagethiere mit sehr langer zugesititzter Schnauze, mit weit vorstroek- 
barer dünner wurmförmiger Zunge (mit Ausnahme von Orycteropus), ganz feh- 

lendfii Ziilintii. kleinon Augen, kurzen krilftigen Grabfüssen mit langen Krallen. 
Nächtliche tropische Thiere. Gattungen: M yrmecophaga, Mauis, Orycteropus. 
Ameisenfresser, echt«, s. Myrmeeopbaga. 

Ameisen frosser, grosser, kleiner, zwei/.ehiger, g. XynMCOplUlga« 

Amelsen freunde, s. Myrmecophilen. 

Amelteng-Iste, Hyrmeeophilen. 

Amelsenigel, borsligrer, s. Echidna. 

Ameisenigrel, stachliger. Kchidnn. 

Ameisenjangern, s. Ameisenlü>^en. ' 

Amelseuklinige Anieisenvöpel. 

Ameisenlöwen (Myrmeleontidae. A meisen Jungfern. Megaloptera. 
Burni . pp. B r e i t f 1 ü g 1 e r. A f t e r j u n g f e r n ». Familie der P 1 a 1 1 f 1 ii 1 c r. Kopf gross, 
senkrecht, Fühler an der .Spitze, kolbig erweitert, Vor<lerbru.st lialstormig, Mittel- 
brost gross, Flügel gleichartig, Lanren in selbstverfertigten Trichtern, mit Saug^ 
Zangen, Puppen in Gespiiinst. Gattungen: Myrmeleon//., Ascalaphn8/Vi6r. q.s. w.* 

Ameieensäare s. Ameisen«* 

AmelMBseharrer, s. Xyrmeeopliaga. 

Amelsenschwärme, s. Amelsen.* 

Ameisenspechte — Grünspecht (Gecinus), 

Ameisen vögel , Formicarii*lae. iMyiotherae. Familie <ler Sperlings- 
vOgel. Der Schnabel meist kürzer als der Kopf, die runden Flügel auffallend 
kurz, Nasenlöcher naekt, c^e Borsten. Verdanken ihren Namen der Jagd auf die 
wandernden Ameisen. Sllromtliche über 200 Arten in Süd* und Centralamenka.s, 
wo sie die zusammenhängenden Wttlder der Ebene bewohnen. Fliegen schlecht, 
laufen aber sehr gut. Leben vorwiegend von Insekten. Hierher u. a.: Gatt. 
PyriglenaCofr., Feueraugen (mit geradem, an der Spitze gekrtbnmtem Schnabel), 
Art: P. leuooptera Scl.^ Brasilien. Grallaria, A meisenkOnige; Art: Gr. 
rex Jiurnt.. mit durchdringendein Schrei. Pteroptoehus. Tapacows; Art: H. 
megapodus c. KiUliU, mit auffallend grossen Füssen, recht kümmerlichen Flügeln. 

AmetTeii, «. TeJneMeehsen. 

Amerikanische Fauna, s. Fanna. 

lAmerikanische Ferelle, s. Brook-trout. 

Amerifcaalsehe Kaee, s. Mevseh. 

Amerikanischer Kreazfnchs, Fneks* 

Amerikanischer Wolf, s. Wolf. 

AneftalMly s. Insekte».* 

Ametabola, Verwandlnngslose = Aptera, Ungeflftgelte. Ordnung 

der Insekten. 

Amethystschnecken (Janthinidae). Fiimilie iler Federzüngler. Schale 
dünn, deckellos; Augenstiele und Tentakel, Fuss mit blasigem Fortsatz zur Brut* 
pflege; sondern Farbstoffe ab. Gattungen: Janthina LaM., Recluzia /Vf.* 

Ametrydp, s. Ynmpyrlna. 

Amidae, s. Kahltlsche. 

Amixie, Nichtvermischung, nennt Weissmann die geographische Ab- 
geschlossenlieit thierischer Individuen, welche deren Kreuzung mit gleichartigen 
Itidividuen eines anderen Wuhnbe/ärkes aussohliesst. (lf>imMMMM8 Einfluss der 
Isolirung auf die Artliildung. Leipzig lf^72.) 

Amme, s. Ammenerzeogung und Fortpflansnng (Genorationswecbsel). 

Ammenerzeugiing, bei verschiedenen niederen Thieren auftretende Art der 
Zeugung. Itei welcher aus dem vom Hutterthier gelegten Ei vorerst kein den El- 
tern ahnliches Individuum, sondern eine von diesen verschiedene Thierform (Amme) 
hervorgeht, welche auf dem Wege ungeschlechtlicher Zeugung Nachkommen er- 
zeugt, die erst wieder die anfängliche elterliche Form besitzen. S. Quallen, 
JHolliiskeii, Würmer, Fortpflanzung (Generationswechsel). 

Aamenseoid (See lex) •. Baadwirmer.* 



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Ammer— Ammothea. 



29 



Annierfliiken, Passerellinae. Unterfamilie der Finken. Den Anunem 
auch in ihrer Lebensweise sehr nabesteheade amerikanische Finken. Hierher u. a. 

■df'r Soll n f^f vo oi]fr W i n t o rn m ni e rf i n k f.Tuiifo hinm a Ii-' der im 
Norden bis in die Polargrenze vorgeht, der W e i s s h a i s s p e r ii n g oder B äff che n« 
«mmerfink (Zonotrichia albicollis), der im ganzen östlichen Nordamerika 
^tmeiii ist. 

Ammerlerchen, s. Aland». 
- Ammenreber, s. Webervögel. 
Ammieola, a. Hydrohta. 

Aramocootps Querder, die Larvenform der Neunaugen (s. d.). 

Ammodytes .1/-^ SandMal*'. TJnttungder Schlan tTpnfiscbF fO|»hidiidae). 
Lange, walzige, klcinbeschuppte Fische mit vielen i^chrägen Felderu am Bauche, 
olme Bauchflossen, mit sehr langer, von der Schwann^osse getrennter Bücken* und 
Afterflosse. Der spitze Unterkiefer ragt über die obere Kinnlade weit vor und ist 
gleich di' St r zahnlos. Die Stellung dieser Ordnniifr ist eine sehr zweifelhafte. 
Lfben an flachen, sandigen Stellen der Küste, schwimmen nacii Art der Aale, 
^aben sich mit dem vorragenden Unterkiefer beim Rttcktreten der Flut ausser- 
ordentlich rasch in den Sand ein. Der erstaunlich weit aufreissbare Mund «iirnt 
trefflicln r Farirrapparat. Tm Frühjahre ziehen sie in Menge nach dem Brake 
jijfewässer, um zu laichen. Arten: I i V lanceolatus Lesauvage, grosser Sandaal, 
Tobiasfisch, 2U— cm lang. Am i'tlugscharbein vorne zwei spitze Zähne, mit 
170 aehrftgen Feldern an den Seiten. ljk»rd- und Oetsee. 2) A. tobianus 
kleiner Sand aal. 15— 20 cm. Pflugscharbein zahnlos, mit 130 schrügen Feldern. 
Ab allen Küsten Europas. 

Ammoinanos cinctura, Sandli-n h«». 

Amiuüiiitidae, Familie der Tetrabrunchiata. Sipho randstaiidig; Septeu 
vielfach gebogen, mit Sattel und Lappen, in der Mitte meist nach yorn convex. 
Nur fossile Formen bekannt; eingeschlossen finden sich Aptychen und Anaptycheu, 
räthselhafte Bildungen der verschiedensten Form. J/. Neumai/r nimmt Oat- 
tuügen an und ordnet diese in 4—5 genetische Reihen, welche von den älteren 
tXL den jüngeren Schichten aufsteigen. 1) Arcestiden mit glatter oder quer- 
gefalteter, gerippter oder Iliugsgestreifter Schale. Eindruck der MantelHUche auf 
ipm St' iükerii der Wohnkammer oft sehr deutlich. Diese Reihe geht von den 
Goniatiden aus und umfasst: Globosi QitenUeilt, Tropites Mojsii.f Acnes Laube, 
Traehycerus Laube, Plicosi Beyrich — sftmmtlich aus der Trias, Amalthei, 
Buch im Jura und Cristati QuengUäi in der Kreide. 2) Tropitid«Mi. die 
lial. mehr w> iiigor reichlich ornamentirt, die Radialrippf oft geknotet 
oder bedorat: Runzehi und Manteleindrücke gar nicht vorhanden. Dieise Reihe 
beginnt von Ceratites und umfasst Tropites Mojsis,, Acnes Laube, Rhabdo- 
ceras Hauer, Cochloceras Hauer — ulli' von der Trias. 3) Ly toceratiden, 
mit einfachem Mündungsrand, kurzer Wohnkammer. Mit Lineati Quensfrdt, 
Heterophylli Quensferif in Trias, Jura und Kreide. Hnmites, Turj ilit' s und 
Baculites nur in der Kreide. 4} Aegoceratiduu imi rings gezackten Loben. 
Umfaitsen: Arietes Bueh^ Gapricorni Bueh im Liae, von wo aus sie sich spaltet 
in die Harpoccrutiden mit Falciferi Buch, Denticulati Quenstedt im Jura. 
Ligati Qiuftstedi in dw Kroide und in die Stephanoceratinen mit Coronarii, 
Coeloceras Htjall, Macrocephali Buch, Ornati Buch, Parkinsonii Quenstedt, 
Ancyloceras Orhigny, Baoulina Orhigny, Planulati Bu«h im Jura, Hoplites 
S'eumayr, Sotomageuses Quemtedt, Armati Bueh, Scaphites, Orioceras, 
Heteroceras in der Kreide. 

AmiHOBshomer = Ajuuiouitidae.* 

Aanoperdix, «. Felseahnlin« 

Ammophlla sabolosa, L., gemeine Sandweepe, e. Grabwespen. 

Ammoptila cli aradroides -- Hyas aegyptiaca, Krokodi 1 wächtor. 
Aus der Familie der Regenpfeifer. Steht in frcundschaftlirheni Vi rlialtniss /um 
Krokodile, dem er Eerbthlere und Egel vom Leibe und aus dem Rachen nimmt. 

Ammothea Leach. Gattung der an die Milben sich anschliessenden kleinen 
Gruppe der Pjcnogoniden. Axt: A. pycnogonoides Quatr, 



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30 



Ammotamgiu^Amphiduu. 



Aiimiolrugus tragelaphus Desmare^f , 3Iähneiischaf, s. Ovis (Trage- 
luphux. Uebergangsform von dea Schafen /.u den Ziegen. 

Amnicola — Acrooephalus melanopogon, TamariskeiiTOlmXiiifer. 

Ailinioil , Scbafhnut, Frnchthaut , Wnssorhaut, h«'isst die secundiire 
HüI1> . wie sie bei den Amuioten (Reptilien, Vöge], iSäugethiere) sich bildet. 
S. Säugctiiiere. 

Aniiloten, s. AmiüOB. 

Araoebidae. Amöben, Atricha Hör. Rhizopoda nuda, Infusoria 
rhizopoda; Athalamia. »Protetis" der Alten, Familie der Forain i n i 1 <■ r a 
lobosa. Körper nackt mit verschiedenst gestalteten JScheiufüsschen; iihneln Ent- 
wiekltuigsfitftdien von Pilzen u. s. w. Heist Süaswasserformen, einige laadlebend. 
Gattungen: Amoeba Ehrenb., Protamoeba //ioMAr., Hyalodiscus Uertw. u. La98.f 
Leptophrys lieriic* u. J>M., Petalopus C/ojp. u. Lacim,f Podostoma Clap,n» 
Lachm. u. s. w,* 

Amoebiiiiiim parasiticnm denkowski. Pftrasittsche Sdilttnche verschiedener 

Asseln und Krebse, Ton Cienkouski den Pilzen zugetheUt, in ihrer Fortpflanznngs- 

art an die Gregarinen und deren Cvittii frinnenid. 

Amöbo'ld werden Zeilen, l'rotoplasmasubstanzen genannt, welche amö- 
boide Bewegung, d. h. den Bewegungserscheintmgen der Amöben ähnliche Be- 
wegung Bnssem. S. Zellenlehre. 

Amorphoson fUainr., s. SchwiSmine. • 

Aniorphozou Jir. (griech, a-moqjhos gestaltlos, xoon Thier), s. Urthiere. 

Ampedtts (griecb. ampedän, in die Höhe springen). Gattcmg der Spring- 
käfer. Die langgestreckten Larven leben unter der Kinde abgestorbener Büume, 
wahr^^ li* iiilicli von Larreu anderer Insekten; die Kttfer im 8pät&ühling auf 

Doldengewächsen. 

AiBpelidae. Seiden schvanzartige. Familie der Sperlingsvögel. Mit 

kaum mittellangem, etwas breitgedrückteni S lmabel, mit sanftgebogener Firste, 
Flügel /i< niliob lang. V(m dm zehn Handschwinijen ist die » rste sehr kurz. 
Kleine, liir die antarktische und palüarktischo Region charakteristische Familie. 
Gattung: Ampelis L. = Bombycilla VieilL, Seidenschwänze mit A. gar- 
riila L. Im hohen Norden Europas und Amerikas; im Winter kommt er zuweilen 
nach Deutschland. 

AuiphacantuR. s. Teuthls. 

Ampharete OrnM Miümgr. Borstenwürmer ans der Gnippe der röhren- 
bewohnenden Folychaeten (zur FamüieTerebellidae). Grönland U.Spitzbergen. 

Amphechiuus Aifniarr'. Fossile Gattung der lifel. Aus dem miocenen Tertiilr. 

Amphihaiiius C'o^e. Fossile Lurch Uattung der Glanzköpfe (Gauocephala, 
Archegosauria). 

Amphibia, ü. Lnrelia« 

Ainphibia ecaudata = Fro^chlnrche* 

Amphibienschneckey s. Sueciiiea. 

Amphibi6t!ea. Gruppe der vierflü gel igen Geradflüg) «r. Larven im Wasser 
lebend und durch Tracheenkiemen athmend. Familien: Afterfrühling.sfliegen, Per- 
lidae; Eintatr'flif'gen, Ephemeridae und Wasserjungfern, Libellulidne.* 

Aiuphibolu (griech. zweideutig) Üchuhmcher = AmpuUacera (^uoy u. 
Gaim,, ab Thalassophila Unterordnung der Lungenschnecken. Lebt im 
Sand und Schlamme des Strand* und Brackwassers Australiens und Neuseelands; 
wird gogr^scn. 

Amphibolurus WayUr, Gattung der Erdagameu. Art: A. ornatus 
Gray in Südaustralien. 

Aniphlchnennion, h. Sorictis Pouirl. 

.VmphicooHa (ßu en (griech. boiderseit« hohlp) Teleosnuri i <7/Y/y7V. Fos- 
sile Krokodile der Gavialidae. Die VViibelkürper sind an der Vorder- und 
Hinterflftche concav. Hierher Teleosaurus (s. d.). 

.4mphicyo]i Lartet — -\rctocyoti Jilainv. Fossile Gattung der Bären- 
liunde ( Aretoe\ oni n aV T< rmittelt den üebergang zwischen den Hunden und 
Bären, liu MiiH . n von Sansan. 

Ailiphidaüiä betularia 1.. Birkeuspanner. Schmetterling aus der Fa- 
milie der Spanner (s. d.). 



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Ampiudesma^Amphisbaena. 



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Iniphidesma Lam. — Semele Schnm. s. Telllnldae* 
ImpbidetDS, s. Echinocardium. 

Amphidi9k«ii (griecb. amphi beiderseitü, diskoB Schild) Doppelr&der, b. 

Amphidroin (doppelläuü^; nennt man Oonchylienarten . von welclien 
tick Ltdividaen mit recntf- und mit linksgemindener Schale in ziemlich gleicher 
Zabl finden. 

Amphi^eii sind Zengongsstoffe, welche keinen ausgekrochenen Geschlechte' 

charaktpr zeigen. 

Amphigerontia Kolbe. Gattung der Holxlüuse. S. d. 

Amphiglossvs Dum. Bibr. Gattung der Diploglossina Gray. Glattbe> 
M;hui)pte Eidechsen mit kurzen von einander entfernt stehenden Füssen, zahnlosem 
Gaumen, geraden compressen Kifferzahnen. Die Zunge ist vome glatter, hinten 
schuppig. Ajrt: A. astrolabi iJum. ßihr. 

£iipbif^iiie ffatekel = geschlechtliche Fortpflanzung und Verschmelzung 
iwtm versrhif<lf'ii-'n Zellen : Ei- und Samenzelle. 

Anphigonug, s. Aniphieterlnm« 

Amphihella, s. Ocnliniden. 

Anipitileptus. Infnsoriengattung, deren Individuen anderen festsitzenden 

Infusorien (Epi styl is, Ca r cho^iniii i naolistellen und diesdbt ii Iiis an den Ursprung 
des Stiels in sich hineinwürut ii , worauf sie. wip eine Ausstüljuing des Stiels, eine 
Kapsel ausscheiden und sich iii zwei oder iDtbrtre Indivuiuen /Artheilen. 
Amphimerjx, s. Hoplotherium. 

Amphiiieura (griech. doppelnervige) v. Jherhi</. Zwisohen den Mollusken 
und" Würmern stehende niedere Thiere mit zwei Hauptnerven stammen jederseits. 
Hierher die Chitoniden und die Gattungen: Neomenia, Chuetoderma. 

Amphlnome« ». Amphinomidae. 

Amphi II omidae Sar. Familie der F.. rrsten Würmer. Plumpe, hllufiix hwni- 
üirbige Würmer mit charakteristischer kammförmiger Hautfalte über die Mitte der 
ersten Segmente (Kopfkarunkel), kleinem Kopfe, kieferlosem Schlundkopf. Yor- 
nicgend in den tropischen Meeren. Gattungen u. a. : Euphrosyne «Sair., Ghloeia 
Sar., Sirione Khih., Hermodice Kinb., Eurythae Kinb.l Notopygos Cr/*., 
Amphi 00 me Brug. 

Amphioxns, s. Laniettflach. 

Ainphipeltls. Fossile Gattung der Bingelkrebse, aus dem Deyon. 
.imphipeplea Nils. Mantelschnecken (griech. amphi i-ingsum, peplos 

Mantel). Gattung der Limnaeidae. Der wfit ans der Schale hervorragende 
Mantel umhüllt zurückgeschlagen fast die ganze Schale. Die hornartige, fast gaiu 
kuglige Schale mit ganz kleinem Gewinde. Art: A. glutinosa A'äa^ Schale sehr 
ürt, dfinn, glänzend und glashell. Von den 1: \>i< vier rasch zunehmenden 
Windungen bildet die letzte fast allein die Schale. In Sümpfen des nordwestlichen 
Earopa. 

Aniphipleura Haeckel. Unterabtheilung der Ailopul« l/aerkcU. 
Amphipnenst« Merrem = PhanerobraiMSbia (Amphibien). 
Aniphipneu.sta (Doppelathmer) Wugnwim. Zweifelhafte Holluskenfamilie,. 
aof di'- Gattung' 0 n (.-Iii JiuTn Viasirt. 

Amphipuoa 6chw., s. Luagenschnecken. 
AnpUpoMS» s. Symbmnelilda«. 

Amphfpoda Latr. (griech. amphi beiderseite, j)ou» Fu.«><, Flohkrebse.* 

Amphiporidae, einzige Familie der Enopla (S. hnurwürmer). GattHnfren: 
Amphiporus Khrenb., Drepa nophorus Ehrenb., Tetrastemma Ehrenb., Froso- 
rkochmus Kef,, Nemertes C^., Prorhynchus Mteh, u. s. w.* 

Amphiprion bifasciatus Bl. Knochenfische der Unterordnung: Acanth' 
opteri, mit verwachsenen unteren Schlundknochen. Zur Familie der Foma* 
ceutridae. In Neuguinea. 

Ampliirrhinen, Faarnasen, heissen nach Haeekel olle Wii-belthiere (mit 
paariger Nasenbildung), die Amnionthiere und die Amnionlosen , mit Aus^ 
nähme von Amphioxus und den C v dosto me n. gei^enüber den Unpaarnasen 
oder Rundmilulej II, Monorrhina, m\i einziger Nasengrube. 

Ampkisbaena, e. Doppelschleicheu. 



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32 



Amphisbaenida— *A]i^yiiodoiitidiie. 



Amphlsbaenldae, s. IloppeUchleiehen. 

Amphistle Cuvier, Gattung der Gasterosteiformes. StichliugsHrtige 
Knockenfisobe mit gepanzertem Bfteken, weit nach hinten stehendem Buokenfloesen. 
Art: A. s nt ita L., Ostindien. 

Amphisorex Linneanus Cros<i>ini^ lOdiens, WasüerspitzmRus. 

Amphistoma Jiud. (griecb. Dopptimuud). Gattung der Saugwürmer. 
Mit Suugnapf an beiden KOrperenden; der am hinteren Ende sehr gross. Der 
Sehhindkopf mnacnllto, die Speiseröhre contractil, das Gefilsssystom sehr reich mit 
Wimpern vorsehen. Bpi vielen Arten Opneratlon*JWPch>el. Vermögen sich mit 
dem grossen hinteren Baugnapt anzuheften. Leben in Säugethiereu, Vögeln, Rep- 
tilien, Fisch»!. Arten; A. eonionm, Zapfenwarm, besonders im Frühjahr häufig 
im Pansen des Binclo. im Hirsch, Reh; 3 mm. lang, rdthlieh weiss; A. trnneatum 
in der Kat/e. im Tuchs : A. s u Im-1 a v a t u m , als Tyan'e in <ler SiLsswassermiischel 
Cyclas Cornea {in der Form von Sporocysten oder itaedien), dunu als Cercarie 
auf der Aussenbaut von Plaaorbis nitidus, geschlecbtsreif im Darm des Thau- 
froBChes und anderer Froschlnrche. 

Amphitckt (griech. von zwei Seiten her geschärft). Damit bezeichnet Uaecktl 
ein durch zwei angeblich lauge, rechtwinklig sich kreuzende Darohmei>äer in vier 
congruente Vielecke zerlegtes Polygon. 

Amphttherium Blaim, = Amphigonus Agass. — Thjrlaeotheriam Ow» 
Fossile Gattung der Beutelmarder. Mit (fast diirehwegs zweiwnrzeUgen) sechs 
PrÄmolaren, sechs Molaren. 

Amphitragulus Croizet. Fossile Gattung der Zwerghirsche. Mit sehr 
grossen Eekztthnen. 

Arophitroch, >. Bor^tonwBrmer»* 

Arophinma» s. Aalmolche. 

Amphlumlda, s. Anlmolelie. 

Amphiura (Ophinra) Forhe.^. Gattung der Ophiariden. Soesterne mit 
beschuppt» r Scheibenrückenseite. sehr schlanken Armen mit kurzen Stacheln. Arten: 
A. filiformis O. J. Müller ^ A. braohiata Montagu. Auf Sandgruud , 15 bis 
Faden tief, Nordsee. 

Amphizoidae Le Cmte. Familie der Käfer. Bildet <L n Uebergang von 
den Tiauikäfem ZU den Tanchkftfem. Einzige Art: A. insolens la Conte. 
üalilbrnieu. 

Amphodus PeUrm. Gattung der Hera iphr acLida (s. d.). Froschlurche, 
in ihrem Aensseren an die Gattung Hylodes erinnernd, mit herzförmiger, ringsum 
bis auf einen schmalen freien Rand angewachsener Zunge , Ziihnen im Zwischen-, 
Uber- und Unterkiefer, an den Gnnmenknochen und am Keilbeine, deutlichem 
Trommelfell, ohne Ohrdröseu, mit wohleniwickeiten Haftscheiben an Fingern und 
Zehen, an letzteren sehr kurze BindehKnte. (Diese Gattung schliesst sidi an 
Hemipbractus an, doch mangelt ihr der Schädclpauzer , der vielleicht erst bei 
ganz alten Stücken sichtbar werden mag.) Eine Art aus Bahia bekannt. 

Anipullaria, 8. Sompfschnecken. 

Ampvllaridae, s. Doppelathmer** 

Ampallen, s. Ohr- und Gehörorgane. 

* Ampullen (ampulla Flaj^che), Stachelhäuter. 

Amsel, s. Tnrdns. 

Ämselmerle = Amsel. 

Amselmöve = Trauerseeschwalbe, Hydrochelidou nigra. 
Amya, s. Kahlflsch. 

Amynodon ^oieund O^bmm, Fossile Nashorngattung. S. Amynodontidae. 

Amynodontidac ü. SroU und //. F. Oshom. Fossile Familie der Nas- 
hrirner. Gattnnffen: Aceratherium (s. d.) . Orthocynodnn f^cntt und fhhorn. 
Gleichfalls hornlos. Aus dem mittleren Eocän von Wyoming. Abs Stammväter 
der Nashörner betrachten Scott und Osborn die Gattnng Hyrachyus, von der 
folgende Stämme ausgingen: 1) Triplopus (mittl. Eociln): 2) Diceratherium 
(unteres Mioelht); Hyracodun (unteres Mioclln); 4) Derm at otherium (Eocän), 
Tapiravus (unteres Miocän), Endform Tapirus (noch lebend); o) Ortbocynodon 
(mittleres Eocän), Amynodon (oberes Eocän), Acerotherium (unteres Miocän), 
Oerathorhinus (mittleres Miocän), Endform Bhinoceros (noch lebend). 



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AnjatM ^ Aaatidae. 



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i.mjstes, s. Lacertidae* 
lüftbas, 8. LabyriDthflMhe« 
Anabates, s. Anabatidae. 

AnabatidAe* Amerikanische Baumläufer. Familie der Öperlinffs» 
TSgel. Selmabel immer an der Spitse Mitlieh zosttmmengiedrüolEt. Von den zehn 

Handschwingen ist die erste so lang wie die fibrigen. Die den Lanf TOrne be* 
deckenden Quertafeln umgreifen ihn so, dass nur ein schmaler Streifen frei bleibt, 
lieber 200 Arten, fast alle auf die neotropische Region beschränkt. Insektenfresser. 
Bewohner des Waldes. Von den Gattungen seien erwähnt: Anabat es Temm. 
Sduiabel stark, kaum so lang wie der Kopf mit A. cristatus Spix. Brasilien; 
Anumbiii- lychh., Schnabel zierlich, kürzer als der Kopf mit A. frontalis 
l/Orb.] Fur i arius Vieill. Töpfervögel. Schnabel unmerklich lilnger als der 
Kopf. Bauen aul Bäumen grosse melonenfürmige Lehmnester, i. rulus D'Orb. 
Of«nTOgel. Brasilien. 

AaaUeps, s. Zahnkarfen. 

Anaeampyl! (rückwärts gebeugte) Qnemtedt. Brachiopoden, deren Splr.il- 
aruie mit der freien Spitze der Spirale nach aussen und ein wenig nach der Bauch- 
wte gekehrt sind. 

Anai kiifhlni, s. Weichflosser* 

AnacbjtiSy s. Ananehytes. 

Aaaeonda, s. BoaBehlangen. 

Anadromus Sandberger = Bulimus proboscideus Matheron. Längst 
bekaimt»' , hühnereiu'rn'^se Landschnecke. Liinglich kuglig. Die letzte Windung 
äkigt am Ende autlallend nach oben. Aus der mittleren Kreide in Südfrankreicb. 

Auüiulc, Blutarmuth. 

Analader, s. Zwelllllgler«* 

Analanhäng>e fAppendices anales)» 8. Insekteik* 
Analblasen, s. Slernwttrmer.* 
AnaldrDseBy a Gliederflitser«* 

AnnldrQsen, s. Insekten.* 

ÄJl&ilanio'idhn Mihie E<iuanis (Branchi ata //j/a-Zf//, Anamniota Haerkd, 
niedere Wirbelthiere C. Vogt) heissen die Fische und Amphibien, bei deren 
Intvioklung Amnion- und AUantoia-Bildnng nicht stattfindet. 

inalplfltte, s, Seeigel.* 

Aaalplatten, Afterplatten, s. Sehlldkröten. 

AaalsehtMy Afterachild, «. XUeeiMn und Seklangei« 

Aaalslpho, Mnsrhelthlere»* 

Aaamnia, s. AnallauioXdlea. 

laanlata, s. AnallanteTdlea. 

ABancliytes Lamarck = Echinocorys Breyn, Helmsteine. Fossile See- 
igel aus der Kreideformation Muiifl und After excentrisch. wodurch sie den S))atan- 
^den nahestehen, während die nicht vertieften, ununterbrochen vom Wirbel zum 
Hund gehenden Ambnlakralreihen sie zu den re^lmftssigen Seeigeln stellen. Hierher: 
Ä. OTatuB L. Hfihnereigross. Leitendes Fossil ftr weisse Kreide. 

Anapera pallida A/p/y. Art der Lausfliegen (Pupipara). Auf Schwalben. 

ATi«plHsis //«rr/r/, Evolutiü, Aufbildung. .Tpri»> Kiifwi 'klnngspbase rines 
kdiTiduuniä, während deren es wächst, während das reife Ltibeiiäalter als Meta- 
pluis, TransTolntio, ümbildnug und das Oreisenattw als Oatapiasis, In- 

Tolntio, Bückbildung bezeichnet wird* 
Anaptychi'B, s. Kopffflsser.* 
AnaptfchuSy a. Aptjchas. 
AMrnak = Entenwal, 

Anarrhtchas, Srhleimflsehe« 
Anas, 8. SchwiiumenteD. 
Amass = Boppelnashonu 

Anaspls Geoffr., e. Hordellldae. 

Anastomoso fgriech. Znsammenmündung), Verbindung mit einander commnni- 
cirender Gefässäste (ürefässanastomose; oder Verbindung zweier Nerven zu einem 
Stemme (Kerrenanastomose). 

Anastomns lamelligerus TVmm., Klaffsohnabel, s. Kei1ier?8geL 

Anatidae, s. Schwlmmenten. 

En Auer, Handwörterbuch der Zoologie. 8 



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84 



Anfttifa — Aiu^ltig. 



AnfttlfSt B. Lmmm« 

Anatlfera, s. Lepas. 

Anatiufi, s. SntenklaffmasehelB. 

Anatlmliae» «. BBteiklaftivsehilB. 

Anatomie (grieeh. «nAtemnem, zerschneiden), die Wissenaehaft, welche oeh 

mit der Zergliederung des Thierkörpers befasst ; sie heisst descriptive, wenn sie^ 
die einzelnen Theiie beschreibt; topographische, wenn sie die Situation der 
einzeln«!! Theile angibt; makroskopische, wenn de sieh mit den gröbem Ktti|»er- 
theilen, mikruskupische oder Histologie, wenn mit den dem freien Auge aioiht 
sichtbarPTi Thoilen befasst; vergleichende, wenn sie die homologen Theile der Ter* 
schiedeneii iliiere mit einander vergleicht. S. Zootomie. 

Auax, Gattung der Wasserjungfern (A. Parthenope und A. formosus, 
in ganx Europa und Afinka). 

Anaxoaia» Klnmpenfozm, nach Haeded absolnt nnregdmlBnge , adiaenloee 
Grundformen. 

Anbeiss, Voiksuaiuc für den Flussbarsch (s. d.)- 

Anceida MUne Edwards (griech. anke Haken). Abtheilung der Flossen- 
asseln. Krebse mit unentwickeltem letzten Brustsegment. Die Weibdien wurden 
eine Zeit lang als eigene Gattung (Praniza) angesehen. Art: Ancens mazil- 
laris Montf. Nord- und Westküste Europas. 

AnceuB, s. Aneeida. 

AAebitherliuii H, v. Meyer (Hipparitherinm ChrM)^ Fossile Gattung 

der Pferde. Mit drei Zehen (zweite und vierte Zehe sbd AfterUanen). Aua 
dem Eocen und Miocen. A. Xfhring bestreitet, da Europa schon in der mittleren 
Tertiilrzeit im Anchitherium undHi^parion pferdeartige Thiere besessen, dass 
unser Pferd seine Httmat in den asiatischen Steppen habe; es hatte seit Beginn 
des Diluviums wilde Pferde. 

Anchonienini, Gruppe der Unterfanülie: Carabidae, Laufkäfer, mit den 
Gattungen: Sphodrus Clairv,, Calathus Bon,, Anchomenus Bon. (=: Ago- 
num Bon.). 

Ancheraearpacea Baird, h. Lemaeopodldaa. 

Anchoraceracea Baird, a. Penelliden. 

Anchorastomacea Baird, s. Chondracantlden. 

Anehonlla Baird Oat. aacora Anker). Gattung der Armlanskrebse (s. d.). 
Anchovis, a. Sardelle. 

AnehyloHtomum, s. Dochmlns« 
Ancillaria, s. Olividae. 

Anelstrodon Cope. Gattung der Grnbenottern. Abtheilnng: Telearo> 
aspides. Kopf oben mit neun Scmldem, Körper walzig, swei X isenschilder. 

Aiieistrus pictus Chaetostomns pictns, Hassar, Hartrficken. Au 

der Gruppe der Panzer weise. Goiana. 
Aiieula, 8. Dorididae. 

Ancylocenis I^Orb. (Hamites matheronanns). Fosdle Ammonsböroer- 
Gattnng ans dem Gault Frankreichs. Sehale erst gewanden, dann gerade, znletat 

irie ein KTuntTn-t nl) S. Ammonitidap. 

Ajii'^locheiluä — Tringa subarquata, Sicblerstrandläufer, Zwerg» 
brachTogel. 

Aneylopoda (griech. krumm füssig) Grat/. Unterabtb^lung der Armffisser. 

Die so<r. ArriH' vind nicht ausN<rc.-]\bar. nicht spiralig gewunden, nur gebogen; die 
Schale hat mikroskopisch kleine Löcher für die eindringenden Mantellbrtsfttze. 
Hierher die Terebratuliden und Thecideiden. 
AnejlostoBa» s. Strongf las* 

Anc} iotherium Qmtdry. Fossile Gattung der Zahnarmen. Aus der Tertiir- 
seit. Griech-'Tilnntl. 

Ancylu.s i^i^riech. kruniui» (itoff. Flussnapfschnecken. Gattung der 
Limnaeidae, mit dttnner napfartiger Schale, sdiarfem Mundsaom, drmeclngen 
lappigen Fühlern. Art: A. fluviatilis MiUl. Gemeine Flnssnapfschnecke. 
Kegel f(>rmig; At1i*>nif^flrnnng links. In B^telien und klf^'n^n Flüssen : A. lacustris L. 
Niedergedrückt, länglich, Athemöffuung rechts. Beide in ganz Europa häuüg. 



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AndftlmiMdiei Holm— Angiootoauifta. 



35 



Ajidaliisisehes Huhn« Gesohätzte Basse, den schwarzen Minork as ähnlich, 
bttafitthgnii. 

Aidamaneiischwetai = Sa8 andemanensis, auf den Andamanen lebender 

V«rtretf r - WildschweiiT^. 

Audarneiia = £ntenwal. 
ladeeUnek» «. Gerfit. 

Andessperling, van unserem Sperling beeonders dnrdh eine kleine, bewege 

liehe Hiinbc untrrschieden. 

Andhvalus = EnlenwaL 

Aadjingadjag, ürhnnd auf den Stmdainseln nnd in Japan. 

Amdrena Fahr, (griech. antbrene, ^Vul(lbiene). Gattung der Blnmen' 
Wespen. Zahlreiche Arten. Leben nnr tueilweise gesellig. Jede Biene gräbt 
eine oder mehrere Böhreo in die Erde und legt in dieselben Honig, Pollen und 

schliesslich ein £i. 

Andrenetee, Ballenbienen, Gruppe der bienen artigen Aderflfigler 

{Apiar : : i 

Andrias Scheuehzeri Tschudi, Menschenmolc)i. Fossile Gattung der 
Fischmolche. Aus dem Tertiär von Oeningen. Der Homo diluvii testis, 
tintflntlicbe Henscb Sehettehger'a, dessen Irrthum viel Anfieben nia(dite. Das 
«Igcbliche Skelet eines fossilen Menschen wurde dann von Campen als Eidechsen- 
ikelet. von Bhtmntbneh als Fischskelet nnd erst von Curier richtig als Crypto- 
brsQchus primigenius gedeutet, welche Lurcbgattung noch heute durch den 
Bietenaalam ander Japans Tertreten ist. 

ABdroetOBUSi Gattung der Skorpione. Mit zwOlf Augen. Hierber: 
A oeeitanas Am,, Feidskorpion (= Buthns oeeitanus). In Sftdeuropa 

Androgen, naeb G. Jätfer mlanlieiie Fruebt li^emde Zeuguugstofife ; gynir 
kogen solche, die weibliche Frucht liefern. 

AndroniPija — Ardca Goliath, Rie'^pn iher. 

Androphor (aner Mann, phero trage), s. Boh ronqaallen. * 

Anelasma Darwin (griech. ohne Schale), W urzelentenmuscheln. Gattung 
dir Wurzel krebse (Bbizopedunculata). Andere rdhen sie den Entenmuscbel- 
krebsen (Le padidae) an. Jedenfalls vennitteln sie den Zusammenhang zwischen 
diesen bei-Vn Gruppen. Einzige Art: A. squalicola. Lebt in der Haut von Hai- 
fischen festgewurzelt und saugt mit den Wurzeln Nahrung aus seinem Wirthsthiere, 
tehant aber auch ausserdem Nabrung durcb den Mund aufimnebmen. Der weit 
kUfende Mantel ist an keiner Stelle verkalkt. Ausser dem Mund sind aucb Darm 
Dttd verkünomerte Gliedmassen vorhanden. Norwegische Küste. 

Anelectrotonns, 8. Electrotonas. 

Anelytrops» s. Acontiadae. 

Anemonen, s. Actlnfen. 

Aaendostylica Fo/., s. Schwanzaseidien. * 

An^nlera Efttvnfr. (a ohne, enteren Eingeweide), s. Clllata l^mA* 
AftergateS) Gattung der Ameisen mit ungeflügelten Männchen. 
Anetiir» — ?>chlaffsch wiinze, ünterfamilie der Neuweltsaffen» 

ABfractu<ii tWintiung). .s. BauchfUsser.* 
Anfraetns überl, s. BanchfOsser»* 
Angrel (cardo). ?. Insekten.* 

AjD^elflsehy Squalius leuciscus, aus der Familie der Karpfen. Mittel- 
nuopa. 

Ang^elsehallfe, s. Testfcardines. 

AnsTPlfHSChe — Eisente. Harelda glacialis. 

Angeritze» Querder, Uhie. Larve des Bachneunauges. Wurmartiges, 
gegen 20 em langes Fisobeb^. Früher als eigene Art (Ammoooetes branebialis) 
gwalten. Im vierten und fünften Jahre wird sie zur Neunauge. 

Ancerona D»p., s. Spanner. 

Angiostomata J. Müller. Engmäuler. Unterordnung der Schlangen. 
Der Mund niobt erweiterbar. Eßerber die Wurms ob lau gen (Typhlopidae), 
dieSchildscbwftnze (Uropeltidae) und die Wickelschlangen (Tortricidae). 

Augiosturaata» Gruppe der Golubriformia. 8. d. 



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36 



Angler >^Aiiiaoplift. 



Angler = Seeteufel (Lophius piscatorius), s. Armflosser. 
Anglerrieh. Ifilofareielte Binderrasse des Geestlandes zwischen der Nord- 
und Ostsee. 

Antrorakatze, h. Felis. 
Angoraziege, s. Hauszieire. 

AngnOla Cuv, Gattung der Aale. Mit kleinen, in der Haut eingebetteten 

verkttmmerteii Sdrappen, über die untere nicht Torspringender Kinnlade, kleinen 
Ztthnen (in Streifen), freier Zunge. Rücken-, After- und Schwanzflosse sind ver- 
bunden. Die Kiemenöffnuug eng, die Kiemenspalteu weit. 25 Arten. 

Anguiila latirostiis Bisso, stompftehnauzige Varietät des gemeinen Aals. 

Angitillsiidae. Familie d<r Faden würmer: Körper klein, mit doppelter 
Schlundröhrenanschwt'llung und ohno Schwan/sntignapf. Leben in Pflanzen und 
gährenden Substan/.en. Gattungen: Anguiliula Ehrb, mit A. aceti, Esaig- 
älohen U.8.W.; Tylenchus Bast.; Rhabditis Sehn. n. 8* w. ~ Literatur: Owfey h. 
in Teim. fozeh 1860.* 

Anguinea Leuni.^ = Apoda (s. d ). 

Anguis L. Blind- oder Bru chsühleichen. Gattunt: der Glan^schleichen 
(Scincoidea). Fusslose schlangen artige Echsen mit kaum abgeselzloni sehr ge- 
brechlichem Schwänze, der in einen stumpfen Kegel endigt. Einzige Art: A. fr»* 
gilis L. Blindschloiclie. '12 Ms 47 cm lani,'; am Kopfo lioscirildert ; Aug-en 
klfin. (Taumondach zahnlos. Das Trommelfell entw^df^T dr'uf lii-li sichtbar oder innhr 
weniger verborgen. Der Schwanz endet in einen kurzen Honistachel. Oben ein- 
farbig brftunlichgrau oder bronzefarben, unten bleigrau; diese typische FSrbuiig 
Uli t erliegt aber vielfachen Abänderungen, besonders was das stärkere oder schwächere 
Hervortreten schwarzer Fleclcfüizeichining brtrifl't. Die niedlichen Jungen , deren 
8 bis 20 und darüber im Hochsommer lebend geboren werden, sind oben hellgrau 
oder heUbronze&rben mit swei dunldeii Welle^nien, unten dunkelschwarz. Eine 
harmlose, von Würmern und Nacktschnecken lebende Echse, die sich mit Ausnahme 
des Äussersten Südens in ganz Europa findet. Oogen den Herbst hin ziehen sie 
sich, oft viele Exemplare uebeu eiuuiider, in den Modei- der Baum8tüiiii)f(' zurück. 

Auguisauru» MOnst. Fossile Gattung der Acrosaurier, Aus dem Solen- 
bo&ner Oolith. 

Angusrasse. Meist schwarzes, ungebOmtes Mastrind^ieh an der Oatkttste des 

mittleren Schottlands. 

Angostistellne, h. Cidarideae.* 
Anjin^antibo Bärenmakl. 
Anhfm«, >Vi'hT \ öpel. 
Anhiiiga. s. SchlaugeahalsTSgel. 
Anl, s. Mwlenfresser. 

Aniloera mcditerranea Ltadi. Art der Asseln. Tribns: ünisopoda, 

Fam. Cymothoidae. 

Animalcnla, 8. Urthiere.* 

Animalculisten, die Biologen, welche zu Leeuwenhoek's Zeit die Samenfäden 
für den eigrntliclien Keim des Thieres, das weibliclie Ei nur für den Fmcbtboden 
erklärten, während die Ovulisten das Gegentheil behaupteten. 

Antmale Orsrane. 6. Organe. 

Anisaeodon. Fossile Gattung der Nashörner. Nordamerika. 
Anisobranchia r'tenobranchia, Unterordnung der Prosobranchien. 
AnUodactjrla, s. FerlHsodactjla. 
Anlsedaetyll» a. Slttinae. 

Anisodactylns Dcj. (griech. ungleichfingerig). Gattung der Gruppe: Har- 
palini der TTnterfamilie: Carabidae, Lanfkafpr. T"'"ntpr Steinen. 

Anisodonta Deah. Gattung der Glosside n- Muscheln. 

ABlsodonte ÜHmerilf Ungleiehsfthner. Familie der Schlangen. OpisÜio» 
nlyphen, welche die Ochsenköpfe (Bucephalus 6^««^)^) und die Sandschlangen 
(rSammophis //o«V) umfassen. 

Auisoplia Laporte (griech. ungleich, Fussklaue). Gattung der Melo- 
lonthidae. Laubkäfer, deren Engerlinge im Boden leben, während sie selbst auf 
Gräscrblüthen sich finden. Hierher: A. fruticola Fab., Getreide-Laubkäfer. 
Wird dem €^treide durol) Vernichten der Staubkölbohen schädlich. S. Lattbkftito. 



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37 



Aflisopoda aat. (a-Isopoda). Uaterordung der Asseln: Körper hohkrebs- 
ulOgi Hmterldb mit Scbvnmm* oder Floeeenf&seii ; emUn« fasgiren nidit als 
Kieoieit. Familien: Tanaidae, Anthuridae, Pranizidae.* 

Aniflopola. Die Hoteropola Haecket\^ zerfallen in Isopola, bei welchen 
die Seitenzahl des Vieleckes der Grundfläche gerade ist, and in Anisopola, bei 
(hnoi diese Zahl ungerade ist. 

laisopterjx strph., 8. Spanner. 

Anisotoma Knoch (Liodes Lalr,). Qattang der Aaskftfer (Silphidae). 
In Filzen and Hokmoder. 
Ailraa, 8. WeberrSgel« 

Anjovls, Sardolle. 

Ankonahuhn, d> n >Tinorka-Hühnern ähnliche graae Hühner Qiit dunkelblau- 
ij'raut-ii ^uerstreiten (Kukuks- oder Dominikfarbe). 
Annarhielias, a. Schleimfische. 
innelffleH Lam. (annulus, Rin^'). s. RIngelwflrmer. 

AnnicUa Gray. Gattong der Acontiadae Gray. Fasslose Echsen Cali- 
foniens, gekennxeichaiet durch den Mangel der „Colnmella*. 

AnnulatH Wähler, Bingelechsen. Ordnung der Reptilien mit der Fa- 
milie: Doppel schleichen (A mpbisbaenidae), welche (imif in Trogonophidae 
(Gatt.: Trogonophis), Amphisbaeuidae (Gatt.: Ampbisbaena, Blaena), Le- 
pidosternidae (Gatt.: Lepidosternae, Cephalop*eltis und Chirotidäe (Gatt.: 
Chirotes) zerlegt. 

Annnlata aiit. lannulus, Ring), s. Rlnjrelwflrmer. * 

Aonnloldea IIuxl. (aimulosa, Ringelwürmer), s. btachelhSuter. * 

Anoa, OeinsbüfTel, s. BeTina. 

Anobium Fahr, (griech. leblos — stellen sich todt). Gattung der Holz- 
bohrer (Pti r oidea). Die Larven leben meist in gefälltem Holz und werden 
einige den Nuuhülzern schädlich. Hierher u. a.: A. striatum 0/., Werkholz- 
kifer, in altem Holz der Wohnangen, A. pertinax, Todtenufar» in alten Mö- 
beln nnd Geräthen, A. panice um L., Brodkäfer, inaltcmBrod. S. Holzbohrer. 

Anochanus (oben klaffend) Grube. Gattung der Cassidnlidcn. Lebend- 
gebärende ziemlich nmde Seeigel mit centralem Mund, in Längsreihen stehenden 
^rowen Sfcnehelnt ohne ei^pentliclie Madrepurenplatte. Die Jangen entwickeln sieh 
m einer oberen, saokartigen » mit Pedicellarien ausgekleideten Einstfilpong der 
Schale: sie sind anfangs angewachsen, erst später frei. 

Anodonta Cuv. (griech. zahnlos), Teichmuscheln. Gattung der Fiuss- 
mnicheln (ünionidae). Mit dünnwandiger, ovaler Schale, sehr steurken Liga- 
m«iten. Der schmalleistige Schlo^and ist zahnlos. Von den mehr als 100 Arten 
seien erwähnt: A. mutabilis Cless, genieine Teichmuschel, 11cm lang. 
Die Schale* länglichoval aufgeblasen. In Bächen, Seen, Teichen ganz Deutschianas 
aiit sehr zuhlreicheu Formen; A. complanata Zieyl. , abgeplattete Teich- 
ansehel , 8 cm lang, Schale klein, spitsoval, wenig aufgeblasen. In Bftchen and 
Flüssen. Hierher gehören die grössten Süsswasserinuscheln Europas. Sie graben 
^ch mit Hilfe des breiten Fusses so ein , dass nur das hintere obere Viertel mit 
<itii Athemüifnungen heraussteht. Daraus erklärt sich, warum dieser Theil oft mit 
«nsduedenen Pflanzen ftberwnehert ist, die Obrige Schale aber rein bleibt. 

Amodorhynchiis = Sittace hjacinthma, die Hyaeintharara. Ans 
der Gruppe d^^r Tjanc'schwanzpapageien. 

Aaoema ü. Caria. 

Aaoliu Cb(v., Saarn f in ger. Gattung der Baum ag amen. Schlanke Echsen 

mit vier gut entwickelten Gliedmassen. Die Kehle besitzt eine Wamme. Der Schwanz 
ist sehr lang und dünn. Ueberaus flinke, zutrauliche, in nfichster Nflhp der An- 
siedlangen, ja in diesen lebende Echsen Amerikas, von den Goionisten gerne ge 
Mhen imd gwebont. ffierber n. a.: der Bothkeblanoli (AnoHas principalis L,) 
hx Carolina zu Hause, A. spectrum Peters auf Cuba, A. tropidonotns Feters 
in Mexiko, mit sehr stark entwickeltem Kehlsack beim Männchen. 

Anomala Koppe. Gattung der Melolonthidae. Fühler neungliedrig, 
Kenb dieiblittrig. Lanblcftfer, deren Engerlinge im Boden, die KSfer aber im 
Laubwerk leben, ffierher n. a.: A. vitis Fab^ welebe Art dem Weinstock mhftd- 
lieh wird. 8. LBBbkifer. 



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38 



' Anamalodon — Anpasnuig. 



Anomalodon b. HeterodoD. 

AEomalOH elmiadlexu L., Eiefernspinner-Sichelwespe ans derFar 
milie der eehten Sohlupfwespen. 

AnomalopUS Ditm. Bibr. Gattung der Sanrlpchson. Australifin. 

Anomalurus ]Vaterhou8e. Stachelflatterer. Gattung der Stachel- 
schweine. Den Flughürnchen ähnliche Stachelschweine mit wenigen rudimen- 
tSren Stadieln und mit einer Flatterhant. Arten: 1) Grosser Flatterbiloh 
(A. Pelni Temmiii ' ) 37 cm, Schwanz 35 cm. Die Floghaat zwischen den Vorder- 
und Hinterbeinen hat am vorderen Ende einen Lappen, einen etwa ^ cra breiten 
Hautsaum an der Schwauzbasis. An der unteren S>eite des Schwanzes zwei Reihen 
▼on je sieben spitzzackigen harten Schuppen. Dunkelbraun, nuten sehmnt^ig- 
weiss. Goldkttste. 2) Kleiner StAohelflatterer (A. Fraseri fTaterhouae), 
von der Grösse unseres kleinen Eichhorns. An der Basis des PJcliwan/e^ sieben 
Paar Stachelschuppen. Hellgrau, schwarz schattirt, unten gelblich rothbraun. 
Westküste Ton Afrika. 

Anenlay s. Amternninsekeln. 

Anomma arccns, die Treiberameise, heramTagabnndirende Ameise West» 

afiikas ohne feste Wohnsitze. 

Ajiomobranchiata (griech. ohne, Regel, Kiemen) heissen die Geissei- 
krebse vereinigt mit den Heuscbreokenkrebsen. 

Anomodon Le Confe. Fossile Gattung der maulwurfsartigen Insekte n- 

fresser fTalpina"). Im Diluvium von Illinois. 

Anomodontia Owen. Fossile Ordnung der Ueptilien mit vier Familien: 

1) Dicynodontia Owen mit zwei grossen wurzellosen Stosszähnen im Oberkiefer; 

2) Cryptodontia Ow, mit biooneaTen Wirbeln und zahnlosen Kiefern; d) Gj* 
nodontiaOjf. mit hochstehenden kegelförmigen Zähnen im Ober- und Unterkiefer 
und 4) Rhopalodontia C. mit grossen Stossz Ulmen im Zwischenkiefer und hinter 
diesen grossen angewachsenen Kegelzähuen. Vorherrschend Formen der Trias. 

Anomura M. Edw. (griech. a-nomos gesetzwidrig, oora Schwanz). Gruppe 
der Braobyuren, ausgezeichnet durch weichen nicht eingebogmien Schwans.* 
Anopheles Meig , Oabelmflcken, e. StechmOcken. 

Anophthalmus (griech. augenlos). Oattiang der Laufkäfer. Kleine blinde, 
glasartige Kllfer unter Steinen in den Höhleu der Alpen und Pyrenäen. 

Anopina Graif. Abtheilong der Amphisbttnoiden Gray, umfassend die 
Gattungen: Baikia Gray und Anops Bell. 

Anopla 3/. /^/^ ('kriech, a-oplu ohne Waffen), Unterordnung der Schnur- 
würmer: Kussel unbewaffnet ; meist Entwicklung mit Metamorphose. Familien: 
Liueidae, Cephalotricidae, Malacobdellidae.* 

Anoplotherieii PüM. Fosnle ünterordnimg der Paarzeher aus dem Bl« 
teren und mittleren Tertiär. Hufthiere mit allen drei Zahnarten* mit den swei 
Äusseren Zehen den Boden lucht berührend. Gelten als Stammformen unserer 
Wiederkäuer. Hierher: Anoplotherium Cav. mit zweizehigen Füssen, sieben 
oberen und sieben unteren Backensfthnen, langem Schwänze mit A. eommnne Cm, 
aus der Tertiärzeit. Naoh M.Schlosner hat Anoplotherium mit Chalieotherium 
nichts gerripin, welches fin etit-r'hiedejier Unpaarhufer. 

Anoplotherium, s. AnoplotherieD« 

Anoplnra, Leaeh. (griech. an>op1osH>iixa, ohne Waffenschwanx), s. Pelsflresmr. 

AnopSy 8. Anopina. 

Anorgana, unbelebte Xaturkörper. 

Anorganologie, a. Abiologie. 

AnorUmra oonunimis = Troglodytes parvulus, Zaunkönig. 

Anostoma Fischer r. Waldheim. Gattung der Schnirkelschnecken. Bra- 
siliani'^che Landschnecken, Itei denen die Mündung durch Drehung des leisten 
Umganges nach der Gewindseite der Schale sich richtet. 

Aneus, s. MSren. 

Anpassung nennt man die beständigen, bleibenden Veränderungen, weldie 
lebende Organismen unter dem Eiufluss der Lebensverhältnisse erfahren. 

AnpassuBgy actuelle. Naeh Haeekel in Folge Einwirkung der Aussenwelt 



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d9 

erfahrene Abänderungen eines organischen Individuums von der Beschaffenheit der 
fltern, die sieb schon in der eigenen Pormbildrmg änssem. 

Aupassurig, directe = actiiclle Anpjissiinpr. 
Aopasiiang^, indirertc — potentielle i.npag8ung. 

Anpossujig, putentielle. Nach Haeckel durch den Einflus« der Aussen weit 
aa dnem organiadien LidiTidmim herheigefQlirto Aendemngen, die erst in der 

F€innbildn:iL^ <\i'T Naclikoniinfn zum Aiv-ilrni;ke kommen. 
ADpa!i8un§r««riihig^kelt, s. 8election§theoric. 

AiLsau|^er, Lepadogaster bimaculatus, aus der t aiiiilc der Schildi'ische. 

Attsteelier Tieb, Triesdorfer Tieh. In der Mitte des 18. Jahrbmiderts auf 
4k Ansbach 'sehen Domäne Triesdorf gecüchteteB Bind, von dem die «Bayrenther 
tnid Hofer Schecken " stammen. 

AnchoTi, Anchovis, marinirte Sardelle. S. Sardelle. 

Anter, b. Ginge. 

Anseridae, e. Gänse. 

Ansonia StoUrzka. Gattung der Rhiuodermatina (s.d.). Schlanke kurz- 
sdmaozige Froschlaiche mit langen dünnen Beinen, scharfer Büsselkante, ganzer 
llQglidioTaler Zunge, ohne ZKhne, ohne Ohrdrfisen. Eine Art ron Penang hekannt. 

Anta, Tapirart. s. Tapims. 

Antaceopsiden Brandt, Nacktstöre. Fossile Farailif der StOrschmelz- 
schapper (Chondrostei). Nackte Fische mit Kiemenhautstrshlen. G-attong: 
Choadrostiis. Im Lies. 

Antagonisten, in ihren Wirkungen entgegengesetite Muskeln (Streeker imd 
Böiger, AI»- und Zuzieher u. s. w.). 

Aatale. b. Böhreaschneeken« 
AataMMlaeralseite, a. Seesterae.* 

Antarktische Fauna, s. Fauna. 

Antarktisches Meer, Region dem, s. Thiergeographie. 

Antebrachiumy Antibrachium. Bei Krebsthieren vom Rumpf abwärts das 
vierte Glied der SeheerenfOflse. 

Antechinus, Unterordnung von Phascogale (s. d.). 

Antedon rosacea Link, aus der Fainilie der Haarsterne (Comatnlidae) 
oit Pentacrinus europaeus als Jugeudtbrm. 

Antennae (Fflbler), «. Berttettwlmer«* 

Arit<>nnae i'Fillili li. g. iBiektatt«* 
Antennae bipinnatae 

, clavatae 

, deatata« 

, ensi forme« 

, flnhellatae 

9 iamellatae 

, peetlnatae 

, piaaatae 

0 serratae 

• Tertlcellatae 
Aateanariaa» a. Anaflosser* 

Antennata Lam. (antenna Fühler), 8. Polyohaatae. Errantia A» Eä»,* 

Antrnnendrage, s. Km^tenthlere.* 

Auiennengeissel heisst bei verschiedenen Krebsthieren der dünne viel- 
l^iedrige Bndabschnitt der Antennm. 

Antennengrube heisst die paarige Vertiefong der das Epistom mit der 
Stirnwand verbindenden Naht bei den Krabben. 

AntenneiLschiippe heisst bei den Schalenkrebsen die charakteristische 
friftttening des Basugliedes des fttuseren Antennenstieles. 

AntnuiOnstiel heisst bei den Arthrostraken und Thorakostraken der 
^ Rnmpfe zonfichst befindliohe einHacbe Abschnitt der vorderen und hinteren 
Antennen. 

Antenralae» s. Sefealeikrelise** 

Antennnlaria aatmülia Lam, Hydromeduse aus der Unterradnnng der 
Bandblftseheamedasen (Campanal ariae), Fanülie Flumularidae. 



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40 



Anthajda — Anthonomas. 



Allt1lȴill Ach, (griech. antiiOB Blmne, axia Werth). Gattung der Brach- 
kttfer. Vorderbrust hinten mit drei Zähnen. Die klein - n flachgedrückten Kfl&r 
mit breitem Halsschild leben auf Blütlien , die Larven im Holz. Hierher u. a.: 
A. candens Fabr., deren Larve den Obstbäumen; A. quadripunctntn deren 
Larve den jungen Kieferstangen schädlich wird; A. nitidula L. auf der 
Orakelblmne u. s. w. 

Antheraea — Satornia Pernyi^ ohinesisober Ei eben spinn er, «qg der 
Familie der Spinner. 

Anthian Schneid. Gattung der Barsche. Mit A. sacer, ßl. Mittelmeer. 

Antbleidae, Scbeinlaufkftfer. a. PyreelyroMM. 

\nthlcn8y 8. PjTOchroIdae. 

Anthidium i'a6. Wollbienen, Kugelbienc n. Mnttnng der JU u rn n n wespen. 
Brrichten mitteist abgeschabter Pßanzenwolle hugt-rbuluruge Zellen in Buum- und 
UaaerlOohern. Von anderen Bienen insbesonden dnnb ibren fast kugeligen 
kabten, gelbfleckigen oder gelbgeränderten Hinterleib unterscheidbar. 

Anthobium Uach. K&fergattnng der KurzflCLgler (Stapbylinidae). Unter- 
familie: Omiiliini. 

Anthoblast, ». Antkoffeaeslg. 

Anthobranchiata Ad., s. Afterklemer.* 

Anthoeephalus liud. (^rif^ch. Blumenkopf) Band würmerlarv en , vor- 
herrschend in Cysticercusform, auf und in den ii^iiigeweiden (besonders Leber) von 
Knodienfiscben des Meeres meystiit, gdangeiL mit ibren Wirtben in den Dann 
von Rochen undHaien nnd entwickeln sieb bier m gescbleebtsreilen Tetrarbynohus- 
Bandwfürmern 

Anthocharis cardamines, Aurorafalter, aus der Familie der Tagfalter. 

Antteeeaias A*., e. Welehillfler« 

Anthocoris Faü., Blamenwanzen« a. Saag-wanzen. 

Anthocotyle v. Ben. (^ecb Blnnienbecher). Gattung der Satig-wü rmer. 
Charakteristische Würmer mit zwei kleinen Saugnäpfen nahe dem Munde, secbs 
gestielten Saugnäpfchen am Hinterende, awei bremn Sauglappen mit Hak«L nahe 
dem Hinterende und je einem kur/.en gestielten 8angn&pf<men am Bande. A. Her- 
Incii r. Ihn., schmarotzt auf Stockfischen. 

Antbodon Owen. Fossile Chkttang der Dinosaurier. In der afrika- 
nischen Trias. 

Amthoi^Mifl) Blütbenbildnng bei den Medusen (s. d.). 

Anthomyia Meig. Blumenfliegen, Tanzfliegen. Gattung der Fliegen. 
S. Muscidae. Ueberaus artenreiche Gattung. Von der Stubenfliege , mit der sie 
der Laie leicht verwechselt, durch den Mangel der Spitzenquorader unterschieden. 
Fallen dureb ibr ninimennüdes gesellige« Tanzen unter den LaabdScbem der 
Bäume und im Zimmer auf. Von den vielen Arten seien erwähnt: A. canicn» 
laris L., Stubentnnzflioge. deren stachlige, asscläbnllche Larve in faulenden 
KüchenabtUllen , au den Wänden der Aborte lebt, während die Fliege unter der 
Decke des Zimmers hin- und herschwebt; A. ceparnm Hoffm., Zwiebelfliege, 
bohrt Gänge in den Zwiebelboden und vemiditet so viele Zwiebeln; A. brassicae, 
Kohlfliege, minirt in den Kohlstrunken, vernichtet den jungen Kohl; A. radi- 
anm L., K ad ieschenflie^e, zerstört die Rettige; A. conformis Fab., Eunkei- 
rübenfliege, fressen die Blätter der Runkelrübe an; A. latucae, Lattichfliege, 
fressm im Sp&tsommer die Samen der Salatarten aus; A. meteorica L. , Ge- 
wittertanzfliege, bei nahendem Gewitter Men.schen und Thiere umtaniend. Die 
angeführte schildliche Thätigkeit bezieht sich natürlich auf die Larven. 

Anthonomus Germ, (griech. blütheuabweidend),Blüthenstecher, Blüthen- 
nager. Gattung der Bflsselklfer. Kleine KBftrcben mit dünnem geraden 
Büssel, kleinen runden Augen, schwachen Fühlern mit siebengliedriger Geissei, ver» 
dickten Schenkeln. T>ir Weib^lipn sterben im Vorfrühling^ ihre Eier in die Trag- 
knospen auf den Biüthenbodcu ein, die Maden fressen die Staubfäden ab, die 
äusseren Schuppen der Knospen bi^nnen sich; die Landleute sprechen dann vom 
«Brenner* (Brennerkrankheit). Die Käfer selbst fressen Blattgrün. Hierher u. a.: 
A. pomorum L., Apfelblüthenstecher, den Apfelbäumen sehr schädlich; A. 
pyri Sch.f Birnknospenstecber, weniger schädliob, frisst die ganze Knospe 



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Anthophagufl^Aatluifl. 



41 



üUai A. rubi Herbst, Iii mheeiate che v in deu Blütheu von PriiiiUi» und Kubus. 
A. drnpsrnm L., Stein frachtbohrert Torhemcliend in der Traabenkinehe, in 
deren Kern dio Larve lebt. Alle diese und die Verwandten stellen sich bei Be- 
rühruug todt und hUcn mit eingezt^^em Rüssel und vorgestreckten Beinen auf 
den Bodeu. S. Rüsselkäfer. 

Aathopha^BS Grav. Kftfergattmig der Knrzflflgler (Staphylinidae). Unter- 
fimilif : ' * rii ,1 1 i 1 n i. 

Anthophila Latr. (gricch. lilumenlielipnd), s. Blamenirespen. 

Antkophora La/r. (griecb. blumentragend), Schaauzenbieneu, Pelzbienen. 
Qsthing der Blnmenwesnen. Uit ihrem gedmngenen Leibe, ihrem dichten 
Haar, und auch in der Fftroung an die Hummeln erinnernd. Bauen an Mauern^ 
ifl der Erde, in Baumb'lchpm. Röhren, welche sie mittelst Zwv ehr 'nviindf*!! in Zellen 
theilen. Summen aosserordentl. schnell vod Blume xuBlume. Hierher u.a.: A.pilipes 
Fabr., ranhhaarige Pelzbiene, am ganzen Körper dicht behaart, Brustkasten 
und Hinterleibswur/ol roth oder gelbbraun, Sammelapparat gelb, sonst schwarz; 
A. parietiiiii Fahr., Wandpelzbiene, bewohnt die Löcher alter Lehmwände 
Qfld bringt /nrn S< lnu dos Einganges ein nach unten grkrüramtes Ansatzrohr an. 

Anthosumadeu iiaird. (griech. anthos Blume, soma Leib). Krebsfamilie 
iir Pachjcephala, fUlt mit wo. Scheerenlanskrebsen zusammen. 

Anthosda Ehrenb. (griedi. anthoB Bluthe» loon Thier), s. Korallenpolfpen. * 

Anthozooiden (griech. anthos Blüthc. zoon Thier, eidos Gestsdt), die durch 
Kaospung gebildeten Individuen (Polypen) eines Korallenstockes.* 

Anthracosaurus Huxiey. Fossile Gattung der Froschsaurier (Labjrintho- 
toiia Vera, Mastodonsauria). Aus dem Blackbord Tronstone ron Laaarkshire. 

Aatlupaeotherln Cuv, Foesile Gattung der Bor ttenthi er e. Aus dem IGooen. 

Anthracothorax = Lampornis Mango» der Mango, groeae Kolibria 
saider Gruppe der Waldnymphon. 

Anthrax ikoß., Trauerschweber. Gattung der Sehwebfliegen. Die 
Lirren achmarotzen in den Bmtbauen der Erd- und Mauerbienen. 

Anthrenus Latr,, Blüthenkäfer. Gattung der Speckkäfer (Dermestidae). 
Mittelhrust breiter ^;!ng, mit einer Längsfurche : Fühlerfurchen tief. Arten: 
1) A.Terbasci L., bunter Blüthenk&fer; 2) A. scropbulariae L., gemeiner 
BlttthenkSfer; 3) A. pimpinellae /(ii6r.; 4) A. muaeorum L., KabinetkSfer; 
5) A. fuscns Latr, Bei 5) aind die F&hler fttnfgliedrig, bei 4) achtgliedrig, bei 
1-3) elfglif h i - 

Anthrept4>8, s. SonnenTSgeL 

AntMMnl, e. Bflaaelküfer. 

AnthribuH nroffr., s. Rüsselkäfer. 

Anthrobia manunutira, hoblenbewohnende Spinnenart ohne Augen. 
Anthropoilfenesis« Entwicklungsgeschichte des Menschen. 
Anibrepoiden, s. MeBaeheaaffeiu 

Ajitluropoides = Baleariea paTonina, Pfauenkranich. 
Anthropologi<*, die Lehre von der Entwicklung, dem Bau des inenschlichen 
Qiganismas, dessen Erhaltung und Püege, sowie von den Rassen des Menschen. 
AntirepoBcnha«9 a. Keuielwiuimi. 

AsthMpiqpitlieeMSy Pongo'a. Mittelafrikaaiache Affengattung mit Gorilla 

aad Bchimpan^p. 

Anihoridae, ». Flosseaas^ela. 

Axtlnul BeehtL, Pieper. Gattung der Bachatelzen (Motacillidae). 

Der missig lange Schwanz ist gabelig ausgeschnitten; die erste Schwinge Ist so 
lang wie die zweite und dritte. Die Kralle der Hinter/.ehe ist liing, nicht selten 
^omartig. SUmmtUche Arten sind Zugvögel. Hier seien erwähnt: i) A. pra- 
tensia Btek»t,, Wteaenpieper, Wieaenlerehe, 15 cm lang, Schwans 6 cm. Oben 
cUraiigrfinbraun , unten röthlichgelb, oben und unten dunkelbraun gefleckt. Der 
Hintemagel länger als die Hinterzehe. Australien und Südamerika ausgenommen 
auf der ganzen Welt. Brütet zweimal; nistet in einer flachen Vertiefung des Bo- 
dma. Liebt sumpfige Wiesen und Weiden. 2) A. arboreua Btehat.^ Baumpieper, 
Heidelerche, Holllerche, 17 cm lang, Schwanz 6,5 om. Oben grün erdbraun- 
asit achwBralichen Flecken, unten roatgelb, adhwangefleokt, an Kehle und 



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Antibnchium^Aiitilopeii» 



After weisslich. Bei dieser Art allein von allen einheimischen die Hinterzehe länger 
alfl d«r Hinternagel. 8) A. ftquati cns Bechsi., Wasserpieper, 18 cm lang* Schwanz 

7 cm. Oben braunj^rau mit spUrlichor scbwarzgraucr Fleckenzeicbnung, unten im 
Sommer ungefleckt. An Kehle und Brust rüthlich. im Winter gelblich, an Brust und 
Hals dunkelgefleckt. Im Sommer in unseren Hochgebirgen. 4) A. luduvicianus 
Om, Von d«m Torigen durch kürzeren Hintern agel und kfinere Hintentehe und 
die grüngelben Kanten der Schwingen und Steuerfedern (dort rostfahle Kanten) 
unterschieden. Nordamerika. 5) A. camppster Bechst., Brachpieper. 18 cm 
lang, Schwanz 6,6 cm. Oben gelblichgrau mit undeutlicher dunkler Zeichnung, 
unten gdblichweiss, Flügel braun, der schwach gebogene Hintemagel länger als 
die Hintetsehe. Im südlichen Europa. 6) A. Bichardii PtVi//.. Sporenpieper, 
20 cm lanjT. Schwanz 8 cm. OIm-h treib f^rrau . Scheitel und TJttcken brannschwarz 
gefleckt, unten gel blich weiss, Brust mit braunen Schaftflecken. Hinternagel be- 
deutend länger fü8 die Hintersehe. Nordeuropa. 

Antibfachinm, s. Antebraehlam. 

Antidorcas, Untergattung von Antilope (s. d.). 

Anti^ne-Kranich = Grus Antigene. Daurien. 
AntllTeiifrMeli» t. Hylodet. 
Antlllen-Boflon, s. TM e rg— gr a phie. 

Antilofftprft Dicranoceros (a. d.). 
Antllopae nusutae, s. €o1ds. 

Antilope Wagner. Gattung der Antilopen. Kleine derliohe Antilopen 
mit zugespitzter Kase, langen leierftJrnügen Hörnern, Leistendrüsen. Thrftnen- 
gruben fehlen oft. Arten der Untergattung: Gazella Blainrille (sehr zierliche 
lebhafte Antilopen mit perinjTelt«'n kreisförmigen Hörnern, langen Spitzohren, 
kleinen Afterkluueu, zwei Zitzen): 1) Gazelle (A. dorcas Lichienslein). Fast reh* 
gross. Oben hellbraun, unten weisslich. Liebt die Mimosenhaine, deren Blätter 
ihre Hauptnahrung. Weist in kleinen Gesellschaften, doch auch in Rudeln bis zu 
50 Stücken. Nordafrika und Arabien. 2) A. dama JJchtetiMcin, von d<r Grösse 
des weiblichen Damhirsches. Reinweiss, Hals und Rücken blassruthbruun. Herden- 
weise in den Steppen von Nubien, Kordofon, Sennaar. — Die Untergattung: Trai- 
gops HodgfOH, ohne Thränengruben, mit Klauendr üsnn. 3) Benett's Antilope 
(A B n fitl Sifkes), Indien. — Die Untergattung: Antidorcas Sundftifl/', Spring' 
bocke (mit Thränengruben, mit kurzen leierfurmigen Hörnern). 4) Treck bock, 
Proukboek (A. euebore FortUr)^ 130 cm lang, 86 cm hoch, simmtbraun. Beim 
Springen entfaltet sich längs des Kückens eine schneeweisse Hautfalte. Vom Oap 
mehr in das Innere Afrikas gedrängt, wo es die Eiiulden in Hunderttaus'^nd'^n 
bewohnt. Beginnen sie zu wandern, so reissen sie andere Antilopen, Strausse 
und andere Thiere mit sich fort, wahrend Löwen, Leoparden, Gmw hinter ihnen 
herziehen und ganze Heerzüge der Eingeborenen g^n sie anssiehen , um viele 
Hunderte zu erbeuten. Ihre Sprungbewegungen sollen ausserordentlich schflne 
sein. Ihre Wanderungen wiederholen sich alle 4—5 Jahre während der Trocken- 
zeit; in der Il«genzeit kehren sie wieder zurück. — Die Untergattung Leptoceros 
Wagner (mit langen, parallelen, etwas nach hinten gekrümmten Hörnern): 5) A. 
leptoceros Cuv., von der Grösse der Ga/.elle. mit Büscheln an den Knieen. In 
Sennaar. — Die Untergattung Antilope lilainville (die Weibchen hömerlos): 
6) Kropfantilope (A. gutturosa Fnllns), 96 cm, vorne 80, hinten 83 cm hoch, 
mit stark entwickeltem kropfartigen Kehlkopf. Der Bock hat einen dem des Mo- 
schusthieres ähnlichen Beutel. Graulichbraun, unten weiss. Das Weibchen ohne 
Kropf. Meidet den Wald , liebt die echte Steppe. Gegen den Herbst ziehen sie, 
mit Dsohiggetais und Argalis gemischt, nach Süden. In dieser Zeit werden ihrer 
Tausende erlegt. 7) S«ssi (A. eeryioapra PaUan), 130 em. 80 cm hoch. IM« 
schwarzen HOmttr mit 30 Ringeln. Mit grossen Thränengruben , Kniebüscheln. 
Färbung sehr variabel. Alte Bocke oben fast ganz schwär?.. Weihchen mehr grau, 
junge Böcke braun. Li Herden von 50 Stück unter Anfuhrung eines alten Bockes. 
Gilt den Indiem als heilig. Vorderindien. 

Anlilopea (Antilopina). Unterfarailie der Hornthiere (s. d.). Heist 
schlanke Zweihufer, mit hohen dünnen Beinen, kurzem, knappanliegendem Haar, 
am Ende gequastetem Schwanz» häufig mit Thrftnengruben und Afterklauen. 



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Antilopenbttffel— Apella. 



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Gattnngpn: Colus, Antilnpp, Pantholops, Calotragus, Tetraceras. N"a- 
notragus, Ccphalolophus, U ippotrugus, Cervicapra, Oreas, Tragelaphus, 
Bnbalis, Catoblep»», Portax, Bndoroas, Caprioornit, Haplooerns, Bn- 
pieapra Picra nocerOS. 

AntilopenbilffBl = Bos depressicornis ömith, Anoa» Wildkub der 
Malaien. 

AaiilopdBkiiyinlit i. Mampn» 

AmtUopen-Iielimwespe = Odjnerus antilope aas der Familie d«r 7 alten- 

Wespen. 

Antilopina, s. Antilopea. 

ÄMÜMMmtf GegeneMoke. Nach Hae.ckel heissen so einander symmetrisoh 

gcfenüberliegende KOrperabschnitte. S. Bilateral-symmetiiBelu 

AntipHthldue., Familie der S t a n d p n k o r a 1 1 p Polyperst?^ckp mit weichem, 

nicht Terkalktem Körper und einfachem oder verästeltem Achsenskeleti sechs Fang- 

annen. Gatttnigen: Antipaibes PaU. n. s. w.* 

Antistomium heisst die dem Munde gogctmberliegende Fläche des Thier- 

k'rpHi:> Tin der Regel mit dem After). Die Fliehe mit dem Munde heisst Perl* 

stomium. 

Anfllnift .Ml*. (aaÜion Schöpfeimer), 8. Dlpten /#. 
A]itrobr4neliia XeoeA, Netzkiemer. 

Antrostomiis voHfmis = Caprimnlgas Tociferus, Klagenacbt^ 

ichatten, VV kip-poor-w i 11. 

kjLixQZOU& Aüen. Gattung der Ziernasen (Megadermata). Der Gattung 
Nyctophiltts nahestebende TlediNrmiitBe. 

Annmblus, h. Anabatidae» 

Annra, 8. Froschlurche. 

Anura Gray. Gattung der Phyllostomata. Schwanzlose Fledermtkui>e mit 
sebmaler, sanmartiger ZwisehensdhenlDelluKit, sechs obere und sechs untere Backen- 
zlhne. Hierher: A. ec au data Sauss. Oben dunlDslschwanbrann, unten beller, 
5^ cm lang. 22 cm spannend. Brasilien. 

Anas, ü. After. 

Auoletto, Italien. Harne für Trigla, Knurrh&bne. 
Aones TMuhe, s. AnmoBltldae« 
AeafXt Lmtra« 
Aerto, n, AtafelMere* 

Aorta abdominalis, s nnuchfllBser. 
Aorta ascendens» s. Wirbel thiere (Herz). 
Aorta eepballea, i. BaaebfBsser« 
Aorta detcendenB» b. WIrbeltbter» (Hers). 
Aortenklappe, s. Singrethlere. 
Aortenzwiebel» bolbos aortae, s. Fische. 
Avtus = Nyotipitbeotis» Naebtaffen. 

Apalodenui = Trogon narina, die Narina. Ans der Familie der Kage* 

schnabler. 

Apar, Gürtelthier, s. Dasypus. 
Apate Fabr., s. Holsfresser. 

Apateon. Fossile Lurche. St<'inkolilonzt'it. 

Aputhus rupester F<^r,t Felsenschmarotzerhummel, aus der Familie 
der Blumenwespen. 

Apatosaunifl HarsA. Foesfle Gattnng der Dinosanria (Unterordnnnff 

? *uropoda). Mit überaus weitem Rückenmarkcanal; die Wirbelmittelpunkte und 
deren Fortsatze etwas prwpitort. Arten: A, laticollis Marsh. Wirbel über einen 
Meter weit, Nacken 160—190 Meter; A. Ajax Marsh, über 16 Meter lang. 

Apatttra Fab., Sohillerfalter. Gattung der Tagfalter. Den Eisvögeln 
(Limenitis) Ihnlidi mit brcit^odrückter Fttblerkeule, spitzauslaufenden einander 
anliegen'lfn Ta'^t'^rn. Die Männchen sohillfirn auf der Oborsoito dor Flüf^e! prflchtig 
g^'lb, blau oder violett. Die Raupen dornlos. grftn. leben auf Weiden und Zitter- 
pappeln. Hierher u.a. die deutschen Arten: A. Iris L., Blausühiller, Iris und 
A. IliaL., Gelbsebiller. 

ApeUsy Oebus Apella, brauner BoUaffsb 



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Aper— Aphrothoraea. 



Aper = rhacochoerus aethyopicus, Hartlftufer. Aus der Gruppe 
der Wftrzensehweine. 

Aperen, TaTfa. 

Apertura, Ooffnung, die vordi re Mündung gewundener Sohneokenscbalen 
(fir&her hiess auch der Münduugsraud m). 

Apertnra (Mtlndnng), s. BABcliflHMr« 

Aper turn rniiiiUrera, ^. Btickflltier»* 

Apex, s. BauchfUsser«* 

Apex (ScheiU^l), s. llKMkAltlllere'.* 

Apfelbaum-BlattUlttS» grüne = Aphis mali. 

Apfell)aum-Blattlaus, rdthliche = Aphis sorbi. 

Apfplbaum-üespmnstmotte, Hyponomenta malinplla. 

Apfelbaum-Glasflügler» Sesia myopiformis, aus der l'amilie der Holz- 
bohrer. 

Apfelbaiim-Scli]iau«uiiotte Hyponomenta malinella. 

ApfclblUthenstecher, f. AnthonoBU« 
ApfelblatUas» s. Schlsoneura. 
Apfelsanger, s. Psylla. 

Apfolwickler, s. Carpocapsa. 
Apfelworm» s. Carpoeapsa. 

Aphaenogaster, Gattung der Knoten ameisen (Myrmicidae). 
Aphaalotlat i> OetoeryptU. 

Aphanfptera Rh;/, (aphanes unsichtbar, pteron Flügel), s. Flöhe.* 
Apharinernno Schmorda. Familie der Strudelwürmer. Mit nicht vorstülp" 
barem SchluudkopL 

AplieloBaimis Oerv. = P roter osanrus J7. r. Jf. Fosdle Qattmig der 



ac, 8. BlattlBnso. 
Aphidiuü Nees., h. Braconidae. 
ApUkellla Sdw.f a. AvgaakorallM. 

Aphilotrix, Gattung der Gallwespen. 
Aphlebia Br. Gattung der Schaben (s. d.). 

Aphodius III. Duno-kafer. Gattung der Blatthornkäfer (Lameiii- 
cornia). Uuteifamilie: Mistkäfer (Coprophaga). Mit fünf Bauchringen, am 
Ende zweidomigen Hinterschienen. Die hinten gerundeten Flügeldecken lassen das 

Loibesende nicbt frei. Bcitl»' üiiterkieferladen hüutig. In nielireren hundert Arten 
vertreten. Umschwärmen boi Sonnonschcin und an schwülen Sommer abenden die 
Misthaufen zu Tausenden, legen ihre Eier unmittelbar in den Mist. S. Blatt» 
karDkifer* 

ApholidMiyB Fom^, Fosole Gattung der LnrckBcbildkrOten. Aua 

dem Eocen. 

Aphritis Latr. Gattung d«r Schwebefliegen oder Schwirrfliegen 
(Syrrphidae). Hierb«r a. a.: A. apiformis de Geer^ deren Larve als Gast der 
Stockameis^ (Formiea fnliginosa) lebt und ihrer vollständigen Kriechsokle 
und ihrer trügen Bewegung wegen sogar von Zoologen für eine Nacktschnecke ge* 

halten vnirde. 

Aphroditldae» Familie der Polychaetae errantia: Fossstommel des 
Backens mit breiten Schuppen, welche meist abwechselnd oft nur am Vorderkörper 

den Segmenten nufsitzcn; Kopflappen mit Augen, mit einem unpaaren und meist 
zwei seitlichen Stuntühiern und zwei stärkeren unteren Fühlern; Rüssel cylindrisoh. 
vorstülpbar mit zwei oberen und zwei unteren Kiefern. Gattungen: Aphrodite 
L., Hermione fit«., Polynofi Sao,^ AooStes Äud.^ Sigalion Avd. n. s. w.* 

Aplu^^ra Genn. (grioch. scbaamtragend) , Sohanmcikaden. Gattimg 
der Kleinzirpen (s. d.). Die Larven sitzen auf ]Ml;iT!7i"n<^tengeln und lassen aus 
dem After schaumigen Saft, der sie ganz einhüUt(Kukuksäpeichelj. Hierher u. a.: 
A. spnmaria L., Tenunadit den Knknksspeickel am Bocksbart, Sdianmkrant und 
der Kukukslichtnelke und die «Weidenthränen" der Weiden, indem ihre Schaum* 
blftschcn 711 Tropfen zusammenfliessen und herabtrlinfrli». 

Aphroikoraca (griech. aph{Os Schaum, thorax Rumpf) s. Aotinophr/idae Dej.* 




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Apü— Apoletniadae. 



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ApU = Lammntia. 

Apidte Latr., s. Blnmenwespcn. 

ApiocrinuB. Fossile Gattung dor Haarsterne (Criuoidea). Familie: 

Pentacriuidae. 

Apioeystites. Fossile Gattung der Stachelhäater, den Haarsternen 

aidl anschliessend. Im Uebergangsgebirge und Kohlt-nkalk. 

Apion Herhat. Spitzmäuschen. Gattung der Rüsselkäfer. Kleine, 
zierliche Käfer mit birutürmigem Körper, der hinten am dicksten ist, nach vorne 
an einen didiMi walzigen Bflwd verlftnft, mit kenlenfibmigen , nioht gebrochenen 
FBhlem. Sie sind durchwegs ohne alle Zeichnung, schwarz, blau, grün oder 
mennigroth. Sind in otwa 400 Arten über die ganze Erde verbreitet. Z<'itlich 
im Früiijahr findet man sie schon auf den Zweigen und spät im Herbste sind sie 
noch da. Hierber n. a.: A. aprieans OyU.^ A. flavipes Owm, den Kleesamen, 
A. poxnonae F., Obststeeher, den Triebwi der Obatbftimie sobftdlieh. 

Apis, 8. Honigbiene. 

Aplacentalia = Implacentalia, Säu^ethiere, bei welchen die Entwicklung 
Dlin« HntUnrlciifiheBbildung erfolgt. sind die Beuteltbiere und Kloaken- 
thiere. 

Aplax //. r. 3/. Fossile Gattung der SeeBcbildkröten. 
Aplexa, 8. Phjü«. 

A^diuii Savigny. Gattung der Foljolinidan. Featntsende, nnregel- 
mässig convexe Aseidien-Golonien auf BCeerpuansen and Steinen, deren Einzel» 

thierchen jedes eine eigene sechslappige EingangsöfFnung besitzt, während die Aus- 
fohrdffiiang für eine ganze Gruppe gemeinschaftlich ist. Schon lange bekannt: 
A. Hcns L., Heerfeige (als Alcjonium) an den engUsoheii Küsten. 
Aplocerus = Capra montana, Sehne exiege. 

Aplodontia Richards, a. HaplodOB« 
Apijsia, 8. Apljsiidae. 

AplysiidM, Familie der Stegonobranchia. Sehale Ton xwu Fnsslappen 

fiberdeckt. Gattungen: Aplysia L., Dolabella Lam.* 

ApneumoTiM, Unterordnung der fusslosen Seewalsen. Langen fehlend; 
Gekröse mit \Viiupertrichter. Familie: Synaptidae.* 

Apnensta ant (grieeh. apneuoto« athemloe), s. Asselsplnnen «.Blrenthlerehen** 

Apneastlsch, s. Insekten * 

Apnoe heisst der Zustand eines Thieres, in welchem es in Folge künstlicher 
Uebersättiguug des Blutes mit Sauerstoff die Athmungsbewegungen einstellt. 
Apoda, 8. BlindwUhler. 
Apoda, f«. Eahlbäuche und Fische. 
Apod« ^ghech. a-pous Furis), s. Seewalzen, fasslose** 
Apo4a, a. SUniwSrmer n. Blvtegel.* 

Apoda, Familie der Bankenfüsser. Körper mantel- und fiisslos; Mund zum 
Sangen: I^V^en in Rankenfüsserschalen. Einzifre Familie: Protolepadidae.* 

Apoderus Oiiv. Gattung der Büsseikäfer. Fühler zwülfgliedrig, Hinter- 
rtnd des Halsschildes wulstig aufgeworfen. In cahlreichen Arten yertreten Die 
Weibehen maehen an den Blättern knopfartige Rollen, in die sie die Eier abl^^. 
Hierher u.a.: A. coryli L., Haseldif'kkrpfkäfer, glänzend schwarz, Brust und 
Pocken roth. Seine Wickel findet man aui Haseln, Buchen, Hainbuchen; A. longi- 
coUi:», laughalsiger Dickkopfrüssler mit auffallend langem Halse, auf Java. 
8. BiflseUcifer. 

Apodldae, 8. Klefenffls^e. 

Apogon Cuc. Gattung der Barsche (s. d.). Grossäugige und grossschuppige 
Fische, der Gattung Ambassis sehr nahe stehend, mit bestacheltem Hauptdeckel, 
üeln r 50 Arten. Art: Barbenkönig (A. imberbis lAmii) 10 em. Orange- 

färben oder rotli mit kleinen scliwarzblauen FlMfkr n; an der Schwanzflosse steht 
'-in grösserer schwarzer Fleck; die Flossen sind rotii. Sein Name rülirt von der 
Aelmlichkeit seiner Färbung mit der der Barben und seinem wohlschmeckenden 
Fleisdie her. Mitteimeer. 

Apolemladae Huxley. Familie der Rührenquallen. Physophoren mit 
langem . fadenförmigem Stamm. Die Schwimmglocken sind zu einer zweizeiligen 
Schwimmsäule vereinigt. Hierher: Apolemia uvaria Less. mit keulenförmigen 



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I 



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ApoUofalter>-AquaspiraDtia. 



Deoitatfleken, wenigen Fresspolypen, zahlreiohen ^Kuteni, imTerlttelteii Fangflld«&. 

2 nun lang. Ini Mittelmeer. 

Apollofalter, Parnassius Apollo L.y rothnr Augenspiel. Schöner 
Tagfalter. Die Baupe, nur bei grosser Hitze zu sehen, lebt auf Sedum album. 
Qebirgsfalter. 

Apophyse heisst: 1) der ans einem eigenen Knochenkern entstandene Fort- 
satz eines Röhrenknochens; 2) der imtsr« Soheokelhng swisohen Hüfte and Schenkel 
der Wespen artigen Hautliü^,^ler. 

Aporosa. UnterabtLeilung der Madreporarieu, die Mützenkoraüen 
(Tnrbinolidae), Sternkorallen (Astraeldae), Aagenkorallen (Ocnlinidae) 
und Pi ] 7 1; »rullen (Pungidaf) umfassend. 

Aporrhaidae. Familie der Vorderkiem »^r. Schnecken mit gewundener 
Schale, ausgebreiteter Aussenlippe, hornigem klemeu Deckel, langer Schnauze, am 
Gmnde der langen Fühler auf kleinen Stielen liegenden Aiu[en. Hierher die 
Gattungen: 1) Aporrhais Costa (Ctenopua PA«/.), die kegelrormige Schale iiiit 
hohem Gewinde. Art: A. pes-pelecani Grny, Pelikansfuss, kommt in Triest 
als Zamarhgola auf den Markt. 2) Struthiolaria L. Die eiförmige Schale 
mit kuraem Gewinde. Art: Str. straminea (rm. = nodnlosaLofii. Nenseeland. 

Aporrhais, s. Aporrhaidae. 

Apostolepis Cope. Gattung der Wüfstensohlaugen. 
Apothekerassel, 8. ArmadilUden. 
Afparatna apicalis (ScheitebchildX BealfeL* 



Appendionlaria Chwm»»o. Gattung der Mantelthier e. Den Aaeidien- 

Larven ähnliche, im offenen Meere freiflcbwimmende, nicht zusammengesetzte Thiere 
mit bleibendem Rutlerschwanz. Ihnen nahestehend die Gattung: Fritillaria 
Qiioy und Gaymard mit kurzem iSchwanz, gebogenem Endostyl, hutfÖnniger 
Kopf falte. 

Appendteularidae Grone, einzige Familie der Schwansascidien mit den 
Gattungen: Appendicularia Cäow., Fritillaria Fol, Kowalevskia Fo/ u. s. w. 

App(*ndiciilata polychaeta (griech. vielborstige). Nach Gruhc erste Ord- 
nung der Kingelwürmer, zu welcher alle Würmer, die neben seitlichen Borsten- 
bündeln am Bücken oder Kopf weicke Anhftnge (.\ppendices)(Bl&tter, Läppchen, 
Fttden n. b. w.) tragen. Zer&llen in: Banbanneltdan (Bapacia) und Schlamm- 
fresser (Limnirora). 

Aprasia mit Aprasia octoliueata Petera, Gattung der Sandec^hjsen. 

Aprilkfifer, Rhizotrogos ossimilis Herbat, s. Blatthornkifer. 

Aproeta Din (non Jf. iSdlnIte«), ■. Fadenwtniar** 

Aprncta M. SchuJt::e (griech. aproktoa After), •. Stnidclwllraier. * 

Apron, Barschart, 8. Aspro* 

Aptonodytes, s. Flostentanekor. 

Aptern, s. Fingrellose.* 

Apteria, Haine, 8. Vögel (Geticder). 

Apterlchthys = Ophichthys. 

ApternoB, i. Ficidae. 

Apternra, s. Kahlgeh wSnze. 

Apterygidae, s. Hehtiepfeustrausse* 

Apteryx, ». Schnepfeiistransaa« 

Aptychns, s. Kopffttsaer. 

Apas Ochä/fei; s. Klefenfttsse. 

Apiis meiba = Alpensegler« 

Apnsiden, b. Apodiden. 
Apuya = Nabelschweiiu 
Apygla, 8. Testieardines.* 
Aquarien» •. Zoologisebe GIrtea. 

Aquaspirantia (lat. wasserathmcnd) Bäte und WesUrood. ünterabtheillUig 
der Aas ein, alle Asseln, mit Ausnahme der Landasseln, umfassend. 




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AqaatUu ctnclos— ArchaeopteiTZ* 



47 



Aquatilis cinelus = Ginclus aquattous, Wasserschwätzer. 

AquUa marina =: Mylliobatis aqnila, Adlerroohen, Meeradler. Ans 

dir Fainili-' tl( r f^^t ucholrochen. 

Aquilastur Bonelli = Nisaetus fasciatus, Habiclitsadler. 
Aqnillaaey s. Adler* 

Ära anMNUiga = Sittaee macao, die Arakanga. Ans der Grappe der 

ArakiftcJie Fauaa, ä. Fanua* 
AraMaeket Pferd, i. Pferd. 

Arachnidlmn (Spinnapparat), s. Spinnen.* 

Arachnocebus = Steuops gracilus, Schlanklori. 

Arachnoidea Gerat, (griech. aracbjioeides spiimenartig), s. Splnnenthiere. * 

Artga = Warxouokweiiu 

Arakanga = Ära. 

Aramus = Rallus aquaticus, Wasserralle. 
Ardaeae faranea Spinne), s. Splanea« 
Araneida Latr. (aranea Spinne), s. Splnaea« 
Arapalmn, 8. OsteoglOMidae« 
Arara, t». Sittaee. 

Atamkakadm = MioroglMiu atenimiis. 

Ararauna — Sittaee araranna. 

Arassari = Pteroglo'ssus Aracari. Ans der Familie der Pft-fferfresser. 

Aratinga acutirostris = Brotogerjs tirica, blauflügeliger Schmal- 
Schnabelfittich. Südamerika. 
Arbd = Elephaiit. 
Arbavik Grönland.swal. 

ArbPlter hfissen hei den staatenbildenden Ameisen, Wespen, Bienen, 
Termiten (ü. d.) weibliche Individuen mit verkümmerten Geächlechtäwerkzeugen, 
dOMn die Jnngenpflege, Srricktmig and Instandhaltang des Baoee, Zatraoen der 
Nabrong, überhaupt alle arbeitlichen Verrichtungen obliegen. Oft finden sich neben 
kleink^pfigen Arbeiti^m mit schwachen Kiefern groeskOpfige mftnnliohe Arbeiter 
mit starken Kiefern (Soldaten). 

Arbeltibiene, s. Honigsblene. 

Arbcltütheilantr, > Thierstöeke und Tklerstaatoa. 

Arbek = Grönlandswal. 

Arbelorhina = Oaereba cjanea, Sai. Aus der Familie der Zacker- 
Vögel (Caerebidae). 

Are«) 6. Archenmuscheln. 
Arcadae, s. Arehenmuscheln. * 
Areella Ehrenb., s. Arcellldae. 

AjroeHfdae* Familie der Foramini fera loboea. EOrp«r mit zahlreichen 

Kemf'n. Vaciiolen, lappigen Pseudopodien und fester napffbrmiger Schale mit 
Oeffnung in der Mitte: Arcella jbfhrenb.f Arcellina Ihtp.^ Paeudochlamjrs 
tiap und Lachm. u. s. w.* 

Areellina Dup.^ s. Arcellldae. 

Arcestiden, s. Ammonlten. 

Aroeuthomis = Turdus pilaris, Wachholderdrossel. 

Arehaeomys Jourd. FosiUe €kttung der Nager, doi Octodontiaa 
WuUrh. angehOrig. Aus der Miocän- und Tertiäneit. 

Archaeoniscus. Fossile Gattung der Ringelkrebse aus dem Oolith. 

Archaeopteryx (griech. ürflügel) //, %\ M. — Gryphosaurus, Rätheiei- 
dechsen, A. Wagti. Fossiie (jrattung der Vögel. Von allen anderen Vögeln durch den 
kOrperlangen Sdiwanz, dessen einzelne Wirbel jederseits eine Stenerfeder tragen, und 
durch die getrennten Knochen der Mittelband nnterschieden. Die Kiefer sind bezahnt. 
DifSf Gattung bildet mit den Oatf tüv' -n • Tchthyornis (mit gekieltem Brustbein, 
den FLschwirbeln ähnlichen biconcuveu W irbeln, gutentwickelten Flügeln, in eigenen 
Alveolen sitzenden Zähnen) und Hesperornis (mit vorne concaven, hinten con- 
veien Wirbeln, ungekieltem Brustbein, verkümmerten Flügeln und in einer Längs* 
ritme des Ki* ferrandes steckenden Ziihnen) die Gruppe der Zahn vögel (Odontor- 
Qithes). Da mau in Archaeopteryx das Bindeglied zvirischen Vögeln und Kep- 



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48 



ArdiMoiomtoi— Ardüna. 



tilieu gefunden zu haben glaubt, so hat man durauthiu die Vogelordnuug: 
fiaururae (EideduensehwSnxe) mit der Familie: Arcfaornithidae (üTrOgel) ge- 
kündet. Bas erste £hramplar der Aroliaeoj^ieryx ist um 14,000 Mark nach 
England vorkauft worden. Jüngst hat man md wdteres Exemplar gefunden, das 
sich im Berliner Museum befindet. 

AnhMOMnites Somiberf/mr, Fossile Chnippe der Landschiieokeii. Vor^ 
lin&r der OattnncF Zonites. Sohon im Oligooen. 

Archar» Wildschaf. 

Archare« Wildschaf. 

Archastery M. u. Tr., s. AHtropectinIdae. 

Archegosauria Ilurley (griech. Eidf^clispo-Stammvater). Oanoceplial a. 
Glanzköpfe. Fossile Gru|)i)e der Lurche. Unterabtheil img der Wickelzähner 
(Labyriuthodonten). Mit gepanzertem Schädel, wenig au^ebildeten Zahnfalten. 
Durchwegs aus der Steinkomtnifonnation. Gattungen: Dendrerpeton Owm, 
Arch f ' - :i n !• n s G'.IJfu.:., 1j o V ri 11 \ a Htadfff n. a. 

Archtigosaurus, ä. Archegosauria. 

Archenmuscheln (Arcadae). Familie der Homomyaria. Schalen gleich- 
Uappig, dickwandig: Band Knsserlicht Epidermis oft behaart; Sohloss mit Zähnen, 
Kiemen fadenartig; Fuss gross. Qattongen: Area L., Pectnn culus Xam., Cnoul- 
laea Lam u. 8. w. 

Archibnteoy s. Bassarde. 

Arehicorax = Corvultur crassirostris, Erzrabe. 
Archlfastrnla, s. Oastrnla. 

Arch^etes Sieboldii Leuckart. Von Leuckart als geschlechtsreifes Cestod 
erkannter Parant mit vtni sehwaehen Sauggruben und Solivaazanhang 

Ardugoiiie HaeeM, Ursengnng. Zum Unterschiede Ton Tooogonie, elter^ 

lieber Zeugung. 

Arcnipterygium Gegenhauer (gnech. ürflosse). Urform der Fi.schflosi»e. Ein 
stark gegliederter medialer Knorpelstab mit einer Reihe dünner gegliederter Flossen- 
atrahlen jederseits. Findet sieh beute nur mehr bei der Gattimg Ceratodus. 

Architeuthis SVf'(';>«/rMp, Riesentintenfische. Gattung^ der Oigopsidae. 
Der fabelliafte Soemönch, Fischmensch. Seebischof alter Werke. Voti Zeit 
IM Zeit an den Küsten strandend. Das grüsäte bis jetzt gesehene Exemplar war 
sechs Meter lang, während die Arme elf Meter Länge hatten. 

Architroch (griech. ürrad) Ray. Gemeinsame Bezeichnung für das ringsum 
bewimperte SpgtA der Mollusken-Embryonen, den Wimperapparat der Bttderuiiere 
und den Fühlerki-auz der Moostkiercheu. 

Archizöa Leun, (griech. arche Anfang» soon Thier), 8. ürthlere. 

Archornlthidae, s. Arohaeepteryx« 

Arddae, s. Area. 

Aielfen Cope (grieoh. Bogen tragend), ünterabtheihing der Froschlurcbe. 
Cope basirt diese Oruiipe auf die Gestalt des Schulterc^ürtels und dhlt hierher die 
Familien: Disenglossida , Asterophrynida , Pelodytida. S>caphipodida, 
Hylida, Cystignatida, Rhiuophry nida, Bufonida, Hemiphractida. 

Arctea Lamour. Gattung der Kreiswirbier (Gymnolaemata = Stel- 
matopoda). 

Arctia Sehr. Sohraetterlingsgattunfr der Biir enspin r. p r ( A i' ctiina) mit 
A. caja, brauner Bär; A. purpure a, Furpurbilr. S. Aretiidae. 

Arctiidae. Familie der Schmetterlinge. Mit breiten, iu der Kube dach* 
f&rmigen oder um den Körper sieb wickelnden Flügeln; Hinterflügel mit Haftborate ; 
Leib dicht behaart. Ziehen bei der Berührung Fühler und Beine ein und sondern 
aus den Fühler- und Knie»Telenken einen g'elben Saft ab. Zerfallen in: 1) Flechten- 
spinner (Lithosiina). Gattungen: Setina üchr.^ Calligenia Dup., Gnophria 
iiteph., mit On. quadra L.^ Vierpnnkt, Lithosia Fabr. 2) Arctiina, Büren- 
spinner. Deren Baupen mit langbehaarten Warzen die sogen. Bären raupen. 
Gattungen: Oallimorpha Latr., Emydia Jioisd., Arctia Sehr. ~ Enprepia 
Ochs, mit A. russula It., Strohband (Nemeophila ^<£/>/i.); A. caja />., brauner 
Bär, gemeiner Bärenspinner; A. Tilltca L., schwarzer Bär; A. purpurea L., 
A. menthastri E»p, (Spilosoma Steph.)» 

Aretlina» Bärenspinner^ a. Aretlidae. 



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Arctism^ATdeamanias 



49 



iretit€% 8. Xardigrttda. 
AntlsflM* B. ANtiseoiiMM. 

Aretisoonidae, Einzige Familie der Bärent hiereben mit den Gaftungen: 

Arcti'^f''Mi ^''hrk., Macrobiotns ^vfmllze, Ec}nni<=cus S. Srhult:^i' ti s.w.* 

ArcUliü Ttmminck. Marderbären. Gattua« derürsida. üesiieckte lang- 
behaarte mbnm mit sehr langem Schwänze, langbepinselten Ohren, den Wickel- 
biren sehr ähnlich. Art: Binturong (Arctitis Binturong jHcmwineiÄf) 60 om, 
S'hwanz 63 cm. Glanzlos schwarz. Nakchtlich s nach seinem Freilebeii wenig be* 
ianntes Thier. Hinterindien, Bonieo, Java, LSumatra. 

Arctocebus Bennet. Bäreumakis. Gattung der Lemuridae. Wie die 
Potto*! noch wenig bekannte Halbaffen mit ganz yerkümmertem Schwans lud noch 
tnnemn VorJerzeigefinger. Art: Bärenmaki (A. calabarensis Bmmd). 27 cm. 
Bostbraun, unten grau. Westafrika. 

Arcotc«phaliiia Turner (griech. Bärenköpfige) = Utariae, Ohren robben. 
Familie der Flossenfüseer (Pinnipedia). Plumpe Bobbra mit dichtem, grobem, 
iliitiehendem Haar, deutlicher, kleiner (Hnmitsdiel, nicht ▼erlftngerten Eckzähnen. 
Jederseits drei Sehneidezähne oben, zwei unten, ein Eckzahn oben, einer unten, fünf 
bis sechs Backenzähne oben, fünf unten. Die Männchen bedeutend grösser. Einzige 
6«ttvng: Otaria Peron, Mit den Arten: 1) 0. jubata Dem. (Plathyrynchus 
jabatus) Mähnenrobbe. 2,7m lang. Gelbbraun bis braungelb. Antarktische 
Mf-rn. 2) O. Stelleri Less. (Eumetopias Stell eri GHL) Seelöwe. Schwär/- 
licb bis iichtbraun ; Männchen 5 m laug. Im nördlichen stillen Ocean. Fett, Haut, 
Ged&nne werden verwendet. 8) A. ursina Piron. (Callorhinus ursinus) See- 
bär, Bftrenrobbe. Männchen höchstens bis 3 m lang; donkelbraiui bis braun- 
schwarz, unten hell i . Im nördlichen stillen Ocean. Das weiche, Tiarte. sf iden- 
artigp Wollhaar sehr geschätzt. Jährlich weiden, besonders bei den St. Georgs- 
lUid St. Paulsinseln, an 150,000 Stück erbeutet. 

Arctocyon, s, AmphicTon. 

Arctocjonia, s. Amphicyon. 

Arctomina = Murmelthiere, 

Aretoiiiys Cwnir, Mnrmelthiere. Gattung der Eichhörnchen. Plumpe, 
grosse Nager mit kuRen Ohren, kurzem, buschig bäiaartem Schwanz, Daumennagel. 
Art(-n: 1) Alpenmurmelthinr (A.mnrmota TJun^) s. ä.: 2) Bobak (A. bobac 
Fallm) dl cm, Schwanz 1' cm. Heller gefärbt und mit ki'uv.erem Schwanz. Bewohnt 
io grossen Schaaren die weiten Steppen Südrusslands, Sibiriens, der Mongolei, wo 
■seine hohen Hügel weithin sichtbar werden. Wird gegessen. 3) Kursschwänziges 
Murmeltliier (A. brachyurus //aWf;*) 43 cm. Schwan/, 8 cm. Uraungrau. /ingel- 
loth angeflogen, unt'm /.ipgelroth . zehn nnil mehr Stücke bewohnen einen Bau. 
Aoi Columbiatluise, 4) Monay (A. moiiux Demarst)^ 5,7 cm, Schwann lU cm, 
Mwlbrann, an den Seiten rOthlichbraun. Soll ausser in selbstgegrabenen Baoen 
aadi in hohb ri Bäumen schlaf. Nordamerika. 

Arctonyx Cutier* Gattung der mar der artigen Banbthiere (Mastelida). 
Ostindien. 

Afttopithecly a. Xrallmiaffen. 

Arctiiriden (griech. Bärenschwänze) Dana. TTnterabtheilung der Anisopoda. 
Krebse mit deckplattenartigen hinteren Pleopoden. Mit den Gattungen; Anthura, 
Arcturus, Leachia. 

Areturaiy s. Arctorlden« 

Arenata, s. CyelometOfa« 

Ardea, 8. Seiher. 

Ardaldae, s. Relliar« 

Ardenna = Puffinus major, Wassersohereri ans der Familie der 

Sturmvögel. 

ArdeuBerpferdy leichtes Pferd, beweglicher und zierlicher als das flämische. 
Beliebtes Artillerie-, Ackä> und Btellwagenpferd. 

Aidamerrieli, gewöhnlicher Bindersehlag Nordfrankreiofas, Belgiens und 
Lnxemburgs. 

Ardeola = Ardea bubulcus. Kahreiher. 

Ardeosaurus H. c. M. Fossile Gattang der Acro saurer. Echsen aus 
dm Soleaholher OoUth. 

KB«««r, ttadirartoibaeh der ZoploRle. 4 



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50 



ATdeMft-*Argyreioen». 



Ardetta, Keiher. 

kmk (Scshüdehen)» a. MiMlieltUer«. 

Area g^erminatiTa, Fruchthof, der mm Embryo rieh nmlnldeiide Theil 
der Keimblase der Eier der Wirbelthiere. 

Area opaca, Gefässhoi, der trübere, dunkle Theil des Frucbthotes , in 
dem die Gefftne des sog. Dottsrkrrislaiifes entst^en. 

Areft peUucida, der helldf» dnrchsichtigo Mitteltheü des Fraobthofes, dor 
rieh 7.nm pi^Titlichen EmbryolMb nmbildet. 

Arenaria calidris = Calidris arenaria, Sonderling ans der Familie der 
Schnepfenvögcl (Strandliofer). 

^«■Icolae» Grabkäfer, s. BlatthornkSfer. 

A r^nic'Olidae (Telethuridae). Familie der Polychaetae sedentaria: 
Kopflappen klein, ohne Fühler, Eü&sel mit Warzen besetzt; Kiemen baumibrmig 
Terftstelt an den mittleren und hinteren Segmenten, bohren im Sande. Qattongen: 
Arenicola Lam., Eumenia O^rsf. n. 8. w.* 

Areola, s. Schalenkrebse. 

Arethnsa TU., h. Fhirgalidae. 

AretBch = Madenlaeker. 

Arc-frli. s. Mufflo 
Argalia, s. Ecleopas* 

Arg8R Latr., Sanmceehen. Gattung der Holsbftcke (Izodea). Ifit 

schildartiger , nach vom schwach verschmälerter BfiekenflSche nnd kurzem, der 
Bauchselto angeheftetem Rüssel. Hierher: 1) A. persicus Sar.. persische Saum- 
zecke, Malleh. Giftwanze von Miana. Wohnt nach Art unserer Bettwanze in 
den Wänden der Häuser, überfallt wRbrend der Nacht den Schläfer und hinter- 
iSest schmerzhafte Wunden; rie soll ans einzelnen Dttrfem die Bewohner vertrieben 
haben; 2) A. refkxns Latr. . mnscholfttrmige SauTn7.relie. LeLt in Mauer- 
ritzen nach Art der vorigen, ist aber in Eurojiii /.ii Hause, nälirt sicli vom Blute 
der Tauben, kommt aber durch diese hie und du uuch in die menschlichen 
Wohnnngen nnd bringt dann, wenn rie den Menschen gebissen, ähnliche Wirkungen 
hervor, >vie ihre persisdi V rwandte. 

Arge Hilbn., s. Satjridae. 

Argenta externa, s. Kopfflls<er** 

Ar§^cntina Artedi, Strömsilde. Gattung der Lachse. Fische mit zahn- 
losen Kiefern, ziemlich grossen hinfUlligcn f^clinppen. Kücken flo«;?5e über den Bauch- 
flos«5en. Hierher: A. silus Ascan, der Biankesteen, A. hebridica Farr. in den 
nördlichen Meeren. Alle leben in grosser Tiefe de.s Meeres. 

Arferst = Elster. 

Arg^es Cuvi'i f;jriech. weiss), Cyklopen fische. Gattung der Welse. Nackte 
Fische mit kurzer Kückenflosse, unter derselben befindlicbon Baiulillosse. langer, 
niederer FettÜosse. Die Augen sind von einer durchsicjhtigen Haut überzogen. 
Die IQemenöffnung erscheint eis enger Spalt. Lebt nur in den nnterirdischen Ge> 
wHssem der Anden ; der Yulcun Cotopazi wirft ihrer oft Tansende aus. Hierher: 
A. cyclopnm Ihinihnfilf , 2 Zoll lang. 

Arges hei.sst auch eine Gattung der Brachyuren und eine der Trilobiten. 

Ar^iope (griech. Weissauge) Dealottgehamps — Megathyris Orbigni/. 
Gattung der Terebratuliden. Schlosslinie lang» gerade; das Schlossfeld beider 
Schalen schmal. 

Argonaata, s. Philonexidae« 

Argnildae, r. Karpfenllnse** 

Ar^nsfnsan, s. Fasane. 

Argnsttseh, n. Ephippus. 

Arguspfau = Argusfasan. 

ArffyBllis Fall., Perlmutterfalter. Gattung der Tagfalter. Schwarze 

dnnienbrettillinliclie ZeielmunL' auf rirancferothem Grund»- oben, mit silber- und perl- 
mutterglänzenden Flecken unten. Zahlreiche Arten. Hierher u. a.: A. paphia, 
Silberstrich oder Kaisermantel, A. agiuju, grosser Ferlmutterfalter. 

ATgyrelosns LaefyHe. Gattung der echten Makrelen. Den Stöckem 
(Caranx) sehr ähnliche Knochenfische, aber mit völlig glatter Seitenlinie. Gans 
nackt. Körper sehr hoch und schmal. Stirn flült steil ab. Arten: A. TOraer ln^ 



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Aj^UretÜi»— Armiloaseir. 



51 



Silberplatte, 10 — 15cm. Der zweite Stachel der Rückenflosse in langen Faden 
verlängert. A. setipinnis, 20— 30 cm. Flossenstrahlen nicht verlängert. Atlantische 
Kibte Araeiikas. Lebensweise unbekannt. 

Arpyrpsthia ITübn. (griech. silberfarbig). Gattung der Motten (s. d.)* Die 
Äaupen leben in Knospen und Trieben der Bäume. Vielp Artpn, 

Argyrouettt Latr. (griech. silbergesponnen), Taucher spinnen. Gattung der 
Weberspinnen. Hierher A. aqnatica 1/., gemeine Wasserspinne. Intereesante 
Spinne; Hinterleib in eine Luftblase gehüllt; baut sich unter Wasser ein Luft- 
schlo«!«;, indrm ^ie in ein Gespinnst ans Wasserpflanzen nach and nach die Luftblasen 
ihr€S Hiiit<;rleibei> abstreift. 

Ainropeleens, ein Edelfisdi, s. Stemeptyebf iae. * 

Arhjneha M. Schultze (griech. arhyncbos, ohne Küsscl). 8. MIcrostMüliM* 
Arbyni'hia (griech. BOsselloee) biess M, Edwarda die Strudelwflrmer ohne 

TOßtreckbaren Rüssel. 

Aricia Sat\ Gattung der Borsten würna er. Ohne Fühler, mit wenig ent- 
wickelten Kopflappen, meist vier Augen, kieferlosem Schlundkopf. In hSntigen 
Röhren leben dr ^^'i']^mer des Heeres. 

Ariel, e. Chelidon. 

Aliela = Herpestes taeulosus, Zebramanguste. 
Aiietas B««*, «. Aunonillda«« 

AriliiB smatiis» Badwanze, ans der Familie der Sehreit- oder Raub- 
wanzen. 

Arindia, angeblich eine Abart des Ail an thus- Spinners, deren Raupen nur 
Lsab non Ricinus communis fressen sollen. 
Irion, 8. Llmaefdae. 

Arioniii«^. Fossile Gattung der Delphine. Aus der Molasse. 
ArioiitH, 8. Behnirkelscihnecken. 

Ariruiiha = Lutra brasiliensis, Loutru, brasilianische Otter. 

Alis = D«ppeInaslioni. 

Arist« fFnhlerhorste). s. ZweiflO^ler. 
Arisfolügcr Cope. Gattung der Geckko^. 

Arl.*9tippe = Meteorus Nilsonii, ümber- oder Wauderfledermaus. 
Qlattnase aus der Gruppe der Abendfl atterer (Vesperugo). 
Arin!(, s. Welse. 

Arktis, ein hypothetische«; , nalie dem Nordpole gelegen gewesenes, jet9(t in 
Einzelgebif't«:» anfgelöstps Festland. Ö, Fauna* 
Arktische Fan na, 8. Fauna. 
Arktisches Meer, Hegion des» «. ThlorgeovrapUe. 
.irmndill, s. Enphractns. 

Armadilliden Mil. Edw. Unterabtheilung der Landassein. Körper zu- 
satumenroUbar , Schwanzgriffel blattförmig. Gattung: Armadillo mit der Art: 
A. officinarum, Apotheker assel, Kiemasien. Früher offidneU. 

Armadfllo, As^olgattnng, s. ATHadlUMen. 

Armaffe^ s. Hylebates« 

AmatI Buch, 9. Ammenlttdatt« 

Arme (branchia), s. Haarsterne.* 

ArmflossPr, Pediculati Om'er, Angler. Familip dor Knochenfische. 
Hässliche, sonderbare Fische von plumpem nacktem Körper, mit übermässig grossem 
Kopf, als Arme und Kriechwerkzeuge erscheinenden Bmstflossen mit yerltogerten 
Handwurielknochen, weit hinter das Ende der Deckelstücke reichender (Hals, Brust 
ori'l die Basis der Bmstflussen umhüllondfir) Kieinrnstrahlhaut, so dass sie mit dem 
Miule und der Kieinenhülile einen weiten Back bildet, fadenartigen Strahlen der 
Rückentiusse und anderen LockfUden. Echte Raubfische, äusserst träge. 
ffieriierdieOattongen: Lophins Artedi, Seeteufel, mitder Art: L. piscatorius L., 
gemeiner Seeteufel, Anglor. Angelfäden auf dem Kopfe, Maul- und Hachen 
sehr weit. 1.'' 2 ni Inng; MaltheCWicr mit M. vespertilio L., Fledermaus- 
fisch. Mund kleiu, Haut höckerig, Kopf mit rüsselartigem Vorspruug ; atlantische 
Kosten S&damerikas; Antennarins Commeraon, SeekrSten. Kopf seitlich stark 
znsemmengedr&ckt; Halientaea Chp, Kopf noch grOsser tmd breiter als beim 



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52 



AnofttaiMr. 



Seeteufel. Viele Arteu können sieb wegen der grossen Schwimmblase und der 
Erweiterbarkeit des grossen Magtns kngeliff aufblasen. 

Armfüsser (Brachiopoda Dum.). Klasso der Molluscoid<Mi, ausgezeichnet 
durch den Besitz von Sclialenklappen und spiralii,' aufgerollten Mundarmen. Sie 
wurden 1610 durch Fabius Columtia bekannt, der «ie Conchae anomyae nannte; 
Lehwyd fasste sie 1696 als Terebratula, JAnni als Anomia zusammen; Cuvier 
und die folgenden Forscher ordneten sie den Weichthieren unter und erst in 
nenostfr Zeit "mirdo ihre Verwandtschaft mit den Mossthierchen von Jirooh.<t auf 
Grund ihrer Entwicklung nachgewiesen, mit denen sie auch in einem Typus vereinigt 
werden. — Der Körper der A^mfÜsser ist bilateral gebaut ; ihre Haut besteht aus 
awei Schichten, die nur stellenweise zusanimenhangen und in den Zwischenräumen 
Blut enthalten. Sie biM t die als Mantel oder Mantellappen (palliunii hekannte 
Hautduplicatnr. welche um verdickten Rande meist Borsten (setao) und im Innern 
einen Idutleeren Hohlraum (Porivisceralraum), sowie Kalknadeln (spiculae) 
oder ein förmliches Kalknetz trägt; die Cuticula desselben sondert eine hornige 
oder kalkige Schale ab, welche dem Mantel dicht anliegt. Sie bestehen aus Sdiiclitea 
oder Pri Jörnen mit reichlichen CaniÜen und sind mit einer besonderen Haut 
(Periostracum) überzogen; ihre unorganische Substanz ist phosphorsaure und 
kohlensaure Kalkerde. Man unterscheidet eine untere Rücken- oder Dorsalklappe, 
die flacher und bi«it ist, und eine obere Bauch- oder Veutralklappe, die tiefgewölbt 
ist, meist einen Schnabelfortsat/. (rostrum) besitzt und direct oder mittelst eines 
Stieles (musculus peduncularis) festsitzt; selten ragt ein solcher zwischen 
den Klappen heraus (Ligula); im ersteren Falle ist ein Loch zum Durehtritte des 
Musk< Is vorhanden (daher , Lochmuscheln*). Der dem Schnabel entsprediöMU 
Theil der Dorsalklappe heisst Wirbel; die dem Schnabel und Wirbel entfjefrpnpre. 
setzte Seite heisst Stirne oder Stirnrand und die Entfernung zwischen diesem und 
dem Schnabel bildet die Länge der Muschel, üeberdies unterscheidet man an den 
Schalen, die übrigens regelmässig gleichseitig oder unsymmetrisch sein und eine 
gefaltete, gestreifte, gerippte, mit hohlen Stacheln oder Krdiren besetzte Oberflilcho 
besitzen können, eine besondere Gelenkverbmdung, das Schloss (cardium), mit zwei 
Zähnen, als Verbindungsstelle. Zwischen dem Schnabel, zwei seitlichen Schloss- 
kanten und dem Sohlossrande li^ das Schlossfeld (area); in der Mitte ein anderes 
schmäleres Dreieck, das Del ti diu m. das geschlossen oder offen sein kann (Deltidial- 
öffnung); manchmal fehlt das Loch und mit ihm jene^ Dreieck fast gänzlich 
(Pseudodeltidium); oft stehen neben dem Schloss honzuntal« Platten, die Ohren 
oder Oehrchen heiasen (Ordnung: Testicardines oder Articulati); bei vielen 
Formen fehlt das Schloss gänzlich (Ordnung: Ecurdines oder In articulati). Die 
Buckenschale zeigt meist eine Längsleiste und trägt, an dieser oder am Sehlossrande 
befestigt, meist ein kalkiges Arragerüsto (Schleifen), das bei einigen Formen 
(Spiriferidae) aus zwei bandartigen, spiralig aufgerollten Aesten mit freier Spitze, 
bei anderen (Terebratulidae) aus einem schleifenförmigen Bogen mit Querver- 
bindung (Schenkel, crura) besteht (Ordnnn<:f: Sclerobranchiata Sehn.); bei 
vieleil Formen (Surcobranchiata Schm.) fehlt di^s kalkige Gerüste, die beiden 
Schaleuklappeu sind durch Muskeln zum Oeffiien (musculi divaricatores) und 
Sehliessen (m. occlusor), nie durch ein Band mitsammen verbunden; sie durch' 
queren sich meist im Innern der Schale und lassen Eindrücke (Narben) auf der 
Innenseite dei-selben /.urück ; dazu kommt noch ein Muskel, welcher die Heweirungen 
am Stiel besorgt (m. adjustatores) , sowie Muskeln zum Auswickeln der Arm- 
spiralen u. s. w. Das NerrensjTstem besteht aus einem Schlundring mit kleiner 
oberer und grosser unterer Ganglionanschwellun^, die letzte sendet Xervenfäden 
zum dorsalen Mantellappen . den Armen und Öchliessmuskeln, und zwei kleine 
Ganglien zum ventralen Mantellappen und dem Stielmuskel. Als Sinnesorgane 
deutet man die Fransen der Armspiralen, die zum Tasten dienen ; die Larren tragen 
Augen. Der Verdauungscaual beginnt mit der am Grunde der Arme gelegenen 
kleinen Mundöffnun<^, die spaltenfÖrmig ist und durch die Speiserühre ^^u dem mit 
einer mächtigen Leber besetzten Mageudarm führt; dieser beschreibt dann eine 
ümbiegung nach der Rückenflache zu oder macht mehrere Windungen (Lingula) 
und endet, oft zwiebelartig aufgetrieben, an der Seite der Mantelhöhle (Pleuro- 
pygia) oder aftwlos (Apjgia); manchmal setzt sich der Darm in einen Strang 



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Armgorttit— Arolia. 



5B 



fort (Thecidium). Der ganze Verdauuiigsapparat und die Kreislauforgane sind 
Ton einander getrennt; ersterer wird von einem senkrechten Mesenterium sowie 
seitli <hen Gastropsri etal- und Ileoparietalbttndern in seiner Lage erhalten. 
Das Her/. i>t einkamraerig, gibt Arterit n ab (Aorten) und nimmt einen Hauptvenen- 
stamxu auf; erstere schwellen beim Eintritte in den Mantel an (aecessorische 
Herzen, Atrien), das übrige GefUsssystem ist übrigens keineswegs geschlossen, 
MBdem nur als laounOms Canalqrstem zwisdien Darm, Mantel und Amüdemm 
aasgebildet. Das Blut ist oft roth. (Pseudoh erz.) Die Athmung erfolgt sowohl 
durch die Oberflü^he der Mantellappon (daher Ptilliobranchiata lilr.) als auch 
durch die Spiralkiemen der Arme (daher Öpirobrauchiata, Spiralkiemer). £.s 
find dies grosse, meist mehr als den halben Sdialenranm einnehmende, von den 
nbrigen Organen durch eine Scheidewand getrennte, vom Armgerüst gestützte 
Organ*», wplchf mit Cirrhen reichlich bosot/.t sind und bei ihrer Ix'Ji'utL'nden 
Flicheuentwicklang und ihrer ausserordentlichen Wimperthätigkeit neben der Za- 
ftihr von Athmnn^^asser ancb jene yon Nahrangsstoffen besorgen. Als Excretions- 
organe treten zwei oder vier Catiiile mit drttsigen Wandungen auf, welohe ähnlieh 
den Segment alör^anen der Rinirelwürmer zu beiden Seiten des Darme«? mit frei» r 
trichterförmiger Oeffnung beginnen, seitlich vom Munde ausmünden und zugleich 
als Ausführungsröhren der Geschlechtsproducte fungireji. Diese werden aus den 
dicken, gelben «GenitalwQlsten* abgesondert, welche paarig in die Zwischenräume 
des Mantels hineinragen und =;iili vt rilsteln; die Geschlechter sind getrennt; das 
Weibchen besil/.t manchmal eine liruttasche. Die Entwicklung der Eier beruht 
auf einer ziemlich complicirten Metamorphose, die indes bis jetzt nur für wenige 
Fbrmen nachgewiesen worden ist. Die ArmfBsser der Jetztwelt, deren man kaum 
100 Arten zahlt, sind Bewohner der tiefsten Meere und erscheinen daher nur 
selten; sie haben das Maximum der Arten in der südlichen Hemisphäre. Die un- 
gleich grössere Zahl der Arten — es sind bei 2UU0 beschrieben ~ kommen nm* 
ndur foesU vor und bieten wohlerhaltene Leitmnseheln ; ne treten bereits im Silor 
auf, nehmen im Devon ab, erreichen im Jura wieder ein Maximum und sterben 
dann bis heute nahezu atis. Im Muschelkalk bilden sie die sog. Terebratula- 
bäuke, in den Südalpen den Diphjenkalk (.Krüten-Mandelsteiiie";; die Gattung 
Lignla ist heilte noch erhalten; die Terebratnliden allein lieferten in späteren 
Zeiten neue Öattnngstjrpen. Man unterscheidet zwei Ordnungen: Ecardines und 
T»r>ticardino«!. — Literatur: Owen, F., in Trans. Zool. Soc. London 1835. Han- 
cock, A., in Philüs. Transact. 1858. Lucaze Duthiera in Ann. sc. nat, XV. 1871. 
Brooks, JF. K., in Chesapeake zool. Labor. 1878.* 

Ann^erOst (Schleifen), s. ArmfOsser«* 

Armlanskrebse* a. Lemaeopodldaie* 

Armlilien» s. Pentaerinidae. 

Ammolelie (Sirenida). Familie der Kiemenroolche (s. d.). Aalftrmige 

Schwanzlurche mit drei oder vier stummelzehlgen Vorderfüssen, ohne Hinterfüsse, 
ohne Kieferzähne, aber mit Caumenzähnen und einer Hornscheide im Kiefer, jeder- 
seits mit drei Kiemenspalte n. Gattung Siren Linm mit der Art: lacertina 
JJrnii. Erinnert an die Aalmolche, ut schon seit mehr als 100 Jahren bekannt, 
wnrde snfiU^ch filr einen Fisch gehalten, lebt gerne unter vermodernden Baum- 
stimmen anstehendem 'rfwüsser. nflhrt sich von Würmern, Fischen, Weichthieren, 
Kaolqoapiien, quiekst, wenn man ihn berührt. 

Armvraselieln, t. BraeMopoden. 

.irniplatten, Bnichialplatkoi, i. ScUldlorSteil« 

ArmpoljP) 8. Hydra* 

Armrinnen, s. Sehl rmqn allen « * 

Armschlingen, s. Yflgel (Geüeder). 

Armwirbler (Lophopoda Dum., Phylactolaemata AUm., Hippo- 
cre^ia Gerv,), Süsswasserbryozoen. Ordnung der Ectoprocta. Tentakel- 
sehabe hnfei8enförmig(Lophophor); Mund mit zungenftirmiger Klappe (Epistom); 
Becher gleichartig; Stöckchen lederig, fleischig oder gallertartig; mit Stoloblasten. 
Sbnmtlich colonienbildend. Familien: Cristatellidae, Plnmatellidae.* 

ArnI, 8. BoTina« 

Anitf iMtis» s. PlattIM«« 

Amüi (Afterklauen), t. Insektea« 



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54 



Aromia— Artemia. 



Aroiitla iierc. Gattung der Bockkäfer. Hierher: A. moschata L., Moschus- 
bock; aii£ WeidflUi in yUAea Varietäten; die Larve im Weidenhohe. FrBditiger, 
nach Hoflolii» riedhender K&fer. S. Bockkftfer, 

Apomoolielys. Gattung der Chersemydae. 

Arpephorus A. Dum. Gattung der Agamen. Echsen mit säbelartigem 
Schnauzenanhange. Ai't: A. trincatus A. Dum. Auf Java. 
Arpsehnarr = Wieaenknarrer (Crex pratensis). 
Arquatella — Tringa maritima, Seestrandlivfer. 
Arrav>8dilldkr5te, s. Chersidae. 

ArrectoTCS pili^ die das Strttuben der Haare bewirkenden H aar balg- 

muskeln. 

Arrenurus abstergens, r o t h e W a ^ ^ e r m i 1 b e, aus d. Faui. d. W a ss e rm i 1 b e n. 
ArrhenotoUey s. iBsekten.* 

Art = SpecieSa Nach lAnn^a: „Tot numoramus species, qoot ab initio 

creavit infinitum ars" vprstand man unter Art die Summe aller Nachkommen einer 
im Anfange erschaffenen Thierform. Auch Cuvier brachte in eine Art alle die 
Individuen, zwischen denen die Aehnlichkeit von Geschwistern oder Kindern zu 
Eltern besteht. Diese Anschauung stand in ursächliclieni Znsammenhange mit 
dtMn niaubenssatz dm- Gvo]nir'n\ dass in den verschictlenen Erdopocheu stets neue, 
von einander abgeschlossene Faunen und Floren geschaffen wurden. Dipsps Doijinu 
vnirde aber bald durch die Entdeckungen der Paläontologie umgeworfen, und des- 
gleichen erwiesen die Thatsachen, dass zwischen von einander abstammenden Or- 
ganismpn durchaus keine absolute Identität, sondern nur eine Uebereinstimmung 
in den wesentiichston Eigenschafton bestehe. Man hat dann die Definition des Art- 
begriffes dahin moditiciit, dass man unter Art den Inbegriff aller Lebensformen 
verstand, denen die wesenüidisten Eigenschaften gemeinsam sind, die ▼<» einander 
abstammen und fruchtbare Nachkommen haben. Auch dieser Definition, welche 
zur Voraussetzung hat, dass die wesentlichen Eif^enschaften einer Art für alle 
Zeiten erhalten bleiben, stehen manche Thatsachen des Naturlebeos entgegen. 
Individuen ein und derselben Art sind an verschiedenen Abweichungen von einander 
unterscheidbar; durch Combinationen soldier Abweichungen treten bedeutendere 
Veränderungen auf. die 7;nr Entstehung von constanten Varietilten. Kassen 
oder Abarten führen, äolche Bassen sind entweder natürliche, die im freien 
Katarleben, imter dem Einfluss von Klima, Nahrungsverlnderungen und anderer 
Xiebensbcdingongen meist innerhalb bestimmter, begrenzter Gebiete entstehen, oder 
sind Call nrrassen , wie sie durch menschliche Züchfnnu' unter den Haustliieren 
herausgebildet worden und noch werden. Es haben sich bei einzelnen Thieriormen 
Varietilten herausgebildet, die sich von einander weit mehr unterscheiden, als ver- 
schiedene Arten. Aui-h sonst gibt es gar mancherlei wechselnde Momente, die bei 
der Fixininf^ einer Thierform als Art oder Varietät mitsprechen und vielfai-b 
irehen da die Anschauun^'en <ler Naturforscher auseinander. Auch die Fähigkeit 
der fruchtbaren Kreuzung ist kein unfehlbares Mittel bei Scheidung der Arten von 
Yarietftten. Kreuzen sich doch Individuen gans verschiedener Arten fimditbar, 
wenn auch solche Bastarde mit wenitjen Ausnahmen unfruchtbar geblieben. Je 
mehr die ursprüiiGrliche Anschauung von der Unabänderlichkeit fallen gelassen 
wurde und je allgemeiner auch in der Geologie die Anschauung durchdrang, dass 
die neuen Arten im Laufe lan^r Zeitrftume aus llteren Stammformen sich oeraus 
entwickelt haben und die heutigen Verschiedenheiten der Qrganinnen ohne die An* 
n ihnie £rro<:ser Erdrevolutionen und wiederholter Schöpfungsacte auf ganz natür- 
lichem We^e zu erklären sei, desto mehr wurde der Begriff „Art" zu einem 
durchaus mcht scharf abgrenzenden Ausdruck flkr einen gewissen Grad von Blute» 
Verwandtschaft, wie er in der Analogie der wesentlichsten Eigenschaften zum ftusseren 
Au'^drui ke LTelans^t. Vollständigen Durchbruch versrhaffte diesen modernpn An- 
schauungen über die Entstehung und Umwandlung der Arten erst die Ab.>ta[umungs- 
lehre Darwins. S. Abstammiuigslehre, Seleotioustheofie und Thiersystem. 
Artanus, PiroU, s. Orlell4«e« 

Artemia Leach. Salzwasserkiemenfüsse. Gattung der Kiem i 'üsse 
(Branchiopoden). Von der Gattung Branchipus durch das Fehlen des Zangen* 



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Arteonis— Amoolft. 



55 



fortsat^es am Grande der hinteren Antennen des Mftnnohens und dnreb die kOrzeren 

Forkalauhänge des Pleons unterscliieden. Leben nur in sakigem Gewässer, ertragen 
noch einen Salzgehalt von 27'*/o. Artemia salina L. Legen hart^si haüge Eipr 
oder sie bringen lebende Junge zur Weit. In Sakiaohen bei Triest, Muntpellier. 
Artemis, s. Yenusmuscheln. 

Arteria Tertebralls, Wirbeltchlagader, e. Slofelliler« (Skdel). 

Arterielles Blut, s. Blnt. 

Arterielle Yorkammer, s. Wirbelthlere (Herz). 

Arterien, s. ClrenlatleMorgrane« 

Arterien, h. GefSsssystem. 

Artkrebranohla» s. Sdialeukrebtie. * 

ArtbmeoeM«» b. BaiidlflMNir«* 

Arthrocoehlldes Ihering, Qliederschne ckcn. Den Prosobranehiata 
M'rne Edu ards entsprechende Hauptabtlieilung der Mollusken mit doppeltem Nerven- 
nng um den Schlund, umfasst die Cjciobranohien, Scutibranchien, Pectini- 
branchien und Heteropodeu. 

Artliroprastra Gerst. (griech. arthron Glied, gaater Baneh), i. Oltedenplnaen«* 

Arthroleptis = Heminnntis f-. d.). 

Arthrophrag^ma, s. Schalenkrebse. * 

Arthropoda (griech. arthron Glied, pous Fuss), Gliederfüsser , der vierte 
lypns in der aufsteigenden Thiemüie.* 

Arthropeda braaeUepBM Latr, (grieoh. branchia Kiemen, pno^ Aihem), s. 
(rliederfttsser** 

ArthMpoihi traelieepaoa Latr» (griedi. tracliea, pno< Afhem), e. CttlederfftteMr.* 
ArthroponiAta (griech. Gelenkdeckel) Owen. Unterabtheilung der Brachio- 
poden. Mit einem Gelenkappnmt nr, der Verbindung beider Schalen. Ümfa.sst: 
Terebratuliden, Bhjnchoueiiideu , Pentamerideu, Spiriferiden , Atrj- 
piden, Productiden. 8. TestieardittM. 

ArtMetraea Burm. (griedi. artiiion Glied, ostrakon Schale), e. BiagelkreNe.* 
Arthrothoraces Brandt (griech. Gliederbrttstler) = Placodermata. 

Arthrozoa (griech. arthron Glied, aoon Thier), Gliederthiere, s. Artkrepoda 
und Yermes. * 

Arthnra» b. Arcturlden* 

Artihen««, Stenoderma. 

Articalata (gegliedert;, (iliederthiere, s. Arthropeda und Tenaea«* 
ArUealata J. MüU. (artienlatas gegliedert), s. OlledefUllw** 

Artlciilatl, s. Testlcardine». 

Artiodaetyla, s. Paarhufer. 

Artsche = Blut- oder Bothhüuiüug. 

Am oder Uarimonda, Atel es BeeUebath, ans der Gruppe der 
Klammeraffen. 

Arul — Ammotragus tragelaphus, afrikanisches Mllhnenschaf. 

Arund iiiaci'us = Acrocephaius turdoides, Drosselrohrsänger. 

iüTvicola Lacepide, Wühlmäuse. Gattung der Arvicolida. Eurzohrige 
Kager mit gleichmiasig behaartem kurzem Schwanz. Arten: 1) Wasserratte» 
Scheermaus, Beutmans (A. amphibius Desmarest), 18cm, Schwanz 5— >9cm. 
S.hnanze sehr stumpf, Ohren versteckt, Augen klein. Hellgrau bi«; or.mz schwarz. 
Grübt in der Nähe der Ufer, an feuchten Plätzen, in Gärten Eohreu mit hoch- 
hegeadem Kessel. VBhrt sich Ton C^treide, Kartoffeln, Bohrstengeln, kldnen 
Wa^er* und Landthicren. In den warmen, gegen das Wasser geschützten Nestern 
findet man von April ab zwei bis sieben Junge. 2) Wühlratte. Scheermaus, 
Mollmaus (A. terrestris Schim). Etwas kleiner, kürzei^chwäuzig. Gelb- oder 
braungrau. In Gärten, Wäldern, auf Feldern, durch ihre Gänge viel verderbend, 
aadi die Mime annagend. 3) Alpenratte, Sehneemans (A. niyaliB Martiu9% 
12 cm, Schwanz 7 cm. Weissgrau bis rostgrau, mit violettem Metallglanz. In den 
Aipen an 1000 Meter in der Höhe. 4) Nordi.sche Wülilratte (A. ratticeps 
Bktim), 13 cm, Schwanz 6 cm. Das Olir tritt ein wenig aus dem Pebe hervor. 
Dankel rostbraun, metalliseh gUazend, an den Swten gelbliehbrann , unten weiss. 
Skandinavien, Nordrussland, Sibirien. 5) Höthelmaus, Waldwühlmaus (A 
glareolns SdtrAer), 10 cm, Schwanz 4 cm. Oben braunroth, an den Seiten heller. 



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Arvicolidii— A^cidien. 



unten weiss. In den VorwUldern nnd Udnen Geholzen von ganz Europa. 6) Nor- 

(lisclie Röihelraaus (A. rutilus Pallas), Grösse der vorigen. Schon rotb^'olb, 
an den Seiten gelblich, unten weiss. Im hohen Norden Europas und Asifiis. 
7) Ackermaus (A. a^restisX.), 12 cm, Schwanz 4 cm. Die Ohren ragen aui» dem 
Pelze hervor, Augen »«nlieh gross. Oben sdiwSnlidi graubraun, an den Seitoi 
heller, unt^n weissgrau. In ganz Mitteleuropa, aber nirgends sehr häufig. 8) Ge- 
meine Feldmaus (A. arvalis 12 em, Schwan/. 4 em. Oben gelbgrau, an 
den Seiten heller, unten weisslicb. Die Ohreu ziemlich lang. Wirft im Sommer 
etwa seehsmal, jedesmal bis acht Stfidc Junge und bekomm«» ihre Jungen und 
auch deren Junge oft tkook in demselben Jahre Naolikoiituion. Mit Ausnahme des 
hohen Nordens in (^anz Europa bis Sibirien. Ihre Baue haben vier und mehr Ein- 
gangjjrüiu i n, die mit begrasten Laufröhren verbunden sind. Sie legen sich Vorraths- 
kammeni an. Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Sämereien, Rüben, Kartoffeln, Wurzeln, 
Baumknospen. Rinde bilden ihre Nahrung. 9) Wurzelmaus (A. oeconomus 
Desmarf sf). Etwas grosser. Ölten gelb, schwärzlich angelaufen , unten weissgrau. 
Errichtet sich einen bequemen Bau mit gut ausgepolstertem Kessel als Wohnraum 
und drei bis vier Vorrath»kuinuiern, in welche sie im Herbst an 5 kg gut gereinigte 
Wurzelstücke eintrftgt. Oslsibirien, besonders Kamtschatka, von wo sie manohmal 
im Frühjahre in grosser Zahl nach Westen wandert. 10) Tulpen maus (A. soci al i s 
Desmarest), 13 cm. Rücken blassgelb, Nase dunkelbraun, Ohren, Füsse und Schwanst 
weiss. Lebt familienweise in sandigen Gegenden und nährt sich fast ausschliesslich 
▼on Tulpenzwiebeln. Am kanpischen Meer. 11) Knoblauchmans (A. alliarins 
Lessou), 12 cm. Die breiten Ohren fast unbehaart. GelbUehbraun, unten weis^di. 
Liebt den Knoblauch. Sibirien. 12) Zwiebelmnu'^ (A. orregal is i>^«»«arM/). Der 
vorigen sehr ähnlich. In den hohen Uebirgen U^tüibiriens, Ihre Vorräthe an 
Zwiebehoi werden ihr von den Tnngnsen genommen. 13) Ufermaus (A. riparius 
Onl.) Im Felsengehirge. Lebt wie unsere Wasserratte. 14) A.borealis J?fcA<rr«/Aoit. 
Nordamerika v<^m B ir<^nseo bis Canada. 

ArTicoIida, Wühlmäuse« 

Arvicolldae, s. PeldstHrdlie* 

Asaphis, s. TelUnldae. 

Ascalabotae, Nyctisanra. 

Ascalajfhia ^avignyi =■ Bubo ascalaphus, Pharaoneiiuhu. 
Asealaplms Fahr, Schmetterlings haftet. Netzflügler aus der Familie 

der Grossflügler. S.d. 

Asenndrn, s. AsconJdae. 

Asi'aridae, Familie der F aden wiirmer. Kön>er etwas gedrungen, mit 
drei warsentragenden Handlippen; Hinterleibsende des Minnehens gekrümmt, mit 
Kwei Spienla. Gattungen: Ascaris L. mit A. lumbricoides Clocq. Spulwurm, 
Oxjurn«; Ru(f. mit 0. vermicularis L. PMemenschwanz, Maden> oder Kinder- 
wurm, Heterakis DuJ. u. 8. w.* 

Aseeltls, s. Aseonidae. 

Asceffa, s. Aseonidae. 

Asch, Asche, Thymallus vulgaris = Aesche. 
Aschente = Bergente, Fulicula marila. 
Aschhnhn, Wasserfalle, s. Ballns. 
Aschkoko, s. Hyrax. 
Asehmeise, äumpfmeise, s. Faras. 
Aseldla» s. AseMildae. 

AscIdlAcea Sav. I i lion, kleiner Schkuch), i. SeMCleMon.* 

Ascidlae corapositae» s. Sjnaseidiae. * 

Aseidlae salpaefernes, s. TenerwaliMi»* 

Ascidiae simplicet«, 3fon<iscIdiae.* 

Ascidlae sociales, s. MouaBcidiae** 

Aseldtariuni, s. Peuerwaliei«* 

Ascidlen, s. Seesehelden. * 

.iscidlen aprprreg-frfe fA>iic]ia(? aggregatae), s. Monascidlae. 
Ascidlen bodeustiindige (CLtbonuscidiac Br ), a. Mantelthlere.* 
Ascidien einfache (Ascidiae simplices), s. Xonascidlae. 
Ascidlen geschwfinzte (Copolatae), s. Schwanzascidlen. 
Ascidien salpenfthnllche (Ascidia salpaeforaie«), s. Lnclae« 



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Aflddien— Aepidophora. 



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iteMleBt BBBmMeiifeMtite (AscadiM compontae). s. ftysMeldlAe. 

Ascidiidae (Aseidiae simplioes), Familie der Monascidiae. Grosse, 
höchstens Knospen erzeugende EinzeltMere mit raeist knorpelhartem und diirch- 
iuchtigem Mantel. Gattungen: Ascidia L., Molgula Forh.f Cynthia «bat?., 
Boltenia Sat>.y Ghelyosoma Sav, n. 8«w.* 

Ascidiozooidu )i, FenerwAlsM« 

Asciiin, s. Asconldae. 

Asclera, ISchmidt. Käfergattung der Oedeineridae. 
Asooceras. Fossile Qattong der Gephalopoden. 

Ascomorpha germanica Läg, Saokföniuges panzerloses BSderthierchen 

ohne Euddarm und After. 

Aseomys cauadeu»is = Geomys buraarius, Taschenratte. 

Asconidae Haeek. Familie der Kalkschwämme. Wandung mit einfachen 
Porengängen. Gattungen: Grantia Lbk. (= Leucosolenia Jihw.) mit zahl- 
reiehen Formen. Haeckel theilt sie nach der Gestalt dor Kalknadeln in 7 Gattungen: 
Aseetta, Ascjrssa» Asoilla, Ascortis, Asculmis, Ascalis, Ascandra. 

Afeortfs» s. Aseenfdte. 

Asoozna, ,-. Mantclthiere« 

Ificulmiti, s. Asconidae. 

Ascjssa, 8. Xseonldae. 

Asollidae, Familie der Asseln. B^Grper flach, letztes Hinterleibbein griffel« 
^'rmig; tVfilebond, auch in Süsswasscr. Oattling«i: Asellus (r/f., lacra L«ack,, 
Manna AV., Limnoria Leach u. s. w. 

Asellnsy Asseln, s. Aselltdae« 

Asellvs longos — MoWa Tulgaris Leng, ans der Familie der Schellfisehe. 
Asemorhoptrani lippulum, Ameisen art, lebt m^t mit Lasius fnli- 
giaosns. brunneus und Formiea sangninea in gemeinsamen Colonien. 
Asilidae, s. Raabfliegen.* 
Asiljs, s. Raabfliegm. 
A'iinn*^. s. Eqnns. 

Aüio uliila = Otus brachyotus, Öumpfeule. 

Asiphouiata, Gruppe der Muscheln. Monteliappen getrennt, oder nur 
Unlan zur Trennung der Athmungs- und Ansfohrr&nme an einer SteUe verbanden; 
kein Sipho; Manteleindruck ohne Bacbt. Man theilt sie in: Monomyaria, 
Heterom yaria und Homomyaria. 

Asopia farinalis« Mehlzünsler, aus der Familie der Zünsler. 

Asepsne, Domwanaen, ». Sehlldwansea« 

Aspalax nannte Aristoteles den BHndmuU. 

Aspenbock, Saper d a popul nea, Bockkäfer ansderGnippe d. Walvenböcke. 

Aspenfalter = Limenitis populi, grosser Eisvogel. 

Aspergilli»!, s. Chntreeliaenldae. 

Aspidiotcs Krefft. Oattun<' der Pythonschlangen. 

Aspidlotiis fhmfh^, 8. Hchildliiuse. 

Aspidiäciuu Ehrenb. Familie der Infusorien. 

Aspldobraaehta Sehe, (aspis Schild, branchion Kieme), s. Sehlldldemer.* 

Atpldocem«!, s. Amblycephaliis. 

Aspidochiridae, Familie der oigfiiiMiclion Seewal/en. Füliler einfach, 
schildförmig. Gattungen: Aspidochir Hr., Holuthuria L. mit den essbareu 
Arten H. ednlis Leu., tnbnlosa (7m. n. s. w.; Stichopns Br,, Mülleria Ja»g, 
Labidodf-ma'? Sel u. s. w.* 

Aspidochirota (griech. schildartig behandete) Brandt, Unterabtheilnng der mit 
Lunffe verselienen Holothurien. Hierher die Gattungen : Holothuria, Mülleria, 
Stichopns, SporadipuS. 

Aspidochis Br., 8. Aspidochlrldae. 

Aspidogaster Bär (gri*^ch. Schildbaueh). Gattung der Saugwürmer. LUng- 
fieh eiförmige, sehr oontractile Würmer mit einer grossen, zum Khechen dienenden 
Banchseheibe. ffieriier die sinrige Art: A. ooncnicola Bär, Ein 3 mm langer, 
gelblich weisser Saugwnrm im Henbentel unserer Süsswassermusi^eln. 

Aspidopliora Burmeister (griech. SclilldtrUger). Unterabtheilung der Blatt- 
fassler (Phyllopoda), omfasst die Fiossenflöhe und Kiefenfüsse. 



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Ahpidopboms — Aspro. 



Aspidophoms Ladiy^de^ Stein picker. Gattung der Panzerwange d. 
Keulenförmige Fiaobe mit plattgedrücktem, knochbepanzertem Kopf, ohne freie 
Anhänge vor den Brustflo:sspn. mit jiwei kurzen Rüi kenflijssen, ohne Schwimmhla««^. 
Hierher u. a.: A. catapbruutus L. ~ Cottu.s catapbractus L. Gemeiner 
Steinpieker, Tangmaus, Panzergroppe, ein kleiner (10 — 20 cm) Fisoh der 
Nord- und Ostsee, besonders hSnfig an den flachen Flussmändongen. \ivh- kU iue 
Bärteln um >rntid und Kinn: 7woi Räokenflossen. . A. monopterygius JSiocA. 
Im hohen Norden. Ein»' RiickeuÜosse. 

Aspidorhynchu8 Ag, Fossile Gattung der Schmelzschupper. Kiefer 
sdmabelartig Terlftngert, Oberkiefer länger als der Unterkiefer; grössere geschindelte 
Schuppen an den Leibesseiten. Im Jura. 

Aspidosoma (griecli. Sohild-Loib) Oohlfu^s. Fossile riattnncr der S*'esterne. 
Die Madreporenplatte auf der Unterseite nahe dem Munde. Au» der rheinischen 
Grauwacke. 

Aspidöstraea ant. (aspis Schild, ostrakon Schale). Gruppe der Krnsten- 

thiere: Körper mit Schildern bedeckt. Hierher die Seh wertsehwSnze, Blatt- 
fttsser, Büschelfüsser fLopby ropoda) und Trilobiten.* 

Aspidostnictt Bummster (griech. Schild-Schaler) = Entomostr aca. 

A»pidura Ägassiz (griech. Schild-Schwanz). Fossile Gattung der Opiurideu. 
Hit lehn grossen BadialBohildem auf der Scheibe. Ans dem Hiuchelkalk. 

Aspidura Wagler. Gattung der ZwergschUngen. Hierher: A. brachy- 

Orrhos Gunther. Auf Ceylon. 
Aspilus (xray, &, Trioa/x. 
Aspis, 8. Pmnkofler. 

Aspius Ägassiz. Rapfen. Gattung der Karpfen. Langge^r rückte leb- 
hafte Fisi-he mit kurzer, holif^r, liintiT den Banchfl'>sst^ii stehender Kück^^nflosse. 
ziemlich langer Aftertiosse (mit mehr als elf gotlu/ilteu »Strahlen), Maul oliiip Bart- 
fäden ^ Kinn vorstehend, etwas verdickt; Lippen dünn. Hierher: 1) A. bipuactatus 
Bloch. Alandbleke 9— 15 cm. Oben brftonlichgriln oder blan, Seiten hellgrünlich. 
Die Seitenlinien beiderseits Ton einem schmalen, schwarzen Streifen eingesäumt. 
Bildet den üebergang zwischen Brachsen und Lauben. Mitteleuropa. 2) A. aebur- 
nus L., Laube, Ukelei, 10— 20cm. Schlanker als die frühere Art. Oben 
bl&aliohgrän, unten und an den Seiten silberglänzend. In lan^am fliessendem Ge> 
wtoer und in Seen nördlich von den Alpen. Die Schuppen im Grossen zur Be- 
reitung der sog. Perlessen/.. A. mento Agassiz, Mairenke, Schiedling. 15 
bis aOcm. Kinn stark vorragend, im Donaugebiet, Krim. 4) A. rapax, Eapfeu. 
40—80 cm. Mond bis unter die Augen gespalten. Dieser grosse Weissfisch lebt 
vereinzelt in grosseren Seen» Flllssen, Haffen Ost* und Mitteleuropas. Gefotasiger 
Raubfisch. Wird gerne gegessen. 

Asplanchna Gosse, s. Asplanchnidae. 

Asplanchnidae. Fumiiiu der Räderthier e. Körper ungepanzert, uhue 
Xnddarm und ohne After. Gattungen: Asplanchna <?o«»e, Ascomorpba 
Perty u.8.w.* 

Asprcdo L. Rauhwelse. Gattung der Welse. Rückenflosse kurz. Aft<*rflossp 
sehr lang, ohne Fettflosse, Nasenlöcher weit auseinander. Leben im Öüsswasser 
des östlichen Südamerika. Die Eier werden am Bauche des Weibchens befestigt. 

Aspro CuvUr, Spindel« oder Bauohbarsehe. Gattung der Barsche (s. d.). 
Langgestreckte kleinbeschuppte Barsche mit von oben plattgedrücktem Kopf, an 
der Unterseite der dicken , vorspringenden Schnauze liegendem Munde, 7.wt'i von 
einander getrennten Hückenfl(^sen, einstachliger AfterÜos.'>e, Huuptdeckel mit einem 
Stachel, sehr fein gesilgtem Yordeokel, sehr grossm Bauchflossen, nur mit Sanunt' 
Zähnen. Brust und Bauch theilweise schuppenlos. Arten : 1) Streber (A. s t r e b e r 
Si^bofff) 60 — SO cm. Oben bräunlich, an den Stuten und unten gelblich, mit 4 — 5 
schwarzen (^uerbinden. Donaugebiet. 2) Zingel (A. zingel Cuvier) UO — 40 cm. 
Mit weit lArserem, gedrungenem Sdiwanze. Braungelb mit sdarSgen Querbinden. 
Ebenda. 3) Apron (A. apron Siebold) 8cm. Wie der Streber gefbrbt. BhAiie. 
Wenig verbreitete Fische, die am Gründe klarer üiessend« Gewisser von Würmern, 
Muschelthieren, Krebsen leben und sehr selten sind. 



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59 



Abs« = See- oder Meeradler. 

Assala = Python Sebae, Spielart der Python nstalensls Dum, Bihr. 
F«ls e n s c h 1 a n ^ e. Mittel- und Westafrika. 
Asi>«pan, ein Fluj»hönichen, «. Pteromys. 

Asseln (I^opoda Latr,) bilden eine den Flohkrebsen uleichwerthige 
Ordnung der Ringelkrebse und unterscheiden ttch von diesen dnrcui den breiten, 
gewölbten oder von oben her zusammengedrückten (oomprimirten) Körper und die 
an den Hinferleibsbeinen liegenden Kiemeublätter. Der Ton einer dünnen, lederigen 
oder durch Kalksalze harten Haut begrenzte Körper erscheint meist oval , selten 
ling, schmal oder unsymmetrisch; oft ist er einrollbar. Die einzelnen Segmente 
Und ziemlich gleichgestaltet; die sechs kurzen meist mit einer Sdiwansplatte ab- 
sdil!»;ss« u(len Hinterleibssegmente verwachsen jedoch iimnchinal /n oiner sog. Schild- 
platt* von verschirdonor Grösse. Am Kopfe lif^creTi zwei Paar Fühler; die vorderen 
sind meist kürzer als die hinteren und verkümmern oft güazlich (Oiiiscidae); 
wlten finden sich swei Odseeltete (Apsendes); oft sind sie mit Borsten oder 
Spörhaaren bedeckt. Die Mnndwerkzeage bestehen ans einem oft mit dreiglieiL 'u- m 
Taster besetzten Oberkiefer und an«; zwei zarten, zwei- oder dreilappigen ! j i r- 
ioäeü Unterkiefern; die Kieferfüsse verwachsen zu einer Art Unterlippe, welche jtt 
udi den Qmppen die Teiscluedensten Formen zeigt. Bei den parasitisch lebenden 
bilden alle Mundtheile mitsammen einen Stech- und Saugapparat. Die Beine der 
Brustsegmentf» . von denen drei nach vorwärts, die folgenden nach rückwärts ab- 
^hen, sind Schreit- oder Klammerbeine, welche h«*\m Weibchen häufig Blattanhänge 
rar ffiidnng einer Bnittasche zeigen ; dagegen tragen sie nie Kiemenbifttter. Die 
Beine des Hinterleibs jedoch sind nur selten Schwimmbeine (Anisopoda), sondern 
l>estehen aus einem Stiele, der zwei Platten trJi;^, von denen die innere zarter ist: 
die einzelneu Platten decken sich oft wie die Blätter eines Buche» und das letzte 
Fmspaar bedeckt häutig die vorhergehenden flossenförmig (Natantia), oder es endet 
grifielförmig (Ambalatoria). Das Nervensystem besteht aus einem Gehirn, dem 
Schlundriag und einer meist siebengliedrigen , doch auch zwei his fünfgliedrigen 
Baachkette; diese p;iht die Nerven an die Beine ab, während jene de«; Hinterleibs 
im letzten Ganglienkuoten entspringen. Von Sinnesorganen finden sich Augen mit 
glatter Homhant, Hörborsten an verschiedenen Körperanhlngen , BiechhOdcer auf 
der Geissei der r.beren und Tastborsten auf jener &r unteren Fühler. Das Hen 
i^t langgestreckt und liegt weit nach hinten, oft im Hinterleibo; es «jiht mehrere 
Arterien ab. Die Athmung wird durch die Kiemeublätter der Hinterleib beiue be- 
sMgt; doch schadet Anstrocknung, wie directe Nüsse den Landbewohnern, wdche 
nur in feuchter Luft leben können. Bei einigen Gattungen (Porcellio, Arma* 
dillo) befindet sich in den Deckplatten der lieiden erst'-n ITinterleibsfusspaare ein 
mit Luft gefülltes Röhrensystem, das mit besonderer Oefinung nach aussen münden 
«oll. Die Geschlechter sind allermeist getrennt und manchmal (Bopyridae) ganz 
außerordentlich verschieden gebaut. Die Hoden bilden meist drei Paare von 
Su-hläuehen, welche in ein i n - ler zwei getrennte, am Grunde oft Masiy erweiterte 
^Samenleiter münden und durch ein «»der zwei seitliche IJegattnngsglieder am Grunde 
de§ Hinterleibes den Inhalt nach aussen ergiessen ; manchmal treten noch aucessurische 
CopolationsoTgane anf , so an dem ersten und zweiten Hinterleibsfhsspaar dar Land* 
In u. s. w. Die Eierstöcke sind einfach oder verästelt und stehen mit zwei Ei- 
ieittrn in Verbindung, dnrch welche die Eier in einen Brutranm geleitet werden, 
der von den Brust- und Hinterfüssen gebildet wird. Bei den üymothoiden, die 
man als Zwitter betrachten mnss, entwickeln sich erst die Hoden nnd viel später, 
unter gleichzeitigem Verlust der äusseren sexnalen Merkmale , die Eierstöcke. 
fProterandrie). Di»; Entwicklnmj der Eier ift meist eine directe; doch schreibt 
man einigen Formen mitKecht auch Metamorphose zu ^Bopyriden, Pranizau.s.w.), 
wttl die Jungen beim Aussohlftpfen aus dem Bmtraum yom Oeschlechtsthiere auf- 
ftUig abstechen. Die meisten Asseln sind Meeresbewohner; einige leben in Süss- 
wasser ^AselHdae). einige anf ''\<-m Lande, doch nur an fim^hten Stellen; einige 
sind Parasiten in Hautkiemenhühleu von Fischen und Krebsen; die Artenzahl 
ftimmt gegen die Pole hin zu. Fossile Formen erscheinen bereits im Devon und 
Perm, häufiger wohl erst im TertiSr, Man nntersoheidet zwei Unterordnungen: 
1) Anisopoda, 2) Enisopoda.* 



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60 



ABselraupen— Asteriad&e. 



Asselraupeil heissen Raupen und Afterraupen toil asselähnlicher Gestalt. 
A9selspf]iiie]i(PftntopodaX*a<r.). KrebsspinneiifKriistenspiiineii. Ord- 

nmi^ der Spinnenthiere. Früher allgemein den Krebsen zugezählt. Der von einer 
sehr liartt^n Hnut bedeckte K")rper besity.t einon viprgliedrigen Cephalothorax, mit 
undeutlichem Kopfe und rudimentär stmnmelförmigem Hinterleib. Der Kopf trägt 
«men konischen Sangrflssel mit dreistrahliger Mxinaöffinuig mit oder ohne Kiefer- 
fuhler; der Riunpf Tier sehr lange gegliederte Beinpaare, mittdst welchen sie lungsam 
kriechen. Das Nerrprsysto;!! lii-^st ein G^^llirn und eine nns mobroron Ansclnvi llnns^pn 
bestehende Bauchkette unt^^rscheiden ; auf einem mittleren Hücker des vordtiräteii 
Brustringes liegen die vier kleinen Punktaiigf^n. Das Verdautingssystem ist sehr 
hoch entwickelt: hinter der Mundöffnuns? lie^'t der Schlund, auf welchen ein Magen 
fulf,^ , dessen schlauclifih-nii^^'e Blindsäcke sich Ids in das drittvurlef /,te Glied der 
Beine und in die Kieferfühlrr erstrecken: sie besitzen drüsiire Wandungen statt 
der Lehel anhänge, der Euddanu ist kurz und miludüt mit dem After am Ende des 
Hmterleibs ans. Auch das Herz ist hoch entwickelt; es stellt einen ttber dem 
^fagen am Rücken geleijfeiien Schlauch dar, der drei nach vorne zu sich vergrösserndo 
Kammern besitzt, welche durch Seitenöffhungen getrennt sind und das Blut rhythmisch 
vorwärts bewegen. Athmungsorgano fehlen (daher Apneusta aut.); die Haut tritt 
respiratorisch auf. Die C^eschlechtaorgime liegen, am verschiedene Individaen vor* 
theilt, im vierten und fünften Glied der Beine, und es münden die Hoden am 
selben, die Eierstöcke am Hüftgliede nn<5. Diese werden vom Männchen mit Hilfe 
eines fünften Beinpaai'es am ersten Brustringe lilngere Zeit umhergetragen; doch 
gibt es aiicli Tivipare Formen. Die ans denselben ausschlüpfenden Larven beatzem 
einen ganz nng^liederten Körper und zwei Paare von zwei- bis dreigliedrigen Beinen 
und leben parasitixh auf Hydrnctinien. Alle Pantoiiodeii sind Meeresljewohner 
und leben entweder frei auf Tangen und unter Steinen, oder festgeklammert an 
Fisdien, Weidithieren nnd Krebsen. Sie bilden nur eine Familie, Pycnogonidae, 
mit mehreren Gattungen. Literatur: Dohm, A.y Die Pantopoden des Crolfes yon 
Neapel u. s. w L -ipzig 1881.* 

Assimilation nennt man die Umbildung der Nährstoffe der in den Thi<'rkr.rp»'r 
gelangten Nahrung in die speciellen Bildner der verschiedenen Gewebe. S. Ihicre. 

AtslnllntioMfihifkelt des ProteplMna, s. Zelieslebre. 

Assinünoa Gray. Kleine Brackwasseisihnecken, denen der Gattung Hy- 
drohia nahestehend, ohne eiorpntliche Fühler: die Auj^^en auf dicken, kurzen St i«den. 
Leben auf schlammigem Boden an Flussmündungen ; sollen wie die echten Lajid* 
Schnecken mittelst einer Luugenhöhle Luit athmeu. 

Assnansebaf, Hanseohrsehaf, Ovies aries sycnitica Fitz, Das Serau 
oder Sau der hieroglyphisdien Inschriften. 

Assnlae, SeeigeL* 

Astacldae« s. Scheereukreb»e.* 

Asturte» Mnschelgattung, 8. AstATtldM. 

Astartidae. Familie der Muschelthiere. Mit ovaler, didcwandiger, gleich* 
klappiger Schale (mit Epidermisülx'r/.ug). Schloss jederseits mit 1—3 Hauptzähnen. 
Manteleindruck einfach. Fuss zusammengedrückt. Hierher die Gattungen : Astarte 
Üaic. Band äusserlich, Schale ohne strahlige Rippen mit A. sulcata = Venus 
incrassata und A. triangnlaris Saw.; Uardita Brug. Band Snsserlich, Schale 
mit strahligen Rippen mit C. calyculata Brug, = Chama calyculata Li^i 
Crassatella Lntn. Band innerlich, Schale nach hinten verlängert mit C. oon* 
trarirt Lam, und C. Kingicola Lam. 

Aitasia Ehrtnb,, s. Attatlida«* 

ksUaXLäa» Mrenb, Aenderlinge (oder Nndoflagellata). Familie (oder 

Unterordnung) der Flagellata. Körper oontractil, verändeiTich, nackt, mit einer oder 
mehreren Geissein; nehmen feste Nahrungsstoffe auf und /.erfallen nach einem Ruhe- 
Stadium in Schwärmer. Gattungen; Astasia Kkreiib., Eugiena Ehrenb,* 
Astata Latr., s. Grabwespen. 

Asteriadae. Familie der Sees ferne: Ambulacralfusschen walzenförmig 
mit breiten Saugscheiben endigend, vierreihig in jeder Ambulacralfurche stehend. 
Gattungen: Asterias Ltim., Heliaster Gray^ Pedicellaster Sars u. s. w.* 



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Ast6riadea-->Aitro]>b]rton, 



Ol 



Astt'ritfdea, s. Seesterne.* 
Asterts« J. Hill., h. Seestorae. 
Isterias, t. Asterladse. 

Isteriscns, Asteriua. 

Agt^rodactjrloB Wagler, — Pipa, s. Pipidae. 

Asteroides ßUUnr. (aster 8tem, eidoä ähnlich), s. Meersterue.* 

AslaroBjrx JfiUlsr und 3VoMA«f. Gsttung der Schlangensterne. Hit 
gtr aidit Terswcigten, über 30 em Isngen Armen. Im norwegischen M(>er. 

Asterope cihloTi«;:H Gr. Muschelkrebs von Trifft, s. AJciopidae. 

Asterophrydinu. Untcrfamilie der Rani da fs. d.). Ohne Parotiden. Quor- 
forts&tze des Sacralwirbels verbreitert. Zehen frei. Gattvuigen: Asterophrys, 
Oerstophryne, Nannophrys. 

Asterophrys Günther. Gattung Hör Asterophrydina (s.d.). Froschlurche 
mit sehr breitem, fast dreieckigem Kupf, convexem Scheitel, verlängerter Schnauss, 
zahlreichen Vorder/.ähnen, breiter, vollständig fe<;tgewachsener Zunge, nicht sicht- 
bareis Trommelfell, freien Zehen, einigen Huulauhängen am äusseren Rande des 
oberen Angenlides. Eine Art von Neuguinea bekannt. 

Asthenodipsas Feters. Gattung der Nacht-Baumschlangen. Der Gattung 
Afflblycephalas h'»hl. nahestehend. Aus Malacca. 

Asthenosoma (griech. uakräfti£[er Leib) Grube = Galveria Wyv. Thomson, 
Oationg der Seeigel. Von aUmi Seeigeln allein mit dacliziegelartig sich de^deen- 
fai» daher geg^n einander ein wenig verschiebbaren Ealkplatten. 

Astkiemer (Cladobranchiata Hr.). Familieder Rücken kiemer. Kiemen 
bUtt-, feder- oder baumf<jrmige Gruppen: H e r o ni a, Tr i t o n i i n a Tfthyina.* 

Astömata (gr. astomos muudlos), mundlose Infusorien, s. Flagelltttttii)'/»r«it^.*' 

Astraeldae, s. Stemkoralleii.* 

Astralliutt, B. Oalcsr. 

Astrancriaceen M. Kdw, Seitengruppe der Astraeiden. 

AstrildfH. Dünnschnäbelige Prachtfinken. Schlanker als die Ama- 
duieu, mit ü^artem, in der Regel schön gefärbtem Schnabel, weicherem Gefieder, 
i&QgereD Flügeln. Noch anmnthiger und lebhafter als die Amadinen, höchstens 
zeisiggross. sind Bewohner der australischen, afrikanischen und südasiatisehen 
Steppenwäldor, üfergcb Tische. Im Vngelhandel heissen sie Bengalisten. Sie sind 
t^mptindiicher als die Amadinen. Hier seien erwähnt: A. undulata Reichenb. 
Wellensstrild, Fasanchen, A. cinerea RHchenh., grauer Astrild, Habro* 
pfgamelpoda FmlW, Orangeback eben. H. subflava Vieill. Goldbrüstchen, 
Pytelia amandava Z>. Tigerfink, P. minima Vieill. AmaT antlivogfl. Urae- 
ginthus phönicotis Swaimon , blauer Bengalist, ü. phaeton Gould., 
Bsbinvogel, Zonaeginthus guttatus Shaw. Tropfenfink, Diamuntvogel, 
2. csttanotis Goutä, Zebrafink, PhoSphila einota, PfefferTOgel. 

Astroconiam, s. Gonlaster. 

Astroides, s. Enpsanutinae. 

Astroides ealjeillAris PaU, Aus der Familie der Madreporen. 
AstroUtUdAe HaeM. Familie der Badiolarien. 

Astropecten Linrk. Kammseesterne = Stellaria nardo. Typus einer 
Ogenen Familie der echten Seesteme mit beiderseits flachem Kf^qier , zugespitzten 
PÄsschen ohne Saug^cheibe, ohne After. Gruppen von ITählchen auf der Rücken- 
Brite, doppelte Reihe von Randplatten. Von den über 20 Arten sei A. aranciacus = 
tnrsatiacus L., 42 cm, im Mittelmeer, erw&hnt. 

Astropcctinidae. Familie der Seesterne: Füs.schen kegelförmig ohne 
Saogschelben, zw in ihiir ; After meist fehlend. Gattungen: Astropecten Linck, 
Archaster Af. und Ir., Ctenodiscus Af. und Tr. u. s. w.* 

AstrophytOB (griecb. Stempflanse) £«N«it = Euryale Lamarek = Gorgono* 
cephalus Leaeh. Medusenhäupter. Gattung der Schlangensterne (Ophia- 
riden). Ohne Schilder und Stacheln; die verzweigten Arme mundwärts einrollbar. 
^ A.Agassizii betragen die Verzweigungen der fünf Arme 5460. Ausgebreitet 
xigeB dine Seesterne einen Durchmesser Ton etwa einem Meter. Mit den Armen 
iBsaefalingen ne fremde GegenstSnde. 



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62 



A«1zopia nigxa— Ateachoi. 



Astropia uiKra. Faradieselster, ans der Familie der Paradiesvögel. 
Atter, e. HaMekte« 

Astyonoraus = Acanthocinus (griech. Stadtbewohner). Gattung der 
HoL'kkäfer. Schöne Böcke mit sehr langen Hörnern. Hierher: A. aedilis L., 
Zuomer-, Laoghornbock. Die Larve unt«r der Kinde der Nadelhölzer; daher 
oft in BftTi- nnd Werkhols der Hlnser. 

Aswnil, ;^ Ursns. 

AsynnptH Löu-., h. (jallmfickea* 

Atak — Sattelrobbe. 

Atelftnta Leaueur. TypoB einer eigenen Sehneoken&milie der Heteropoden. 

Die glasartigo Scliak' in tiner Ebfne spiral gpwnindnn , die Ttückenseite nach 
aussen, convex; Kopf in eine lange Sclinauze auslautend. Freischwimmende Raub- 
ßchnecken. Art: A. Peroni J^tsueur. Mittelmeer. — Nahestehend: Oxygyrus 
Rentom = Ladas. Schale weidier, gallertartiger. Art: O. Kerandreni Leamettr, 
Mittelmeer. 

Atalaphii Rafin. = Lasiurns Gray. Gattung der Fledermausfamilie d^r 
Gräm 1er (Molossi Fet.). Oberschenkeizwischenhaut behaart. Amerikanische 
Fledermfiuse. ffierher n. a.: A. rufa. 

AtaTisniM (lat. atavus Vorfahre) heisst nach Darwin der sog. Rückschlag 

(franz. pas-on-arri^rp. engl, ^hrn^ving-baclv oder rovpr5ion), d. h. das Anftrt ten von 
Eigenthümlichkeiten, die nicht der unmittelbar vorangegangenen, wohl aber früheren 
Generationen eigen waren. Hftufig ist der BÜckscUf^ anf Charaktere der Gross- 
eltern. Nach ilaeckel ist Atavismus Vererbtungafthigkeit überhaupt. 

Atax Dng. An den Kiemen der Sflsswassermoscheln schmarotaende Gattung 
der Wasserraiiben. 

Ateles Geoffroy. Klammeraffen. Gattung der Cebidae. Langgliedrige 
schmftchtige Affen mit Daumenstummel (oder ganz ohne Daumen) , langem Greif» 
schwänz. Ihr faltenreiclu s Gesi.'lit und ilire auffallende Magerkeit Iftsst die.se sanft* 
müthigeti , tViedlit }iMii vmd sehr lebhaften Affen recht kläglich erscheinen. Von 
diesen Affen wurde lange gefabelt, dass sie von einem Ufer i^um underu Ketten 
bildend Über Flttsse gelangen kennen. Die Indianer essen ihr Fleisch überaus 
gerne. Arten: 1) Der Koaita (Ateles paniscus (i'offr.) 120 (70 auf den Schwans). 
Tiefschwar/.. Da«: Orinocogebiet ist seine Heimath. 2) Der Miriki (Ateles 
hjpoyxanthus Kühl) 125 (70 auf den Schwanz). Gelblichgrau. Zwischen 14" 
bis 15' südl. Br.; 3) Spinnenartiger kleiner Affe (Ateles arachnoidea 
Geoffr.) 130 (70 auf den Schwanz. Pelz hellfahl, leicht gtkräu.selt. Brasilien. 
4) Der Marimondu (Ateles Beelzebnta Geoffr.). 01>en schwarz od»^r schwarz- 
braun, unten gel blich weiss. Am Orinoco. 5) Ateles Bartletti Gray. Weiches 
langes Haar, oben glänzend schwarz, unten gelblich, weisser Backenbart, goldgelbes 
Stirnband. Im Quellengebiete des Amazonas. Der schönste aller Klammeraffian. 

Atelotmeta A'o r? fgriech. nnvollkommon ge,Lrliedert<'). S ackspaltfüsser. 
Unterabiheilung d» r Spaltfüsser (Copepoda). Leibesgliedening unvollständig 
ausgebildet. Sonst wie andere Copepodeu sich entwickelnd, enttiilit bei vielen die 
Anlage der hinteren Schwimmftisqpaare; einige übergehen die spftteren Kauplius» 
.Stadien. SUmmtlich Schmarotzer, überwiegend an Fischen. Hierher die Familien: 
Fischlanskrebso (Tnl ii[?idne>. f^cheerenlauskrebse (Dichelesthid ae). Pin- 
sellauskrebse (Peneliidae) , Knorpellauskrebse (Chondracanthidaej und 
Armlanskrebse (Lernaeopodidae). 

Atelopus Dum. Bibr. Gattung der Rhinodermatina (s.d.). Froschlnrche 
mit ovaler, verlängerter, vollständigpr Ziinffe, ohne Kirfer- und riauinenzähne. mit 
verborgenem Trommelfell, kleinen Gehörtuben, Schwimmhäuten an der Basis der 
Zehen (von welchen die laterale rudimentär), Mftnnchen mit Kehlsack. Sieben Arten 
ans Brasilien bekannt. 

AteiK'hosaurns Günflnr. Gattung der Sandechsen. 

Atonrhus Weh. fgriedi. unbewehrt i ^ Scarabaeus L. Gattung der Blatt- 
hornkäler (Latnellicorniaj. Unteriaaulie: Mistkäfer (Coprophagaj. Grosse 
Käfer gehören hierher. Arten: A. sacer der heilige Pillendreher, der im 
Thiercultus der Aegy]>tor eine wichtige Bolle q>ielte. Anf den Benkmftlem dar- 
gestellt (sog. Scarabaen). S. Mistkäfer. 



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63 



AthaiAmia M. SchuUxe (griecb. a^thaiamoe, ohne Kaimuern), s. Amoebldae.* 

Athalia Leach. (griecb. nicht grünend). Gattung der Blattwespen (s.d.). 
(remein: A. spinarum Büben-Blattwespe, dcrcu si hwar/e Larve oft ganza 
Rüben- und Rapst^ldHr vr-rT\-üRtet. A. rosae ist ihr sehr Ähnlich, nur kleiner and 
mit ganz schwar-fm Bmstrücken. 

Atheni. Die m kürzereu oder iangereu Zwischenpausen aus dei- Athem- 
jAumg der Lnngenathmer strOmende Luft. S. AtliBiVllg. 

Athembewegung, s. Athmnog. 

Athemcentnim. Das im Genickmark (verlängerten Mark) an dem Ur- 
sprooge des Nervus vagus und N. accessorius liegende Innervatiouäceuirum der 
Athemnerven (nervi phrenici)» dnrdi welches die Athemmnskeln in Bewegnng 

AthemnerTeU) s. Athemcentrnin. 

Athemnoth = Dyspnoe. Vom Athemcentram ausgebender Zustand krampf- 
artig h* >chl«ninigter Athembewegungen. 
Athpni röhre (Sipho). s. Banehfnsser.* 
AthemrShre (Sipbo), s. Insekten.* 
Atkemsipho, s. SeesdieldeB.* 
Athene, r. Enlen. 

Athericera Latr. (griecb. atber Gemme, keras Fühler). Gruppe der 
Zweiflügler, die Fliegen (Muscaria) und Kurzbömer (Bracbycera) umfassend.* 
Atherlna, s. Atherinidae. 

Atherinidae. Familie der Stacbelflosser (Acanthopteri) und zwar der 
Mogiliformes. Körper ziemlich walzig, Seitenlinie undeutlich, Mundspalto mässig 
weit, Kiemenöfifnung weit, Augen seitlich. Gattung: Atherina Art. Aehreu- 
fische. Erste B&ckenflosse kurz, von der zweiten ganz getrennt; an der Seite dn 
silWriger L^gsstreifen. Arten: A. presbyter Cuv. Zähne deutlich. Englische 
Käste, Madeira, Algier. A. hepsetus L. Zähne nicht deutlich. Schwarzes Meer» 
Mittelmeer. 

AtliAiis Cope. Gattung der Vipern. 
Athertx Me!(i., Schnepfennfefiren. 

Ytherura Cutifr. Quast »'n'st a chlor. Gattung dfr St a cli el s ch wei u e. 
Kleine gestreckte Stachelschweine. Vorderfüijse mil vier Zehen und einem rudi- 
mentären Damnen, Hinterf&sse mit fünf Zehen. Der fast körperlange Schwanz ohne 
Stacheln, nur mit Borsten und Schuppen, mit einer Quaste flacher Plilttchen am 
Ende. Die Stacheln sind Ikings gefurcht und haben an der Spit/e piii'n Wider- 
haken. Arten: 1) Afrikanischer Quastenstachler (A. alricana ttiay) -iü cm, 
Sehwanz 19 cm. Die Stadieln unten weisslich, an der Spitze brann. Schwanz- 
plättchen gelbweiss. Sierra Leone, Fernando Po. 2) Siamesischer Quasten- 
stachler (A. fasciculata Shaw.). Von dem vorigen durch den in der Mitte mit 
längsgestreiften Bautenschuppen versehenen Schwanz mit einer Quaste glatter, 
9— 10 cm langer Haare unterschieden. Siau tmd anf der malayischen Halbinsel. 
')) Lang seh wftnziger Quastenstachler (Atherura macrura Waterhoust). 
Et^rns gTQ<;(;er. Die st reifen artigen Quastenhaare sind abwechselnd eingeschnürt and 
wieder verdickt. Sumatra. 

Athmung. Das Blnt des Thierleibes bedarf nicht nur beständiger Erneuerung 
durch Aufiiahme von NabrungsstotlVn. es bedarf auch, soll es seine Eigenschaften 
behalten, unausgesetzter Zufuhr von Sauerstoff, mit dessen .\ufnahme die Abgabe 
ton Kf.hl »Ml säure und Wasserdunst Hand in Hand geht. Der Austausch 
dieser gasförmigen Stotl'e zwischen dem äusseren Medium und dem Blute erfolgt 
«ber dnrdb die Athmung, deren Organe entweder fttr die Luft- oder die Wasser» 
athmung eingerichtet sind. Bei den Würmern, Mollusken, Fischen, Thieren 
mit minder energischem Stoffwechsel vermitteln einfache oder verästelte, oder ans 
iicbi nebeneinander stehenden Blättcheu gebildete Organe (Kiemen), die 
Atbanng. Als Organe der Luftatiimung treten entweder Luftröhren, Traclieen 
*<of, welche ein fiber den ganzen Körpt r verzweigtes Canalsystem darstellen u d 
•ü^ Respiration nuf alle Gewebe und Organe des Ki'Vrpers ausdehnen, od r iie 
Athmung ist locaüsirt und wird von geräumigen Säcken, deren Wände ein überaus 
uhlceiehes Gapillaren-Netzwerk trttgt, den sog. Lungen, besorgt. Zwisch» dimen 
Ha nptfo fjuen der Athmung dienender Organe gibt es natürli<ä allerlei Zwischen- 



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64 



AtfamimgcflUiigkeit^Airactaipiduiae. 



stufeü und Uebergaugsformen (Fächertracbet-u , iracbeenkiemen). Soll der 
OasanstauBch rasch Tor sioli gehen, so miiss andi fftr eiii«i raschen Wechsel des 
äusseren Uediilins gesorgt sein; dies bewerkstelligen schon einfacbe Bew«>gungen 

des Körpors. Schwingungen der Kierapnanlillnrre . newep^n^en der THiitakeln. odt^r 
die Kiemen erscheinen als Anhänge der Bewegungsorgane (wie bei den Schwimm- 
fttssen dw Krebse, Anneliden), bis es da, wo die Atiinrnngsorgaue in eigenen Binmen 
eingeschlossen sind, ta rhythnuschen Erweiterungen nnd Verengerungen dM> Lafb> 

räume f Athembewo^ungen, Ein- und Ausathmun £?) k"Tnmt. Genaueres über 
die Athmung und ihre Organe siehe bei: Wirbelt biere, Öilugethiere, Vögel, Krieeh- 
thiere, Lurche, Fische, Mantelthiere, MoUuscoiden, Mollusken, Gliederfusser, Würmer, 
Stachelhäuter. Coelenteraten, Urtlii» re. 

Athinnim-srüh!?keit des Protoplasma, a. Zellenlehre. 

Athmuugägerättsoh, das beim Einströmen der Luft in die Lungen hörbare 
QeEribuoh. 

Athmon^sorgane, s. Athmung. 
Athorj-bia, s. Athorjbiadae. 

Athorybladae. Familie der Bröhrenqualien und zwar Physophorae. 
Den Rippeiu][uallen sehr Ihnlich, ohne Sdimmniglocke. Sidiwimmglocken durch 
wirtolig gestellte Deckstttcke ersetzt. Art: Athorybia rosacea EscK lern. 
Mitteimer, indisches Meer. 

Athous hirtus i/er65t, der rauhe Schmied. Aus der Familie der ächnell- 
kafer. Auch dessen sehftdliche Larre wird von den Landlentm als «Drahtworm' 
besmcbnet. S. SohnellkSfer. 

Alhjlnx, s. Herpesles. 

Athjri» (griech. ohne Thüre) Mac Coy — Spirigera Orbigny. Fossile Gattung 
der Bracbiopoden. QiimiiHt<Üt Terebratolae spiriferinae. Bis in die Jara* 
formation, nidit mehr in der Kreide. Die Spirale des ArmgerOstes stark ansge* 
bildet, gerad" Tifsch ausson gerichtet. 

Atix Uubara = Otis undulata, Hubara, au^ der Familie der Trappen. 

Atlanta, s. Atalaata. 

Atkrifigche Fauna, s. Fauna. 

Athiiitochelys^^a«^. Fossile Gattung d. Ober semydac Amorik. Scliildkröton. 

Atluutosaurus Marsh. Fossile Gattung der Dinosuunur, Unterorduuiig: 
Sauropoda. Art: A. montanus Marsh, »shetnt ein lanb&essendes Thier gw> 
wesen zu sein; mag auf den Hintf ibeiuen stehend 9 m hoch, über 16— 19 m lang 
gewesen sein. Gefunden an den Ostabhftngen der Feisengebirge in den Schichten 
der Dacotagruppe Colorados. 

Atlas, der erste, mit den QelenkhOckern des Hinterhauptbeines arti- 
kolirende Wirbel. S. SftagetUere (Skelet). 

Atlas, Attficus Atlas Z. Saturnia. Art der Spinner. Der grössto 
Nachtschmetterling. Würde etwa bei ausgespannten Flügeln eine Seite diesem 
Buches bedecken. Der Körper selbst misst nur 37 mm. Lebt in Indien und auf 
Java auf der Molakkapflanze (Phyllanthus emblica). Aus dem Oooon wird 
Seide gewonnen. S. Ailanthuspinncr. 

Atlasbär — Ursus Crowtheri. 

Atlasspinne (Clubouia holoserica). Gemeine Art der Sackspinnen. 
Fertigt einen feinen, durchsichtigen, silberglllnscnden Sack von Grösse und Oeetalt 
eines He 1 1 ; > 11 ; i ; <> p f f >s , 

Atla.svogel, r. Amadina. 

Atoj — Aguarachay. 

Atok, 8. Borstenwürmer.* 

Atolle, - Korallenpolypeu. * 

Atoniuriu Kirhtj. Käfergattung der Cjryptophagidae., An dumpfen feuchten 
Orten, in faulem Holze, in Baumplhett. 

AtoposauiUB H, v. M. Fossile Echse. Acrodont. Kopf und Zehsn wie bei 

den Echsen. Fns'^n'nr/pl in <V\9 Panzerochsen eriTinemd. Von Kohlheim \\nf\ E\Tin. 

Atravtuspidiiiae (Jünther. Unterfamilie der Vipern. Der beschilderte Kopf 
hnni; und breit, vom Halse nicht abgesetzt; die Schuppen klein, glatt; der Giftzann 
ungefurcht: die unteren Schwanzschi 1 der sttben in einer Reihe. Gattung: A tracf a spis 
M<A mit A. corpülentns HalL WestaMka und A. Bibroni Uaü» S&dafrtka. 



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Atraotaspis— Audienia. 



65 



Afracta«tpl8, a. AtracinnpidiiiM* 
AtretiDm, s. Tropidophis. 

Atniodera Dum. Bibr. (griedh. Hals aidhi durchbrochen). Unterab{h«Uiuig 
der Schwanzlurcbe. Ohne Kiamen und Kjamenloeh. Hierher: CryptobrnnchiiB 

und S 1 1 a m a n d r i n a. 

Alriiilcanal, Seescheiden.* 

Atricha ILw. (a ohae, thriz, trichos Haapthaar), s. Amoebidae und HelioiM CE.* 

Atrioventricularklappen (valvulae atrioventricularo i heissen die 
Kiappvorrichtungen des Herzens, welche das bei der Zusammenziehung (Systole) 
der Herzkammern zu den Yorhöfen drängende Blut von diesen abholten und in die 
Aorta resp. Lungenarterie zwingen. 8. Siiiigethiore (Herz). 

Atrinm, hintere Vorkammer, s. Wirlielthlere (Herz). 

Atriam, Mund, s. Ernfthrungsorgane, Mantelthiere, Seewalaen. 

Atr«, s. Cepbalopnss 

Atrocha, ^. Borsten wHrmer.* 

Atropos Cope. Ciattung der Grubenottern (Crotalidae). Die cljcre 
Kuptfliiche nur mit kleinen Schuppen. Arten: A. mexicanus Dum. Bibr. Central- 
amirika; A. puniceus BeiHUKwät. Singapore, Java. 

Atropos Iaü'-Ii. Gattung dnr Hol/. liiuse (s. d.). 

Atrypa (griech. nicht durchbohrt) D'ihnan. Die Spiralen dicht aufgerollt, 
uui je 18 Umgängen. Fossile Gattung der Brachiopoden = Spiriginera 
Or^t^m/ = Terebratalae oaleispirae Quenttedt» Im Silur und Devon. Hierher: 
A. reticularis Zf. = Anomia» 2,5 — 3,6 cm. Hit irielen gegabelten Badialrippen. 

Anf Gotland. 

Atüchi — iieinse. 

Atta = BeflnchaameiBe. a, Ameisen. 

Attaeas, Nacht'^chmftterling. s. Atlas. 

AttajET^nus Laf>\ (griech. Haselhuhn), Pelz küfer. Gattung der Dermestidae. 
Hierher: A. peiiio L. Kürschner, dessen LaiTe Pelzwerk, Lebensmittel heimsucht. 

Attelanat L. Afterrflsselkafer, s. RSaselkftfer. 

Atticora ambrosiaca = Cypselus parvus, Zwergsegler. 

Attus, Gattung der Spring- oder Tigerspinneu , s. Springspiniieii. 

Atnria i//-o;i/t. Gattung der Gephalopoden. Unterscheidet sich voa Xuutilus 
^oreh eine tiefe eeittiche Einbiegung der Scheidewand und die Lage des Sipho, der 
gaaz nach innen gerückt ist. Für das Eocän charakteristisch. 

Atyiden Düna, ünterabtheilung der < r u r n e e 1 k r e b s e. Die beiden TOrderea 
Foäspaare einander gleich; die hinteren Kietertüsse breit, blattförmig. 

AtypOB Svicori LiUr, Aus der Familie der Yogelspinnen (Mjalidae). 
Kit sechs Spinnwanen. Im mittleren Deutschland. 

Atzel, «i. Elster. 

AtZTÖgel = Nesthocker = lusessores. Vögel, deren Junge fast nackt 
und bHnd aus dem Ei sehlapfen und von den Alten gefttzt werden, bis sie flügge sind. 
Auchenia lUiger. Lama's. (Gattung der Schwielenfässer. Zweihufer 

mit /it^mlich grossem Kopf, langem Hals. d('r aufrpilit getragen wird, schmalen, 
s^hr beweglichen Spitzohren, langer beweglicher ül)erlippe, langhaarigem Schwanz, 
getrennten Zehen (jede mit schwieliger Sohle), nüt Klauendrüseu. Im Oberkiefer 2, 
Unterkiefer 6 Schneidezllhne, oben und unten 2 Backenztthne (Backenzähne je nach 
dem Alter 18— 20). Arten: 1) Huanaco, Guanaco (A. huanaco 6'wiVÄ), zOOem, 
10<)cm hoch. Schwan?; 15cm. Weibchen kleiner. Sclunutzig rothbraunes, langes 
Haar; unten weisslich. In Hudeln bis zu 100 Stück. Die Rudel der Weibchen 
stehen unter der Hut eines alten HSnnchens, welches. Wache haltend, nahende Ge- 
fehr durch ein lautes Blöken anzeigt. Geht im Passgang. Klettert vortrefflich. 
Tragezeit 10 — 11 Monate; die sehr zärtliche Mutter säugt das Junge 4 Monate 
lang. In Patagonien gesellen sie sich sehr gerne zu den Nandus. Wird leiden- 
schaftlieh zu Pferde gejagt und mittelst nach den Hinterf&ssen geworfener Bolas 
gefangen. 2) Vicuna(A. \icnna Fischer). Kleiner und zierlicher, mit besonders 
f^-in-r Wolle. Rdthlichgelb , unten weiss. In den Cordllleren vnn Peru, Bolivia, 
Ecuador h'is 4(M I() m in die Höhe. Zur Zeit der Trockenheit in den niederen Thal- 
schluchten. Werden von den Indianern in einem grossen Kreise zusammengetrieben 
und erkgt. Die ▼QU einem Thiera gelieferte Wolle ist etwa 4 Hark werth. Tödtet 



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man das führende Männchen, so kann das ganz verwirrte Rudel der Weibchen mit 
Leichtigkeit bewältigt werden. Ihr Schrei ist weithin hörbar. 3) Lama (A. lama 
Brandt). 280 cm hoch (vom Fuss bis xnm Scheitel.) Kommt nur noch gezähmt 
vor. Filrliung sehr verschieden (weiss, schwarz, dunkelbraun, ockergelb, fuchsroth, 
• einfarbig oder gefleckt). Nützliches Lastthier; Fleisch, Haut. Haare verwendet. 
4) Alpaca (A. paco Desmarest). Kleiner und niedriger als Lama und Huanaco. 
Heist eisfarbig schwan oder weiss, tfit weichem Teichen Haar. Seit alten Zeiten 
gezähmt. Wird in grossen Herden gehalten und zwar nur der Wolle und des 
Fleisches wegen. Ist sehr scheu und störrich. Wird jSbrIich einmal geschoren. 
Der Zentner der Wolle kommt auf 240— ii2ü Mark. Lebt auf den Estanzias in 
halbwildem Zustande. 

Anchenipteros, s. Welte. 

Auerhahn, s. Tetrao. 

Aneroehs. 8. Bos und zahmes Bind* 

Auf = Ulm. 

AnfhlldnnjET, 9. Anaplasis. 

Auffiissthiercheni s. CiUata Ehrenh. und Infnsorla H6r* 
Anfsetsen, s. Qewelli. 

Anprapfel, hiiilms oculi, s. Wirbelthlere (Ange). 
AngapfelrOckzieher, s. Anpenmofikeln. 
Anirapfelwand» s. Wirbelthlere. 

Kmzp fS^ehappiirat). $i< : Shinrsor^nnp, WirbelthleFe, CoelUBteTSta, 
Echinodcrniatu, \ViinTior, (iliederthiero, Mollusken. 

Augen suttaunueogehiinft (oculi congregatijl * 
, rasammenffesetit (oculi compoati) r* «"•«■•"•ww* 
nnicorneale, s. Insekten.* 

Au^jenuxo lu isst (iie durcli den Mittelpunkt des ganzen Auges gebende Axe. 
Nicht zu verwechseln mit der Öehaxe oder Gesichtsliuie. 

AugVBbimneD» super cilia, die vax Besebattong des Anges und zur Ab- 
haltnnff des abrinnenden Schweisses dienenden dicken, nach aussen gerichteten Haue 
iBngs des oberen Augcnhöhlenrandef?. 

Augenbutter, lema oder sebum palpebrale. Absonderung der Meibom'- 
sehen Drttsen an den Augenlidr&ndem ; fettet die Angenlldrftnder ein nnd Terhindeirt 
so das TJeberfliessen der Thräuen. 

Angenflecken . tHit Hrdroiden.* 

Augenfleckmeüuscn ^ücellatae). Geschlechtsthiere der Tubulariae (s. d.). 
Glocken- oder thiirmf5rmige Medusen mit 4—8 BadiSrcanlÜen , mit Angenfleeken 
am Grunde der Bandfilden und mit Geschlechtsproducten in der Wand des Magien» 
Stiels. Gattungen: Oceanin Eschseh., Sarsia Xifsa.^ Steenstrnpia /V>r6., Turri* 
topsis Cr., Tiara U-ss. u. w.* 

^agenfllegen, Conops L., e. Blekkopffliegen. 

Augenhöhle, orbita, s. Wirbelthiere und Insekten. 

Avgenknochen, nntere, Inf'ruorbitalring, s. Fische fPkelet). 

Augenkorailen (Oculiuidae). Familie der Kittkorallen. Foljpenstöcke 
mit steinhartem meist istigem Polypar, stark verkalktem OoenenebTm und wenigen 

Sdieidewändon in den Einzelthieren. Gattungen der Unterfamilien: Oculina Lam,p 
AmpbHi li;t Edw. mit A. oculata L., weisse Koralle.* 

Alle» Iii« uehten, n. Thierlenehten. 

Augeuiider, paipebrae, heissen die zwei am oberen und unteren liande des 
AngenhObleneinganges befestigten , durch eigene Muskeln bewegten zwei Haatror- 
dopplungen. Sind durch den Besitz der Meibom'schen Drüsen, Schweissdrüaen, 
Kransr'schen, Manz'schen, moditicirten Schweis.sdrüsen n. s. w. eharakterisirt. Innen 
sind sie schleimhautähulich ausgekleidet. Bei manchen Wirbelthieren tritt als 
drittes Augenlid die Kickhaut hinzu. Bei niederen Wirbeltbieren verkümmeni 
die Lider immer mehr. S. Wirbelthiere. 

Aagen)fd<rhilr1er, obere Supraciliar8chil<1 r F. Eidechsen und Schlanf«n« 

Aupenliii^ts l< ns ( rvstallina, s. Wirbelthiere. 

Augeumuskclii. liei den Wirbelthieren unterscheidet man 4 gerade (1 oberer, 
1 unterer, 1 Süsserer, 1 innerer) Muskel, mnsculi recti, und 2 schiefe (1 ttusseirer, 
1 innerer), musculi obliqui. Bei den Bftugethieren, vielen Kriechthieren und den 



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Angonplfttten— Attricolae. 



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Froschlnrchen findet sich nuch noch ein muBCttlus retraotor bulbiy Angapfel- 
rfickzieher. S. Wirbelthiere, 

Alfen- (Oeellm^) Platt««, ». füeelfel«* 

Allgenschilder, obcrf S u j r u < ihirschilder. S. Eidechsen und Schlnngron. 
Aiffeaschildery Tordere und hluterej Frik- und Postocularschilder. Siehe 
ElitehMn tmd S«lilaaf«B. 

Auc-enspioarel, rother, s. Apollofalter« 
Aiigensprosse, i^. Geweib* 
Angenstlele (Oplithalmiten), s. Sehalenkrebse.* 
An^nstösser, Yolksausdruck für WaBBOijimgfiwii. 

• Angententakel, 9. Tetrabraaehlata.* 
AufenzShne, s. Kfthne. 

AafonsBgelBchlld, Frenoocnlarichild. S. Eideebsen nnd SeblanfeB^ 
Auge-Tieik Starkbiatiges, gat mastfthigos Bind^eb des frans. Departements 

Calvados. 

ADgn st Hielten, s. EiutagHflie^en. 

Anlacanthida Haeckel. Unterfainilie der Radiolarien. 

ATilncorlou /w/»y> f^-iech. Furchen /ahn). Fossile Gattung d(M- Bihf^r. Tertiärzeit. 

Aulaeodus T>-mminck. Borsteni'er kel, Gattunfr dpi- Trugratten. 
Grossköpfige vierzehigc 2\ager mit krllftigen Krallen, SchwimmhHuten an denHinter- 
füsien, nuttelgronan runden Ohren. Von den sehr breiten Ni^estthnen sind die 
unteren glatt, die oberen mit drei tiefen Rinnru versehen; die vierseitigen Backen- 
zSbnp haben dicke Schmelzfalten. Arten: Fahr-el-buhp, Rohrratte (A. Swin- 
derianus Teniminck)^ 60— 65 cm, Schwanz 23 cm. Oben bräunlich, unten hellgrau; 
Sdurarren weiss und schwarz. Qribt in der NSbe von Flüssen nnd I^kdien tiefe 
Lieber in den Gras- und Bobrboden. Schwimmt sehr gut. Bas fette Heisch sehr 
schmackhaft. Benacrt das Ton den Nianmiam in der &de aufbewahrte Elfenbein. 
Sud- nnd Centraiafrika. 

Anlaeostommii Jf. 7. (griech. Forcbenwand). Gattung der Blutegel 
(Discophora). Die Kiefer sind nur angedeutet. Zehn Augen. Saugen am liebsten 
an Schleimhituten. Hierher: A. nigrescens 3/. T. Gegen 17cm. Oben schwar?- 
grün, unten gelb. Gemein in Wassergräben. Beim Wassertriuken gelangen sie in 
den Bachen von Säugethieren. 

Aulaatoma» t. f istnlarlden. 

.iulax Htr;. Gattung der Gallwespen (s. d.). 

Aulisopi« bpinescens Peters, sUchlingsartiger Knochenfisch, der Gattung 
Aolostama nahestehend, an der califomiscben Küste. 

• Anloplegma-Foni), 8. *8ebwimnie.* 

Anloporiden fM adreporaria tubulosa). Fossile Korallenfamilie. Mit 
rShren- oder dütenförmigen Polyparhöhlen , ohne Septa. Gattungen: Pyrgia 
Jf. Edur. Polyparhöhle einfach, dütenfbrmig. Kohlenformation. Auldpora. Polypar* 
hSble zusammengesetzt, kriechend. Im Devon. 

Aulopus Cuvier, Röhrenfüsse. Gattung der Lachse. Die Mundspalte 
oben nllciii durcli die Zwischenkiefer begrenzt, KiemenüfiTnung sehr weit. Aurt: 
A. filamentoüus JJl. 

Attlopyge (grieeh. Böhrenafter) ffeekd. Gattung der Karpfen. Völlig 
nackte Fische mit spitzer Schnauze, vier Bartfäden. Beim Weibchen münden After- 
uod Gesichtsöffnung an der Spitze einer mit dem ersten Strahl der At'terflosse ver- 
wachsenen häutigen Röhre. Eine einzige Aj*t: A. Huegeiii lleckel in den Flüssen 
Dalmstiiens, 10 — 15 cm lang. 

Aulospbaerida Ilaecld. Familie der Badiolarien. 

Anlofitoina. s. Rohrenmäuler. 

Aunachtigall = Sprosser. 

Anrelln, 9. Aorelildae. 

.^urellu iPuppc). s. Insekten.* 

Aureliidae. Familie der Semaeostomeae. Schirm flach; Mundarme gross, 
gefranst, horizontal; Genitalorgane nicht in SehiimhOhlen liegend. Gattungen: 
Aurel ia /Vr. und Les.s. u. s. W.* 

Anricola, s. Anrlcnlidac. 

Airicnla (Ohr), s. Kaschelthlere.* 

AirleolM» B. Seeigel nnd BippemqnalleB.* 



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AnrioulM oordu— Ämtern. 



Auriculae cordis = Uerxohreiu 
Anricnlftria« «. StMhelliSater. * 

Auriculidae. Familie der Lungenschneeken (Pnlmonata). Teotl^l . 

nicht einstülpbnr , nur zurückziehbar, Augen an der inneren F>» ito oder an der 
Wurzel derselben ; Lippenieatakel fehlen. Die dicke Schale mit starker Epidermis; 
letzte Windnnff lang; Gewinde klein. Oattnngwi: Aurionla Lnm. Ohrschnecken. 
Die kräftige Sclui!«' ohne Kanten mit A, Jndae L., Judasohr und A. A uris 
Midiic /.., Midasuhr. Bpid«? Thioro blind. — Scarabus Muhtf. = Polyodonta 
Finch. Käierschuecken. Schale zusammengedrückt, jedei*seits mit einer Kante 
mit Sc. imbrium Monlf. Ostindien. — Garychium Mull. Zwergschueckeq. 
Dieiarte, sehr kleiiu> Rchale mit rondlidier Mündung, am Bande verdickter Ansäen" 
lippe mit C. in in im um Müll., europäische Z wrr g^schnecke. Ganz Europa. 
fDi«^ kk'inen Arten der Küsten Europas: A. mjosotis Draparnaud, Mäase- 
oiir u. a. bilden die Gattung Alexia J^earli.) 

Aurora, Anthooharia oardaxnines L. Schöner Tagfalter, dessen Banpe 
auf Krfu/T)1ii'l-1' i-n lebt. 

Ansfflhreudc Gesehleehtaorgrane, s. Fortpflauzang« 

Ansgesterbene Thiere, s. Paltonielogie. 

Aaslänfer (ätolones). @. Korallenpoljpen.* 

AiisIpsp, durch die Natur oder durch künstliche Züchtnnf» geübte Auswahl, 
der nicht passende Lebewesen zum Opfer fallen. S. Selectioustheorie. 

Ai^hIa SttMetka, Gattung der KrOten (Bufoninae). Schlank, lang und 
dünnbeinig, zahnloSi Zunge Ittnglich-OTal, kurze Schwimmhaut an den Hinterzehen, 
ohne Ohrdrüsen. 

Ausrottung. Vernichtung einer Thierart. ii. medergehendii Thier weit. 
Ausrufezeichen, A<,'roiii) exclamationis, Schmetterling aus der Familie 
der Eulen. 

Aassenrand fi ' i i n;, s. RauchfUsser. 

Aussenz&luüer (^xodonten) heissen zum Theile die Bracouiden. 

Ansseres Ohr, s. Iflrbelthiere. 

ÄU88pritzun(rscanaI, s. diictus ejiiculatorius. 

Anssterbendo Thiere» s. niedergehende Tliierwelt. 

Aast a. Elntagtifliogen. 

Ansterdieb — Ansterüscher. 

Austerr^ri'l — Austorlischor. 

Austortresser = Austerftscher, 

Ausioru, Ostrea L. Gattungder Austermuscheju(s.d.). Art: O.edulisl,. 
Gemeine Auster. Schale meist mndlich-oTal. Gewöhnlich 8— 10 cm. Die obeita 
Klappe fln-'h. An don nördlichen Küsten Europas. Leben gesellig in sog. Auster- 
bttnken. Obr^chon die Vermehrung rine »jfro^sr». indem eine Auster über oino Million 
Eier abgibt, nimmt die Zahl der Austern doch nur wenig zu, da den Jungen zu 
sehr nachgwtellt wird. Schon jetzt sind viele BSnke ausgerottet. Man hat daher 
zur Anlage sog. Austernparks oder Austernbassins greifen müssen, wohin junge 
im IVfeere f^pfnnpfonr Austern vorsetzt und woselbst stp crejjf^n Nachstollnnf^en f^e- 
schützt werden; diese Bassins stehen mit dem Meere in Verbindung. Die liier ge- 
langen in die Kiemen des Ifutt^rthiwes und entwickeln sidi hier, bb die Jungen 
ausschwärmen und sich dann festsetzen; erst nach 4—7 Jahren erlangen sie die 
rirüsse, in der sie auf den Markt kommen. Srlir g■ros^ sind dip amerikanischen 
Austern: 0. virginiana Gtnelin, Dem hoch, 40 cm lang; 0. borealis Lamarck, 
18— 36 cm lang, 9 — 18 cm hoch; im Mittelmeer kommen 0. hippopus Lam., 
O. eristata Lnm., O. adriatica Lam, vor; O. taurica im Schwarzen Meere wird 
nur 5 cm lang. In Nordamerika kommen jährlich an vier Milliarden Austern auf 
den Markt; Paris verbrauchte 1863 78 Millionen Stück = einem Werthe von 
2,052,000 Francs. Am geschütztesten sind die englischen Whitiitable- Austern ; die 
englischen und die kleinen Ton Ostende kommen auf den deutsdien Harkt als 
Natives, die nordischenids Holste i ncr Austern. Gute Sorten sind die Holländer 
von Seelan 1 lit> englischen von ColchAster und Essex, dip französischen von Miirennes 
und la Iremblode, die Triester Ptahlaustern , die Tarentiner, die veuetiauischen 
Arsenalaostem. Schon den Römern war die Austemzucht bekannt ; geschitst wurden 
die Tom Lnorinersee, die tarentimschen und die von Qycicus in Mysien. Besondere 



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Feinde der Austern bttnke sind » ine Strandkrabbo (C'arcinus inaenas), der rothe 
Seestern (Asterias rubens />.), der gewaltsam in die Schale eindringt, der 
Bohrschwamm (Glion« eelata), der die Sehlde von aussen anbohrt, die Schnecke 
)furex rrinaceus, welche sich f^'lclclifall.s in die Schalo einbohrt. Ausserdem 
leiden die Bänke durch Sandverschüttiingen bei Stürmen und durch Killte, In 
Japan leben die rundliche 0. denselamellosa Lxschke und die langgestreckte 
Bieaenanster, 0. gigas Thunhurg, 

Aasternbinke, ^. AoBtern. 

Aasternbassins» s. Ansteni. 

Amteralltelier, Haematopns L.» s. Begrenpfeifferarttge* 

Ansternflscherei, Anstern. 

Austerniuusi-hetn (Ostmcidae). Familie der Monomyaria. Die unregel- 
mässige blättrige, uugleichklappige ächale ist meist mit der linken grösseren Klappe 
festgewachsen; der Fuss klein oder verkflnunert, Meeresthiere, einige avch im Bradc- 
wusMr. Von den über öOO Arten >ind mehr als öOO Arten fossil. Gattungen: 
Ostraea />. Austern. Schale dickwandi". Wirbel gerade, grösst'ro Klappe fest- 
gewachsen. Gryphaea Lam. Wirbel stark gekrümmt. Fossil' im Lias, Jura, 
Kreide. Exogyra Saij. Fossil im oberen Jura und in der Kreide. Anomia L,^ 
Zwiebel muschel. Schale dünnwandig, die untere festsitzende Klappe durchbohrt. 
Hit A. epbi pp! um /.., Sattelmuschel. Schale weisslich,Mittolmeer: A. electrica A., 
Bernsteinmuschel, Schale gelb, ebenda. Placuna Brug., Scheibenmuschel, 
dotere Klappe nicht durchbohrt. Mit PI. placenta L., Kucheumuschel. Indiseher 
Oeean. Von den Chinesen als Fensterscheibe gebranclit; Fl. sella Lam., Sattel* 
maschel. Schale satteli<r gebogen. Ebenda. 

Austemparks, 8. Aust«rn. 

AMSternsamraler = Ansternflscher. 

Anstemzncht, s. Anstcrn. 

Austrulasia = Trichoglossus Novae-Hollandiae, Allfarblori. 
Australlscke Segion, s. Thlergeegraphie. 
Awrtrftliselier Bftr = Koala. 
Aisira-malajiiebe Suhrop^ion, s. Tbiergeographle. 

Aoswandernnfr, «. Thierwandernng'en. 

Aulueuclüides (griech. Selbstschuecken) = Prosobranohia Mihi. Eäw. 
ESgentlidie Sehnecken. 

AHtagonle. Haeckel unterscheidet zwei Arten elternloser Zeugung: 
1) Autogonie, wenn die chemischen Elemente, welche zu complicirten Verbindungen 
xusanunentretend den Monerenleib aufbauen, in unorganischer Form in der büdungs- 
fiftangkeit sieh vorfinden; 2) Plasmogonie, wenn sie bweits za organisehen Yer* 
bindungen sich veronigt l l1 < i.. 

Autolytus prolifer O. Fr. Ein Polychaete. Ammenform I\as Milnnchen 
alaPoiy bostrychus MuelleriAT«^.! das Weibchen alsSecconereishelgolandica 

beschrieben. 

Autophagae =^ Nestflüchter = Pippel. Vögel, deren Junge seilend und 
mit einem Flaum* oder weichen Dnitenkleide aus dem ESe kriechen und nicht 

geätzt werden. 

Autopbagie, Selbst?erspeLSung. Sie tritt als Pädophagie, Kindenrerspeisung, 
S.B. hei vielen Baabthieren, als Gametophagie, Gattenverspeisung, oei den 
flfHmien auf. 

Aufopoln = Sagittaiform, Sphen ü"idt'orm, Keill'orra (autopolo Hetero- 
bUiureu; nennt Haeckel jene organischen Grundformen, deren stereometrischer Aus- 
dnu^ die amphitekte iTramide ist. 

Antosauri coelodontes Dutn. Bibr. = Autosanri pleodontes Dum. 
B&tr. — Lacertidae Gray, s. Ameivae. 

Avellana Orbi^ny, llaselnüsse = Gassis aveliana Bronpniart. Fossile 
Gattung der ActBoniden. Charakteristische Schnecken der Gaaltsehicbten (Kreide). 

Ares, 8. Tegel. 

Aficnla, g. Togrelmuscheln. 

ATicolarien^ 8. Moosthierchen.* 

Aviealldae» s. Perlmuttenavsekehi.* 

Avjor s= Klappnfitae» 



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70 



Avocette— Asoiach. 



4 



kftttUf 9. Reemrrirottr«. 
Awaris = Doppelnashom« 
Awuk = Wallross. 

Axencylinder ist der wesentlichste Theil 'einer Nervenfaser. 
AxenflDTilleii = NerTenprimitirfibrilea hdasen die letzten Formbe- 

standtheile eines Nerven- Axency linders. 

Axenplattc Urstreif = Primitivstrfif, an weisser Streif in der 
Mittellinie des helkn Frucbthofes der Vertebraten. 

Axenskelety s. Kerellenpelfpen.* 

Axenstab = Chorda dorsalis. 

Axenstran^. Indom bni der Entwicklung,' des WirLelthierombryos alle drei 
Keimblätter in der Medianlinie mit einander verwachsen, entsteht als verdicktes 
(Gebilde der Axenstraog, in dessen Medianlinie sich die Chorda dorsalis abgrenzt 

Axillarla, a. Haarsterne.* 

Axinus (griech. Axt) J. Sourthij = Ptychina Philippi — Oryptodon 
Turton. Gattung der Luciniden. Kleine Muscheln ohne Mantelbucht, mit ver- 
kümmerten Sehlosacfthnen» eingedr&okter Falte am Hintatiuü. Hierher n. a.-: 
A.flexuosus 3/oif<09fi. Nordsee, Ißttelmeer; A. f er r Oginos as i^<Nnfr. Nord.Mewe. 

Axtshirsch, 8, CerTn». 

Axolotl hoisst die Larve der Molchgattung Ambljstoma (s. d.), die man 
aber auch als eigene Gattung Siredon (s. d.) angesehen hat. Sie hat in fort^ 
I^laiiningsfähigem Zustande äussere Kiemen und nach Art unserer Wassermolche 
einen seitlich pliittj^'edrücktprt Rnderschwanz. Unter gewissen Umständen wandeln 
sich diese Larventormen in kiemenlose, unseren Laudmolchen ähnliche Amlily- 
stomen mit drehmndem Sehwanse nm, tind mnss man annehmen, dass in Folge 
eintj:etr< ton«!r Umstände das Landleben dieser Thiere einst umnöglich gemannt 
worden und so die Fertigen twii klung in kiemenlose Molelie mit wal/i^^em Schwänze 
unterbleiben musste. Schwerer ist die Eutscheiduni:, ob der eine oder der andere 
Fall als Rückbildung anzusehen ist. Von Siredon mexicanum Baird. i!;. B. kennt 
man wohl dnrdi IdListliche Zucht erhaltene Amblystomen, während sich im Freien 
solche nicht und nur die mit ftnsseren Kiemen besetzten Axolotl vorfinden. Man 
vergesse aber einerseits nicht, wie versteckt viele }»folcbe leben, findet man doch 
bei uns eben aus dem Wasser gekommene Junge, und dann Männchen von Feuer- 
salamander sehr selten, andererseits wie solche HemmbUdungen auch bei unseren 
heimischen Lurchen sich finden. Ref. hat schon vor Jahren darauf aofinerksam 
gemacht, dass man Kaulquappen von Batrachiern Jahre lang im Larvenmstande 
zurückhalten kann, und dass man ganz ausgewachsene vierfüssige Tritonen in 
tiefen Oistemen mit grossen Kiemenbflseheln findet, die sich geschlechtHch fbrt- 

Sflanzeu. ZonBehst gilt der Name Axolotl für die in dem Salz-^ee bei der Stadt 
texico lebende, spanneg^rosse, grosskApfigc . schwarze und dunkelgefleckte Form, 
deren Fleisch dort gerne gegessen wird. Heute bezeichnet man damit wohl alle 
die ZU ans kommenden Amblystomen-Larven, die sich ja in unseren grus^en Aquarien 
eingebürgert haben und j« t/t ganz allgemein gezüchtet werden. 

Axonia, axenfcste Grundtbrmen , bei denen sich (ein Punkt, eine gerade 
Linie, eine Ebene) ein Centrum bezeichnen lässt. 
Axungia, ausgcschmolzenes Thierfett. 
Aje-Aye, 8. Chtromys. 
Ayer = Schubrakentapir. 
Aythya = Fuliguia uyroca, Moorente. 

Azeca /y<ocA. Gattung der Landschnecken. Kleine, der Gattung Cion eil a 
nahestehende Schnecken, mit Zfthnchen in der Mflndnng. Hierher n. a. A. Menkeana 

C. Ffeiff. Nordwestouropa. 

Azoisch, '}ii> rlos, Z.B. Gesteinschiuhtea, in denen bis nun* keine Spuren von 
Thierresteu sicii lu.uden. 



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RiiHTB RftchfltelnfWi 



71 



B. 

Baars, Baarsrh Barsch. 

Baas nennen die Hottentotten das Gnu. 

Babaeoto, Indri, Liehanotua indri Blig., s. Lemuridae. 

Babaf^hAn = HalsbandJlttldi. 

Babelau = Kabeljau. 

Babi-Alu, heimatlichur Name des Schabrakentapirs. 
Babolnaer, Pferde aus dem ungarischen Gestüte Babolna. 
Babvitty Pavian, «. Cjnocepholas« 
Babjrnssa, s. Porens. 

Bacalao, ursprüngliche Benennurif^ des KabeljaTis bei den Spaniern. 

Baceala^ aas dem neofundiändischen Bakkala, italienisohe Benennung des 

Eabelja u. 

Baccalare nannten die Italiener den Kabeljau. 
B;irrha ^feig., Gattung drr Sch w cljfliegen (s. d.). 
Bachamüel, Cinclus aquaticus lierhs-fein, s. Tiirdidae. 
Bachbummel — Scbneiderflsch, Alburnus bipunctatus. 
Baehdrossel =s Baduunsei. 
Bache, Weibeben des Wildschweines. 

Bachfauna, "niierwelt des küblen, nicht stagnirenden, raacb bewegten Baoh- 
vafisers, s. Fauna. 

Baehflohkrebs, &. GammaruH. 
Baeftforelle, Salmo fario L., b. Ladise. 
Bachfelze» s. Gammaras. 

Buchgnuidely achmale Bartgrnndel, Nemachilns barbatula L*, siehe 

Weiss» fische. 

Bachjungfer^Callypteryx virgo und Callypteryx splendens, s. WassdT» 
jugfern. 

Bacbläufcr, Velia currens Fahr., s. Wasscrliiufer. 

Bachmücko, Tipula L., Gattung der Tipulidae (s. d.). 

Bachneuuaug«, Fetromyzon Pianeri Block, s. Neunaugen. 

Baehstelsen» Motaeillidae. Familie der Sperlingsvögel. Der sdilanke 
Schnabel, etwas kürzer als der Kopf« hat dne sanft gebogene Firste, an der Spitse 
einen Einschnitt. Die langen zugespitzten Flügel mit bloss 9 Handscbwingen. 
Der Schwanz ausgerandet. Die Hinterkralle sehr oft in einen Sporn verlängert. 
Insektenfressende schlanke VOgel, die sich gerne in der Nähe des Wassers aufhalten. 
fig«Dthüznlich ist ihr bf standiges Auf« und Niederbewegen des Schwanzes. Oattungm: 
1) Motacilla L., Baclistelzen. Schwanz lang, bis auf die 2 mittleren Federn, die 
etwas länger sind, gerade abgestutzt; 1. Schwinge etwas kleiner als die li. und 3, 
Arteu: M. alba L., Bachstelze, bläulich aschgrau, unten weiss, Stirn weiss, ge* 
BMiner Zugvogel Deatsddands; M. flava — boamla L., ScbafsteUe, gelbe 
Baohstelze, Viehstelze, olivengrün, unten gelb, Kopf gfrau; M. citreola 
Sporenstf l'/.e , aschgrau, unten gelb, in Asien, selten in Deutschland; M. sul- 
pharea Bechat. ~ boarula Fenn., Gebirgstelze, graue Baohstelze, dunkel« 
aacharaa, unten gelb. 2) Antbns Beehst., Pieper. Schwanz mSssig lang, 
gabwgf 1. Sdiwinge so lange wie die 2. und 3. Arten: A. pratensis J^ecJi.H., 
Wiesenpieper, Wiescnlerebe, olivengrünbraun , unten rötlilinhL'r'l^ , il iiikel- 
braun gefleckt; auf der ganzen Erde, mit Ausnahme Südamerikas und Australiens; 
A. eampestris BeeAa!.« Bracbpieper, gelblichgrau, undentlidi dunkel gefleckt, 
unten geiblichweias; A. arb o r e u s Bechst., B a u m p i e p e r, H e i d e 1 e r che, H ol z lerohe, 
grüülichbrnungran, unten rostgelb, scbwar/.ge (leckt; A. aquaticus Berh<if., Wa«;ser» 
pieper, braungrau, spärlich schwarzgrau gefleckt, unten röthlioh, im Winter gelb- 



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72 



Bach wMser läaf er — Bärenstommelafie. 



lieh; A. Biohardii VUUhf Sporen piep er, gelbgraa, braimsoliwan gefleckt, unten 
gell)lichweis8 ; A. ludovicianua Chnelin. Nordamerika, in Deutschland selten. 
Baehwasserlänfer, Totami!;, s. Schnt'pfenvöpol. 

Bachweideneule, roib. Weidenordensbaad,Fraa, Catocala nuptai'.jS.Elll<MU 
Bacilli (Stabchen), s. Kornllenpolypen.* 
Bacilli = .Stäbchen* der Netzhaut. 

Bacillus Ldir., Gattung der Qespenstheuechreoken (a. d.)* 

Backe, l)ucca, Wange. 

Backendrü.scken, giandalae buccaleä, zahlreiche enge, nebeneinander 
gelegene, traubige Schleimdrüsen unter der Backensohleinihant. 
Backcnhnrnchen^ s. Tamlas. 
Backenmaus, Sflceostomys. 

Backeutasehen, dienen als Kalu-ungsbehälter. Die ausser eu Buckeutascben 
(x. B. bei der Taschenmaus) habra den Eingang ausserhalb der tfundhOhle, 
während die inneren Backentaschen, wie sie u. A. der Hamster, das Murmel> 
thier, der Prairiehund, drr Bobak, die Meerkatzen, Paviane besitzen, von 
der äosserun Körperbedeckung überkleidet sind. S. SUugcthiere. 

BftokeiisSltiie^ dentes molares, s. Säugethlere. 

Backöfelehen = Fitislanbs&nger, s. oftnger. 

Bacteria LatreiUe, Gattung der Ge^p«'t!<thru<5chrecken (s. d.). 

Bacterien (bacterion, Stab), s. Schizoinj cetes Fr* 

BaenHaa Orhigny, s. AmmoBitidAe. 

Bacnlites, s. Ammonltidno. 

Badak, Sumatra* Nashorn, Nashörner. 

Bader, Chirurg, Acanthuruä chirurgus Bloch, s. Stachelschwanze. 
Badeschwämme. Als solche kommen verschiedene Euspongia-Arten in Ver- 
we&üutig. Bif he unter Schwämme und Honischwänine. 
Bttdjarkit — kur/selnviinziges Sclinppenthier. 
Badistcr Clairvüle, Gattung der Laufk&fer (s. d). 
Eäffchen-Ammerflnk, s. Ammerflnken. 
BjUkchen, trabeeulae, s. Rorallenpolypen. 

BUnd(»r, ligamenta, stellen die Verbindnag TOn Knochen oder beweglich«! 
Körpertheilen mit weniger beweglichen her. 
Bftr, brauner, s. llrsos« 
Bär, brauner, ein Spinner, s. ArctÜdae. 
Bür, ^'onieincr, s. IJrsns. 
Bär, gemeiner, ein Spinner, s. Arctiidae. 
BXr, grauer, e. ürsis. 
Bir, fruchtfresscmler, s. FrsuS* 
Bär, malayischer, 8. Ursus. 
Bär, schwarzer, ein Spinner, s. Arctiidae. 
Bären, s. Ursug. 

Bärenfanger, Bluthund, Bnl]rnl)oi?;?;or. Canis rirsuritius, gro'^-^A 
Hunderasse, musculös und massig, mit sehr entwickelten Speicheldrüsen (Speichel 
hKngt oft in langen Fäden herab). S. Hftushnild. 

BärenkrcDse, Scnllarus, Gattung der Krustenkrebse (Astaoiden). Alle 

Brustbeine ohne Sclieercn mit einfachen KlmioTi ; die bhittfiirmigen Süsseren Antennen 
ohne Scbuppe, der Körper kurz, tlach. Arien: S. latus Lutr., S. arctus L. Mittelinoer. 

Bärenkusu, Fhalangista ursinu Temminck, insektenfressendes Beutel- 
thier in den Wäldern von Südcelebes, s. Phalangista. 

Bärcumaki, Arctocebus, s. Lemuridae und Arrtocebus. 

Bärenmarder, Arctitis, s. bitrenartige Kaubthierc u. Arctitis. 

Bärenpaviau, Gynocephalus ursiuus Wagner, s. Schraahiuscii und Cj'^no« 

cephalM. 

BKrenraupen, Raupen der Bilrenspinner. 
Bärenrobbe, 8. Arctocophalinn. 

Bärenspinner, Arctiina,Euprepidae. Unterabtheiiung der A r c t i i d a e (s. d.). 

BttrenstumBielaffey Golobus ursinns, von G. gneresa jKi2/>/> (s. Schmal- 
nasen) durch den Mangel des weissen Mähnengürtels, die längeren Haare und den 
fast weissen Schwanz unterschieden. In den Wäldern WestaMkas. 



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Bbrenfliierchen— Baiealia. 



78 



iüireuthiercheii) Tardigrada Duj. Ordnung der Spinnenthiere, die be- 
mts Ton Ihrem Bntdedcer F. O, Mätter im Jahre 1785 als Acaras ursellue den 
Milben beigez&hlt worden sind, wShrend sie sp&ter von Dujanlhi den Bfiderthieren, 

vm M. b'chultzf den Krebs<>n (Lernapa) einpcordut t wurden. Sie sind meist 
mikroskopisch klein und besitzen tineu wurmtürmig gestreckten Körper, der un- 
«kntfiek ans 4 Segmenten kiuHUDinengeseM erscheint; am Vorderende befindet sich 
eine fleischige SaogrOhre mit 2 ans den verwachsenen Kieferfühlem und Unter- 
kiffrni gebildeten, aus Kalk- und Chitinstäben bestehenden Stilet^'n; manchmal 
fehlt sie indes. Die 4 Beinpaare sind kurz, stummelförmig und enden mit mclueren 
Kkaen: das hinterste Paar befindet sich am Ende des Körpers. Sie t^chwimmen 
ud kriechen sehr langsam und trfige. Das Nervensystem besteht ans 4 durch 
lange Fäden Torbundt iu n Ganglitnlv-noten , von denen der erste das Gehirn vor- 
stellt und 2 Npivhi /u den vor den Bnistboinon strhonden Punktaugen und 
den beiden Sinne^wurzen absendet. An das Suu^ruhr scbiiesst sich ein Schlund 
nit muBCnlOsen Wandungen an, dem ein blindsawreicher Magendarm mit kurzem 
Cndderm folgt: die Afteröffnung liegt zwischen den Hinterbeinen. Die Speichel» 
drfisen sind «ehr gross und nnindon in die Sauj,a"»hre ; dr-r Machen hat einen Drüsen- 
belag von Leberzelleßj die Nahrung besteht in Thiersälten. Kreislauf- und Ath- 
ttUQgsorgane fehlen (daher Apneusta aut). Die mroitbierchen sind Zwitter und 
besitzen paarige Hoden und einen Eierstock; die Drüsen münden mit Kloake in 
den Afl« r. Sie legen wlhrend der Ii intung grosse, aber wenif,"> K;i r und bedocken 
sie mit den Häuten, bis die Jungen ausschlüpfen; diese besitzen bereits alle Bein- 
paire and entwickeln sieh ohne Metamorphose. Sie leben in Moos, feuchtem Sand, 
Algen u. s. w. der Daehrinnen , seltener im Wasser der Quellen und an Meeres- 
ofern und sollen sflir n-rossc Rfsistcn/nihit^ki-it besitzen, indem sie nach langem 
Eifitrocknen wieder weiter zu leben vt rniügcn. Man unterscheidpt eine Familie 
Arctiscouidae. Hierher Macrobiotus lluleluudii 6'. Sch., E ciiiniscus Beller- 
mtnoi S. Sch., Milnesium tardigradum Dotf. Literatur: Dot/tr« in Ann. sc. 
Dat. (2) XIV. Dujardin, ibid. (3) XV. Kaufmann, T., in Zeitschr. fUr wissensoh« 
ZooL III. 1851. Greeff^ H., in Arth, für mikrosk. Anat. I. u. II,* 

Barsch, Voiksnamr des gemeinen Flussbarsches. 
Barschling, Voiksname des gemeinen Flnssbarsches. 
Birstel = Flossbnraeh« 
BSrster = Flnsshafseli. 
ßlirstling = Flnssbarsch. 

Bartlinge) Megalatmi i i ino Unterfamilie der BartvOgel (nach 
Mmtkail), s. Megalnema unter Bartvögel, 

BHrz«»!t, weidmännischer Ausdruck für die Brunstzeit des Bären. 

Bäuerling, Rothdrossel, T. iliacus L., s. Turdidae. 

BaClBSbaUimid, Hanshund der Bewohner der Baffinsbai. 

Bagdette, Columba tuberenlosa, Tielgehaltene Warzentaube. Die 
englischeBagdette, Carrier, gross, kräftig, von sclirtner Haltung,', rasche Fliegerin, 
galt einmal als guter Brief böte, welche Verwendung jet/t durch die zu stark ge- 
wordene Schnabel worze, die ihr Sehvermögen beeinträchtigt, unmöglich gemadit 
ist; ist aber zur Zeit in England eine der thenersten Ziertauben. Zwd andere 
ge:$€hätx.!<' Bagdetten sind die deutsche (Nürnberger) und franzSsisohe Bag- 
dette. S. Felstaube. 

Bagous Germar, Gattung der Rüsselkäfer (s. d.). 

Bagrinae, Brack weise, s. Welse. 

Bagrus Bttdm; Brackweise. Gattung der Welse (s. d.). 
BahaHMBchwawi, ein grober, lockerer, dunkler Badeschwamm, aus West^ 
iodien kommend. 

Bahila calipyga, Lciothrix hitea, Sonnenvo^'d , Peking'nachtigal!, iSold- 
(irofiselmeise. Ein schöner Vertreter der Drossel- oder Hügel meisen (Liotri- 
ehidae) mit angendimem Gesänge. S&dwestasien. 

Baieaiia v. Morien» = Limnorea Difhoicsky — Tryonia ^mpson, Gattung 
der Bissoiden. Kleine SflsswasBexsdineeken.im Baikalsee* 



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74 



Btttkia— Balimtidiam coli. 



Baikia» s. Anopiua. 
Blüzfalk = Wand«rfUk. 

Bajad = Bagrus bayad» s. Welse» 
Bajjerkeit = kurzschwänziges Schuppenthier. 

Bakewehia King. Fossile MosdielgattiLag aus der Zechsteinformatioa, dea 
Vogelmuscheln angehörig. 

Balaena Linni — Eubalaena Gray, Gattung der Glattwale (s. Barten* 
vale). Mit zahlreichfln, kammartig gestellten, langen, schmalent hornigen Platten, 

(Bartas. sog. Fischbein), mit breiten abgeataisten Brustflossen, ohne Rückenflosse, 
unbeweglich miteinander verbundenen Halswirbeln, glattem Bauche. Arten: 
1) Grönländischer Walfisch (B. mysticetus L. 16— 24 m lang; über lOüOOOkg 
schwer; Maul 5 — 6m laug, 3— 4m breit, mit SOO — 360 Barten, deren mittelste 
5 m lang. Das grOsste lehende Thier. Unter der Haut eine 20 — 40 cm dicke Speck- 
schichte, Lebt in kleineren oder grösseren Gesellschaften. Muss etwa alle Viertel- 
stunden an die Oberfläche, um zu athmen, wobei er mit Wasserdämpfen ge- 
schwängerte Luft mehrere Meter hoch autstüsst. Nährt sich von kleinen Mullusken. 
Ein erwachsenes Thier liefert etwa 1600 kg Fischbein und 24000 kg Thran. 2) S&d- 
licher Wal (B. australis DesmouJins). Kleiner als der grönländisdie. Mit 15 
Rippen. Der Kopf beträgt nur ein Viertel der Körperlänge. Mit kürzeren Barten, 
spitzeren und grösseren Bru.stflossen , weniger tief eingeschnittenem Schwanz. Mit 
Ausnahme eines weissen Bauchfleckes ganz schwarz. Au den Küsten der süd- 
lichen Meere. Wird ebenso wie der grönlftndische Wal gejagt. 

BalaeHfeeps Gotdä, Schuh schnKhel, Oattnng der Reih er tO gel (s. d.). 

BalaeAida, Glattwale, Familie der Bartenwale (s. d.). 

Rainen odea = eigentliche Wale, 

Baluenodon Owen, fossile Gattong der Wale aus der Unterordnung der 

Zeuglodonti ii. 

Uaiaenuptera Lacep. (griech. Wuitijjchtiügler). Gattung der Fuich«n wale, 
pie Bftckenflosse hoeh, 8eitli<ä zusammen^edrackt , schon an der hinteren Grenie 
des zweiten Drittels der Körperlänge beguinend. Die Halswirbel verwachsoi tOr 

weilen. Art: R. rostrata Gray, Zwer«^wal 9,5m lang. Schiefergrau, unten 
röthlichweiss. Wiederholt als junt^'er Finnwal gehalten. In den nordischen Meeren, 
von wo er zuweilen ia die Fluüsmüuduugeii geräth. 

BalaenoptBrida, Furchen wale, s. Bartenwale, 

Balaemopterlaa Graif = Pterobalaena ßiehtieht, Esehrieht unterscheidet 

die Furchenwale in 2 CJnterfamilien: Herobalaena mit hoher, zusammengedrückter 
Ri\ckenflo<?se, umfas'^enfi: Balaenoptera , Physahi«;, Ben il n i a , Sibbalius 
und Oy p ho balaena mit niedriger, breiter Buckei-Rückenflosse mit der Gattung 
Megaptera. 

Balauldaey b. Saopoekea.* 

Balani&iu Craimar (griech. eichelartig), Nusshohrer, Nussrüssler, siehe 

Bfisselkäfof. 

Biilauui^iossus Iffllf ('h'mje, Gattuntj der Enteropneusti (Binnen-Athmer). 
Sehr churuktoristische im Sande lebende Meerwürmer, welche beim Athmeu das 
Wasser durch den Mond aufnehmen und dann theils durch die AthemOffnungen, 
theils durch 1" Afteröflfnung ausströmen lassen. Der lani,'e, flache, schwach ge* 
rincrelte Leib hat /.wei blatturtige Seit^ntheile und einen Schwanztheil : am vorderen 
Ende betindet sich ein schlauchartiger, zusammen/.iehbarer , hinten blind endender 
Rüssel (Sipho), der als Fortbewegungsorgan dient; hinter diesem Rüssel am Bauch 
liegt der grosse Mund, am Ende des Körpers der After. Als Athemorgane fhngirea 
bogenförmig über den vorderen Darmtheil gelagerte Kiemen; z\vi rli i y zwei 
Boj^en b»'fin«let sich eine flimmernde AtheniulTnung (Stigma): sind getrennten Ge- 
schlechtes. Den tonneuartigen, flimmernden Embryo, der sich bald in den Be- 
wegungsrüssel und den Rumpf abschnürt, hat man als Tornaria besehrieben. 
Aitian: B. clavigerus Ddl$ Chiaje, bei Neapel; B. tricollaris St'hmarda, indischer 
Ooean; B. minutus Kowalewsky , bei Neapel; B. Kupfferi If. Sithm, Nordsee. 

Balantidium coli Malmst., Schmarotzer im Colon des Menschen. InfoBOiium 
aas der Familie der Bussaridae, Unterordnung: Heterotricha. 



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75 



Baianus, Eichel. Das £ad8tflok des mtopUchea Gliedes mit der üarn- 

röhrenöffhung. 

BallNissftrd Fiselwdler. 

Baldachinspinne, Berg^Webspinne, Linyphia montanap ans der Fa- 
mäie der Webespinnen (s. d.). 

Balea Prideaux, Gattung dpr 8chni rkcl sfh n i'«-"!! en (s. d.). 
Balearica Brias, Kronenkraniche, s. Krunii'ii*'. 

BaleoclausUien Hossmäs8lei\ Gattimg der Laudachneckeu. Mit gar 
ucfat oder nnr wenig entwickeltem Schliess^ittcfaen. Nur in Siebenbürgen auf 
Jnrakalkfel^on. Stehen zwischen Balea und Glansilia. 

Bulgdräsen, als ein^Menkte Taschen erscheinende Drüsen (Fettbaigdrüsen 
der üaut). 

Balttanr, s. HUani. 

Balister Cuc, Fischgattung der Ilaftkicft' r (s. J ). 
Balkan vielu kleiues einfarbiges Hiiiil\ i' Ii der podolischen Basse. 
Balken t^rUtteo, tubulae), s. Korallenpolypen.* 
Balken, corpus callotum, s. Gehirn. 

Balkenntvskelii, trabecnlae carneae, heissen die brückenartigen Muskel- 

zfige. welche die Herzhöhle frei durchziehen. 
Biilkennatter, Zarn^^nis s. Nattern. 

Balkensehröter, Durcus paraiielopipedus L., BiutthornkHfer. 
Ballan wra!ii»e, euglische Benennung für den gefleckten Lippfi^ch 
(Labrns macnlatus Bloeh). 

Ballcnbieoen, .h. Andrenetae. 

Baltimoretroupial = Balii morevogel, s. Troupialo. 
Baltimoreyogel, Icterus baitimore Gmelin, s. Troupiale. 
Bambelen, Volksname für die Ell ritze. 
Bambeli, Volksname für die Alandblecke. 
Bambort^er Seluf^ fränkisches Landschaf. 
Bainbet, Volksname für die gemeine Flussbarbe. 

Bananenfrpsser, Musophugidac. Familie der Kiikuksvfjgel. Afrikanische ' 
Vögel mit kurzern. breitem tScmiabel, abgerundeten Flügeln von mittlerer Länge 
(4. ond 5. Schwinge am Iftngsten), langem abgenindeten Scfawanse mit 10 Steuer- 
fadern, ' Zehen nach vorne, die erste nach hinten. Gattungen: 1) Turacus 
Cur. Gorythaix Iiiig., Helmvögel. Die 5. Schwinge am längsten, Kopf mit 
beweglicht'in Federkamra. Mit G. leucotis Riipp. Abyssinien. 2) Musophaga 
hmri. Diu 4. Schwinge die lilngste. Ohne Federkamm. Mit M. violacea Isert, 
Westafnka. 

Banehus Fahr., Soasenwespen, Gattung der echten Schlupfwespen (s. d.). 

Band, s. Snlpen.'^ 

Bandaalc, Glas aale, s. Leptocephulidae. 

Baildftrgus, Mauer fuchs, M auer a r g u s, P ar arge m egae r a L., 8. Tagfalter, 
BaBdusQlB, Ghilopoda Latr, Ordnung der Tausendffisser, Der lange, 
aas 16—100 Segmenten bestehende Körper, welcher eine deutliche Rücken* und 

Banchfl-if-li*^. sowie reiche Zwischeiihilute (;rkeunen läs^t, w<>cregen sich die Schilder 
mitunter selbst dachziegelartig decken können, trägt vorue 14 — liUgUednge Fühler 
unter dem Stimrande des horizontalen Kopfes, dann meist einfache oder gehäufte 
Puaktaugen und 2 Paare von Unterkiefern, von denen das erste kurze, das zweite 
nnletlippenIhnlicUe lange Taster besitzt (daher Syngnatha Lafr.). Das erste 
KöiT^r-^Morrru^nt ( Ba>ilarsepfment) trägt die nahe an die Mundtheile gerückten 
Kieferfüase, deren Hütttheiie zu einer unpaaren Platte verwachsen, während die 
Bndglieder kräftige Raubfüsse mit Endklaue und Giftdrüse bilden. Die übrigen 
Segmeate haben an jeder Seite je ein Bein; das leiste Paar Überragt den Körper 
auffällig. Die Geschlechtsöffnung befindet sich am Ende des Körpers; die Geschlechts- 
organe besitzen oft grosse Anhangdrüsen. Begattungsorgane fehlon; das Männchen 
zieht am Boden einzelne Fäden hin, und setzt an diesen die äamenkapselu ab, 
welche Ton dem darüber hinkriechenden Weibchen in die Scheide aufgenommen 
werden. Die Jungen sind ziemlich entwichet und besitzen 7 oder alle Gliedmassen- 
psiie. — Die Bandaaaeln sind über der ganzen Erde verbreitet, enthalten jedoch 



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76 



BflüdfiMaii'Ba&dwfirmer. 



in dfr 'jfmlt'^sigten Zone nur kleine, in den Tropen dnf:e<?on sehr grosse, kräftige, 
ihres Bisses wegen sehr gefurcbtet-e Arten. Sie sind licht^>cheu, leben im Donkehi, 
bewegen sieh aufgescheacbt schlangenförmtg windend, sehiessend; ibro Nahrong be- 
steht in anderen Thieren, die sie erst mittelst der giftigen Secrete tödten. Man 
unterscheidet die Familien: 0 foi) Iii lirin o , Sctjloiieiulridat' , Litliobiidap nnd 
Heutigerida e. Literatur: LaUel, Die Myriapoden d. österr. - ungar. Monarchie. 
Wien 18ö0.* 

Bsndtean, eine Spielart des Edelfasans. 

Bandfeld, Musch<'lthlere.* 

Bandflnk heissen im Vo^'elhandfl tlor Karmingimpel , Carpodacus 
erythrina Grnj/, un«! 1 r R indvoirfO o<l«'i Halsbaudfink, Amadiaa fasciata 
Gray. Siehe unter linken und Webervögel. 

BandJIsolief Taeniiformes. Unterordnung der Stäche Iflosser. Band- 
förmige Fische ohne Afterflofisea, mit verküinint-rttT (oder auch ganz fehlcndt r) 
Schwan/flf'ssf. Die Rückenflosse so \an^ al> wif der Körpor. Ein/.icfe Familie: 
Trachy pterid :ie. Nackte Meeresfisehe mit eii;^'*"r Mmi dspalte und scliwacdicr Be- 
zabnung. Die bru^stständige Baucbflosse besteht olL aus einem einzigen Faden. 
Der Yordertheil der Rückenflosse steht separirt in Form langer Stacheln anf dem 
Kopfe* Leben in der Tiefe, kommen selten nach oben. Gattungen: Trachj-pterus 
Gouan , mit p^nt entwickelter Bauchflosse; Regal ecus luu'oiu , Bancldlos^jc auf 
einen langen Faden reduoirt. Art: B. Banksii (!^it</r., falscher Häringskönig, 
R. gladius Güuth. 

Bandffrnl)o itovca ligamenti), s. Kuselielthiere«* 

Bandikut, s. Pemmcles. 

BaudUtisse, s. Kbabdogale. 

Bandlelste, s. Mnselielthlere.* 

Bandqiiallen, Taeniatae Aq., Ordnung der Rippenquallen. K<*rper 
bandförmig, mit zwei Senkftlden und zwei NebensenkfUden; letztere mit in einer 
Rinne fian« ii artig herabhJUicjf nden ^^fitenzwcigen. Einzipre Familie: Cestidae.* 

lt}niiise(>udler, weissköpligor Seeadler, Haiiatjtus loucooephalas L., 
ti. falkeuurtigc Kaubvögel (Falconidae). 

Bandspecht = Buntspeeht. 

Bandyogel, Halsbandfink» Amadina fasciata Gratj, s. Finken. 

Bandweih, Wiesenweihe, s. falkenartige Raubvögel. 

Bandwürmer, Cestodes Rmi., ('< stoidea Etvl. Ordnung der Platt- 
würmer. I>ie Bandwürmer, deren vollendetste Form der allbekannte Band- 
warm im Darmcanal des Menschen ist, wurden bis vor kurzem als Individuen 
gehalten, deren Körper aus Gliedern besteht. Für diese Ansicht sprechen der 
Umstand, dass das WassergetUss durch alle Glieder hindurchlaufend, im letzten 
mit einem Ausflnsspnnis endet; dann der Befund, dass die ein/t»lnen Hautschichten 
direct von Glied zu Glied ohne Unterbrechung vorwärts gehen, und endlich 
die Beobachtung, dass einige sicher hierher zu zShlende Formen keine Spar 
einer Gliederung nachweisen lassen (Car\ ophyllidae) oder höchstens feine Fültchcn 
zeigen (Ligula). dass aber nie eine Trennung in Stücke eintritt. Dieser Ansicht 
muss jene als richtig entgepfenfjesteHt werden, nach w<lcber die Glieder (Pro- 
glottis) je ein Geschlechtsthier darstellen, das mit dem endständigen Kopfe (Scolex) 
eng verbunden ist, und dass somit der BandwurmkOrper als ein ans zweierlei 
Zooidien gebildeter Thierstock (Strobila) aufzufassen ist; die eiü/eluen Glieder 
sind somit die Indiviilueii. Für letztere insbesondere durch die Entwicklung!;<re- 
schichte streno^ten«; als richtig bewiesene Ansicht spii< }it insbesonders die Tliat 
sacbei dass jedes reiie Glied Gt;schlechtsorgane entwickelt, Contractiiitöt und 
individuelle Lebensfähigkeit zeigt, nnd dass bei einer Form (Echeneibothrium) die 
Prc^lottiden im ]' tu. sich lostrennen, und erst losgetrennt die Geschlechtsreife 
erlangen, wobei ott ein Glied <lie Griis» des ganzen Thierstockes vielfacl] über- 
treffen kann. Der Körper eines Bandwurms best^^ht somit aus mehreren wolü 
unterscheidbaren Theilen: zuvorderst liegt das als Kopf bezeichnete ,Ammen"-Zooid, 
der'Scolex, von dem die folgenden Theile durch intercellnlaresWachsthnm sprossen; 
es Ist sehr klein, meist kugelförmig, und trSgt am Endpole oft einen K ikenkranz 
(Bostellum, Oupula), oft einen vorstülpbaren Rüssel mit Haken zum Anklanunem 



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^ Bandwflmer. 77 

■ 

und oft Sauguäpfe zum Anhalten, Anhangsorprane, din im übrigen die mannig- 
faltiijst« Form zeig-on kiniiien; darauf folgt der als Hals Ixv.eichnete verengte 
Tbeil, uicht^i anderes ali» die jüngülen, uuch nicht diÜ'ereni^irten Geschlechts« 
tooide oder Proglottiden, die Ton da ans nach hinten su immer grltoser werden 
und dem kaum g^liederten Halse gegenüber deutliche Cbschleohtsorgane und die 
F.lhigkeit besitzen, zur Zeit der Reiff sich losTiulttsen, abzufallen und selbstständig 
Weiler zu leben; es sind somit die Endglieder auch die ältesten Glieder des Thier- 
Stockes. Der ganze Körper ist mit einer drüsigen Matrix umschlossen, auf welcher 
& derhe, wimperloee Oatieala anfliegt; unter ihr liegt der Hautmnskelschlauch, 
der an der Grenze zweier Glieder stets biB znr Hälfte eingeschnitten erscheint; auf 
ihn folgt dichtes mit Län^- und Ringmuskeln reich duri;hspicktt!S Bindegewebe, 
das eine energische Verkürzung und VerlJlngei*ung der Leibesglieder gestattet, 
ü^iadies ist die Haut sehr reich an kleinen, verschieden gestalteten Kalkkörperchen. 
Das Nerrensystem besteht ans einem sehr zarten Kopfganglion, TOn deesen beiden , 
durch eine Querbrücke verbniideneii Ganglienknoten Nervenstränge ausgehen, die 
äch 'zeitlich am K'irpf^r hinabziehen ; von Sinnesorganen dürfte wohl nur ein Tast- 
, vermögea vorhanden sein, das in der ganzen Körperhaut, insbesondere aber in den 
Sangnäpfen seinen Sitz hat. Die Em&hmn^ erfolgt beim gänzlichen Mangel eines 
Verdanungscanals endosmotisch , indem die bereits assimilirten Nahmngssäfte 
von den ausschliesslich nur im Nahrungscanal von . Wirbelthieren wohnenden 
Parasiten durch die gesammte Kf^rperhaut aufgenommen werden. Das Wasser- 
gef^äVütem ist ziemlich vollkommen entwickelt und führt eine wasserheile 
Fldssigkeit im Innern des Röhrensystems. Basselbe beginnt im ganzen KOrper* 
paraidi3rm mit abschliessbaren Trichtcröfifnungen , welche za unter sich anastomo- 
sirenden Gefässen führen, die schliesslich je zwei Seitenstämme bilden, einen dorsal 
und *»inpn ventral gelegenen; letztere ziehen den ganzen Körper entlang von Glied 
zu Ghed und schliessen je am letzten mit einer Blase ab , die nach dem Abfallen 
^oadben Oeffnnng erhlüt; auch hinter den Sauggruben wurden Oeffiiongen 
Wbachtei. Die <3^e8chlechtsorga□e sind in jeder Proglottide zwitterig vereint und 
münden entweder mit gemeinschaftlicher (reseldechtsüfTnung (Porus genitalis) in 
einer besonderen umwallten Vertiefung (Kandpapille) oder getrennt; die Ocff- 
ouDg erscheint weiters bauchständig oder randständig, im letzten Falle alternierend 
bald rechts bald Unks; dodi kann auch die weibliche bauchstftndig, die mftnn- 
liche rundständig sein. Sehr häufig veröden die Geschlechtsorgane nach Ent- 
bindung der Geschlechtsproducte. Die männlichen Geschlechtsorgane bestehen in 
den in grosser Menge im Körperparenchym eingebejtteten Hod e n b 1 ii s c Ii e n , 
welche die Samenelemente durch die sehr feineu Samengänge in die Samenleiter 
«giflsaen, dessen Ihide nebst dem vorstülpbaren Girrns im Cirrusbeutel ein- 
geschlossen ist, von welchem die Geschlechtskloake (Sinns genitalis), 
li^pt, die in die Oeschlechtsöffnung ausmündet; der Cirrus ist manchmal mit 
Spitzen besetzt. Die weiblichen Geschlecht ort^ane liegen nahe am Hinterrande 
und bestehen aus dem Eierstock (Ovarium), und dem Dottersack (Ei- 
weisftdrftse); die befruchteten Eier erhalten difknn ans der Schalendrilse 
die Schale (Mehlis' Körperchen) und gelangen dann in den Uterus, der 
sehr mannigfache Form zeigen kann; am Ausgange desselben liegt die Samen- 
l»lase, die in die Scheide mündet, welche wieder am Ende die Geschlechts- 
kloake bildet, die somit beiden Geschlechtsorganen gemeinschaftlich ist. Die 
Befrofibtnng erfolgt yermatiJioh durch Einreiben Ton Samen in die Sam«i« 
hkae bei geschlossenem Genitalporus, somit durch Selbstbefruchtung ; bei manchen 
Formen mag wohl auch Wechselbefruchtung vorkommen. Alle Bandwürmer 
sind ovipar . doch entwickelt sich der Embryo manchmal noch in der Pro- 
glottide, manchmal ausserhalb derselben. Die Entwicklung des Embryo zum 
Gesdiledhtstliiere beruht meist auf einem complicirten Vorgänge durch Gene- 
ntionsweohsel , seltener bei Ausfall Yon Zwischenstadien aal Metamorphose 
fCarrophyllaeus). Im Allgemeinen mag der Entwicklungsgang etwa in folgender 
W^iin- erfolgen: Die Embryonen bilden kugelige Körper in einer dicken Schale und 
besitzen vorne 4 oder 6 Haken. Zur Zeit, wo sie sich bereits entwickelt haben, 
lOien sidi die de im Innern der Eier bei^nden Proglottiden Ton der Ciolonie los 
vnd kriechen entweder ans dem Darm ihrer Wirthe oder gelangen mit den Ex- 



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Bandzüngler-^Bantanu. 



crementon nach aussen. sind sf-hr wMerstandsföhig und werden nun direct 
oder mittels drr Nahrungsstoffe, dem. Wasser u. s. w. von einem neuen Wirthe 
aufgenommen, in dessen Innerem die Eischale zerl'ällt; somit wird der mit 
Haken bewafihete Embryo frei und stellt nun eine Lanre (Proscoiex) dar, die 
selbatst&ndig oder von der Blutwelle gefuhrt im neuen Wirthe bis ta einer der 
weitern Entwicklnng zusagenden Stelle gelatiirt. Dasf'lbsif angokommpn . word^^n 
die Haken verloren nn<l dip Lnrvf vpmr<;acht eine örtliche H<M/nnf,'. in Folge 
deren eine sie umhüllende Bla^e enl^tellt; es ist die Finne, die namentlich 
nnter der Znnge des Schweins gar bänfig angetroffen wird. Der weitere Vorlanf 
df r Entwicklung erfolgt auf ungeschlechtlichem Wege durch Knospung und die 
Producto d' rsf UH-n wurden früher als selbststlindige Würmer angeführt und mit 
dem Namen Blusen würm er (Cjstica) belegt. Man unterscheidet 3 Typen: den 
Cysticercus, Coenurus und Echinococcus. Bei ersterem, der Finne (^(jysii- 
. oercns). entwickelt sich in der Blase im Laufe Ton etwa 2 bis 8 Wochen ein 
nach (Inwärts ragender knosppnartiger Vorsprung, der rasch an Grösse ni- 
nimmt und » iidlich nach etwa f» \\ ocli» n sich nach nn«?son zu umstülpt; das Innere 
der Blase ist meist mit Flüs.sigkcit getüUt. seltener ker (Cysticercoide); der 
ausgestülpte Körper bildet den Scolex und Hals des Bandwurms, indem ersterer 
mit den Saugnäpfen sich an der Magenwandnng des neuen Wirthes festhält nnd 
die Blase dav. lli«! abfallt. Die zweite Form, der P » hwurm oder die Quese 
fCornnrns) < nt^tt ht wie vorige Bildnn<i: doch treibt die Bla.se mphrore Knospen 
ins Innere; aus jeder entsteht ein Bandwurm-Individuum, wenn die Blase in den 
neuen Wirth gelangt. Der Igelkopf oder Hülsenwurm (Echinococcus) 
Uinelt in allem der Finne, doch entstehen innerhalb des Blasenkörpcrs zuerst 
Tochterblasen an der Innenwand; in jeder derselben bilden sich dann neue Knospen, 
so dass sein Wachsthum wie seine Grosso unbegrenzt sind; manchmal entstehen 
nur unfruchtbare Tochterblasen, in denen kein»» Bandwürmer sprossen (Acephalo- 
cysten). Auch hier entstehen dnreh üebertra<,'ung in einen anderen Wirth nach 
Resorption der Blasen die Geschlechtsthiere, wobei allerdings für jede einzelne Art 
der Aufenthaltsort nicht gleichgiltig ist, und anderseits selbst die unscheinbarsten 
Thierc, wie z. B. rinr« Hiindslan«?, als Zwischenträger im Entwicklungskreis auftreten 
können. Es erscheinen somit der Kcihe nach: 1) der Embryo, in einem neuen 
Wirthe znm Blasenwoim sidi entwickelnd; 2) der Blasenwnrm (Finne, Quese. 
Igelkopf), als Grossamma die Geschleclitszooide und die Schwanzblase bildend. 
3) Die Scolie, als Amme, die Strobila knospend; 4) der Thierstock (Strobila). 
von drm sich 5) die Proglottis als Geschlechtsthier nhlrM. um neue Eier, somit 
neue Embryonen zu produciren. Der CorapUcirtheit im Entwicklungsgange steht 
Lebenszfthigkeit nnd Fmehtbarkeit gegenaW. Alle Bmdwfifmer sind ^topara* 
siten; man kennt deren bei 350 Arten und unterscheidet die Familien: Taeniadae, 
Bothrio t <'i)li al i d ae, Ligulidae, Tot rarhy n cliid ae, Tetraphyl Ii d a »', D i ph yl- 
lidae, Caryophyllidae und Anijilulinidap. Literatur: Leur/.art^ jR,, Die 
menschlichen Parasiten. 1878.* (Siehe Abbildungen im Anhange). 

Bandivngler, Taenioglossa TVosrA. Gruppe der Kammkiemer. Gebiss 
täniogloss, d. i. 3 Mittelplatten nnd jedi rspits 3 Zwischenplatt^n , von denen 
dtf> beidt'n si-itliolirn ein- und nuf^zuklappende Kandplatten sind. Man imtersdieidet 
Cbias t n pu r a und Urthoncura.* 

Buagur, innuus erythraeus Wagner, s. 2>»chmulua$eil* 
BankiTallithii , Gallus bankiva Temm., Stammart unseres Haudiuhns, 
s. FasanySgel. 

Bankokil od« r Kokil, heimischer Name fiir Phoenicophaes tristis, einen 
bengalisclu'i' Hnschkukuk, s. Kukuke. 

Bauruu, ueiiiiischer Name des Doppelhoruvogels. 

Bantama, Zwerghühner. Man ^nnt sie nadi Baldamua in Kampf 
Bantams (Game-Bantams), zu unseren schSnsten Ziervögeln gehörend, und 
ein-nntliche Bantams, zu donf»n die weissen Bantams (Wh i t o Bantams), 
dir wois??pn fodfrfüssigen Bantams (White Büotrd l^aiitams), die ge- 
säumten Bantams (Laced* oder Sebrigh t-Buii tarn s^, die mau wieder iu Gold- 
Bantams nnd Silber- Bantams unterscheidet, die schwarzen Bantams (Black* 
Bantams), die Kukuks-Bantams (Gukoo-Bantams), die seltenen nanking. 



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Bantangan — Barteln. 



79 



farbig» n Bant amsfNanking-Bantams), dieCochin- oder Peking-Bantams, 
Japan-Bantiims (Japnnf sp-Bantams). dio indischen oder Juvu-Bantams 
eehören. S. iilustrirtes Handbuch der Federviehzucht v. Dr. A. C. E. BaldamuSf 
finsden 1878. 

Bantengftiiy Nasenaffe, Rah an, s. Senmopllheens* 

Baiitrng:, Sunda- oder Dschungelrind, jaTanisches Bind, B. Ban- 
teng Jiaffi , Wildrind in den Waldungen von Java, BornfO, Sumatra. Die 
Horner an der Wurzel verdickt und uurfM^rrlmiissisr «^'ewuistet, erst nach aussen und 
oben, dann nach vom und innen gebogen ; jung eingefangen leicht zähmbar. S. Bos. 

Baphetes (hcen^ fossile Gattung der Froschsanrier (Labyrinthodontia 
Tera) mit B. planiceps Otren. Steinkohle von Neosohottland. 

Bar, franzo.'^ischer Name des Seebarsohes. 

Baraüingrahirschy s. CerTog. 

Bftrbaruiseliaf, grobwolliges fransOsiscbes Mast- und Hilchsehaf, ans 



BariMi Stöllns = Synotns barbastellus Keys. n. JUat.t Mopsfleder' 
maa«. s. \ cspprtilionina. 

Barbe, Barbus (Jünther, Gattung der Karpfen (s. d.). 
BarbenkSaigy s. Apogon. 

Bärbel, französische Benennnn:' *l s Pudels. 
Barbier, Sägebarsch nrt, s. Serranus. 
Barbine, Volksname für die gemeine Flussbarbe. 
BarbiTUSsa = Babjmssa, Hirscheber, Porcns babyrussa Wagler, 
%. Borstenthicre. 

Barbitistes Cliarp., nafrni g der Lanbhensohrecken (s, d.). 
Barbus, Barbe, s. Weissllsehe. 

Baris Oerman — Ikiridius, Gattung der Rüsselkäfer. 
Baniif Tolksname der gemeinen Flnssbarbe. 
Barraenila« Pfeil h echt, s. Sphyraenidae. 

Barramnnda, vaterl. Name fin T ratodns Forsteriirraif/, B.LnTchfl8ohe, 
Barrl errlfTe, « Kornllcnpoljpen. * 

Barripido, NNullaffe, Lagothrix. 
Barris = Mandrill. 

Bms, Vollcsname für den F lassbarsch (s. d.). 

Barsch, s. Flu^-shar'seh. 
Barsche, echte, ». Perca. 

Barsche, Percidae. Familie der Phjsoclysti (s. d.). Mässig grosse, 
llagliehe, seitlieh zusammengedrückte Knochenfisdie mit mittelgrossen kammf^mig 

gähnten Schu{)peu, bmststftndigen Bauchflossen mit einem Stachel und 5 ge- 

glied'-rten J>trahlen, nns "irr rn vorderen stachligen und einem hinteren Tveich- 
strahiigen Theile bestehender Kücken- und Afterflosse. Die den oberen Mundrand 
bildenden Zwischenkiefer, der Unterkiefer, die Gaumen- und Schlundknochen, das 
Ptoineharbein sind mit kleinen Zfthnchen dicht besetzt. Die Kiemenhant hat 6 



tnngen: Perca Art., Lates Cuv., Lalirax Cur., Anibassis Cuv., Aspro Cuv., 
Apogon Lac^p., Acerina Cuv., Polyprion Cur., Priacanthus V, ('., Lucio- 
pi^rea Cur., Serranus Cuv., Mesoprion Cuv., Centroporaus /yorJ/?., Centro- 
pristis CWr., Anthia8 5rAff«i</., Genyoroge Qentor, Dules C V,, Pomotis C. V. 

Barsching, Volksname für den Flussbarsch. 

Barsehlnns, s. Achtheres. 

Barsieh, Volk<5nnme für den Flussljarsch. 

Bartadler, Gypaetus barbatus Cur., s. Uypaetiüae. 

BartaflSs, t. Macaeas* 

Bartammer, Zippammer, Emberiza cia L., s. FiAken* 

Bartborsten, vibrissae. s. Töp^el ((ietieder). 

Barteln, Bartfäden, eigen thüm liehe lange, dünne Hauteiweiterungen in 
der Nahe des Mundes bei vielen Fischen^ welche die Koile von Tast Organen 
<>der Lockorganen spielen. Wir finden sie u. a. bei Welsen , Barben, Gründ- 
ÜBgen, Schellfischen, beim 8tör, bei Myiiniden. S. Fisehe* 



Algier eingeführt. 





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80 



Barten wale — BaaüartibeiL 



Bartcnwale, Mysticete. Gruppu drr flfischfressenden oder echten 
Wale (s. d.). Wale mit getrennten Spritzlöcheiu , engem Schlund, sehr grossem 
Kopf, zahnlosen Kiefern, mit Barten. Familien: 1) Glattwale, Balaenida, ohne 
Kücken tio>s«' . mit hreiter ahgestutzier Brustflosse, langen sei i malm Barti'n ; die 
Haut (1«T l'nterspitr» nicht gefurcht. Mit dor Gattung Halnrnn /.. fs. d-). 
2) Furche n wule, Bai aen optori d a . mit Rückenflosse. sclunaliMi BrustÜossen, 
kürzeren und breiteren Barten, zahlreichen Bauchfurcheu. üultuugen: Balae- 
noptera Gray^ Physalns Gray, Benedenia (rroy, Megaptera Qray (s. d.). 

Bartnilo, Symium cinereum Hp,, s. Snlen« 

Bartfalk Bartgeier, Bartadler. 

liartfledermaut», a. Yei«pertilio. 

Baiigelery Bartadler, GypaStus barbatus Cuc, s. GypaStidae. 
Barti^rasmiieke, Sylvia bortenais Btehat., 8. SSnger« 

Barlirnrndel — Si*hmerh\ 

Barllioliiii'schcDriisrn, 1) u v*'r ne v 'sche,Tiedem ann'scho Drüsen, glan- 
duiae Bartholin!, bei den Weibchen mancher Säugethiore in den ächeidengang 
sich Öffnende Drüsen , deren Zweck es sein dürfte , die Scheide Tor der Begattung 
sehlüpferig zu machen. 

Bartkauz ~ Barteule. 

Bfirfkukuke, Paulvögel, Bucconidae. Familie der Kukuksvögel. 
Von den Bartvögeln durch den Besitz von 12 Steuerfedern und dit« schwachge- 
bauten Beine unterschieden. Zweite und dritte Zehe nach vorne gebogen, letztere 
immer länger als die zweite. Der kräftige Schnabel an der Spitxe gebogen. Trftge 
Bewohner der Wälder Central- und Südamerikas. Lauern . bpwp«nfungslos sitzend, 
auf Insekton. Gattungen: Bnceo A. ; Schnabel stark hakig, mit B. macro- 
rhyuchus (»w., Südamerika; iM alacoptila Gray ^ Schnabel wenig, nicht hakig 
gebogen, mit M. fusca Gray, nOrdU Südamerika. 

BartmUnnehen, ein Scblangenfisch, s. Aalsehlftngenflaclie» 

Bartmeise, l' snnrus Iiiarniicus Koch, s. Meisen. 

BnrtmUekeu, Ceratopogon Mf^i^j., s. Zuckmiieken (('hironoini Jae). 

Burtramia — Arctitis Bartrami U'i/«, liochlandwajsuerläuier, siehe 
Schnepfenvögel. 

Bartrobixs <. Phoca und Seehunde. 

Bartsfhweiii. Sus barbatus, Vertreter unseres Wildschweines auf Bomeo. 

Bartseesi'hwalbe, Hy drochelidon fissipes (Jray, s. MÖven. 

Bartvögel, Capitonidae, Familie der Kukuksvögel. Haben ihren Namen 
von den langen Borsten, welche die an d(;r Schnabelwurzel gelegenen Nasenlöcher 
bedecken. Der kräftige Schnabel von mittlerer Länge ist an den Seitenrftndem 
gewöhnlich ausorpschweift. 10 Steuerfedern. Ziemlich kleine , glänzend befiederte 
Frucht- und Insektenfresser der heisseu Zone (mit Ausnahme Australiens). Gattungen : 
Capito VieiU.t mit G. erythrocephalus Graif, Chiiana; Trachyphonns Amt« 
mit Tr. margaritatus liüpp, Perlvogel, Ostafirika; Megalaema Gray mit 
M. grandis r. </. /foev., China; Pogonorhynchtts r. d. Jloev. mit P. dubias 
p. d, lloer., Südafrika. 

Barutschel — Karauschen. 

BaryphoBUd = Momotus brasiliensis £a^«, Motmot, s. SSgerMken« 

Basalellod (scapus). 8. HaiitllDgler. 
Basalia (baxis. Grund), ^. II !<!\rstcrne.* 
Basalmembran, s. Strudel ivUruior.* 

Basalpolster nennt man bei den Graspedoten (ICedusen) die Bodenans- 
füllung in den Gehörbläschen, web he von SinnesKellen und Nerven gebildet wird. 
Basalstflcke, s. Knosppnstrnhler. * 

Baschkireupt'er<le, leistungsfähige, kräftige, pluinpköptige und dickbalnge, 
unschöne Pferde mit struppigem Haar und sehr grossen Hufen, In den russischen 
Gouvernements Perm und Orenburg. 

Ba.sement membrane = intermediäre Haut, heisst eine glaslifllQ 
Schichte, die sich bei Ihieren unter der ZeUschichte der Schleimhaut und anderer 
Haute findet. 

Bastlarsofpneiity e. Basdatselii«* 

Basllartheil» Körper, s. IMoffetldere (Skelet). 



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Btai]iM»i«*-Bathybiu8. 



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BasUisens Laur^ Basilisken, Gattung der Baumleguane. Hmterkopf 

,oU ,^rn>^f>\:\cTcm Hautkaram; an der Kehle eine Querfalte mit Andoutung eines Kehl- 
sackes. Vuii den Arten sei erwähnt: B. mitratus D. H. = americnniis7.au;*. 
Das Männchen hat einen über Kücken und Schwanz sich hinziehendtui i^auim. 
FiUbraiu. Lebt in Qxduia, in der Nshe Ton Flössen. S. Leguane» 

BtsiphoTioid = 06 sphenoidale basilare, Keilbein. 

Basipodity Grundglied, s. Schnlenkrebse.* 

Basking'-shark f>i<-h sonnender Hai), englischer Name für den nordischen 
Biesenhai (Selache maxima Ghuner). 
BMocerit, s. Sehaleakrelise«* 

Buoiiiiiiatopkora (Branchiopneusta, Limnaeidea). Unterordnung der 

Lungen "Schnecken. Schale napfformig oder spiralig, 2 nicht znrückziehbare 
Tpntdkel, an deren Grund die Augen liegen; Geschlechtsöffnungen getrennt: Lunge 
aus der Kienierihöhle bestehend. Familien: Auriculidne, Limuaeidae.* 

Basquaise-Yieh, gutes Zug* und Mastrindvieh der Pyrenäen. 

Baflwris lAehUnstein, Katzenfrette. Gattung der Schleichkatzen. An 
die Wasdibftren erinnernde spitzköpfige, lanf^ohrige Schleichkatzen mit fünfzehigen 
Pnt^pTi, behaarten Sohlen, nackten, dickm Z 'henballen , halljcin/.iehbaren Krallen, 
langem buschigem Schwanz. Art: Katzenfrett (Bassaris astuta Lichtemtein), 
45cm, Schwanz 40. Gelbiichgrau, schwarz untermengt; Schwanz schwarz und 
iraiss geringelt. Lebt nach Art unseres Steinmarders in hoUen Bftumen, FelsklflfteD, 
Teriassenen Wohnungen. Mexico. 

Bas.se, englischer Name des Seebarsches. 

Bassus Grat., Gattung der echten Schlupfwespen (s. d.). 
Bast, s. Geweih. 

Bftslard, Bastardlnuig. Unter letzterer versteki man die firnektbare Yer^ 

I nlung zwischen Thieren yersohiedener Art; die Nachkommen sind dann Bastarde. 
Die Ba.starde sind h^lufig nnfruchtbar. Bastardirungen im Freien kommen u. a. 
vAf zwisebpu Wolf und Hun 1 Hhus- und Wildkatze, (lerase und Ziege, Auer- und 
Üirkhuhu, verschiedenen i^asaauu, Karpfen und Karausche; anzuzweifeln ist die 
wiederholt behauptete Fortpflanzung zwisdien Kub und Hirsch, BCatze und Marder, 
in welchem Falle auch die Gattungsgrenze überschritten ersokiene. Audi bei den 
ftoschlnrchen sind Bastardverbindungen beobachtet worden. 

Bastardensehaf, Abkürzung für Merino-, Deut<oh-, Ba.stardscha f. Im 
Allgemeinen jedes aus der Mischung zweier Schafrassen hervorgegangene Schaf. 

Bastard^emsBoek — Blaafoek. 

Bastardkarpfen — Karpfenkarausche, Cyprinus Kollari Hekd, 
Bastardmakrelen, Oaranx, s. Carangldae. 

Bastardnacktigall, Spottvogel, Hypolais icterina Brehm, s. SSnger. 

Bastardsauripr, Nothosaurus rairabilis Miinst., fossiles Reptil aus der 
Ordnung der Meerechsen (Hydrosauria), Unterabtheilung: Schlangensaurier 
(Plesiosaura). Mit besonders grossen Sdilftfengruben ; die Yorderfftsse länger als 
die Hinterfüsse. 2,5^3 m. Im deutschen Muschelkalk. 

Rantardwlldebeest, s. Catoblepas. 

Bastkäfer, Hylesinus Fabr., Gattung der Borkonkäfer (s. d.). 

Bata^äia, heimischer Name für den Zwergsegler, Cypselus parvus 
Uehlenstein, s. Mauerschwalben (Gypselidae). 

Bathyliiiis Haeckelii Ruxi» Qsnech. bathystief, bioeinleben), in den Qolf* 
stromtiefen. insbesondere auf dem sog. Telegraphontableau des atlantischen Oceans 
zwischen 4000 und 8000 m aufgefundene Schleimraassen , welche den Boden theils 
in Form von Netzen und Strängen , theils von unregelmässigen , grösseren und 
kleineren Klumpen überziehen und vom Autor als Ausgangspunkt aller Organismen 
{OkeM^M Urschleim I) angeseken wurden; später behauptete Thompson nach seinen 
Beobachtungen auf dw Challenger-Expedition, dass es gelatineartiger Niederschlag 
an«? <?frhwefelsaurem Calcium'>xv 1 ist, wlilirend Dr. lun. fieftsels, der Begleiter der 
nordaraerikanischen Nordpülex-peditiou , den Bathybius 1874 im Smithsunde bei 
92 Faden Tiefe in grosser Menge lebend gefunden zu haben behauptet. Aelmlich 
verkilt es idch auok mit dem Protobath jbius Bobesonii. 

Knaa^r, BMkdvArterbiidi dtr Zoologl«. 6 



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BatiijeriniU'BanchfBMer. 



RHthyerinii» IC. Th.^ Haarstorne ans der Familie der Pentacrinidae. 

In bedeutenden Mferestiefen. 

Bathycyathus Edic. et Haime, Koraiiengattung der Tiefsee bei Chile, zur 
Familie der Tnrbinoliden gehörig. 

Bathy^l^DS lUiger, Sandgrftber, Gattung der Wnrfmäuse. Nager mit 
knorpeliger Nasenkuppe, sehr steifen uml langen Schnurren, virr Backenzilhnen ir 
jedem Kiefer, oberen Schneidezähnen mit einer l-'urche , füntzchigen Füssen, mit 
dem Zeigefinger als längstem, strahlig behaartem kurzen Schwanz. Art: B. suillus 
Waffner, 80 cm , Seliwans 6 cm. Oben gelbliehweiss , an den Seiten and unten 
graulich. Lebt Ton Zwiebeln und Wurzeln und wirft grosae Haufen auf. 8em 
Fleisch wird gegessen. Auf den Küstt iidünen am Cap. 

Ratides = Batoidei, s. Boekeiu 

Batoidely s. Rochen. 

Batrachia, s. Freaelilnrelie« 

Batrachidae» 8. Freieliliaebe. 

Batrachler, zunf^enlose, s. Aglosso. 

Batrachophrynu» Peters, Gattung der Phryniscina (s. d.). Ganz zahn- 
lose, glatthäutige Froschlurche mit festgewachsener, nur mit dem mittleren Theile 
ans der Mnndsdüeimhant hervorragender Zunge, ohne TrommelfeU, Trommelhöhle 
und Gehörtuben, ohne Ohrdrftsen , mit entwickelten Zehensehwimmhäulen , knöpf- 
fSrmig abgestutzten Fingern und Zehen. Zwei Arten aus Vera bekannt. 

Batrachospps Botiapartr, Gattung der Lechriod oti t :> k. >] ). Splir ^'^hlrinke 
Molche mit rundlicher, auf ziemlich langem centralen Stile siticeuder Zungenscbcibe, 
nicht sichtbaren Ohrdrüsen, glatter Haut, verticalen Hautfalten, Vorder- und 
Hinterittssen mit 4 Zehen, fast drehrundem, erst gegen das sehr spitie Ende 
comprimirtero Schwänze. Die Gaumenzähne stehen in zwei kurzen, leicht b<Mpgen, 
nach hinten in ^ehr stumpfem Winkel convert^nrenden , mit den inneren finden 
deutlich getrennten Reihen. Zwei Arten bekannt. ' 

Batraehostomus = Podargus auritus Stephens, Frosch- oder Horn- 
seh walm, 8. BMkeii. 

Bateaelraperus Bottlmger, Gattung der Molche (Salamandrida) mit 
ziemlich grosser , eiförmiger und an den Seiten freier Zunge. Die Ganmenznhne 
stehen in zw^i gebopr'nen Gruppen zwischen den hintereu Nasenlöchern. lU — 11 
senkrechte Seitenfurcheu jederseits. * 

Batraehus» s. Froacllltebe« 

Batrisus ans der Familie der Zwergkafejr (Pselaphidae). Ameisen- 
freunde. Mit Ameisen in morschem H<tl/.e lebend. 
Bnuch, ahdomen, s. "Wirhclthiere. 

Bauchadergeflecht, Sonnengeflecht, Bauchgcflecht. Liegt um die 
GekrOsarterie in der Baudihöhle, besteht aus zahbeichMi Ganglien, die mascfaen- 
artig miteinander verbunden sind. 

Baui'Iidocke, die imt« m ]> luchwand« 

Banchdr(i!»en) 8. S1©rn(]iiiseu»* 

Bauchfalten, s. Banchrinnc. 

Bauchfell, peritonaeum (s. d.). 

Banehflosseu, pennae abdominales, 8. Fiscbo. 

Bauchflosser, Abdominales, s. Fische. 

BanchfUsser, Gastropoda Cuvier, Schnecken. Klasse der Weich- 
thiere, von den Mnscheln inshesondere verschierlen durch den meist asymmr trischon 
Bau , den ganzen , nie zweitheiligen Mantel , die einfache Schale , den Kopf mit 
1 — 8 Fühlerpaaren und den plattenförmigen , söhligen ,Bauchfuss", woher sie 
den Namen erhielten. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts interessirte mau 
ridi ausschliesslich nur für die Schalen, die eine ganz erstaunliche Mannigfaltigkeit 
zeigen, erst durch Pallas und Poli wurde der Weg für anatomische Untersuchungen 
angebahnt, wobei sich ergab, da.ss auch hierin die Mannigfaltigkeit keineswegs 
geringer ist. Der Körper Iftsst im Allgemeinen einen vorderen als Kopf bezcich' 
neten Abschnitt (daher Cephalophora), mit 2 oder 4 Fühlern und den Augen, 
und einen Rumpf unterscheiden , an weldiem sich ein bauehstttndiger muscnlöser 



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Bauchfbner. 



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FoBS abhebt, der oft breit nnd sohlig (daher Platjpoda aat.), oft flach und senlc- 

recht erscheint (Hetpropoda); die Einf^rweide bilden einen ineLr oder weniger 
entwicke]t»^n KnÄuel auf der Rückonseite, der selbst als Abdomen be/eichuet wurde. 
Er wird vom Mantel, der btikunnten Hautduplicatiir der Weichthiere umkleidet, 
bedtrt meist einen Terdiekten Band, oft aneh lappenförmige Fortsätze, mnseUxesst 
die im KQrper gelegenen Bäume und gestattet dem Thiere , sich in ihn zurückzu- 
ziehen, wobei er sich übpr den übrigen Theil des Körpers einschnürt. Er enthält 
zahlreiche platte anastoinosiieude Muskelbündel und LRngs- und Kingfusern und 
sondert ein Gehäuse ab, das stets einfach bleibt (Testa uuivulvis; oder aus 
fklen Stücken zusammengesetzt ist (Chiton). Nur in seltenen Fällen erscheinen 
die BanchfBsser nackt und schalenlos, sei es, dass die Schale nur durch Kalk- 
krömelchen er<?etzt ist (Agrion) odor dass sie so klein ist , dass sie in der 
Maoteihaut verborgen bleibt (Limax, Pleurobranchia) oder dass sie im späteren 
Alter abgeworfen wird. Die Schale ist oft zart, hornig, biegsam, oft gallertig 
(HedemanniaX oft knorpelig (Cymbnlia); meist aber besteht ne ans Kalk, der bei 
S0^99 Ftooent des Gesammtgewichtes betragen kann; histologisch besteht sie aus 
Prismen, welche Schichten bilden, und zoioft die mannigfaltigsten StructurverhiÜt- 
nisse, insbesondere bei den Meeresforiuen. Bei den Landbewohnern ist sie meist 
glitt und zeigt nur die in Folge des Wachsens auftretenden »Anwachsstreifen", 
bä den Sfksswasseiformen ist sie papierdfinn, bei den der Brandnng ausgesetzten 
and auf Felsen sich auihaltenden Formen ist sie dick und massiv. Häufig bleichen 
übrigens die Schalen aus und blättern ab (calcini ren). Der Gestalt nach er- 
scheint die Schale symmetrisch, schild-, napf-, kegelförmig, meist aber unsymmetrisch 
(Sttbspiral), flach, scheibenförmig bislang ausgezogen, thurmfÖrmig gewunden, 
kugelig, ei-, kreisel-, kegel-, thnrm-, Wendeltreppen-, Spindel-, walzen- oder Scheiben- 
förmig und zeigt hierbei die verschiedensten Grade der Steigung und die mannig- 
faltigste Art der Windungen (An fr actus), deren Abstünde relativ durch das sog. 
flelicometer bestimmt werden können; manchmal weichen sie von der Kegelform 
lehr weit ab, besitzen stark gebauchte Windungen und erscheinen dadurch nnregel* 
miflrig; oft beginnen die Windungen erst in grosserer Entfernung Yom Grunde 
fcyclocentrische Conchospirale); oft berühren sich dieselben oder decken 
mh sofrar, oft sind sie ganz frei (An. liberi); constant ist die Richtung derselben, 
weshalb man rechtsläufige (dextrorsae oder leiotropae) und liuksläufige (siui- 
«trorsae oder teziotropae) Formen unterscheidet; Ausnahmen gehören zu dm 
Seltenheiten (Raritäten); das Gros der Arten gehdrt der ersten Gruppe an. Die 
Zahl der Windungen ist gleichfalls sehr verschieden und um so hestnndiger , je 
kleiner sie ist; das Maximum beträgt 20; im Alter nimmt die Zalil zu durch Ver- 

Sösseruug an der Oeffhung. Die Terminologie ist bei der grossen Mannigfaltig* 
it der Formen und dem h<Aen bteresse der Laien bis ins Kleinlichste ausge- 
bildet; hier mögen nur einige Hauptbegriffe Platz finden. Man unterscheidet die 
Naht (Sutura. Cnmmissura), die Linie, welche die einzelnen Windun<»en von- 
einander trennt, und unterscheidet bei sehr fiachen Windungen eine obere und eine 
autere Naht. Die oberste Windung heisst Scheitel oder Spitze (Apex), von ihr 
SOS werden die Windungen gezählt ; die erste derselben , welche bereits schon im 
Embryo vorhanden ist und oft abweichende Form zeigt, heisst Nucleus. In der 
untersten Windung liegt die ^lündun g fAjK-rt uraL deren Rand Mundsnnm 
fPeristom) heisst und sehr verschieden ist, indem er von der Kreis- bis zur Liuien- 
form alle Uebergilnge zeigt. Er ist gauzrandig (Holostom) oder durch eine 
Ansbuchtnng unterbrochen, welche sich in einen canalartigen Fortsatz TerlSngert 
(Apertura canalifera, Siphostom); die Ränder werden als Spindel- (Labium) 
niid liippen- oder Aussenrsnd (Labrura) bezeichnet. Die Spindel (Columella) 
bildet d^n mittleren Theil der Schale, in welchem sich die \\'indungen berühren: 
stellt mau sie aufrecht mit der Spitze nach oben, so erscheinen iiüokeu- (Dorsumj 
ond Bauchseite (V enter) orientirt. Am unteren Ende der Spindel liegt eine 
Grabe, der Nabel (ümbilicus), der oft von einem Walle, der Nabelschwiele 
(r'fillus umbilicalis) umgeben ist. Sehr viele Schalen können durch einen 
Deckel (Operculum) verschlossen werden, der oft an der Mundüffuung ist 
(0. terminale), oft weiter in der Mündung steckt (0. immersuin); er hat eine 
innere (Pagina interna, Fleischseite) und eine ftnssere Seite (P. externa) und 



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Bttachlttsser* 



ist der Consistenz nach sehr verschieden; auch vom Winterdeckel (Epiphragma) 
ist er wohl zu unterscheiden. Die Körperhaut besteht aus einer äusseren schleim* 
reichen, wimperhaarigen Sohidite mit C^lindenepithel und eiirar danmter liegMiden 
bindegewehigon Unterhaut, welche der Hautmusoidatur aufliegt. In ihr sind 
Pigment/fillen der verschiedensten Färbung, Form und Grösse, dann Schleim- 
drüsen, sowie Kalkdrüsen eingebettet, welche verschieden gestaltete Kalknadeln ab- 
sondern (Khodope, Doris) und eben die Bildung der Schale durch Beimengung einer 
organiadien Onmdsnbstanz Teranlassen; die oberste Schichte derselben bUdet deren 
Epidermis; einzeln finden sich auch Nesselkapsehi TOr (Aeolididae), sowie massive 
oder bohle Hautauswüchse und Fortsätze, zu denen auch die Fühler (Teiitacula) 
zählen. Als Bewegungsorgan ist der höclist verschieden gestaltete Fuss (Podium) 
von Wichtigkeit, dessen Muskeilasem wellenförmige Coutractioueu zeigen ; er trägt 
oft Saugnäpfe (Heteropoda) oder er scfaeiat gelappt; oft ist er durch Waaser 
schwellbar (Harpa), dient er zum Springen (Strombns); der Gestalt nach ist 
er meist platt (daher PI aty pod a aut.). r>f>r aus Längs- und Querfasern bestehende 
Muskelbalg der Haut ist sehr eng verwoben und contractil; auch gestreifte Mus- 
keln wurden beobachtet (Acmaea). Ein besonderer Spindelmuskel (Musculus 
columellaris) vermittelt das Zurückziehen des Körpers in die Sehale; auch die 
Fühler sind allermeist retractil. Das Nerrensystem, das nur bei den Käferschnecken 
noch keine Scheidung der Ganglien erkennen lässt, weist alle typischen Ganglien- 
gruppen auf. Um die Speiseröhre liegt ein ßing, dessen Oberseite das Gehirn 
(Ganglion superins und inferius, sosammen als 6. cerebrale) bildet, das 
Mond, Angen und Tentakel innervirt; das untere Schlundganglion (G. pedale) 
gibt Pussnerven ab; da- hintere oder Visceralganglienpaar (G. parieto-splanch- 
nicum) liegt in dessen Nähe und versorgt Mantel, Kiemen, Herz, Darmcanal und 
Spindelmuskel. Alle Ganglien sind unter sich verbunden ; überdies sind noch nebeu 
den nach vorne ziehenden Buccalganglien zwei seitliche Ganglion vorhanden, die 
Co m missural- oder Pleuralganglien, welche mit dem Eingeweidenervensystem 
in Verbindung stehen. Dieses versorgt gleichfalls die Eingeweide und zeigt oft 
das besondere Verhalten, dass die Viscerocommissuralschlinge der rechten Seite 
über dem Darm nach links verläuft und hier ein .Supraintestinal^angliou'' bildet, 
während dos anderseiti^ unter dem Darm rechts das Subintestmalganglion mit 
Nf rvenfasern zeigt (Ghxastoneura) , bei Tiden Formen ist diese areuzung un- 
deutlich oder fehlt gänzlich (0 r tho n eura). Das Eingeweidenervensystem zeigt 
gleichfalls Ganglien, von denen eines ((>. abdominale) besonders gross ist; die 
Zellen sind gelb oder roth gefärbt. Eine auf Gliederung hinweisende Strick- 
leiterbildung (Arthrocochla) ist einer freien Vertheilung gegenüber (PI aty* 
coohla) nicht sichergestellt. Ton Sinnesorganen treten alle auf mit Ausnahme 
eines nachweisbaren Geschraackorganes. Die Augen, welche bei den Hetpropodeii 
zur höchsten Entwicklung gelangen und selbst beweglich sind, sind meist in doppelter 
Zahl vorhanden und liegen oft auf besonderen Stielen, oft auf den Fühlern, oft 
nn^estielt in der KOrperhaut. Sie sind kugelig oder oval, selten kegelförmig und 
besitzen meist alle Theile in grosser Vollkommenheit und Mannigfaltigkeit; die 
Iris ist oft gefiirbt, die Retina mehrschichtig; die Sehnerven sind oft ein Stück 
weit vereinigt. Das GehTtrorgan besteht aus meist 2 runden Blasen . die selten 
dem Gehirn-, meist dem Fussganglion aufsitzen, obwohl sie von jenem innervirt 
werden. Sie enthalten oft einen grossen, oft viele kleine Otolithen, flimmerndes 
Epithel und oft eintni freien Gehörgang. Als Tastorgane fnngiren neben den Lappen 
und Fransen des Mantels, des Fusses und de«5 Kopfes, sowie den Lippenrändem 
die oft gewulstet sind, insbesondere die Fühler, paarige Hautunhfinge, die zn 2, 4 
oder 6 vorhanden sind und als kegel- oder fadenförmige, hohle, mit Blut gefüllte 
retractüe Ansstillpnngen der KOrperhÖhle auftreten; die 2 grossem tragen oft au(^ 
Augen (Ommatophora). An ihnen werden besonders geformte Epithelzellen 
(„Kölbchen mit Stiften") als Spürorgane gedeutet, üebrigens sind auch besondere 
Haarzellen mit pinselförmigen Haarbüscheln über der ganzen Körperhaut /.erstreut, 
doch an den der Tastempfindung besonders bedürftigen Stelleu zahlreich gehäuit. 
Als Geruehorgan sind die unterni Tentakel, dann ein besonderes lappiges Organ 
in der Mundhöhle und endlidi die sog. Nebenkieme anzusehen, welche vom Supra- 
intestinalganglion aus innervirt wird. Der Geschmaeksinn fehlt kaum, da Speichel- 



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drüfjon YorhriTiden sind I'^r Vr>r«1an\in^r'ir'!ni:il ist bald gerade, bald ge\mn*len und 
b^^iimt mit eiuer Mundotfnuiig, weiche oit mit einem vorstreckbaren Rüssel, oft 
mit einer verlängerungsfähigen Schnauze zusammenhängt und meist von wulstigen 
Uppen umgeben ist. Sie ftUirt in die mit festen Kanwerkseogen (daher Odonto- 
phora 7/rt/) bewaffnete Mundhöhle, in welche meist 2 Speicheldrüsen eiiinüindf ii. 
Die BewaflFnung besteht theils in Kipfpm d*»r oberen Schlundwanduiig, t heils in der 
Beibmembrau oder Beibplatte (Kadula) um Boden der Mundhöhle. Beide 
bestdien ans Gonohjolin und erstere umgeben bogenförmig oder in mehrere Stücke 
i^TÜmlt die Lippenrftnder; letztere liegt auf einem musculösen oder knorpeligen 
Wulst und besteht aus platten-, zahn- oder hakenförmigen Gebilden, welche in 
zaiilreichen Querreihen (Gliedern) hintereinander liegen und als Mittel-; Zwischen- 
aiid Seitenplatten unterschieden werden. Ihre Zahl, Grösse und Form wechselt 
suerordentlich and wurde von 2VpieA«< zur Au&tellung von Gruppen Terwertliet, 
die er als Schmalzüngler (Rhachiglossa), Bandzüngler (Taenioglossa), Fächer- 
/ürifrlerdihipidofrlossa). Pederzüngler (P t e n 0 g 1 o s s a), Pfeilzüngler (Toxoglossa) 
und Balkenzüngler ( Docoglossal bezeichnete (s. d.). Die Zähne sind spitziger und 
stehen weiter auseinander bei den Fleischfressern, während sie bei den Pflanzen- 
freasem haan, plattenförmig und gedrängt sind; ihre ZaU wechselt zwiaohen nur 
20 (Aeolididae) und 36000 (Triton! a). Nach rückwärts steckt die Badula in 
einer cylindrischeji Tasche, der Zu ilgenscheide; sie bildet sich aus einer warzigen 
Masse und rückt ailmiLhlig vor, wenn die ersten Zähne verloren gehen. Die Speichel- 
drüse, welche vielfach Schwefelsäure, doch auch alkali- und kohlensäorehaltigen 
S^ehd prodncirt, ist zweilappig ; der Speidiel kann auch als Offensiv- oder DefensiT* 
mittel mit Gewalt ausgespritzt werden. Der Schiandkopf, der oft rotli und gelb 
gefärbt ist. geht in die Speiseröhre über, die manclimal kropfariig erweitert 
erscheint, oft einen gallerthaltigen Blindsack vorstellt (Dolium, Triton). Der 
Magendarm ist dünn- oder dickwandig; im letzteren Falle enthält er Haken und 
Zllae. If anohmal sind mehrere Httgen oder doch BlindsBcke eines solehen vor- 
luHiden. Der IHInndarm ist sehr lang, meist vielfach gewunden und von der um- 
fangreichen Leber , mit der er seihst in die Kiemen eintreten kann (Phlebente- 
rataj vollst ilndig bedeckt, dagegen ist der Enddarm weit und mündet mit der 
Afterööuung meist rechtsseitig vorne, seltener auf der liückenfiächo weit nach 
hinten ans. Die Nohrong besteht in Pflanzen- und Thierkosfe; manche sind kühne 
Binber , welche die Beute mittels der Badula ergreifen und festhalten. Bas Ge- 
f^«!«!«T<?teTn 7eigt grosse Verschiedenheit im Aufbaue. Das Her/, fehlt nur wenigen, 
wird von einem Pericardialsinus eingehüllt und liegt meist an der Seite nahe 
den Athmungsorgauen, den Geschlechtsorganen eutgegengei>etzt, selten in der Mittel- 
linie des Körpers. Es besteht ans einer Kanuner und einer einfachen oder paarigen 
Vorkammer; letztere sind den Athmungsorgauen zng^kehrt; ausnahmsweise wird 
'Jas Herz vom Mastdarm durchbohrt fHaliotis, Turbo). Aus der Herzkammer 
entspringt die Aorta, welche sich gewöhnlich in 2 Hauptstiininie spaltet; der eine 
(Aorta cephalica) geht nach vorne und sendet Zweige in den Kupf und Fus.s, 
der andere (Aorta abdominalis) zieht nach rückwärts und verlftoft in die Ein- 
geweide. Die Enden der Arterien öffnen sich in wandungslose Blnträume der 
Leibeshöhle, aus denen das Blut entweder direct, also ohne Dazwischentreten von 
Gefässeu (Heteropoda, Nudibranchia), oder durch sog. Kiemen- (Lungen ) Arte- 
rien nach den Athmungsorganen geleitet wird, in deren Capillaren es Sauerstoff 
snfioimmt, am dann durch sog. Kiemen- (oder Lnngen-) Venen in die Vorkammer 
zorückzukehren. Die Venen der Lungenschnecken bilden hierbei einen QeÜlssring 
(Circulus venosus) um die Lungen und haben grosse Oeffnungen zur Aufnahme 
des Blutes; oft ist auch ein Nieren-Pfortadersystem entwickelt (Vorderkiemer). 
Das Blnt ist farblos , bläulich oder roth (Planorbis) und enthlüt Kupfer. Die 
Athmungsorgane sind neben der Hantoberfiäche vorwiegend Kiemen, seltener Lungen 
oder beides zugleich. Die Kiemen sind blatt- oder federförmige HautanhUngo, 
welche nur selteü frei auf dem Kücken liegen, niei-<t werden sie vom Mantel be- 
fleckt und liegen zwischen diesem und dem Fuss, so dass die Mantelhöhle zugleich 
SQcb die Kiemenhohle, also Athemhöhle ist» Sie sind selten paarig vorhanden 
^engobranchia); meist verkümmert eine Seitenhttifte fast gttnzlich; ihrer Lage 
Aldi nnterscheidet man solehe Formen, deren fernen Tor dem Herzen liegen 



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Baucbf&aaer. 



(Vorderkiemer, Prosob ranchi ata), und solche, bei denen sie Linter demselben 
liegen, so dass das Hera verkehrte La^e zeigt (Hinterkiemer, Opisthobranchia); 
fiberdiee geben die Lage nnd Form der Kiemen nodb weitere systematische Eintlieilangs- 
grfinde ab. Die Zahl der Kiemenblättor und der Kiemen selbst wächst mit zu* 
nehmpndfm Alter. Dio Lnngn, -wolche bei allen sog. Lungenschncckfn, dann aber 
auch bei eiuiu'on Prosobranchiaten getroffen wird, besteht in einem Hohlräume, 
dessen Wandung ein Netzwerk von Bluträomen und Gefässen bildet; sie li^ 
an der rechten Seite des Kopfes und steht gleich der Kiemenhöhle mit dem 
äusseren Medium durch einen engen, mittels Muskeln verschliessbaren Gang in Ver- 
bindung, welcher am Mantelrandn als Spalte erscheint (Holnslora); oft jedoch 
bildet dieser Gang eine Eöhre, welche als Athemrühre (,Sipho; bezeichnet wird 
und dann im Mantelrande und in der Schale einen Ausschnitt oder Canal bildet 
(Siphostom). Blutwftssernde Gefasse, die namentlich im Fuss sehr zahlreiche Netze 
bilden und daselbst ausmünden , durchziehen zum Theil den gaiuon Kurpcr. Die 
Absonderungsorganc find spbr zahlreich; als das wichtigste und j^^rüssto ersclieint 
die Niere. Sie ist blättrig, äclimutzig gelb oder röthlich und liegt meist nahe am 
Herzen, wo sie einen lilnglichen Sack bUdet. Sie Offiiet sich entweder unmittelbar 
neben dem Mastdarm , oder doch in dessen Nuhe mittels eines besonderen Aua- 
fühningsganges in die Mautclhölile und schtndot feste Concrotinnon von Hiirn«5?iuro. 
Kalk und Ammoniak aus, die in Zellen ihren Ursprung nehmen; man vergleicht 
sie der Bojanusdrüse der Muscheln. Ausser den Schleimdrüsen der Haut kommt 
namentlich bei den Lungenschnecken eine grosse SchleimdrQse in der Decke der 
Athemhöhle vor, welche eine grosse Menge von Schleim durch das Atheinloch zn 
ergiesscn vormag. Als niödlficirte Si lileimdrüse wird die Purpurdrüse einiger 
Arten (Purpurea. Murex) augesehen, eine längliche, wei^^slichgelbf! Drüse, deren 
Secret milchig ist, unter dem Eiutlusse des Lichtes gelblichgrünlich, blauviolett 
und endlich puqmrroth wird (Tyrisoher Purpur). Ein ShnUches wie AnUinroth 
re^[irendes Secret von rother Farbe besitzt Asalysia, ein violettes die Amethyst^ 
Schnecken (Dauthnia), ein weisses die Aeolididae. ein gelbes die Bulliden; das 
Sf>crpt von Limax noctilucus leuchtet; das von Hei ix allif^ria riecht nach 
Knoblauch, jenes von H. pomatia nach Schierling; andere Arten haben specifische 
Gerüche (Aplysia, Teth]rs). Weiters sind bemerkenswerth die FussdrOsen der Weg- 
schnecken , deren einzelne Schläuche in einen bandförmigen Mittelgaug fähren, 
der /wischen Kopf und Fuss liegt, «jowic die Schwanzdrüsen (Arion), an der 
S[>it/,e des Schwanzes pliit/.licli viel Schleim absondernd: ihre Function ist unbe- 
stimmt. Die Bauchl'üsäer sind theils getrennten Geschlechtes (Prosobranchia), 
theils Wechselzwitter (Pulmonata, Opisthobranchia); letzterer Form entsprechen die 
höher oiganisirten Arten. Die männlichen Geschlechtsorgane bestehen aus einem 
Hoden, einem Samenleiter mit Samenblase, einem Ausführungsgange nnd dem Be- 
gattungsgliede, das sich oft in einen Gei.sseltortsatz (Flagellum) verlängert; die 
weiblichen Geschlechtsorgane sind ein Eierstock, Eileiter mit Eiweissdrflse, der am 
Grunde einen Uteras bildet, Samentasche und Scheide. Bei den Zwitterformeu sind 
die Zeugongsdrüsen in der sog. Zwitterdrüse enge vereinigt; oft sind auch die 
Leitungscnn sie dieser wie der Anhangdrüsen eng verbunden nnd münden gemein- 
sam; die Geschlechtsproducte entstehen dann häutig in nächster Nähe, indem in 
den gelappten Drüsen die Eifollikel peripherisch den Hodenbläschen aufsitzen ( Aeolis) 
oder das Epithel desselben Follikels erst SamenkSrperchen, dann Eier erzeugt (Sal- 
monata); die Zwittorthiere sind somit proterandrisch. Die Samenfäden sind faden- 
odcr stabfTirmig nnd werden durch Eiweissdrüsen meist in Rpcrraatoiihoren verpackt. 
Manchmal (Hclicidae) trägt die Seheide 2 Büschel von quastent'ormigen Drüsen, 
sog. Schl^mdrflsen und den sog. Pfeilsack , welcher ein ei^nthflmliiies kalkiges 
Gebilde, den sog. Liebespfeil (Spicula amoris) trägt, der im Grunde der Tasche 
auf einem Wulst aufsit7.t, iiei der Begattung wohl als Rei/organ benützt wird und 
während derselben häutig abbricht; er wird später durch einen neuen ersetzt und, 
wenn keine Begattung mehr eintritt, resorbirt. Die GeschlechtsöÜnuugen münden 
rechts, hoch oben nuie am After aus; bei den Zwitterfonnen büaen sie eine 
Kloake. Die Befruchtung erfolgt in der Begel wechselweise, doch wurde auch 
Selbstbefruchtung bei Zwittern und Wechselbfgattung verschiedener Arten (von 
Helix, Giausilia mit Pupa) beobachtet. Einige wenige Arten, deren Junge sich 



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ans dem belruchteten Eie im Uterus entwickelt haben , .sind lebendig gebärend 
(Paludina vivipara, Pupa u. s. w.) ; die meisten legen Eior , die nur selten einzeln, 
kiUoehalig, meist aber weiolihAatig sind; der Laich wird dann in Klampen, Ban- 
dern oder Schnüren als gallertartige Masse abgelegt oder von geraeinscnaftlichea 
hartf»n . verschieden g^estaltften und zierlich ]£^ni>]>!rf*'n Eikapseln pinnr»schlos«;nn; 
diese werden dann an teste Körper angeklebt. Jede ivapsol trügt eine nach aussen 
mfindende Oefihang; die in der Entwicklung zurückgebliebenen Embryonen werden 
TOI den Torraduntteneren ani^zehrt. Die Entwicklung des Embryo erfolgt mittels 
Blastula und Gastrula, durch Bildung eines Segels und einer Schale, die manchmal 
resorbirt wird; manche entwickeln sich dann durch Metamorpho«ie , andere (Pul- 
mooata) direct. Von besonderen Lebeasentcheinungen sei hervorgehoben, dass 
anige leuchten ; das Eeproductionsvermögen ist sehr gross, indem nicht nur Stftcke 
TOB Schale, Mantel und Fuss, sondern aach Tentakel und Kopf nachgebildet wer- 
den; manche Körpertheile fallen periodisch ab und werden ebenso erneut. Die 
Tiipi?ten Bauchfüsser der gemässigten und kalten Zonen und Regionen machen bei 
Abnahme der Wärme und Nahrungsmittel einen Winterschlaf durch und Ter- 
kriedien sich entweder in SdiUmm (Wasserschneoken) oder ErdlOcher nnd Ter- 
schliessen ihr Gehftase mittels eines Deckels, den sie bei anbrechender Wärme 
wieder loslösen; manche vortranren übrigens Kälte von 2 — 4° C. und kriechen auch 
im Winter umher. Die Bewohner der Tropen halten einen Sommersell hit" bei ein- 
brechender Dürre, auch einige einheimische Formen ruhen im Hochsommer. Die 
Gtftropoden sind mm Theil Wasserbewohner, zum Theil Bewohner des Fest- 
laades (Cyclostomen , Stylommatophora) nnd dann phytophag. JHe Kehrzahl 
'1er Wiisserbewohner ist auf das Meer angewiesen und erscheint zoophag: viel 
weniger leben von Ptlaiizenstoffen. Sie sind zahlreicher in grossen Meeren und an 
f&bigen Küsten, als in kleineren, ausgesüssten, stärker gesalzenen oder am Strande; 
doch gibt es ftneh viele Braekwassenormen (Littorina, Gerithinm, Melanie u. s. w.) 
und Bewohner des Süsswassers (Paludina, Yalv ta^ Neritnia u. s. w.); einige 
T'Tm^gen auf dem Lande und im Wasser zu leben , indem sie sich auf ersterem 
bedeckein. Die tropischen Meere beherbergen grössere und schönere Formen als 
die des Nordens; die tiefer lebenden sind weiter verbreitet als die Bewohner der 
Kosten und Untiefen. Die meisten kriechen ; einige schwimmen, wenige springen ; 
Liotopa lebt auf Seetangen, und befestigt sich mittels eines Fadens, den sie am 
Fns^p ausspinnt; die Na{)rschnecken sit v n fest oder verwachsen selbst mit dem 
Standorte (Hipponyx, Magilus u. s. w.); Ötylifer lebt parasitisch auf See<!ternen 
uüd Seeigeln , iiutoconcha in Schläuchen von Holothurien u. s. w. Ihr Nutzen 
hmMA in der Prodaction des Purpurs (Mnrex, Pnrparea) und der Perlmatter 
(Haliotis, Troehos); von einigen benützt man die Schalen als Mttnze (Cypraea, 
Kanri), xum Tempel- und Frauenschmack (Voluta, Tschang), zu Galanterie- 
Uüd Kunstgegen^tllnden , Cameen (Strombu"?, Cassis) , zum Schmuck und m Blas- 
iastrumeuLtsn; die Pflanzenfressenden schaden, wenn sie in grösserer Zahl auftreten. 
(Helix, liimaXp Achatina). Versteinert finden nch Banchfftsser von den Utesten 
bis in die nenertOB Schichtenbildungen. Sie erscheinen anfangs in spärlicher Zahl 
an! treten im Tertiär ira Oerithien- und Litorinenkalk schichtenbildend auf Man 
lieaui bei l'iOMU lebende und büOO fossile Arten nnd theiltsie in 4 Ordnungen; 1) Vor- 
derkiemer, Prosobranchia Elte,] 2) KieÜüsser, lieteropoda; 3) Lungen« 
tehnecken, Pnlmonata; 4) Hinterkiemer, Opisthobranchia. Literatur: 
Martimi und (^mtiUs, Ocndiylien-Cabinet, 12 Bde. Nürnberg 1837 — 65. Sotverby, 
Thesaurus conchyliorum Tinndon 1812— (12. Rfcrf, Conchologla iconica. London 
1842—62. Ädanu, The Genera of the recent Mollusca. 3 Bde. London 1858. 
Tr<acM, Das Gebiss der Schnecken. Berlin 1856 — 58. Wooiward, Manual of 
the ICoUusca. London 18G8. (Siehe Abbildnngen im Anhange).* 

BauchgangUenkette, Bauohmark, Ban oh sträng, s. Gliederfüsser. 

Banchprefjiss und Bückengefass heiss^n <lie zwei Hmiptgefässstilmme bei 
den höher organisirten Würmern, in welchen sich die Bluttiussigkeit umherbewegt, 
je nachdem bald das Bauchgefüss, bald das entgegengesetzte Bückengefäss, bald dUe 
Yerbindnngsgefässe beider sich zusammenziehen. 

Bauch{:efleeht = Bauchadergefleoht. 

Bftuehkiemeii» cirrhi ventrales, s. Borstenwürmer.* 



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88 



Bauchkiemer— Baumeuter. 



Bauclikiemer = M^xine glutinosa L, 

BavchUappe, Ventral klappe, s. AnKfOsser«* 

Buuehmark, Baucbganglienkette, Bavchstrang, b. GUederfüsser« 

Baufhpifttte (sternum), 8. Insekleii. 

Baucbplutten heissen die seitl. Theile des Mesod^rms am Wirbelthierembrjo. 

Bauchplaiten, Abdomiiialplatteu, s. Schililkrütcn. 

Bauchpresse lieiflst der Mechanismiu des Säugethierkdbes, mit Hilfe deeeen 
das Tbier die unverdauten Nahrungsreste des Darmes (und beim Gebären die 
Leibesfrucht) «ii^rrh Verkleinenmg der Baucbhöhle und Presraag des Baachinhaltes 
aus dem Kurper lullernt. 

Bauchrankeufüsser, s. Abdominalia. 

Bauchriime» Endosty), Hypobranehialrinne heisst die auf der Bauch- 

fläcbe des AtbemrautDes liegende und mit letzterer durch einen Ton den sog. 
Bauchfnlt"n begrenzten Spalt in Verbindung stehende Rinne, wie sie sieh bei der 
Larven der Neunaugen, beim LanzetHsch, bei den Mantelthieren und bei den 
Entcropneusten findet und welche bei den Mantelthieren derart als jBrnäbruiigsorgan 
fangirt, dass der von den LSngsfaltaii der Binnenwand absonderte Bchleim die 
Nahrungsstoffe des Wassers anlbimmt und durch die sog. Wimperstreifen der 
Speiseröhre zuleitet. 

Bauchsäeke, cellae abdominales, s. Vögel (Atbmiing). 

Banehsammler, s. BIiMemwespen«* 

Bauchsauger, Gyclopterns lumpns h», Seehase, s. ScheibenUiieke» 

Buuehschild, testa vcntmlis. sternnm, SchildkrtttOll* 
Bauchschilder, scuta ventmlin, s. Schlangen. 
Bauchseite, Unterseite, s. biluterui-sjmmetrisch. 
Bauchseite, venter, 8. BaochfOsser. 

Bauchspeichel, flüssige, klare, farblose, stark klebende, salzig schmeckende 
Absonderung der Bauchspeicheldrüse, welches Secret bei der Verdauung eine 
sehr wichtige Bolle spielt (bei der Umwandlung der Stärke in Zucker, der Um- 
fÜhrung der fettsauren und neutralen Fette in FettsioTen, bei d^ Bildung von 
Peptonen aus den Ki\sriss- und Leimstoffen). 

Ifnuchspoicheldrüsc, pankreas, s. KrniihruilgSOTgaBe« 

Bauehständige, Baucht losser, s. Fische. 

Bftttchstcrnum, sternum abdominale, s. Beptilien. 

Bavehstraug, s. Fadenwümer.* 

Bnuchstnmoiei, Neuropodien, s. Borstenwiiraer.* 

Bauchthierc, Oastrozoa. Darunter verstand man früher alle Weichthiere» 
Strahlthiere und L'rthicre. 

Bauernkarpfen = Karauschen« 

Baaemmiisik, Mustk8ebnecken,Conn8 hehraeus L,, s. Kegelsebneekeiu 
Bavernschwalbe, Rauchschwalbe, s. Schwalben. 

Bauhin's Klappe, Dickdarmklappe, Blinddarmklappe. Verhindert 
den Rückgang des Darminhaltes aus dem Dickdarm in den Dünndarm, erscheint 
als klappenartip^er Vorsprung am Dünndarmende. 

Baumagamen, Dendrobatae. UnteraLtheilung der Agamen (s. d.). Auf 
Bkumen lebende Agamen mit seitlich zusammengedrücktem Kdrper, sehr langem 
Schwänze. Gattungen: Draco L. , Drachen. Hit fallschirm artig verbreiteter 
Hautfalte an den Körperseiten; Kehlsack long, zugeFjnt/t, mit D. volans L. 
(= viridis Daudiv), 12 — 15cm, grün. Fallschirm braun. Auf Java. Lophura 
Bürzelechsen. Mit Kehlsack und Kückenlängskamm. L. amboinensis 
Oratf* Auf den Philippinen. Soll verfolgt ins Wasser flüchten. Oalotes Orr. 
Galeoten, Schönechsen. Mit Eehlsack. Der Kamm läuft über Nacken, Rücken 
und Schwanz. f^Vlif-nkelporen nicht vorhanden. (V versicolor Dum Bihr., Blut- 
sauger. Wechselt wie das Chamäleon die Farljen. Indien. Chlamy dosaur us 
Gray f Krausenechsen. Mit kragenartiger Hautverbreiterung beiderseits am 
Halse und kleinem Nadcenkamm, 

BaumbSren, a. CStrcoleptes« 

Baumoidechsen — Huumagamen. 

Baumeister» Töpfervögel, s. Anabatidae. 



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Banmelgteni— BauinwdBiIuig. 



89 



Baumelsteru, Dendrocitta Gould, s. HabeB. 

Uüumenteiiy Dendrocygtia 6waittmn. Gattung der Enten. Schlanke« 
Imiit&rbige Enten mit Ueineni Kopf, söhmSchtigemSk^aMl, hohen Bdnen, stompfen 
Flfigdn. Hierher u. a. D. viduata v. Tschudi, Wittwenente, Nonnenente. 
Oben oliveufarben, Kopf und Hals sibwMr/, Gesicht weiss, Bauch achwan. Süd- 
amerika, Afrika. Bei (]<'t\ Indianern HüiisrlHor. 

Bauiaciiie = Waldkuuz, Syruium Aiuco Boie, s. Eulen. 

Bftnfiük, Faleo snbbuteo L., s. FaleoBidae. 

Baumfink = Bergfink, s. Finken. 

HnnniflechteBSpanner, Boamia 2V. 

Baamfrüschey s. Il,vlida. 

Baumnrille, Volkäname für den gemeinen Baumläufer, s. Klettermeisen» 
Bamnliaeker, Kleiber, Bitta enropaea L,, s. Klettermeisen. 

Baumhfickel, Baumläufer, s. KlettermeiseB. 
Baumhopff«, Klct t e rh u p fe, Irrisor Lu8,, 8. Wiedehopfe. 
Baomhtthuer, HDhnerYü^el. 
Baumhuhn, VolUuame für das Birkhuhn. 

Baamkäfer, Sinodendron cylindricnm Fabr., 8. BlatCkornkSfer. 

B:ntmk?iTi(r'nrnh, s. BendrelagVi* 
Haumkauz, s. Eulen. 

Baumkleber, Sitta europaea s. Klettermeisen. 
Banmkletten, Spechtmeisen, Sitta L,, s. KlettemdBen, 
Baumkletterer = Baumlftufer, gemeiner. 

Baumkrühen = Hchor. 

Baumläufer, amerikanische, &. Anahatidae. 

BaumlSiifer, gemeiner, Certhia familiaris L., s. Klettermeisen. 

Bamnlivse, Lachnns Id., s. BlatttSiuie. 

Baumleg-nane, s Leeuane. 

Baunilerehe, Alauda arborea s. Lerchen. 
Baujiilieste, Halcjon b'wains., s. EisTÖgeL 
Baammlaee) a. Dendromys. 

Baummarder, s. !>Tustela. 
Bantnmednse, x. Bucrphalng* 
Baumnachtigall, e. Aeüon* 

Baamaatteriiy Herpetodryas Boie, s. Ifatten. 
Baumotter, Bothrops erythrnrus Günther, s. Orabeaottexa. 
Baumpicker = Sitf :>. enropaea L,, s. Klettermelseii, 
Bauiupiepery g. Anthus. 

Baumreuer = Certhia familiaris L., s. Klettermeisen. 
Bauamnter = Banmreller. 

Baumrittor = Baumreiter, 

Baumrot liscliwauze, Kuticilla Brehm, s. Tnrdidae. 
Baumrutsdier, Yolksnume für den Kleiber und Baumläufer. 
BanmaeliaTben, Gracula L., s. Staare. 
Banmschlftfer ». Elionys. 

RaumschlSiffr, s. Mjoxns. 

BaumschlunKO, Drjophis Boie, s. Peitschenbaumschlangen. 
BaumsehnecKe, Limax arborum Bouch., s. Limacidae. 
BaarascIiniUner, Dryophis Boie, s. Peitschenbamnsehlaagen. 
Baumsehivtilbchen = Ualshandfliegenfanger. 
Baumsrirlf'r, Dendrochelidon /?ofV, s. Mauorschwnlbrn. 
Baumijpci'hte, Buntspechte, Dendrocopus KocJt, s. Spechte. 
Baamsperling, Spizella canadensis ein nordamerik. Ammerfink. 

Baamstaehelschweine, Kletterstaehelschweine, Borstenstachel- 
Khweiiif , s. Erethizon Cuv. 

Baumstaehler, Greifschwanzst achler, s. Cereolabes. 
Baomstelger, Yolksname für den Baumläufer. 
Bauttwaehtel, Oolinhuha, ein Banmhnhn, s. HliknerrQgel. 
Baumwanze, Pentatoma l4Ur,, Gattung der Bchildwanzen (s. d.). 
Bawnwelasling, Pieris crataegi L,, s. Tagfalter. 



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90 



Banmwiedehopfe'-Behaanuig* 



BAumwiedehopfe = Baumhopfe, s. Wiedehopfe. 
Baimmchsgriuider Tieh, Itzgrttnder Vieh, Hell- und einfarbiges Bind 
des Mflinechlages. 

Baut, Volksname für die Elritze. 

Bayrische Schweine. Langohrige, vorne hell, hinten dunkel gef&rbte, 
langgestreckte äcbweinerasse. 

Bajrrlsehee Sebef, s. Ransielaf. 
BdelUdap, Rflssolnillbeii. * 
Bearuaise-Vioh, s. Hasqnaise'Vieh. 
Bebeschwanz = Bachstelze. 
Becher, ei tocyste, 8. MoosthierelMii.* 
Bechor, s. Kelch.* 
Becher, theca, s. Korallenpoljpen. * 

BecherfSrmige OrgaaD nennt man eigenthümliche Sinnesorgane bei ver- 
sehiedenen im Wasser oder im Feuchten lebenden Thieren (so beim Blutegel, Begra.- 

wurin, in der Kopfhaut mehrerer Kriechthiere, in der Haut von Lurchen, Knochen- 
fischen), welche von langen, stachelartige Nervenendigungen umschliessenden 
Spindeizellen gebildet werden. 

Beeherquallen (Calj-eoKoa lAmk, Cjlicozoa, Podacti 
cernariae). Unterordnung der Acalepbae. Der einer umgekehrten Glocke 
ähnliche Körper sitzt meist mit deiii verdünnton Theile fest und zeigt am Um- 
fange 8 armförraigc Fortsätze , weiche mit üruppen von geknöpften Tentakeln 
besetzt sind. Von jedem Fortsatze liluft im Innern je ein Strang von Längs- 
muskeln, sowie ron bandförmig gefalteten GenitalwOlsten gegen die am Gnrnde 
liegende, kreuzförmige MandÖ&ung, welche triehterförmig eingezogen erscheint; 
letztere vereinigen sich duselbst zwis -hen den Torspringenden Mundlappen, so dass 
sie paarweise Hufeisen form aiinehmeu; an '1er Vereitiigungsstelle liegen die GaNtral- 
filamente; nach abwärts setzen sie sich in 4 unpaare, nahezu die Fussdrüse er- 
reichende Genitalatr&nge fort; nach anfirSrts entstehen dagegen 4 die Hnndlappen 
und Gastraiwülste einschliessende Qastrovasculartaschen. Aus den Elt rn ent- 
wickeln sich bewimperte Larven; die weitere Eid wiekhiiig erfol^jt wohl direct ; die 
Tentakel werden oft im Alter ab^'eworfen. Die U"j)roJuLtiünskrcift ist sehr gross. 
Alle Becherquallen sind Meeresbewohner und scheinen nur den nordischen Meeren 
in grosserer Zahl anzugehören. Man nnterseheidet 1) £leutheroearpidae and 
2) Cleistocarpidae Qk,* 

BechorzellPn , walzige oder flaschenartige, nach aus^^en rfe:»ffnofe Epithel- 
zellen in der inneren \yandunff des Darms und in der Haut von Lurchen, Fischen, 
wirbellosen Thieren und im Darmepithel der höheren Vertebraten. 

Becken» pelvis, heisst der yom Schambein, Darmbein, Sitzbein nnd 
Kreuzbein gebildete Theil des Skelets. S. Süugetlliere (Skelet). 

Tteekengürtel, jener Theil der Wirbelthipreextremit^lton , welcher ans dem 
Darmbein, Sitzbein und Scharahein gebildet wird. S. Säugothicre (Skelet). 

Bedccktkiemer = Tectibranchiata. 

Beden, Steinbockart, s. Capni. 

Beduinenhnnd, Akabahund, nach FUz'tnqer aus einer Misehang des Schakal- 
wolfes mit d»'Tn ?ifjyptisehen Windhund ent5:tanden. 

Beerculresser, von Beeren sich nährende Vögel und Silugethiere. Sie spielen 
die Rolle von Samen verbreitern, wie der Wind und gewisse Insekten. Wits die 
Farbenpracht, der Duft vieler Blüthen, so erscheint bei den Beeren deren grelle 
Farbe als Lockmittel. 

Bofledrrung". Das Federkleid der Vögel ist gleich dem Haarkleid d'-r S;iurrer, 
dem SchuppenkleiUe der Kriechthiere u. s. w. mannigfachem Wechsel unter würfen, 
anders in der Jugend, ander« im Alter, anders bei Männchen und Weibchen, ver- 
schieden im Sommer, Winter, zur Minnezeit. Man ^richt daher von einem Hoch* 
zeits*, Sommer und W irtr r Daunen-, Jugend- und Greisenkleid. 

Befrachtung' a. Fortpflauzong. 

Be^attangr, s. Fortpflanzung. 

Begattungsorgane, Oopalationsorgane, s. Fortpflanzung. 
Befrattnnestasche, ^nr i copulatrix, s. (MlPderfÄsser und Insekten«* 
Behaarung« s. WirbeUhiere und ü^ängethlere. 



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Beboeefte Beine— Belonogaater. 



91 



Behosete Beino, }n des braooati, «. T9fel (Skelei). 
Beikiefer, s. Krastenthiere« 

Beinbreuer = Seeadler. 
Beine» Gang-, pedea ambnlatorii 

, Grab-, , fossores 

» hintere, . posteriores 

» Lauf-, , cursorii 

« Raub-, , raptiitorii 

, Schwimm-, „ natatorii 

» Spring-, B saltatorii 

, Tordere, « anteriores 
Beine, prSoraley s. Sehwertschwanze. 
Beinorr, nervus accessorius Willisii, »ier zweite Hirnnerv, 
BeLsa- Antilope. Hippotrai^uf? 1>eisa luipp, s. Hippotragu.s. 
Beizger, Schlamm beisser, Misgumus fossilis Lac^p., s. Karpfen. 
Bekassineii, Sampfsobnepfen, UaJIlinago, b. ScImepfejiYögel. 
Bela, T.ffirh, Meerschneckengattuag. 
Belag-zellen, s. LahzcIIf^n. 
Belebte Wesen, Organismen, s. Thicrc. 
Belegen = Besehlagen. 
Belemnltella D'Orb., s. Belemnltldae. 
B^Icmtiiten, s. Bclcmnitidae. 

Belemuitidae, fossile Familie der Decapoda. Schale kalkig, gerade oder 
gebogen, am Hiaterende in eine kalkige Scheide (Bostrnm) aoBlanlBna» Tcni mit 

gut entwickel tem, gekammertem S c ho i d e w an dk ege 1 (P h r a g m o c o n n s) und bandi- 

stln-Ii^'f-ni Sipho. am Rücken der Vorderseite zu einer Rcli iilpe fProostracnra) 
veriiing«^rt. Arme mit Hakon, Von den 12 Gattungen seien erwähnt: I. Beleni- 
nites Lister^ Don oerkeile, Belemniteu, Teufelsfiuger, Alpsteine. Schale 
gerade, Phragmoconns kurz, schwach gebogen, Bostmm lang, Schnlpe lang. Nnr 
I jO Arten bekannt , die man nach der Gestaltung der Scheide folgendermassen grap- 
pirt: 1) Acoeli , Scheide am Vorderende ohne Hauch- und Kückenfurche; 2) Gastro- 
coeli, Scheide mit deutlicher Bauchfurche am Vorderende; -5) Notocoeli, die 
Scheide mit tiefer Kückenfurche. Die Acoeli zerfallen wieder in Acuarii und 
CIiTati, die Qastrocoeli in Ganalieulati nnd Hastati; zu den Notocoeli 
gehören die Dil ata ti. Von den Arten seien als die bekanntesten erwähnt: B. ha- 
Status B'rt'nr.. im oberen Jura; B, canaliculatus Srh'oth, im mittleren Jura; 
B. plavatus iirhJoth, im Lias: B. giganteus Schlofli, im braunen Jura. Tl. B e- 
leoiuiiella D'Orb., die Scheide au der Oberfläche mit GefiLsseindrücken , Phragmo* 
eoinu mit einer LSngslaiste an der Bückenseite und einem Fortsatze an der Baach* 
Seite. Hierlier B. mucronata Sow., in der oberen Kreide. IIL Belemnoteu- 
this Pmrce, die kurze Schale koni•^ch, die Sehulpe kurz, mit raitth'rem Kiel, 
fiierher B. autiqua Vann. Au den gefundenen Fossilien lassen sich deutlich 
ilantel. Flossen, Hinterbeutel, Augen erkennen. 
Bolenneteuthls Pearce, s. Belemnltldae* 

Belemnoziphius IIuxL, fossile Gattung der Waith lere aas der Familie 
der Hyperoodonti a. An< dem Crag. 

Belgische Pferde, schwere plumpe Pferde. Flamltinderrassß. 
Belideiu, ünterordnnng von Petaurus (s. d.). 
Bellerophen Montfort, s. Bellerophontidae. 

Bpllprophontidae, fossile Familie der Pro sobranchiata. ward»- früher zu 
<i»?Q HrTeropoden <re/,iihlt. Wichtigste Gattung: Bellerophon Muntfort. Mün- 
dung mit einem Einschnitt in der Aussenlippeu-Mitte, au dem ein Schlitzband be- 
Ulinnt. Ans den palAozoisoheii Ehshichten. 

BeUophis Lockinffttm, Breit köpfe. Gattung der Nattern. Der Körper ist 
in «meinem Vordertheil snaammesgcdrückt, sonst hoher als breit; Kopf viel breiter 
als der Hals. 

Belodon, der bekannte Neckarsaurier, fossile Öuuriergattung der Thooo- 
dontia. Aach im amerikanischen Trias gefdnden. 

Belaftt Cuv.t Hornhechte, Gattung der Scombresocidae (s. d.). 
Belonogaater» sandwespenartige Papierwespe S&daixikas. 



8. Insekten.* 



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92 BelMtoma— B«rgflftitei«r. 

Belustomu iMtr., Gattoug der Wasserskorpion Wanzen (s. d.)* 
Beluga = DelpMuaptenis (s. d.). 

BoBMdft Fffdii.» Schmettorlingsgattunf? der Holzbohrer (s. d.)- 
Bembez Fabr., Gattung der Grabwfspen (s, d.). 
Bembifliiim fjitr., Gattung (1er J. lufkilfer (s. d.). 

Benedt'iiia. Gray, Guttunir 'h-r F u ; ciieu wule. Rückenflosse hoch, seitlich zu- 
SBinmengedriickt, Brustflosse beüuuiig von 'js Kürperlänge; der zweite Halswirbel 
mit zwei getrennten Seitenfortefttsen. Art: B. Knoxii Grm/, in den nordisehen 
Meeren. 10 Meter lang. 

Hrnftf's Antllopo, st. Antilope. 

lieui(tt'8 Kiiiicriinih, s. Jf«eropn8. 

Beuett'S SeiUenmaus, Habrocomys Beuetti Waierh., auü der Gattung 
Hftbroeomys ir<i<frA.,8eidenmftiiBe. Derweiche Pelz gran oder grsiibraim.lnC]ule. 

BeniorHlistcii, s. Astrllden. 

Beni Israel, Dncker. Schopfantilope, s. Cepbiiloloplllis. 

Benteyi, Saurophagus sulphuratus, s. Tyrannen, 

Berardius Duwrnoij, Gattung der Schnabelwale. Mit symmetrischerem 
Schädel als bei Uyperoodon, jederaeits Tome 4 dreiseitig zusammengedrückten 
Zähnen. Art: B. Arnuxy Duvernoy, über 9m, mit grosser Rückenflosse, ein- 
farbig schwarz, nur am Unterleib einen graulichen fleck. Um Z^enseeland. 

Berberaffe, s. Innns. 

Berherfalky Falco barbarns, Vertreter des Wanderfalken in Nordafrika 
nnd Nordwestasien. Bedeutend Ueiner, Unterseite spirlicfa geqperbert, im Kacken ein 
roetrother Fleck. 

Berberhirschy a. CerTBs. 

Serberltwe» der in ganz Nordafrika» besonders in Algerien nnd Mamkko 
Torkoniincnde Lowe. 

Eer?>orninn'<, s. Mus. 

Berberpferd, die an der ganzen Nordküste Afrikas verbreitete Pferderasse, 
deren edlere Stämme dem arabischen Pferde gleichen. Die minder edlen an der 
Kfiste nnterscheiden sich vom arabischen Pferde durch die langen Ohren, die ab- 
edillflsige Croupe und den tiefen InMtifansatz. 8. Pferd« 

Berbertuube, Culumba barbarica, Warzentanbe mit weisser, Iftngsge» 
spaltener War/e, aus der Berberei eingeführt. 

Berendo = Gabelbock. 

Ber«iiiddM Bach, (Williadae Willsiadae For(.), Familie der Augen- 
fleekmedusen (Occllatae). 

BerosofVf, s, Blrkenzohrl, 
Ri^r^:a(lh'r = Steinadler. 

Bergalligator, Menopoma alleghan ieuse IFarl, s. Mcnopoma. 
Bergamaskenschaf, grosses, derbknochiges, iuug- uud rauliwolliges Schaf, 
Yorherrschend in Bergamo nnd Como gezüchtet. 
Bergammer = Schneeommer* 
Bergamsel — Rinp^drossel. 

Bergbraunelle, Aecentor montanellus Temminck, etwas grösser als die 
Braunelle oder das Graukehlchen. Im Ural, Balkan und in den Gebirgen Asiens. 

Berg«€oati, Nasna montana Tiehudi, Yertrater des Nasenbftren Inden 
hohen Gordill» ren von Peru. Sehr selten. 

Bcre:dohIe = Alpendohle (Py rrhocor ax). 

Bergdrossel heisst die Singdrossel und auch die Kothdrossel. 

Bergeidechse^ Lacerta vivipara Jaguirtf s. Lacertidae. 

Bergelster = grosser Würger. 

Bergente = Brandentc. 

Bergerfisch = Mol< ; vulgaris FIsm,, die beste Sorte Bnndfisch (Stock- 
fisch; im Handel, s. Schellliselie. 
Bergfalk = Wanderfalk. 
BergfaBan = Anerhiihii. 

Bergfink, Fringilla montifringilla L,, s. Finken« 
Bergflaiterer = Bergfledermliise« 



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Bet^ederndbise— Berahardmerkrebse. 93 

Berpfledermäusf, Meteorus Blasius. Gruppe der Gattung Vesperugo, 
oJ Zihne, Ohrdecktl oben etwas verbreitert, iml der Spitze nach vorn gerichtet. 

BergUftevogel = Bergbrsvmelle. . 
Bergforelle = Forelle. 
Berggriiii^peeht = Grauspeeht. 

Bcrggyite, schwediselicr Name für den gefleckten Lippfisch, 8. Lippflsohe. 
Bei^hänfling, Friugiila moutium L., s. Finken. 
Bergheher = Tannenlieher* 

Berghühner, Caccabis Kaup, s. HühnerrÖgel. 
Bergilt^ Sebastes norvpgicus C. T'., s. Drachenköpfe. 
Ber^sehe Krähen , durch hUufiges und sonderl>ares Krähen sieb herror- 
tbueude Hühner au^ Westphaleu. Schwarzbraun gepuuktet oder gefleckt. 

Bergjiek = Tuneiiheker« 

BersrkSngnrahy i. Maeropus. 

Beria:laubs»nger, Pbyllopnenste montan a Brehm, s. SSnger« 
Bpreleinflnk, Frinpilla rufescens Hrehm, s. Finken. 
Bergierche, Alpenlerche, Alauda alpestris L., s. Lerchen. 
Bergmeise = Schwanzmeise oder Alpenmeite. 

Bergnymphen, Oreotrochilus, Kolibrigattung, denen der Gattung Cam- 
]iyl"l^teru.s Swains. nahestehend. Hierher f^r>r Ghimborazovogel , 0. Ghimbo* 
razo. Bisher nur am Chimborazo, 4 — öOOO m in der Höhe, gefunden. 

Kerg^otter, s. Lntra. 

Bergpfauenange = Tagpfanenaiige. 

Berprpf<*rd = Zebra. 

Herj?reiher = Piirpurreibor. 

Bergsehaf, amenkauisches, s. Ovis. 

Bergschaf, französisches, schweizerisches, s. Hausschaf. 

Bergschneehuhn = Schneehuhn, LagopuB mutns Leaeh, 

Bergschnopfe = Waldschnepfe. 

Bergschwalbe — Felsenschwalbe. 

Bergspatz heissen der Feldsperling und der Alpenflüevogel. 
Bergspeckt = Sekwarsspeekt. 
Bergsperling, s. Bergspatz. 

Berpr-^pyi* -r. Alpensepler. 

Berj^stcinbock, Capra pyrenaica Schim, s. Capra« 
Berg^tösser — Sperber. 

BergstrsndUlufer, Tringa Schinzii, dem AlpenstrandUnfer sehr 
ibnlidi, kleiner. 

Berptapir, Tapirus pinchacus llhiinv., mit längerem und dichterem Haar 
als beim gemüinen Tapir, ohne Nackenmähne. In der Andeskette bis über die 
Scbneeregion. 

Bergtaakey sfidliche Varietät der Felaentanbe. 

Berg-YiseaehaSy Legi di um Meyen, Gattung der Hasenmttuse (s. d.). 
Bpr»-w ebespinne = Baldackinspimie* 
Bergwidder = MulEion. 
Bergxiege, s. Capra« 

Beris ßair., Strahlenfliegen, Gattung der Waffenfliegen (s. d.). 
BerksUresckwein, stämmiger Behweineedblag. 

Berlin, französischer !C:inie für die pemoine Napfsehneoke ^atella 
Tulgata L.), welche in Nordlrankreich gerne gegess:en wird. 
Bernakelgans = Bernickelgans, Bemicla. 

Bemer Tuk^ auch Thalia ndvieh ^fenannt, weil wegen semer Schwere nun 

Bergsteigen schlecht geeignet. Schweiiensches Scheck- oder Fleckvieh, be- 
«>Tiders in den Cantonen Bern , Freiburg und Solothum gezüchtfjt. Hierher das 
Simmenthaler, Emmenthaler, Schwarzenburger , Pinzgauer, Brixen* 
thaler und das braunrothe Tiroler Vieh. 
Berakardincrhiind, h. Hauelinnd* 

ßemhardinerkrebae} Bernhardkrebse, Eremitenkrebse, Volksname 
für die Paguriden. 



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Baniida^fieotelliiiiMi. 



Bernidii Steyh., Gattung der Gänse (s. d.). 
BenisteliiiBBBekely «. Amteramuseliel. 

Bernsteinschnecke, s. Snccinea* 

Beroe ovatus Esch, = Medusa Bero«" />. — Idyia roseola Ag.^ be- 
kannteste Art der Beroiden (s. d.), meist 7,art rosenroth, findet sich an schönen 
beissen J ugeu in Menge an den Küäteu des Mitteliueeres und der Nordsee ein, wäh- 
rend sie bei irttbem Wetter, nnruliiger See und im Winter in die Meerestiefe neb 
xTirftckzieht. 

Beroidac, Familie der Mrlonenquallen. Körper mit ganzrandigem Mund- 
pol und fransenförmigen AuliUugen im Umfange der Polfelder. Gattungen: BeroS 
ßrowti, Idyopsis Ag. u. s. w. 

Berolfl = Pirol. 

Berosus Leaeh, Gattung der Wasserkäf» r (Hy drophil idae), 9* d. 
Berrichonschaf, französisches Fleis( liscliai mit grober Wolle. 
Berschik, ein Hechtbarsch, s. Luciuperea. 
Bersehke, Bersehliiig, Bmich — Flussbarsch« 
Berster = Barsch. 

Berycidae, Familie der Stacbelflosser und zwar der Unterordnung 

Berryformes-. kn r/leibige Fische mit «seitlichen, meist sehr grossen AiijCfen, selueter 
Mundüpalle, bürsleuartigen Zähnen. Gattungen: Beryx Luv., eine liückeuliosse, 
ohne Barteln; Myripristi« Cuv., 2 Rückenflossen, Vordeckel ohne Dorn; Holo- 
centrnm Art,, 2 B&okenflossen, Vordeckel mit Dom; Monocentris Bl, Sehn*t 
Panxer aus sehr grossen Schuppen, Schwanzflosse nicht gegabelt. 

Rer\ ciformes, Unterordnung der Stachel flosser (s. d.). 

Ber^ tus babr., Stelzenwanzeu, s. Bandwanzen« 

Beryx, 8. Berjeldae« 

Beschftlen heisrt die Begattung beim Pferde. 
Beschiüer — Hengst. 

Beschlagen = belegt, befruchtet werden. Die Begattung bei unaeren 
Haustbieren. 

BeschtttBimg, b. Sehutsmlttel der Thier«. 

Beschuppung der Kriechthiere, Fische u. s. w.,s. d. und unter Sohtt^pem. 

Betrügerflsch, Epibulus insidiator C. 1., s. Lippfische. 

Bettdecke, Cassis areola Lam., s. Htnrmhaubeiischnecken (Cu i d h e). 

Bettlernniseliel. Vciiorupis irusLr/m., s. VenusmuschelB. (Veneridae), 

Bettougiu, Kiiug uruiiratteu , Hypsiprymnus lllig. 

Bettwulxe, Acanthia lectalaria L., s. HantwvueA (Membranaoei). 

BentelbSren (Phascolarctida), Familie der Kletterbentler. Ge- 
drungene, plumpe, dickköpfige und grossohrigo Beutler mit ganz verkümmertem 
Schwan/, riattiing: Phascolarctus lilainviüe ~ Lipurus Goldfuss, mit der 
Art Koaia, australisches Fuulthier (Ph. cinereus Gray), 60 — 70cm. 
Der dichte wollige Pelz vorwiegend grau. Bewohnt paarweise besonders die Gkimmi* 
bfttime. Hilf denen er sich schwerfällig und bequem hemmbewegt. Das Weibchen 
trttgt sein Junges, wenn es fiir den Beutel zu schwer geworden, auf dem Rücken. 
In nefaivgenscbaft wird er sehr zahm. Sein Fleisch ist sehr schmackhaft. 
Neubüd Wales. 

BentelMlehe, «. Phaseogale. 

Benteldaehse, Peramelida, En to moph aga, Familie der Raubbeatler. 

Spitzschnnnrige Beutler mit verlängerten Hinterbeinen. Die Zehen der vorderen 
Gliedmasscii sind klein. Gattungen: Perameles Geoffr,, Choeropus OgUby (s. d.). 

Benteleichhoru, t». Petaarus. 

Bentelferkel, s. Choeropns. 

Beutel fr<'tt, s^. (YTptoprocta. 

Beutelgaus — Pelokan. 
Bentelgilbmaus, s. Phascogale. 
Beulelhase = Uftsenkünffonih. 

BeutelherJcen» Pachycardia. sind alle Wirbelthiere (mit beutelförmigem 
Herzen), aasgenommeu den Lanz et fisch, dessen Herz rSbrenfÖrmig ist. 
Beutelbund = Beutelwolf. 



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Beatdkieiiier— Beotelratten, 



95 



Beutelkieiner, Marsipobranch ii — l^undmUnlor. Cyclostomi, wegen 
der in 6 oder 7 Paaren von Kiemenbenteln festgewachsen liegendeu Kiemen so genannt. 

Bentelknoehen , Ossa marsnpialia. Zw^ dem Ko^frande der Scham- 
bebe anfliegende Knochen der BanchwaEd der Sohnabelthiere und Beutel» 

tbierr: 1 > i 1! •^ru den Beutel stützend. 

Beut* Ikrehs, Hii ^^us latro Herbst, a. Einsiedlerkrebse. 

BeutelnitiuMe, Nagebeutler, Wurzelfreüser (Slirina, lihizophaga), 
ÜBtercdhiung der Beutel thiere, ScbwerflUlige plumpe, etwa dachs^osse, knn- 
beini^ Beatelthiere mit Nagetbiergebiss , dichtem weiohem Pelz. Die GrabfOeae 
habfn (^ine nackte Sohle und sind ibro 5 Zehen mit Ausnahme der stummelförmigen 
Inncnz<lie am Hint^rfusse stark bekrallt. Am Maj^'on ütinct sich eine besondere 
Drüse, (jrebiss: l|o'' Familie Phascolomy ida mit der Gattung Phasco- 
lomjs Geoffroy. Arten: 1) Wombat (Ph. fossor Sewastianof), 90cm. Mit 
bineii gentndetea Ohren. Ihinkelbraim , stellenweiee Yon den weissen Grannen- 
haaren unterbrochen. Neusüdwales, Vandiemensland. 2) Breitstirniger Wom- 
bat (Ph. latifroiis Ouen), 105cm. Mit spitzeren Ohren. Mausgrnn; Hals, 
Brost, innere Seite der Vorderbeine weiss; über den Augen ein Fleck. Nächt- 
fiche Tbiere , die den Tag über in ihren aelbstgegrabenen tiefen Höhlen schlafen, 
des Nachts auf Suche nach Kjr&ntem, Wnneln, Grftsem avageben. Wird in 
Australien als Hausthier gezähmt gehalten. Ist schwer aus seiner gleiohmfttbigwi 
Bohe zu bringen, dann ab^r nicht ungeHlhrlich. 

Beutelmarder, Dasyurida, Familie der Raubbeutler. Ausgeprägte 
Banbibiere mit behaartem Schwanz, nur mit 4 oberen und 8 nnteren VorderaSbnen» 
BsekeaEfthne weehsehid: \ 'X «t«^ ^zehige Vorderftsse, HinterfUsse mit 4 fireien 
Zehen (bisweilen mit imbenageltem mdimentilreii Daumen). Nächtliche Thsere. 
Öittunjjeu: Myrmecobius, Phascogale, DasynruSi Tbylaciniis. 

Beutelmarder, gefleckter, a. Dasjaras. 

BeatelmaoB, s. Phascolomys imd Phateofale. 

Bentelmefse, Aegitbalns pendnlinu§ Vig., s. Meisen. 

Bent<*lquallcii, Marsn pi ilidae, Unterordnung der Acalephen ClauF. 
Wurden von Ksc/ischoltz zu den Oceaniden, von (ierjfnhuutr zu den Uraspedoten 
gezogen, uiit denen sie eine dem Velum ähnliche liandmembrau (Velarium) 
gemeinsam haben; Agasfiz Tereinigte sie zuerst mit den Becherquallen; jeden- 
&Us gehören sie ob des Besitzes der Gastralfilamente und der bedeckten Rand' 
kSrperchen zu den Acalephen. Die Glocke ist durch f^rosse Tiefe, ein flaches 
Endfeld und (bull ich vierseitigen Umfang ausgezeichnet; au den vier Ecken ent- 
«pringen segelfürmig erweiterte Lappen (daher Lobophora) mit wurmf(irmigen 
Tntäeln. Das Nervensystem besteht ans einem auf der Innenseite der Gk«k» 
acktackförmig gebogeoen Nervenring, dessen Fibrillen in reichem Geflechte die 
Subnmbrellarmu^kplTT, sowie in Bündeln die Randkfirperchen versorgen: 4 Radial- 
nerven entsenden besondere Radialnerveu. Die Sinnesorgane bestehen in einem mit 
Krystallen gefüllten Säckchen und einem aus 2 grossen unpaarigen und 4 kleinen 
paarigen Augen znsammengesetrten , mit Linse, GlaskSrper und Netzhant ansge- 
st.itt< ten Sehorgane. Der Verdauungsapparat beginnt mit einem mässig langen 
Munilstif'l , (l'T in di«- V>!-^ an den Glockengnind reichende Magenholile führt; ab- 
wechselnd mit dem Mundschlitz entspringen an den £cken der Glocke die üastral- 
lilamente. Die GeßLssräume (Gas trat tas eben) bilden weite Höhlen, deren VerSste- 
huffMi in das Velariiim und in die Randtentakel Itthren. Die Geschlechtsorgane 
sind von den Gastralfilamenten durch die Septen getrennt und haben die Form 
Ton dünnen aber breiten Platten, die paarweise an diesen befestigt sind; die männ- 
Uchen übertreÜ'en in Folge des lieichthums an Spermatoblasteu die Ovarien an 
Grosse. Die Geschlechtsstoffe gelangen durch Platzen der Hüllen in die Tasdien 
and von da darch Magen und Mund nach aussen. Di«> Entwicklung wurde noch 
nicht verfolgt. Alle Arten leben im Mewe. Die einzige Familie sind die Oha- 
rybdaeidat- ^7rv/ • 

Bentelrutte. graue uud virginische, s. Didelphys. 

BenteMtteB, Didelphyida, Pedimana, Familie der Baubbeutler. 

Grossohrige und grossäugige spitzschnauzige Kletterbeutler mit 5zebigen Füssen, 
vielen kleinen Sebneidezftbnen, spitzen scharfzaekigen Backenztthnen , TnLTt*«»* Der 



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96 



BeutelfltraldAr— Bewegungsorgane. 



]^utel ist oft uDToUkommeD , nur in seitlichen Falten bestehend. Die Innen» 
zehe der Hinterfösse ist ein opponirbarer Daamen. Gattongm: Didelphys, 

Cbironectes. 

Beatelstrahler, Cystidea Buch, Blasensterne, Seeäpfel, Klasse der 
Stachel hänter oder Ordnung der Haarsterne. KOrper kugelig mit kurzem 

Stiele und kurzen Armen, von vieleckigen Tafeln begrenzt, von denen einige die 
sog, jjPorenrautpn" (antiambulacralp Poren) tragen ; Geschlechtsorgane im Kelche 
eingeschlossen innerhalb beweglicher Klappen. Fossile Formen, die vom Silur bis 
vsan. Eoblenkalk reichen, etwa 80 bekannte Arten; nur Hyponome ans der Torree- 
sferasee reoent. Gattungen: Sphaeronides His.f Caryocrinus Say, Echino- 
sphaerites Whlh. u. s. w. Literatur: Buch, L. v., in Abhandl. Akad. Berlin 1845.* 
Bentelteafol, s. DasjurnH. 

Beutelthiere, Marsupialia, Ordnung der Siiu ^'e th i ere und zwar der 
Aplacentalia. Besonders gekeuiizeicbnet durch den Besitz des Marsupiums, 
eines von 2 Knochen (Beutelknochen) getragenen, die BmstritBen umsdilieeBenden 
und zur Aufnahme der Jungen dienenden Beutels oder Sackes. Die Jungen sind 
sehr hilflos, da die Tragzeit in Frm anghiug d^« Mntf'M-kuchens bRchstens 39 Tage 
dauert; das nackte, blinde Junge mit kaum entwickelten Uliedmassen saugt sich 
«n einer der Zitzen (2—3) fest und verbleibt 8—9 Monate im Beutel. Gebär- 
mutter und Scheideneanal doppelt. Die ünterkieferwinkel sind nach innen ge- 
bogen. Nach ihrem Habitus, ihr n Lebensgewohnheiten zeigen die Beutelthiere 
grosse Verschied<>nheit und treten 'iir-5!»ozüglich üeboreinstimmunfren mit den Na- 
gern, den Insektenfressern, den Raubthieren, den iialbaifen zu Tage. Die meisten 
Arten gehören der australischen und austro-malajischen Subregion an; nur die 
B*'utelratten bewohnen Südamerika. Von etwa 160 Artttn sind 30 fossil. Han 
scheidet die Beutelthiere in4Tribus: 1) Glirina,Nagebeutler (s. Beutelmttuse); 
2) Macropoda, Springbentier (s. d.); 3) Scandentia, Kl etterbeutler 
(s. d.); 4) Kapacia, Kaub beutler (s. d.). Diese <&erfallen wieder in die Fa- 
milien: Phascolomidae , Halmaturidae (Känguruhs), Phaseolarotidae 
(Beutelbären), Phalangistidae, Peramelidae (Beuteldachse), Dasy- 
uridae (B«>utelmarder), Didelphyidae (Beutelratten), s. d. 

Beutelthiere, fruchtfressende, s. Klotterbeatler« 

Bentelthiere, grasfressende, & Springbeutler. 

Benlelwolf, t. Thflaetnns. 

Bentier, gelber, s. Phascogale« 

Bewegung', s. Locomotien« 

Bewegun^sorgane. Als solche fnn^ren im allereinfachsteu Falle ver- 
ftnderliche Ausläufer des Protoplasmakörpers (lihizopoden) , protoplaksmatische 
Wimperhaare (hei vielen Wasserwttrmem, Stachelhftnter* und Oolenteraten-Larren). 
Bei den meisten Thiereu vermitteln aber eigene Muskelfasern die Bewegung. 
Eine grfissere oder gering(»re Zahl solcher Muskelfa-^ern tritt unter Mithilfe einge- 
lagerten oder umhüllenden Bindegewebes zu Muskeln oder äächenartigen Muskel- 
fasercomplexen, Muskelschichten, zusammen; diese bilden, was wir „Fleisch* 
nennen. Bei den ungegliederten Wdrmem und anderen Thieren stehen die Muskel- 
schichten mit der Haut in innigem Zusammenhang, so dass die Haut und über 
ihr die eng anliegende Muskelschichte den inneren Ki^rper wie ein Schlauch um- 
gibt (Hautmuskelschlauch, Hautmusculatur). Nach der Richtung der ein- 
zelnen Muskelfasern zur Längsaxe des Tbierkörpers spricht man von Lftngsmiiskel* 
fasern, Kreis- oder Bingmuskelfasern. Muskeln, die direet Tom Bücken zur 
Bauchseite ziehen, heissen dorsoventrale Muskeln. Immer oomplicirter er- 
scheint die Gruppirung der Muskeln , in je mehr S^crmf^nte bei den besser ent- 
wickelten Thieren der Körper zerfällt. Wo dann der Locomotion eigene Glied- 
nassen dienen, haben auch diese ihre eigenen ICuskeln, so dass man dann Stamm- 
odor Humpfmusculatur und GH edmassen musculatur zu unterscheiden hat. 
Bei den Gli»'d<'i-fü'i>ern und den Wirbidthieron tritt dann die Bildung ein^s äu«;seren 
und inneren Skelets hinzu, das den Muskeln als An«?at7;';telle dient, während 
Bindegewebesträuge , Sehnen, die Verbindung herstellen. Je nach der Ansatz- 
stelle, Wetters je nach der Abhängigkeit der Muskeln von dem Willen des Thierse 
spricht man von Flügelmuskeln , Beinmuskeln, Armmuskeln, Kopf muskeln. 



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Bezoar — Bioomes. 



97 



HAJsmnskeln, willk&rlichen und unwillkürlichen Muskeln (z. B. das Hera). 
S. auch Zellenlehre (Bewegnngsenelicinimgen), Looomotion und bei den an« 

wlnsu grossen Thiercrnippnn. 

Bezoar, Be/.aar, Be/.oarstein, Lapis beroardicus Aegagropil i Ilt issen 
dir rundüclien Bälleu, die sich im Magen insbesondere von Wiederkäuern und 
Pferden finden. Sie and aus Kalk, Haaren, Futterresten gebildet und stehen im 
Orient noch jetzt als sckweisstieibende Mittel in Anwendung. 

ß^/onrziegre, s. Capra« 

Bheriit, Canis. 

Bhuiiüer = ßuuder, Macacus Rhesus Desmarest. 

Biber, Castorida, Familie der Nager. Grosse plumpe Nager mit kurzen 
Obmi, ctidcen Beinen, plattem beschupptem Budei^chwanz, sehr starken Torragenden 
Schneideslbnen, in jedem Kiefer 4 wurzellosen Backenzähnen mit queren f^ohraolz- 
ia.hm. 2 eigenthümlichen in die Vorhaut ririmündpndpn Drüsensäcken , die das 
Bibergeil absondern. Die Füsse sind özehig, mit .starken Krallen bewaflfoet; die 
Hinterf&sse haben Schwimmhftute. Sebltksselbein Torhanden. Gattung: Castor 
mit der Art gemeiner Biber (C. fiber L., s. d.). 

Biber, gemeiner, Castor fil r/.., einzige Art der Biber (Gas torin a) s.d. 
Ed plumper starker Nagrr von fast 1 ni Liinc^o. mit nbfrprnndetem stumpf- 
schnaozipeii Kopf, pl:ittgrdrü.ckteni, 20 cm breiten, 30 ('lu langen Schwan /.r, kleinen 
Versteckten Ohren, kurzen kräftigen Gliedmassen, die längeren Hiuterfu^se mit 
Sdiwimmb&uten' bis zur Nagel wurzel. Die derben langen Ghrannen sind an der 
flpitae weebselnd braun, gelb, grau, schwarz oder weiss, die seidenartigen Woll* 
haare grau oder rrr«ww*^i<< Hat 20 Zähne, die Schneidezähne mit bn-it* r Si bncidc. 
die 4 oberen und 4 unleren Backeiiiiähue mit queren Schmelzfalteu. Die Biber- 
geilsäcke liegen seitlich vom Präputium; seitlich vom Mastdarme die Oelsäcke. 
Wo der Biber Yor Verfolgung sicherer ist, lebt er mit Hunderten zusammen in den 
mg. Biberburgen, welche aus Wohnräumen , Vorrathskammem und Dftmmen 
zur Abwehr des "Wassers lu stehen, au.s mächtigen selbstgefällten Baumstämmen, 
Keisig nnd Lehm quer über den Fluss erbaut sind und bisweilen über ra lang, 
ftber 30 m hoch werden. Die Wohnräume sind backofenartig, besitzen nur eine 
nntor dem Wasser mfindende Eingangsröhre und nehmen g^pen 8 alte und etwa 
die doppelte Zahl von jungen Thieren auf. Ausser dieser Kammer bieten geräumige 
Höhlrn Resr-rrewohmingen für den Moment der Gefahr. Wo der Biber nicht so 
häatig und weniger sicher, begnügt er sich mit, dem Baue der Fischotter ülm- 
Udien Ufer-GesduMifen. Beim Schwimmen hSlt er die Nase über Wasser, drückt 
<iie Vorderfösse ans Kinn und rudert mit den TTinterf&ssen. Das Weibchen wirft 
nach etwa zweimonatlicher Tragzeit gegen 5 blinde Junge. Der Biber nährt sich von 
Wpiden-. Birken-, Pappelrinde, Schachtelhalmen, Wurzeln. Er ist in TJu'^sland. Sibirien 
noch ziemlich häufig, an der Elbe und Rhone schon selten. In Böhmen wird er 
snf den Besitzungen des Fürsten Sehwarzenberg gt^hegt. Der amerikanische 
Biber, eine constante Spielart, dessen Fell nicht so geschätzt ist, ist heute nur 
mehr auf das Gebiet östlich vom Missouri bescliränkt. 18(54 karnon noch 130 000 
Feile in den Handel; heute wini die jilhrlielie Ausbeute schon viel gerinfrer sein. 

Bibergeil, Castoreum, heisst die Absonderung zweier in den Präputial- 
raum mündender Drüsensäcke des Bibers; findet sich beim Männchen und Weibchen. 
Wird als wirksames antihysterisches, krampfmilderndes Mittel angewendet. 

IWberon heisst auf den Märkten von Triest und Venedig die gemeine 
Trogmuschel fMactra stultorum L.), s. Trogmusohelll« 

BiberspiiJEinäuso, Bisa mrüssler, s. Mjrogale. 

Biblonidae, s. Uaarmttcken. 

Bfbos, Biborina, s. Bos. 
. Blbovlna — Bos (s. d.). 

Bicellariidae, Familie der Ch e i 1 ostom ata. Becher kegelffirraiir oder vierseitig 
mit schräg gestellter Mündung-. Gaitunf,'en: Bicellaria ß/t?. ; Bui=rula Ok. u.s.w.* 

BioepSy musculus, an der Vorderseite des Oberarms gelegener Beuger des 
Torderams. 

BieoTBM QutnMt (Hypothyridae Qumtst., BhyooKonellidae Ohms)» 
X»av«r, BMdwBrtertHuli der Zoologie. 7 



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98 



Bienm^ffilfttAMJ-fljiiiiDetriMdL. 



Familie der angelschuligeu Brachiopoden. Das innere Balkgerfist besteht bloss 
ans zwei hornartig gebogenen Stücken. 

Bienen^ s. Blomenwespen. * 

BIttittumelBe, HutilU LtOr,, s. Heterogjm. 

Bienenboekelfllegren, s. Bockelflleiren. 
BieneiifHtie:pr — Bienenfresser. 
Bienentulk — Wespenbussard. 
Bieueufliege — Buckelfliege. 
BleB«iifrtt8s = BieBCinfMser» 
Bienenfresser, Merops L., z. IraMOiTÜg'd. 
Bienengeier = Wespenbvflsard» 
Blenenkttfer, %. Satjris. 

Bfenenk^nig, Edolins paradisens BUjih. Indischer Wfirgerscbnäpp er, 
der besonders den Bienen nachstellt. 

BieBABläuse, Braulidae, Familie der Zweiflügler. Gr(^- and paarkCpfige 

LatisfU<\£»en mit kurzen 3gli(;drigpn, in tiefen Gruben eingesenkten Fühlern, ohne 
Facetten- und Punktaugen; der quere Mittelleib ist kurier als der Kopl; ohue 
Fühler und Schwingkölbchen ; die Fussklanen erscheinen als zwei dichtgezähnte 
KSmme. Einzige Gattung: Braula NUzach, Kammfüsse. Hierher: Br. coeca 
S'üzHch. Lebt schmarotzend auf dem MitteUeib der Honigbiene, besonders der 
Drohnen 1111(1 der Königin. 

Bieneumeise= Blttumeise. 

Bienenmott«, Galleria melonella s. ZMwlfir, 
BienenTerrltherkakiike = Honigkuknke, Indicator VieUlU, s.Kakuke. 
BienenYogel = Bienenfresser« 
Bienenwolf Rienenfresser« 

Bieresel — Pirol. 

Biesfliegen, Dasselfliegen. Ocstridae, Familie der Zweiflügler. Mit 
grossem Kopf, sehr tiefer Fühlergrabe, verkümmertem Rüssel und Taster, kurzen 
Fühlern. Die Larven (Bieswürmer, Dass ein) schmarotzen im Magen, im Rachen, 

in der Nase oder unttr d« r Haut gewisser Säugethinro. Gattungen: Hypoderma 
Luti., Hautdasselfliegen, Hautbremsen. Die Larven schmarotzen unter der 
Haut, verursachen die sog. Dasselbeulen. Hierher; H. bovis D§ Geer, Binder- 
biesfliege, Rinderbremse. Die Binder suchen ihr, wie toll umherrennend, zu 
entkommen. H. Actaeon hrauer. Die Larve schmarotzt an Hirschen. H. Diana 
Brauer, an Hirschen und Rehen. Oestrus L., Nasenbremsen, mit 0. ovis /... 
Schafbi esfliege. Die Larve schmarotzt in der Stirnhöhle des Schafes. Gastro* 
philns L.f mit 6. pecorum A'o/ir., Viehbremse. Larve im Pferdemagen, vor 
dem Abgehen im Mastdarm sich festsetzend. G. nasalis/r., Dünndarmbremse, 
Nasenbre msl'liege. Larven besonders im Zwölffingerdarm des Pferdes. G. 
h a eni orrhoidalis L., Mastdarmbremse. Larven im Mugen und Zwölffinger- 
darm des Pferdes, vor dem Abgehen noch im Mastdarm sich festsetzend. G. equi 
Fahr., grosse Magenbremse, Pferdemagen^Bremsfliege. Larven im Pferde- 
magen. Cephenomyia Lntr., Rachenbremsen, Hummelfliegen, mit C. rufi- 
bar bis Mfo^. Larven in der Rucbenhöhle des Ilir-sclus; C. stimulutor Clark, in 
der Rachenhöhle des Rehes. Phury ngomyi a mit l*h. picta Meig., Larve in der 
Bachenhöhle der Hirsche, hmutr. Monographie 1803. 

Bieswürner, s. Blesflfegei» 

Biirhorn, ^<.hn^'art, h. Ovis» 

Biirordaise-Ujisse. LrrlUliches. einfarbiges Znprrindvieh in den OberpyrenJlon. 

Bilaterail-symmetrisch. Die Haugethiere, Oliedcrfüsser, Mollusken, Tuni- 
caten, Moliuscoidten , Würmer lassen sich durch die sog. Symmetrieebene oder 
Median ebene in 2 syi^metrische Hälften zerlegen, welche gleiche Anordnung der 
einseinen Organe zeigen. Diese Thiere nennt man deshalb Bilateralia, bilaterale 
oder zwciseitig-sy mmetrischc Thierp, die luidt ji Iläirien Antimercn, Opi^p,,- 
stiu-ke. Man unterscheidet: Ba uchscite (Unteis>eitt'), Kückenseitt^ (Uber}>eitej, 
eine vordere, hintere, linke und reclite Hauptgegend (liegion). Viele Bilateralia, 
z. B. die Oüederf&sscr, zeigen ihren Leib in einzelne, hintereinander gel^(ene Glieder 
(Segmente) zerfallend; sie heissen daher gegliederte, segmentirte Thiere. 



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Bilche — liiüdeisubHtaiizgewtibe. 



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IKbw Segmente nennt man, mm üntenehiede Ton den Antimeren, Metameren; 
je nMkdem sie gleidiartig gebaut oder abtt* grüssoro oder geringere Untemhiede 
zeigen, spricht man von homonomen oder heteronomen S^yfmenten. (Siehe 
Güiaaeres bei den eiuzelaen (irnppen.) 

BUclie, s. Myoxns. 

BUebnukl, a. Mlcroeetas. 

Büdnerinnen, Piastiden, nennt Haiekd noch nicht zor Zelle differenzirte 

PiotoplasfTiüVlämpchen. 

iUldimgsdotter, heiast der unmittelbar zum Aufbau des Embryonalkörpers in 
Verwendung kommende Eünhalt. 

BildmBg»h<>niinun;, 8. HemmungablldnBgen. 

BiUe = Bitterling:. 

Bimana =^ Zweihänder, Menschon, t-rstc OnlnunLT <1'T Silugethiere. 
Mit aufrechtem üaug; vorne Hände, lüuteu Fiisse mit breiter, glatter Sohle und 
knnen Zehen, deren ente nicht gegenftherstollbar ist; 32 in geechlossener Beihe 
stehende Zfthne ohne Lücke (Diastema) zwischen dem oberen Eckzahn und dem 
«bcrvii !iussoren Schneidezahn; an Fingern und Zehen glatte Nttgel, 2 Zitzen, mit 
V'emimtt und Sprache. S. Mensch. 

Bimeria, Gattung der Hydromedusen. 

mmwtj = BieBenkVnig. 

Binire Namengebon?, s. Nonienclatnr. 
Binehe, Pinche, s. KrallenafTeii. 
Bindegewebsknorpely a. BindettubKtanzgewebe. 
Bindehaut, conjunctiva, «. WIrbeltblere (Auge). 

BiBdenbeateldikelis, Perameles faciata. In den ktthleren Gebirgsgegenden 
Aflitraliens. 

BlndeohreD, Plrcotus. 

Bindenwarau, JÜydr üaaurus salvator WagL, aus der Gattung derWasser- 
varane. In der NShe des Wassers lebend. Halajische Inseln und SAdostasien. 
IKsdesnllStaugewebe. In ihnen iiberwiegt die Intercellularsnbstanz 

in Masse die Zellen. Die Bezeichnung „Bindesubst an// rührt davon her, daas 
die InleroelliilarsTibsrtanz mehr weniger fest ist, daher die Bindesubstanzen zur festen 
Verbindung und Stütze der anderen Körpergewebe sich eignen. Als Hauptformen 
der Bindesubstauzen lassen sieh unterscheiden: 1) Bas Knochengewebe, welches 
danh Aufiiahme von E alksalzen und dadurch erfolgende Verkalk ung der Inter- 
cellnlarsubstanz von allen Geweben als das starrste erscheint. Die Zellen des 
Knochpiigewpbp« . Knochenkörperch en , zeigen zahlreiche feine, die erstarrt*? 
lot^rceilular^ubätanz durchziehende Ausläufer. Die Knochenzellen werden ent- 
weder, wie dies bei der Mehrzahl der Wirbelthiere der Fall, ringsum von der 
^oehenmasse eingeschlossen (echte Knochen) oder es dringen, wie bei den 
Z^nen der Wirbelthiere und in den Harttheilen mancher Fische, nur die oben 
erwihnten Ausläufer der Knochen:iellen in die verkalkende Substanz ein (Zahn- 
bein oder Dentin). 0 dontob lasten heissen die Bildungszellen des Dentins, 
Osteoblasten die Zellen des echten Knochens, so lange sie noch nicht von 
der Kalkmasse umschlossen sind. Ausser den verzweigten Ausläufern sieht man 
in einf-m QuerschliöV eines ecliten Knochens noch die zur Aufnahme der Nah- 
ruiii,' zutulirenden Blutgefässe bestimmten Ha versehen Canäle, um welche die 
Knochenmasse im Kreise abgelagert ist. 2) Das Knorpel ge webe, dessen glas- 
utiger QiTaliner) Knorpel beim Kochen einen Leim, Ohondrin, liefert. Ausser 
•k& hyalinen Knorpd treten in gewissen FSUen fa^eri^a* und elastische Knorpel- 
faüem auf. die man B i n d eg e w eh sk n orp e l (Faserknorpel) und elastischen 
Knorpel (wegen der n«'t/.artigen Verfii/nng der Fasern auch Netzktiorpel ge- 
üannt) nennt. 3) Das fibrilläre oder la^erige Bindegewebe mit faserigem 
fi«a der InterceUularsubstanz. Die einzelnen Fasern (Fibrillen) stehen dicht 
beisammen und bilden die BindegewehsbÜndel; sie verlaufen parallel oder 
legen sich kreuzweise übereinundnr , wodurch eine Art Xet/. entsteht. Mit Essig- 
iiare bf-han<1elt quillt dieses Gewebe auf, beim Kochen gibt es Glutin, einen von 
dem Choudnu verschiedeueu Leim. Während die Zellen des Kuorpelgewebes rund 
oder ISoglidh sind, sind die Zellen des faserigen Bindegewebes (Bindegewebs- 



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100 



Biimentlaae— Burkenateoher. 



körperchen) spindelförmig oder stf'rnf< iinig. In diesem im Thierkörper sehr ver- 
breiteten Gewebe traten oft sehr elastische , Säuren und Alkalien widorstohonde 
Fasern auf; in diesem Falle heisst das Gewebe elastisches Bindegewebe. 
4) Das durch den Besitz zahlreicher Fettzellen ausgezeichnete Fettgewebe, be- 
sonders bei den GliederfÜssern entwickelt. 5) Das Schleim- oder Crsllertgewebe 
mit meist glasartig durchscheinender, sulziger Tntercellularsubstanz. G) bas 
zellige oder grossblasige Bindegewebe mit grossen rundlichen Zellen, die 
von der luterceliularsubstauz noch nicht so sehr verdrängt werden. Die letztem 
Gewebe finden sieb besonders bei wirbellosen Tfaierm. Des Gewebe der Chorda 
dorsal is ist /.elliges Gewebe. 

HinnenblaKe i Ulii^r !i< iii, - Radiolaria Müll * 

Binnen- (Interradiai-) Fiatteu, b. Seesterne.* 

BlaneiiwVraier» Helmintha Burm., s. Plattwitrmer und Rindwflrner.* 
Binsenblattfloh, Livia junoorum Latr., s. Blattflöhe (Psyllidae). 
Binsenköni^, Thryothorns VieüL, Gattnng der Singvögel. Unserem 

Zaunkönig iihnlicli. Amerika. 

BiiLsenrolirsünger — Uiuseii.sänger. 

Mnsensftnp^er, Aerocephalns aquatioa Lair., 8. SSn^per. 

Itinturong, s. Arctitls. 

Biüdynainik nennt Ilaeckel die Physiologie im weiteren Sinne, insoferne sie 
auch die chemischen Vorgänge der organischen Processe in ihr Gebiet einbezieht. 

Biogenia nennt Haeckel die Entwicklungsgesdiiohtei in der jetzigen weiteren 
Bedeutung die Keimesgeschicbte (Ontogenesis) und Stammesgeschichte (Phjlo- 

genesis) umfassend. 

Biolog^ie, [.» benskunde. Im weitesten Sinne die Kunde von dem Verhält- 
nivs des thierischeu Orgauismu:> zu der Aussenumgebung, die Lehi'e von den inneren 
Functionen des Thierleibes und die Lehre von den ftosseren und inneren Form▼e^ 
hftltnissen der Thiere und deren Gesetzmässigkeit (Morphologie); im minder 
umgreifend» n i-^inne nur beide ersteren allein; im engsten Sinne bloss die Lehre 
von den Beziehungen des Tliieres zur umgebenden Natur, von seinen Lebensge- 
wohnheiUm und Kuusttrieben. 

BiOBi) Bionten nennt Haeekd in seiner generellen Morphologie das physio* 
logische Individuum als selbstständiges Lebewesen. 

Biontische Entwicklung, Ontogenesis, umgreift die ganze Serie von Ent- 
wicklungsphasen . welcite ein selbständiges Lebewesen während der Gesammtdauer 
.seines Lebens durchmacht. 

Biorhica WeHw., Gattung der Gallwespen (s. d.). 

Biostatik neimt ffatekd die Morphologie im weiteren, auch die organische 
Chemie umfassenden Sinne. 

Bipedie, Zweitlissigkeit im Gegensatze zur Vierfüssigkeit (Quadrupediej. 

BIpeltata Latr,^ s. Henschreckenkrebse.* 

Bipes Cuo. = Pypopus Fitz. 

Bipes 0/j/W — P.scudopns Merr, 

Bipinnaria» s. Stachelhäuter.* 

Bipolare Ganglienzellen. 8. Gangrilensellen. 

Biradiolites, s. Ulppurites. 

BIrcrns, I?. iif («Ikrebs»'. s. Einsiedlerkrebse. 

Birkenblatiroller, Rhynchites betulae L., s. Rüsselkäfer. 
Blrkeoblattwespe, grosse, a. Blattwespea. 

Birkenbnschspauier, Spiessband, Larentia hastata. Spanner aus der 
Unterfamilie der Phytometridae (s. d.). Nur in Wäldern mit vorherrschendmn 

Birkengebüsch. 

Birkenfreund, stahlblauer Kebenstecher, Bhynchites betuleti i ahr., 
BlisselkSfl»« 

Birkenknopflioniwespe, Cimbex betulae Zaddach, eine Blattwespe. 
Itirkenspanner, Amphidasys betularia L,, s. Spanner. 
Birkenspinner, s. Bombycina. 
BirkenspUntkifer» s. Borkenkäfer (Scolytus). 

Birkensteeher = Birkenblattroller, Bhynchites betulae, siehe 
Bfisselkftfiir. 



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Birkenseing:— Bithynia. 



101 



Birkenzeisig, FringilU linariu L., Leintiuk, s. Fiukeii. 
Birkenzobel, /fiTMo^A», die helle rOthliclie Spielart des sibir. Zobels. 
Birkhrlior, Volksname für die lllaurake (Ooraeias) und den Tannenheber. 
BirkbQhuer, Telrao, s. Uahnervogel* 
Birkmans, s. Smiaihns. 

MmblAttwespe = Bim-Gespinnstblattwespe, Lyda piri Sekr^ 
i. Blattwespen. 

Bimblflthenstecher, s. Anthonomns. 

Birngespinnstwespe = Birubiattwespe. 

BinuuMMpeiistecher, Anthonomns piri Sek, &. Rltsselkftfer* 

Bimmottey Apfelwickler, Garpocapsa pomonella L,, s. Wieklw» 

Birnsanger, Psylla piri L., <. VAaMöht, 

Birnspanner = BirkcnspaTiiior. 

Bimspiimer = grosses Nachtplauenauge. 

Binitoaaerrafteke, Sciara piri Sekmidtb.t s. Püinftcken. 

Bimwiekler» Tortrix holmiana L., s. Wiekler. 

Birsing = Flussbarsch* 

Bisam = Moschus. 

Bisambock, Moschuübo ek, s. Aromia und Bockkäfer. 

Mssmente, Mschlieh türkische £nte, Cairina moscbata Mem. Das 
T-.ichf' r;» sieht mit schwarzen und rothen Warzen, das MSnnchen mit einem nackten 
Fleischhöcker auf <Ier Stirn« . Schwarzbraun, Deckfedern weiss, Schnabel schwärzlich, 
«t3mmt aus Südamerika. Das Sehwanzdrüsensecret des Männchens entwickelt im 
Früiijahre einen moschusartigen Geruch, 

Bisamente, Kolbenente, Fuligula ruf Ina PaU,^ s. Taitehentem 

Bisam feile heisscn die Felle der Bisamratte. 

Bisamhirsch = Hoschusthier* 

Bisamkatze — Zibethkatze. 

Bisamnagel) Onyx moschata, der längliche, klaueuähnliche Deckel von 
Fssciolaria trapezium Lam., einer Teppichsehneoke; es wurde früher als 
Blucherwerk benutzt, s. Bäucherklave* 

BisiiiTinchs = MosckuBoelis« 

Bisamratte, h. Fiber. 

BlsamrUssIer, s. Myogale. 

Bisamschwein, s. Dicotyles nnd Bortteutklore« 

Bisam spitzmAnse, 8. Myogale. 

BisHTiithier - Moschusthier. 

Bisamziege = Muschusthier. 

Biscbarin = Dromedar. 

Bfschir, Bichir, Polyp te ms bichir Geoffr.^ ein Schmelzschu pper. 
%, Polypteridae. 

Bisf>hf»rsiniifz(% ^firr > • piscopalis Lam.f s. JUtraschnecken. 

Bis^j:;iirr(' — Sehlaiiimpeil/gcr« 
Bisguru ~ Schlammpeitzgcr. 

Bison, Untergattung von Bos (s.d.).. Sehr breite Stirn. Die kleinen Hörner 
sind nach vorne gerückt. Arten: B. europaeus Owen (Bos nrus L.) Wisent, 
fälselilirlj All« roch s. Hrirnrr rnnd, das grösst^ Laiulthier Europas. Sehr wild. Wird 
noch im Bi;il<»\vic/.<-r Walde (Litthauen) und im Kaukasus gehegt. B. nmcricanns 
^«1. Bison, amerikanischer Büffel, jetzt nur mehr am oberen Missuuri und vom 
groMen SklaTensee bis zum Bio grande, westlich vom Mississippi ; geht dem Aus- 
ttcrben « ntLffgen. 

Bisontina Itiscn, y^. Bos. 

Bissen, mursuh, der ima Hinabwürgen /.ureclitgericbtete Nahruugsballen. 
Biston Ijeach., Schmetterlingsgattung der Spanner (s, d.). 
Bistrata, zweischichtige, heissen nach Jägtr nur aus zwei Schichten 
TOD Piastiden (s. Bitdneriniteit) bestehende Thiers und Entwicklungsphasen. 
BUnlca, s. WiederkSner. 

Bithynia Prideaux, Gattung der Sunipfsch n «^ckon. Ifilnfip^o kleine Sü««- 
wa^rscbnecken mit oben spitzer, einfarbig branner Schale, eiförmiger Mündung, 



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102 



Jiiy ugpf erde — Bläulinge. 



langen, dttnnen Ffthiwn. Arten: B. tentaculata L. = Paludina impur« 
Lam. In stflionden QewMasern häufig. 

liiljngpferde, ^rossn und raittelgrosse rossiscbe Pferde ; die besten Zagpferde 
Kusslands; der raittelgrosse Schlag stellt ausdauernde Traber. 

BittacuH Latr., Gattung der Netzflügler (s. d.). 

Bitter = Roth^rmsäT 

Hitterflsch heinen der Bitterling und die Bllritze. 

Bitterlincfo. "Rhüdpu?; Anas., s. Weissflsche. 

Bitterrümpchen, Volksname für die junge Ellritze. 

Bittium Leach,^ Untergattung der Hörnchensohnecken, s. Cerithium« 

Bitcbavt, Yolksname der Ellritze. 

Biyalyae auf. (Iiis zwei, ralva Klappe), 8. MvaeMthimw 

BiiralTia - KivalTae. 

BlTinni^ & Seewalzen.* 

Bliiva = firismatura. 

Bijüs = Hoselmstliier. 

Blabcra p^^Antea, Riesenschabe, Trommler, aus der Familie der 
Schaben (Blattidae). In Westindien; soll bei ihrem nächtlichen Umherstreifira 
ein dem Fingerknackea ähnliches Geräusch hervorbringen. 

Blleelien, Tesicnlae. 8. Hjdrolden«* 

Binssbock. Bnballs. 

Blä8sehontaubp, schwarze, rothe, blaue oder gelbe Taube mit weissem Schwani 
und weisser Schnippe. 

Bllssente = PfetfiBiit«. 

BUteseans, Anser ülbifrons Bß^gl., s. GInBe» 
Blnsshtihn = Wasserhuhn. 

Blässitioll, kapischer Erdgräber, Georh ychus capensis Wiegmann, 
nun der Familie der Wurfmäuse (Georhjchidae, Spalacoideae). S&da&ika. 
S. Qettliyehvs. 

Bläss^M'ilip zzr Rohrweihe. 

BlätlPfflsche, Ophiocephalid ae, Familie der S t a c h el flosser und zwar 
der Gruppe C h a n n itO rm e s. Gestrockte Fische mit mässig gi'ossen Schuppen, 
stachelloseu Flossen, langer Rücken- und Afterflosse, brustständiger oder fehlender 
Bauohflosse. Erwtimt sei die Gattung Ophiocephalus mit strahliger Bauchr 
flösse; 0. punctatus Bl. Diese indischen und afrikanischen Fische yermOgen 
kurze Zeit ausserhalb des Wassers rn leben. 

Blätterhörner, L a m e 11 i c o r n i a , 8. Blutthornkäfor. 

Blätterhühnchen, Parridue, Familie der Sumpfvögel. Charakter istisch 
ist ein scharfer Dom am Handgelenke. Die Zehen und Nigel (besonders die der 
Hinterzehen) sehr lang und dünn. Die Vorderstirne naekt. Ungesellige, zank* 
lustige, !il)erlaute Bewohner d«'r t roiiiseheii stehenden Gewässer, über deren 
Schwimm iilätter sie flink hinwegschreiten. Gattung: V ar ra. Latr., Spnrnf lügler, 
mit F. jacana />., Jassana, Wassertreter. Schöner Vogel Brasiliens und 
Ouianas. Lebt tou Waaserinsekten und Simereien. 

Binftertracheen» s. Spinnen. 

Blittrigro /Shnc, denies laniellosi, s. Säagethfere ' V,-rdauiuigsorgsne). 
Blaucl, G abelmakrnlr', Lichia glauca L., s. Llchia* 
iiiüuer, Volksnanie lür den gemeinen Brachsen. 

Bläulinge, Lycaenidae, Polyommatidae, Röthlinge, Familie der Tag- 
falter. KOrper klein, blau, roth oder braun, oft metalliseh glänzend, Augen gross, 
Beine deutlich; Baupen asseiförmig (Sciüldraupen); Puppe plump. Gattungen: 
Lycaena Fahr., BliluHnge. Flügel oben blnn oder braun, unten in der Regel 
grau oder bräunlich mit schwar^^eii, hellumrandeten Augen. Die Kaupen besonders 
auf SchmetterlingsblÜthlern. Hierher u. a.: L. Icarus J?oM = Alexis Hfihn^t 
gemeiner Blftuling. Raupe hellgrün mit dunkler BAckenlinie und gelblichen 
Seitenflecken. Thecla Fabr., KleinschwSnze, Buntlinge. Flügel oben braun, 
meist mit rothen Flecken, unten in der Regel mit weissen Quorstreifen. Hier- 
her u. a.: Th. rubi L., Brombeerfalter. Oben schwarzbraun, unten grün mit 
weissen Punkten auf der Unterseite der Hinterflflgel. Foljommatus Xiotr. =s 



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BlaakesieeiL— Blattfiöhe. 



103 



€]irjsopteru8 H0m,, Fenorfalter, Goldlinge. Flügel oben rothgoldig, braim, 
«Ibflecldg, xaxion schwarz geäugt. Hierher u. a.: P. Phlaeaa X>., gemeiner 

Feuerfalter: P. virgaureae //., Dukat r n vogel. 
BIftnkestPPn, ein Lachs, s. Argenliiia. 

BIaous WayUrf Gattung der Kingelechsen (Amphisbaenidae, s. d.). 
Blafs Foftr., Todtenk&fer, Gattung der Sebwarikftfer (Melano- 
somata, s. d.). 

Blarnia Gr<iy, Gattung der Spitzmäuse. In Nordamerika zu Hause. 
Blasenunali, Dactyloa Wagl., Untergattung der Gattung Anolius Cm, 
Blasenantilopen, s. Pautfaolops. 

BhMeBlQsse, Phyeopoda Burm., Thysanoptera Hai., Gruppe der netz- 
Hügeligen Geradflüglor. Körper schmal und flach, Flügel bewimpert, Ober- 
kif^fer borst lieh , Mundtheile saugend, Ejrallen mit blasigen Endlappen. Einzige 
famiJie Thripsidae.* 

BlftsCBkäfer, Lytta Fahr., s. Pflasterkifer (Vesicantia). 

BiMenköpfe, Myopa Fabr., s. DickkopffliegWB« 

Blasen-Pollsche, s. StachelhSnter. * 

Blasenquallen , Physophoridac Eschsrh. Unterordnung der Röhren- 
quallen. Stumm sackfiirmig oder spiralig, Luftsack üaschenfÖrmig; Schwimm* 
gloeken meist in iwei- oder mehrzelliger Sftnle; Deet und Tastersttteke mit Polypen 
nnd Gesehlechtagemmen weehselnd; weibliehe Oeseblechtsgemmen mit je einem Ei; 
Larvenlc?irper zuerst Polyp und Luftkammern bildend. Familien: Athorybüdae, 
Phj8ophoridae, Agaimidae, Apolemidae, Bhyzophysidae.* 

Blateiirebben, s. Cj-stophora. 

Blasenschneeken, s. Bnllldae. 

Blasen<<tf»rne, s. Ben tel strahl er. * 

Blasen wanzen, Tingis Fabr., s. Hautwaiuen. 

Blasenwiirmer, Cystica, heissen die Larven gewisser Bandwftrmer (Familie 

T&nioiden), weldie als Zwischenträger in den Muskeln, Drüsen, im Gehirn 
Terschiedener Thiere encystirt zubringen , bis sie in den eigentlichen Wirth über- 
fuhrt werden. Man unterscheidet 3 Hauptformen von Blasenwürmern: 1) die 
Finne, Cysticercus; 2) den Hülsenwurm, Echinococcus; 3) den Drehwurm, 
Ceenurns. Siehe Ausf&hrlieheres unter Bandwürmer* 

BlMsdrossel) Turdus pallens, eine sibirische Drossel- 
BlassspÖtler» Hypolais pallida, Vertreter unseres Gartensängers in 
(iriechenland. 

Blastema heisst der zum Wachsthum in Gebrauch kommende Theil der. 
NahnmgBsifte. 

Blastocerns, Untergattung von OerTiis (s. d.). 
Blastocheme (blaste Knospe. o<''henia Fuhrwerk), s. Hydroidea.* 
Blastoderm (blastano keime, derma Haut), Keimhaut, 8. EL 
Blasiodiscns, Keiiuscheibe. 
Blastogenese, der Knospungsvorgang. 

Blastog^enic Haeckel, Entwicklungsgeschichte der ganzen Lriln sfr»rra. 
Blastoidoft Ffpmm. 0)laste Knospe, eidos abnlich), s. Knospeiistraliler. * 
Blastophaga Grav, Gattung der Zehrwespen (s. d.). 
Blastophylae Haeckel, Zweig der Phylogenie, Stammesgefdiidite der 
Penonen. 

Blastophylla Haeckel, Keimblftttcr. 

Blastostyle (blaste Knospe, stylos Säule) = Gonoblastidien Huxl., siehe 
Hydroidea.'*' 

BiMtostyliu nennt JUman Geaehleohtsknoepen tragende, zn diesem Ziraoke 

entsprechend anders gebaute Personen an den Stocken der Hydroidmedusen (s. d.). 

Blastotrochus Ed. //., Gattung der Mtttzenkorallen (Turbinolidae). 
Charakterisirt durch abllillige seitliche Kno^spen. Von den Philippinen. 

Blastozoit nennt Lacaze-Duthiers das durch Knospung entstandene Individuum. 

Btestoflooiton, n. Sjaaseldlae.* 

Blatta L., Gattung der Schaben (s. d.). 

Blattflnger, s. PhjtlodaetylQS. 

Blattflöhe, P s y 1 1 i d a e, Familie der P f 1 a n z e n U u's e. Mannchen und Weibchen 



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104 



Blattfrösche — Blatthornkäfer. 



geflügelt; Fühler S^lOgliedrig mit 2 fernen Endbonten; knne Spriugbeme. 
Saugen an jungen Pflanzentrieben; springen nach Art der Flöhe. Gattungen: 
Psylla C't'offr., Blattflölio. ? p r i n f,' 1 Un s o. Rüssol l)oi beiden Geschlechtern 
gut entwickelt. Mit l* s. jiiri /.., Birnsauger. im ÖpMherbst häufig ani Birn- 
bäumen. Ps. ulni Jj., Krlensauger. Die meist gruppenweise vorkommenden 
Larven weiss beflockt. Ps. urticae L. = Triosa Pärtt., Kesselsauger. Auf 
Nesseln. Livia Latr., Weibehen gewöhnlich ohne Flügel, Rüssel des MSnnohens 
verkümmert. Mit L. juncornm Latr.. Blnsfnfloh, die fleischfarbigen, welfls 
bepudertt'ii liurven truppweise aul' den Binseatrieben. 
BiutifrüHche, a. Hylodes* 

BlattfSsser, Phyllopoda Latr,, Ordnung der Entomostraka, mit ge- 
strecktem oft gegliedertem Körper, schild- oder 8chalenfi}nniger Hantifalte und 

wenigstens 4 blattförmig« !) Srhwinimfusspaaren, im Üebrigen ganz auFsrrordontli! h 
verschieden entwickelt und «jfefonnt. Der Kopf trägt meist 2 Fühlerpaare (J^in;?- 
fiihler und Schwimmfühier); da« erste zeigt Geruchsuerven , das letzte verkümmert 
manchmal. Die Mnndwerkzeuge bestehen in einer grossen Oberlippe, tasterlosen 
Oberkiefern mit Kaufläche ujul 1—2 Unterkieferpaaren und rudimentärer Unteiv 
lippn. Die Beine besitzen meist laiti»t'iiR'»nnifTe AnhSnpfe, dienen zum Schwimmen. 
Greifen, Athmen und zur Brutpilei/e; sie werdm nai li luiit» ii /.n immer kleiner. 
Die Augen sind einlach oder paarig, oll mit Nebenaugen; dur Kreislauf wird durch 
dn sackförmiges oder gehämmertes Hera yermittelt. Als Excretionsorgan tritt die 
Schalendrüse auf, die am hinteren Unterkiefer ausmündet. Die Geschlechter sind 
getrennt: die Milnnelien meist kleiner und seltener. Die Fntwickluni:: erfolt^t ott 
partheiiöLf« iietiscli, oft mittels zweierlei Eier wechselnd; die Eit r wi-rdrii v« tni \Vt ibchien 
vieliach umhergetragen. Die Lmwicklung ist direct oder erlolgl durch 2saupliu3- 
larve. Die Blattftisser sind zum grOssten Theile Süsswasserbewohner, einige be> 
wohnen Salzlachen, Brackwa.«iser und das Meer. Fossile sind nicht erhalten. Man 
unterscheidet nach Claus 2 ünterordmin^en t 1) ünterordimni,' K i em e n f üsser, 
Branchiopoda Ur.; 2) Fntf'n»rdniuif.r V\ asserf löhe , Gladocera iMtr, Li- 
teratur: Grube in Archiv für Naturgeschichte 1853 und 1855.* 

Blattheusehreeke, wandelndes Blatt, Phyllum siccifolium X., s. Ge* 
q^eBStheuschrocken. 

Bl»tthörner = Blatthornkafer. 

Blutthornkäfer, Lamellicornia, Scarabaeida, Familie der Peiitamera. 
Mit kurzen, 7— llgliedrigen, geknieten Fühlern, deren erstes Glied gross ist und 
die m eine aus den 3 letzten oder mehr Gliedern gebildete fftcherförmige Blfttter- 

keule enden. Bei vielen Arten sind die Vorderbeine zum Graben eingerichtet. 
Die weichhUutigen Lnrven haben einen hornigen Kopf, rrekriimmten Bauch, weisse 
lange Beine, sackartig aulgetriebenem letzten Hinterleibsring, keine Punktaugeo, 
nShren sich von Blättern oder von Düngerstoffen oder von Aas; bis zu ihrer Ter* 
puppung vergehen oft mehrere Jahre. Von den fiber 800 Gattungen mit mehr 
als 7000 Arten seien erwähnt: I. Kiesen käfer, Dynastidae: 1) Dynastes 
Kirby, Männehen mit Stirnhoru, welclies von einem Vorderrückenhome über- 
ragt wird. D. Herkules L.^ Herkuleskäfer, im heisseu Amerika. 2) Chalco- 
80 ma Hope, Mftnnchen auf dem Kopfe ein langes, rückwärts gewendetes Horn, 
auf dem Halsschilde jederseits ein langes, in der Mitte ein kurzes Horn. Ch. 
Atlas L., Sundainseln und Philippinen. 3) Megasoma A'i>6»/, Männchen auf dem 
Scheitel ein dickes, gegabeltes Horn, Halsschild mit je einem seitlichen und ein» ra 
mittleren ebenfalls gegabelten Horn. 4) Oryctes III., Lohkäfer, mit dem be- 
kannten 0. nasicoruis L.f Nashornkllfer, dessen Larven in Lohe, Garten- 
mist u. s. w. — II. Blumenkäfer, Cetoniidae, Melitophila: 5) Cetoni a /«ftr., 
Metallkäfer, mit C. aurata f., Goldkäfer, gemeiner Rosenkäfer, des'*:en 
Engerling in den Nestern von Formicu v.iI'h vorkommt. ♦>) Goliathus L'-m., 
mit G. giganteus Lam.j in Oberguinea. Aiaiiuchen 10 cm. Kopfschild gehorut. 
7) Gnorimus Lep. und Serp,, mit Gn. nobilis L. 8) Osmoderma Lep. und 
Serv., mit 0. eremita pechschwarz, wie Jucht» ideder riechend. 9) TrichiuS 

Fabr., Pinselkäfer. 10) Valgiis Srri!»». — III. LaubkUlfT, Phyllopha?»: 
11) Anisoplia /ai/>., mit A. affricola /V/Zr., Feldlaubkäfer, bena'^'t die Korn- 
ähren. 12) Anomala Koppe, mit A. horticola L. (Phylloper tha Kirby), 



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Blattkftfer— BlattttiiM. 



105 



Junikäfer, kleiner H "se ri k ii t"e r , Gartenlaubkäfer, Küfer unrl Tiurven durch 
Bciiageu der Blülben und Blatter, resp. der Wurzeln ychädlich; A. Frischii 
Fahret Jnlikftfer. 13) Hoplia IH,, nut H. praticola Hl. 14) Rhixotrogns 
Ltür,f Wnrzelnager mit Rh. solsiitialis LinnS, Brachkftfer, Junikäfer, 
Ponnenwendk'f? fer, der Wintersaat schndlieh; Rh. assimilis Herbst, April- 
küier. 15) Serica M. Lmy. IG) Hoznolopliu Sieph, 17) Polyphylla Harris, 
mit P. fullo L., Walker, Gerber, Müller. Zirpt, indem eine scharfe Kante 
da Torletacten Hinterleibringes gegen «ine Flfig«Udsto reibt. 18) Helolontha 
Foir.^ M. vulgaris Foftr., gemeiner Maikäfer (siehe dort), M. hippocastani 
Fabr., Eosskastanionm aikllfer. — IV. Grabkäfer, Arenicolae: 19) Geo- 
trnpes lAjtr., Mistkäfer, mit G. vernalis Friihlingskäfer, G. ster- 
eorarius L., Hosskäfer. Graben unter dem Dünger senkrechte ErdlOcher znr 
An&ahme je eines Eie^. 20) Letbros Scop., L. cephalotes Fahret Reben* 
Schneider. Schneidet die jungen Triebe der Beben ab. 21) Trox Fahr., Erd- 
käfer. Gibt einen knarrenden Ton durch Reiben der Fingeldecken an Reibleisten 
des Hinterleibes von sich. — V. Mistkäfer, Coprophuga: 22j Ateuchus Weh. 
= Scarabaens L., mit A. sacer X., heiliger Pillendreher. Männchen und 
Weibchen verfertigen gemeinsam aus Mist Kugeln , in die die Eier abgelegt 
werden. 23) Copris Geoffr., Pillenkäfer, mit C. lunaris /.., Muiidhornkäfer. 
24^ Sisyphus Lotr., mit S. Öchaefferi L. , Pillenwfllzer. 2')) Ontophagus 
Lilr. Die W^eibdben kneten aus frischem Dünger einen eicheiförmigen Mistballeu. 
26j Aphodins ItL, Dnngkftfer. 27) Psammodius Oyll., selten. ^ VI. Kamm* 
bornkftfer, Pectinicornia: 28) Lucanus L., Schröter, Forslikäfer, mit dem 
V^'b.iTinten L. cervus />., Hirschkäfer, Feuerschröter. 29) Dörens .Var Lr</if, 
niJt D. pa rall elnpipedüP /...Balkenschröter. 30) Sinodendroii //(//»r.. mit »S. 
ejlindricum.^a6r., Baumkäfer. 31)Platycerus Geoffr., mit Fl. caraboides />. 

BlattkSfer, Ghrysomelidae, Familie der Cryptopentamera. Meist Irorz' 
leibige, gedmngene, gewölbt« K.'lfer mit mehr oder weniger in die Bnut einge- 
senktem Kopf, mittellanpen , llgliederiprcTi . faden- oder seliiiurfÖrmigen Fühlern, 
nuttellangen, ziemlich kräftigen Beinen; Bauch mit 5 frei bewerrlichen Ringen. 
Kleine, höchstens mittelgrosse Käfer. Die kurzen gedrungenen Larven sind meist 
mit Domen oder Warzen besetzt. Man kennt an 10500 Arten. Kftfer und Larren 
Mnb ni> i<t tut Kräutern. Gattungen: Donacia Fabr., Cassida L., Hispa L., 
L^mn Fahr., Adimonia Laich, Gallenica Fabr., Agelastica h'rdt., Lnpcrns 
Otvfjr., Haltica P'^ylliode«' Latr., Dibolin f.nfr., Timarcha Hedt., Crypto- 
eephalus Geojjr., Chry.somela /.., Eumolpus Kugel, Clythra Laich. 

Blattkiemer, ». Ma^chelthiere.* 

Blattkrausler ^ Birkeiisteiher. 

BIat1kreh!%e, s. Heasehreckenkrebse." 

Blattläuse, Aphidae, Familie der Pflanze nläuse. Fühler 3— Tgliedrig, 
oft länger als der Körper; Rüssel 3gliedrig, bei beiden Gesehleditem meist gut 
«ntwiekelt ; M&nndien meist geflügelt, Weibchen oft ungeflügelt. Beine in der R^l 

lang und dünn. Leben von Pflanzensäften, wodurch sie schaden. Fast alle sondern 
an? ihrf^m Hinterleibe eine klebripe. znckerbaltifTO Fln<;f!i^kpit , den sog. .Honig- 
thau' ab, der besonders von Ameisen aufgesucht \vird. Manche haben auf dem 
^bitiletxten Hinterleibsringe 2 yorspringende RGbren (SaftrOhren, Honigröhren, 
Cornicnla). Der erwfthnte Honigaaft klebt die abgestreiften Bälge an den Blättern 
fest, die dann fast ganz davon überzogen erscheinen (Meli 1 tli a ii). Ausser don 
befruchteten, im Herbst eischeiuenden Weibchen gebären andere partlienogenetisch 
durdi 9 Generationen hindurch Junge, die sich in den Keimröhreu aus dem «Pseud- 
OTttm" entwickelt haben, so dass gescUechtlich (Winter*) und nn^scUechtlieli 
(Sommer-) erzeugte Generationen wechseln; dazu kommen noch andere eingeschobeno 
Erschein ungf^ri d» r KtilNsicklung, die sehr verschieden seiti können. Da sie von 
Pflanzensäften leben und sich ausserordentlich rasch vermeinen, werden die Blatt- 
läuse besonders für Obstbäume und verschiedene Krautptian/.en sehr schädlich. 
Gattungen: Aphis L., Scbizonevra Ilfg., Phylloxera Boper de Fomc^ Laehnns 
ii?., Chermes 7... Pemphigus //((y., Tetraneura Hig., Rhizobius //wnw. (s. d.), 
Literatur: KaltetiharJt , Monographie der Pflanzenlftuse. Aachen 1843. Buckton, 
Mouography of the British Aphide I— III. 



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106 



Blattlftuafliegcn— Blatfcwespen. 



BtettlMsflieireny s. Florttefen.* 

BlaUIausklifer, Coccinellidae, s. Harienkäferehen« 

BlattlaoslöiTpn, Hliittlnu^f] i'-f^fn . s. FlorfHeeron. 
Blattlausschlupf >^e»peii, Apbidius 2^tes, 8. Bracouidae. 
Blatt laiiszncker, s. Insekten.* 

Blattminen lieisscn die Frassstellen . wolcho von den Larvon vrrschiedpnor 
Motten, Kleinfliegen, Käfer durch Wegfressen des Blattgrünes auf Pllanaea* 
blättern entstehen. Je nachdem sie nur auf der Oberseite oder Unterseite des 
Blattes erzeugt werden, rundlich oder geschlängelt sind, nnr ein Theil oder das 
ganze Blattgrün aufgezehrt wird, spricht man von ober- und unterstftndigeni 
Platz- oder Gangminen^ darch'jgelienden nnd^nicht durchgehenden Minen, 
Lochminen. 

BUttnase, Icierförmige, s. Megaderma. 

Blattnasen, Phyllorhina, Gruppe der insektenfressenden Fledermäuse. 

Auf und über der Nase sieht man häutige Besätze (hufeisenförmiges Vorderblatt, 
mittlerer Sattel, hinteres Querblatt oder Lanzette). Familien: Bhinolophidae, 
Megadermidae, Phyllost omidae. 
Blattrinber» e. Blbeniia Latr, 

Blftttrollftn, Blattwickel. Von den fertigen Insekten oder erst von deren 
Larven au?? mehreren Blättern, einem Blatte oder aus einem Blattlappen herge- 
stellte Köllen und Wickel, die für die Abgabe der Eier oder nh Wohnung der 
Lsirven dienen. Verschiedene liüsäelküfer, Wickeln und Motten stellen solche her. 

BUttsauj^er, s. Psyllodes. 

Blatt'Ächnber, Rnsselkäfer^attunf]:, h. (Monas Clairv. 

Blattschnccke, gefensterte, Phyiloptera fenestrata, mit Dornknoten 
an den üiuterschienen \ die «n-ünen blattaHigen Flügel mit bunten Augenflecken. Bomeo. 
BUttselwelder» s. Megaeklle Lntr, 

Blattstöre, Löffelstöre, Poliodontidae, Familie derSchmelzschupper. 

Der Leib nackt oder mit ganz kleinen, sternarti^^en V^rknöcheningen ; der Mund 
unterständig, sehr weit; in beiden Kinnladen ganz kleine ZlLhue. Gattungen: Pi»e* 
p hur US Ounth. Mit ausserordentlich langem, löffelartigem Schnauzenfortsatz. Hierher: 
r. folinm Laeip,t amerikanischer LöffelstOr, Smlang, daTon ein Viertel anf 
den Sehn auzenfort^tz. Im Mississippi. Psephurus r7Ä«<Ä, Schnauzenfortsatz nicht 
so glatt, mehr konisch. Mit Ps. gladiu? dCuifh. Im Jantsekiang und Hoangho. 

Blattwespen, Tenthredinidae, Familie der Pflanzen wespen. Flügel 
ungebrochen 80giiedrig, langfädlich, mit Terdickter Spitze oder selbst gekftmmt; 
Laden getrennt; Kopf breit quer; Vorderbmst seitlich bis zur Flügelwurzel ; Flügel 
stark geädert, mit 1 — 2 Radial- und 3—4 Cubitalzellen , Hinterbrust mit Llings- 
rinne; Hinterleib Sgliedrig, Legebohrer bauchständig mit 2 gesägten Beitenplatten, 
meist stumpf. Die Weibchen ritzen die Haut der Blätter nahe an den Kippen, 
legen Eier in die Wunde nnd diese wachsen durch Imbibition. IHe Afterraupen 
rind meist lebhaft gefärbt , rollen sich B-fÖrmig ein , fressen am Blattrand , leben 
auf bestimmten Pflanzen in der Jugend oft gesellig, und schaden durch die Menge 
des Auftretens. Von den Schmetterlingsraupen unterscheidt^n sie sich durch die 

rössere Zahl der Hinterbeine, den Mangel des Borsten kranzes und den Besitz von 
Nebenauge; oft spinnen sie Hüllen mit Excrementen bedeckt oder Terarsachen 
Gallenbildung oder miniren im Puren chyni. Die Verpnnpnng erfolgt in einem 
pergamentartig dichten nd^ r gitterfÖrmigen Cocon, in Blättern oder unter der 
Erde. Sie bewohnen alle Erdtheile. be<?onders Europa, von wo man 12(>0 Arten 
kennt. Gattungen: Tentbredo X., Cimbex 0., Keulenwespeu, ivuopfhorn- 
wespen, mit G. Tariabilis JH., grosse Birkenblattwespe; Hylotoma Fa5r*| 
Bttrsthornwespen, mit H. rosarum Fabr,^ Rosen-Bürstenhornwespe; H. 
berberidis ScAr., Sauerdorn-Bürstenhornwespe; Nematus J«r., N. ventri- 
cosuR KLf gelbe Stachelbeerblattwespe: N. Salicis L., gemeine Weiden- 
blattwespe; Lophyrus Latr., Buschhorn wespen , mit L. pini L., gemeine 
Kiefernblattwespe; Lyda /Vi&r., Qespinnstblattwespen , Athalia Leaek^ 
A, spinarum Faftr., Rttbenblattwespe ; Macrophya AllantusJ/zr.; Se- 

landria Leaeh . Sugewespen (mit den Untergattungen: Hoplocampa Hffj. mit 
H. fulvicornis A/., Pflaumensagewespe: Blennocampa fitff., mit Bl. pusiila, 
kleinste Uosenblattwespe; Eriocampa Htg. mit E. adumbrata, schwarze 



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Bltaitwidcel— Blenheuii'Spaiuel. 



107 



Kirschbiatt wöspr : Monophadnus Htg., Selnndria Htg); Phymatocera 
üeklb., mit Ph. aterrima KL, Maifflöckchenblattwespe; ^mphytus Kb., 
&grossnlariae KL, schwarse StaehelbAerbUttwespe; DolernslT/.; CUdius 
mitCl. difformis JE7., sohwarze Bosenblatt wespe; DineuraDttMA. n.9.w. 
Literatur: An,ir/. E., Species des Hymfooptteee. Beaane 1879. 
Blattwickel, u. Blattrollen. 

BlattiMagler, Fledermausgattung, s. GloMophaga Geoffr. 
Blauamsel = Blaumerle. 

Blaubart, Cbrysotis Swains., s KurzsoliWMupai^ftgeieB* 
Blanbeerschnepfe = RegenbracJiTogel. 
Blavbocky s. Uippotragus« 
Blaudrossel = BUmnerle. 
Blaudruselus = Sftttelialie. 

Blaue Katze, Kasse unserer Hauskatze am Cap der guten Hoffnung. 

Blanelster, s. Plea. 

Blauer Ochse = Nilgauautilope. 

Blaufalk heissen der Kornweib und der Wanderfalk. 

Blnnfelchen s. Fliehen. 

Blauflseli, amerikanischer, Springer, 8. TemilodoiL Cuc, 
ßlanfochs, s. Fuchs. 
Blanfuss = Wftrgfalk. 
Blavhableht, s Klnnfnlk. 

Blauhai, Carchanas glauous Cuv., 8. Caroharildea* 
Blaaheher, a, €yauocitta. 
Blaohohn, s. BrowoptUon. 

Bin if kante, grosse und kleine, Tagfalter = Fuohs, grosser und kleiner. 
Biaukeblchen, s. Cjanecnla. 

Blaukopf, Diloba caeruleocephala L., s. Bombyeoidae. 
BlaukrShe = Blavrake. 

Blankr"»nch«n, s. Corjllls. 
Blauling = Bodenrenke. 
Blaumantel = Silbermöye. 
Blanmelse, s. Parns. 
Binnmiillcr = Blaumeiso» 
Blaunuse — Zärthe. 
BUarabe, s. Cjanocorax. 
Blaurake» i. Goraeiae. 
Blaiispeeht = Kleiber. 
BIan*?tPl7p - woissp Bacliat6la6> 
Blautauhp — llttliitaube. 

Blauvügcl, Caereba, Gattung der iür das beisse Amerika charakterisiischeu 
ZnekerTOgel (Caerebidae). Kleine sierliohe, farbenbnnte Yögel. 

Blamwaiigealori, Triehoglossus haematodes Wagtet s. Lori*s. 

BlanwaogMispiiit, Herops aegjptius, Vertrafeer unssfes Bienenfressen 

im Süden. 

Blauweih = Kornweih« 

Bleek = Laube, s. Asplns. 

Bledlns Leaeh,, Gattung der Kurtflftgler (s. d.). 

Blei, 8. Brasüen, ^^in'Mner. 

Blelehboek, a. Calotragas. 

BlelekaeUaaffoay s. SoTtale. 

Bleier = PlStM. 

Blei kehlchen = BrauneUen. 

Bleiken, Volksname an d. Ostsee für die Jungen d. Aland (Leuciscusidus L.). 

Blender, Blnniilincp. nennt der Thierr.üchter entweder Mischlinge atis ver- 
schiedenen iiasseu oder iiiiere, die durch ihr einnehmendes Aeussere den Beschauer 
RietBbren« 

Bl(Ulk(rfm-Spa]llel9 Blenheimsbündchen, aus dem kleinen Seidenhunde 
hervorgegangenes kleines, rundköpfiges und 'jrn^ijnn'jis^es Schoosshündchen mit 
kurzer Schnauze, weichem, meist weissem, bräunlich gehecktem Haar. 



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108 



Blomüdae— Bliksker. 



Blennlidfte, s. Schleimflgche. 

BlenBiiformes, blenoinsfOrmige Stachelflosser, TTnterordmuig der 

Stachelflosser. Niedrigleibige Fische von beinahe walzenförmiger oder seitlich 

7,usammen^edrückter gestreckter Gestalt T'ie sehr lange Rückenflosse ist liisweil^-n 



Bleimiops Ascaidi Wa!bmtm, ein kleines (10 cm) Fisehchen, mit Nasni' 
und Augententake!, kleinen Schnppen und durchwegs ungegliederten RlickenfloMen« 
strahlen. Nordsijeküste. 

Bleunius, s. Schleimflsche. 

Blennocampa Htg., Untergattung der Blattwespen (s. d.)- 
Bley = Brachsen. 

Blicca — Abramis blicca, s. Abramis. 

Bliceopsis, Weissflschbastarde. 

Blick, Blicke = Abramis blicca, s. Abrumis. 

Bttcke c= Lanbe, s. Aspiiu. 

Blicken = Bitterling. 

Blindunipispn, Dorylidae. Weibchen und Arbeiterinnen angedos. 

Blindasseln, s. Moiiopsidae. 

BIMbremsen, b. Chrjsop» ^feiff. und BraMen* 

Bünddärme» Coeca, siehe Bmlhrnngsorfane» Wlrbelthiere, SivgeUtere, 

Vögel u. a. 0. 

BUnddarmstrndelwflrmer, Aprocta M. SchuUsßf s. Stradelwflnier. * 
Blinde Thiere. Bei vielen Thieren tritt Blindheit als ganz normale Er« 

scheinung auf, indem die Sehorgane entweder ganz fehlen oder sehr verkümmert 
sind, wobei jedoch trotzdem fast immer grosse Empfindlichkeit Vetren Li cht eindrücke 
sich beobachten lässt. Zu diesen Thieren gehören n. a. der Blind muH, der 
Maulwurf, der Grottenolm, die Weibeben und Arbeit«rinnen der Blindameisea, 
der Schleim aal, der Blindfieeh (Amblyopsis spelaeus), zahlreiche Schm«* 
roteerthiere, Bewohner unterirdischer Grotten, finsterer Höhlen u. s. w. 

Blinder Fleck hr i^^st die für Lichteindrücke unempfängliche Stelle der AngeD» 
sehhaut, an welcher der Sehnerv eintritt. 

Bllndflseb, s. Inpljropsis. 

Blindfrrnndeln, Amblyopns Cur., », Amblyoplnen. 

Blindköpfe, Typhloryha, kaum 3mm lange zierliche Zirpen ohne Neben- 
augen. Die hicrhergehühge liosencicade (T. rosae) findet sich massenhaft auf 
Rosenstöcken. 

BlIndmaDH, s. Spalax. 

Blindmolle, s. Spolnx. 

Blindschlange, wurmartige, Typhlups lumbricalis Merrem., s. Typhlops. 
Bliadsehtelehen, s. AngniB* 

Blindwanzen, Weichwanzen. Wiesenwanzen, Capsidae. Familie der 

Schnabelkerfe (Hemipteru). Mit kleinem, bis zu den Augen eingesenktem 
Kopf, borstenlormipfen Fühlern , 4gliedrigem Schnabel , ohne Punktaugen. Das 
Schildchen erreicht die Hiuterleibsmitte nicht. Bewohner der Krautpflanzen. 
Gattungen: 1) Miris 1^., Borsten wanzen; 2) Halticus ^Atf., Springwanzen; 
3) Oapsus Fahr,, Blindwanzen; 4) Phytororis FaU., Wiesenwanzen; 
5) Lygus Wm., Strauch wanzen , mit L. pabulinus Futterwanze; L. 
pratensis L., Wiesenwanze; L. bipunctatusi^afrr.^ zweigepunktete Wiesen' 
wanze; 6) Camaronotus Fith. 

Blindwühler, deutscher Name der Schleiohenlurche (Apoda) und speciell 
der Gattung Cnet ilia S. CteeciUa und Schlelclieiiliirche. 

Blinke l ckelei. 

Blins, Gadus Inscus, gedrungener Schellflscb mit schmalen langen Flossen. 
In der Nordsee und im Eismeer häutig. 
Blinsbaut = Kickbant. 
BlitzTO([?el ~ Haubensteissftiss. 
BlnehtMnhe -r Ringeltaube. 
Block taube ^- Hohltaube. 
Blöcker, Box vulgaris C. V., s. Meerbrassen. 




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BlOdwige-Blut. 



109 



Blödani^e) s. Typhlops. 

Blödaufriswergrsehlaugre, s. T} phlogeophis GüiUhtr, 
B15dschleichen, s. TjphUne. 

Mondiliette, eine hübschgeförbte orientalischd Krauseutaube. 
Blood-hoimd, heisst im Englisehen der Leithund, der englische und 
dmtBCbe S c h » i ^ h it n d . 

Büiintlorche — AljKMilliievogPl. 
iiiültacnbohrer, s. AuthoDOiuuH. 
BlitheiikXfer = BluraenkSfBT. 
BIfltheostecber, s. Anthonomos. 

BiUthenwieklor lieissi in einip^en Sohriften die Raupe des kleinen Frost* 
nachtspan aei°> iiitoTn»'! ra brumata). 

Blüthenwüriuer, K.aiw Urmer, die in den Blütlien lebenden Larven mühierer 
Widder, Spanner und von Anthonomus. 

Blumenbienen - Blumenwespeii« 

Blumenente — StorkfMito. 

Biumenfliegeu, s. Anthoiiiyia. 

BlnmeidclfBr, im engeren Sinne nur die Arten der Gattung Cetonift, im 
weiteren nlle auf Blüthen sieb aufhaltenden Käfer. 

Blumonkiisser, HeliothrU anrita Crmy, 8. KoUbrlB* 

R!nmf»npolypen. s Koralleupolypen.* 
Biuinenthiere, h. Korallenpolypeu.' 

Blumeuwespen, Apidae Latr., Bienen, Immen. Familie der Aculeata, 
Mischen, Weibchen und oft Arbeiter, erstere mit längeren Fühlern; Kebenaugen 
stets vorbanden; Augen ziemlich ganzrandig, oft beim Männchen grösser; ünter- 
kieferladen mesfterftrmig, Ziincre lan«^ mit Nebenzungen, Kiefertasterl — 6-, Lippen- 
laster ^liedrig; Schiene imd Metatarsus meist breit und bürstenfÖrmig behaart 
(Fersen bürste); oft die ganzen Schienen (Schienensammler), oft die Bkiuehrinffe 
behaart (Bauchsammler); Vorderflügel mit 2—3 Cubitalzellen, nicht faltbar, Qm- 
stachel der Weibchen und Arbeiter mit Widerhaken, daher abljrechend. Buiien 
7Ahn aus Wachs, das zwischen den Hinterleibsringen ausgeschwitzt \\'ird; andere 
dm Sandicömchen, Blattstückchea, oder Speichel|^allerte in hohlen Bäumen, unter 
dtt Ikde, an Mauem u. s.w. Heist baut die Zellen das Weibehen, dieses fttllt 
ne dann auch mit NahrungsstoffHn , legt das Ei hinein utid deckelt sie ein; wo 
Arbeiter sind, besorgen diese die Ernährung. Die Zellen sind regelmässig, beckig 
oder klunipentorniig. Manche leben als Parasiten bei anderen und besitzen dann 
einfache Hinterbeine und meist einen nackten Körper. Sie fliegen namentlich in 
480 Sommerm<»aten und zur Blfttbexeit, halNSii Flflgel* und Stigmentflue und be* 
wohnen alle Linder, besonders die Tropen. Kan kennt bei 2000 Arten. Gattungen: 
Apis L. mit A. mellifica L., Honigbiene; Bombus Latr., Xylococopa Latr., 
Eacera Fabr., Osmin Pntiz, Megachile Jjaii., Anthidium Fabr., Melecta 
Latr.^ Xomada Fabr., Macropis PanZf Dasypoda Latr., Audrena F^abr., 
fialietus Latr,, Spheoodes Latr.f Psithyrus Lep., Anthophora Latr., 
Croeisa Jur», Systropha Hk, Oeratina Latr., Colletes Latr., Epeolus LaHr., 
Pannrgus Txitr., IMnlercmus Latr., Prosopis Fuhr., Stelis Fz., Chelostoma 
LAir., Cchalicodoni 11 Ooelioxys Latr. Literatur: MiUlrr im Verh. naturhist. 

Ver. preuss. Eheini. 1872. Schmiedeknecht, Apidae Europaeao. Uumberda 1680 &.* 

BImt. Diese Ernihmnflsflfissigkeit des Körpers lässt sich als flttssige Inter- 
eellalarsubstanz, in welcher die Blutbildner, Blutzellen, Blutkörperchen 
schwimmen, ansehen. Die Blutzellen sind entweder farblose, weisse oder genirbte. 
rothe; die gan/^ kleinen (0,004 — 0,012 mm) weissen Blutkörperchen ohne feste 
Wandung, mit deutlichem runden Kern, erscheinen als amöboide Zellen mit amö* 
beider Bewegung, wShrend die grosseren (0,006— 0,058 mm) glattrandigen, Scheiben- 
ftnnigen. rothen ohne solche active Bewegung^gerscheinung mit dem Blutstromo von 
anem Plat/.c /.um andern gescbleiipt werden. Die rothen Blutzellen sind die 
Träger des rothen Blutfarbstoffes (Hämoglobin); sie sind bpi den ??iugethieren 
am kleinsten und am zahlreichsten (3 — 18 Millionen in einem ivubikmiliimeter), bei 
den Lurchen und Fischen am grOssten und wenigsten zahlreich. Die Blutflüssig' 
keit (Plasma, Liquor) ist bei den Wirbelthieren farblos klar; sie gerinnt ausser^ 



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110 



BlatadMn— Bluti^L 



halb dvv Blutgefässe zn Fibrin, dessen Fasern mit den Blatkörperchen »inen 
Klnriipen (Blutkuchen , crassamentTim , placenta sanguinis) bilden; die ab- 
Kesunderte Flüssigkeit heisst Blutserum, Blutwasser. Bei den wirbellosen 
Thieren ut, wenn das Blnt Überhaupt geftrbt enoheint, sameist die Blntflftssigkeit 
der Trftger des Farbstoffes; das Blut erscheint gelb, bläulich, grün, roth, violett 
Die selir verschieden getVn-mten Blutzellen zeigen auch hier lebhafte «mOboide 
Bewegungen. (S. Wirbeltkiere, Säugethiere u. a. 0.) 
Blutadern, s. Circnlatioutiorgane. 

BlntAStrilden , Lagonostica, Gattung der Prachtfinken mit dem 

Amarantvogel oder Blutfink. 

Blutauffrisehung nennt der Thierzüchter die Veredlung einer in Form. 
Gröbbe oder Nutzleisjtung herabkommenden Zucht durch Vermischung mit gutem 
Zuchtmaterial desselben Schlages. 

BiiitiMidunfT, 6. Blnt, Wirbelthierey Mvgefhicre. 

Bluldrossel Rothdrossel. 

Blutegel, Hirudinei aut.. Apoda etc. üntf»rklasse der Kl n 'm Iwürmer. 
Von ziemlich wohl begrenztem Umiuxige, ausgezeichuet durch den Langel eines 
Fnsflstammels und den Besitz wenigstens eines an der Hinterhftlfte des KOrpers 
gelegenen, als Fuss oder Fussstunipf bezeichneten Saugnapfes (daher Kap fwürmer, 
Cotylidea Bin, oder Di.scojjli orl (h-.), der manchmal im Inneren secundäre Näpfe 
trägt : häufig tritt aucli auf der KoplhiUlte ein solcher auf oder liegt unter dem 
so^. Kopfschirui, nahe am Mund. Der Kürper ist meist cylindriäch, plattgedrückl, 
wwdi und entweder gar nioht oder «ndentlich geringelt; wo dentliehe Segmentunug 
aoftritt, sind diese Segmente sehr schmal und sehr zahlreich (18—140) und es ent- 
sprechen je 3 — 5 je einem inneren organischen Abschnitte. Die Cuticula der Haut 
ist glatt oder warzig und kann leicht abgestreift werdt-n : unter ihr liegt eine mit 
Pigmenten erfüllte Schichte, sowie sich in derselben einzellige Schleiindrüsen be- 
finden, von denen die äusseren den Schleim für die Genitalringe , die inneren äßa 
für die Eiercocone absondern ; auch Fettzellen sind vorhanden. Der Hautmuskel» 
se^ilfinch ist sehr stark entwickelt; die Musculatur besteht aus zwei Schichten von 
Ring-, und einer Zwischenschicht^ von Längsmuskeln, doch sind auch querlauleude 
Faserzüge vorhanden. Die Beweguugsfähigkeit ibt sehr gross und besteht in lebhaften 
Oontrac^onen; sie kriechen spannerartig nnd schwimmen sehlftngdnd. Das Nerven- 
system besteht aus emem Schlundringe, der ans einem oberen und einem unteren Gang- 
lion gebildet wird: die Ganglienan?ch\velhingen besitzen .foll i cul itr e" Anhiinge, die 
oft paarig, medial und st5illich angeordnet sind. Die Stränge der Baucbkette liegen 
dicht aneinander und ihre oft zu 20 Ganglien vorhandenen Knoten sind durch Oommi»* 
8arenTerbanden;ein L&ng8stamm«ehtsichoftdemDarment)aDg(Magennerv). Von 
jedem Ganglion treten st ilÜ 1 Nerven ab; jene des Gehirns versorgen die Sinnes- 
organe , dann Muskeln und Haut der Kopl'schi ilw , die der Bauchkette innerviren 
die entsprechenden Segmente und das grosse Schwuuzganglion den ventralen Saug- 
napf; der Darm und seine Blinds&cke besitzen ein besonderes Eingeweidraerves' 
System; auch der Schluckbewegnog scheinen besondere GangUenknOtohen vor dem 
(jehirn vorzustehen. Von Sinnesorganen finden sich meistens Augen vor; nur eine 
Form (Tv]'hlobdella) ist blind. Diese stehen paarweise oder in einem Bogen auf 
der Bücken dache des VorderkOrpers und bestehen aus cylindrischen oder kegel- 
fihrmigen Krjstallkörpem nnd Pigmenten. Ausserdem beobachtete man an am 
Kopfringeln bei T.O kleine Bläschen in becherfönnigen Grübchen, die mit feinra 
Nerven in Verbindung stehen und als Tastorgane, richtiger vielleicht als Gescbmacks- 
organe angesprochen werden. Fühler sind nur sehr selten vorhanden (Hi''tr!o- 
bdella). Der Verdauungscanal beginnt mit einer bauchständigeu MuudöÜnung, 
welche unter dem Kopftchilde oder am Grunde des vorderen Saugnapfes liegt und 
oft eine deutliche Ober- und Unterlippe zeigt; in der darunter liegenden be» 
finden sich zwei oder drei ge/ähnelte ieferplatten" (Gnathobdellidae u. w.) 
oder ein vorstüli»barer Rüssel (Hhynchobdellidae); erstere wirken als Silge zum 
Schlagen von Wunden, letztere als Pumpe zum Aufziehen von Flüssigkeiten. Der 
Besitz von Speicheldrüsen ist zweifelhaft. Der Hagendarm bildet ein gerades Bohr, 
und besitat der ganzen L&nge nadh Blindsttcke, die « iitweder je einem oder mehreren 
Segmenten zusammen entspredien und wie am £nddarm paarig liegen; die Alter^ 



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Blutfarb»toff— BluÜing. 



in 



üffnung liegt oberhalb der hinteren Sauggnibe. Die Nahrun«; besteht in Blnt, so- 
wie in der Flüssigkeit niederer Thiere (Schnecken, Regenwürmer) , (Vw ausgesaugt 
werden; b<-stiranito Thien- sind nicht auf eine bestimmte Nahrung un^'Hwiesm und 
w^Jiseln äie oft nach den Altersstufen; so lebt /.. Ji. der medicinische Blutegel 
zoent Ton Insektenbltit» dann Tom kalten Blute der FrOeehe nnd erst im gesoUedits- 
reifen Zustand vom Blute der Warmblütler. Die Blutgeftlsse sind oft nur als einzelne 
Bluträame des Körper«, oft iiber auch als seitlicher und mittlerer Tj}lng*;stamm ent- 
wickelt (Clep^Hne), die durch Querstiimme verbunden sind; dav Blut ist roth. dorh 
sind die Blutkörperchen farblos. Die Athmung erfolgt auf der Gesamnitoberlliiche 
KOipen; bei BraaehiobdeUa fangireo vidleicbt cue KOrperanhänge als Kiemen. 
Die Sientionsorgane sind auch bei den Blutegeln als sog. Schleifencanäle oder 
^mentalorjcrane vorhanden, die insbesondere in aen mittleren Segmenten 
iitigeu, aber au Zahl von 2 (Brauchiobdella) bis zu 17 Paaren wechseln können. 
Sie beginnen trichteri^ und enden oft blasig und mit seitlichen Hervorragungen. 
Die Bhitegel sind mit wenigen Ausnahmen (Histriobdella) Zwitter und Sbneln 
sich in beiden Geschlechtem. Die männlichen Geschlechtsorgane liegen paarweise 
in Tielf n Se^^entcomplexen in grösserer Zahl . und es sind die einzelnen Hoden- 
bläschen mittelst schwach geschlängelter Samenleiter verbunden. Jeder derselben 
bildet dann wieder einen gekrftnselten knioelfönnigen Nebenhoden und endet mit 
einem musenlOsen AusfÜhrungsgang; beide yereinigen sich in einen Sack, der Pro- 
statadrüse, aus welchem der Penis hervorgestreckt werden kann. Die weiblichen 
Gefsehlechtsorgane sind weniger umfangreich und bestehen aus zwei langen »schlanch- 
tunuigen oder kurzen sackförmigen Eierstöcken mit gemeinsamem von der Jiliweiss- 
drflse umgebenon Eileiter und machtiger Scheide; die weiblidie Gesdilecbtsöffiinng 
liigt wie die männliche bauchständig hinter dieser; um sie herum sind die Seg* 
mente zur Zeit der Geschlechtsreife angeschwollen, sehr schleimreicb und bilden 
'i^Ti sog. Sattel. Die Begattung erfolgt wechselseitig, und es wird hierbei der 
öpennatophor in die Scheide aufgenommen oder derselben angeklebt. Die Eier 
werden an Steinen oder Pflanzen, ode^* auch in feuchter Erde abgelegt und mittelst 
einer Sehleimmasse unter sich befestigt, die dieselben auch nach Art eines Cocons 
omgibt, an den beiden Enden liegen Oeffnungen, durch welclie das aussi:blüpfende 
Wpjheheii nach der Eierlage austritt, nachdem es das die Eier anfangs ernübrunde 
Eiweiss abgelegt hat. Die Eier sind verhältnissmässig sehr klein, die auskommen- 
den Embryonen dagegen sind sehr gross und wachsen sehr rasch , sehen aber im 
AUgemeiiien den Eltern sehr Sbnlich, die Clepsinen ausgenommen. Die Entwicklung 
geht vor sich nuter Bildung eines Bauchstreifens. Di« Blutegel sind allermeist 
Banbthiere des süssen Wassers. selt«'n leben sie in wurmen Quellen in feucbter 
Erde oder in den Tropen selbst auf Blättern und Baumen. Biu sind zum grossen 
Thcile Sktoparanten, die beständig auf der Haut und den Kiemen leben, oder ge* 
ktentlidi onne Auswahl der Thiere oder Organe, ja selbst sufUlig im Innern der* 
^Tben vorkommen und angefressen wieder lange hungern knunen; einige tödten 
die Beute und verzehren sie dann. Fossile Keste sind im litliDgraphischen Schiefer 
«rhalteu geblieben. Mau kennt an 200 Arten und uulerscheidet Ü Familien: 
1) Farn. Büsselegel, R.byncbobdellidae; 2) Kieferegel, Qnatbobdellidae; 
8) Fam. Kiemen egel, Branchi obdellidae. Literatur: Moquin-Tainhin , Mono- 
ifraphie d»- la Fnmille des Hinidinees. Paris 1846. JStneden etJJeuei Becbercbes 
>ttr les Bdeiiouit s ou Hinidinees 1863.* 
BiutfarbHtoff, s. Uämoglobin« 
Blitfaemtaff, s. Flbrli« 

Bivtiak wird der Gimpel und der AmarantTOgel (Pytelia minima) 

genannt . 

Blatflügsigkeit, Plasma, s. Blut. 

Bintgefisse, ». dralatlensorgane, Sängefkinttp WlrbellUar«, 
Blathlnfllng, s. Cannablna« 

Bluthund, der Schweisshund der alten Deutschen. 
BlBtkSrperrhei), ^\ Blat. 
BlntkocheD, s. Ulot. 
Blatlams^ ■. Sehfsoneira. 
BIvtllBg = AlpenltieTOgeL 



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112 



Blutparadietv — Böbmisditt Vieh. 



Blutpnradipsvop^ol , K <>thparadiof!vngpl . Sebum bei Einge- 
borenen, Paradisea rubra Lt&san, kleiner Paradiesvogel auf den Inseln Waigin 
und Bfttanta. 

Blutsauger, Calotes versicolor Dum.Bibr,, s. Bauagailieil. 
Blutschwalbe ~ Rauohschwalbe. 

Bill tscrti III, H. Blut. 

iilutriiroyfcheu, Zygüyua Fabr., t>. Widdercheu. 
BlotsTerwandtschaft, n. Heleetlonstlieorle. 
{{Iiitlomperatur, s. Wlrbelthlere« 
Bltttnasser, b. Blut. 
Blatsellen, ». Blut. 
Boa, 8. Boaschlangen. 

Boarmin Tr., Oattuni^f dor Spnnnor. Vordpi-flügel des Münnchens nnten. 
au der Wurzel mit nackter Grube. Hierher u- a.: B. crepuscularia ilübn.^ 
Akeleispanner; B. lichenaria Hühn., Baumflechtenspanner. 8. Spanmer« 

Bokselilaiigeii, Boidae, Familie der Golubriformia und zwar der Grruppe: 
Eurystomata. Mit seitlich nur wenig zusammengedrücktem Körper, Greifschwanz, 
zahnlofsPTTi Z\ri«!chenki(^>fer, verkümmerten Hinterbeinen neben dem After. Onttungen: 
1) Eunectes Wagt., Wasüerrieüenschlangen. (iiatte Schuppen, Lippensohilder 
ohne Graben, Nasenlöcher oben auf der Sohnauzenspftze zwischen 3 Schildern. 
E. murinus Wagl., Anakonda. Bringt lebende Junge zur Welt. Brasilien, 
Guiana. 2) Boa Wagl., Schuppen glatt, Lippen.sehilder ohne Gnibrn, Nascnlucher 
seitlich zwischen 2 Schildern. B. constrictor L., K öni ^ i^b lange , Abgott- 
schlange. Nördliches und östliches Südamerika. Gleiciiiuiis lebend gebärend. 
3) En j gras Weufl., Schuppen gekielt, ohne Lippengraben. E. earinatus fVitgi., 
Jara, Amboina, Neuguinea. 4) Xiphosoma iVagl,, Schuppen glatt, mit Lippen- 
graben. X. caninum H o^^., Handskopfriesenschlange. Nördl. Stidamerika. 

Bobak, £. Arctomjs. 

Bobba, Meerbrassengattuug, s. Box. 
Bobolink, Paperling, s. Trouviale. 
Boceamele, s. Mustela. 

Bock, entweder Bockkäfer nder Männchen der Kehe, Ziegen, Antilopen u. s. w. 
Bockautilope, s. ilalotragu:». 
B«ek6B = Brunstzeit der Schafe. 
Bockerle = Moorschnepfe. 

Bockkäfer, Cerambycidao . Oapricornia , Lon<Ticornia. Familie der 
Cryptopentamera. Langgestreckte Küfer mit vorragendem Kopf, meist körper- 
langen oder noch längeren, gewöhnlich 1 Igliedi-igen Fühlern (deren erstes Glied 
gross, zweites Glied kurz), kr&ftigem Oberkiefer, meist langen, schlanken Beinen. Be- 
sitzen fast durchwegs einen Tonapparat, mittelst dessen sie einen Zirpton erzeugen 
filit' Vorderbrust reibt mit dem Hinterrande anf f^nnen Querrillen der Mittelbrust). 
Die langgestreckten Larven mit hornigem Kopf leben meist im Holze. Man kennt 
über 7000 Arten, die meisten aus S&damerika. Gattungen: I. Gerambycitae, 
Kopf geneigt, Vorderschiene auf der Innenseite ohne Forohe. Gruppe: Prionini 
mit queren Vor<lerhüften : l)Prionus Fabr. — Gruppe Cerambycini mit kuLT^lifj^tn 
Vorderhüften. 2) Spondylis Fabr. 3) Tetropium Kirby. 4) Callidium Fabr. 
5) Rosalia Sem, ü) Hylotrupes Üerp, 7) Aromia Serr. Ö) Cerambyx L. 
9) Clytus Ijaieh, 10) Molor chus Fafrr. 11) Purpuricenus J%fA. — Gtappe 
Lepturini mit hinter den Augen halsartig verengtem Kopf. 12) Rhaglnm 
Fabr. Toxotus Serr. 14) Pachyta Serv. 15) Lepturn /. It») <o ammo- 

ptera Serv. 17) Necydalis L. — II. Lamiitae, Kopf vorne vertical abfallend; 
Vorderschienon auf der Innenseite mit einer schiefen Furche. 18) Acanthocinus 
SUph. 19) LamiaFody. 20) Dorcadion Do/m. 21) B aper da Fair. 22) Oberea 
Ifnr. u. V. a. Ganglbaufr, Bestimmungstabellen. Wien 1882 — 83. 

Bodenrenke — Weissfelchen, Coregonas fera Jur, 

Bodru, s. Bothrops. 

Böden, tabulae, s. Korallen. 

Böhmer, Name für den Bergfink und den Seidenschwanz. 

Böhmerwaldvieh, kleines Weiderindvieh im siidlicben Böhmerwalde. 
Bökmtsobes Vieh, kleines braunrothes Bindvieh der Voigtländerrasse. 



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Böhuile — Bolinidac. 



113 



Böhmle = Rotbdrossel. 

Boelan, einliHimist-her Name für Paradoxiirii8 muBang Qray^ Musang, 
einen Rollm arder auf den grossen SundainselA. 
Bölie = Wa^erhium. 

B«r8«athler«hra, i. Banarllte* 

Bog'a, Mer rhra sseng%ttuilg, s. Bax. 

Bo^eukrubbeu, Cy cl om e t o p n, Familie l'^r Kv\ n Der Vonlerrand dos 
biüiltu, kurzen Kopftrustpanzers bogenförmig; jederseiis Kiemen: di»' Mundwerk- 
leuge in einer vorne quer abbrechenden Grube. Ausscliliesslicli Meer^übe wohner, 
die meisten gute Sehwimmer; vermögen aber aooh an fenehien kflhlen Otkea am 
Lande einige 2^it auszuhalten. Hierher u. a.: Cancer pagarnsL.^ dar Ixtkannte 
Taschenkrebn , Curcinus maenas L, Beide werden gegessmi. Portunus 
pabes L.j Xantho rivulosus Risso. 

aemon Dupontii, eine Stelzenlerche der Sahara. 

Bognumu — Trachypterns aretious, Spanfisch, 20 cm laug lud bloss 
2cm dick, einem Holzspan nieht nnHhnlidi. In den nSrcUichen Meeren. Siebe 
Tiachypterns. 

Bobadscbia Jäger, Gattung der äee walzen. Mit 20 Fühlern. Anal- 
dffimng 5eckig. 

Bobaijs, Kabern, ein Scbakalwolf Innerafirikas (Oanis simensis). 

Bohiieng'ans = SaatginSt 

Bohiionkafpr, Briu hu«? ^ranarius, anf Pferdebohnen. 
Bohor, Antilope 11 art, s. Cervicapra* 

Bohrassel) Limnoria terebrans Leach (lignorum L.). Aus der Familie 
der Wasse ras sein (Asellid ae). Nur 3 mm gross, aber eines der schädlichsten 
Tbiere. Die sog. Eisenhölzer etwa aasgenommen, widersteht kein Holz seiner Bohr- 
arb^it. Es gräbt sich zolltiefe Gänge in die Holzwände und vernichtet dieselben 
VA knr/.> r Zeit, weshalb man die Holzwände mit Kupfer beschlagen» mit Kreosot 
trinken oder mit Steiukohlentheer überziehen muss. 

Bohrfliegen, Trjrpeta Meig., s. Acalyptera. 

Bohrflohkrebse, s. Oheim Phil, 

BohrkSfer = Anobium. 

Bohrmn<5rhpln , Pholadldae, Familie der Muschelthicre. Ordnung: 
Siphoniata, ünterordnunj^^ Si n upalliata. Schale gleichklappig , kuglig oder 
oval, weit klaffend, ohne Scbloss und Band, oft mit accessorischen Platten, Mantel* 
Uppen verwachsen . Fuss knrz , dick , Siphon verwachsen , oft mit KelkrShren. 
Gattungen: 1) Ebolas L., Bohrmuscheln. Ohne Kalkröhren, Schale oylindrisch. 
Mit Ph. dact y 1 u - / Duttel m uscliel. fTemeine Bohrmnschel; Ph. Candida 
L, weisse H<ih r muschel : Ph. i)arva /ienn., kleine Bohrmuschel; Ph. cris- 
pata L., krause Buh rmu.schel. SämmtUch in den europäischen Meeren, die 
BMHien werden gegessen. 2) Xylophaga TM., Holsb Ohrmuscheln. Schale 
kn^ig, ohne Anhang. *3) Plioladidea Turf. Schale längUchkogUgt mit hornigem 
Anbanpr. 4) Teredo L., Schi t t bohrwürnier. PfahlmiifJcheln. Wurmförmige 
Thiere mit Kaiknihif. T. iiavalis L., gemeiner Sch i ffsbohr wurm ; T. nor- 
vegica SpengL, nordischer Schiffsbohr w urm; T. arenaria iJeah.^ Rieseu- 
boh rwnrm. Alle Bohrmnscheln bohren in Gestein oder Hols: ganz beeonden 
gsffehrlich aber werden durch ihre Minirarbeit die Schiffsbohrwürmer, weldie tun 
Millionen das Hol /.werk der Hilfen, die Schiffswände, das Erdwerk der Dämme an- 
bohren und sie so trüher oder später für das Wasser durchlässig machen. 

Boidae, s. Boasehlangen. 

BeJaavsMflO, s. Mnsehelthlere.* 

Bojanas*sehe Organe, s. Exeretlonsorgano» 

Bolborhynchus, Gattung der Papageien und zwar der Sittiche. 
Boldurii, Mriiirrolischer Name des Fausthuhns. 

Bolinidac, Fumile der 1? i p p e n n a H e n, mit schirmartigen Fortsllt/en um 
den Mundpol, lappenartigen Aurikeln. Gatluugen: Bolina Meriem, Muemiopsis 
Af^ Soramphae Gegemt, 

Ka««*r» WmMiHnbntk dsr ZoolosI«. 8 



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114 



Bolita— Bondar. 



Bolita, 8. Enpliriictiit. 

Bolltobiiis LMeh,t Gattung derKurxflftgler(8. d.). 
Bolifochara Mannerh., a. Aleocharlnl. 

Bolito^lossidao, Lnrchfamilie d^r Q uorzShn ler, LechriodOBte. 
BoUeabeisser heissen der Gimpel und der Kernbeisser. 

Boltenia s<n „ s. AscIdlMM« 
Boink, 8. rteromjrg. 
Bolus, 8. Bissen. 

BombardirkSfer, Brachinus crepitans, s. LftvIkillBr. 

Bombinator Merrem., Unken, Gattung der Bombinatorina (s. d.). 

Froschlurcho mit vollständiger, sehr dickor, fast kroisrundf-r Zutigf, Gaumpnzfthnpn 
innerhalb der inneren Nasenlöcher, Zehen mit Schwimmhäuten , ohne TrummellVl] 
und Paukenhöhle, mit rudimentftren oder fehlenden Gehörtuben, ohne Stimmsnck, 
waniger lud knotiger Haut. Art:* Fenerunke, Feuerkröte, Unke (Bombi« 
nator igneus Hösel), etwa 4cm grosse Kröte mit dreieckiger Pupille. Fast in 
ganz Europa. In stehendrn GewÄssern. Pfützen, Auslaufgräben. Sehr lebhaft und 
scheu, überstürzt sich beim raschen Davonhasteu, wobei ihre grellfarbige Unter- 
snte siehtbar wird (Warxnmgsftrbung). Fortpflaiuiing im Mai* Der schwache, an- 
genehme Ruf erinnert an den Ton der Glasglooken. 
Bonibinntorida, h. FroschkrSten. 

ßoiiibinutorinn., ünterfamilie der Frovclikröten (s. d.). Ohne Ohrdrüsen, 
mit verbreiterten (^uerfortsätzen des Sacralwubels, Zehen mit Schwimmhäuten. 
Gattnngon: Pelobates, Bombinator, Alsodes, TelmatoMu8,Neobatrachas, 
Xeno^rys, Leiopelma. 

Bombus l.atr., Hummeln, Oattunf:^ der Blumcnwespr-n. Gedrungene 
Hnutflüfrlor mit narkt» ri Aun^on. Auch die Weibchou, die grösser als die Männchen, 
haben Körbchen, Burstt: und Fcrsenhenkel; die Arbeiterinnen am kleinsten. In 
den Stigmen des Hinterleibes und der Hinterbmst Tibriren eigene Stimmbinder, 
wodurch der bekannte Brimimton entsteht. In Australien fehlen sie. Erwähnt 
«seien: B. terrestris //. , Erdhummel; B. mnscornm L., Mooshummel; B. 
pr.it nrum \V icscnhummel; B, hortoru iii . Gartenhummel; B. lapi- 
dariuh L., riteinhuiumel; B. subterraneus L., Uuhlenhummel. {Schmied*- 
kttecht, Apidae I.) 

Hombycidne F^fejJicfta, s. Spinner. 

Bombycill», S eiden»ch wünzo, s. Ampclldae. 

Bombycinae, Untei'familie der Spinner. Plumpe, wollleibige Schmetter- 
linge mit gekämmten Fühlern (beim Mlnndien die Kammzabne länger), deutlichem 
Taster, sehr kurzem oder ganz fehlendem Küsscl , starken breiten , in der Ruhe 
steildachiL'f^n Flni^jdn. Raupen gestreckt, weichhaarig. Puppe in einem Gespinnst 
i'jlu r dov Krdf . (iattungen: 1) Bombyx L. Die Raupen nackt, vorne verdickt. 
Hui dtin 11. Ringe mit einem Home. Puppe in einem (Jocon. Arten: B. mori L., 
Maulbeerspinner, Seidenspinner. Die Seidenraupe oder der Sei den wurm 
nfthrt sich von den Blftttem des weissen Maulbeerbaumes. (Näheres unter Seiden* 
riuprn.) 2^ Gastropucha Orhs — Lasiocampa 6V7.r., Glucken, Pil/.spinner. 
In der Ruhe steht l)ei d( n dachartig gelegten Flügeln der Hinterflügelvorderrand 
unter den Vorderflügeln vor. Raupen meist behaart, mit farbigen Streifen. Hierher: 
G. quereifoHa L., Eichblatt. Ku|)ierglucke; G. pini L., Kiefer« oder 
FOhrenspinnrr. deren Raupe sehr schädlich ; G. lanestris X., Birkenspinner. 
Wollafter, Kirschenspinner, das Weibchen inii fjrauw (illigem After; G. 
(jut-Tci A. , Eichenspinner; G. rubi , B rönibi erspinner; G. populi L., 
i' iippel.spiii ner; G. crataegi L., Weissdorn Spinner; G. ueustria L., Uiugel- 
spinner, klebt seine Eier ringförmig, fest um die Zweige. 

BombyciphoTft garrula = Scidemsdiwans, 

Bomhyeysfomiis BatrachostoinilS* 

Bombjliidae, Uummellliegen.* 

Bembjx L„ s. Bembrciiiae« 

Bonasia, Bonasa Steph,, Gattung der Waldhühner (s. d.). 
Bonassns = Bison, s. Bos. 
Bottdar, s. Paradoxurus. 



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BonelUa— Borkenkäfer. 



115 



Bonellia Rolamiuf Küsstilwürmer, Gattung der Ster u würiuerfauniie: 
Eehiaridae. Der Rüssel gespalten, sehr lang tind ausserordentlich beweglich. 

B. viridis Rolando, aus dem ^fittelmeer. Schön grüne Würmer, die bis 'A\ cm 
tief in df Sand .sich wühlen. Die planarieuUhulichen Mftnuchen leben in den 
Iieitungbwe<j»'Ti d» s weiblichen Gescblechtsapparutes. 

Bonguhuud, ein rüthlich ledcrgelber Spitz mit aulVeehteu »leifen Ohreu und 
Iniselugiein Fuchsschwanz, sehr strftubbarem Rückenhaar, durch Sehminfurih be- 
kannt geworden. 

Bongoziege, nach Schweinfurth eine Ziege der Bongos mit auffallend kurzem, 

plumpem Leib, scliwarz und weiss gefleckt. 
Bonite = Thun lisch. 
Bonto, Walart, s. Inia. 

Koodon Dum. führ., Gattun«.' h i Schlangen, s. WolCsslilllier» 
Hoouier* K iin<^'ii ruh, s. Macropus«. 

Bootschwauz, Chalcophanes quiscalus Wagler. Art der amerikanischen 
8ilrlinge. 

Bopyridae, Garneelasseln, Familie der Asseln. Körper der Männchen 
kl*»in. iTPgli'"l'*Tr der Weibchen scheibenförmig, unsymmetrisch. Leben als Schma- 
rotzer in Krebsen, besonders in der Kiemenhöhle. Gattungen: Bopyrus Latr., 
mit B. sqnillarum, Jone Latr., Phryxus Rthke. u, s. w.* 

Borboms Meig^ Dnngerfliegen^ a. Acalyptcra« 

Bereale Fanna, s. Tanna. 

Borelo Doppolnashorn. 

Boreiis Latr., Gattung der Schnabelfli t gen (^s. '1.1. 
Borki'uküfer, Bostrychidae, Familie der Crypto pentamera. Fühler 
bin gekeult, gekniet; der kuglige Kopf tief in das Halssohild eingesenkt. Larven 

io Holzgewächsen. Der K&fer legt zuerst die sog. Minirgange an, die nicht mit 
Brot belegt werden; an diese schliessen sich die BrnlLTiinf^e an. in die ein oder 
mehrere Eier eelpflrt werden: beide dieser Arten von Gängen lieisseu die Mutter- 
gänge, 5S"älireud die von den Larven weitergefressenen Larve ng äuge heissen; das 
rerbreiteite Ende, in dem die Verklumpung erfolgt, heisst Wiege. Diese FrassgUnge 
«dnd nacli Richtung und Abwechslung sehr verschieden und für die einzelnen Arten 
charakteristisch (Locli-, Wagegünge, doppelarinige Wagegllncre, Rtprnpr?in£rp, unrepel- 
mässige Gänge). Gattvinj^f n : 1)H y In r^na Kr., mit H. ])i niperda L,, Waldgärtner, 
grosser K iefernmarkkäfer; il. 1 ig niperda Fab.^ holüzerstörender Kiefern- 
battkftfer; H. minor Hariiff, kleiner Kiefernmarkkftfer. 2) Bostrychus 
Fobr. = Tomicus Latr., die Flügeldecken am hinteren abschttssigen Tbeil (sog. 
Absturz) ein^jedrückt und an den Grenzen dieses Eindruckes frezJVbnt , mit B, 
■»tenographu:» Duft, grosser 12zähniger Kiefernborkenkäfer; B, typo- 
graphus /v., gemeiner Borkenkäfer, Buchdrucker, grosser Szähuiger 
Fiebtenhorkenkftfer; B< amitinus Eithh,, 8zfthniger Ficbtenborken« 
Väfer, Lärchenborkenkäfer; B. acaminatus Oyll., scbarfzSbniger Kiefern- 
' rkf nkilfer, B. curvidens Girtti.^ krumm/ähniger Ta nnen borkenkäfer; 
laricis Fabr., viel/-ähniger Borkenkäfer; B. villosus Fabr., zottiger 
Etebenborkenkäfer; B. bicolor Herbat, kleiner Buchenborkenkäfer; B. bi* 
deiis Fahr,y 2zShniger Eiefernborkenkifer, B. monographus Fabr., höck- 
riger Eich erb (»h rkäfer; B. dryographus Er., - Ii rnter Eichenbohrkäfer; 
B ch al cograpb US L., »V/ähnijrer Fielif enborkenkllfer; B. di<=;par Flelhr., 
«ügieicher Laubhoizborkenkäfer. 'i) Piatypus Herbst, Kernholzkäier, 
mit PL cylindrns Fabr., Eichenkernholzkafer. 4) Xylotherus Er., mit 
lineatus diflt., Nutzholzborkenkäfer; X. domesticus L., grosser Buchen- 
holzborkenkäfer. 5) Scoly tus 6>o//r. (Eccoptogaster //«Tfc»Ot Splintkäfer, 
föit Sc, destructor. grosser Rüsternspli n t kiifer: Sc. Ratze burf^i Janaon, 
Birkenspliutkäfer, Sc. multistriatus Mar^i kleiner Rüsterusplintkäfer; 
Se. tntricatus Batz, Eichensplintkftfer; Sc. rugulosus i^ate, kleiner Obst- 
baurasplintkäfer; Sc. pruni Ratz, grosser Obstbaumsplintkäfer . Sc. car- 
" ni /V.. Hainbuchensplintkiifer. ♦>) Dendroctonus Kr., mit D. mieans 
Äti^/., Wurzelknotenborkenküter, grosser Pichtenbastkäfer; D. minimus 
fahr., kleinster Kiefernbastkäfer. 7) Hylastes Er., Bastkilfer, mit H. 



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116 



Borkenthiere — BontenwOimer. 



IKillhitus GylL, brauner Btt.>>tkäter ; H. trifolii MüU., Klee wurzelkäfer. 
H. »ler Fayk., schwarzer Kiefernbastkttfer; H.cani cularias ÄbcA, schwarzer 
Fichteiibastkftfer. 8) Hylesinus Fahr,, mit H. fraxini Fabr., bunter 
Esobenb astkftfer; H. crenatus Fabr., schwarzer Eschenbastkäfer. 9)Poly» 
graphus Er., mit P. pubescena Fabr., doppeläugiger Bastkäfer. 
IJortonthlere, b. Rythina. 

Borlahia Oleen, der Sealong-worm des englischen i'farrers und Natui- 
Ibrscbers Borlase. Gattung der Scknurwarmer, Familie Lineidae. Hit Ter* 
Ittngerten Ganglien, deutli^em Kopf ohne Augen, Hierher: B. un<rlica Oent = 
Nrniprtes borlasii Cuv. Lineus longissimns Sim. — Cordins raarinus 
ßorlast . 2 m lang, ' ; cm dick. SoU Muscheln und Krebäthiere aussaugen. Au 
der englischen Küste. 

Borniik = Kellia TurUm, Kleine Mittelmeermnseliel. 

Bon = FlvsslNiKelL 

Bersten, sctae, s. Armflltaer nnd Ciliafn.* 

Horsten, ha;irf(3nnige F' -l'-ni, /. B. der Laufvögel, steife Haare der Borsten* 
thiere u. a. Siiugt r. 8. Säug^elhiore (Körperbedeckung), 
Borstenferkely t». A.ulucodut>. 
Borttenfllsser, s. Berstenwilnien* 
Borstengfirtelthiere, ^. Dasyiins* 
l{or>;t*>»Hßrpl, >. Centetes. 
Borstenkieier, s. Chaetognatha Leuck.* 

Bonttonseliwluey Lepismidae. Familie der Thysannra. Körper ge- 
wölbt, lang gestreckt mit metallisch gliiii/(.'iiden Sehuppen bedockt; Hinterleib mit 
Mittel- und Seitenborsten, Guttnnpn: Lt'pismaL., ^^illM-rfischchen, mit L. Sac- 
charin a L., Zuckergast, in HHuscni gemeiner Schmarotzer. Machilis JAttr., 
Steinhüpfer, mit M. polypoda Lutr. 

Bonleii«efaw«iii» Ureon, s. Eretkliott. 

Berstenstacheliehwelne, Erethizon. 

Borstenthlere — Borkenthiere, m. Khytina. 

Rorstenthiere, Schweine, Sninn, Setigera. Familif dor Paarzehpr und 
zwar der Artiodaotyla non Runiinantia. Mit dichtem Borstenkleid, zuge 
spitzten! Kopfe, rflaaelartiger , stumpfer Schnauze , grossen Ohren, kleinen Augen, 
mit stark entwickelten Kck/ilhnen (Hauern), dünnem Schwanz. Von den 4 Zehen 
berühren die innern und die äussern (Afterzehen) den Bodm niclit. Gefrässige, 
unreinliche Thiere . lipben schlammigen Boden. Gattungen: 1) Dicotyle«; Cur. 

6 12 

Vordorflissp 4-, Hititerfüsse Hzehig': Eckzähne wodor aufwärt"^ gokrümmt, 

noch vorragend. Mit D. labiatus Cuv., Bisamschwein; I). torquatus Cur., 
Fekari, Nabels oh wein. Beide in S&damerika, oft in grossen Trupps. 2) Porcus 

Wagt. Alle Füase ^sehig; ^j^Ti- F. babyrnssa WiagU, Hirseheber, IColokken. 
Lebt nach Art unsere Wildschweine. Fleisch wohlschmeckend. 3) Potamo* 
choerus Gray. Mit warziger Anschwellang zwisdien Augen und Schnauzenspitze, 

Hauer. F. africanns Cray, Larvenschwein. Südwestafrika. 4) Sus. 57771 
Hancr. 9. scrofa L., Wildschwein. Lebt in Eud'ln von 10 — 30 in wasser- 
it'ichen Wäldern Nordafrikas. Süd- und Mitti leurojuis . West- und Mittelasiens. 
Wird sehr schädlich. Von ihm stammt S. scrofa domesticus, Haus- oder 
zahmes Schwein. In zahlreichen Bassen. 5) Fhacochoerus Cuv., Warzen* 
Schwein. Alle Ffisse 4zehig; unter dem Auge ein Fleisdilappen; Itrtri' Plumpe, 
hiissliidie Schweine, im Alter sehr wild. Ph. Pallasii r. d. Jjfo«r, äthyopisches 
Warze n s^ch WM n : l'h. Aeliani Hupp. Tni lu'issen Afrika. 
Borsteuwauzen, Miris Fabr.., 8. Blindwanzen. 

Borstenwürmer, Oha etopoda if., Borstenfüsser, Kuthwürmer. Unter- 
klasse der Bingelwürmer, vom Werthe der Sternwürmer und Blutegel, doch 
▼on grossem Umfange und buntester Mannigfaltigkeit; FolynoS squamata ist 
gewissermassen der entwickeltste Vertreter der Gruppe, an welchem die Nomen- 
clntiir ziemlich Tollständicr stndirt werden kann. Die Bor«?tenwürmer besitzen 
einen laugen, walzlichcn, am Bauche meist plattgedrückten Körper, der eine deut- 



j . . y Google 



Bontenwtirmer. 



117 



üche ün<:sf»rp Olipderung in .Somiten* oder .Protozoniten" zeigt, wolj'i die 
innnere (iiiedening df-r Organe der iUisseren ndor einem Complexe der Hn'-^oren 
(d«;D Segmenten) entspricht; an der Grenze zweier derartiger durcli eiuo zarte Haut 
Terlnmdener Ringe tagten hSufig auch ins innere Kdrperlnmen Scheidewände 
(Bisseptimenta), so «la^s dadnroh hintereinanderliegende Kammern entstehen; 
inunchmal werden durch Lang>scliC'MewUndo auch LüiiufNknmmem gel>n(l('t. T>'n> 
Glieder sind nnter sich nn Tleichförmig (heteronom) und gestatten einnti Ivopt", 
ikn Kürper und den Schwanz zu unterscheiden, und in diesen Tbeilen wieder als 
Somite: 1) den Kopflappen, Prft- oder Prostominm Hurt., mit verschiedenen 
Anhingen; so zilhlen hierher gegliederte Füliler (Anten n ai i im d' r Oberseite und 
un]?egliederte Tastr-r (Palpl) ;in dt-r Untf-rsciff" <l»'s>;. llit ii , die auch al^ <<-upero- 
laterale und inferolatoralc Pr ilst(»nii al cirr Ii c i» i^'cihutr't wordnn ; dazu kommt 
noch ein Stiruiühler (Prästumialtentakel); 2; das Munduegnient oder Peri- 
stominm Ihtxt,^ mit den sog. Fühlercirrhen (Cirrhi tentacnlares); 3) die 
K5qwn0gmente, deren man oft über 100 zShlen kann, die untrr sich homonom 
erscheinen und im Alter durch Intt rcalares Wachsthum an Zahl sU-ti^^ /unehmen: 
als Anhäiijtfe treten dii' Fussstummel (Paropodium) auf mit den Pava- 
potiialcirrheii; mau unterscheidet von jenen wieder Rücken stumrael (Noto* 
podinm, Bamns dorsalis), die bimal oder dorsal gelegen sind, und Bauch- 
Stummel (Neuropodium, Bamus ventralis), die neoial oder ventral ge- 
If^gen sind. Sie zeigen dif» mannigfaltigste Bowaffnun«' und Ausstattung mit 
festen Hautanhängen aller Art; 4) das Schwanzsegment (Pygidium). das /u- 
hinterst am Körper gelegene Segment mit den Aftercirrhen. Die Haut ist mehr- 
üchiehtig; die Caticula beeitzt zaUreiebe Poren, durch welche die Hautanbinge 
liiDdurchtreten; sehr häufig ist eine mehr oder weniger ausgeprKgte Flimmerung 
♦-iiizelner Körpof^ellfn . insbesondere sog. Plimmerstreifen zu beobachten; aber 
auch Schleimdrüsen (Clitellum) münden in derselben aus. Neben solchen 
finden sich von HautanhUngeu insbesondere Haargebilde, welche alle nur erdenk- 
liehen Formen annehmen können und ziir Charakteristik der Gattungen etc. An* 
lj.ilt,spunkte geben. Sie stehen insbesondere zahlreich an den Fusssturameln oder, 
'vo solche fehlen, in 1- oder 2zf>iliq'pn Gruben am Krtrpnr oder auch in Ix sönderon 
Haataussackungen (Trichophoren), und ragen weit nach aussen vor oder 
»teben auf besondren Hödcem; die verschiedenen Arten der Borsten nnd durch 
einen besonderen Muskelapparat beweglich und bündelweise um eine spitze Stachel- 
Borste oder Stütznadel (Griffel, Aciculura) gruppirt; oft stehen sie in Kämmen 
'Torus), oft stecken sie in df^r Haut '/crstrput (Peri chaetaK Als besondere 
Ftariüfen unterscheidet man Haar- i^Oapillares, Festucae), Haken-, Spiess-, 
Sichel-, Pfeilborsten, dann platt^^edrtUdcte mesaerförmigB mit Griff und Klinge 
iPsleao), sowie gegliederte sog. Gliederborsten; überdies Kadeln, Stacheln und 
durch V. rwacbsung der Haare entstandene Ruderplatten und Schuppen (Elytra), 
"lie der Haut, so w-ic der echte Haarfilz, ein sammtarti^rps hi^ mctalli?ichc9 Aussehen 
verleiben. Endlich sondern manche Borstenfiisser auch häutige oder kalkige 
Röhren ab, oder yerkitten Sandkömchen und ITusdieltheilehen mittels abgesonderten * 
Sehleims zu Böhren, die durch ein Verschlussstück (Operculum) s?e9chlossen 
werden können. Unter der Hyijodermis Vicgi drr >ruskf]schlauch . d. r äussere 
King- und iiinrr»' Längsmu<^keln enthält, dir >trr'ihL( dorsal und ventral verlatifeu 
and durch Querfasem verbunden werden. Histologisch sind sie sehi* verschi* den 
entwickelt, gestreift oder strmfenlos, kernhaltig oder kernlos. Die Bewegung ist 
mdst ein Kriechen, wobei die Fussstonunel als Stütze dienen ; manchmal auch ein 
Rüdem oder Schwimmen, wobei Flossen oder Ruder (Pinna.) auftreten, oder 
'ndUch ein Vorwärtsschieben durch Anheften mittels- der ÖaugnUpfe: auch die 
Hautzotten wirken bei der Bewegung mit. Dtis IServensystem ist sehr hoch 
ciitwi<^elt und besteht in einem oberen, die Sinnesorgane Twsorgenden Ganglion, 
osum Scblundring und einem Bauchganglion, das die Fussstummel versorgt und 
Lilng«a'«tp <:otvie QuemervenfUden ab^jondet. Dieser Bauchstrang besteht aus 2 
^angiieukett^n , die schliesslich mittinandor ver<?chmpl/.»»n oder getrennt bleiben 
(Sabellidae), und indem auch die eiu/.elnen Knoten durch Quercommissuren sich 
verbinden, erwhdnt das ganze System strickleiterartig; auch ein isolirter Sjmpathicus 
«orde beobachtet. Von Sinnesorganen treten die Augen ziemlich allgemein auf. 



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118 



Bonkenwflnnor> 



welche auf dem oberen Schlundganglion aufliegen oder mit den Nervenstämmea 
in Verbiriflung stflun • sie sind ivi iriir am Kopfsegment vorhanden und bestehen 
aus dem Sehnerv, Pigment und eiuer kugeligen, eiförmigen oder kegeligen Linse. 
Bei manchen Formen (Alciopea) treten bereits Hornhaut, Retina, Glaskörper und 
Linse auf, 80 dass das Auge sehr eomplioirt gebaut arsdieint; bei aadexea kQnnen 
die Augen vom Kopfse-^iu rite weit abliegen und am letzten Leibesringe (Am- 
phitrlona u. s. w.), an den Seiten des Körpers (Polyophthalraus) oder an den 
Kiemeu erscheinen (Sabella). Gehörorgane erscheinen in Form von durchsich- 
tigen Bläschen mit oder ohne Otolithen und werden vom Schlande aus innerrirt. 
Als Tastorgam fmigiren die ganze Saatfläche, sowie die Anh&nge derselben, ins- 
besondere die Wilr/.chen, Haare, Borsten, Fühler und Cirrhen. Die Mundspalt<- 
liegt im Mundsegment und führt in einen mit Zähnen oder Kieferplattcn bewaff- 
neten Schlund, der oft einen vorstülpbaren Rüssel (Epipharynx) der verschiedensten 
Form enthält; die daranfiPolgende Speiseröhre (Proventriculus) enthält Speichel- 
drüsenbelego und mündet in den Gastrointestinalabschnitt, von dem der 
Matirt n vhu'u o<h'v mehrere HlinddarmanhJlnge besitzt und mitLeber/.ellen belegt ist; in 
ilim /ifht si.'h oft eine Längsfalte der TjUngo nach hin (Typhlosolis Hiixl.). Der me:>' 
gerade im Innern wimpernde Enddarm mündet mit einem terminalen oder sub- 
termioal banehständigen After, während der MnndsohlitK rftekeDständig ist. Die 
Nahrung besteht in animalen und pflanzlichen AbfllUen aller Art. Das Bliitgeftss- 
system fehlt manchmal gänzlich (Anan_:ieii) oder erscheint rudimentär; wo es 
entwickelt ist. besteht es aus ge^schlossoneu Kohren, von denen eine am Rücken 
^Öupraintestinairohr), eine am Bauch (Subintestina Irohr) U]id zwei seit- 
lich (Notone uralröhren) verlaafen; einige Gefösse enden bÜnd, die Hanpt- 
stämme geben durch QuerröHren vielfach ineinander fi.ber und bilden }>uIsIreDdB 
Herzen: sie umspinnfn wr-itors die Darm- und Tveibpswandnngen und die Kienr^rj 
und lassen eine deutliche Scheidung in vor- und rückwärts treibende, sowie ar- 
terielle und venöse Blutflüssigkeit zu. Dos Blut i.st. oft roth, oft anders gefärbt, 
oft farblos; die Blntköiperchen sind fast stets ungefärbt. Auch die Athmnng er- 
folgt häufig durch die Haut- und Eingeweideoberflftche , die von zahlreieheQ 
Blntgefttssen fSclileifencanälen) umsponnen werden und sehr dünnhäutig sind: 
doch sind auch sehr verschieden gestaltete Kiemen von Faden- , Blatt- , oder 
Baumform sehr verbreitet und erscheinen je nach der Anheftung als Kopt- 
oder Segmentalkiemen nnd im letzten Falle als einfache fadenfijrmige Baneh- 
<Cirrhus ventralia) oder Rückenkiemen (C. dorsalis) oder als wohlentwickelte 
reichüstige Rückenkiemen . die selbst dundi knorpehirtige Platten gestützt sein 
können; bei Colobranchu?» beobachtete Schmaiila Darmathmung. Oft wird Wasser 
zum Zwecke der Athmung durch den Mund in Menge aufgenommen und dureli 
den After wieder ausgeschieden. Als Bxcretionsorgane fungiren- die sog. Seg- 
mentalorgane; dieselben stellen flimmernde Röhren dar, die \4elfacb gewunden 
««ind , mit trichterf(irmif]fpn Oeffnungen frei in der Leibeshöhle beginnen und mit 
kleinen Poren nach aussen münden; sie besitzen oit blindsackartige Anhänge und 
stehen mit der Ausscheidung der Geschlechtsproducte vielfach in enger Beziehung. 
Die Geschlechter sind b^ den meisten Borsten warme m getrennt, nnr die Oligo- 
chaeten sind Zwitter und zeigen zur Zeit der Geschlechtsreife an der Geschlechts- 
Öffnung Qnerwttlste (CHtelhun). Die beiden Geschlechter sind ^iusserlich sehr 
verschieden und wurden vielfach in zwei oder mehrere Guttungen gestellt, ehe man 
die Zvsammenffebörigkeit erkannt hatte; dagegen ist die innere Organisation sehr 
einfach. Die Geschlechtsorgane liegen nämlich nur an der Körperwand oder der 
Scheidewand des Körpers und die Geschlechtsproducte sind nnr von einer dünnen 
Haut iUjer/ogen oder ganz, frei; durch Platzen der erstem gelangen sie dann 
manchmal durch besondere Leitungsrohren nach aussen (Terricolae), oder werden 
Ton den Segmentalorganen aufgenommen nnd nach aussen geleitet (Limicolae); 
letztere erscheinen daher öfters znr Brunstzeit stark rerändert. Uebrigens werden 
di. Ei er von manchen Arten längere Zeit mit umhergetragen, oft selbst in be- 
sonderen Kapseln verwahrt (Oocon); einige Formen sind lebendig gebärend fEn 
nice). Die Samenkörperchen sind langgestreckt und wie die Eier sehr verschieden 
geformt; manchmal sind viele in Spermatophoren vereint. Die Entwidmung er* 
folgt oft direct, oft aber auf dem Wege [einer jdemlich complicirten Metamorphose; 



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Bonten^Umer— Bot. 



119 



die Larven sind durch Wimperkränze, die nur wenigen Formen fehlen (Air och a 
d. Eunicidae), ausgezeichnet und werden darnach eingetheilt. Mau unterscheidet: 
talotroohe LarTen, wenn die Wimperraiben an den KOrperenden liegen, und 
iwar monotroch, wenn nur ein Wimperkrans (Polynoe)- amphitroch, wenn 
zwei, also je einer an jedem K?irperende vorhanden ist (Terella). und cephalo- 
troch, wenn sich ein Witnperkranz oberhalb des Munde» nahe deni Vorder- 
eade und ein zweiter an einem diesen tragenden Fortsatze befindet (Apiirodite); 
jnerotroehe Laryon, wenn die Kdrpermitto mehrere Wimperreifen (Spiochaeo- 
ptwns), und polytroelie Larven, wenn die Wimperreifen zahlreich sind 
und partienweise nahe aneinander rücken (Arenicola). üeberdies beobachtete 
Ehier$, dass gewisse Nereis arten zur Zeit der hriL-h.sten Geschlechtsreife ihre Ge- 
stalt nochmals verändern und eine als He tcruuereis bezeichnete Form annehmen, 
•M) du8 die ungcscUeehtliehe als atoke, die gesohleehtsreife als epitoke Form be* 
leichnet wird. C^paride nannte jene nereidine, diese heteronereide Form nnd 
eine dritte üebergangsform , eine zweite Geschlechter rm derechten Nereis epigam. 
Vielleicht spifilt hier auch die ungeschlechtliche Veruiehrungsweise mit, die bereits 
vielfach in diest^r Gruppe beobachtet wurde, so dass man in derselben Geuerations* 
Wechsel iind|Heierogonie (Geneaffen ese) sn Tenseiehnen hat. 80 entwickelt 
adl manchmal an den hinteren, mit Eiern gefüllten Segmenten eines derselben zu 
€mem mit FüVil' rn und Augen versehenen Kopf und löst schliesslich mit allen 
folgenden Segmenten vom Mutterthiere ab, um selbststilndig weiterzuleben (fissi* 
p»re Vermehrung bei Scyllis), oder es entsteht von den Endsegmenten eine 
Zahl aeaer Segmente, deren erstes sieb zu einem Kopfe ausbildet, ehe noeb das 
Mutterthier seine Geschlechtsreife erhalten hat. Indem sich dieser Vorgang nun 
mehrfach zwischen jenem und dem Kopfe des neuen Thieres wiederholt und alle 
Tochterthiere zu einer Kette vereinigt bleiben, entsteht eine Kette, deren Anfang 
▼on dem immer geschlechtslos bleibenden Thiere gebildet wird; nachdem die später 
entstandenen die Geschleehtsreife erhalten haben, lOsen sie sich ab und werden za 
je einem freien Individuum (gemmipare Vermehrung bei Myriadna). Der- 
artige ähnliche Vermehningsweisen sind ziemlich zahlreich nachgev^nesen und ver- 
wisdien die Grenzen obiger ungeschlechtlichen Vermehrungsarten. Als besondere 
Eigratiiftmlichkeiten sind die hohe Beprodndäonskrafl: und das LeochtrermOgen 
raorwähnen; erstere zeigt sich insbesondere in der rasohen Erxengong Terlorener 
Körpertheile , doch nicht in der Fähigkeit der Meeresformen, Süsswasser zu er- 
tragen; letzteres hat seineu Sitz insbesondere in einzelligen Hautdrüsen, die ganz 
seperat iimervirt sind, sowie in Tentakeln und Elytren. Die grösste Zahl der 
Bontenwftnner bewohnt das Meer und zwar im Lanrensmstande die offene See, 
ffMchlsehtsreif den Meeresschlamm, deren Ufer nnd deren Grund, wo sie bei 2900 
Faden vom Chellenger, bei 1400m nm Spitzbergen gefischt wurden; wenige be- 
lohnen die süssen Gewlisser und bergen sich in deren Schlamm, wenige das liest- 
imd und die feuchte Erde daselbst; einige sind Parasiten oder Oommensuuieu 
(Lepidonote cirrhata bei Ohaetopterus, Kereis bei Faguren und Teredo u. 8. w.). 
Die meisten sind frei beweglich (Errantia) , einige bewohnen fkst zeitlebens Röhren 
(Tubiculae). Die grössten und sch«'Ti<^tr-T! Formen gehören durchaus den Tropen 
an; im Norden sind sie spärlich vertreten. Fossile Formen begegnen uns zuerst 
im Jura; doch wurden Gehäuse von llühieubewohuern bereits im Silur entdeckt; 
^e freien Thiere mögen wohl zu Gmnde gegangen sein; auch der Bernstein ent- 
bllt Formen eingeschlossen. Die Zahl der bekannten Arten betrigt über 1500. 
Man unterscheidet 2 Ordnunffen: 1) Ordnung Polychaetae, Polychaeten; 
2) Ordnung Oligochae tae, OHgochaeten. Literatur: Grube, E., in Arch. f. 
Naturgesch. 1850 u. 1851; Claparide, E., in Mem. Soc. phys. Gen^;ve 1868, 1870 u. 
1873.* (S. Abbildungen im Anhange.) 
Bor.stenzlhner, s. Chaetodon« 

Bos fAnnif Gattung der Bovina (s. Rinder). Mit in ganzer Breite nackter 
Schnauze. Arten: I. der Untergattung Bison Snnd. Baer (Bonassus Wntpier, Bi- 
sontina Rütitneyer) ^ mit s^hr breiter gewölbter Stirne, kurzen, rasch nach oben 
gsiErOmmten, aeitlidi ^eriehteten, von der 8tims<dieitelbeinldste entspringenden 
Hörnern, mit buckelartigem Widerrist, ohne Wamme, mit langer Kopf*, Hals- und 
Stimmihne: 1) Amerikanischer Wisent, Büffel (B. amerieanus Qmtlin)» 



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120 



Boa brachycerofi — Box. 



2) Wisent, Auerochs (B. europaeus Ow.). II. Der UutergattimgBubalus5mt//<, 
Büffel (Bnbslina RüHmeifer), mit knngewölbter Stirne, an den Satenedken der 

Stimscheitelbeinleiste entspringenden, an der Basis comprimirten , rückwärts ge- 
bogenen , mit der Spitze noch vorne gerichteten Hörnern , mit grobem «;prirlißhem 
Haar: 3) Büffel (B. buffeius />.)• 4) Celebesantilope (B. celebensis) = 
Probubalns RüHmeyer. 5) Indischer Büffel (B. indicns) = Buffeius liiUh 
meyer. 6) Cafferbüffel (B. caffer ^i>armann)* 7) B. brachyceros Gray, von 
Nordost- und Westafrika. III. Der Uutergatfung Bos = Bibovina und Taurina 
Riltimcyer: 8) Baiiting (B. sondaicus Sal.) 9. Oaur (B. gaurus Eran^. 
10) Gayal (Ii. gavalis J/o/«.). llj Grunzocbse (B. grunnicus L., Po^phagns 
Ä. Wagn.). 12) Zebu (B. Indiens L), 18) Zahmes Bind imd dessen Basseo. 

Bos brachyceros» Ou\^ ». zahmes Rind. 

Bos fk'ontoBus, yHsSy s. zahmes Rind. 

Bos loD|rIfron«<, Ow., a. zahmes Rind. 

Bos priniiRrciiias, B^/., a. salunes Bind. 

Bosehkaf. Felis. 

Bosoluphus //. Smith (Oreas Dfsni.), Eland- oder Elennantilopen. 
Grosse plumpe, rinderähniiche , schutiiiiuulige Antilopen Südafrikas mit langem 
Sehwanze, geraden HOmem, langer Wamme. LieÜwn gutes Fleiseb, Fett, HOrner, 
Leder. Hierher die Blennantilope, B. oreas Fall. 

Bostrichocentrum, Untergattung von Cylindrella. 

Bostrychidae, s. BorkeakAfer. 

Botaurus Stephens, Gattung der Beiher (s. d.). 

Bote, s. Inla. 

Bothriceps Huxleif, fossile Lnrchgattung der Froschsaurier (Labyrinth o> 

dontia vera). 

Bothriechis Cope, Gruppe der Klapperschlangen, mit getheilten 
Sohwanzschildem , ohne Klapper, Körper comprimirt, ohne homartige Schuppen 
über den Augen. 

Bothriocophalidae, Grubonkopff^. Familie der Bandwürmer. Kopf mit 
2 schwachen, flachen Sauggruben, ohne Haken, GeschlechtsöfFnung auf der FlÄche 
des Gliedes. Gattungen: Bothriocephalus J9r«m, Sohizocephalu8CV«p/.,TriaenO' 
phorus Bud., Dibothrium Bud., Duthiersia Perr* 

Botlirlodon erispus Gerv., fossiles Säugethier. Paarzeher. 

Bothriopsis Cop.. Oriippe der Klapperschlangen, mit getheilten Schwani- 
schildern, ohne Klapper. Körper walzenförmig, mit 2 Nasenschildern. 

Bothrops WoffJ., Gattung der Grubenottern (s. d.). 

Botia — Cobitis taenia, Steinbeisser. 

Botryilidae, Familie der Synascidiae. Stock rindenartig, gallerf ij^'-, Cöno- 
bien rund oder sternförmig mit 6—20 Eiuzelthieren. Gattungen; Botryllas 
Gärtn.f Botry Holdes Edw, u. s. w.* 
* Botrylloldes M. Eäw,, s. Beiryllldae. 

Hotryllus Gärtu . ^ Bolryllfdae. 

Botrytis Baäsiau% Muscardine. Krankheit der Seidenraupe (s. d.)- 
Bott = Elritze. 

Bottola, italienische Benennung der FlussgrundeL 

Botys Lntr., Gattung der Zünsler (s. d.). 

Bougainviliou Lese. (Margelis Sfeenstr., Hippocrene yfetien^) , Gattmijf 
der Tubularidae (Hydroniedvist'nfamilie), Die Polypenstöcke bäumchenfÖrmig, 
die einzelnen Personen mit bloss einem Tentakelkrauz, in eine Becherkapsel zurück- 
ziehbar. B. ramosa vtm Beneden, in der Nordsee hftufig. 

Boulofrn^r Vieh, gewöhnlicheres, leichtes, flandrisches BindTieh. 

TJoTiloTuiaise-Pferd, ]<rUftiger franzö.sischer Traber. 

Uuur boner Vieh, mittelgrosses , gelbgefärbtes, französisohes Zugrind von 
Bourbonais. 

BoTtna» B. Binder« 

Box (Boops) CtmeTf "Bo'ga, Bobba. Gkittung der Meerbrassen (s. d.). 
Mit nur einer Reihe breiter, <in den schneidenden Riindern gekerbter Ziibne, sehr 
langem Darm. Arten: 1) Box vulgaris Cunet. Olivengrün bis dunkelblau mit 
prächtig goldiger Bänderung. Sein Fleisch sehr wohlschmeckend. 2) B. salpa 



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Boz-Dogge— Brachyoeroa*RaflM. 



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Linnf. Grü&ser, mehr plattgedrückt, mit schwarzem Flock au der Bru^tilos^ie. Beide 
im Mittelmeer gemein, sollen nur von Tangen und Aigen leben. 

Bdx*Dot|ge, stompfechnanzige y kräftige Spielart der englischen Dogge mit 
iUrk eiitwickpltem Selradel, glatt anliegendem, kmzom Haar. 

Boxpr ^ Buiidogg. 

Brabanter Huhn, gewöhnlich silberig, goldig oder gemsefarben getupftes 
Hohn mit ranpenhelmartiger Haube. 

Bfiibaiiter Pferd, ein Schlag der Flamländer Basse. 

Kr;irluimsel = KibitzrotronpftMfi [• Charadrius). 

Brachelytra Latr. = Kurzflügler (Staphylinidae). 

Bracher = Brachvogel. 

Braehfroseh = TbanflroBeh. 

Bracliheiinel =:= fiholdreeenpfeifer (Charadrius). 

Brach htihiu'hon — Golare^pnpfeifer. 

Brachiiului heisst der Brachvogel (Numenius) und der Triel (Oedi- 
cnemus). 

Braelila, Arme. e. Haarsterae. 

Brachlalin. ^. Haarsterne.* 

Brachialplatten, Armplatten, s. Sehildkrdteu« 

Brachlata J. Mm, (brachiom, Arm), s. TafisIlllleB. 

Broehiella Cm,, Gattung d«r Armlauskrebse (Lernaeopodidae), mit 
Ungen hinteren Kieferftssen (die nur am Ebde yerwachsoi sind), dfinnem, w^aigem 

Vorderkörper. 

Brachiuiui, Gruppe der Laufkäfer (s. d.). 

Braehinus Weber, Bombardirkäfer. Gattung der Laufkäfer (s. d.). 
Brachiolaria, s. StaehelhSater. 

Braehionidao, Fainirn' der Räder thiero. Mit breitem, schildaitigem, ge- 
psazertem Leib, zwei- oder mehrfach rf«'tbeiltem Küderorgan, Br. Bakeri 0, Fr.MüU. 
Braehionocephalla = Arnifü.sser. 
Braebfenns, s. Bracbionidae. 

Braehlopoda Dum. (brachion Anu, pous Fuss), <. A rmfflsser. * 
Brachkäfer, R hi zotrogii s- sol^titialis L., s. Klalthornkäfer. 
Brachlerehe heisst die Feidlerche und der Brachpieper. 
Brachpieper, ». Anthns und BadwtelieB» 
Brachschnepfe = BraehT«g«L 
Brachschwalben, (Marcola, t. Charadrlldae« 
Brachsen, ti. Abrami». 
Brachseiier = Brachsen. 

Brachsenniiikrelcii, Tlr.mia BhiOf a, Makrelen» 
Brachsinani» Rntrhsen. 
Brachstclzc -~ Brachpieper. 
BraehTSgel, Numenins, b. 8ebnepfenT5gel. 

Brachjcephale, Schädel, s. Mensch. 

Brachycephalida. Familie rler Spitzfinger-Froschlurche (s.d.)- Ohne 
Oberkieferzähne. Mit uDvoUstiUidig entwickeltem Gehörorgan. Uuterfamilien : Phry- 
Discina, Brachycephaliua. 

BrachycephaUe nennt man die im Verhftltniss zur Länge auffallende und 
ünv rli ;'tiiissraässige Breite eines menschlichen Schädels. Nach DieterUd wftren von 
12cib iiillionen MenscliPii 2*52 MiU. Breitschädel. Am stärksten ausgeprägt sind 
Breitschädp] bei Indianern in Amerika (103—93), bei Lappen (85), Bayern, 
Schwaben ii>4), Finnen und Indo-Chinesen (83). 

Braehyoephaliuii, ünterfamilie der Braehycephalida (s.d.). Ohne Ohr- 
drüsen. Mit Terbreiterten Querfortsätzen des Saeralwirbels. Zehen ohne Schwimm* 
htate. GattTing*'n : v<-ephaln<!, Nannophryne, Hemisns. 

Brachycephalus fitzimjer, Gattung der Brachycephaliua (s. d.). Glatt- 
hintige Froschlurche mit yollständiger, länglicher, elliptischer Zunge, rudimentärem, 
kaum sichtbaren letttem Finger, ohne Kiefer- und GaumenxBhne, ohne TrommelfeU 
und TrommelhShle, mit knödiemem Bückenschild. Eine Art aus Brasilien bekannt. 

BrarhT<»erft — Orfhocera, «. Knr7h5merJ| 

Brachyceros- Basse, s. zahmes Kind. 



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Bracbycenig — Bnicbyuni». 



BrachycPrus Fahr., Gattung der Rüsselkäfer. 

Brachy craiiioii Cope ^^Atractaspiscorpuleutuä //u//., s. Atractaspidiuae. 

Brachydectes Cope, fossile Lurchgattung der Schmalköpfe (^Micro- 
aaar i a). Steinkohlenzeit. 

Brachyderos Srhönh., Gattung der Rüsselkäfer (s. d.). 

Brachyiudes Dum. Bihr., Gattung der Sandechsen. Br. Bonitae Dum, 
Bibr, Von den Philippinen. 

Braohymerma, ünterfamilie der UyUpiesida (s. d.). Froschlorche ohne 
Ohrdrfisen, mit nicht ▼erbreiterten Qoerfortefttzen des Sacralwirbels, ohne Sehwimm- 
bSutf-. G;ittuiiL'": B rachymerus. 

Brachymeruä Smith, Onttung der Brachym^'rinft (s. d K Ziemlich kräftig 
gebaute, giatthäutige Froschlurche mit schtnaleiUi kurzem Kopf, kur^ea Gliedmassen, 
ohne Kie»r> und Gaumenztthne , mit Iftnglicher, sehwaoh eingeschnittener Zunge, 
sehr kleinen Gehörtuben, verborgenem Trommelfell, nicht stark verbreiterten Qae^ 
fortsUtzen dos Sacmhvirbels, olmi' P -Ii w' rnnili-iute. Nur eine Art bekannt. 

Brachymetropie = Kurz8icktigkelt. 

Brachymys H. v. if., fossile Gattung der Siebenschläfer. Aus dem Mioc&n. 
Brftchyops Owen, fossile Lurchifattiuig der Prosehsaurier (Labyrinthe 
odontia vera). 

Brachyotus dasyntomus = Teiehfledemutiis» 
Brach vüf US paluütriH Sumpfeule. 

Bravhyphyüa Gray^ Gattung der Fledermäuse und zwar der Familie 
Blatt nasen. Das eiförmige Nasenblatt von einer hinteren Ombe umgeben, Zunge 
lang, Unterlippe mit dreieckiger Spalte. B. cavernarum Gray. Auf Ouba. 

Brachypoda Craij (Procyonida Girard, Subarsina BlainvJ), Unteifamilie 
der bärenartigen Raubthiere. 

Brachyprorus Cabanis^ Gimpelheher. Gattung der Haben und zwar 
der UnterabÖieilung Schwei fkrfthen (Glancopinae). Breitgeschiribizte Beben 
mit kugeligem Schnabel. Hierher der Grauling (Br. cinereus Caham9). Für 
die Nadehvilldt r des südlichen und östllclien Australien charakteristisch. 

BrHi'hyptora = Kurzfltigler, Staphylinidae. 

Bruchypterus Kuy., Gattung der Glanzkäfer (s. d.). 

Brachypus FUz., Knrzfflssler, Gattung der Sei teuf altler (Ptycho- 
pleurae). 

Brachypu8 mnrariiis ~ Mauersegler. 

Brachysoma Günther^ Gattung der Prunkottera (£lapidae), mit B. dia- 
dema FUz. 

Braehystoma = Braehypronu» 

BrachytarsI, 8. Lemarlda. 

Brachytarsus Schönh., Guttimg der Rüsselkäfer (s. d.). 
Brachyteles Spix., Eriodes Oeoff., s. Atoles. 

Braehynra» Familie der insektenfressenden Fledermftnse und zwar 

der Glattnasen. Der Schwanz ragt mit der Spitze ams der Z\viseliHiischenkelhsilt 
hervor. Mit dr-n Gattungen: Mystacina Grat/ nud Nootllio deoffr. 

Brachyura Lntr., Krabben. Kurzsch wünzigt; Krebse, Hinterleib kurz 
und verkümmert, ohne Schwanzflosse, gegen die vertiefte Unterseite der Brust 
hineingesehlagen, zugespitzt (Mftnnehen) oder breit (Weibchen), mit 1^4 AiterfiDUS' 
paaren. Entwicklung mittelst Zi)f5a und nachfolgender Megalopaforni . Unter 
gnippen: Rückenfüsscr, Notopoda; Rundkrnbbeii , Oxystomata, Oxy- 
rhyncha; Bogenkr abbt'ii . Cy dorn» ! "p a ; Viereckkrabben, Catometopa. 

Brachyurus Spix., Kurzschwauzaffen, Gattung der Pithecidae. Kurz- 
Mhwinzige lockerhaarige Affsn mit sehr stark seitwärts stehenden NasenlOchem, 
breitem QesSss, schmalen langen Nigeln. Sehr empfindliche Thiere, die in ihrem 
Aeusseren an die Faulthiere erinnern. Artfii: 1) Cajao (Brachyurus melaneo* 
cephalus IIumboMt). 60 cm (15 auf den Schwanz). Glänzend <rplbbraun. Zuerst 
durch Umnboldt bekannt geworden. Ecuador, Neugranada, nordwestl. Brasilien. 
2) Uakari (Brachyurus oaWus Geoffr.). 49 cm (9 auf den Schwans). Fahh?oth- 

felb mit scharlachrothem Gesicht kurzgeschorenem Kopfe, langboschigem Kdrper- 
aar. Pera, Fara. 



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Araehyiirus— Branchiopoda. 1 23 

Brachyms l^umb., Gattung der SperlingsTÖgel. 

Brai'ke, französischer Hühnerhund. 

Brafkcii heisst ^1 1< alljährlicho Ausmustern krlinklioher oder sonst nicht ge- 
eigneter Schate (Brackücliai'e) aus den Zuchtschäfereien. 
BnuActehAf, t. Bneke«. 
Braekwasserfaana, s. Fauna. 
Brackirasscrflsche, s. Fische. 

Braekwelse, Bagrus BUelc, a. Welse« * 

Braekwespen — Braoonidae. 

Braconidae, Familie der Entomophaga. Fühler lang, vielgliedrig; erste 
Oubita!/r'llo un l dahintf-rliogende Discoidalzelle getrennt ; zweite meist gross. Leben 
meist aul' KüiWlarven. Gattungen: Bracon Fabr., Bogas Nees, Agathis Ur,, 
Microgaster Ltr.f Stephanus Jur., Aphidius Nees n, s. w. 

Bndjrliates Tsehudi, Gattung der Hecodonta (s. d.). Sehr plampe« korz- 
gedrangene Molche mit sehr kleiner, warzenförmiger, mit ihrer ganzen Unterseite 
angewar^hsr-ner Zuht'V izphiqrn Vorder-, ozehigon Hintorfüssen, nicht sicht- 
baren Ohrdrüsen, k aridem, sehr dickem, an der Basis beinahe drehruudem, in der 
Mitte deutlich plattgedrücktem, am Ende abgerundeten Schwänze, oben und unten 
m% fiantsaum. Die wenigen Gaumenzähne stehen in zwei «^'eiaden, kaum bis zum 
hinteren Raade der äusseren Nasenlöcher vorrückenden Reihen. Einzige Art: 
firady baten v n t r i i- o s u s Tsehudi. Bisher ein einziges Mal in Spanien gefunden. 

Bradylanuä — Stenops» Plumplori. 

Bradjrpoda, s. Fanlthtere. 

Bradypus Il>>]ei\ Drei/.oln nfaulthiere, Gattung der Faalthiere. Mit 
•^zehigen Füsson unl ! ui;*pn Sicholkrallen. 8 oder 9 Halswirbeln, von welchen 4 
die Lendengegeud bnUMii. Arten: 1) Kapuzenfaulthier (B. cucuUiger Wagler). 
Wem, Schwanz 5cm. Das lange Haar chocoladebraun , weisslich geiieokt, mit 
dunklem B&okenstreifen; gelbUehe Haare um das schwärzliche Geeicht ; eine dichte 
Haarperückft um den Kopf. Venezuela, Guiana, Brasilien. 2) Ai, Ai-Pereca 
<3. tridilctylu^ Curier). 50 om, Schwanz 4 cm, Gelbgrnu oder citronon farbig mit 
bräanücheiii , beiderseits wuih^sgesaumtem Uiickeustreifen und gelblichweisaer Stirn- 
binde. Ebenda. 3) Kragenfaulthier (B. torquatus Olfers). Grösser. Melir 
granbrana mit kohlschwarzer Binde am Nacken nnd Hals. Penit Amaaonenstrom. 
Alle Faulthiere zeichnen sich durch eine ganz besondere Lebenszähigkeit aus, die 
«!p ^.'hwerste Vf^rwundungon ertragen lüsst. Direr verwa*-]i'ipnfn , zu Haken ge- 
wordenen Gliedraassen wegen können sie weder gehen , noch klettern , sondern be- 
wegen sich, indem sie sich an den Aasten forfchakon. Ihre Gliedmassen können sie 
anffallend verdrehen. Ihr Auge blickt ngenthümlioh wehmftthig darein, 
en. BliUhen, Früchte bilden ihre Nahmng. 
Bräsam ~ Brachsen. 
Brahmaputra oder Brahmahühner, grosse, sehr fruchtbare, leicht eingewöhu- 
bare, wohlschmeckende Hühner mit Sfachem Kamm. Aus Asien zuerst naä New* 
York (1846) und Ton da aus weiter yerbreitet. Man unterscheidet helle und 
dnnklf T5i ihmas. S. Huiishuhn, 
Br^ma Jtiisao, s. Makrelen. 
Bramatherinm Lydekker, s. Camelopardalida. 

Branchellion r. Beneden, Gattung der Blutegel (Hirudineae). Int* n ssante 
Würmer mit blattartigen Seitenanhilngen^ welche nidit Blut saugm, sondern bloss 
Tom H.iut<rh]*»im ihres Wirthes leben. 

Itranchiae, Wasserlungen, 8. Seewalzen. 

Branehtalstpho» s. Mnseheltliiere. 

BnuMhiata, s. Abranchlata und Anallantofdica. 

Branchiata aut. (branchia Kiemen), s. Polychaetoe Grube, 

Branchiobdellidae» b. Kiemenegel. 

BraoeUoeardlaealriimeii, s. Sehaleakrtbse. 

BrancUOBidae, Familie dor Raderthiere. Bidworgan 2- oder mehrthailig; 

Korper hrfit, gepanzert, 'schildförmig: Fuss kurz, meist geringelt. Gattungen: 
Branchionus HilL, l.- ] ilflla Vim-., Colurus Ehrenb. u. s. w. 
Branohlopueusta, .h. liaäummatophora* 

BrameUopoda Er. (branchia Kiemen, pous Fuss), s. KienenfÜsser.* 




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Branehiopodiden^&AimenechBen. 



Branchiopofiideii (Branchiens M. Edw.), Fiimilio der ßlattfüssor 
(Phyllopoden). Mit /.angen artigen hinteren Antennen, ohne Mantelduplicatur, 
mit gestielten Augen, 11 — 19 Beinpaaren. In stehendem Süssgewässer oder in 
Salzsoolen. Gattang: Branohipus M, Edw* 8. Artemia. 

Bnmchiostoma Costa = AmphioxoB Varrd. 

Branohnilii Ben., a. Moosthlerchen. 

Branclüura Cl., UntorordnuTig der Ruderfüs=;f»r. und von den eigentlichen 
(Encopepoda) Terscbieden durch das zu einem Saugnapf umgewandelte ei^te 
Kieferrasspaar und die Gestalt der Schwimmbeme. Sie werden oft zu den Blatte 
fOsaeni, oft zu den Fischläusen gestellt, stimmen aber mit keiner der beiden Ord* 
nungen überein. Der Körper wird von einer Rückenschale bedeckt and besitzt 
über der Mundf^ffnnng p'mo Saugrühre mit gonllgten Ober- und stiletformigen 
Unterkiefern und oft^ <,Argulusj noch einen einziehbaren Stachel, in den eine Gift« 
dr&se ausmftndet. An den Seiten des Mxuides befinden sich Klammerorgane , ins* 
besondere ist das erste Kieferfusspaar in eine Haftscheibe umgewandelt. Die 
Brnstbt'ine besitzen viele Grundtheile und 2 lange beborstete Aeste, und sind soniit 
als Sclnvimmbeine anzusohon. Das Nervensystem besteht aus finern !jTO>:sen Gehirn 
und 0 Gunglienknoten und inuervirt ein ^lappiges Median auge und 2 gro^M; 
soiÜiclie, zosanunengesetzte Angen. Der Darmcanal ist weit Terftstelt, besitzt Leber- 
anbftnge und einen geraden Enddarm, der am Grunde der breiten Schwanzflosse 
ausmündet. Das Herz ist laiitiLrestn ckt, mit Seitenspalten und Aorta vorsehen. 
Die Athmung bescrirr die u'aii/c Korperobertiäche, insbesondere aber erscheinen die 
Schwanzanhängc (Furealplatten) sehr blutgeflLssreich und fungiren als Kiemen. 
Die GescUechter sind getrennt, die Hoden liegen unter der Scbwanzflosse. Die 
Bier werden an fremde Gegenstände im Wasser abgelegt und die ausschlüpfenden 
Jnnfrpn durchlaufon fine Motamoipho^o. Man kennt nur eine Famile: Argulidae, 
Karpfenläuse. Literatur: Lniditf in Zfit*^nhr. f. ^visNonsch. Zool. IT. 1850. IlelUr 
in Sitzungsber. Akad. Wien. XXV. Claus in Zeitsclir. f. wissensch. Zool. XXV. 1875.* 

BiniMdii, italieniscber Name des Seebarsches. 
Brandenie, b. HVhlenenten. 
Brandeiile — Sumpfcule. 
Braudtiuk ~= Kariiiiiieim]>eU 
BrandfaehSy s. Canls und Fnebs. 
Brand^ans, s. Höhlenenten. 

Brandhoni, Mur* \ brandaris L., s. Wnlstsehiieokeii. 
Brandkauz Waldkauz (Syrnium). 
Brandmaas, s. Mas. 
Brandmeise — Kohlmeise, 
Brandseeschwalbe, Actockelldes« 

Brandtaiibe (Oootrygon Oom), Columba criniger Fucheran, Schön© 
Taube von den Öuluinseln. 

BrandTOcei = Trauerseesch\\albe. 
Brandweih := Bohrweih (Oirens). 

Branta t Bernicla. Meergänse. 

Brauten heissen die Füsse des Bür- n. • 

Brasilianische Snbregion, s. Thiergeographie. 

Brassem =^ Brachsen, Brassen. 
Brasaea, b. Ahramis. 

BrasBPr Brachsen. 

Bra88ler - Grauammer, Eiuheriza miliaria. 

Brassolidap, Familie der Tagfalter. Gros.se schöne Schmetterlinge SüJ- 
amerikas. Gattung: Caligo auf der liückseite grosse Augen. 
Bratüseli, Aland = GSngling. 
Brauerpferdc, die gi-össten and schwersten Pferde. 
Braula Nüzsch, Kamm füsse, s. Bienenlänse» 
Braalidae, a. Bienenlänse. 
Braa&elleu, s. Aeeentor« 
Brauncllert = Braunkelilchen. 

Braunenechseii) Opbryoessa Boie. Gattung der Baumagamen. Wechseln 



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Brauner Adler— Bremaeii. 125 

gereizt Hie Farbe . blasen die Halsfalte auf und voUföhren mit dem Kopfe eigen- 
thümliche nickende Bewegungen. 

BiMtner Adler = Steinadler. 

Brauner Geier Kutten« oder XSaelisgeier. 

Braunflnk — Feldsp* i ling^« 

Braooflsche. ». Pho< in-na. 

Braunkehlehen^ Piauucola Koch, s. lurdidae. 
Braunkopflftiite = Moorente, Fnlignla nyroca. 
Bruunreilier — Purpurreilier» 
Braun<$patz Feldsperling» 
Brauurieh, a. leahmee Bind. 
Brannwnle, e. Pheeaene* 

BraunwnrzblattadialMVf Ciouas serofulariae. Bfisselkifer in ganzen 

Trupps Mif f^Mf Rnnnivvnr/ 

BraimwurzblttttweMpe, Alhuitus serofulariae L., s. Blatiwespen« 
Brauseliahn = Kampfläufer (Machetes). 
Brautenten, Aix Boie, 8. Entem. 
Brautkleid, s. IlAch/eltefirlling« 
Braxer — Brachson. 

Brechen nennt der Jöger das Wühlen der WUdsehweine. 
Breeliites, Asperflllnm, s. Chutroeluienidae. 

Brochlini^ = Brachsen. 

Bredas, K rnhfMischnabel, belgisches Huhn ohne l^amm* 
Bregenzerwald-Vieh, cinfarbipM Gebir^srind. 

Bregmaceros Maclellandii, die einzige Schelltischart (Meerbasen von Ben- 
^111 drr heissen Zone. 

Breitblerk : BiemUng. 

Brnitböcke, Prion in i. s. Bockkäfer. 

Breitbrustklapper, Öternothurus Hell., Gattung der Lurchsoh i ldk röten. 

BreitbruätschildiLröten, Platjsteruon Gray, Gattung der Sumpfschild- 
krfitea. 

Breitenburger Vieh, schweres, buntscheckiges, holsteimBohes Hüohnndneh. 
Breitflnger-Froschlnrohet s. Flatjila«tyla. 
Breitfisch ^ Döbel. 

Breitflfiii^ler, Megaluptera Dürrn., s. Flor fliegen und Ameisenlöwen. 
Breitköpfe, I ischgattung, 8. Platreepbalns* 
Breitköpfe, s. BellophN. 
Breitkrebse = Bfireukrebse. 
Breitling ^ Sprotte. 

RrettnaseD, ». Platyrrhtnl, Neuweltsaffen. 
Brpftohroii, Synotus A>y«. und BL (s. d.). 
Breitschädel — Groppe. 
Breitschnabelente = Löffelente. 
Brettsehwuixiorlsy Domioella Wagl, s. Loris. 

Breitse^wanzschaf , Ovies aries phitvura, Scha&asse mit charakteri« 
bischer Kammsnase, breiten, schlaffen Oliren, bald fetterem, bald dftnnerem Schwans. 
8. flauMschaf. 

Breitschwanzschuppenthier, Manis laticaudatu llUy. Indien. 
Breltseiiwaiistaubeii = Pfaventaiibeii. 

Breitstirnstier, Eos frontosus. Ansgeetorbener WUdstier, nach lükm 

<i^r Stammvater dos norwe^ischtMi B<'rf:,'rInJes, nach liiitimei/er mit dem Vorwelt- 
Hier und dem La u^^stirnstier Stammvater unsere!» Uausrindes. 

Breitstirnwombat, Phascolomys latifrons. 

Rreitseher, ». Platydaetjlas. 

Bremen, s. Bremseo. 

Bremer Vieh, milchreichcr. ^'t sLheckter Schlag des friosifchen Rindes. 

Bremsen (Bremen), Tabuaidüe, Familie der Cyclocera. Larven mit 
veichhäutigen , einziehbarem Kopf; Säugrüssel seitlicÄi zusammengedrückt, beim 
Minnchen stiletlos. saugen Blut. Gattungen: Tabanus L., Viehbremsen, mit 
T. boTinus L,, fiinderbremse. Die Larven in feuchter Erde, im Sande, unter 



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Brcmsenasael — Broiiil»eeifiüter. 



TefweRendeiD Laube. Die grossen Fliegen Isaem auf Weiden, SiarasBen auf Pferde 

und Rinder. Ohrjsops My., Blindbrt insen. Chr. oaecutiens L., gemein, 
setzt sich gerne anf die Wurzel der l^ferdeinähne. Haematopotu ^fg. mit Ht. 
plnvialis />., K e ixen bremse. Hexatoma Mfig. mit H. bimaculata Fahr,, 
seltener, an Bächen, geht auch den Menschen an. 

^emsenassel = FlsehMsel (Cjmothoiden). 

Brenner nennen die Landleate mehrere Blüthenatecher (Anthonomns), 
welche das Bräun nn der Knospenschuppen der Obstbäume verursachen. 

Brennhaare, Nesselhaare, Gitthaare. Hohle, mit einer (ameisensäure- 
haltige Säfte absondernden) Drüse in Verbindung stehende Haare der Goldafter- 
ranpen, Prooessionsspinnerraupen n. a. S. bsekten* 

Brenthidae Lmr., Langkftfcr, Familie der Cryptopentamera. Stehen 
zwischen den Rüsselkflforn und Bockkilfern. D<'r Kopf halsartig eingeschnürt, 
in einen Küssel sich zuspitzend; Körper oft sehr gestreckt. 

Bresem, Bressem, Bresser = Brachsen. 

Bretafpier Tieh, kleinstes» meist schwangeseheoktsst milchreiches Niedenngs- 

Bindvieh. 

Bretagnisches Pferd, reines, schwar7.es Zupfiferd der Bretagne. 

Bretschnoider heisseu in manchen Gegenden die Wasserjungfern. 

Breylceps ifmvm, Gattung der Eugystomatins (s. d.). Knrxköpfige 
Froschlurche ohne jede Halsandentnng, mit Iddner Himdspalte. sehr knrsen Glied- 
massen, ohne Kiefer- und Gaumenxähne, mit ovaler vollständiger Zunge, verborgenem 
TromnielfelK sehr kleinen Gehörtuben, ohne Schwimmh&ute. 2 Äxten aus Süd- und 
Westairika bekannt. 

BreTipennes, Ordnung der Vögel, s. Kvnflügler. 

Breynia Agaaa. und Drs.. Ciattung der Seeigel. Bilateral, mit flachen 
Ambulacralblättem, auf der Schale sehr grosse Höcker. Australien, Ostasieu. 

BHarapf»i»n und //. ünfrrfamilie drr Oorc;on!den. Die Kalkkfirper 
der weichen, korkartigen, ungegliederten Achse fajsl durchwegs unverschmolzen. 

Bricke — Flussprickc (Petromyzon lluviatilis). 

BriefoonTertstheorie nennt HaeekH ironisch den Versuch Ton W, Ht* die 
Anlagen der 2 Gliedmassenpaare auf die Kreuzung von 4 den Körper angrensen» 
den f'ulten, ähnlich dtn 1 Ecken eines Briefes, si^ckzuführen. 

Brieftaube, b. Felstaabe. 

Brilc, englischer Name der Glattbutt (Rhombus iaevis Rondel), 
BrIUantkSfer, Entimus imperialis, Art der Btksselkftfer. lIGt prldi* 

tiger, grünmetallischer, irisirender Pftrbung. Früher im Handel sehr theoer. 

Brasilien. 

Brillenalk Riesenalk. 

BriUenente ^Oedemiaj, Fuligula per-spiciilata L., eine Tauchente vou 
Grttnland und Island. 

BriBengrasnifioke, SiWia conspieillata, Charaktervogel der Mittel* 
meerländer. 

Brillenkaiman, s. Alligator. 

Brillenkaiman, nchwarzeV. 8. Alligator« 

Brillen nase — Ziegenmelker. 

Brllienpiüc-nin. s. Pincnfne (Sph eniseu»). 

Brlllentialauiaiider, 8. SalHniandrina. 

Brillenschlangen, s. Prnnkottera« 

Hrillen-Staryktanehery «. Alken. 

Brillenvogcl, Biloba coeruleocepbala, eine sog. Herbsteule, deren blau- 
köpßge Knupen auf Sehwarzdom und Pflaumenbäunicn. 

Briscis, Satyr US Briscis, ein flinker, scheuer Tagfalter aus der Gruppe 
der Aeugler. 

Brisingidae, Familie der Seesterne. Arme von der Scheibe abgesetzt, 
mit sehr engem Innenraum. Gattung: Brisinga Ashj. 

Brissus Kh;in. Gattn'U' der Heraigel (Spatangid ae). 
Brixeiithaler Vieh, s. iieruer Vieh» 
Bromheerfliltef^ Thecla ruht s. Blänlinge. 



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Brombeergallwespe— Bnutbem. 



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Brombeergallwespe , Diastrophus rubi, erzeugt an den Brombeeren- 
stengeln die wnnderlicb gekrümmten Anschweliongen. 

Brombeersplnner, 8. Gastropiuha rnbi imd Bombycltta* 
Brommris ^ Gimprl fl'vrriiula). 
Bronchittldrüsen, Lymphdrüsen. 
Bronchien, s. Sftngrethlere (AthmungHorgaue). 
Bronchoeelay Gattung der Erdagamen. 
Bronkgans = Ringelß^ans. 

Brniitps Fuhr., Quetschkatcr, Gattung der Rindenkafer (s, d.). 
Brujitutherideu, elephantengrosse fossile Säuger im Tertiär Nordamerikas 
mit quergestellten Hörnern vor den Augen. 

Brook-trout = Salmo fontin alis Mitchäl, amerikanische Forelle, Haupi' 

object der künstlichen Fischzucht in Amerika. 

BrOBinius Luv., Gattung der Schellfische (s. d.). 

Brolheas maurus, Mohrenskorpion» dunkelbraun, am Bauche gelb, 52 cm. 

Bretkiffery b. Avoblui nnd Heltbohrer. 

Brotog^erys Vig., Schma Ischnabelsittiche, s. Sittiche. 

Brotolomia Ltd., Schmetterling^atttmg der £alen (s. d.). 

Braan, s. Ursos. 

BnielidTossel = Drosselrohnfinger. 

Bniehenle = S um p foule (Otus). 
Bruchhaliti Kampfläurpr (Machete.«)). 
Briichhiihucheu = Teichhuhn (Gallinuln). 

Bruehidae, Samenkäfer, Familie der Crjptopentamera. Fühler lang, 
Kofif Terlingert. Gattungen: Bruchus I>. , Mnffel- oder Samenkäfer mit B. 
pili L., dem Srbsenmuffelkäfer, überwintert in den Erbsen; B. seminarius />., 
goieiner Samenkäfer, in Bohnen u.s. w., schädlicli Vn-. lentis i^otf, Linsenkbfer. 

Brurhrohrsang^pr, Ht adyptems, s. Seidenrokrs&nger. 

Bruchschleifheu, a. Aiiguis. 

BradiseliiiepIlB = Bekassinen (Gallinago). 
Bnichwas8erIaufor, Totanas glareola Temm., s. Seknepfenyögel. 
Brürkenechsen» Bhynchocephalia, Ordnung der Erieohthiere. Siehe 
Bkfnchoeephalia. 

Bruderchen, Mormon frutercula, s. Alken. 

HrillliilTe, 8. Hyeetes. 

I?rii] l ittf«*, lofhor. 8. Mycetes. 

ttrUilalfe, schwarzer, s. Mjcetes. 

Brillen 9 nilohtige Lantftiusening bei vielen Thieren (Löwe, andere Banb- 
thisre, Hirsch, Ochse, Brüllaffe, Brüllfrosch). Die Thiere lassen ihr Gebrüll entweder 

IV mr Bf'prrittnngszeit odr: tilglich ZU gewissen Zeiten hOren. 
BrflUrrosih, s, Ochseiifrosch. 

Brüxeryieh, klein e.s miichreiches Rindvieh Böhmens. 
Brugde, altnorwegischer Name iür den ninrdischen Biesenhai, Selaxe 
maxima* 

Brüh Seil wel nsaffe , Inun?; nompstrinus Groß'r. Auf Sumatra und 
Bomeo. r>i«' Eingf-borcntn riclitcn ihu zum Pflücken der Kokosnüsse ab. 
Brummer — »ehwarzblaue Schmeissfliege. 
Brunft = Branst. 

Brunnenkrpbs, s. Xlphargns. 

Brtinner'schc Drüsen, ». Eruährnngiüorgraue u. Sängethiere (Verdauungsorgane). 
Brun^ikop, Meerschwein = Braimfisch, 

Branst, BnuiBtseit, der Zustand wfthrend der Begattungszeit bei SRnge- 

thiercD. Zu dieser ZIeit, die sich bei vielen Thieren auch in äusseren Veränderungen 
dr- KrrperK krnnzHchnot fs. Hochzpif skleid, HochzeitsfSrbung), verratheu viele 
Thiere eigeuthüruliche Uurulic. Eniplindlichkeit, Appetitlosigkeit, Schreilu.st, Raut- 
lust. Die Brunstzeit und die Brunstdauer ist bei den verschiedenen Thieren sehr 
venehieden. Siehe Singethiere, (Geschlechtsorgane und For^flansung). 
Bra-Suniindi = Plnniidori. 

Brnnt. t] - rax. s. 11. a. 'Wirbrilhii r*', Siinfrof h?<'r<'. Iii'Jokten und GUederfllsser* 
Brastbein, aterauui, s. Wirbelthlere, Säugetbiere (Skelei). 



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Bnutflonen— Btil>alia. 



Brustflossen, pennae thoracica(>, Fische. 

Brustfüsse heissen bei den Gliederfüssern im Unterschiede von den Baach» 
fubsem die Füsse der Brustsegmeute. 

BnttgrVrt«!, s. 8lsir«tblere (Skelet). 

RrQ8t!yniph^ani?, duetus thoraeicus, s. SängrethieM (Aihmangaorgane). 

Krustpialten, rcctonilplattcMi. SehlldkrötOII« 

Bru>itraukeulu8ser — Tkorueiea. 

Bnistsiekey celUe thoracica«, s. TSg«! (Afhmmigorgaiie). 

BmstBChUd heisst in verschiedenen Werken: 1) hei den Käfern der obere 
Theil des auf den Kopf folgrndcn Sef^mentes (oder der Pepmente); 2) dasselbe bei 
anderen Gliederfüsseru; 3} bei den Krebsthieren die Oberseite d^ Cephalo- 
thorax. 

Brn8t8tIodiir<^ Banchflosse, s. Fische. 
Bmstwirbelsinilis s. Singethiere (Skelet). 
Brata, s. Zahnarme. 
Bratoppante, s. Fische. 

Brotflecken, s. TOgel (Brüten). 

Brutpfle^f^. Zum Schutze der Eier und Jnnpfen ist mannigfache Vorsorge 

feti'offen. Schon die Eizelle ist durch Hüilea und Schalen geschützt. Wie din 
eile eine Zelihaut absondert, so bildet die £izelle eine Eähülle, die Dotter haut. 
Atueer dieser Dofterhaut kann sieh dnroh Absonderung die ßselle umgebender 
Zellen ein Eifollikel bilden, dessen Zellenschicht (Follikelepithel) einschichtig 
oder raohr>-<-liichtig ist und an seiner der Eizelle zugewendeten freien Oberfläche 
eine erhärtende Cuticularsubstanz absondern kann, so dass um die Eizelle herum 
eine von Vielen Chorion genannte Httlle entsteht. Durch Absonderung eigener 
Dr&sen kOnnen noch andere TJmhüllnngsschichten des Eies sich bilden. Durch 
Mitgabe von Nährmaterial (Dentoplasma) im Ei ist weiters für dasselbe vorg^ 
sorgt. Dazu kommen nun mancherlei Schutzvorrichtungen am elterlichen Körper, 
Vorkehrungen seitens der Eltern. Die Legeröhren und Legestachein vieler In- 
sekten, das Bebrüten der Eier seitens der Riesenschlangen, einiger Fische, der 
Vögel, die Anlage von Nestern und verschiedensten Brutbauen , Wohnräumen f&r 
die Jungen , das zeitweise Herumtragen der Eier seitens der Eltern (bei einigen 
Fischen, Lurchen, Krebsen), das Verbergen der Jungen in den Beutel ta.schen bei 
den Beutelthiereu , die iSchutzvorkehrungeu für die Brut bei den Büschelkiemem, 
bei der Pipa, bei der Geburts^lferskröte, bei Bhinoderma (s. d.) sind solebe Hüfr- 
mittel und Vorkehrungen zum Sohutse der Brut. (Siebe bei den einzelnen Klassen.) 
Brnttro)?, t^. Fische. 

Bryacepliiila Bronn, fbryon Moos, keplmle Kopf), s. MoOStlÜeroheu. 

Bryaxis J^ach,^ Gaiiung der Zwergkäfer (s. d.). 

Bryolo» Ehrmb, (brjron Moos, xoon Thier), s. HoostUereliMu 

Bryssns, s. Brissus« 

Bnansoy s. Canis« 

Boballna = Bnbalns» s. Bos. 

Bubalis Lichtenstein, Haartebeest (Acronotus (?nxy, Alcelaphus Blain- 
rille). Gattung der A ntil open. Klein- und schmalköpfige, grosshufige. atVikan!<dit" 
Antilop(?n mit doppelt gebogenen, am Grunde ein wenig wulstigen Hörnern, kleinen 
Thräuengruben, kleiner Mutfei, gequastetem Schwänze, 2 Zitzen. Arten: 1) Ocbseu- 
antilope (A. caamaiSkiiMieviU«), Kaamaantilope, Haartebeest. Die Stimleisten 
fast zu Stirnzapfen umgebildet. Hell zimmtbraun, Schwanzquaste und mehrere 
Stimstreift^i sclnvarz , unten heller. Jet/.t am Cap fazt ganz ausgerottet imd in^ 
Innere Afrikas verdrängt. Periodisch unternehmen sie in Ixesellschaft njit anderen 
Antilopeuarten Wanderungen. 2) Kuhantilope (B. mauretanica SuttdecUU), 
nahe 200 cm, 150 cm hoch. Die HOmer sind einander an der Wurzel und an der 
Spitze genähert. Ueber den Thränengruben ein Haarbüschel. Rostigbraunrotiu 
Geht flen Gegner mit zum B(.>den gehaltenem Kopfe an; ist sehr wild und scheu. 
Nordafrika. -5) Gondo, Gondongo, breithornige Kuhantilope (B. Lichten- 
steinii l'der.n). Die an der Basis doppelt so breiten als hohen, platten, schwarzen 
Hömer biegen sich zuerst nach hinten und aussen, dann nach oben und innen, 
endlich im rechten Winkel nacb hinten, um dann parallel oder auseinander zu 
laufen. Glänzend zimmtbraun, unten isabeUgelb. Mozambique. 4) Sassabj, 



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Babalofl — BuciistabeiücrSte. 



129 



Sassayby (B. lau ata SufidtoUU) d«r Ochaenantilope almlidi, mit aelir absolillssifeiii 

Böcken. Die HCrner sieben sebr weit auseinander, geben zuerst auf* und moik- 
wärts, dann aaswär+^- nnd wenden '^ich dann sanft bogenförmig nach innen und 
etwas nach unten. Tief schwürzlichbraim, unten fahl; vom Scheitel zur Nase ein 
donkelbräunlichgrauer Streifen. In waldigen Gegenden Südafrikas. 5) Eorrigum, 
westafrikanisehes Haartebeest (B. senegalensis 5mllA), mit mehr ges&eekt 
Terlaufenden HOmem. Falbgrau, unten weisslicb. Am Auge ein dunkelgrauer 
Fleck, ein grösserer am Ober- und Unterschenkel. 6) Kleiner Bläs.sbock (B. 
albifrons Sundeviüe). Etwas kleiner als der Damhirsch. Mit grünlichweissen 
Hümern. Gesiebt und die langen Ohren weiss; ein graubläulicher, rosig ange- 
flogener Sattdfleek am Bfldken; eine breite braune Binde an den Seiten, Beinen 
und Hüften; Sehwanzquaste schwarz. Südafrika. 7) Grosser Blässbock, Bunt- 
bock (B pygarga Sundemile). Von der Grösse des Damhirsches. Glänzend 
kastanienbraun mit kaffee^lbem Sattelfleok, unten weiss. Vom Cap verdrängt, in 
grossen Herden in S&dafinka. 

Babalas, Untergattung von Bos, b. Bttfffil nnd Hos. 

Bttbo Dum., Gattung der Eulen (s. d.). 

Bubonias Copej Gattung der Gystiguathina (s. d.). Krötenartige Frosch- 
iorche mit Kieferzähneu^ aber ohne Vomerziübuie, ganz verknöcherten Frontoparietalr 
knochen, getrennten Kasalia, gut entwi^lten QenOrorgaaen, grosser Weiefaendrftae, 
aber ohne Ohrdrüsen. Eine Art von Nauta bekannt. 

Bnbulcus Pucheran — Ardea bubuicus Savigtuj, Kuhreiher. Beinweiss, 
Füsse rothgelb, Schnabel orangefarbig. Bitzen gerne auf KLndem, Büffeln, £Ie> 
phanten und lesen deren Schmarotzer ab. Afrika, Westasien. 

BmmetMl = Erythrospiza githaginea, Wfistengimpel, Wflsten- 
trompeter, Horo. Im Wüstengebiete Noraafrikas nnd Sftdwestaaiens. Prftditig 
gefib-bt, atla.sgrau und rosenroth gemischt. 

Bueca, Backe, Wange. 

Baeealgauglien, s. BauchfOsser«* 

BMealvan^Uottf ganglion baocale, s. Weichthtere.* 

Buccalmasse, Mundkopf (Schlundkopf, Pharynx) nennt Trosehd bei den 
kopftragenden Mollusken den Anfang der musculösen Verdaaongsrdhre, der die 
Kauwerkzeuge enthält. 

BneelBidae» a ItelhSnier.* 

BaMinum hiessen bei den Römern Tritoninm nudifernm, spät r ver> 
schieden«" Schnecken mit grosser letzter Windung, so die Tonn en sehn ecke, 
Polium maculatum Lam., die Netz-Fischreuse, Nassa reticulata L., die 
l)avicl$harfe, Ilarpa ventricosa ZAi^n. u. a. Jetzt wird dieser Name allgümeiu 
Ar dne Gattung der Bneoinidae gebrandit. S. Klikklitlmer* 

Boeco L.. i,. Bartkukuke. 

Riiccouiduc, Familie der Kukuksvögel, 8. Bartkukllka. 
BacephalQS» s. SaugwQrmer.* 

Bneephaliui SmUh, DiekkOpfe. Gattung der Bjanmsehlangen. Mit 
lehr ttark abgesetxtem dicken Kopf, sehr groaien Augen, excentrisch gekieltmi 
Schuppen. B. capensis iSmiiA, Banmmeduse, 1— l^/im. Peitsohenförmig ge- 

ittreckt. Cap. 

Bucerotidae, Familie der Kukuksvögel, s. Nashornvögel. 
Bmlly p salter inm, heisst die dritte Abtheilung des Tiertheiligen Wieder* 
kinermagens wegen ihrer zahlreichen blättrigen flehleimhautf alten. S. Wfederldlsdr« 
BiH-hdnickor, Bostrychus typoerraphiis /.., s. Barkenk&fer*- 
Bocheaberkenlüifery a. Borkeukäfer (Bostrychus). 
BachenkelsberkenklfBry s. Borkenklfer (Xyloterus). 
Buchenrässler = Bsdieiispringrttssler« 
Backenspinner, Stauropus fagi />. s. Spinner* 
Bnehenspringer = BnchenspringrSssler. 
Bnehenspr Ingrossier, Orcbestes fagi L., s. BMsielkifsr* 
Bneklnk, Edelfink., s. Finken. 
Buchmarder = Edelmarder. 

Baekttabenkegel, Conus literatus L., s. Kegelsehneoken« 
Baelntiiealwtte» HornfroBck, Oeratophrys oornuta lAmii, Grosser 

KsMsr« BiaidwertailnMli 4«r Zoolttgto. 9 



130 



Bad^fll«— BttmbeixiiAiMii 



prSchtig gefärbter Frosch des südamprikanisciien Urwaldes. Die oberea Augen* 
lider laufen mehr oder weniger spitz zu. 

Bvekel, um boxt es, heust der meist gew9lbteTheil der MuadielBebele, welefaer 

omnittelbar auf die Spitze folgt. 

Buckelbieneii , Gmh wpcpenbienen, Sphecodes Latr. (Dichroa ///.). 
Gattung der Bhiruen wespeii (Uuterfamilie : Sphecodina). Leben parasitisch 
in den Bauten vou Halictus.* 

Snokelfiiegen, Phora Lalr. Kkinef sehwuie, absatsweise laufende FU^gen 
mit hochgebuckelter Brust. Pb. inorassata Jl/Wt/., Bienenbuckelfliege, dringt 
in die Bipn<>nctÖcke , schiebt in den tingedeckelten Zellen ein Ei unter die Haut 
der darin beHndlicbeu Larve; die Larve schmarotzt dann im Pettkörper und bohrt 
sich schliesslich aus der gedeckelten Zelle heraus, uro auf den Boden des Stockes 
zn gelangen. 

Buckelochs = Zebu. 

Kuckelwal, s. Kalaenoptera. 

Bockel wanzeu, Tingis Fabr.^ s. Hantwauzen. 

Bneketeirfoiy Hembracidae, Familie der Cicaden. Fflhler 2- oder 

3gliedrig, zwischen den Augen entspringend, Scheitel und Stimo versclimolzen; 
Flügel häutig. Wunderliche Formen. Gattongea: Cent ro tue Fabr., Membraois 
Fabr., Dornzirpen^ Smilia Germ. 

Baeenni iMt., Homraben, s. NaahonT9gel* 

Bvdeag, Semnopitheens mauras Dnm., ein Schlankalle Jayas. 

Budorcas Ilodgson, Gattung der Antilop en. Asiatische, grosskfipfige A&ti' 
lopen mit behaarter f^cba f^nn-?o knr/em behaarten Ziegenschwanz, glatten mndpii, 
oben sich fast berühroiideu il i t i n. ohne ThrJinengruben und Kiaueudrüsen. Art: 
Takin (B. taxicola Hodgsou). im östlicheu Uiinala^H. 

BndytM = Motacilla citreola. Sporenstelze. Charaktnrogel dw 
nordischen Tundra. 

Büehorl^iusey Holzlause, Psocidae. Familie der Corrodentia. Körper 
klein , Kopf gross , blasig , Flügel dachförmig. Leben gewöhnlich aul" der Unter- 
seite der Blätter. Gattungen: Psocus Latr.f Troctes Burni. mit Tr. divintp 
toriQS MüU,, Staublans, Amphigerontia Kolbe, Caecilins Ourt, Pbilotarsns 
Kolbe, OrsphopsoOQs Kolbe, Stenopsocns Hag., Atropos Leaeh mit A. pnb 
satoriaZr., gemeine Biicherlaus; diese wie die Staublans in HAosem überall. 
Literatur: Kolbe in Jahresb. preuss. Prov.-Ver. 1879. 

Blleherskorpion, s. Chemetidae* 

Büchsenkdpfe, Pyxicepbalns Tsehtdif krOtentthnliche Gattung der 

Prosi h Tiatrachier CRim in ae). 

Büchsenmnschel, Paudora lirug, s. Enteiiklaffmuscheln. 

BüehsenschildkrSten , Vorderbrustklapper, Pyxis Beil., Gattung der 
Landschildkröten (Chersidae), s. TestudiaiaiM. 

Bttekingfey frisch gerftncherte, nidit ausgeweidete HSringe. 

Bücklinge = Buckinge. 

Büffel, Bubalus Smith — Bubalina Rutim. Untergattung von Bos is. d )- 
Stirn kurz, gewölbt, Behaarung spärlich. Arten: B. buffalus L., gemeiner 
Büffel. Die Hörner an der Wurzel dick und breit, bis in die Mitte mit queren 
Runseln. In Ostindien wild, in Indien gezBhmt, im 6. Jahrhunderte in !^ut)pa 
eingeführt. Liebt die Sümpfe. Gutes Zugthier. Eine Spielart: der Ami oder 
Riesenbüffel, an 3 m lang, die Hörnerspitzen stehen an 2 m auseinander. Hinter- 
indien. Zur Feldarbeit verwendet. B. c affer L., Kaffernbüffel. Die grosseu 
breiten Hümer auf der Stime wulstig aufgetrieben. Herden weise in Mittel- und 
Südafrika. Sehr wild, unzähmbar. 

Büffelento. Fuligiila albeola Z. Im hnlirii Norden Amerikas. 

BÜffelfün^er - - Bul lenb^isser. s. Haushund. 

Bülbül der Ferser, Hafisnachtigail, Lusciuia Hafizii^ mit längerem 
Sehwanx, blasserer Fftrbung. 

Btilbüls, Fruchtdrosseln (Picnonotidae). 
Büldrück = Fausthuhii. 
Biimbeimeise ~. Blaumeise* 



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Bfindelmster— BolimiBiiB. 



BOodelniNter, Anumbius frontalis D'Orb., s. Annbatidae. 

Biindelxähiilei^ Desmodus rufus. £iue Blattnasen-Fledermaus Südamerikas. 

BiBdnenMdlwday kleines fetBfleischiges Schwein der Schweiz, schwarz oder 
dnokelrothbraiui. 

Bürixprinoister = fiismÜTO» 

Bürstel Flussbarsch. 

BÜTüteubiuder — Burstenspinner« 

BlnteiihoniWMpeB» Hylotoma Latr.^ s. BUttwespeiu 

Bfirstenraiipfiii heissen die mit bürstenfftmig abgestatzton Haarbüschea 
TOfsehenen SpiiineiTaupen (Orgjia, Dasychira u. a?). 

Bflroten^plnnery Orgyia hdts., ». Spinaer. 

BUrtteMillsa» VlBUie (VerdanungHorganel. 

BiirstliB^ = Flnssbarsch. 

Bärzr^ u ropTginm , der kurze, die Schwanzfedern tragende Vogelsohwanz. 
BBrzeldrQtie, s. Vögel (KOrperbedeckung). 
BIrteleehsen, Lophura Cm^, s. BamagaMen« 

Biraelstelxeii, Pteroptoehidae. Sfldamerikamsche Vogelfamilie , den 

imeisenvögeln nahestehend. 

BOsehelantllope, s. Calotrag'us. 

BluchelfUsser, LophyropoUa, 8. Museheikrebse, Wasserflöhe u. Rnderlliser* 
BisdieikiflIBer, Lophobranchii, Ordnung der Fiaehe. Die Kiemen- 
)ffhimg aehr eng, die Kiemen büschelfiSnnig, der Kiemendeokel eine einfaohe grosse 

Platte. V>pr Mnnr? vahnlos, in eine röhrpnartlge Schnauzo verlängert. Rippen 
f^len. Statt der Schuppen sind ringförmig aneinander gereihte Knochenplatt^n 
forhanden. Die Schwimmblase ohne Luftgang. Durchwegs Meeresfische; nur einige 
Arten mdien auch das Sdssgewässer der Kfksten auf. Die Männchen Ubemehmen 
dieBnitpflege. Familien: Sjngnathidae (Seenadeln) und Solen08tomida6(8. d.). 
Büscnelkrebse, Cladocpra (s. d.). 
; Büschelweise — Aulwelse. 

liuieo, Bufao, luia, Bouto, luiu WOrU., Gattung der Delphine. Mit 
: langem, schmalem, von kurzen steifen Haaren besetztem S<£nabel. I. bolivensis 
i l/ihh . ii damerikanischer Flussdelphin. 

BüffeluH — Roh Indiens, s. Bos und indischer VQffel. 

Bafo f.innr, echte Kröten, (rattung der Bufonina (s.d.). Froschluiche 
HU iuemlich kurzen Gliedma-^ssen, ohne Kiefer- und Gaumenzähne, mit ovaler, voU- 
4isdiger, hinten freier Zunge, grossen, sehr deatliehen OhrdrOsen, siemlieh warziger 
Maat, halben oder ganzen Zehenschwimmhftnten , Mftnnchen meist mit Kehlsack. 

unterscheidet 8 Untergattungen: Chilophryne, Otilopus, Phrynoides, 
üuto. Khaebo. F eltaphryne, Sch ismaderm a, Calophrynus. Arten: 1) Go- 
seine Erdkrüte (Bufo vulgaris Laurenti), 7,5—22 cm. Ohrdrüseu stark her- 
vortretend. Mftnnchen bedeatend kleiner. Sondert reichliche Sftfte ab. Eine grosse 
^üdeoropäische ^ielart mit langen spitzen Domwarzen die Palmenkröto. 
-I Krpuzkröte (B. oal;iniita Laurenti), 5,8— 8 cm. Plumper, mit undeut- 
licheren Flecken, kleineren Uhrdrüsen als die vorige, meist mit gelber ROekenlinif». 

Wechseikröte, Buntkröte (Bufo vari ab il is Po//as), 7,5— 13cm. Oben 
«of Kbrnntzigweissem Gnmde mehr oder weniger lebhaft grttn gefleckt; rothe Warzen« 

pmikte. Ohrdrüsen lang. 
Hnfonida, s. Kröten. 

liufuuiformia Dum, liibr., Unterabtheilung der Üxydactylia (Spitzfinger^ 
Fnmhlnrche). 

Bafonina, ünterfumilie der Kröten (s. d.). Mit Ohrdrüsen, verbreiterten 
Qaerfortäätz' n des Sacralwirbels , Zehen mit Schwimmhäuten. Gattungen: Bufo, 
Xotade«, Cranopsis. 

Bugula Ok., Gattung der Bicellaridae (s. d.). 

Baiu, Bnhiio = Ulv. 

Bujeser Rind, schweres, starkes Arbeitarittd Istiiens. - 
Hulbilliiv, kleine eiförmige Anschwellung. 
UBlbttk aortae, Aortenzwiebel, & Fische ICirculatiomsorgaue). 
Bulbus eeull, Augapfel, i. Wirhellliiere» Siugethlere, YögeK 
Buliminut JSftr^., s. Sehnirkelsehneekeu« 



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132 



Bolimiu— Bonefaliiig. 



BHllmaB Brug. s. SokalrkelteluieciiLea« 

Bulla ossea, knöcherne Blase, a. Btafethlere (Sinnesorgane, Ohr). 

Bullaen Lam. (Philino Asr,.), Seemandeln, s. Philiiiidae. 

Bulldog;ffe) aus dem BuUenbeisser hervorgegangene Hunderasse, kleiner, be- 
liebter Hofhima und Hetzhund. S. Haushund. 

Bnlldoggenpintflohery Ton den Engländern für eUBTentUohe Kampf« und Wettr 
spiele gezüchteter Pintscher, der besonders den Batten uaohjagt. 

Bulle, erwachsenes männliches Kind. 

BuU-head nennen die Engländer die Groupen. 

BsIlidmtt^BlasenBchnecken.Famifie der Bedeektkiemer (Tectibrandiiat»). 
Die Schale nur ieitlidi vom Fusse bedeckt. Deckel fehlt. Hierher: Bulla Brug. 
mit B. ampulla Lam. Kiebitzei; Gylichna; Haminea. 

BalUdetti b. Blasenschneekea. 

Bnlllna, s. Aetaaonidae. 

BiiUo masfhio und Bullo femiua hnisst auf den italienisohen Märkfan 
Murex brandari> //. und M. iuflaius L., zwei Wul&tsohneoken (s. d.). 
Bull-terrier, Varietät der englischen Doggp. 

BuU-trout heisst in England der äalmo cambricus Donovan, eine locale 
Form der Ladhsforelle. 

Bnltiy Chromi» iilloticus Cur., t, Chramldae« 

Bulworia = TholassidroB». 
Baader, s. Bhesat. 

Baadulfoek, Plattycerus ezimiua RauUa^ t. SittialM. 

Bnnirnr, Bun ju^uru tn, Felscnschlangen, s. Prnnkottern. 

Bunker, Menhaden. Oupea tyrannus Latrobe, amerikanische Uürings- 
art. Wird an den Küsten des atlantischen Oceans jährlich in Miihouen gefaogea 
und za Thran oder Fischguano verarbeitet. 

Bunodes Ooate, Gattung der Aotinien, Seeanemonen. Die stark he^ 
vorragenden Warzen und Puren spritzen nur Wasser aus. 

Bantbarseh Flossbarsch. 

Bautboek» «. Buballs* 

BnntdrosHcl BothdioaseL 

Bantkäfer, Clerus Geoffr., s. Clertdae* 

Baatkröte - WeebselkrSte, h. Bafo. 

BuBtUaya» Tag&ttergattmig (Tbeola). s. Bliuliaga. 

Bantsitticb, Platy^« rcua eximius, «. SIfttlAa« 

Bantspecht, s. iipechte. 

BaattodI, Todns riridia L., Tjrrannidae. 

Baols-Wlckler, Ki^iemtriebwickler, s. Wlaklen 

Bophaga L., Madenhacker, s. Staare* 

Bnphas Boie, 8. ReihervOgel. 

Bnprestldae, a. Praehtkifer. 

Bora, Antilopenart, s Torvicapra. 

Burang'-Rajan — Rönigsparadiesvogol. 

Burehelächaf , Ilimalayaschaf. Ovis Burchcli Blyth. Dunkelbraunes, 
dicht- und langhaariges Schaf. Lebt in kleinen Endeln auf dem Himalaya bis in 
5000 m in der Höhe. 

Bnrgr, Biborlnirf^en. s. Biber. 

Burgos-Uuud, dachsbeiniger klisiner Öeidenhund. 

Bumuduakf ein BackenhOrnchen, a. Tamlas. 

Buong Undan - DoppelhomTOgel. 

Burretschel = Karausche. 

Burrhahn = Kampfläufer (Mach et es). 

Bursa copalatoria, r. FadenwflrMer** 

Bina copulatrix, Begattungstasehe, s. Insaktea und GUadaifllBBer.* 

Bursa Fabrlcü, s. VÄsrel (Verdaiiungsorgane). 

Bursarüdae «b'^., Börsenthierchen, Familie der Intus oria heterotricba. 
Körper formbeständig mit gerader oder schräger H^mperreihe am linken Seiten- 
rande des Peristoms; diese setzt sich in den Schlund Iiinein fort. Gattoagra: 
Bursaria Müll., Plagiotoma Fhij., Balantidinm Oop. und ixMAfli. u. B. w.* 

Buisohling = Flussbarsolu 



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Bnminro Bytom. 



133 



Busaaro = Bussarde. 

Busearla = Emberizza, Zippammer. 

Boäellbock^ Antilope silvatica Spamnann. In den Gapländern. 

Basefeidster = Raobwürirer (Lanius). 

Boschente = Reiherente (Fnlignla). 

Buscheule - Waldkauz (Syrninm). 

Busclifalk Raub Würger (Lanius). 

Bnsehß^rille = Grillensänger. 

B aKch ho rn Wespen, Lophyrus Latr., s. Blattwespen* 

Bnsehhuhn, Buschtruthnhn, Talegalloa, s. dmtfoMhftluier. 

Biischkatze — Serval. 

BnMMhdrake, Pboenicophaes, s. Knkvke« 

Buscblerche = Baumpieper (Anthus) und Heidelercbe (Alanda). 
Bn^chmelster, Lachesis Daud., s. Ombenttlem« 
Buschpieper = Baumpieper. 
Boschrol^sfinger = Grillens&nger. 

BoMluSager, Drymoicinae, Qmppe der Sftnger (Cisticola, StipituntSt 

Orthot 'r;i 11 - n, a.). 

BnArhschnecke, Helix fruticum Mäüer, h. SchntrkelMshneeken« 
Bttschschuepfe — Waldschnepfe (Scolopax). 
BaselitehwetB, s. Potamorhoerus. 
Buschspcrlpr ZwprfrncMlonru'iusp (Nannugo). 
Buschspiimen — Wür^^spinnon (Mygale). 
Busehtruthuhn = liuscbhulm. 

BusehwOrger, Malaconotos SuMttm.^ s. WOrger (Laniidae). 

Bussarde (ßusaare), Buteoninae, Ginippe der Faloonidae (s. d.). 
Bnssardfalkeiiadipr. UraStus Kaupt Unierrippe der Edeladler. 

Buäshard = Mäusebttssard. 

Bns>'€Oii Bollen f Ochsen feige (Fulgur Montf.)^ Meerschneckengattung 
der Pectinibranchia (Unterordnung: Rhacniglossa). Mit banohiger, ssieinli<£ 
glaMw, weisslich gefHrbter Schale. 

Butaf^tus = Archibuteo lagopus, Ran 'hfnssbussard. 

Butalis, Graufliegenfänger, Untersippc der Fliegenfänger. 

Butaquila = Buteo ferox, Raubbussard. 

Bnteo Sechst., BuBaarde, s. Fäleenidae* 

Buthe = Butt. 

Bothus, 8. Androctonns. 

Butor = Ardea lentiginosa, Sumpfrohrdommel. 

Bntsköpfe, s. Globiecephallnn. 

Biitf. Ruthe, Volksname der EUritse. 

Batten« s. Plattfische. 

Bnttelstampfe, Momten fratercnla, ■. Alkui« 
Bntterflsch, Centronotns Bl. Sehn., s. SeUalMÜSehe. 

Butterkrebs heh^^f nn<;er Flusskr^l><^ , worin er sich soeben geh&ntet und- 
iO lange er nicht wieder einen festen Panzer erhalten hat. 
Buttervögel = Weisslinge. 
Byone, 8. Dendroohi riihio. 
BjrrhidAe, 8. Plllenkäfer. 
BjwuB, MoBchelaeide, s. Musohelthlere. 
ByMveaBetelinltt, s. Mitehelthlere« 
RT^sn<?flrnse, s. MnschrHhIere. 

Bjthi Deila Moqu. Taud = Palndinella c. Frauenf., s. Lltorlnidae. 
Bythlnfa (Tray, s. SnmpfHchneeken. 

Bythotrephes Leydig, Tie fenwassor flöhe. Krebsgattung der Nackt- 
wasserflöhe (Polyphomiflac). Von B. longimanus Leydirf , weldi»j Art sich 
in den prr'-sten Tiefen des Bodensees aufhält, lebt das Felohen (s. d.) fast aus- 
««idiesslich. 

Bytwnw Lair,, Muffkftfer, Gattong der WeichllOgler (Malaooder^ 
mata). Die sog. Himbeerroa l* n ^iind die Larven Ton B. tomentosus Fahr» und 
A. f nmatus Febr, S. Weiehflügler. 



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134 



Caber»--ClaenlndM. 



C. 

Cabera Jr., Gattung der Dendiümetridae, s. Spannen 
Caberea Lam.. a. CellalarldM* 

Cabinetkäfer , Anthrenus rauscorum L. Seine Larve wird wie die des 
gemeinen Peizkäfers, Attagenus pellio L., Naturaliencabinetten, namentlich 
Insekteasamnüungeu sehr sohädiich. Als Schutzmittel empfahlen sich : Wahl gut 
8diii«B0tidAr Kasten, oftes Ltfton, Bfirstcte, Ausklopfen, Vergiften der couserTirten 
Thiers mit Arsenikseife, Durchdftnsten mit SchwofclkohlcuDifltoff, Anasetien der 
Sammlungen einer IVmperator von 55* G. 8. Speekkäfer* 

Cacadus = Kakadus. 

Cacigo, Chucuto, Mono-teo, Mono-Eabon, Garuiri,Chucu£0, Schwarz 
kopf*Schweifaffe, Brachynrus melanocephalus ^saMdt^ 8. Bnchjrvos. 
Cacamiitt» Katxenfrett, Bussaris astnta Ideht* In Felienklfiften and 

Baiunh5hlen hausende Viverre von Mexiko und Texas. 
Cacatua Bris$. — PlisHoIophns Vig.^ s. Kakadai* 
€acatuidae, Plissoluphinae, s. Kakadas. 
Caceabis Kaup.. Berghflhner, t. UhaerrQf^l« 
Cachelot = Pottwal. 
Cacopus — Uperodon (s. d.t. 

Gacotus Günther^ Gattung der Bhinodermatiua (s.d.). Froschlurche mit 
deutlichen Vomer- und Oberktefersdmen, breiter, hinten sdiwacli ansgeechnittener 
Zunge, fast ganz freien Zehen, zu einem kleinen Looh reduoirten GehOrtuben, ohne 

Trommelfell. Eine Art aus Chile liekannt. 

Caducibrancliiata, Caducibranchia (lat. hinrallig, Kiemen» fforfg. beijssen 
die Froschlurche und die Molche (Salamandrxiiu; be^nders als uucix vollendeter 
ICetamorphose ihre Bremen ▼«rlierende Lurche. 

CmuIus (Krüglein) I^nUppi, Gattung der M|olu8ken. Die durchscheinend 
weisse , an beiden Endpii offene Schale in der Mitte angeschwollen. Die Fischer 
halten die oft am Grundluth angehängt sich tindenden Muscheln Hir Schellfischsitthne. 

<^ca, Blinddärme, s. YerdannngHorgane. 

CaMilift UwU, Gattung der Seh uppen'Blindwühlen (s. d.). IMe Tentakel' 
gfi*ube ist hufeisenförmig, dicht unter dem Nasenloch ; das klappenf^rmige Tentakel 
ist mit seiner Ba!?is an dem Hinterrand des Nasenloches befestigt und schiiessf 
von aussen die Tentakelgrube. Arten: 1) Wurmwühle (C. lumbricoidea 
Daudin). Länge zur Dicke wie 115:1. Surinam. 2) C. polyzona Fischer. 67,5 cm. 
Mit platter Beunauze. Braunffran, Kopf heller, Ringfaltea schwarz, unten hellgrau. 
Keugranada. ü. v. a. S. Sehleichenlurche. 

Caecilianella iirrA- (Ceciliodes F-^r»?»?«?. A -icula Rlsso), blinde, unter 
irdisch lebende Landächneckeu , durchschemend weiss, ohne die übUche Kopfan* 
Schwellung der Fühlerenden. C. acicula MüUer, In Mitteleuropa. 

CaeeilttdM = Apoda, Gymnophiona, Blindwtthlen, Schleichenlurche, 
8. Sehleieheiiliurche. 

Caecilius Curt., Gattung der Bücherläuse (s. d.). 

Caecum Fleynming, Gattung der Wnrmschneokpn (s. d.). 

Caenis Steph., Gattung der Eintagsfliegen (s. d.). 

CaerebidM Gray (Dacnididae OsAaais), Zuekervdgel, Familie der Sper- 
lingsvögel. Schlanke, an unsere Meiseii und Sftnger erinnernde Vögel mit stark 
gekrümmtem Schnabel, sehr langer, gespaltener Zunge. Leben von Insekten, Beeren, 
saftigen Früchten. Wostindien, Central- und Südamerika. Gattungen: Caereba 
Vieillot mit C.cyauea VieilL, der Sai. Männchen hellblau und schwarz, Scheitel 
blauj^rfin. Südamerika, Weetindien. Gerthiola Siuidea, mit G. flaTeola Sim(UT.t 
Pitpit, schwarz, weiss und gelb; gesellig mit den Kolibris. Diglossa Wa^- 
S. BI»iiT5g«l. 



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Caeno— CaUiope. 



135 



Caesio Commerson-LacSp^de, Gattung der Stachel flosser (nach Klun^innef 
Typus der barschartigen Fische, Perciformes Giinth.). Prächtige, meist 
biaugef^bte Fische des indischen Oceans. Die Stacheln der Rücken- und Äfber- 
floae sehwaeh. 

Cag^nare, Ameisenfresser, s. HjraM60|^kAfa« 

Cai, Sai = Kapuzineraffe, 

Caiman .'^/>ijr, s. Alligator. 

Gamotiieriuil Bravard (ungewöhnlich, vrildes Thio^, aassestorbene Oattang 
der Säugethiere (Anoplotheria Oratf). Siehe anoh Ho^OuerilUl« 
Calrina Flem., s. Enten. 

Caitia Gray (Homodactylus Fitz.), Gattung der Gürtelechsen (Zonu- 
ridae). An jedem Sdieakal bloss zwei grosse Poien. Die Hinterfllsse kon, dick, 
lueht ffespalten. Südafieika. 

Cajao, Kurzschwansaffen, a. Braehjnrms« 

Cajote, B. Canis. 

GalAbTCSMBliwid , grosser^, krlftiger Haudrand in den Abmzien mit 
welligem Haar. 

Calamaria Bote, Gattung der Z wergsohlangen (s. d.). 
Caiaaiariidae, s. Zwergsdilangen. 
Oslamlstnim, b. Spinnen.* 

Calamoherpe = Acrocephalns Naum., s. Sftnfer» 
Calarans, Spule, ». Vögel (Körperbedeckung). 
Calandritis Cab., Gattimg der Lerchen (s. d.). 

Galuüdae, Familie der Onaihostomata. 1. Ftthlerpaar sehr lang , mit 
«DBeitigen Greifarmen ; 2. Fühlerpaar zweiästig ; FQsse des 5. Paares beim Mftnnchen 
zur Begattung dienlich; Herz vorhanden. Gattungen: Oetochilus Vom,, Dia- 
ptomus JVfMttr., Heterocope Sars. u. s. w.* 

Calappiden Miln . Edwards heisst ein Theii der Eundkrabben (Oxysto- 
msta). Hieriier Oalappa grannlata L,, Sohamkrabbe. 

Calatfty itaL Bes. etwa 5j|]iiiger Aale» die dem Meere lawandem. 8. AaL 

Calathus (Korb) Bon., Gattung der Laufkäfer (Anckomenini) s. d. 

Caleaaens, Fersenbein, s. Säufrethlere (Skelct). 

Calcar, Schiensporn, s. Insekten und Bäderthlere. * 

Calear, Sporn, h. YSgel (KOipeibedeckung). 

Calcarea, s. Schwämme. 

Caleiniren, s. BaoelifflBaer.* 

Galeispong in IMMw. (ealz Kalk, Spongia), •. Kalksekwlmme. 

CalicÜs Orojf, Untergattung yon Herpestes lüig. 

Caliculato-ramos Dana (kelchästig) heisst bei den Steinkorallen jene "Ver- 
ästelung, bei welcher jeder Kelch einen eigenen Ast des Stockes bildet und die 
Kelche seitlich frei bleiben. 

Cnlidiis lUig., Strandliufer» s. ScihmepilnTSgel (Tringa). 

CaliforolMke SnbregloB» t. TUergoograpUe. 

Caligldae, s. FIseUInse. 

Caligo Hb., Gattung der Tagfalter. Südamerikaniseke Sohmetterlinge. 
S. BrassoUdae. 

Calliaotis Verr, (Cibrina Ehrmb,)^ Gattung der Aotinien. Sitaen immer 
sof den Sehnecken schalen, in welchen Berhardinernebee wohnen. 

OdHMÜdea M. Ed»,t Emstenkrebsgattnng. Ihre Pleopoden fiingiren 

ib Kiemen. 

Callichroma Sturm, Gattung der Bockkäfer. Durch schöne Färbung sich 
antteichnend. Afrika, Asien, Amerika. 

CaUichthyi L., Gattung der Welse (s. d.). 

Calligenia Dup., Schmetterlingsgattnng der Aretiidae (s. d.). 
Calllmorpha Latr., s. Aretiidae. 

Callionymus L., Gattung der Meergrundeln (s. d.). 

Calliope Gould, Gattung der Erdsänger (H umicoliuae), einer Gruppe der 
DroBseWOgeL Unseren BlaiuceUchen nakestebende asiatische Vögel. Hierbier n. a. 
C. kamtschatkensis i?/yM., Bubinnacbtigall. Nordasien. Die Ohinesen kalten 
d«a Vogel mit einem Faden am Halse angebunden. 



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186 CaUiope^Calotngos. 

Cailiope Oi^^y = Strepsiceros ff. 6<m., Untergattung von Tragelaphns 
CallipriltMW Ag,, Gattung der Kakadus (s. d.). 

CalHsaurus Blamv. (SohOnechse), Gattung der Leguane. C. draconoides 

BMnp. Califomien. 

Callista, s. Cytherea (Vennsmuscheln). 

CSttllithrix Iiiiger, Springaffen, Gattung der Pithecidae (ünterfamilie 
Aneturae Wagtiet^. Schlanke Affen mit senkrecht gegeneinander stehenden 
Schneidezähnen. Sehr lebhafte, scheue, liebenswürdige Affen des tiefen dämmerigpn 
Urwaldes^ wo sie nach Katzeuart Vögeln und verschiedenen Insekten springend 
nachjagen. Werden Ton den Indianern gefangen gehalten. Bringen mit i&em 
stark entwickelten Kehlkopfe weithin hörbare Brülltöne hervor. Arten: 1) Der 
Sasuassu (Callithrix Geoffraij). 90cm (no auf den Schwanz). Rothhraun mit 
hellem Nackenband, dunkelfarbigem Kopf. 2) Der Wittweuaffe (Callithrix- 
vidua HumboUU), 88cm (48 auf den Schwanz). Feines, glänzendes, schwarzes 
Haar; das Geddit bUnlichweifls; weisses Halsband. Auf der reehten Seite des 
Orinoco. Sfidamerika beherbergt noch mehrere Arten. 

Callitriche FHnim. Soll (?) unser Husarenaffe (Oeroopithecns ruber 
Oeoffr,) sein. 

CaUoenäs Gray (Schüutaube), Gattung der Galloenadidae, s. Tauben. 
Gallomya WaierKtnmef zweifelhafte Untergattung von Hesperornys. 
Callopeltis flnvCHcens, h. AesViilapschlani^e« 
Callopelti§ leprosuSf s. Aeskuliipsehlange. 
Gallopeltis romanos, s. Aeskulapschlange. 

Callophis Gray (Schönschlange), Sohmuokottern, S. KAttophlB* 

Calloplstes Gnu tnh., s. KnüopinteS* 
Callorhluitti, s. Arctocephaliua. 

Callorhynchus Groti. (Schönschnauze), Fischgattung der Chimaeridae, 
B. Holocephala. 

Callns umbilicalis, Nabe heb wie le, .s. BanchfUsHer.* 

Calobata Mei^., (Gattung der Acalyptera, S. Muscidad« 

Calocepbalas F. Ctwier, s. KallocephalQS. 

Calocorl», .Strauehwanzen« a. LygUS« 

Calogale Gt-a;/, T^nt'^rgattung von Herpestes JÜig. 

Calohyla = Uylaedactjrlas (a. d.). 

Calophrynas Cope^ b. BhIIs. 

CMopisma, Kallopisma Dum, Bibr, (Schönhfllle) , Gattung der Wasser- 

schlangen (s. d.). 

Caloptenus Bunn, Gattung d^M- Feldheuschrecken (s. d.). 

Calopteryx, Kallopteryx L>^<iri, (Schönflügel), s. Wasserjungfern. 

Caloäauru Dum. Bibr., Kallosaura (Schönechse), Cabrita Gray, Gattung 
der Eidechsen (Lacertidae). Ostindien. 

Calosomm WO*., Kallosoma (SohOnlaib), Gattung der Laufkäfer (Cara- 
bini) (s. d.). 

Calotes Cut., Schönechaen, s. Baamagamen. 

Cftlotrag^ SundevUle (SchOnböcke) , Zierböcke, Gattnng der Antilopen. 
Afrikanische kleine Antilopen mit deutlicher Muffel, gebogen queren Thrllnengrubeo, 

bcquastetera kurzen Schwan/.. Arten: 1) Bockantilope (C. tragulus Forst'v). 
Ziegengross. Die 17 cm langen Hüruer etwas nach vorne gebogen. Sch('n brntm- 
roth mit |prauem Schimmer; unten weisslich. Lebt paarweise in Caplaud. 2» ü. 
melanotis Forster, Grösser als der Steinbock. Die schwarsen HOmer mit der 
Spitxe nach Tome gebogen. Oben lebhaft rostroth, unten hellrostgelb. Ebenfalls 
paarweise am Cap. 3) Büscbelantilope , Bleichbock (C. scoparius Sum^^ 
ville). BehgrosH, sehr zierlich, mit grossen Kniebüscheln. Oben gelbbraun, miten 
weiss. Einzeln oder paarweise am Oap. 4) Dutsa (C. hastatus). Kleiner, gelb* 
braun mit feinen , sdiwarzen Sprenkeln , unten weiss. In gebüschrächen Ebenea 
von Mozambique. 5) Gebari (C. montanus Sunderille). Nicht ganz 1 m lang, 
58 cm hoch. R'-fliHcli fahl, unten weiss. Paarweise in den grasreiehen Hochi'benen 
Abyssiniens. »>) Klippspringer, Sana (C. oreotragua Forstet), lux lang, 
55cm hoch. Mit kleinem Kopf. Braungelb, schwarz gesprenkelt am Cup: grau, 



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Calpiiniiu Terraoona—CSunpeplMgidae^ 



137 



schwan gesprenkelt in Abyssinieu. Bis zu 4000 m hoch in den Alpen Abysiniens, 
in Sennaar and am Gap. Lebt nach Art unserer Gemse. 

ddpaniMS Terraoos» Jfonlf. = Oviilam Terrnoosnm L., s. PonelUui* 

Calula = Hylaedaetylus (s. d.). 

Calurus Swains., Gattung der Nageschnäbler (s. d.). 

Calyeria = Asthenosoma Ontbe. 

Calreapkoridae Leuck-. (Hülsenträger), s. HOlgenqnallaB.* 

Calyrozoa Leuck: (Kelchthiero,) s. Becherquallen.* 

Calydonius H. v. M., ausgestorbene Gattung der Borstenthier e. Die 
Eckzlhne mit senkreehtem, rauhgeiBtreiftem Schmelzrande. Tertiineit. 

Calyptera hetsaan die bei vielen Zweiflftglem Uber den Schwingkölbehen 

itdienden Schüppchen. 

Calypterae, ünterfamilie der Muscidae (s. d.). 
Calyptoblastca AUm. 1872 (gestrecktsprossige), s. Campannlariae.* 
Galyptocepludiui Dum, Bihr,, Gattung der Banina (s. d.). KrOtenlhnliche 

Froschlurche mit einem rauhen Kop&childe, Vomerzähnen , ovaler nicht einge> 
?«:lmittener. hinten freier Zunge , deutlichem Trommelfell , halben Zehen schwimm* 
btnten, Männchen mit einem Kehlsacke jederseits. Eine Art ans Chile. 
Calyptodom, t>. Faltenwespen.* 

Calyptomera San. (grieeh. kalyptos Terhfillt, neron 8eheakel), Schalen- 

wa<;ser flöhe.. Familie der Cladocera. Eine sweiklappige Schale umschliesst 
den Rumpf oder springt vorn dachnrtig noch ein wenig über den Kopf vor. ünter- 
familien: Lypceidae, Daphnidae, Sididae. Au 26 Gattungen, davon nur Fe- 
nilia im Meere, die andern im Süsswasser. 

Calyptorrhymehis Vig. und Hersf,, Babenkakadus, s. Kakadus. 

C4ilyptraea Lamarck (Hanbige), Zipfelschneoken, 8. HtttienrnkmeokeB« 
Galyx, Kelch, s. Haarsterne.* 
Calyx, Eierkelch, b. Insekten** 

Camargue •Tieh, kleines, einfarbiges, flinkes Bind von der Insel Gamargue. 
GanaTOliaB Peten, Gattung der Cystignathina (s. d.). Frosehlnrohe, zn 

Liuperus sich Terhaltend wie die Gattung Limnodynastes zu Cystignathus, 



Gaomenzähne. mit länglicher, gnnzrandiger Zunge, freien Zehen nur mit schmalen 
flaata&umeu, nicht sichtbarem Trommelfell. Eine Art aus Südaustralien bekannt. 
Caauureaetna FM.^ s. Blladwaniea« 

Camelidae Ogilhy (Camelina Oray, Gameli WkgmX s. Sdiwieleillttsser. 

Caraelopardallda, s. Giraffen. 
Camelopardalifi, s. Giraffen. 

CamelUB lAnrU, Kamee! , Gattung der Sohwielenffisser. Zweihufer 

mit einem oder zwei starken Rückenhöckem, langem, starkbogig gekrftmmtem Hals, 
dnreh die gemeinsame Sohle verbundenen Zehen, gequastetem Schwanz. Backen* 

zilme -f. Leben nur mehr gezähmt in Nordafrika und Südasien. Arten: 1) Dro- 
medar rC. dromedarius Linn/). 2) Trampelthier (C. bactrianus lAmU). 
Siehe unter , Dromedar" und «Trampelthier". 

Oaaipaiialarlae (Calyptobla8teaoder-8tiea.<ltffn.,Thecaphora, Skeno- 
toka Gut.), Unterordnung der Hydroidmedusen. Mit chitinartigem Periderm 
überzogene Polypenstr)ckchen mit Becherzellen (Hydro theca) zum Einziehen des 
Körpers; Geschlechtsgemmen in der Wandung besonderer Individuen, ohne Mund 
und Fühler; die freischwimmenden Medusen sind Handbläschenmedusen (s. d.). 
Familien: Plumularidae, Sertularidae, Campanularidae, Thaumantidae, 
Helieertidae, Ger yonopsidae, Aequoridae. 

Campanularidae, Familie der Campannlariae. Polypenstöcke mit Bechern 
auf gerin jreltem Stiele. Polypen mit doppeltem Tentakelkranz. Gattungen: 
Campanularia Lam., Exomedea Lamx u. s. w.* 

Canpephagidae CdbamB, Baupenfresser, Familie der Sperlingsvögel. 
Unseren Fliegenfängern ähnlich, aber ohne den charakteristisohen Ausschnitt vor 
der Schnabelspitze, mit längerem, ahfreniiidetem Schwanz und merkwürdig hartem 
und steifem Bückengefieder. Tropische VögeL Hierher u.a.: C* speciosa La</iam, 



ohne Ohrdrüsen . mit sehr engen 




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138 Camper*acher Oendrtswinkel^Canida. 

Men II ig vogel . Schill. SädosUsiea. C. eieg&ns Förster , Feuermenuigvogel. 
hjüdindieii, Ceylon, Java. 

CAraper'soher Oesiehtswinkel. PeUr Camper, bertthmter hoUiodisolier 
Anatom und Chirurg (1722—1789), ffthrte, um das Ueberwiegen oder Zurückbleiben 
von Gehii uschiidel und Gesichtsschädel messen zu können , als Mass einen Wink»! 
ein, welchen eine vom Ohr zum Boden der Nasenhöhle und eine zweite vom her- 
vorragendsten Punlcte des Oberkiefers zum vortreieudsten Stirnpaukte gezogen« 
Linie mitoiiifttider bflden. Bd dar kankadaehen Baoe ist dieser Winkel am grOsstoD. 
Doeh ist der Bückschiaas auf die grOesere oder geringere Intelligenz nur im be* 
grenzten Masse möglich. 

Campodeidae, Familie des Thysanura. Körper langgestreckt mit lu 
Uinterleibssegmenten und 2 Endfäden. Das Yorhandeusein von Beinen an <iea 
Hinter leibsringeu nähert diese Insekten den TausendfÜssern. Gattungen: Campodea 
WeHw* mit G. staphylinns Wietiw», Japyx MaL mit J. gigas Burm, Auf 
Cypem u. s. w. 

CamponotuK Mayr. 8. Ameisen. 

Cumpophilu^i Gratf, Gattung der Spechte (s. d.X 

Campoplex Grav., Gattung der Ophionina. s. Ichneumonidae. 

Campsiurina Brandt (Krummschwän^e) — llodentia sciurina Bonap., 
ünterfamiUe der eiehhSmdieiuurtigen Nager. 

Carapsodaetylng Dum. Bibr. (Krammlinger) ^ Hagria Gray, Gattung der 
Sandechsen. Indien. 

Campylaea Heck (Gebogene)^ Gruppe der Gattung Hei ix, s. Sohnirkel- 
Schnecken. 

Gsaipylodom Dum, Bibr, (ZnrfickgekrftmmtsBhner), SdUangengattnng der 

Homulopsidae. 

Campylodun Fahrte (Notacanthus JH.), Fiscbgattung der Stachel flösset. 
Campyloptorus .9frm«.<f., S&belflügler, Gattung der Schwirrvögel (s. d ). 
Campylopus Co^. u. iMchm. (Uronyohia ^/e«n), Gattung der Infusorien 
(Hypotrioka). 

Ouipyliu FitelL, Oattong der Boknellkftfer (s. d.). 
Canadieche Snbre^fon» b. ThIergMgraphle. 

ranadiäches Pferd, lebhaftes, gut genährtes, amerikfinisches Farmerpferd, 
mit reichhaariger, welliger Mähne und dichtem Sehweite j stammt vom nor* 
männischen Pferde, ist aber kleiner. 

Canalet semlelrenlareSf ^ Wirbeltklere (Sinneaoigane» Ohr). 

Canalicnlati, UnterabtheOong der Gastroooeli, ohne Seitenforchen, sieiia 
Belemnitidae. 

fanallfern, s Stachelschnecken.* 

Cttuaiib auricularis heisst die Einschuürungsstelle zwischen der Vorkammer 
und Hauptkammer des embryonalen Herzens der höheren Vertebraten. 
Canal-Laurers, s. Sangwflrmer.* 
Tanal. pnraerft««trNrher, « Rippenfsallen** 
Canairiffe, ä. Ikoraiienpolypen.* 
CamoellariA £am., Qittersehneeken (s. d.). 
Caneer, Krabbengattung, s. Bogenkrihben. 

fancpriden Latreilffi, ein Theil der Bogenkrabben (Cyclometopa), ohne 
ruderartig verbreiterte letzte Pereiopoden. 

Cancroma L. (lat. Krebsgeschwür; da er den Krebsen besonders nachstellt), 
Kahnschnabel, Gattung der BeihervOgel (s, d.). 

Candia Lamour, Gattung der Cellulariidae (s. d.). 

Oandoia Gra^ = Enygrus Wagkr, Baubhydern, Gattung der Boa* 
schlangen (s. d.). 

Canestrelo heisst auf den italienischen Märkten Pecten varius L., eine 
Kammmusehel (s. d.). 

Canida, Canina Wagner, handeartige Raubthiere, Familie der Raub- 
thiere. Hochbegabte, scharfsinnige, meist kleinköpfige, spit/scbnau/ige , stumpf- 
nasige, hochbeinige, schlankleibige Zehengftnger. Aa den Yorderfüssen 5, an 



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Canis. 



139 



da HinterföaMn 4 Zehen (Jagdhyftne durchaus izeliig). GebtBB (BaekenziÜme: 

pf , mf oder pf', s-j-, m\). Die storken, stumpfen Krallen niebt zurUokxiehbar. 
Geruchssinn besonders entwickelt. Können niolit Uettem, laufen aber gut. Gattun- 
gsn: Canis L., Otocyon Lichtenat. 

Canis Linn^, Hund, Gattung der Canida. Backen /.Hb iie \' l Artaii: 

1) Wolf (C. lupus L.). 114 cm lang, 72cm hoch, Schwanz. 4:Um. Kopf breit, 
die kurze Schnauze zugasyiut, die aufrechten Ohren breit und äpitz, die Pupille 
dar etwas sehrSgen Augen rund, mit 10 Zitzen. Gelbgrau , schwarz untemuscht. 
IGt Rücksicht auf das Vorkommen unterscheidet man den europäisch- 
asiatischen Wolf, L. orientalis, und den amerikanischen Wolf. L. occi- 
deatalis, beide mit mehreren Spielarten. Früher in Europa sehr häutig gewe.sen, 
ist er heute auf die Karpatheu, Aidenueu, die Normaudie, Slavoaieu , Ungarn, 
Fdeiif BuasLand, Griechenland besehrftnkt. Der Hunger treibt ihn ans seinen Ver* 
stodEon in stillen Waldungen hervor und lässt ihn Mäusen, Ratten, Hamstern, 
jtmgen Hasen Feldhühnern, Füchsen, Rehen, Schafen, überhaupt allen bewältig- 
bareu Warmbiiitern nachstellen, doch begnügt er sich auch mit Fröschen, Schlangen, 
fidechsen, verschiedenen Beeren. Mit Eintritt der rauheren Jahreszeit gesellen sich 
die Wölfe zu oft sehr starken Budein zusammen und ma(dien dann anon auf grosse 
Rinder nnd Pferde Jagd. Die Paarungszeit währt von December bis April. Das 
Wptbchen wirft nach 13 Wochen 4 -9 Junge. Der Wolf lässt sich zähmen, paart 
sich mit dem Hunde. In der Gefangenschaft werden Wölfe bis lo Jahre alt. 

2) Heulwolf , Prairiewolf oder Gajote (G. latrans iyai/.), 90cm, Schwanz 
^em. Kräftige Beine, langer buschiger Schwanz. Oben grau, schwarz und bräun« 
lieh gemischt, unten weissUch. In grösseren und kleineren Rudeln gesellig lebend. 
Geht sogar Hirsche und Bären an. Durch sein Heolen bekannt geworden. Nord- 
amerika. '6) Mähnenwolf (C. jubatus Üetmatest), Von der Grösse des Wolfes, 
iber hflher und sdimSchtiger. Gelblich zimmtroth , mit einer Art Hähne. Lebt 
meist von Agatis und Meerschweinchen, soll aber auch die Schafherden anfallen. 
Fast ganz Südamerika. 4) Falklandswolf (C. antarcticus ÄÄaw), 40 cra, Schwanz 
'iOem. Wolfsgrau. In selbstgegrabenen Höhlen auf den Falklandsinseln. 5) Schakal 
(C. aureus Linni)^ 7b — 7t>cm, 45 cm hoch, Schwanz 30cm. Bei seiner weiten 
Verbreitung in saUreicfaen Spielarten. Die euzopHiflchen Scihakale wolf^au, die 
afrikanischen sandfarbig, die indischen schmutziggran. Gesellige Thiere, die zur 
Xaclitzeit im Chorus ihr schauerliches Geheul hören lassen. Sehr dreist. Südeuropa. 
Mittelasien , Nordafrika. <j) Bheria fC. pallipes Sifkes). Grösser als der ge- 
wöhnliche Schakal mit gestrecktem Kopf. Rruthlichbraun , schwarz gesprenkelt. 
Indien. 7) Dhole (0. dukhnnensis Spix), 80 cm, 45cm hoch, Schwanz 20 om. 
Schön braunroth. Dem Windhunde ähnlich. Dekan, Köromandel. 8) Alpen* 
woIf (C. alpin US Pallfr-^) . 70 cm , 4'> cm hoch, Schwanz J^'> cm. Schnauze kurz, 
ai^gestumpft. Röthlicbgrau. Jagt in Rudeln Hir^schkühe und Kälber. Sibirien. 
^) Kaberu (G. sinensis liuppell)^ 70 cm, 50 cm hoch, Schwanz 35 cm. Laugköpfig 
mit spitsnr SBhnause. Oben braunroth, unten weiss. Abyssinien, Centraiafrika. 
10) Buansu (G. primaeus Hodgton). Grösse des Alpenwolfes. Rostroth, sdtwars 
mehrt. Sibirien. 11) Streifenschakal (C. adustus Sundewall) , 70 cm, 45 cm 
hoch, Schwanz 33. Oben bräunlich, an den Seiten grau, dunkel gebändert. In 
Bodeln. Südafi-ika. 12) Schabrakenschakal (C. mesomelus Schreber). So 
gross aber nidit so hochbeinig wie der Torige. Oben rostroth, nach unten in Gelb 
''ibergehend. Leicht zShmbar. Vom Cap bis nach Nubien. 13) Savannenhand« 
Maikong oder Carasissi (C. <^ n u crixoms Destmarest), (>5 cm, 55 cm hoch, Schwanz 

cm. Oben dunkel, unten gelbiichweiss. nn der Brust ein helles Kreuz. Ein sehr 
listiges , raublustiges Thier der Savaunen Venezuelas und Guianas. Stellt gerne 
^atlisadkrabbai nach. 14) Der Agnarachay (G. azarae WÜä), 70 cm, Schwanz 
40 cm. Schwarzbraun, silbeigran gesprrakelt. Geht bis 3000 m im Gebirge empor, 
wo er dem Geflügel, Vicunas, Lämmern, Rehen nachjagt und von den Hirten 
eifrig gejagt wird. Südamerika. 15) Fuchs (G. vulpes L.), 65 cm, 35cm hoch, 
Schwanz 37 cm. Oben rostroth (im Winter weisslich angehaucht), unten weiss oder 
achwindich grau. Pupille IftngUch schiefstehend , Schwanz lang, buschig. Ueber- 
ragt alle seine wilden Verwandten an geistigen Fähigkeiten. Schwanzdrttse sehr 



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140 CRimabiDA— Oapam. 

entwickelt. Findet er nicht in einem bewohnten oder verlassenen Dachsbau Ein* 
lass, so gräbt er sich einen ans einem Hanptkessel imd verzweigten, sich kreuzen- 
den Eingangs- und Fluchtröhren bestehenden Bau. Vom Engerling an bis zum 
jungen Reh fällt er alles bewältigbare Lebende an , iillhrt sich aber vorwiegond 
von Mausen, deren er erstaunliche Mengen vertilgt. An List kommt ihm kein 
anderes Baubthier gleich. Er jagt meist in der Dämmerung. Kanzzeit im Februar, 
das Weibchen wirft 8-^12 Junge. Jnng eingefangen leicht zUimbar. Viele Spiel- 
arten: der schwarze Kohl- oder Brandfuchs, der Kreuz fuchs mit dunkler 
Bücken* oder Schulterbinde, der bunte Kreu/fuchs im Himalaya, der Nilfuchs, 
der wolfsgraue Karakan des Kaukasus, der blasst'arbige indische Fuchs, der 
kurzschn auzige, länger behaarte nordamerikanische Fuchs. Europa, Nordamerika, 
Asien, Afrika. 16) Grau- oder Silberfuchs (C. cinereo-argentatus ^Af«^), 
<)0 cm, 30 cm hoch, Schwanz 40. Qrauweiss. Klettert gewandt. Stellt den Rattes 
der Baumwollpflanzungen . den Schopfwachteln und Truthühnern . ausserdem Afm 
jungen Mais und Kerfthieren nach. Im Süden Nordamerikas. .lährlieh kommen 
an Ü5 000 Felle 4 3—6 Mark in den Handel. 17) Korsak ((J. corsac L.), 60 cm, 
Söhwanz 35 cm. Heist röthlichgran , kommt aber in vielen Spielarten vor. Soll 
wandern, keine eigenen Höhlen graben, sondern die der Bobaks beuüt/en. Von 
der "NVolgii bis 7um Baikalsee, Indien, Nordafrika. 18) Polar- oder Eisfuchs 
(B. lagüpus L.}, r)'! — «ifi f m . Schwanz 2b cm. Kleinere runde Ohren, küriiere 
Schnauze, niedrigere Beine als andere Füchse. Russfarbig oder braun, im Winter 
sdineeweiss. Bas Weibehen wirft in selbstgegrabenen , mit Moos ausgepolsterten 
Hohlen bis 12 Junge. Wühlmäuse, Lemminge, Hasen, Schneehühner sind Gegen- 
stand seiner Jagd. Sehr leicht in Fallen zu fangen. In allen Polarländern. Man 
bringt jUhrlich nahe an 200 000 BSlge. ä 4—12 Mark, die sog. Blaufuchsfelle 
h 30 — 7ö Mark, iu den Handel. Haushund (C. iamiliaris L.). Ueber dessen 
Abstammung und Bassen stehe unter «Haushund*. 

Cannabina Brehm, Hänflinge, s. Flnkev (unter Fringilla). 

Cannolichio heisst in Neapel und Si/.ilien die schotenförmige Messer- 
soheide (Ensis siiiqua öchum.), eine Scheidenrauschel {ti. d.). 

Cannotidae Haeckel (mit Bohren Versehene). Leptomeduseniamilic ohne 
Bandblaschen, mit 4 oder 6 verttstelten, gefiederten oder gegabelten Badialeanllen. 
Hierher: Berenicidae Eschsck,, Williadae /'br6., Fol jorcbidae ul^oM., Meli- 
sertidae Agassi, (ohne Melißertum). 

Cantarello, Pagrus vulgaris C. T., Art der Meerbrassen (s. d.;. 

Cantaro, Cantharus lineatus WhU.^ Art der Meerbrassen (s. d.). 

Gantharldae = Meloidae, Vesicantia, s. PflasterkSfer* 

Cantharus Cuvitr, Sackbrassen, Gattung der Meerbrassen (s. d.). Mit 
sehneidezahnälinlichon vorderen , spitzkegeligen hinteren Kieferzähnen in mehreren 
Beiheu. Die Bückenstacheln lassen sich in eine Binne niederlegen. Arten: 1) C. 
lineatus jtfbn/a^tf. Ghrau' oder bÜlullchgrQn mit dunkleren goldigen Längsstreiftn 
an den Seiten. Im Mittelmeer gemein. 2) C. orbicularis Cuvier. Etwas höher. 
Ebenda. Die Snckbra^^sen leben gesellig und halten «;ich in Trupps in der Nähe 
der Küsten auf. Nach Beobachtungen in den Aquarien stellt das Männchen eine 
Grube im Sande her, bewacht die hier vom Weibchen festgeklebten Eier und jagt 
andere Thiere, die sich den Eiern uMiem, fort. 

CamttsTogel = RoststrandlSufBr. 

Caouana, Thalassochelys corticata Rondel, s. Sppschildkröton. 

Capa longa hchst in Venedig und Triest die schotenförmige Messer- 
scheide. S. Cannolichio. 

Cai»a Santa beisst in Venedig und Triest die Jakobsmusohel (Peoten 
jacobaeus L.), eine Eammmuschel (s. d.). 

Capa fonda hnisst in Venedig und Triest die essbare Herzmusehel 
(Cardium edule /..). 

Caparon heisst in Venedig und Triest eine andere Herzmusehel: Cardium 
aouleatum L, 

Gaparotolo keisst in Venedig und Triest eine Venusmnsdhel: Venns 

verrucosa 7. 

Capauu, junger, castrirter Hahn. 



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Gapella— Capra. 



141 



Cap«Ua Ketfs. u. BUu., s. Rapioapra //. Sm. 

lapere« Gray, Gattung der Glattwale i^Buiaenidae). Felsenbeine uii- 
regelmässig iliombisdi, mit Ueiner Oeffiiuag. Art: C. antipodaram Oray, 
MeiUMeland. 

CnpiUares, s. Berttenwfirmer. * 

CapiUargefiUse9B.CireQlatlonaorgane9 Wirbeltbierey Sängethiere, Yögel u.a.0. 
CapitellidM Sehmarda, Familie der Abranchiata, loemenlose Borsten* 
Würmer. Kleinköpfige in Röhren wohnende Würmer des Meeres. Gattungen: 

Lumbricoii ;i i (hr.-^tr'lf, Capitella lilainr. 

CapltibraociUata aut, Koufkiemer, s. Feljchaetae sedentariae A. Edw.* 

€aplto FMD., a. BartrUgel. 

Capltonldae , 8. BartvG^el. 

Capitulum, Mantel, s. RankenfUsser.* 

Capitulum, Kippenköpfcheu, ü. Säafethiere (Skclet). 

Cap«li— pard, s. FeÜH. 

fftpparo, WoüiLffi ö, Lagothrix. 

Capra Linne, Ziegen, Gattung der Oviiia. llornthiere in der liegel mit 
behaartem Kiun, geradem Nasenrücken, stets mil seitlich zusammengedrückten, 
nach hintea gekrümmten Hl^em, meist ohne Thrftnengruben und Klauendrttsen. 
Die Hömer sind nach den Jahreszuwüchsen gegliedert. Die N;usu bis auf ein 
klf"ine<! Feld z^vischen den XasenlHchern behaart. Die Zwischoukiefer keilen sieh 
zwischen Uberkiefer und Nasenbeine ein. Arten: I. Untergattung Ibex, Stein- 
bocke (mit dicken, breiten, geknoteten, an der Hinterseite schmal werdenden 
Hörnern mit deutlichen Jahresringen): 1) Alpensteinbock (G. ibex Linni) (s. d.). 
2) Bergsteinbock, Cabramonta (C. pyrenaica iSlc^inz), 130cm, 75 — 80cm 
hoch. Mehr den Ziegen ähnlich, mit grossem schwar7.cn Bart, oben mit einer 
icharfen Kante versehenen Hörnern. Hellbraun, Kücken schwarz, unten eisengrau. 
bn Winter mehr schwarzbraun, unten weiss bis grau. In den Pyrentoi und luttd- 
gebizgen Spaniens. 8) Beden, ägyptischer^ sinaitischer Steinbock iC. Beden 
Forskai). Den Ziegen sehr ähnlich. Hömer besonders gegen die Spitze sehr ge- 
bogen, mit starkem Bart. Hellrehbraun, unten weiss. Im Winter dunkler. Am 
Sinai, in Mittelägypten, dem steinigen Arabien. 4) Thur(C. chUQ&siskGiUcknstädi). 
Die Hllnier laufen TOn der Basis an auseinander, biegen sich dann stark rflckwftrts 
and laufen an der Spitze wieder zusammen. Dunkelbraun mit schwarzbraunem 
Rückenstreifen, Brust weiss, Kopf grau; am Oberschenkel ein weisser Streif. 
Kaukasus. — II. Untergattung Hemitraf»us, H albzi e gen {antilopenartige, lang- 
beinige Wildziegeu mit 4 Zitzen, die Männchen mit Thränengruben, wenig langen, 
anten geringelten , stark nach unten geneigten HOmern): 5) Tahir, Thar (C. 
bnbalina Hodgson), 110 cm, 87 cm häi. Die Hömer liegen schief nach hinten, 
biegen sich in der Mitte auswärts. nUhern sieli ge^'en das Ende, um sich schliess- 
lich wieder nach auswSrts /.u biegen. Schwarz oder röthlichgrau , an 'Ift; S'iten 
dtmkelrostbrauu , mit dunkelgrauem Augenstreifen tmd dunkelbraunem i^iuniieck. 
In kleinen Rudeln in den serUüfteten Gebirgen Nepals. 6) Schneesiege, Berg- 
ziege, Weissziege {C. lanigera Smith), 100cm, G8cm hoch. Die Hörner im 
IVitttheil quer geringelt. Am Hals bis 7um Rücken hin eine hmgp Mjihrn. Das 
feine lange Haar weiss. Bis zu 5000 m hoch in den Felsengebirgon Nordamerikas. 
7) C. crispa lemminck. Sehr hochbeinig. Seidengläuzend weiss und braun. Sehr 
nHen. In den Gebirgen Nipons. 8) G. sumatrensis l^aw. Die 18 cm langen 
Kinier legen sich nach hinten. Am Unterhalse eine lange grosse Mähne. Fast 
schwarz. Auf den waldigen Gebirgen Sumatras. — III. Untergattung Hircus, 
echte Ziegen (die zweischneidigen Hörner mit Querwüisten, immer mit Bart, oft 
aach bei den Weibchen): 9) Bezoarziege, Wildziege, Paseng (C. aegagrus 
Gmiim)f 110 em, Schwanz 20 em. Die langen Horner TanÜBu nahezu parallel und 
biegen sich mit den S^ten gegen einander. Brftunlioh oder röthlich grau, unten 
wf'isslich; Stirne schwarz, Bart und Kehle braun. Persien, Tatarei, Kaukasus, 
Ttturu-s. 10) Sehraii Ii f fliiornziege (C, Falconeri HügcT). Die Hörner d«s 
Bockes fast iiü cm lang, nur an der Spitze gekrumint, mit sehr langem Bart und 
HslsmUhne Scfamutzigweiss, an den Seiten rBthlichbraun; Bart und HOmer schwarz. 
Soll Schla^vti fressen. In den Gebirgen Ton Kleintlbett Afghanistan» im Hindu- 
koseb, in Kaschmir. 11) Hausziege und deren Bassen (s. d.). 



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142 



Cftprdlidae— Canwolia. 



Caprciiidiio ^ Skeletfüsser, Familie der Kehlfüsser. Körper langge- 
streckt, fadenartig; Begmeote lang; leben an Meerespflanzen und niederen Meeree* 
tbieren. GattimgeiL: Gaprellft Lam., Proto Lea^, Podalirim Kr. n. i. w. 

Cupreolus, üntergattnng Ton CerTOS (s. 

Capricorni liuch, s. Ammonittdae* 

Caprlcornia, a, Bockkäfer. 

CHipriconüs Ogilby (SemorheduB SmUh), Waldsiegenantilopen, Qattniig 

der Antilopen. Asiatische Antilopen mit kegelfcirmigen kunen, einfach mröek* 
gebogenen H<'ickein, ohne oder mit kurzer Muffel, mit Klauendrüsen. Arten: Mit 
deutlichen Thränengruben, ??chmaler Muffel: 1) Thar (C. Thar JIod</son), 109 cm 
lang, 100 cm hoch. Oben schwarz, unten weisülich. In den steilen Waldgebirgen 
▼on Nepal (.s. Capra bnbalina). 2) Japanische Eransenantilope (0. crispa 
Gray). Braun oder braunweisslich ; an Stelle der Thrftnengruben ein kleiner 
kahler Fleck. 130cm lang, 100cm hoch. Japan. 3) Kambing-Utan (C. su- 
matrensis (irnjf) , 142 cm lang, 75 cm hoch. Schwarz mit weisser Hinterhals- 
mähne. — Ohne Thränengruben und Muffel: 4) Goral (C. Goral Ilardtc.). üeber 
100 cm, 70 cm hoch. ROthlichbraiLD oder graa, schwan gesprenkelt, unten mit 
schmalem gelben Streifen. Himalaya. 
Caprlfleatfon, s. Chiilrididae. 

Caprimiilgidiie, Nachtschwalben, Tagschläfer, s. NAchtschwalbeo. 

Caprlmal^us L., Ziegenmelker, 8. WacliMChwalbeil. 

Caprina = Ovina PaJL = Aegoceros Fall. = Oapra Blumenb. 

Caprina lyOrbigmj. Fossile Müsch elgaf tun g aus der Kr»nrleformation. 

Capriote Humboldt = Mönchsgrasmücke (S\^lvia atrii ;ipilla Ijathav,). 

Capromys Destnarest, Ferkelratten, Gattung der Trugrutten. Nagti 
mit dzebigen FQssen (Daumen radimentlr), kurven nmdoi, fast nnbebaarteD 
Ohren, beschupptem runden Schwanz. Die oberen Backenzähne aussen mit einer, 
innen mit zwei tiefen Schmelzfalten. Arten: 1) Han-^fVi kelratte (C. aedium 
Wagner\ 30 cm, Schwanz 15 cm. Hellbraun, nach unten gelblich. Soll oft in die 
Häuser kommen. Im l'leisch sehr schmackhaft. Auf Domingo. 2) C. preheusilis 
Poeppig. Brust und Bauch w&sa , vom Rttcken durdi einoi dunklen Straf ge* 
schieden. Auf Gnba. 8) 0. pilorides Waterhome, 50 cm, Schwanz 15 cm. OJb- 
gran bis braun, unten graubraun. Bildet auf f^riii Domingo die Uauptnahmiig, 
dürfte aber dort ausgerottet und jetzt auf Cuba beschränkt sein. 

Capros Lactpkle. Den Petersfischen (Zeus Cuv.) ähnliche Gattung der 
Stacbelflosser, aber ohne knöchere Hautwarzen, mitgez&hnten kleinen Sehuppen. 
Kiefer weit vorstreckbar. Augen sehr gro^;s. Hierher: Capros aper L. Mittelmeer, 
selten bis zur englischen Küste. Oben hellkarminroth mit 7 gelben Seitenbändem. 

Caprovis Uodgs. (lat. Ziegenschaf), Archare. Mittelasiatische und nord- 
amerikanische Wildschafe. 

Capsa hrng = Asaphis A., Gattung der Tellinidae (s. d.). 

Cap'scbes Erdferkel, s. Oryeteropns* 

Capsidae, a. Blindw anien. * 

Capsns Fabr., s, BUndwauMU* 

Captinia, Gapybara = Wasserschwein (Hydrochoerus Briss,). 

Capnlldne, s. Mtltsensehnecken. 

Capnlns (Handhabe Alonif ), b. Matzenschnecken. 

Caput, Kopf, 8. Wlrbelthlere und GliedertUer». 

Caput obt< ( lnm f f ««ifctAi» • 
' receptum $ Ii»»«kt«ii. 

Capybara, WasserBcbwein, s. Hydroehoerns. 

Carabidae, s. LanfkUfer. 

Carabini, Unterfamilie der Laufkäfer (s. d.)* 
Carabns L., a. LanfkAfcr. 

GBraeol heissen in Spanien die eesbaren Schnirkelsdmecken H. alonnensis 

und H. lactea. 

rMrakril, Karakal = Wtistenluchs. ^ 

( arainanllschaf , von den Turkmenen gehaltenes Fettsteissschaf , dessen 
Wolle zu den Smvrnaer Teppichen verarbeitet wird. 
Caramara» Sehuppenmolch, s. Lnrchflsche. 
Carancha» Carancho, e. Falcouidae (Polyborna Vieü.), 



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C^unngidae — CUuu 



143 



Carangidae, Familie der Stachel flosser mid zwur der Gruppe: Cotto- 
Scombritormes. Kieinschuppi^e oder nackte Fische mit seitlichen Augen, kegei- 
ftrmigen Zshnen (oder znlmloB mit weiter KiemenOffimng). Gattungen: Garanz CW. 
Pie Seitenlinien nur :rii hinteren Theile mit Platten bedeckt. Mit C. den t ex (7. F. 
Atlantischer Ooean. Fleisch sehr geschätzt. 2) Trachurus I'., Stöcker, Seiten- 
linie in der ganzen Länge beplattet. Mit Tr. trachurus ('ostfln., gemeiner 
Stöcker. Begleiter der Härings- und Makrelenzüge. 3) Naucrates Cuviet', 
IrotvenfisoheL Gkatenlmie ohne Platten, Rüokenflosaenstacfaeln frei. Mit N. dnetor 
e.V., Pilot, folgt den 8ohi£fen wegen der Abfälle beharrlich; galt den Alten als 
Bot«^ ']tr nahenden Küste. 4) Seriola Cuv. Stacheln der Kückenflosse durch 
flaut verbunden. Mit C. Dnnierilii Risso. Fleisch sehr geschätzt. Mittelmeer, 
indischer Ocean. 5) Flatax V. Stacheln der Rückenflosse fast ganz verborgen. 
Mit PL Tespe rtilio Cuv, Ostindien. 

faranx Cur.. farangidae. 

Carapax, s. Schalenkrebse« 

Caraslssly s. Canis. 

Carasslu Nilss., Karausehen, s. WeiasIlMlifi» 

Caraya, s Hjcetes. 

Carcharias Cuv., Gattung der Carchariidae, s. Uaie« 
CarchttTOdon M. H., Gattung der Lamnidae. 

Carchesinm J&irenh.^ Gattung der ]bifoBorien (Peritricha) ans der Familie 

der Vorticellidae. 

Carcinolog'ie (Krebslehre). Naturgeschichte der krebsartigen Thiere. 

Carcinns Leach, Strandkrabben, Gattung der Bogenkrabben (Cyclo- 
metopa). Stirn dreilappig, die Bndglieder der letsten Pereiopoden mderartig ver* 
bnitert. C. moenas. Loa atlantischen Ocean gemein, wohlschmeckend . fiKehe 
Bsgenkrnbben. 

Cardia, s. Sangethiere (Verdauungsorgane) und ferdannngsorgane« 

Gardiacalplatte, s. Schalenkrebse. 

Cardiacalsäeke) s. Seesterne.* 

Cardiacaltheil, s. Schalenkrebae. 

Cardiacaltbeil des Magens, g. Yerdannngsorgane. 

Cardlaealsibne, infiralaterale, s. Sckalenkrebsa.* 

Cardiidar, Herzmnsc hcin. 

Cardinalks Up., (Tattniijj^ der Finken (s. d.). 

C^irdLualvenen heissen die bei der Entwicklung des Wirbelthierembryos 
«nftretenden ersten Ten«i. 

Caritinalzähne, Schlosszähne im engeren Sinne, die didit unter den Wirbeln 
im Schloss der Muschelschale befindlichen Zähne. 

Cardinia Agasa., fossile Muschelgattung aus der Familie der Astartiden. 
hn Lias. 

Gudiola Brodenpt fossile Mnsehelgattong ans der Familie der Aroiden. 

Pallozoisch. 

Cardiopyloricalklappe, g. äobalenkrebse* 
CArdita, s. Astardidae. 
Cardinm L., s. Heramuscheln. 
Cardiani, Schloss. s. Biiachfflsser** 
Cardo« Angel, s. Insekten.* 
Oari», Schloss, s. Maaelieltlitere.* 

Cardoelis Brisaon, Stieglitz — Fringilla carduelis L., 8. Finkea* 

CarenotA Srhmarda, Familie der Strudelwürmer. Darm verzweigt, Kopf 
vom Leib fjpschieden. Gattungen: Cephalolepta (Kopf vierkantig), Goniocarena 
iKopf dreikantig), Sphyrocephalus ^Kopf hammerförmig) ; eine Art der letzten 
Ottlong lebt tSi Ceylon auf Bftmnen und Strftiiehem. 

Oaremvm, nenhollttndtsdie Laufkftfergattiing. 

Oaretta Grmj — Chelone !'rrnu;n. 

Cariama, Seriema. Dicholophldae. 

C^riden, Caridinae, Carinidae Latr., Garneeienkrebse, Familie der 
Langschwänzer (Macrnra), s. Garneelen« 
Carldloidea M. Blir., 8. Spaltflisser. 
Cariaa» a. Bankenfllsser.* 



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144 



Carinarla Lam., Kielschnecken, s. Firolidae. 

Carinatae» mit Brustbeinkiel versehene Vögel, 8. Ydgel (Skelet). 

Carlnidme, s. Oarneelen.* 

Carinifex (lat. Kielmacher) Binney, Gattung der SftBSwasBerschneckett* 
Planorbis nahestehend. In den Gebirgsseen von Oregon. 
Garinolaterale, Bankeufilsser.* 

Oariös, vom Beinfrass angegriffen, wnnortichig. Dann der bei Oonchjlien 
des Süsswassers sehr oft wahrzunehmende Zustand der Zerstörung an der Aussen* 
Seite der Schale, besonders am Wirbel und den oberen Umläufen; die Schalen sehen 
aiisgefressen , aufgenagt (erosus) odfr abgerieben (detritus) ans, was aut 
ciiemiäche Einwirkungen, besonders der iiuiiieusäure des Wasä«rs, und auf me- 
ehaonebe EmflOsse snrfteknifUiren ist 

Carlin heisst bei den Franzosen der Mops. 

Carmarina E, Ilaeck. (Garne marina, Mefrfloisch). So nennen die Fis-^h^r 
Lignriens die Medusen. Hydromedusengaf tuiig der (leryonidae. Mit Zuugenkegel, 
6 lladiürcanäten, 6 langen, hohlen, bchlauchförmigeu Haudtentakeln. C. hastata 
Haeek. Niisa. 

CarBUUinidae Haed:d, Ünterfamilie Gerronidae. 6 EadiärcanSle, 6 
Geschlechtsorgane. 12 Randblilscben. Gattungen: G^Tjonea Haeck,, Qeryonia 
Per. u. Le$,f Carmarina Haeck,, Carmarus Haeck, 

Caralrara, s. BaabtUar«« 

Carocolla, s. Caracol« 

Carolfnasittich, C. cnrolinensia Fimtch. s. Sittiche. 

Caroiiia Gray, Gattung der Blattnaseu (Phy llostomata). 

Carphopbis Dum. Bibt . jgrieeh. Strobbabnsdilange) , Gattung der Zwer^ 
aoblangen (Calamariidae). Sebr xartleibige, walzenförmige Schlangen mit 
glatten i^'-huppfn. kegelförinitjfor, abgerandeter Schnauze. Nordamerika. 

Carpio Hwck., Bastard stwischen Karausche und Karpfen. 

€arpocapsa (griech. karpos Frucht, kapsein schnappen), FruchtwickUr, 
Gattung der Wiekler (s. d.). 

Carpocerlt, s. Scbalenkrebse. * 

Carpodacus Kaup, Gattung der Finken (s. d.). 

Carpoptaaga, s. Kletterbentler. 

CarpophUm L^nch, Gattung der Glanzkäfer (s. d*)* 
Carpopodit, h. Schalenkrebse.* 
Carpasy Handwur7.el. s. BiBgethlere (Skelet). 
Carpas, s. Hchaleukrebse.* 

Carrier, englische Bagdette, s. Bagdette und Felstaobo. 

rarterodou Wnterhousf. Gattung der Trugratt en. Gedrungene dickköpfige 
Nager mit schönbraunen, get'iircliten oberen Nagezahnen, kurzen Pfoten, durch 
eine Spannhaut verbundenen Zehen. Art; C. sulcidens Watfrhouse, 28cm. 
Sobwanz 8 om. Oben braun und scbwarz, mit einem dottergelben Streifen an jeder 
Seite, der die Bauehlinie scharf abgrenzt. Hält sich den Tag ftber in seinen 30 om 
tiefen, mit Gras und BliLttem ausgepolsterten Hühlen verborgen. In den Gampos 
von Minas-Geraes. 

Carjchium O. Müller, s. Anriealidae« 

Caryocriniis Saiß, Gattung der Beutelstrahler (Oystidea BncK^. 

CaryophylllMidM» Familie der Band w ii r mer. Körper ungegliedert, mit 
quer /wf Happigem, ausgefranstem Vorderende. Gattungen: Caryophyliaeus^iM'M 
Ä r c h 1 g » ' t e s L ntrk. * 

Uiryophyllia Slocker, Gattung der Mützonkoraüen (Turbinolidae) = 
Cyathina Bhrenb» G. cyatbus EU. In europäiscben Meeren. 

Cascavella — SchaoerkUpperscblange, s. Gmbenottern. 

Casnonia Gattung der Laufkäfer. Die meisten Arten in Südamerika. 

Casse-bur^ot (Moschelkuacker) , amerikanische Benennung der Schaf- 
brassen, s. Sargus. 

Cassida Z.., Sehildkifer, Gattung der Blattkifer (s. d.). 

€assldArU Lamarek, Helmsebnecken, Gattung der Sturmhauben- 
Schnecken (s. d.). 

Cassidea, s. Caule« 



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Caaiidiilidefte — Catoblepu. 



145 



€as8idulidea6| Unterordnung der HerzigeL Sohals oval, mit centralein 
Hvmi nnd 'blättriger Focf^tfr. Familien: Echinoneidae, Cnssidii 1 idu p.* 

Cassidulus L<jm., fossile Gattung der halbregelmässigen Sef^igel, der 
Gattung Nucleolites nahestehend. Mit Ambulacralblättem und einem Ambulacral- 
Stern nm den Mund. In der oberen Kreide. S. BhyBCkopxgUS* 

Cassiopeidae, Gruppe der Wurzelquallen (Bhlsostomeae). Mit 8 Ge- 
Biialhöhlen, 8 verzweigten Mundarmen, 8 Siunosorganpn. 

Cassis Lam., Sturmhauben. Gattung dor Sturnihfiubenschnecken fs. d.V 

Castnia Fab., Gattung der Schmetterlinge'. Südamerikanische i^iemlich 
grooK Nftchtscimiettorrmge mit Behr breiten Flügeln, einfachen, am Ende Ter* 
dickten Fühlern. 

Castoreum, s. BibergelL 

Cestorida, b. Biber. 

Castoroldes Förster, fossile Gattung der Biber. QrOsster Nager; ScbSdel 

26 cm lang. Diluvium Nordamerikas. 

Castration, Entmannung, Verschneidung. Geschieht in der Hausthier* 
ncht, um H-Mi^thiere zarter^eiscliig. fetter, grösser, zahmer, lenksamer zu machen. 

Casuaridtte, i/ux^ey, s. Luuffögel. 

Catnarlvs Kasuare, s. LavftSgel. 

Catablena {griech. Theaterrorhang) Haeck. Tiaridenmedusen mit vielen 
T^-ntskeln . kurzem , breitem Magen . mit verästelten Drusenläppchen besetiten 
Uastrovascularcanälen. C. campanuia Haeck. Gr fin ländische Küste. 

Catl^ramma Baird,^ schöne Tagfalter Südamerikas. 

OfttaflaelAe Ilaedt, (Vermittipr), Mittlinge, werden von Haeded den 
Protisten beigezählt. Sie bilden Flimmerkugeln, welche aus einer Anialil bizn- 
förmiger TTiit ihren spitzen Enden im Mittelpunkte der Kugel vereinigter Wimper- 
2«llen bestehen; später lösen sich dieselben auf, schwimmen dann einige Zeit frei 
umher, verlieren die Wimpern und fallen zu jßoden, wo sie sich dann amöben- 
artig bewegen. Nach ihrer Einkapselnng und fortgesetaster Zweitheilnng erwadisen 
sie wieder zu neuen Generationen. Gattung: Magosphaera (planula) Haeck.; 
Synura füre Ha) Haeck. An der norwegisohen Küste. — Literatur: Haeekelf E,, 
System der Protisten. Leipzig 1878. 

Cataphraeta Grau = Sehildkröten. 

CataphractI, e. Panzerwaagen* 

Cataplasis Äfli^cÄ^/, Involution, Alterung. So nennt man entweder über- 
haupt die mit fortschreitendem Alter vor sich gehenden Aenderungen, apeciell die 
iRi Greisenalter sich einstellenden Veränderungen. S. Auaplasis. 

Catarrblnl, e. SeluaalDasen. 

Catouulidae SchwiMrda, Familie d t ^ trudelwürmer. Darmciuial einfaoh. 
Aus einem Individuum entstehen durch Knospung oder Quertheilung nene, eine 
ganze B uidwunukette bildende Individuen. Oatenula lemnae Dug. 

Cathariuae Brehm, Neuweltgeier, s. Cathartldae* 

Catiartes iJf. , Rabengeier, s. Catluirtldae. 

Cathartidae, Neuweltgeier, Familie der Raubvögel. Nasenscheidewand 
<iarchbn)chfn (.durchgängig'*). Die Spit/.e des langen Schnabels hakig, stark 
gekrümmt; Kopf und Oberhaln nackt; Schwanz mit 12 Steuerfedern. Gattungen: 
1) Cathartes lüig.y Rabengeier. Ohne Halskrause und FleiscUkamm. Arten: 
tkur^ TUüj., Truthahngeier, A-XJra, schwarz, Fuss weiss, Kopf Tomekamün- 
TOth. In ganz Amerika. C. atratus Baird.^ Rabengeier. Matfcschwarz, Kopf 
bleigran. Südamerika. Beide ihrer Nützlichkeit wf-L'-fn allgemein geduldet. 2) Sar- 
corhamphus i>Mm., Kammgeier. Mit Fleischkamui an der Stirn und der Wurzel 
des dicken, starken Schnabels und Halskrause. Arten: S. condor Lesa. = gry* 
phns Kondor. Schwarz, Krause weiss, Hals fleisohroth. Hochgebirge Süd« 
•merikas. Fällt auch Schafe und Kftlber an. S. papa Dum., Königsgeier, 
Hostgelb, Schwanz schwarz, Krause grau. In den Waldebenen Süd- und Mittel- 
amerikas. 

Cati A. Wagner ^ „Hinze". Die Hauskatze und ihre nächsten Verwandten 
ab Gruppe zusammengefasst. 

Gatoblepfts Oray^ Wildebeest, Gattung der Antilopen. Südafrikanische 

KBSit«r, BtadtrSrterbnea der Zoolpgle. 10 



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146 



Gatocahir-Gebiu. 



pferdeartige Antilopen mit krilftigpn, stark nach der Seite und mit der Spitze auf- 
wärt«! gebogenen breiten Ht>ruorn , mit Mahne und Rossschweif. Arten: (rnii 
(C. gnu ZitntHermann). ITUcm, 120 cm hoch, Schwanz 50cm. Duukelgraubrann, 
anch die Brost banthnt. In grossen Herden in Sfidafrika; am Gap ausgerottet 
Sttirzen rollenden Auges , gesenkten Kopfes in rasender Eile auf den Gegner lo% 
fliehen dann aber plötelich, dabei wie «Ii.- Finaler schnaubend. Quagga und S[>rirg- 
br>cke sind fast immer unter ihre Herden gemischt. 2) TUauer Gnu. Gordon- 
Guu, Koruu, Bastard wildebeest, Streifeuffna, Kinderguu (G. Gordon 
Smiih). 220 cm, 100 cm hodi. Biaem Bftiel ni^t imllmlich. Blangraa, von» 
eohwarzgestreift, BfkolDeil und HalsmJÜme schwarz. In noch grösseren Herden m 
flpanz Oentralafrika, immer in Begleitung des Dauw. Die Gnus sind sehr lebhafte 
Thiere, gehen im Pass. 

Catocala Sehr.^ Ordensbänder, Bandüulen, Gattung der Eulen (s.d.). 

GaMe« Dum, Bibt,, Schlangengattnng. s. Caiedentla. 

Oatodon Gratf, Gattung der Pottwale. Der vorne gerade abgestutzte Kopf 
ist höher als breit; die Spritzlueher sind der vorderen Irische genfthert. Art: 
Pott fisch (C. m ««^rocephalus Lar/p^de) (s. d.). 

Catodontia J-Hun. Uibr., Uuterfamilie der Blindsohlangen (Typhiopidae 
J. MüUtry Nnr der kfirzere Unterkiefer bez^mt, mit yerkftmmerfcem Becken mit 
Schambein; Flügelbein und Gaumen verschmolzen. Öattongen: Caiodon Ihm. 
Bibr., Stonostoma f)iif» fUhr., Engmftuler. 

Catodontlda, s. Pottwale. 

Catometopa, s. Ylereckkrabben.* 

Catops t'a'fk- (+ Chol eye Lair.), Gattnng der Aaskftfer (s. d.). 
Cattunhunil. 1 ihnatinischer Hühnerhund. 

Catuius melitaeus Pfiniu$, das SchoosshUndchen der römisohen Fraoeo, 
imser heutiger Bologneserhund. 

Gavda» Schwans, s. WtiMthiere (KSrperfonn). 

Caudalfüsse, Caudalgriffel, die letzten drei Pleopoden der BiageUorebae. 
Candalplatt«, S'chwanzpliitte, s. Seblldkrdten* 
Caadata^ s. Hchwanzlnrche. 

CSauna Wagler, Gattung der Elapidae. Südafrikanische Schlangen. 
Cayia £Z«n, Gattung der Halbhnfer. Kleine Nager mit niedrigen Beinen, 
deren vordere 4, die hinteren B Zehen haben. Arten: 1) Zahmes Ifeerschweia- 

c)i« ri (Ca via Qohnyxi Sfarrqraf). Da« Weibchen hat nur 2 Zitzen in den Weichen. 
Much Grösse, Farbe und Zeichnuntj in verschiedenst *'n ^Spielarten. Die «ichönste 
• dürfte das aus Frankreich eingeführte langhaarige Augora-Meerschwein, fast 
ganz weiss, mit feinem Pelz, sein. 2) Aperea(C. aperea Endihen)» 30 om. Oben 
schwarzbraun, falb gesprenkelt, unten gelblichgran. Lebt ^'esellig nnd grilbt sich 
Höhlen. Das Weibchen wirft jährlich nur einmal. Stldamerika. 
Cavicornia, s. Hornthiere. 

CaTfiaa Wat«rh., Familie der Hy strichida mit den Gattungen: Dolichotis, 
Cayia und Hydrochoerus. 

CavoHna Gioeni = Hyalea Lam. 

Cavum tympani, Trommel* oder Paukenhöhle, s. Sianesorgane (Ohr). 
Cay = Kapuzineraffe. 

€ayeiiii«»Hii]id, weisses oder hellgraues, zottig gewelltes, kleines Schooss- 
httndchen von Cayenne, ursprfin^ch in Spanien gezfiehtet. 

Cayote, Canis ochropus, halbgeztthmter Zughund der Indianer OalÜomieDS 

und Westmpxico.s. 

Cazonello heisst iu Venedig und Triest die essbare g!e meine Stumpf- 
musehel (Donax trunculus L.). 

Cebidae, Boll Ii wanzaffen, Familie der Plattnasen. Affen mit rings 
behaartem oder am Ende nacktem Qreifschwanz. Gattungen: Gehns, Ateles, 
Lagothrix. Mvrr tes. 

Cebriauidai", Ecken käler, Familie der Pentamera. Meist langgestreckie 
Kifer mit freiem Kopf, vorragenden starken Hüften. Südlich. 

Cebus hrxhh^H, Kapuzineraffen, RolUchwanzaffen , Kollaffen. 
Gattung der Gebida e. Mittelgrosse Affen mit rings behaartem Bollschwanz. Leh* 



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UeciUoniyia— Ceiitralkapsel, 



147 



hafte, in Trapps von mehreren Hunderten ! • sammen. lebende, sanftanftthi^, aber 

rnireinliche. nnanfhorlich ängstlich pfeifeiuic, im prregton Zustande heftig kreischende 
Afen mit lebhaftem Mienenspiel. Arten: 1) I)er K apu/.i n er (Cebus capucinus 
ErzU^en). 80 cm (ü5 auf den Sciiwanz). ürauu, heUbrauuer Backenbart, runzlige 
Üdfehfarbene Stirn. In ganz BrasOien heimisch. 2) Braaner Bollaffe (Oebns 
ApelU Erzi). Kleiner und lebhafter braun als der vorige. In Qniana und im 
Amazonengebiet. Kommt sehr hiiufig zu uns und wird zu allerlei Kun<?tstücken 
abgerichtet, harrt auch in der • lefangenschaft lange aus. B) Der Mönch (Cebus 
monachus Cucier). Blassgelb, oben mit dunklen Haarspitzeu. Vom 40." s. B. 
bis Bio^aneiro. 4) Qehörnter Kapuziner (Cebns fatuellns jßrsr/efren). 80 cm 
(35 auf den Schwanz). Ein schwaner Hsarkranz um das Gesicht; ein zweibBsehiger 
Schopf am Schfcitfci. Ostküste Brasilien«:. .'») DerWeissbarf (Cebus leiicogenys 
Spii}. Schöner seidenartiger, grauer Pelz: weissiicbf Backenstreifen: über den 
Augen ein dunkles Stirnband. Brasilien, l») Die Nonne (Cebus hypoleucus 
Ge^rüif), Schwant; Gedeht, Stirn, Hals, Schulter tud Oberarm weiss. Von Bo- 
gota üb'T (]r-r. Fstlimus bis Costari a. 

Üecidouiyla Mn'g., s. Gallmiickea« 

Cecldomjidae, ßalluiiickeu. 

C«eilioide8 Fernas., s. Caecllianella Beck. 

Cefalo Ffarfhr, M. eej»halu>. s. Meerasclien. 

Celaeiio JJeucii, wenig gekannte Fledermausgattung. 

Celaeno Mümt., fossile Gattung der Kopffüsser. Solenhofen. 

Celatfbranehia Hog(/ = ApodA, Gymnophiones« 

Ob bes. Antilope, g. Bos. 

Cell, cella, Zelle heissen nach Dana bei Korallen porenähnliche Einrenkungen 

der Oberfläche. 

Cella interelaTleilaris, Interclavicalarsack. s. TSgel (Athmungsorgane). 

Cella thoracica anterior, ^5ru^t^acl^ Vopel (Athmungsorgane). 

Celiae abdominale^ Dauchsäcke, i>. VÜgel (Athmungsorgane). 

Cellae eerrleale», HalsRäcke. s. Tfigel (Athmongsorgane). 

Celiae thoracicae laterales, Brustsäcke, s. TSgel (Athmungsorgane). 

Celleporidae, Familie der Kreiswirbier (Gymnolaemata, Stelmuto- 
po<ia). EctopriM-t*' iJrvo/oa mit starrem, kalkis^Pm - meist rindenbildendem oder 
iujolligem Stock. Zellen krugtorraig. Gattung: Cellepora Fabr. 

CelliilAriiflaey Familie der uheilostomata. StOckehen baumfltrmig ver- 
ifitelt; Zdlen in 2 oder mehreren Beihen. Gattung: Gellularia PaU,, Scropo- 

e«llnri ?i Ti' f>.. Caberea Latfix, Candia Lonuntt' H. 8. W.* 
Cellnlo»«, 8. Mantelthiere.* 
Cemeat» «. Stafr^thtere (Verdanungsorgane). 
Cementdrflse» s. Rankenfilsser.* 
Cementirer, s. Vögel (Lebensweise). 
Cenogenesla, FäUchungsgeschichte, s^. Palingenesls« 

Gentetes Jlliger, Borstenigel, Gattung der Erinaeeida. Schwanzlose 

Insektenfresser mit rfisselförmig verlängerter Schnauze, mit Borsten nntermengtem 
-tachelkb id. nirbf /.nsammenrollbareni Leib. Die Backenzsihne haben eine einfache 
prismatische Krone. Arten: 1) Tanrek (C. ecaudatus Iiiiger). Bis 28cm. Mehr 
■ffeDiger hellgelb , mit schweinsartigem Aeussereu. Gilt auf Madagaskar als Deli- 
«ateese. 2) Tendrak (G. seioBUi BUtimWe), 17 cm. Böthlichweiss. Beeitat einen 
mit Stacheln besetzten Schwanzstummel. Beide Arten sollen an 18 Junge werfen. 
Wähnnd der heLssen Zeit verfallen sie, wie Schlangen, Lnrche nnd andere Tbiere, 
iü eilifeii »og. Sommerschlaf. 

Centetina Pomel, Familie der Insektenfresser. Umfasst die Gattungen: 
£ehinogale, Gentetes, Potamogale, Solenodon, Erlculus. 

(Vntralcanal, s. Wlrbelthlere N i i ystem). 

Ceutraies Uochasiea. s. Thiergeographie. 

Centrales Kerrensystem» ». VerTontiitoB, Wlrbelthlere« 

Cestralherzen Haeek,, Pachycardta (Dickherzen) = Graniota, SchSdel- 
tWere. nv^f'— '-n all«^ echten Wirbelt Iii f^re. 

(eutralisation heisst das Verhültniss der Unterordnung der ^ebenorgaue 
unter dxis beeinHussende Centraiorgan. 

Centraikapsel, 9. Badlolarla Müll* 



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148 



Ceatralmark^CephalophuH. 



CentTHliiuirk, Centralnervensystom, medulla centralis. 
Centralükelel == Achselske}f>t, Uückgrat, s. Wirbelä&iüe. 
Centralstrangy s. Korallenpolypeu.* 

Centridermiolitliya} Gattung der P a n z e r w a n g e n (s. d.). Ton Cottua durch 

den Besitz von Gaumenz&hnen und zahlreichen, überaus kleinw. Hautknochen ante^ 
schiedene Fische, welche in Büst^wässorn Nordamerikas und in den Meeren des 
hoheu Nordens leben und die Lebensweise der Seeskorpione führen. 

Centrina Cn»,, Gattung der Spinacidae, Dornhaine, s. Dornhaie. 

Centriscidae, Fanulie der Ceatrisciformes (s. d.). 

Centriscifonnes , Unterordnung der Stachel flosser. Mit 2 Rücken- 
flossen, die erste kurz, stachlig, die zweite weioh: di<' Bauchflosse unvollständig 
entwickelt, bauchständig. Einzige Familie: Uentriscidae. Ohne »Seitenlinie; aa 
den RückenseiteD Kncxienstreifen. Gattung: Centriscus Cuv. Ohne Zähne; ein 
Stachel der ersten Bttckenflosse sebr krSftig. C. scolepaz L., Meer Schnepfe. 
Atlantischer Ocean. 

Controdorsalo (ccntrum Mitte, dorsum £ücken)| s. Uaarsterue«* 

Ceatromorpha Haeckel — Axonia. 

Cemtraniae, von PaUhu 1766 aufgestellte Ordnung der Würmer mit den 
Gattungen: Actinia, Asterias, Echinns, EncrinaSt die etwa den Strahl* 

thiereii f nnarck (1801) entspricht. 

Ceiitroniao Grai/, von Gray 1641 nach Folios' gleichnamiger Ordnung für 
die £chinod«rmen aufgestellt. 

CentrOBOttis Bl. Sehn., Gattung der Schleimfische (s. d.). 

Centrophorus J/. //., Gattung der Dornhaine (s. d.). 

Centropodliiae, Sijorenknk'ikr. Kakake. 

Centropomub Lacip., Gattung der Barsche (s. d.). 

Centropristis Cm., Gattung der Barsche (s. d.). 

Centropns lU., Sporcnkukuke, s. Kakake. 

Ceutropyx Spix (griecli. Stachelhintern) — Acanthopyga Leacli, Gattung 
der Ameiven. Die grossen Halsbandschilder gekielt und in Dorne ausgehend. Die 
Unterleibsschilder schuppen artig. C. calcaratus Üpix. Südamerika. 

Ceiltropyxls ^SKtfiri = Echinopyxis Clap. u. Laehm. Bhizopodengattung 
der A m < > b e n. 

Centrotrachelus Strauch. (gi M cli. Sta Im U il i ), Gattung der Erdagamen. 
Centrotas Fabr., Dornzirpen, s. liockelxirpcu. 

Centttrio Orat/, Runzelschwirrer, Gattung der Blattnasen. Grossköpfige 
südamerikanische Fledermäuse, mit Seckigem Nasenbfattet nacktem, mit fitymmetrischea 

Blttttclvi 11 I m decktera Gesichte. 

Oentiiriosus Graij — Sus L. 

Cephaluspts Ayojis., fossile Gattung der Panzerganoideu(Placodermaia, 
Phractosomata). Kopfschild einfach, halbkreisförmig. ]>eTon. Die Ültesten 
ausgestorbenen Fische. 

Cephalobranchiata Latr. (griech. Kopfkiemer). Ordnung der Borsten* 
wttrmer. Fast alln röhrenbewohnenden Meereswürmer uu]fa<4«;pnd. 

Gepbalocouua (griech. Kopfkegel) heisseu die tentakeiurtigen Foi-tsätze um 
Eopfe der nackten Flügelfttsser (Pteropoda gymnosomata). 

Cephaloflexor, Kopfbeuge, s. Sohalenkrehae* * 

Cephalo^aster, s. Hchalenkrebse. * 

Cephalolepis (griech. Kopfschuppej Dam. Bibr., Gattung der Oberkiefer 
sihnler, Epanodontia. Der Kopf bis auf ein kleines Busselschild TollstBndig 
beschuppt. Französi.sch Guiana. 

Cephalolepta Schnarda, ». Carenota. 

Cephalon, Kopf, &. Schalenkrebse. 

Cephalopeltls JoA. M&ller^ Gattung der Schi Idirdler (Lepidosternidae). 
Bingdechsen mit bloss 2 Kopfschildern und grossen Brustschildern. C. scutigers 

Humpr. Brasilien. 

Cephalophora, s. liauchfilsser. * 

Cephalophuä6Vi/^< (griech. Koptoü>.ohel), IvictipraO./., öchafantilopen, 
Gattung der Antilopen. Afrikanische Antilopen mit geraden kleinen Hörnern, 
grosserlfuffeli auf dem Seheitel mit einem Haarbttschel» ohne Knieb&sdiel. Zwischen 



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Geph&lopoda— CentophTyne» 



149 



Augen und Nase eine kahle Fiircho. Aiten: 1) Ducker (C. mergens Dlainrilh). 
110 cm, Od cm hoch. Die grossen Uhren ragen über die 9 cm laugen Hörner hinaus. 
GiSifieb-oliTeii&rbett , nnten weiss. Slldmrika. 2) Graner Diioker (0. Camp» 
belliae Gray). Südafrika. 3) Hochstirnisre Antilope (C. altifrons P>Urs). 
Moiambique. 4) Brillenducker (C. ocuhiris P>f*r!i). Mozamhiqno. ■'>) lloth- 
stirnige Schopfantilope (C. coronatus Graii). W»-issrückige Schopf- 
antilope (C. sylvicultrix). Sierra Leone. 7) C. Madoqua Kiipp. Abyssinieu. 

Cep1ialoi>o4m Cw,» KopffUsser.* 

( fph:ilopfcrns Gcoffr., s. Frnchtvoc:»'!. 

lephalostegit, 8. Schalenkrebse luiii Wasserll$he* * 

Cephalota Carus (Geköpfte), Familie der Faden Würm er. Kopf deutlich 
gwcMeden. Umfassen die GrathiBgen: Gucullanus MülU^ Histriooephalns 

Diesiu'i, Dispharagus fHfsitif/, Aspi'l oeephalus /Hesing, Stenotos DuJ, 

Cephalothorax (.rrltch. Kopf, Mittelleib), Kopfbrusstück und Bücken-Kopf* 
bnuit&child, s. Arthropudn, Krustenthiere und Schalen krebno.^ 

Ceplialotrichidae, Familie der Anopla (Schnorwürmer). Kopf ohne Längs- 
spalte und ohne Saugnapf. Gattung: Oephalotrix Oeral* 
(pphnlotroch, s. Borstenwflrmer.* 

(•lilw'ii l'>r. u. lj*'8.y Gattung der Wurzelquallen (Rhi/.ostoma). 4 Genital- 
hühlen , i 8 und diese wieder sich verästelnde) Mundai-me , 8 Sinnesorgane, 
llittelmeer. 

Cephenomyia Latr.^ Rachenbremsen, Hnmmelfliegen, Gattung der 

Da.eep! f 1 i o rf en (>. d.). 

Ophus Fabr.f Halniwespen, Gattung der Hol/.wesp|en (s. d.). 
fepoUi L., Gattung der Cepolidae, s. Uleuiilormes. 
Cera, Wachshaut, >. Vögel (Verdaumigsorgane). 
fVrnnibyridne, <. Bockkäfer. 

Cerambyfinl, Gruppe der Ceram b yci tae, s. Bockkäfer, 
rerarabyeitae, Unterfamilie der Bockkäfer (s. d.). 
f'erambjx, s. Bockkftfer. 

Oraphroii Jur.. Gaüunj,* der Proctotmpidae (s. d.). 
Cerastes Wagl., Homvipern, s. Yipern. 

Ceratias Kröp^r, Gattung der Armflosser. Skelet weich, fibrös. Gron- 
lindisdie Küste. 

CeratSna Latr., Kenlhornbienen, Gattung* der Xylocopina (trappe 

der B 1 n :v. » e S p n). 

i'eratisolen Forb., Gattuii<]r der Scheidenmuscheln (s. d.). 
Ceratites De Haan, s. Ceratitidae. 

Ceratitida«9 fossile Familie der Ammonshörner. Mit fein gezftbneiten 
Loben, kurzer Wohnkamraer, kurzen und breiten Sätteln, gerippter und behOckerter 
Ä'halenoberfläche. Gattung: Ceratites J)f Hann, mit C. nodosus Brug, Be- 
sonders häutig im oberen und mittleren Muschelkalk. 

Ceratium Sehrank, Gattung der Gilioflagellaten mit dornartigen Fort* 
tftzen des nnregelmSssigen Panzers. C. cornutum Pf rüg. 

Ceratobranchiata Or., Familie der Rückenkiemer. Kiemen in 2 oder 
mehr Reihen, nngptheilt cylindrisch , spindel- odpr kfnilentnrmig. Gruppen: Her- 
macina, Proctonchina, Aeolina, Glaucina, Dotoina.* 

Ceratodon Bn$8. u. Palt, (grieeb. Homzahn) = Narwal. 

C^ratodns Ag., Gattung der Lurchfischc (s. d.). 

CeratO-lithophyta Klunzing^r , Unt*^rfaniilio der T?indrnkorallen. üm- 
fa«^end: Primnon, Plexaura, Gorgonella. Die Kaikkörper nehmen an der 
Bildung der ungegliederten, homigen und kalkigen Axe nicht tbeil. 

VeratOpllOia (y/'tfy (gi-iecb. Homträger), Gattung der Banmagamen. Die 
Bchnanze in ein weiches schuppiges Horn verlängert. Scliuitpen gross. 

Ceratophryne Schlt-gd, Gattnn£j der Asterop Ii r V d i II u (s. d. i. Frosch- 
lurche mit sehr stark comprimirtem Kupf und Körper, breiter Muiidspalte, runder, 
freier, hinten nicht ausgeschnittener Zunge, ohne V^omerzähne, freien Zehen, sehr 
stark verbreitertem Querfortsatx des Sacralwirbels. Der Aussenrand des oberen 
Augenlides und das Schnauzenende laufen in einen spitzen Fortsatz aus. Sine 
Art TOD Sumatra bekannt. 



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150 



* Ceratophiys—CerooleptM. 



Ceratoplirys iio»^, Hornlrösche, Gattung der Rani na {a. d.). Kräftig 
gebaute, kurzfBflsige Froschlnrche mit eebr breiter Mandspalte, mehr weniger sphi 
zulaufenden oberen Augnüidern, zablveicben Hautkri<;tc)ien, herzftnuiger Zunge, 
Vomprzahnen. mehr wenicrer verVtorgenpm Trommelfell. 7 Arten fius Brasilien be- 
kauiit. Art: Hornfrosch (C. uoriiuta Linn»'). l'> — 20 cm. Von der Bchnauze 
an zieht über den Kücken, ein rothgeiber, stellenweise grünlich gezeichneter Streifen; 
an den Seiten Bteben grfinlichsebwarze, rOtiiliob gesSumte Flecken auf graubrann€in 
iirimde; die grünlichen Schienbeine haben grasgrüne Querbinden; an den Seiteo 
ilf's Kopfes stehen rothbraune Flecken, die Bauchseiten u'ell», nithltrnun gefleckt. 
Bei dem grösseren Weibchen ist der Rüekenst reifen brtät, glänzend grün und sticht 
lebhaft vom braunen Grunde ab. Das Auge ist hellgrün umsäumt; ein schwara- 
brauner Streifen lieht von der Nase zum Auge; die Hinterbeine ktstanien* 
braun; die Vorderbinde uiit 2 grtLneu und 2 rothbraunen Querbinden. Diewr 
prtlchtig gefUrbte grosse Frosch bewohnt die dunklen, feuchten Urwälder Bra'jili^^n^i. 
nährt «ich von Schnecken. Fröschen, kleinen V^ögein, Mäusen und lässt sich nach 
Regenwetter iu grosser Zahl sehen. 

Ceratophyta Crroy, ünterfamüie der Rindenkorallen. Uit bloss horniger, 
ungegliederter Axe. 

Ceratopog'on Bartmücken. Oattnng der Stechmücken (s. d.). 

Ceratopsyius Cwt, Kammflöhe, Gattung der Flöhe (s. d.). 

Oerateptera MfOter n. HmU, Horn rochen, 8. Boeiiea« 

Geratorhittua Scott u. Osborn, fossile Nashorngattung, s. Amyjiodoiltidae. 

Ceratesa Bon., .s. Schnämme.* 

Ceratospong^a iUainr. ik^-ras Horn, spongiu), s. HomschwKnuie. * 
Geratostcra Leuck. (kerii.s Horn, steron Saum), s. Uydroideiu* 
Cerherns Ctiv., Gattung der Homalopeidae. Bundleibige, indische, OTOTiyi- 
pare Sehlangen mit basehupptem Hinterkopfe, gekielten Schuppen. C. boaeformis 

Dnm. Bibr. In H -i^'- ilen. auf dri« SMUflaiii'^eln. Lebt nur von Fischen. 
€ercarien, furcocerke, u. SaugwUrmer.* 

Cereaspis (griech. Schwanzschild) WaijU f , Gattung der Lycodontidae. 
Schlauffe von Ceylon mit gekielten Rücken- und Seitenschuppen* 
Cercerls Ao/r., Oittn 1 - der Grabwespen (s. d.). 
Cercl, Reife , -f. Insekteu. 

Cereocebuii h. Geoffi., Untergattung von Cercopithecus Erxl. Hierher: 
der Ifohrenaffe oder die rftucherige Meerkatze, C. fuliginoaus Geoffr,; die 
weisshalslge Meerkatze, C. collaris Oray; die weissscheitelige Meer- 
katze, C. Aethyopf L. 

Cereolabes Brandt, Greifscliwan/. >tachler, Gattung der iStachel- 
Schweine. Schlankere Stachelschweine mit rundlichem Kopf, etwas aufgestülpter 
Schnauze, dicken, bis an die Nase behaarten Oberlippen, kleinen Augen und Ohren, 
langen, sidielfiSrmigen Krallen an den 4 Zehen (der Daumen ist verkümmert), 
langem, nur an der Spit/.e behaartem, srtji-.t dielit bestaibelteni Greif->chwanze. 
Arten: 1) Coanda (C. prehensilis Brandt). 100cm. Ötirue sehr erhöht. Dicht 
mit nicht sehr laugen Stacheln besetzt. Die Stacheln an der Spitze gelbweiss, in 
der Mitte glänzend braun. Langsam, unbeholfen richtet es sich nur im Zorne zor 
Abwehr auf. Inden Wtlldern des tropischen Amerika. 2) Guy (C. villosus Water- 
houo''). 60 cm. Die Stacheln werden überall von dem Inngen weichen Haare über- 
deckt. Das Haar rostbraun mit lichtgelben Spitzen. Südbrasilien, Paraguay. Nur 
auf Bäumen. 3) Cercolabes novae Hispaniae Waterhouse, 8S<»u. Stacheln 
weissgelb mit schwarzen Spitzen. Mexiko, Tucatan. Die beiden letzten Arten ohne 
Auftreibung der Stirne. 

Cfreolabina Gnuf — Philodendra Brandt, Kletterstachelschweine, 
üntertamiiie der Stachelschweine, die Gattungen Cercolabes, Ghaetomys und 
Erethizou umfassend. 

Cereoleptes IlHgert Wickelbftren, Gattung der Ursidae. Birea mit 
langem, ganz behaartem Wiokebchwanz. Backenzfthne: t-tt* Art: Wickelb&r 
(C. < audivolvulus Illif/er). 40cm, Schwanz 46 cm. Der weiche, diclit\ 
schwach gekräuselte Pelz einfarbig gelbbraun, mit verschwommenen scliwarz'O 
Wellenlinien. Klettert affenartig gewandt im Geilst der ürwaldbilume herum, in 



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Cen»moiias^Ceropal6B. 151 

dereo Höhiuiigeu er Wohnung nimmt, und nährt sich von Honig, Vögeln, Eiern, 
Insekten, Früchten. Neugrauada, Venezuela. Leicht sfthmbarer, Uebenswftrdiger 
Gefangeiier. 

Cercomonas T>uj., Gattung der Qeisselträger (Flagellata) und zwar der 
Mona d i u e n. C. i n t e s t i n a 1 i s Lambl. Im Darm des Menschen schmarotzend gofiniden. 

Cercomys f'uri^r, Ramsrfitten. GattiiriL' d-r Trngratteu. Wanderratten- 
aüulichu N^iger mit grossen bruaueu Üiueu,. sUrk gebogenem Naseax äcken , "vier- 
lehigen spitzbakralltmi YoiteHlsseii mit DaiimenstnuDimä. Art: C. onnionlftriiiB 
CwUr, 17 om, Schwanz 18 cm. Gelbbraun, unten weiasUchgraa. In Kma8-G«rMB. 

('prcopidac, Familie der Hai !>f'l üc^lor und zwar dor Hoino]^forn. Mit den 
(lattuügen Ledra Fahr, und Controtus Fabr. S. Buckf^lzirpeji u. Kleinzirpen* 

Cercopis Fabr.f Stirnzirpen, Gattung der Kleinzirpen (s. d.). 
CcrMpItlmldaey e. Meerkatsea« 

Cercepitheeus Ersi^tmt echte Meerkatzen, Ghittnng der Meerkatzen. 

Affen mit langen, kräftigen Gliedmassen, langem Schwanz, grossem Daumen. Folgen 
bei ihr^n Streifzügen blindlings ihrem Anführer. Arten: 1) Grüne Meerkatze 
(C. sabaeus Erxl.). 90 cm (50 auf den Schwanz). Oben olivengrün; Gesicht, 
Ohren. Hftnde schwarz. Tropisches Afrika. 2) Der Mona (G. mona ErxL). Rücken 
kastanienbraun, Gasicht blauroth, Kopf oUYengelblich. Dieser schöne und sehr 
sanftmüthige Affe findet sich lÄngs der ganzen Guineaküste. GrHsse des vorigen. 
3) Dianaaffe fO. Diana Erxl.). Kleiner und zierlicher als der Mona. Mit cha* 
r&ktearistischem Knebelbart 4) Husarenaffe (G. pyrrhonotus Eitrenb,). 120 an 
<^ anf den Schwanz). Fablroth, Scheitel rothbrann, Nase wmaa. Nnlnen, Darftir, 
Kordofan. 5) Kauchfarbige Meerkatze (G. fuliginoiUfl Ctw.). 125em(60anf 
'i^n Schwanz). Schwur/. , Gesicht fahlgran. SchUgt den langen Sdiwanz meist 
wagrecht über den Kücken. Goldküste. 

Cercosunra Wa<^ler (griech. Schwanzechse) , Gattung der Ecpleopoda. 
Amerikanisclie, langgeeäiiiibitte l&deehsen. 

GerooMUiri (Tray = Ik^leopada v. Tsch. 

Cercyon /."acÄ, Gattung der Wasserküfer (s. d.). 

CerebelluBij kleines Gehirn, s. WirbeUhiere (Nervensystem) und Häoge« 
tUere (Gehirn). 

Cerebrin, stickstofilialtij^er Beetandtheü des Gehirns. 

Cerebrospinulflüssig^keit, liquor cerebrospinnlis, ist die zum Schutze 
des nervösen Centralorganes dienende Gehim-Rückenmarkaflüssigkeit, , welche die 
unter der zwischen der harten und weichen Hirnhaut gelegenen Spinnwebeuhaut 
(Araohnoide» tnniea) entstehenden Snbarachnoidealrftume ausflUlt. 

Cerebmnit grosses Gehirn, s. Wlrbeltlilere (Nerrensystem) and SlngetUere 
(Gehirn). 

Ccreopsis L'üham (lat. Wachf^gelbgesicht) , Kappengänse, Gattung der 
(tünse. Plumpe rothäugige, aschgraue Gänse Australiens mit sehr kurzem, starkem, 
tthwarzem Sehnabel» dsr last ganz von der grüngelben Waöhdiant überzogen wird. 
Einzige Art: G. novae Hollandiae L a&am, Htthnergans. Sehr zSnkiaoh. 

Öntes WiMpret. 

Ccria Fabr., Stielhornfliogen. Gattung der Schweb flioir^'n (s. d.). 

CerianthttS Deüe Ch., Gattung der Ordnung He&actiuiu (.Zoautharia) 
and zwar der Aetiniden ans der Gmppe der Actiniaria. Ohne Hantgebilde. 
Von allen übrigen Actuuarien durch 2 einender gegenüberstehende, nicht ab* 

wechselnde Tentakel kreise unt' r«^ 'hie.len von welchen immer je ein Tentakel des 
Mundes und de^ Randes mit dersyloen Kammer in Verbindung steht. 

Ceriornii» Swaifis.y Gattung der Hühner, s. FasanTOgeL 
Cerlthlenlalk, s. Baachfisser.* 

Cerlthlldae, s. Hornschnecken.* 
Cerlthlnin Adam., s. Hornschneckeu. 

Ceraduu F. i'uv. (griech. Horuzahu), Untergattung von Ca via Klein, 
Gsreaa (Wachahant), s. Tdgel (Verdannagsoigeae). 

Ceromya, üntergattnng Ton Pholadomja Bippenmnsclieln, s» 
£itenklaffenmu8C'Iicdu. 

Ceropaies Lati ., Hautüüglergattung der Pompilidae (s. d.). 



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Cerotiiufture— Cennis. 



Cerotiubäure, Waeh«. 

Certhls L,, B»iiml&afer^ s. KleHemelten* 

Cerlhlola 8undev., a. Caerebidae. 

Cerunien auris, Ohrsehm ilz. 

Ccrv'icÄpra Sundeville (Reduüca ^>/»Y/*), H irschziegen an t i 1 upe n. Gattung 
der Antilupeu. Afrikauische Antilopen mit zorückgelegtes, mit der SpiUe nach 
Torne gekrümmten, nnten geringelten nttrnem, mit deutliimer Hnffd, mit ftnaserlkih 
nicht achtbaren oder fehlenden Thrlnengmben. Arten der Untergattung Eleo- 
tragns Graj/ (mittelgross, Scliwanz ganz behaart): 1) Ri«'dbock (C. eleotragua 
tSundet^lt'). 150 cm, H5 cm hoch. Oben aschgrau oder röthlich graubraun, unten 
weiss. Paarweise im liiedgras und Kohrdickicbt Südafrikas und am oberen XiL 
Verrftfh sich durch ein eigenthllmliches Niesen. 2) Behantilope, kleiner Bied> 
bock (G. capreolus Lichtenstein). 150 cm, 74cm hoch. Der woUige, gekrtnaelte 
Hals rostbraun oder i-ritlil-' h^r iu, die Hömer und die Schnauze schwarz. In klein^^n 
Familien in den Gebirgen am Cap. 3) Magor (C reduncu Sundeville). Vun 
der ürösse unserer Hirschkuh. Röthlichgelb, unten weiss; Hörner bruim. Jsord- 
westa&ika. 4) Bobor (G. Bohor Kupp). Vielleicht eine Sfuelart des Torigen. ^ 
Arten der Untergattang Adenota Öray, Bückendrüsen an tilopen (grosse 
Thiere, ohne Mähne, mit ganz oder nur an der Spitze behaartem Schwanz): 

5) Grosshörniger Wasserbock (C. megaceros HemjUn), Abock. Etwas 
grösser als der Damhirsch. Die schönen, schwanken, an 60 cm langen Hömer sind 
ftlmr der oberen HSlfte in schönem "Bomm nach hinten und mit der Spitze nach 
oben gebo^[en. Hat einen Fettbuckel. Dunkel umberbraun, Buckel, Ohren, Schläfe, 
Nase gelblichweiss, unten weisslich. Am oberen Nil in ott sehr grossen Trupps. 

6) Kalabock (C. leucotis Peters). Mit leierartig geschwungenem, vielfach ge- 
ringeltem Geweihe. Bräunlichgrau, Stime, Backen, Schwanz, Mittellü.sse schwarz, 
unten weiss. In 200 nnd mehr Stadcen am oberen Nil. — Atten der Üntergattnng 
Kobus Smith, Wasserböeke (grosse, bemähnte Antilopen, Schwanz endet in einen 
Haarpinsel): 7) Rothhörnigfr W;is.serbock ((j. ellipsipry mnus Sunderifk). 
130 cm, Schwanz 50 cm. Gelblich aschgrau, auf dem Kücken mehr rostbraun; je 
eine weisse Binde am Halse und an der Schwanzwnrzel. An jden schilfreidiai 
üfem Süd- und Innerafrikas in grösseren, von einem alten Bocke geführten Rudeln. 
Der Führer hält gerne von Termitenbauen aus Umschau und eilt bei Gefahr mit 
der Herde sofort dem Wasser zu. Finpr Spielart fehlt der weisse S€hwanz5?treifen. 
8) Defassa, Bura (G. Defassa Sumie rille). Kohgross. Das graubraune Gehörn 
irt stark und gestreckt, mit etwa 15 Bingen. Rothbraun mit Grau, unten dnnklnr, 
mit golblicbweissen K^streifen. In den grasreichen Triften Kordons, Abyssiniens, 
Sennaars. 

Cerrlda, s. Hirsche. 

Cemilll8.ß^ifn//e(Stylocerus H, Stn.^ Prox Üutui.), Gattung der Hirsche. 
Kleine sttdasiatisdhe ifirsche mit sehr grossen Eckzihnen, tiefen, breiten ThrSnen* 
graben , kur/em unverBsteltem Geweih (nur mit kurzen Basalsprossen) auf sehr 

langen, kantigen Kosenstöcken , ohne Haarbüschel an den Hlnterftisscn. Arten: 
1) Muntj;i(" Kidang(^(j. munt^ac Zirnmemtunn). Von der Grösse unseres Kehes. 
Der suhon auf der Nase beginnende Rosenstock hat längs der Stirne hohe Kanten. 
Schön gelbbrann, am Bttcken dtmkler, unten weisslich; an den Bmsteeiten zwd 
weisse Flecke. Soll wie ein Hund beissen und sehr jähxomig sein. Seine J«gd 
ist sehr beliebt. Borneo, Sumatra, Banka. 2) C. stylocerus Wagner. Kleiner. 
Soll au«? einer weichgefalteten Haut an der Stirn eine riechende Flüssigkeit aas* 
schwitzen. Indien. 3) Chinesischer Muntjac (C. Reevesii Oy.). China. 

Cernis l^mS (üntergattong Elaphns Wagtur), echte Hirsche, Gattiag 
der Hirsche. Zweihufer mit mehrfach vo'lsteltem, rundlichem Geweih, ThrSnen- 
gruben, an den Hinterfussen mit Haarbürsten. A^U>v : 1) Edelhirsch (C. elaphiis 
Linnf ) (s. d.). 2) Berberhirsch (C. barbarus honnit). Mit schieferem Becken und 
im Sommer immer wiederkehrender Fleckenzeichnuug. Nordafrika. 3) Wapiti, 
canadischer Hirsch (G. canadensis Britwn). 200 cm, 140 cm hoch, mit sebr 
-starkem, bis 150 cm langem, an 25 kg schwerem Geweih. Im Sommer fahlbraun, 
im Winter grau w»Msslich angefloL'f^n Liebt mehr die mit Bäumen bp<**t/ten Ebenen, 
WO er in kleinen Kudeln (5— b Stückj von Gräsern, Knospen (besonders der Bosen) 



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Corvus. 



158 



lebt. Sein Hut zur Brunstzeit, im Herbst, ist ein angenehmes pfeifendes Orgeln. 
4) Persischer Hirsch (C. Wallichii Ciivier). Von der Grösse des Edelhirsches. 
GirralnrMB mit NackenrnSlme. Persien, Nepal imd Nachbarllnder. 5) Sika, 
jspaDesischer Hirsch (C. sika Temminck), Rebgrofls mit Tierendigem, gerade» 
*-tangigem Geweih. Sommer graulirunn , im Wintrr mehr yrau. Mit dunklem 
Röcken -;t reiten, Schwanz weiss. Errt';.,'t breitet sich das weinst Öchwanzhaar j>chirm- 
anig auf. Japanische Inseln. 0; li^ubrahirsch (G. Lühdorfi Bohlau). 142cm 
SdralterhShe. Die Eissprosse liegt unmittelbar an der Augensprosse, biegt seitlich 
ab ond Hegt in ihren Enden mit der Augansprosse in gleicher Ehcjio. Lidit* 
brann . im Winter brännlichgrau ; an der weissHchrn Unterlippe o scliwarze 
FlKkt-n. Ostsibirien. — Hirsche der Untergattung Kuct rvus, Kusa, Zacken- 
hirüclie (mit dünnem, aufrechtem, dreiästigem Geweih mit 2 Aesten nach vorne, 
ohae Hittelsprossen): 7) Barasingahirsch (C. Dnvaneeli Cutter). Ein prlch- 
tiger, ^ank gebauter Hirsch, mit sehr langen Augen und Lippenborsten. Schön 
fothbraun . mit dunklem Streifen und (,'ellien Tupfen :iin "Rücken : im Winter 
dunkelbraun. Hinteriridieii. 8) Wasser- (»der Pf er d e h i r sc Ii (C. ecjuinus 
Cevitt). 114 cm hoch. Mit starker Halsmähne, auch die Weibchen mit Eck- 
dlmen. Donkelbraungran. Sumatra, Bomeo. 9) Sambur (0. Aristotelis 
Curitr). Etwas grösser als der Edelhirsch. Mit sehr grossen nnd weiten ThrUnen- 
hfllilaiy die zur Brunstzeit roth lenchten. Dunkelschwarxgrau, unten fast s(;hwnrz. 
hdien. 10) Mähueuhirsch (C. hippelaphus Cuvier). Etwas schwächer, dem 
M^lhimh ähnlich, heller gef&rbt als der vorige, mit stärkerer Mähne. In den 
Sdiil^rasebenen anf Sumatra, Bomeo, Jara. 11) C. Enhlii MüUtr. Auf den Pavians- 
ißseln. — Hirsche der Untergattung k-s.\i Hodgmn (Geweih wie bei den vorigen, 
Peb stets getleckt): 12) Axishirsch (C. axis Krrfrhrn). Kleiner nl« der Dam- 
hirsch, plumper. Schön gelbbraun mit dunklem Kückeustreifen, unten weiss; Keihen 
wttBwr Flecken Ton den Schultern bis über die Keulen. Im Steppengrase Ost- 
indien». 18) Schweinshirsch (0. poroinns Gmelin), Bebgross. Kastanienbraun 
oder lederbraun. Onmzt. Wird seines guten Fleisches wegen als Hausthier ge- 
-'üchtet. Bengalen. — Hirsche der Untergattung Blastocorus Gray (entweder 
bloss der obere oder zwei Geweihzacken nach rückwärts gerichtet; mit kleinem 
fitttpinsel an der Innenseite des Fersengelenkes): 14) Pampashirsch (C. cam- 
pestris/y. Cuvier). 110 cm, 74 cm hoch, Schwanz 10 cm. Fahlgrau, an den Seiten 
lichter, am Rücken dunkler, unten weiss. Das Geweih erinnert an das unserer 
ßehe. Lebt familienweise im hohen Ora5?e der Felder und Savannen Südamerik is, 
15j Sampfhirsch (C. paludusus JJesniarest). 171cm, 100cm hoch, i-uchsrolh 
niit achwanen Läufen. Dieser grösste sfldamerikanische Hirsch lebt familienweise 
in den Snmp^egenden Fatagoniens, Brasiliens, Bolivias, Paraguays. — Hirsche der 
Untergattung Marrotis WtKjner (mit mehr oder weniger aufrechtem, an der Spitze 
firig-fkriimmtem Geweih. Sonst wie bei Blastocems): 16) Grossohriger Hirsch 
It. luucrotis Say). 85 cm Schulterhöhe. Braungrau ; von der Brust zum Bauch 
Ott sehwaRbranner Strich. Am Missonii, Saskatsäewan und Columbia. 17) Zwei- 
gabelhirsch (C. Richardsonii Bachm.). Im westlichen Nordamerika. — Hirsche 
der Untergattung El aphur US A/t/Mf /v/fr. (Angensprofsen fehlen: ein mehrzackiger 
Ait richtet sich von der Stange direct nach hinten: der lange Schwanz reicht 
BÜt seinen Haaren bis zur Ferse): 18) Milu (C. Davidianus Gtoffroy). Dam- 
Uncihgross, hell geftrbt. Vom Ifissionftr David in den weiten EinOden Nordtibets 
entdeckt. — Hirsche der Untergattung Mazania = Reduncina (Augen.sprossen 
vorhanden ohne Eck- und Mittelsprosse; die in 7 Zacken verHstelten Geweihe 
biegen sich von rückwärts bogig nach aussen und vorw irts) : 19) Virginiahirsch 
(C. virginianus Gintlin). Von der Grösse eines starken Damhirsches. Mit 
pomm, ausdmeksTollem Auge. Im Sommer gelbroth, unten heller, Kopf dunkler; 
im Winter grau bis bräunlich, unten weiss. Liefert feines Wildpret. Ist sehr im 
Abnehmen begritfen. Von Canada bis Mejuko, vom atlantischen Ocean bis zum 
FeUengebirge. Varietät: C. leuenrus Doufff. 20) Mexikanischer Hirsch (G. 
nexicanus Gmdin). 21) Nacktohriger Hirsch (C. gymnotis Wiegmantt). 
B«hgross mit derlichem Kopf. Thrlnengmbe mit kleinen Falten. Glatt, gelbbraun« 
Familienweise am Orinoco, in Venezuela, Cayenne. Hat von den Raubkatien und 
Riesenschlangen viel zu leiden. — Hirsche der Untergattung Capreolus Wapt^r 



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154 



Ceiyle— CeatorrhjmchiM. 



(mit wenig verzweigtem, rauhem, gabeligem Geweih ohne Augempros^en, o2 Zähnea, 
ohne EekzBhne, sehr kiin«m Schwanz, Terkfimmerten T^rftnengruben, irnasem 

Spiegel am Steiss): 22) Reh (C. capreolus Linne), 130cm, 72cm hintere, Wem 
vordere Höhe. Die Milnnchen heissen Sehmalböcke, die Weibchen Seh inalrehe; 
der Schmalbock erhält im ersten Winter einen sehwachen Spiess auf den entstehen- 
den Nasenstöcken (Spiessbock); beim nächsten Cie weih Wechsel wird er zum Gabel- 
book. Das Geweih ist oft missbildet. Man hat nicht nur Sechsender, sondern 
Aoht>, Zehn-, ja Zwölümder gefunden. Lebt in Rudeln bis zu 10 Stficken, bninstet 
mitten im Sommer. T>-\< Weibchen wirft aber erst im Mai seine 1 — 3 Kalber. 
Geht erst des Abend>; zur Aesun^' aus. Wshrend der Bruiist/eit lässt or ein di^:- 
maliges Plärren hören; die Jäger ahmen diesen Ruf nach und locken die eiueu 
Nebenbuhler Termeinenden BOcke an. Mit Ausnahme des Nordens und Mittelnus- 
lands in ganz Europa. In Asien die grössere Form C. pygargus Pallas. — Himh« 
der Untergattung Furcif«'r ^^'fin^r (das kurze Geweih ist fast bis zur Basis ge- 
spalten, mit grossen Thr&ueugruben und Eckzähnen): 23) Andeshirsch, Taruga 
(C. antisiensis D'Orfei^ny). Mittelgross. Mit gewölbter Stirn. Das grobe brüchige 
Haar braun mit hellen Sprenkeln, unten brftunlich. An den langen Ohren und an 
der Oberlippe ein weisser Fleck. In den Anden von Peru und Bolivia, über 4000 m 
in die Hfilif gehend. Hillt sieh tuirciiln^r im Gerölle und lebt von M iosen und 
Kräutern. ~ Hirsche der Untergattung Coassus WaQner, Spiesshirsche (das Ge- 
weih bleibt stets ein kurzer einfacher Spiess ; die Thränengruben klein ; auf der 
Stime Haarschöpfe; an der Hackeninnenseite eine Haarbürste): 24) Rother 
Spiesshirseh (C. rufus Cuvier). Von Rehgrösse, schlanker. Glänzend rothbrano, 
unton rostgt'lb. Einzeln oder paarweise in dichtem Gebüsch. Sehr scheu und vor- 
sichtig. Birgt sich im Gras oder Gebüsch. 25) Brauner Spiesshirseh (C. ne- 
morivagus Ouvier). Plumper, kursbeiniger und dunklerfarbig als der vorige. 
Hoch in den Gebirgen Perus. 26) C. Pudu Molin. Chile. 27) C. nanus 
Lund. Brasilien. 28) Schwarsfftssiger Spiesshirseh (G. rufinus PufJieran). 
Ecuador. 

Ceryle Boie^ Gattung der Eisvögel (s. d.). 
Ceryloii Latr,, OattnuR der Coljdidae (s. d.). 
Cesptto«follatf i. Cespftos. 

Cespitos, rasen förmig?, hcissen jene Korallenkolonlfn. bei welchen die Einzel- 
polypare oder aus einer rrt;:isseren Zahl solcher bestehenden Aeste von einor g«^ 
meinschaftlichen Basis mehr oder weniger parallel eiupurgeheu. Cespito-foiiat, 
wenn die HauptSste der Oolonie wagrecht (oft gitterig verwachsend) sidi lagern 
und die Endzweige auf dieser Unterlage sich erheben (s. B. bei Madrqiora). 

Cestidae, einzige Familie der Bandquallen (s. d.). Gattungen: Cestam 
Less., Venuspfürtel, Vexillum Fof* 

Cestodes Jlud. (griech. Gurtelähnliche), s. Bandwürmer.* 

Cestoldea Rud,, a. Cestodes Jtud.* 

GestraelOBldae» Familie der Haie. Ohne Nickhaut, mit Afterflosse, zm 

Rückenflossen, einem Stachel vor jeder Rückenflosse, mit Spritzlöchern. Mund und 

Nasenlöcher /.nsammenfliessend. Einzigf GattnnL,': C'-sf racion Cur. mit C. Philippi 
Crtr. Graiig'jlb mit Quorbinden. Die kegeüormigen Eier mit zwei Querleisten. 
Australien, Neuseeland, Ostindien. 
( ( tacea, s. Walilsehe. 

Cetacea carnfTnra — CetOy s. echte Walfische» 
Ctttaceum = Walrath. 
Cete, 8. echte Walflsehe* 

Cetin, 8. Walrath. 

Cetiosaurus Owen (gri«>ch. walartige Echse), fossile Gattung der Grocodi* 
linen. Obt-n r Jura und Wealden. 

Cetolithi (griech. Walsteine), fossile Felsenbeine von Walen. 
Getomorpha = Cetacea. 

Cetonia Fahr., Metiillkäfer. s. Blaithornkäfer. 

Cetonidae, Melitophila, Unterfamilie der Blatthornkäfer (s. d.). 
Cetopsis .1/., Ci if tiinu»' der Welse (s. d.). 

Ceutliorrh) iiclms (.gi ieeh. Verborgeurüssler), Gattung d. Rüsselkäfer (». d.). 



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Ceylonische SubregHm— Chalcopeleia. 



155 



C«7lonisclie Sabregion, s. ThiergeoyrapUe« 
CliMnodelpliiiiiis = Ujrperoodon« 
aaeM«rB«t a. ImphlMon« 

CkAetodOB Cuvier, BorstenKftbner , Uattimgder Schnppenflosser (s. d.). 

Sehr hoch1»Ml'!i7»^ Fische mit wagrochter Mundspalte, zahnlosem Gaumen, Borsten- 
lähflen in den Kietern. Der weiche und der stachlig« Theil der Rückenflosse 
sind beschuppt und vollständig miteinander verbunden. Arten: 1) Gestreifter 
Kertllenfisoh (Ch. striains lAumS^. lO-^lSem. Schwsiu kurz, die Stadiel der 
BSokenflosse nildlt yerlängert. Schimmernd silberweiss mit feinen dunklen Quer- 
linien. An den atlantischen Küsten des tropischen Amerika. 2) C h. Mey eri /^/oeA. 
10— 20cni. Hläulich silberweiss mit schön gekrümraten dunklen Bändern. Molnkken- 
Meer. 3) Ch. sctifer liloch. 15 — 20 cm. Der 5. Strahl der Kückenflosse ist zu einem 
Uagen Faden ausgezogen. Mattweifls mit dunUen Bindern. Indiseher Ooean. 4) Gh. 
Tittatus HlorJi, 10— 15 cm. Citronengelb, goldig schimmernd, mit schwarzen Bto- 
lern und ^^h i ff M, EH«»nda. 5) Ch. heniochus ^"m?>»<?/' = Hf niochus. 20 cm. Der 
4. Stachel der Kückeuflosse peitschen artig verlängert. Grünlich-silberweiss mit 
schwarzem Nackenband und 2 breiten schwarzen Querbändern. Indischer Oceau. 
San Fldflch sehr gesehfttaEt. 6) Spritzfisch (Gh. rostratns lAnni) = Ghelmon. 
Mit rüsselartiger ^hnaiue. 15 — 25 cm. Weisslich mit 5 braunen, weissgerandetea 
(i'tn rbinden. War m-hon im vorigen Jahrhunderte wegen seiner Gewolniheit be- 
iianot, mit über Was^'r erhobener Schnauze Wasser fusshoch nach ^itzeuden In- 
sekten zu sohleudem und diase so herabznholen. An bewaldeten Küsten und in 
Fhumfindiingen auf Java. 6) Kaiserfisch (Ch. Imperator Bloch) = Hol« 
acanthus. 30— 40 cm. Mit starkem Stachel am Vordeckel, vorne löfielartigen 
Zähnen. Schwärzlichblau mit 82 orangegelben Wellenlinien. In Of?tindien. 
7j Ch. paru Bloch, 30 — 40 cm. Braunschwarz oder braungelb mit vielen weissen 
Fleeken. Westindien. 

Chaetogaster liär, (griech. Borstenbauch), Gattung der Borsten würmer 
inw.der En ch ytracidae. Süsswasserthiere. Leben parasitisch an Wasaerthieren. 

Dinetognathi Leuek. (griech Borstenkiefer), s. Pfeilwürnier. * 

Chaetomys Cr' ray, Ratten schwanzstach 1er, Gattung der Stachel sc Ii weine. 
Kurz beborstete Stachelschweine mit wie bei den Batten beschupptem Schwanz, den 
sie nidit nach luten, sondern Yon luten nach oben um die Aeste rollen. Art: 
Chaetomjs snbspinosns Grai/. 43 cm, Schwanz 31cm. Die vom Kopfe bis 
zu den Schultern dicken, kurzen, liellLTrin Reihen f^tacheln werden nach hinten llngsr 
ood weichen endlich fein welligen Bor.steu. Brasilien. 

ChMtopedes Ben, (griech. BontenUlBse), s. Borsteairtmer«* 

ChMtopteridAe, Familie der Polychaetae sedentaria. Körper lang, mit 
angleichen Abschnitten; 2 oder 4 sehr lange Fühlerzirren; Rückenanhänge flügel- 
iürmig, gelappt; leben in papierartigen Röhren. Gattungen: Chaetopterus CuP.f 
Telepsavuä O. Co9tf Phyllochaetopterus Gr. u. s. w.* 

ChaetosemMae, s. Rbabdophora.* 

Chaetospira iMchm., s. Stichotricha** 

ChaPtTirn Sf'ph., Gattung der Segler (s. d.). • 
Chaetusitt ßp., Gattung der iiegenpfeiferv ögel (s. d.). 
ChalarAthoraea (griech. Schlaffr&mpfer). s. Aeanthocystldae C/. 

Chalrides Wicijm., Gattung der Chalcididae (s. d.). 

ChaleididtIO, Familie «Ter Kur/züngler. Echsen mit nur vorn angedeuteter 
S^itenfurche, verstecktem Trümmellell, kur/en , weit voneiniiiider entfernten (ilied- 
miääen. Gattungen: Chalcides Wiegm. 3 liöckerartigü Zehen au den Vorder lassen. 
Ohne Scbenkeiporen. Gh. flavescens BmnH, Tropisches Amerika. Hetero- 
daotylus Spix. Seitenfarche fast ganz fehlend. Vorder^ und Hinterfösse 5zehig. 
Mit Schenkelporen. H. imbricatns Spix. Brasilien, 

Chalcididae — Cjuipsera, Zehrwespen, Familie der Entomoph ages, 
s. Zehrwespeii. 

Chftleis FaJbr,, Schenkelwespen, Gattung der Zehrwespen (s. d.). 
Chalcomitra ^deAm5., Gattung der SonnenvOgel (s. d.). 
Chalvopelela Rnch^nb. (griech. Er/taube), Erztauben, Gattung der Tauben. 
Afrikanische, den Turteltauben nahestehende Tauben mit hohem Lauf, abgerundetem 



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156 



Chalcophanes — Chaos. 



Schwanz, metallisch glUu/endeii lliuterschwniffn. Hierher u. a,: Ch. afra Beiehenb^ 
Zwergtaube. Lebt paarweise. In einem grossen Theile Aüikas. 
GhalMpkttiety a. leteridM« 

Chalcophora Solin- (griech. Erztrggfr) . (Gattung der PraehtkEfer (s. d.). 
Cbalcosoma Hopf, 9. Blatthornkäfer (Dyuaätidae). 

Chalicodoma Lt^., Mörtelbieneo, Gattung der Megachiliua, siehe 
Blunenwespen. 

Chtdicomys Kaup (griech. Kelchmaus), fossile Gattung der Biber. Tertianät» 
Chalicotherium Ken^ (griech. Kelchwildthier), fossUe Gattong der Slage> 
thiere. Miocänzcit. 

Chama, s. Astartidae. 

Chamaeleo Lcmr., Ghamftleone, Gattung der Ohamaeleontes, siebe 
Wurmzüiijjler. 

Chauiaeleoiites, WurmxUugier. 

Chamaeleopsis Wkgm,, Gattung der Leguane (s. d.). 
Chamaeeaara f%tt„ s. C]^a■aelaQrf• 

ChamaosAuri, Familie der Kurzzüngler (s. d,). 

Chamaotortus (riinMer, Gattimg der Nachtbaiim8ehlangeii(Dipsadidae). 

Li Mittelalrilia. 

Chimaiier Tieb = WUldlervieh. Gutes bayrisches Mastvieh, 
('hamldae, s. GlenmaselielB«* 
Champsa, h. Alligator. 

Champsodelphiä Gen\, lus^uo Oattung der Delphinida. Miociln. 

Channifonnes, channaförm i^« Stachelflosser, Unterordnung der 
Stachelflosser. Mit Afterflosse, mit einer Nebenhöhle der Kiemenhöhle, sftmmt- 
liehe Flossen ohne Stacheln. Gestreckte Fische mit langer Rücken- nnd Afterflosse. 
Einzige Familie: Ophiocej>li alidae mit Ophiocephalus JiJ. Essbare Fiscbe 
Indiens und Alrikas, die einige Zeit ausserhalb des Wassers leben können. Siebe 
BlStterffsehe. 

CharaeiBidae» Salm 1er, Familie der Edelfische. Nacktköpfige Fische 
ohne Bartfäden, meist mit kleiner Fettflosso hinter der Rückenflosse, ohne Neben- 
kirmon. Süsswasserfische des tropischen Amerika und Afrika. Gattungen: 

1) Macrodon M. Tr. Ohne Fettüosse. Aeussere Gaumenzähne vergrössert. 
trahira M. Tr., Haimora. GefQiditet wegen der scharfen ZSfane. WoUsehmedcend» 

2) Ery thri M US Crroff. GanmenzShne gl( ichmiissig, bürstenartig. Tropi^-clit s Amerii£a. 

3) Altstos iV. Tr. Rückenflosse kurz. Mit Fett flösse. Oberkiefer zahnlos. Tropische« 
Afrika. A. dentf^x M. Tr. Im Nil. 4) Gastropelectis Gron. Brust pre<?end in 
eine halbkreisförmige Scheibe erweitert. 5) Serrasalmo OünUi. Rückenflosse 
lang. Zwisehenkieferzähne in einer Reihe. Fallen gierig mit ihrem scharfen Cre- 
bisse selbst über gross«- Thiere her. 6) Myletes Cuv* ZwischenkieferzSluie in 
XWei Rt'ilien. Tropisdn-s Aiiirrika. 

Charadriidae Lmc/i, llerfenpfeifer (s. d.). 

C'haradrius A., Gattung der Regenpfeiler (s. d.). 

Charaeas Sttph., Gattung der echten Eulen (Noctaae genninae), siehe 
Eulen (Schmetterlinge). 

Charaxcs Ochs^ Gattung dtr TafTfalter. Unterfamilie: Nymphaliden 
Sehr gross*', froschwänzte , rorwicgcnd atVikaiiische imd asiatische Schmetterlinge. 

Cliariilui.scschaf, lungwulliges, durch Kreuzung des französischen Landschaft 
mit enj^schen Böcken erhaltenes Sdiaf. 

Charnier^elenke , Charniere, Ginglymi, Winkelgelenke. Einaxige, 
nur Beugung oder F'trecknng ausfiUiretide Geli iike (Finger, Zehen). 

Charolaisvioll, Ni verna isvieh. Hellfarbiges, meist weisses, mittelgrCtöses, 
schweres Zug- und Mastrind. Beste Rasse Frankreichs. 

CharyDdaeid«eG«<7., einzige Familie der Beute Iqu allen (s. d.). Gattnngeo: 
Charybdaea P^r., Taraoya Müll. u. s. w.* 

Chasmarhynchns Temm.. =. FrnchtTReel ^Cotint^idae), 

Chata, arabisches Flughuhn, s. WUHteuhUhner. 

ChanUodiis Hloeh.-Sek»., Gattung der Sternoptychidae. 

Hiauna Illuf., Gattung der WebrTÖgel (Palamedetdae). 

ChauB Gro^f H. Katsealachse. 



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4 



Chdlinns— Chermes, 157 

CheiUiius) f^uv., Gattung der Lippfische (s. d.). 

Cheüosia M*^j., Gattung der Schwebfliegen (s. d.). 

CheUofttomte (grieob. XtpiMamSiüer), ünterordnimg der Kreiewirbler. 
ZeUflomüiidimgen mit deckelartiger Lippe und häutiger Mündung; Anhtnge aller 
Art. Familien: Aeteidao, Eucratiidae, Cellulariidao, Bicoll ariida<», 
Cellariidae, Flustridae, Membraniporidao, Eschariporidae, Mjrio- 
2oidae, Escharidae, Discoporidae, Celleporidae, lieteporidae.* 

ChelaiAtolllft Stepk^ Gattung dar Phytometridse, 8. »iMBiier» 

ChttraoBihida» DUtmg (grieofa. mit handfönmg Tenweigtoii Doznen), Fa- 
Biibe der Padenwiirmer. 

Cheirotheriuiu Barthü Aatfp, fossiler Lurch der Wickelzähuler (Laby- 
riathodonta) , von dem man bis nun nur die Fussspuren (im deutschen Bunt- 
nndstein) kennt. 

Chelae, Scheere. s. Schalenkrebse.* 

CheUcera«, Kieferfühler, s. 8piaaenthiere.* 

Chelidon Boie, Gattung der Schwalben (s. d.)- 

Chelidoptera Gcuid, Gattung der Bartknkuke (Baooonidae). 

Chf^lidura Latr., Gattung der Ohrwürmer fs d.). 

Chelifer Geoffr., ßncherskorpion» s. Cbemetidae. 

Cbeliuouy s. ChaetodoQ. 

Clieioerüliu H, v» Meffer^ fossiler LUiensiem im norddeutschen Mnsohelkalk, 

dar Gattung Eacrinus nftchststehend. 

fheloineles (griech. ZungengUed), Gattung der Scinooidea. Füsse mit 
2 Zeheu. Australische Echsen. 

Chelone Brorufn., Gattung der Seeschildkröten (Ghelonidae) (s. d.). 

Chelonia, Schildkröten. 

Cholnniaden Gray, Schildkrötenfamüie, 8. Seeschildkröten (Ghelonidae). 
Chelonier, s. Sehildkröten. 

Cheloniinae Bonap., ünterfamilie der Oheloniadae Gray mit Ohelone 
Bnmgn. und Thalassochely» FiU. 

ChcloBisens Wa^. (griech. SchildkrOtenassel) = Prionodontes Cw., siehe 
Oasypus. 

Chelonuü Ju*;^ Gattung der Braconidae (s. d.). 

ClMlopliors K. Haeek.^ Hufträger, erste Ordnung der Deciduata sono- 

placentalia. Umfasst die Klippdachse (Lamnungia)» Pfeilzähner (Tozo- 
dontaK Wickelkiefer (Gonyognatha) und Elt'phant»m (Probos cidea). 

rhflostoma IjiUr.f Scheerenbienen, Gattung der Megachilina, siehe 
blumcuueiipeu. 

Ghelom FkUippi (griech. Scheerensdbwans), Bohrflohkrebse, Gattung der 
Granatflohkrebse (Crevettina). Ohelura terebrans Phil, Zernagt die 
Bretter und Pfiililwt ike tlrr Tlaff'nbauten. Nordsee. Mittelmeer. 

Chelydae, Uutt'rfninilie der Testudin idae (s. d.). 

Chelydidae Gray, LurchHchildkrötea — Ghelydae, s. Testudiuidae. 

CAwljdohmtlMllllS Gray, Gattung der Engystomattna (s. d.). Kurz« und 
breitleibige Froscfalurche mit schmalem Kopf, vorn kurzen Gliedmasseti, ohne Kiefer- 
nii'l GaumMn/JihriP, mit ziemlich langor, ovaler, freier, hinten nicht eingeschnittener 
Zange, deutlichem Trommelfell, glatter üaut, ohne Schwimmhäute. Eine Aj:t aus 
W^itaastralien bekannt. 

ChelydobatraeliM =s Myobatraehus» e. HanifHIselie. 

riiolydni 'S'('Aw0i^jr. = Emysaurus Dum. Bffrr., Alligatorschildkröten, 
& Testudinidae. 

Cheljosoma Sov., s. Aseldlidae. 

CMys Dum., Gattung der Lurehschildkröten, 8. Testudiuidae* 

Chelytherium obs(;uruin //. Meyer, zweifelhafte ausgestorbene Gattung 
der Sch 11 <1 k rötf n. Aus dem oberen Keuper. 

Chcmnitzia Orbujny, Gattung der Pyramidenschnecken, Mit kleinen, 
»chliiukihurmigen Schalen. 

Chemlopex Stepk,, Fuchsg^inse, Gattung der Sporengftnse (s. d.). 

Chemopos PhÜ,, Gftnsefüsse = Aporrhais da Costa, s. Aporrliaidae. 

dieimes /#., Taanenlftuse, Gattung der Blattläuse (s. d.). 



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158 Cbenetid'lie— duogloasa. 

Chemotidae, einzige FiimiHf der Atterskorpion'\ (Tattungen: Chernes 
.Ity., Chelifer Gtoffr. mit 2 Augen, mit dem bekaniiitü Oh. cancroides L., 
Bttoherskorpion. Obisium Lmch mit 4 Augen. Cbtbonin« JSb«4 n. b. w. 
8. auch Afterskorpione. 

Chf^rsoiriydap, ünti rfamilie der Testudinidae (s. d.). 

I hersidae, Gruppe der Chersemjdae, s. TestudiBidae* 

Chersinae = Chersidae. 

Cll«raop]li8 (grieeh. bodenlebende Sdilange), Gattung der Vipern. 
Chergns Wayl, s. Testndo. 

Chersydrus Cuv, (griecb. am Laude lebende Wasserschlauge), s. HarieA- 
scbliuagen. 

ChettllsiA, Cbaetnsia Bonap., Gattung der Regenpfeifer (s. d.). 

Cbeviotscbftfey Cheviot Brenig, grosse, langwollige Sdbafe der Cheviot* 
berge mit I; Ti„'' n, aufrechten Ohren. 

Chevrculus Lac.-Ihtth — übodosoma Ehrmherg, Gattung der einfachen 
Ascidieii (Ascidiadae). 

Chlija» Bippenqnalle, a. AletaeC 

ddamela Grayy Gattung der Seinooidea. Indiscbe Echsen mit 4 Zehen. 

Chiasma opticara» Chi asm a nervorum opticorum, Sehnerrenkreuzang. 

ChiastoTi(»iirR , Orappe der Bandzü ngler. Viscerocommissuralschlinge 
gekreuzt; meist rii.vsellose rflaii/.enrreswr. Famih'en : Littorinidae, Strand- 
Schnecken; clo.stomidae; Flusskiemenschueckeu , Caludiuidae; Me- 
laniidae; Thnrmschnecken, Turritellidae; Wnrmscbn ecken, Vermetidae. 
8. Bandziinglcr. * 

* Chilenische Subregion, s. Thiergeographie. 

CblUna Grau^, südamerik. Süsswasserschneckengattung der Limnaeidae. 

Chilo Zek,^ Gattung der Zttneler (s. d.). 

Chilobotlmui Dum, Bibr. (griech. Lippengmbe), Gattung der Boaseblangen. 

Chilocorus Leach, Gattung der Coccinellidae (Marienk&fereben) (a. d.). 

ChllodiH-tylus Ca ., s. Clrrhltidae. 

rhiloilori Khrb.. hifusoriengattung der II y j» o t r i c h a. Familie: Ghlamy- 
dodoutidue i^. d.j. Körper meist gepanzert, Schlund fischreusenförmig. 

Chllodypterus Gattung der Apogoninae OÜnth, Fischgruppe der 

Familie: Percidae. Mit spitzigen Fangzähnen. 

Chilognatbn Latr. (grieeli Xippenkief« ri. s. Schmirassein.* 

Chilomeulsvu» Copa (griech. Lippenscheibe), Gattung der Coronelliuae. 
Nordamerikaniscbe Nattern. 

Chilonycteris <?ray, Gattung der Hnfeisennaaen. Der Nasenbesatz mdi« 
mentär. Fledermäuse von Jamaica. 

Chüophr.rne ('op>', s-. Bnfo. 

Thilopoda LiUt: (griecli. LippenfUseer), s. Baudasseln.* 
ChiloscylliDm, 0. Scflltam« 

Chilotae Wie(ßn. = Potamites Dum. Jiihr.^ Lippenschildkröten. 
Chiinaera />., Seekatzen Onttimg der Obimaeridae, s. Holoeepbala. 
Chimborazovogely 8. Bergujmphen. 
Chlnaregion, t. Thiergeograplile. 

niinchilla ßenn, = Eriomjs Liektetut,, Wollmftuse, 8. H«seil]llSl80* 

Chinehillen. ^ nasenrnSuse. 

Chinesische Hühner, kleine, wollig ausgehende, weisse Hühner. 

Chinesischer liund, tief schwarzer (auch Zunge und Bachen) Hund, dem 
grossen Pariashund Shnlieb. 

Chinesisriies Schwein, rasch wachsende, leicht mSstbare, jetzt fast auf der 
ganzen Kt !«> verbreitet* Schweinrasse; stammt vom wilden indischen Schwein. 

Chinpa, >. ^ephitis. 

Chioglos8U Üaibozadu liofja'it , Stieizüngler, Gattung der Mecodonta(s.d.). 
Sehr schlanke Molche mit grosser, lllnglichovaler, auf einem centralen Stiele sitieii' 
der, mit dem vorderen Zipfel an dem Kinnwinkel festgewachsener Zunge, oho« 
Ohrdrüsen, 4zehigen Vorder*, özehigen Hinterfüssen, an der Basis fast drebmndem, 
hinten leicht comprimirtem, saumlosem, scharf zugespitztem Schwanz. Die Gaumen- 



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(^iooididae'^Cliiroiiectes. 



159 



ilhne bilden zwei leicht ge>«chweifte, in der Mitte fast pnrallflo, hinten stark aus- 
P!T! an dpr gehende, vorne bogig convergirende Reihen. Art: Ch. iusitanica Harbma 
du boijagt. 44 cm. Schwärzlich mit :£wei über den ganzen Körper bis zur ^^ohwanz« 
«vnel binziehendeii knpferrottiexi Längsbinden, mit reichlieheii feinen, milehweiMen 



prächtig g' färbtc Moloh lebt wie unsere Erdmolche unter Steinen, abgefallenem 
Laube. Portu^^al. 

Chionididae, Familie der Sumpfvögel. Schnabel fast seiner guitzeu Länge 
uftch hart Die Nasenlfieher Ton einer knOcuemen oder hornigen Schuppe bedeckt. 
Füsse 4zehig. Gattung: Chionis Farst.j Schoidr nschnabel. Wangen nackt, 
Schnabel kurz, seitlich zusammengpdriickt , an der Wurzel von piner Hornscheide 
c*edeekt. Ch. alba Forst,, weisser Scheidenschnabel. Ganz weiss. Südlich 
kälte Zone. 

CUoiiis Forst, = Vaginalis Gm,, Scileidensehn&bel, s. ChiOBldldae. 
Chipmack, ein 6ackenh5rnchen, a. Tanias* 

Chlroderiua iM^rs, Fiedermausgattung der Phyllostomata, nächstverwandt 
mit Stenoderma Geoffr, 

Chirodot» jESbcAmA. kriech. Behandete), Gattung der Haftwalzen (Synap> 
tidae). Ohne sog. Wasserlungen, ohne Saugfüsschen. Haut mit Reihen kleiner 
Wjnchen besetzt. Ch. rotifera Pourtcdes. Vivipar, Florida, Brasilien. 

Chirodryas KeferstHn, Gattung der Pelodryadina (s. d.). Froschlurche, 
ves denen der Gattung Pelodryas diudi ihren mehr ranaartigen Bau, die kleinen 
Haflseheiben und die hOokertge Rftckenhaut unterschieden. Eine Art aus Australien 
bekiimt. 

Cliirogaleus Geoffroy, Katzenmakis, Gattung der Lemuridae. Gross- 
imge gedrungene Halbaffen mit breitem Kopf, buschigem Schwanz. Arten: 
1) Katzen maki (Gh. furcifer G^offr,). 70 cm (40 auf den Schwanz). Oben 
atthgrau, unten fahlgrau; über jedem Auge ein schwarzer Streif. Madagaskar. 
2i Grauer Maki (Ch. griseus Howe»), 65 cm (35 auf den Schwans). Olivengrau. 
Madagaskar. 

Chirolepidini Pandes (griech. Handschuppler), fossile Fischgattung der Doru- 
sekmeUsehupper (Acanthodiden). Deyon. 

CUroIeptes Günther, Gattung der Discoglossina (s. d.). Unseren Tfaau- 

nnd Wasserfrösch»'!! iihnlicho Frost-hlun-he mit gegpnübnr«!tr'llbarpni orstf^n Finger, 
f'Uipti'^fhf'r, hintf ii tief cingt scliiiittcnfr Znngf . Schwimmhäuten nur an der Basis 
<ier Zehen, Vomerzähnen, deutlichen» Tronimeitell. 5 Arten aus Australien bekannt. 

CUiMftntis Pieten, Gattung der Folypedatina (s. d.). Froechlnrche mit 
h«>r^nmger, hinten freier, eingeschnittener, in der Mitte und vorne festgewachsener 
Zange, ganzen Schwimmhäuten an den Zehen, liallieu F^chwimmhäuten an den Ueiden 
iasser*>n. gnnz kh-inen f^hwinimhiluteii an den beiden inneren Fingern, Zäliuen im 
Oberkiefer, Zwischeukieter und am Gaumen , deutlichem Trummelieli. Die beiden 
iiuwKn Finger sind den beiden äusseren gegenttberstellbar. Art: Westafrika- 
aiteherSchaumfrosch (Ch. guineensis Pfters). H,7 cm. Oben röthlich braungelb, 
Schwan geädert, unten gelblich- und grünlicliweiss. Setzt seinen Laich nicht direct 
in das Wasser, sondern knapp an den UtV rn auf die Banni/weige ab und umhüllt 
äie mit einer reichlichen Öchaummasse, in welcher die Litrven die ersten Phasen 
^ EDtwieklung durchmachen, bis sie der Regen in das Wasser spült. WestaMka. 

Chironiys Ctmer, Fingerthiere, Gattung der Chirom \ sidae (s. d.). Art: 
Das Fingerthier oder Aye-ATe. Das seit 1775 bekannte Thier -«Jcht mit i^einen 
langen Fingern, den grossen breiten Ohren, den /iemlich kleinen Augen recht 
Xtßdarhar aus. Ein nächtliches Thier, welches von dem Marke verschiedener Gräser 
ud Kerfen lebt. 100 cm (50 auf den Schwanz). BOthlichgrau, Obren und Schwanz 
«chwiiiz. In 1« II Bambuswäldern Madagaskars. 

Chironiysidae, ?. Ffngrerthiere» 

Chiron eetae = Armflosser. 

Chironeetes C'Mr. = Antonnarius Commers. 

CUroBeetes lUiger, Schwimmbeutler, Gattung der Beutelratten. Mit 
Sehwiamhftuten zwischen den grossen Zehen der HinterfÜsse. Art: GebSnderter 



Punkten, kupferrothen 




unten einfarbig hellbraun. Dieser 



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160 



Ghironemus— CMoroiM. 



Schwimmbeutler, Yapok (Ch. variegatus llliger). 40 cm . Schwanz ebenso 
lang. Der dichte seidenweiche Pelz grau mit 6 braimen Querbindea, unten weiss. 
Lebt von Ftschen. An den Küsten Südamerikas. 

Chironomus Cur., s. CirrhitldM« 

Chironomidae, s. Znckmflcken. 

Chironomus Mg,^ Gattung der Fliegen (s. d.). 

Chlropteniy t. Flederninm. 

Chirotes Jhim., Gattung der Amphisbaenidae, 8. Ringeleellsea» 
Chirot(>uthis (griech. Haud-Tintenfisoh) Orhigwif, 8. Oetopodft, 
Chirotherlaniy a. Chelrotherinm. 

Ghlrothidae Oray, Familie der Amphisbaenoidea, siehe Chirotes und 
Bingelechsen. 

Chiruantilope, Pantholops Hodgsonii Hodg, Mit langen leierförnugoi 
Hörnern. In grossen Herden auf den Hochebenen Tibets. 

Chirurg, Acronurus melanurus C T., s. StacheUchwänze. 
Chitin, B. Gliedarflaser und Epfthelleii. 

Chitinhaut, die ftnss^ von Chitin gebildete Bedeckung des GUederthie^ 
leibes, s. Gliederthiere. 

Chitinogeumembran , Uypodermis, die oberste ZelUage des Glieder 
thierkörpers. 

Chiton L.. 8. Kifersehnecken. 

ChitoDfllns Liw.. s. Kilforschueekeu* 

Chitonidae» s. käferschnecken.* 

ObUn = Kleiher (Sitta). 

Chlaeniiis -^oif/?//t, Gattung der Laufkftfer (s. d.). 
fhlaiiiydococcus d. !h\ (Chbuuydomonas Khrrnh/i.). FlageUateugattiuigder 
Volvociiien. Meist rundliche, grünliche oder rothe Thierchen. 
Chlaaij'dodera, c^. Laubenrogel. 
Chlanydodon Ehrenb., $. Chlamydodoutidae. 

Chlamydodontidae St., Familie der Int'u>oria bypotricha. Körpi^r- 
formbeständig, oft gepanzert, Baaclispite ganz oder Iheilweise dicht mit feinen 
Wimpern beseUt; Hintereude ohne Griffel; Schlund fischreusenartig, Gattuugea: 
Phasoolodon St., Ohilodon Ekretib., Optistbodon St,, Chlamydodon Ehmi^ 
Soaphidiodon u. s. w.* 

rhltiTTivdophoni (chlam3's ilant>l. phero trage), s. Heterophryidae.* 

Chiuiiiyduphorus //aW^rn, (TÜrtflmiitisp. Pan/.erthiere, Mnntelg-ürtel- 
thiero, Schild würfp . Gattung' der (TÜrtelthierc. Sehr kleine Zahnarme mit 7 
wurzellosen, cjlindrischen Backenzähnen, aus zahlreichen Querreihen rautenartiger 
oder rechteckiger Homachllder bestehendem Bftckenpanzer, welcher hinten jih ab* 
ftllt, aus.sprdpni fast am ganzen Körper mit weissen, seidenartigen Haaren bedeckt, 
wenig entwickelten äusseren Ohren. Art: Schildwiirf. Pan/.erthier, Mantel- 
gürtelthier (C. triineatus Harlan). 15cm. Schwanz 4cm. Lebt nach Art 
unseres Maulwurfes in den sandigen mit (Jactusen bewachsenen Ebenen von Bio 
de la Plata. Hftlt sich den Tag ftber verborgen. Die Jungen sollen unter dem 
Panzer geborgen werden. 

Chlamydosfturas (rraif (griech. Oberkleidechse), Krauseueehsen, siehe 
Bauma^aiiieii. 

Chlamydotheriuin i>und. (griech. Oborkleidwildthierj, ausgestorbene Gattung 
der Zahnarmen (Edentata). Arten; Oh. gigas Sund. Nashomgross. Ch. Hum* 
boldtii Sun l. Tapirgross. In den hrasilianischen Höhleu gefunden. 

flilainy.s Knoch, Gattiinij der 13 1 a 1 1 k ii f e r. Flügeldecken runzlig. Diekei 
gedrungene Käfer. Die meisten Arten aus äiidamerika. 

Chloria, s. Amphlnomidae. 

Chloraemidae Quatref,, Familie d. Borsten vttrmer ^ Pherusldae<7n(ft«. 

('hloroperln Narm., s. Afterfrllhllngsfllepon. 

Chlorophauiis Gam., Gattung der Rüsselkäfer (s. d.). 

Chlorophthainius lionnp. (griech. Griingelbauge), Gattung der Salmonidae. 
Von Aulopus durch das grössere Auge und die kleine Strahfiuzahl der BilcksD- 
flosse unterschieden. Mittelmeer. 

Chloreps Meig., a. Aealyptera. 



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Chottnea—Ghoriotdeabpalte. 10X 

Qioanen, tbo:miie, s. Säa^ethlere fSinnesorg-aneV 
Choeruiaeryx Fomel, Gattung der ausgestorbenen Anoplotheiieu. 
Choeromorpha E. Haeck. (griecU. Schweinsgestalt). Schweiuförmige Säuge* 
thiere. UmCusen die Obess, Xiphodonta, Setigera, Anoplotherids und 

Lophiodonta. 

Choproniorus !j>uf>'f. r ii^^t^'o^torbene Gattung der Säagethiere, den Borsten* 
tJiieren nahestehend. Im Öüsäwaääerkalk von Sansans. 
Cheeronjeterif LMmui^ •. Aman Oray. 

CheeropoxAmiis Cuo,, ausgestorbene Gattung der Borstentbier e. Im 

OBtereo Mtoc»n. 

Choerops RüpppU, Gattung der Lippfische. Indisches und austral. Meer. 

Choeropus Oyilhy, Beatelf er kei, Gattung der Feramelida. Schlanke, 
grossohrige, dünnbeinige Beutler mit xweizehigen vorder-, vierzehigen rerlängerten 
Uinterftssen, spitzer, gestreckter Schnauze, abwftrts gerichtetem Beutel, d^nem 
Schwanz. Art: Stutzbeutler (Ch. castanotis Gray). 29 cm, Schwanz 12 cm. 
Das lange weiche Hnar braun oder braungrau. unten weiss oder gelblich weiss; 
Scliwaoz oben sohwar^, unten bräunüchweiss. Nährt sich toq Insekten und Pflanzen. 
Bant im Grase Nester. Sftdaustralien. 

ChoerotberiBiB Lautet^ ausgestorbene Gattung derBorstenthiere. Miocftn. 

f'hnleva Latr., s. Cateps* 

Clioloepus IlUijfr, Zweizehen faul thien- . Gattung der Faulthiere. 
Schlanke Thiere mit zweizehigen Vorder-, dreizehi^en Hintergliedmassen, mit bloss 
6—7 Halswirbeln und 22 — 24 rippentragenden Wirbeln, 3 — 4 Lumbal*, 7 Sacral* 
und bis 5 Gaudal wirbeln , ohne äusserUch sichtbaren Schwanz. Arten; Üuan, 
£weizehiges Faulthier (C. didactylus Illi'jn-). 70 em. Graubraun, Gesicht 
aackt, schwärzlich. Die langen Haure laufen gegen das Kreuz wirbelfurmig zu- 
sammen. Von Guiana bis Honduras. 

CbondmMimtkidAe, Hornlans krebse, Familie der Scbmarotzer krebse. 
Körper gsstreclct, wenig gegliedert, mit Auswüchsen und kurzem JBGnterleib; vordere 
Roderfusspaare zweizipfelig : Ober'kirfi r sichelförmig; Männchen swei^gig, mMSt ZU 
iwden an einem Weibchen. Gattung: Chondracanthus fM.* 

ChoodrodactyluäPW. (griech.Knorpelänger), Gattung der Geckotidae Gray. 

Chondropbora (griech. Knoq>elträger). s. Knorpelquallea* * 

Ckeadropterjgil Cuvier, s. Knorpelflselie» 

Ckondrosldae, s Lederschwftmme. " 

Cbondrostei Joh. Müller, Stör9chmelztscliui)per, 8. Kuorpelgraiioiden. 
Choudrustomu Ayasa.^ Nasen, Gattung der Weissfische d.). 
ChendrMtns» «. AntaeeepsMem* 

Cbondrula (griech. Körnlein) li-ck, Gruppe der Gb^ong Bnlimus Seop, 
Vielfra^ssflmeeken. Grösse, Gestalt und Farl)e von Wei/enkttmem. 

ChoiiPtes Fischer v. Waldßieim, ausgestorbene Brach i opoden. Die breite 
viereckige Schale mit geradem langem Schlossrand, der an der Bauchschale hohle 
kacheln trBgt. Im scnlesiseben Bergkalk. 

ChonesipUns Duv., ausgestorbene Gattung der Wale (und swar der 
Hyperoodontia). 

Ckerda, a. Walseaseheidea. * 

Ckerda donalls, s. WlrbeltUere (Skelet) nnd Saeseheldeu. 
ChofdstUeri Chordonium Haeekel. Hypothetisehe Wftrmerform, dar 
^^hwänzten AsddienUunre nabestehend. Ausgangspunkt fflr die AscidiMi und 

Verteb raten 

Chorda tympani, Nerv, aus dem N. facialis entspringend, im Zungen- 
serr endend. 

Cbordeiles Swains., Gattung der Nachtseh walben (s. d.). 
Chordonier = Chordathier. 

Chordula nennt G.Jäfjer das Entwicklungsjjtadium, bei welchem eine Chorda 
<ioräalis autgetreten ist, diie Segmentirung der muscularis aber noch nicht er- 
folgt ist, 

Chorioidea, s. Aderhaut und Choroidea. 

Chorioldealspalte, eine während der Entwicklung des Auges im Wirbel' 
Kaaier, Haudwörterbneh der Zoologie. 11 



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162 



ChorioD — CluysophiyB. 



tbierf'inbryo nach Schlu^s der AugenblasauspaLte noch einige Zeit bleibende Lücke 
der Pigiueiitsükicbte der Aderbaut. 
CliorloB, 8. Bintpflege. 

Chorlonhant, secundUro, s. Sftog'ethlere rEntwicklung). 

Choristopoda I>aual (choristos ef^rpimt, pous Fuss), s. Biugelkrebse. 

Choroidea. Ader haut, s. Wirbeltbiere (Sinnesorgane). 

GhoTolOgie Haeekd, die Lehre Ton der Verbreitung der Organismen tnf 
der Erde in borizontaler und yerticaler Bichtong. 

Chorys arborea = Alauda arborea / , Heidolprche, s. Lerchen. 

Chromatische Function , s. Thiergeographie (Alpenmaus und Lebensbe- 
Ziehungen der Thiere). 

Chroraatophora, s. Kopffflsser.* 

rhromatophoren, FarV ^1 nfftriiger . sind pigmontfülironde Zellen des In- 
teguments. Durch die Bewegung des Protoplasmas in diesen Zellen treten maDnifr- 
fache FftrbungsYeräuderungen in kürzerem und rascherem Wechsel zu Tage. Solchen 
Farbenwechsel hat man ausser bei den Ohamftleons bei einiffen Seh&neehsen 
(Calotes), Färberechsen (Polycbrus), BraunenechsenCOphryoessa), Anolis 
(Anolius) und anderen Echsen, bei vielen Lurchen, Fitehen, Pteropoden nnd 
Cepbalopoden beobachtet. S. auch Fische. 

Cnromis Günther, Gattung der Pharyngoguathi (s. d.). 

Chrotopterns Feter», s. TaBipyms Geo/fr. 

Chriidimer Pferd, schweres, hübsdi geformtes Tramm* und OaTalleriepftdi, 

um Chrudim und Pardubitz gezüchtet. 

Chrysaeus Hod<js., Cuon, Urhunde = Canis primaevus Jiodf/. Asiatische 
langleibige, breitköpfige Schakalhunde mit geradem buschigem Schwänze. 

Chrysalis, Puppe, s. Insekten.* 

Chrysemis Grat/, Srhildkrötengattung. Gehört zu Clemmys Watfler. 

Chrysidldae» s. (Goldwespen,* 

Chrysipteras HA6n., Feuerfalter, s. Bliullnge* 

Chrysochloris Cuvier, Goldmulle, Gattung der Maulwürfe. Metallisch 
glänzende Maulwürfe mit 30 —40 Zähnen, ohne sichtltaren Schwanz, kurzem Rüsst-l 
vierzehigen bekrallten Vorderfüss:en . normal gebauten Hinterftisf;en, Die Backen- 
zähne einfach prismatisch. Arten: 1) Goldmaul wuri' (Chr. capeusis /^«^»»»amO. 
Kleiner als unser Maulwurf. Am Cap. 2) Langhaariger Goldmull (Chr. 
villosa iimith). 14 cm. Gelblichbraun scbiUemd mit dunkelbraunen Sprenkehi. 
Natal. 3) Chr. obtusirostris Pedrs» 15cm. Dunkelbraun mit kupfrigem oder 
goldgrtinem Metallglanz. Mozambique. 

Chrysochraoii Fisch., Gattung der Feldheuschrecken (s. d.), 
Chrysocluroa Sol, Gattung der Prachtkäfer. FrSchtige Kftfer; die meisten 
aus Indien. 

Chrysococcyx Bn'ss., Goldkukuke, ». Knkoke. 

Chrysoeolaptes Bli/t/^,, Gattung der Spechte (s. d.). 

Chrysoeyon H. Sm., Goldhunde ^ Canis Jubatus Desm,, Mfthnenwolf, 
Guar a. Wolf^mlicher, hagerer, hochbeiniger, i^itzsdmauziger, gelblichzimmtroÜier 
Hund mit schwar/er Mähne. Südliches Sftdamerika. Jagt kleinen Sftugwn nach. 
1,3 m lang, 70 cm hoch. 

Chrysomela L., Gattung der Blattkäfer (s. d.). 

Clirysomelidae» «. Blattkäfer. 

Chrysomitris Bote = Fringilla spinus L», Zeisig, s. Finken. 

Öhrysopa Ltuch (griech. goldäugig), Perlenaugen, Gattung der Hemero- 
biina, s. Grossflügier. 

Chrysopelea Boie (griech. Goldschwarz), Gattuug der Baum schlangen 
(Dendrophidae). 

Chrysopetalidae JEA/^/'^, Familie der Borstenwfirmer. Am Boden hertun- 

kriechende Meereswürmer mit glilnzenden {Schuppen, ein- und zweirudrigen Ffi««en. 
Gattungen: C'hrysopeta lum Khlers mit Chr. fragile KMets^ prächtig goldig 
glänzend; Rhavania Sehmarda. 

Chrysophrys Cnv., Ooldbrassen, Gattung der Meerbrassen (8.d.). Vorne 
mit starken, etwas abgestumpften Kegelzähnen in einer Reihe, an den »Seiten mit 
mindestens 3 Reihen abgerundeter Mahlz&hne. Arten: Echte Dorade (Chr. 



(Jlirysops — CiUaiideae. 



103 



mrata XfMMte). 30 — 60 cm. SllLerL,'rau, bläulich oder grünlicli schimmernd, jeder« 
y?its mit an 20 schmalen, goldgf^llien Lriiigsstroifpn ; auf dfiii Kiemendeckel und 
zwischen den Augen ein goldgelbe r Pieck. Atlaiitisclier Ocean; einer der gemeinsten 
Fische des Mittelmeeres. Wird auch gesalzen und inarinirt genossen. Wurde 
sdion zur BOmerzeit in tieferen FischbehSltem gezogen. Ktthrt ach Ton Kart- 
«chtligen Weiehtliieren. 

Chrygopg Mg., 8. Bremsen. 

Chrysothrix Wagmr , Gattung der Pithecidae. Lungschüdelige Affen, 
deren Hinterhauptloch weit vom hinteren Bande entfernt ist. Art: Saimiri, 
TodtenkGpfchen, Titt (Chrysothrix scinrea WoffUfr), 75 cm (40 anf den 

Schwanz). Ein sclilank*r, zierlicher Affe mit langen Gliedmassen, mit auffallend 
► ntwickpltem Hinterhaupte. Schlingrt beim Schlafen den langen Schwanz boaartig 
am Halb und Leib. Gelblicholivengrün. Liebt besonders Insekten und Spinnen. 
Bei den Eingeborenen seines schmnckw und heiteren Wesens wegen sehr beliebt. 
Chrysotis, s. Amazonen. 

Chrysotoxum Bogenfliegen , (TattuTitr dw Sl- Ii wob fliegen (s. d.). 

Chrysotils ^I^i>j., Gattung der Langbein! liegen (s. d.). 
Chthonusscidiae Br. (chthon, Erde, Ascidia), bodenständige Ascidien, 
^ Ifauiteltliiere. 

Chthonerpeton P^fi^rs, Gattung der Nacktwühlen (s. d.). Die Teiitakolgrube 
liegt in (Inr Mitt^ /.wischen Auge und Nasenloch, aber etwas tiefer; das kappen- 
['■»rmige Ireie Tentakel an der Basis hinten mit dem Rande der Tentakelgrube ver- 
wachsen, ünterkielerzähue zweireihig. Art: Cht. indestinatum Peters. 32 cm. 
78^100 nndeutliehe Ringe. Sohwarzgran. Porto Alegre. S. SeUeielieiiliirelie* 

Chthonoergras, s. Elloblus. 

Chacuzo, Chuciito. 8. Brachyiirus Spix. 

Churro-Schaf, grobses, krät'iiges dunkelwolUges, gemeines spanischem Schaf, 
den Mnflons ftfanlieh. 
(Iiylns, j 

ChylDsdarm, \ s. Verdanongsorgane. 
ChylosgrefSsse, | 

Chylnsmagen, ventrieala^, s. Insekten. 
Chyinifleation, Verwandlnng der Nahrung in Chymns. 
l'hymut», tSpeisebrci, s. Verdannngsorgane« 
Cieada L., Gattung der Singzirpen (s. d.). 
(icada aptera = Haltious paUicornls Fabr. 
Cicadaria, s. Cicaden. 
Cieadellldae, s. Kleinzirpen.* 

Cioaden (Homoptera, Cicadaria), Zirpen, Gleichflügler, Unterordnung 
der Schnabelkerfe. Flügel allermeist hilutig, armnetzig, in der Ruhelage dach- 
förmig aufliegend, selten hart geHirbt; Rüssel lang, dreigliedrig tief am Kopfe 
entspringend; Hinterbeine 7,nm Springen: Weibchen mit Legestachel. Larve oft 
viele Jahre lebend. Singapparat oft hoch entwickelt. Familien: Kleinzirpen, 
Cieadellidae; Buekelzirpen, Memhraeidae; Leuchtzirpen, Fulgoridae: 
Singzirpen, Cieadidae. Literatnr: Fi/^ter in Bev. et Magaz. de Zool. 1875 ff. 

Cieadldaet «. SInirzirpen* 

Cicadina = riraden, 

Cicairicula, Narbe, Hahnentritt, heist die bekannte kleine weissliche 
Stelle an der Oberfliche der Dotterkogel im Vogelei. 
Cirhla JH. Sehn., s. Chromls. 
Clcindella L., Sandkäfer, 8. Laofkäfer. 
Ciclodellidae, Sandkftfer, s. Lavfkftfer. 
Cicinnurus VieUl.^ Gattung der Paradiesvögel (s. d.)- 
( ieonia L., Gattung d- r ^torchTÖgel (Ciconiidae) (s. d.). 
(iconiidae, s. Storchvögel. 
Cidaria 7V., Gattung der Spanner (s. d.j. 
Cidaridae Ag., s. Tnrbanlirel. * 
Cidaridea, '-. Seeigel, repulßre. * 

t'idarideao Angnstistellao, Unterordnung der regelmässigen Seeigel. 
Schale fest, tiach gtdi uckt; Ambulacralfelder sehr schmal, Mundkiemea fehlen. Pa- 
nuHen: Soleniadae, Cidaridae^Tnrbanigel, Tetraeidaridae; letzte fossil.* 



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164 



Cidaria— Ciliata. 



Cidaris Kinn (griech. Turban), Tarkenbund, Oftttung der TurbanigeL 
Cigarrenfliege, s. Acaljpter«. 
CniM, Wimperu, s. Glllate** 
Ciliae, Fransen, s. 8dllli«tterlinge.* 

Ciliarmuskel» mascalus oiliaris, tensor chorioidea. Der Anspanner 

der Chorioidea. 

CUiata Ehrenb, (cilia Wimper), Wimperinfusorien , Infusorien, In- 
fusio nsthi er Glien oder Aufgussthierehen un engeren Snn, Infnsoria eiliata 

Ehrenberg, Enterodela JE&m<ier^, Vo\yg9k%it\c A Ehrenherg, Mhijo nthierchen, 
Prothelminthes Oersf. und Dies., Urwürmer, Infusorinm Chin>> Linne. Bild.n 
eine den Flagellatcu und Suctorien gleich werthige Ordnung der Infusorien im 
weitesten Sinne. Der Körper ist im Allgemeinen kugelig, ei-, Scheiben-, waizeu-, 
trichter-, glooken-, faden-, oder stabf5rmig, manehmal <Ane bestimmte Gestalt 
(j,metuholisch") und bis zur Kngelform zusammenziehbar; er ist weiters durch* 
sichtig, farblos oder grünlich bis röthlicli ^rHfLirbt. In den meisten Filllen wird er 
durch ♦'ine zarte, durchsichtige Cuticula iiuch aussen abgeschlossen, die nur au den 
Durchbruchstellen der Körperanhänge unterbrochen ist; im üebrigeu ist sie höchst 
mannigfaltig ausgebildet. Unter der Cntieala liegt das KOrperparenchym, das 
deutlich eine Bindenschich tc und eine Marksubstanz unterscheiden lä>st. Die enUxt 
zrigt f»ine verschiedene ZiLhii^k^ lf und Consistenz und es if^t die Leibessubstanz um 
so mehr formveränderiich , jr ^M iiuger dir* Diflferenzirung diest-r ist: die formbe- 
ständigen Arten können die Totallbrm des Körpers nur in sehr geringem Grade 
oder ^ar nicht ftndem, wahrend gepanzerte sogar eine glasartig starre Ober&tehe 
und gar kein Contractionsverraögen /,eiir«'n ; der Panzer selbst kann übrigens porös 
(/.. B. Uoleps) oder fiic»^ttirt sein (/.. Ii. Dictyocystis). In seltenen Füllen sofnL'i' 
die Kru perhaut sogar ein Gehäuse ab (z. B. Vaginicola). Die Kindeuschichte isi die 
Matrix der Körperanhänge, welche als biegsame Wimpern (Cilia) und Geisselu 
(Flage IIa) auftreten und f&r die i^tematisehe Eintheilung verwendet wurden. 
Erstere erscheinen aU einfache Haarbildungen structurlos und zeigen auch losge- 
h'ist langdauernde Bewegungen; sie hekUnden entweder den ganzen Körp^^r oder 
nur einzelne Stellen desselben , oder bilden hervorragende Haarlinien oder Haar- 
kämme: darnach werden die Unterordnungen der Holo-, Hetero-, Peri- und 
Hypotricha unterschieden. Besonders auf&lig sind sie in derN&he des Hundes, 
wo sie die sog. ^adorale Wiraperzone" bilden, die weniger als Bewegung?-, 
denn als Strudelorgan dient. Die Geissein sind nur spärlich an/.iitreff<^n und be- 
wegen sich peitschenförmig. Durch Verwachsung mehrere Haare ent.>sit;heu Borsten 
(Setae) und Stacheln (Aculei), welche gerade oder gekrümmt sein können; im ersten 
Falle heissen sie Griffel (Styli), im zweiten Haken (Uncini); in beiden zeigen sie 
meist eine ganz charakteristische Anordnung, Unter diesen Parenchymbildungeu 
liegt eine den Muskeln ähnlieh wirkende Schichte einer gestreiften oder körnigen 
Substanz, des Myophan, sowie die sog. Trichocysten oder Nesselkapseln, 
stabförmige Körper, welche oft einzeln, oft in Gruppen beisammen auftreten; sie 
enthalten angeblich einen feinen Yormdinellbaren Faden, der andere Thiere IShmen 
^oU; nach der Deutung anderer Autoren stellen diese Organe Tastkörperchen vor. 
Ausserdem befinden sich im Au'^'^enpnrenehym noch contractil»' V.ictinlpn. der 
Nucleus und der Nucleolu.s. Die ersteren, von Ehrenberg für Samenblasen ge- 
halten, sind meist in Mehrzahl, selten in Einzahl vorhanden, mit Flüssigkeit gefftlit 
und wandongslos. Sie bewegen sich rhythmisch, verändern dabei Gestalt und Lage, 
verästeln sich oder verschmelzen mit anderen (z. B, Paraniecium) und zeigen 
Canäle. die selb.st nach au«;*^en führen .sollen; manchmal <;ind -/.\\> i Blasen vorhanden, 
die abwechselnd spielen. Der Zweck dieses Organs ist ebenfalls unbekannt; nach 
einigen ist es yerdannngs- oder wenigstens Emähmngsorgan, nach anderen Wassar* 
gofd-sssystem , nach anderen Excroti«>n<ori|an. Fast noch unaufgeklärter sind der 
Xncleus und NiicleoUis, die von Khrenberg «lircrt al> Eierstock und Hodpn ge- 
deutet wurden, jedenfalls aber für die Fortpflanzung wichtig sind. Die Marltsub- 
Stanz ist heller und ilUssiger als die iimdcnsubstauz und schliesst zahlreiche Hohl- 
rftume ein, die von Wirttiherg für Mägen gehalten wurden ; sie enthält Fetttropfen, 
Pigmente und kleine Körnchen, rotirt fortwährend und tritt durch mechanische 
Störungen über die Bindenschichte hinaus, ohne dass das Thier darunter zn leiden 



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• Cfljftta. 



165 



scheint: ^ös<erc> Verlef /.unr^en fr.dtfn es jedoch. Die Bewegung der Tnfusorion ist 
höchst mannigfalti^r , indem die Thiere zum Kriechen, Kudfru und Schwimmen, 
oft auch zum Schnellen ganz vorzüglich geeignet sind; die Bewegungen erfolgen 
rasch, oft pfeilsolmeU und scheinbar willkflrlicli. Manche besiteen anaser den 
taUreicheti ))eweglichen KCrperanhUngen noch rüsselartige Bildungen; nur wenige 
zphzm gar keine Bowepring. indom «sie entweder zeitlebens angewachsen sind, oder 
nur zeitweise umherschwürmen : die Einbr3*onen sind ausnahmslos beweglieh. Das 
SiDneoleben der Infusorien ist, wenn auch niedrig und nicht an nachweisbare 
Nerreu gebunden, entschieden nnd zwar auf der niedrigsten Stufe des Thierreichs 
zum ersten Male entwickelt. Obwohl die von Ehretilbtrg als Angen angesprochenen 
Punkte sich thatsächlich wohl nur als Pigmente erwiesen und die von Stein als 
Tastkörperchen gedeuteten Stilbchen auch als Nessel k apsej n aufg'efa«!st worden 
sind, ist den Infusorien doch wohl Licht- und Tastsinn nicht abzusprechen; er^terer 
lägt sieh in der ünterscheidnng von Lieht nnd Schatten, letzterer in der von KUte 
und Wärme. Die Ernährung der Infusorien r folgt nur beim Mangel eines Mundes 
direct durch die Haut h. B. Opalina); in den allermeisten Fällen wird die X ibrung 
durch eine besondere Mundöffnung (,Cyclostom") aufgenommen. Diese besteht in 
einer trichterförmigen Vertiefung, welche durch die Stellung der Bewimperung 
•vageieichnet erseheint, dem Peristom nnd der adoralen Wimperzone. Sie flihrt 
DMtft in einen mit besonderen Wandungen versehenen Schlauch , die Speiseröhre, 
welche oft bewimpert , oft liingsfaltig , oft sogar mit einem lischreusenförmigen 
Kauapparat bewaffnet erscheint (z. B. Chilodon); manchmal ist der Mund durch 
eine besondere Klappe (z. B. Glaucoma) oder einen bewimperten Deckel verschliessbar 
(z. B. Yorticella); mandmial fehlt der als Speiseröhre bezeichnete Ganal. Die auf- 
genommenen Nahningsstoffe bewegen sich im Innern des Körpers als Nahrungs- 
ballen, rotiren mit d'^r Sarkode und hiiufen sich endlich in den Blnsenrliumen de^ 
Körpers an; diese wurden daher von Ehrenberg für Mägen angesehen und die 
Thiers demnach als Poly^astriea Ehrenberg bezeichnet. Die unbrauchbaren 
Xahmngsstoffe werden messt dnreh eine besondere Afteröffiiung ausgeworfen 
lEnterodela Ehrenb.), die nur selten fehlt (Anentera Ehrenb. etc.); im letzteren 
Falle geschieht die Ausscheidung durch den Mund. Die Stellung von Mund- und 
Afterölfhung ist gleichfalls sehr verschieden; oft liefen beide diagonal entgegen, 
oft beide nebeneinandeor; oft ist eine Oeffirang pol-,^ die andere banäisttndig. Eine 
Verbindung beider, also ein Darm, fehlt ausnahmslos ; doefa kann der After in einen 
Enddarm verlängert erscheinen. Die Nahrung bestellt ans kleinen Pflanzen! heilchen 
und Algen; anorganische Stoffe und narkotische (rifte wirken tödtlicli; manchmal 
äoU die Beute vor dem Verschlingen mittelst der Trichocysten getödtet werden 
(Didinium). Wahrend man früher ziemlich allgemein glaubte, dass die Liihsorioa 
durch Urzeugung aus den dem Wasser beigemengten organischen Substanzen ent* 
ständen — ein ümstanfl, Acx durch das oft massenhafte Auftreten von Individuen 
an Stellen, wo sich ein Kindringen von aussen her nicht leicht erklären Hess, er- 
schlossen wurde , durch die im eingekapselten Zustande ganz ausserordentliche 
pattrro Beweglichkdt und Lebensz&higkeit jedoch leicht Tentftndlich erscheint — 
gelten heute nur mehr Theilungsvorgftnge als Fortpflanzangsart ; die von «Sifem als 
geschlechtliche Fortpflanze nir L'^^leuteten Vorgänge sind nach Bütscldi nur Er- 
scheinungen einer ungeschleclulichen Verraehningsweise, namentlich der Con iugutions- 
octe, und haben nur mehr historisches Interesse. Die Theilong, mit welcher stets 
such die Neubildung der Bewimperung sowie Verschmelzung und Theüung der 
Nudei verbanden sind, ist meistens inr Quertheilung, selten eine LUngstheil r ^ 
B. bei Vorticella) ; manchmal geht ihr ein Encystirung voraus, manchmal folgt 
eine solche: in einzelnen Fällen bleiben die Theilstiicke unter sich verbunden und 
bilden auf diese Weise Stöcke (z.B. Epistylis, Carchesium). Die Conjugation, 
Zrgose oder Byzygie, welche von den ältesten Forschem als Begattung gedeutet 
wurde, besteht im Allgemeinen darin, dass sich zwei Individuen zur Zeit der Ge* 
vhb:chtj5reife mit don Mniult heilen fest aneinander legen und unter Verlust ge- 
wisser Organe zum Iheile .sogar verwachsen; dabei verändern sich dann Nucleus 
and Nncleolus ganz auffällig. Der Nucleus, früher als Eierstock gedeutet, ist ein 
meist mnder, oft aber auch höchst verschieden gestalteter, hohler oder masstTer 
KOiper von galhlicher Farbe; manchmal sind mehrere Nuelei vorhanden. Der 



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im 



Ciliata* 



Nucleoliis, dem rntspiechend als Hoden angesehen, liegt stets in seiner Nähe und 
erscheint weniger tormenreich. Während nun ßalbiani glaubt, dass bei der Con- 
jugation die Zoospennien dds einen Theiles in den Nndens des anderen eindringen, 
und SUin der Ansicht ist, dass die Zoospennien erst nach der Conjugation ruf 
worden und in den Nucleus desselben Thieres eintreten, hat hütschli nachgewiesen. 
,dass diese beiden Orgaue nur den Werth eines Zellkerns besitzen und dass die nach 
der Conjugation sich ans denselben volkieheuden ümg^taltungen die jüngst ent- 
deckten» den Tbeilnn^^sprooess der Zelle anleitenden verinderungen eobter ZeU> 
kerne wiederholen." Die Conjugation geschieht in den verschiedensten Lagen, 
manche liegen mit ihren Bauchflüchen aneinander (z.B. Parainaecium) . andere 
legen sich mit den Vorderenden aneinander (z. ü. Coleps) und \\ if ler andere legen 
sich seitlich aneinander und lassen die Mundöfihung frei (z. B. Oxytricha); die seit- 
liche Con jugation ungleich grosser Indi^dneo (,»knospenf5rmige Conjugation*), 
▼on Vorticella a. a. hat sogar zur Annahme einer Knospong Anla^ gegeben. Die 
Dauer des Vorganges betrögt \i -12 Tage; manche lösen sich nie mehr ab. Im 
Allgemeinen scheint die Conjugation iiegenerationsvorgänge des Nucleus und Nu- 
cleolu» ^u bewirken, und mit der Theilung cjklisch zu wechseln, so dass mit der 
ersteren die Vermehrung auf dem letzteren Wege anfhOrt nnd cüeee daher den 
Zweck hat, die bis dahin unthfttigen Fortpflanzungsorgane zur völligen Entwicklung 
und K'ife ihrer Producte zu führen. Damit stimmt auch überein, dass die 7.ur 
Conjugation schreitenden Individuen meist von auffallender Kleinheit sind, nach 
der Trennung /:u bedeutender Grösse heranwachsen und dann die Vermehrung 
dnrdi Teilung beginn«i; spSter werden die Zeltrftnme xwisohen der Theilniig 
immer grösser, bis endlich ein Stillstand eintritt, auf den wie der Conjugation folgt. — 
Die Infusorien sind bis auf einige in feuchter Dammerde gefundene ausselili'^^slicb 
\Va.sserthiere und finden sich in flie<5sendem , stehendem und suniptigeni Süsis- 
wasser, sowie im Meerwasser oft in erstaunlicher Menge, so dass ilnc Zahl nur 
durch äussere Hindemisse und in Folge ^on Erseh^^pfung in der Zeugung redndit 
wird, andererseits aber auch das Leuchten des Meeres, sowie die Pirbnng von 
Oewilssem durcli si(» bedingt wird. Schmarda kennt -^-^i fitrbende Arten , welche 
die (iewässer grau, milchig, gelb, grün, roth, seltiMi braun oder blau färben (incl. 
Flugeilateu) , manche erzeugen auch derartige staub- oder hautartige Ueberzüga, 
so wie die rothen Natronseen Aegyptens, der rothe Schnee der Alpen lud Pola^ 
gegenden , die sog. blutigen Wässer und Bogen durch Infusorien (im weitesten 
Wortsinne) hervorgebracht werden und zu den verschifdm -t'Mi Sagen und Aber- 
glauben Anlass gaben. Dabei sind die Infusorien äusserst iebenszäh; manche be 
wohnen Thermen, andere überdauern Kälteperioden von — 16" und leben zwischen 
Schnee und Eu der Oletsoher; erfrorene erwachen nadi dem Aufthanen wieder. 
Bei Verdunstung des Wassers ency.stiren sie sich und tiberdauern dann monatlange 
Trockniss; in Feuchtigkeit gebracht durchbrechen sie die Cyste und werden frei; 
darauf und auf der raschen Theilung beruht das oft plötzliche Auftreten der In* 
fnsorien an Stellen, wo sie früher nicht beobachtet worden waren, und die damit 
znsammenhftngenden Erscheinungen, wie die Pani^rmie der Luft, die Vergiftung 
von Substanzen und die Versandung von Flussmündungen. Manche Infusorien 
leben als Parasiten in anderen Thioren. wie in den Flüssigkeiten der Echinodermen. 
dem Darm der Würmer (z. B. Opalina), im Enddarm der Molche und Chaetopodea 
(z. B. Bursaria), in Schweinen und Menschen (z. B. Balantidium) , in Insekten 
(z. B. Plagiotoma) und im Blute (z. B. ünduUna sanguinis); andere leben als 
Ektoparasiten auf niederen und höheren Thieren (z. B. Colaciura, Vorticella, 
Trichodinen) und besitzen hierzu besondere Klammer- und Haftorgane ; selbst in 
und an Infusorien leben Mrieder Infusorien. Eine ganz geringe Zahl von Arten 
lebt in feuchter Erde, in Hohlen und Bergwerken. Was £e Verbreitung anlangt, 
so ISsst sidi schon aus der Einfachheit ihrer Organisation und der Lebensbe- 
dingungen erschliesson , da.ss ihre Verbreituntr gleiclnnJtssiger und allgemHlner i-t. 
als die anderer Gruppen und dass dahni- die Zahl kosmopolitischer Arten eine 
ziemlich grosse sein muss; dagegen sind nur wenige Arten dem Süs^ und Salz- 
wasser gemeinsam. Vertical erheben sie sich Über 3000 m; anch hei 400 m Tiefe 
wurden sie im Meere aufgefunden. Die Zahl der bekannten Arten beirBgt unge- 
fähr 700; von fossilen Formen haben sich natürlich nur die gepanzerten eihalten 



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Cflioflagellata — Circalationsorgaae. 



1C7 



und andi diese nur in höharen Sehichten. Man theili die Ciliaten nach der Köq>er- 

l.ovsimiwrang in 4 ünterordnimgen : 1) Holotrioha St., 2) HeterotrieJia Äf., 

3j H\ notricha SL, 4) Peritricha St.* 

CiUollageUata (griech. Wimpergeisselige), s. Peridiniidae Ehrenb* 
CtaMitOBM hdaaen die wieder TenrUderten Pferde in den Pampas Sttd- 

ameiikas. 

Cimbex, 0/., Gattung der Blattwesppn (s. d.)- 
Cimex L. — Acauthia, Gattung der Hautwauzeu. 
CiiBOchelfS Owen, ausgestorbene ScMldkrötengattung der Ghelonidae. 
Cinolioniis Owen, von Owm als fossile Vogelgattnng sngeeehen, aber 
idanfciscb mit Pterodactylns diomedeus PicUt.. 
Cinelldae Brehm, s. Clnclns und Tnrdldae. 
Ciaelldan (griech. kigklis Gitter), s. KoraUenpoiljrpen.* 
Gtaelnt Bwh w Mn , Waiseramteln, s. TirdidM. 

Ofnctochiliiift Stein, Familie der Infusorien und zwar dei* Holotricha 
mit bnn listttndigenij rechts liegendem Mond, Hautklappen zum Srgraifen der 

Kaiirun^'. 

Cingulata Gürtelthiere, Familie der Zaiiuurmen. Umfasst die 

Gsfttongen: Basjpns L, und Gblamydopboras Hart» 

Cinixys GelenksohildkrOten , Gattung der Chersidaa, neh« 

TMtiidinidae. 

Cinnyris = Nectariina llli<j., Gattung der Sonnonvögl (s. d.). 
Cinosternum Spix, Klappscbildkrötau, Gattung der Chersidae, 
I. Te^tadiaidM. 

Ciona Sa»,, Gattung der einfachen Aseidien (As.oidiadae), siebe 
Monascidiae. 

Cionelia Jeffr., &. Achatiua Lam. unter Sebnirkelschneeken. 
Cionocrania, Kionocrania Stanmua (griech. Säulensohidel), Unterordnong 
der Eebsen. Umfiust die Familien: Laeertina, Obaleidea, Soincoidea, 

Paohya^osiSä, Ascalabota. 

donus Clairviüe, Blattschaber, Gattung der Rüsselkäfer (s. d.). 

Circaetos Viell. (griech. Weihadler), Schlaugeubussarde, Gattung der 
Bussarde, s. Faleonidae. 

Circe Schuhmacher, Ctettuttg d«r Yenusmusebeln. Die meisten Arten 
im indischen nnd rothen Meer. 

Circulation, Kreislauf, s. CirculatioiLsorgane. 

Circuiationsorgane« Ihre Aufgabe ist es, den durch Verdauung der Nahrung 
entstandeneni NabmngBsaft den Tenomedenen Organen des Tfaierleibes nunfllbren. 

Bei den parenchymatösen Thieren, die zwischen der Körperwand und dem Dana- 
canale keinen besonderen Hohlraum haben , sondern statt desselben eine solid«« 
Bmdegewebescliicht (Parenchym), dringt die Nahrungsflüssigkeit unmittelbar in 
die Gewebe des Körpers ein. So z.B. bei den Gölenteraten, den Trematoden, 
den Gest o den (die überhaupt keinen Darmcanal haben). Wo aber, und das ist 
b« weitaus den meisten Thieren der Fall, zwischen Barm und Körperwand eine 
eigene Leibeshöhle (Coelum) vorhanden, kommen die Nahrungssilfte , n ichdoni 
sie von den Darmwänden aufgesaugt worden, zuerst in die Leibeshöhle. ertüilen 
dieselbe als Blut und strömen im einfachsten Falle, durch die Bewegungen der 
Ldbcswand oder durch eigene Wimperbewegung in Motion gebracht, in der Leibes* 
hohle bin und her oder werden bei den höher organisirten Thieren durch eigene 
Canäle, Blutgefässe, in bestimmtrn Bahnen erhalten. Ist dieser Blutgefäss- 
apparat von der Leibeshöhle noch nicht vollständig abgetrennt, bildet let/toro noch 
immer neben den Blutgefässen einen wesentlichen Theil des Girculationsappurates, 
ao spricht man Ton einem offenen Blut^efttsssystem, in welchem Fule das 
Blut einmal die Blutgefässe und dann die mit ihnen verbundene Leibesböhle durcb- 
fliesst. Erscheint hierbei die Leibeshöhle gleichsam in Gestalt verbreiterter Bezirke 
(Lacunen) /.wischen den canalartig verengten Blutgeftssen, so nennt man ein 
solches Blutgefäiissystem ein lacunäres. Wo aber, wie bei den Vertebraten, das 
Blntgefita^r<^«n Ton der LeibeshOhle ▼9llig ^trennt ist, nennt man dasselbe ein 
offenes, bei welchem dann nur die in den Blntgeftssen drculirende Flüssigkeit, 



168 



CireiiliM ^oeiu— Cimi«. 



7.nm Unterschiede von dfr Flüssigkeit der T.f-ibHw]ir,hle . Blut (im engeren Sinne) 
genannt wird und duääelbe durch abwechi>bhideb Zusammenziehen und Ausweiten 
eigener Maskeln hin und her getrieben wird. Diese Muskeln bilden sich in der 
Begel an einer ganz bestimmt^ Stelle in hervortretender Weise, welchen Ifittd* 
und Ausgangspunkt der Blutbewegung man das Herz und dessen Contractionen nnd 
Erweiterungen man Pulsationen nennt. Jede Contraction des Herzens (Systole) 
treibt das Blut durch eigene Oeffiiangen (Ostien) heraus, worauf eine unmittelbar 
folgende Erwettemng (Diastole) das Blut wieder änrdk die Oefcien einströmen 
macht. Eigene Klappen an den Ostien, nur nach einer Richtung sich öffnend» 
reguliren dieses Aus- und Ein>tr5inen. So jagen die Bhitwellen in rascher Folge 
hintereinander her und gelangen immer weiter in den Körper. Die Arterien, 
Pulsadern, Schlt^adern führen das Blut am dem Herzen, die Venen, Blut- 
adern führen das Blut dem fieraan m; in ftberans i^ea Endistobea (Gapilla^ 
gefftsse) stehen die Arterien nnd Toaen miteinander in Verbindung. Am Bück* 
strömen durch die Khi])pen verhindert, in Vk - timmfp Bahnen getrieben, durch das 
nächst rümende Blut vorwärts geschoben geräth das Blut in eine beständig kreisende 
Bewegung (Kreislauf). Weiteres siehe bei den grossen Thiergruppen: Wirbel* 
thiere, Sftugethiere, Vögel u. s* w. 

Cirealns Tenosns, s. BanchfBsser.* 

Circnmpolaritftt, s. Thiergreoirraphle. 

Cirous Lacip» Feld weihen, Gattung der Weibeu, s. FalconidAe. 
drallana» s. Aefrlden. 

CLnratalldae Oer«/., Familie der Borsten wurm er. Hothbl&tige, meist gain 
von Schleim umhüllte Meerwürmer mit kl- ii^ m Kopf ohne Anhänge, zahnlosem 
Sdilund. fadenförmigen rothen oder gelben Kiemen. Gattungen: Girratalas 
Lam.f Cirrhoneris, Audoninia, Heterocirrus u. s. w. 

dTTOa» Banken, die gegliederten fadenförmigeii Stidanhänge der Haar^ 
steme, s. Haarsterne« 

Cirrhen nennt man die Barteln, die ranken artigen Flossenstrnhlen, Bant- 
firansen, Hautläppchen und ähnliche Lockorgane vieler Fische. S. Bajikenlfisser. 

Cirrhi = Cirrlien. 

Cirrhl dersales» Blick enkiemen, s. BtnteawflnBer.* 

CIrrhl Tentrales, Bancbkiemen, s. Borstenwflrmer. * 

Cirrhipates, Gattung der Antipntbnria (Korallenordnnng). 
Cirrhites Cuv., Gattung der Oirrhitidae (s. d.). 
Clrrhitichtbysy s. CirrUtidae. 

CirrMtidae» PanuHe der Staobelflosser und swar der Perciformes. Seitp 
lieh zusammeogedriickte, längliche Meeresfische mit nngetheilten unteren Strahlen 
der Brustflosse. Stachelfürmige Zahne. Gattungen : Cirrhi tes Cm\, Ranker- 
harsche, Chironemus Cuv., Cirrbitichthjs, Chilodactyius Cuc, Indisches 
und australisches Meer. 

dnrliebTBneUata» s. SQkrenielineelMa«* 

(SirboneriS) Gattnng der Girratulidae (s. d.). 

CIrrhopedia Cup., s. Rankenfttsser»* 

Cirrhnsbeutel, s. Sanfwttrmer«* 

Cirrl tentaevlares, Fllhlersirren, b. BentewwIriBen* 
Cirripedia Lam, (cirrus Ranke, pes Fuss), s. BaakeniltSSer** 
Clrrlpedla abdominal in, ^ AboonÜBalla** 
Cirripedia apoda, s. Apoda. '' 
dtrrlpedla eperealata, s. Onerenlata.* 
Clrrlpedla pednnenlata, s. Pednnealata.* 

rirrohraneliiata Blamv. (lat. Fransenkiemer), Ordnung der Gastropodes, 

s. Dentaiiuiii. 

Cirrostomi Owen, (griech. Rankenmäuler) = Leptocardii. 
drrotenthidae, Familie der Ootopoda (AebtfttBser) (s. d.). 
CirrotantMa Gattnng der Girrotentbidae, s. Oetopoda. 

Cirrus J, Sawerby^ ausgestorbene Schneckengattung. Links gewunden, krM* 

förmig kegelig. C. nodosn?. Tm unteren Oolith Enghmds. 

Cirrus beisst das männliche Begattungsorgan bei den Flattwürmeru. 



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Cirmbentel^CUtngiibL 



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Cirrnsbeutp] heisst bei den Band- und SangwÜrmern der Baum» in den das 

B€gattuiig»organ zui iickge7,ogen werden kann. 

Cis Latr.f Gattung der Holzbobrer (s. d.). 

Cistehi Gmfft., Pflansenkftfer, •. OlBt«ItdM und ScbwanUfer* 

Cifltdidae^ Familie der He t er omera. Kopfsehief; Ftthler llc^eaiig, IW 

klaaen tammfHrraig. Gattungen: Cistela Fabr., Prionychns Sot. u. p. w. Lite- 
ritur: Beiu^ in Verb. zooL-bot. Gesellscb. Wien. 18. Siehe auch Soliwarzkäfer 
(Cistela).* 

Cisten§ing^er, s. Clsticola Let», und Malarldae. 

Cistieola Les^f.. Cistensünger, Gattung der Malnridae (s. d.). 

Cistndo Dum. Bibr. = Emys lutaria Marsiii, s. TestudiuidAe. 

C'itharoedas, ä. Holacanthus. 

Cltifradae, i^. Wolfsplnnen.* 

ntrineUa Bonap^ Citronenxeisige» s. Fringilla eitrinella L. unter 

Citroneuflok, Fringillu eitrinella L., 6. Finken. 

Citronengans = nohseate. 

CitroneiiTOgel, Gharadrius moriueltus L., Iforinellr egenpfeife r := 
£adromias morinellus Boie, s. Regenpfeifer. 

Citroneiueisig^ Citrinella Bonap. = Gitronenlink. 
ClTette, >iTem. 

Cixius Latr., Gattung der Leuchtzirpen (s. d.). 

Cladiiis III., Gattung der Blattwespen (s. d.). 

Cladobates Cuv.^ Spitzhörnchen, Gattung der Spitzmäuse. Eichhörnchen- 
ilmliche Spitzmäuse mit sehr langer spitzer Schnauze, mit buschigem Schwanz^ 
grom Augen, f!kn&ebigea GUedmassen, diditem weiöhem Peh. Leben auf BSnmen 
und nähren sich von Insekten und Früchten. Arten: 1) Tana (Gl. tana Wagntr)* 
30cm, Schwanz 25 cm. Schnauze sehr lang, Schwanz sehr buschig. Diinkolbrnun 
bis schwar?.. Leicht zähnihnr. Borneo. Sumatra. 2) OL Ellioti Wagu^^r. Etwas 
kleiner. Kopf kürzer, Sciiwuxiz nicht so buschig. Heller gef^bt. Bewohnt die 
(Mlieken Obats. 3) JaTanisches SpitzbOrnchen (Gl. jaTanious Waifner), 17 cm, 
Schwanz 18 cm. Sdinauze knrz. Sebwarzbraun oder olivenfarben, fahlgelb ge- 
sprenkelt. T:iv.(, Borneo, Sumatra. 4) Mmisartiges Spitzhörnchen (Cl. mvi- 
nnns TTo^/i^r). 11cm, Schwanz 11cm. Schwrans weniger behaart. Gelblichbraun. 
Westküste Borneos. 

CMebraaclilato Br^ a. Istkiemer** 

Cladocera Lair., (klados Zweig, keras Horn), s. Wasserfldhe** 

Cladocoecida Haeckel, Markschalenradiolarien, Rhizopodenfamilie der 
Radio! aria. Mit von der Gentralkapsel umschlossener Gitterkngel, von welcher 
radiale Stacheln ausgehen. 

Cladoeora M. Edw. n. Halme, Gattung der Steinkor allen und zwar der 
Ocnlinaceen. Rasenförmige Golonie mit dimsh seitliche Enospung entetebenden, 
seiüich freien, röhrrnartigen Einzelpolyparen. C. ceBpitoaa L. Bedeckt fnsdiocb 
weite Strecken rip? Mittelraeeres. 

Cladoneina JJuj., Gattung der Hydroidenfamilie Gymnoblastae, mit 
ifiifi^ Teizweigten Poljpenstöckchen. 

Cladonemidae Gegenb., Familie der craspedoten Medusen und zwar der 
Oceanidae G^r/fvh. (Anthomedusa //twcA*.). Tentakel mit Nebenftlden versehen; 
Mondöfibung einfach oder mit Lippen versehen. Gattungen: Gladonema, 
Ctenaria, Glavatella u. a. 

Clftdoplils A, Jhm,, Gattung der Peitscbensoblangen (Dryophidae). 
Westafrika. 

(ladus, S t a m m a <; t. Haeckd schiebt im Thiersystem zwischen Phylnm = 

Typus und Clas5e Cladus ein. 
Clamatores, 8. Schreivögel. 

CUuBldotheriiun Lund^ fossile Gattung der Zahnarmen, s. Glyptodontidae. 
Clamentiis Montf», Untergattong von Troobns. 

Clangula Flmim., Schallenten = Fnlignla oiangnla L, u. islandiea 
Uattuog der Tauchenten (Fuligulidae) (s. d^. 



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170 Claportiden— ClimooifcoAQin. 

Claportideu Latr. = Onisciden. 
ClarlM Gr<m^ Aaiwelse, s. Welse. 
GlasmmliVoke = Terdichtung^sböcke. 

Classensprung heisst in der Scha&ucht jene Paarung, bei welcher zu den 
Mutterschafen mehrere geeignete Böcke gebracht werden, ohne dass das Sprang* 
gesohäft derselben weiter coutrolirt wird. 

CUssUeattM, s. TUenjstem. 

Clathrulinidae (72. (oder Des mothorac a), Familie (oder Unterordnung) der 
Heliozoa. Körper mit zusammenhängender kieseUger Kugelhülle. Gattungen: 
Clathriilina Cimk., A-strodisculus (rr., Hedriocystii- ff-^rtw. u, Le-<ä.* 

Clathurella Carpenter =z Defraucia Millei = Kliaphitoma Brmim, 
Gattvnff der Plenrotomidae. Deckelloe, mit konem Canal, gegitterter Senlptnr. 

OlAiisilia Dra^,t Sohliessmundschnecken, Gattiuig der Schnirkel* 
solixiecken f'«. d V 

ClansUiuDi, s. LungeDSohneeken.* 

Clara, Keale, i. Splnaea** 

Claya 0, Fr. Müller, Marine Gattung der Glavidae (s. d.). 

Claragella Lam., Gattung der G ast rochaenidae. 

Clavatella Jlinhs, Hjdroidengattung *icr Gymn ob lasten. Bewohnen vor- 
herrschend die von der Ebbe gebUebeueu Lachen und Tümpel. Die einzelnen 
Hydrantken entspringen einem konen Hydroeaulus; jeder Kranz bestebt aas 6—8 
Tentakehi, die starke Nesselköpfe besltaen. Eleutkeria dicbotoma Quatref, sind 
die Planoblasten dieser Hydroiden. 

Ciayati, Belemniten mit verlängerier »Scheide mit Seitenfurchen, äiehe 
Belemnltidae. 

ClayellimdaD, Aseidiae sociales, Familie der Monascidiae. Aeatige 
Stöcke; Einzelthiere gestielt, oft mit 3 Edrperabschnitten. Gattungen: ClaTellina 
äktiO; Perophora H^Vjjrm.* 

Clarlcalai Schlüsselbein, s. Sängetbiere (Ökelet). 

CIsridM) Familie der Tnbnlariae. PolypenstOckeben mit ebitinartigem 
Ueberznge; Polypen kealmförmig mit zerstrenten fadenförmigen Tentakeln; 6e- 

S'^Ur>chtsgemmen am Poljrpenkörper entspringend, meist nicht sich ablösend. Gst' 
tungen: Clava Miiff., Oordrlopliora Af!m. u. s. w.* 

Clavigeridae, Keuleukafer, s. Claviger Prei/ssler unter Zwergkäfer. 

ClaTUiii, 8. Wansen.* 

Cleistocarpidae (Ik. ( kriech. Verschlossenfruchtler), Familie der Becher- 
quallen. Genitaltaschen und vier mit ihnen abwechselnde Nebenräume der Magen- 
höhle vorhanden. Gattungen: Graterolophus Clk.f Manania Clk,^ Depastruiu 

Clemmys Wai/l., Gattung der Cherse inydae, s. TesludimidM. 

Oloodora A'r. u. L*ss., Gattung der Hyaleidae, s. ThecOäOmata. 

Clepsidrina llamm*>r.'^ch. — Gregarina L. Ouf., Gattung der Gregarinen. 
Körper mit flacher Scheidewand. Kopf entspringt warzenartig am vorderen Ende, 
In der Jagend festsltxend. 

0epsinidae Grube, Familie der Blutegel. Rüssel yorstreckbar, robrsrtig. 
kieferlos. Blut farblos. Clepsis complanata L. 3 Augt'upaaro. 

Clepsydra Sc/ium. — Aspergillunt Lam., s. Gastrochaenldae, 

Cleptes Lalr., Gattung der Goldwespen (s. d.). 

Clwidae, Bnntkftfer, Familie der Pentamera. Flttgel nnd ROrperhant 
ziemlich weichhaarig; oft bunt; Larven meist von Insektenlarven lebend. Gattuageo: 

Glems Gt'offr. (Thanasimus L<itr.) m'd Gl. formicarius //.; Trichodes IMiK 
Immen- oder Bienenkäfer, mit Tr. apiurius L., gemeirifr Bienenfresser. in 
Bienenstöcken; Corynete.s Fai/k (Necrobia Latr.), Kolben käfer; Tillus 0/.: 
Opilns Latr. 

Clerus Gioffr., BuntkUfer, s. Clerldae. 

Clevelaud-Pferd, kräftiges, grosses, jetzt nur m^hr vereioselt ZU findende 
Wagenpferd, aus dem schweren Yorkshirepferd hervorgegangen. 
CUidae = CUonldae. 

CUmacostomum Stein, Gattung der Infusorien und zwar der Hetero> 
tricha, Familie Spirostomidae. 



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Cliaotamia— CoatL 171 

Clinotarsus Mhart, Gattung der Rani na (s. d.). Froschlurche mit Zähneu 
s:u Ober- und Zwischeukiefer, ;iber ohne Guumenzähne, mit freier, hinten tief ein- 
gtedmittener Zange, ohne Ohrdrüsen, aber mit einer drüsigen Falte an jeder Kürper- 
setta, sehr groaeem aber nicht sehr deutlichem T^mmeUidl, mit Zehensohwimm- 
hinten. Eine Art, deren Vaterland niciht bekanilt. 

Clio O. F. MüUer, s. Ciionidae. 

Cüon^ Pall. = Clio 0. F. Mülln: 

Ciionidae, Familie der Flügelfüsser (G juiuosomata). Körper spindel- 
Ormw; Fahler mit Saugseheibchen. Gattungen: Olio 0. F. Mittler, Glione Palt, 

mit ul. borealis Brug,, Walfischaas, Waifischspeise. In ungeheurer Menge 
in den nordischen Meeren. Bildet mit Limacina arotica die wichtigste Nahmng 
der Wale und vieler Vögel. Cliopsis Trosch. 

Cliopsis Troscftel, Gattung der Cliopsidae (s, d.). 
CIH«lIiim, 8. BoritaBWflrmer.* 

Clitoris, Kitzler. Wdbliches Wollustoigaii bei Tielen höheren Wirbel- 
tiiieren (s. d.). 

Cloakensiphe» a. Mnschelthiere»* 

CloS Bvrm., Gattung der Eintaffsfliegen (s. d.). 

Glotho Gray, Parxen Otter s Eebidna» 

rinbonia. Spinne, t. Atlasspinne. 

Clapea Artedi, Häringe, Gattung der Uäringe. 

Clipeidae, e. Hlrltage. 

Clydesdaler Pferd, Elephantenpferd, bestes Karrenpferd Englands. 

Cljmf'mA Münster, fossile Cephalopoden. Der Gattung NantiluB Ähnlich, 
^hüdunj/en von aussen sichtbar. Hauptsächlich im D'^von. 

Clyinenidae Quairtf. — Maldauidac ^at*., Faniiiie dor Borsten würmer. 

Cljrpeaster Lam. (griech. Schildstern) ^ Echinanthus Gray, Halbre^l- 
nteige Seeigel, ISngUch i&nfeckig. G. rosaceus L», 16cm lang. Westindien. 

Clypea^tridae, Familie der Schildigel. Bdieibenrand ohne Einaohnitte. 
Gattungen (der ünterfamilie) : Fibularia Tjam., Ol ypeaster jE«aiM.| Lagannm^Z.* 

Oljpeastrideaä (griech. ächildstornähnlich), s. bchildlgel* 

Cljpeas, Kopfs child, s. Insekten.* 

Clythfm XatdI., Gattung der Blattkilfer (s. d.). 

Oytia Lamoma^ Hydromedusengattung der Campanularidae(Eucopidae). 

Polypenstöckchen wenig verzweigt; die Hydi nnthen df^r f^t'ickchen mit glocken artiger 
Hvdrotheca und starkem Büssel, den die Tentakel umgeben. An den Küsten des 
atkütischen Oceans häufig. 

Cljrtas LtUeh., WidderkSfer, Gattung der Oerambjcini, a. BoekkXfer, 
Cneraldophorus WagUr^ Schienenechsen, Gattung der Ameividae, 
schienen echsen. Nasenlöcher ganz nahe an der Scbnan/enspitze. Rcbwari/ Inncf- 
iM^irand, ohne Kamm. Die Vorderfusse vorne, die Schienbeme unten mit doppelter 
Sdülderreihe. Hinterfüsse fünfzehig. 0. armatulus Cope, G. maculatus Fischer. 
Am Columbia. 

Cnemldotus Er., Gattung der Schwimmkäfer (s. d.). 
Cneorrhinus Schonh.. Gattung der Rüsselkäfer (s. d.). 
Cnetocampa Steph., F rocessionsspinuer, Gattung der Notodontina, 
8. Spinner. 

Cuidae igriech. Brennnossol). s. Nesselthler«« 

CnffJari?! iLuck., s. Nesselthiere. * 

Cnidoblaüten (griech. Brennneaseikiemer), s. Nesselthlere** 

rnldoell, 8. Ifesselthiere** 

Ciidoells, Xe^^seIf^lden. s. Hydrolden.* 

Coach-dog nennen die Engländer den dalmatinischen Tigerhuad. 
Ceagulation, Gerinnung. 

Ooalta, Ateles paniscus G*'offr. Ein Klammeraffe Sadamerikas. Tief- 

*«fcw»rz, mit röthlichem Gesicht. 
r4»andn, ^. Cercolebes. 

Coanus, Untergattung von Cervus (s. d.). 
CeatI, fCBalllger, s. ifaaua« 
Ceatiy welBtrlSBClif er, s. Vasna» 



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172 



Cob— CSlMsanthacten. 



Cob, gedrungenes, kräftiges, englisches Reit- und Zugpferd. 
Cobitis Günther, Gattung der Weissfische (s. d.). 
Coccia OMnihery Gattung der Sternoptychidae (s. d.). 
Coccidae, r. Schildlänse.* 
Coccinellidae, s. Marienkafor.* 

Coccosph&ren (ffriecb. (iranatapfelkem, Ku^el), kugelige Discolithen uud 
Cjatholithen enthaltende Kugeln, welche in Bathybius beobachtet wurden.* 

Cooeostevs Atj., Gattung der fossilen Panzerganoiden (Placodermata, 
Phractosomata). Mit grossem Kopf, I&nger als der Rumpf, ohne mderftmuge 
Brustflosse, nacktem Schwanz. Im Devon. 

CoGOOthrailstes Brisson, Kembeisser, Gattung der Finken (s. d.). 

Coeeas L., SohildlSnse, Gattung der Schildiftnse (s. d.). 

GoGOygomorphae Tfuj-hj/ = Leichtschnftbler (Levirostrea) BekktiA. 

Cowygns Vieill., K < i < n k ii k ii k •* . s. Kokoke« 

Goccjstes ülog., Uehiii-kukuke, s. Kaknke. 

CoeliMillto beiflsfc das getrocknete, dm prftchtig rotben Farbstoff Earain* 
sSnrc onthaltende Weibchen der Cocfaenillelans (Coccns cacti). 

Cor hfn-Rantnnis, s. Bantams. 
Coebiuchiua-Uolin, b. Hasibuba» 

GooMw L, (lat. Schnecke), früherar Name f&r alle Sehalthiere mit d«it> 
licherspiralgevnndener Schale ohne Scheidewinde, besonders fttr dieLandschneckaiL 

S, Conchar. 

Cochlea,* >chn«'('ko, Wlrbelthler«' |Sinn.'sor<^an«:^). 

Cochlieeila Ffrrus., Gattuug der Schuir kelscUueckeu. Schale thurm- 
artig Terllngert. 

Codllld08 Poüas, natürliche Ordnung der Würmer Linni's. Umfasst die 
Sehalthiere mit einf ulior Rchale, die Nacktschnecken und die nackten Kopffussler. 

Coehliophagus Dum. Bibr. (griech. Muschelfresser), Gattung der Nacbi- 
baumschlangen. Südamerikanische Schlangen. 

Oochliopodiwn Hni». n. Le89er, Wnn^f&asergattung der Arcelltdae. 

Cochlitoma = Achatina TMtn., Gattung der SchnirkelschneokeD. 

Cochloceras Hauer, s. Ammonitldae. 

Cochlostyla Ferrmac (griech. SchneckensUule), Gattung der Schuirkn 
Bchnecken. Landscihnedmi der Philippinen mit immer lebhaft gefälrbter Sebald 
mit über 200 Arten. 

Cechylis 7V., Concliylis 7V., Gattunt,' der Wickler (s. d.). 

€oükcr, der zottige Wachtelhund und der König-Karls-Hund. 

Cocen, Ge»pinnBi, is. Insekten.* 

Codoiieilfty Gattung der Oodonellidae Hanikd, Peritriche InfnjBorien des 
Heeres. 

Codonidao Jlaeck., Familie der Anthomedusae Haeck: Craspedote einfach 
gebaute Medusen. Einfache Mundöfifnung ohne Arme oder Lip^ten, Tentakel bohl, 
astlos. Nach /faeeMPrototypus der Graspedotae. ünterfamiUen: Dinemidae, 
Sarsiadae, Euphysidae, Amalthaeidae. 

Codonium Ifaeck. (griech. GlOckchen), Stammgattimg der Sarsiadae. 
Magen mitti>llang. 4 Tentakel. 

Codonorchis (griech. Giockenboden), Gattung der Tiaridae. Medusen der 
Tieftee mit 2 gegenständigen Tentakeln, mit stark entwickelten Sexnalorgasen. 

Codonoston Allm. (^ech.Glockenraund), hei den Medusen die Oeffnung, welche 
die Communication des Meerwassers mit dem Innern der ümbrr ll arglocke vermittelt, 

Codosig'a Clark, Gattung der Cyli com astiges (Kelchgeissler) (s. d.). 

Coeea, Blinddärme, s. Verdaanngsergane. 

Coeea pylorlea, appendices pyloricae, Pförtneranh&nge. Bei der 
Mehrzahl der Fische vorhandaie blinddarmartige Ansstttlpnngen am ZwSlfSager' 

darm. S. Fische (Verdatinngsorgane). 

fjQee\A\x\ii, Kugelann., Gattung der Coccinellidae (Marienkäfereben) (s. d.}. 
CoecUia = CaecUia. 
C9cilildeii = GSeiUideii. 

Cdlacanthiden» Coelacanthns Ag,, HohlknoebenschmelzsehQpperr 
i. Cro88opt6iygiU 



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Coelentorata— CollateralgefteBe. 173 

CoeleiteraU Leuck., nicht Claus, s. 5es8elt)ilere. * 

Coel«ntenita Lmde., s. Schlauch thiere.* 

Coeiiodes Schönh., Gattung der Rüsselkäfer (s. d.). 

Coelioxys Lo^r.^ Kogel bienen. Gattung dcrSieltnaf 8. BilUi6llW66peil* 
Coeloecntrum, Untergattung von Cylindrella. 
Coeloceras Uyaii^ ». Ammonitidae. 

CoflloilMldiida Maeek., BOhrenbftum-Badiolarien» Bhizopodenfamilie der 
B*diolaria. Gitterschale intracapsulär; von ihr fttrahlen hohle Radialatschelu 

ins, welche die Centralkapt^el durchbohren. M^"«<!na. 

Coelodon Carpmter. Gattung der Enten muächeln. 

Coelodon Lund. (griech. Holüzahn), ausgestorbene Gattung der Biesenfftul- 
tbiere (Gravi grada Oa0«M). Südunerikanisohes DUaTuun. 

Coelodont, Reptilien mit einer Höhlung im Wunelabsohuitt der Zähne, 
i, Kriechthiere (V erdauuugsorganc). 

Coelogeuys Cur., Gattung der Halbhufer. Nager mit ausserurdeutiich 
grossem Jochbogen und mit Backentaschen. An den vorder» nnd HinterfUBBen 
5Zdiaii. Die Ohra klein, der Schwanz stummelartig. Art: Paka(G. paca Beuj^) 
in zwei Varietäten: Gelbes Paka. 70 cm. Gelblich- oder röthlicbgrau mit 
■ Reihen runder weisser Flecken an den Seiten. Paraguay bis nach dem Süden 
Brasiliens. Schwärzliches Paka. Etwas kleiner. Braunschwarz mit gleicher 
Zmh&ung. Goiana und an den grossen Strömen des heitten Amerika. Ein nllchtr 
Udm Thier, welches sich an bewaldeten Flussufem flache Höhlen mit drei Ans- 
gingen gräbt. 

öhle, s. Clrcnlationsergane* 
Ctelena, s. Acoelomi. 

Cdlomaten» höher entwickelte Thiers mit Leibeshöhle (s. Cölom) zum 
Oflterschiede von den Acölomaten, die eines solchen Hohlraumes entbehren. 
C^elopeltis WagUr (griech. Ausgehöhltschild) , Gattung der Wüsten- 

»chlaii M u (s. d.). 

(Joelops Blyth., Leisteunasen, Gattung der Kammnasen (Rhinolophina). 
JtTiiiiMhe Flederminse mit G. Frithii Bt^., rassige Kammnase. 
CeelMarcinae Ehrh. (griech. Hohlfleischer), s. Schwftmme.* 
Coenatoria Held, Gruppe der Gattung Heliz, s. Schnirkelaehiieekeii. 

Coenobiam, s. Synascidiae.* 

Coenomyia Latr., Gattung der Waffenfliegen (s. d.). 

Coenouympha II. S., Gattung der Satyr idae, s. Tagfalter. 

Cönosark (griech. Gemeinsam-Fleisch) = 8arko8om, die gememschafir 
Hohe Grundmasse^ in welcher die Individuen eines Polypenstodces eingebettet sind* 
S. Korallenpoljrp^n und Hydromedusen. 

Coenosia Mmfj., Gattung der Calypterae, s. MuBoidae. 

Ceeauruii, ü. Bandwflrmer.* 

Cohors, Rotte. In der Systematik schaltet Haeekd svrischen Genus and 
Speeies die Cohorte, Botte s= Gruppe ein. 

Colacium 0trefä»erg, Gattung der Flagellatenfamilie Astasiaea Ehrenberg. 
Golaptes Swains. (griech. Meissel), Gattung der Spechte (s. d.). 
Colaris -= Eurystomus. 
Coleopliura ZU., Gattung der Motten (s. d.). 

Coleophoridfte (mech. &ckträger), s. Goleophora ZU. unter Hotten* 

Coleoptera L., s. Jtftfer.* 

(oleps Ehrenben/, Gattung der Colepina. Holotriche Inftisorien. Körper 
toaoenartig, gepanzert, Schlund kur2, längsfaltig. 

CcMas Fabr., Gelblinge, Gattung der Weisslinge, s. Tagfalter. 
Colli dae, 8. HänseTSgeL 
Colinhnhn, s. Ortyx. 

Colius Brias.^ Mäusevögel, Klaxnmervögel, s. Mäuseyögel. 
Cellsre, Halaschild, b. iBsektei. 

Collaro, KrajTcn. f^. Schmetterlinge. 

CoUateralgefSsse nennt man solche Blutgefiisse, welche zwischen zwei Stelleu 



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174 



CoUete»— Colpidinni. 



eine Neben communication vermitteln, damit, wenn dem Blute der Hanptcanal ver- 
sperrt ist, dasselbe auf dem Nebenwege 7.\\ seinem Ziele kommen kann. 

Colletes Latr.f Seideubieuen, Gattuug der Andrenina, s. Biunien- 

CSollienlUB seminalis, caput galliiia<;;nis, crista oretHralis, vern 
raontaniim. ^'rimeiihügel, Schnepfenkopf, heisst eine median vor^^t'-lunde 
erhabene Stelle an der Unterfläche der pars prostatica (Vorsteherdrüsenabschnitt) 
der Harurölire bei Säugethieren. 

Collida IJafck., (iallerti iidiolarien, s. ThalassicoUaa CI.* 

Collignation, krankhafte Erweichung der Gewebe. 

Collis, Hügel, nennt Dana die Erhdlmng zwischen zwei oder mehreren 
Zellen einer äteinkoraUencolonie. 

Calleealia Omy, Salangane, b. Haiersekwallben. 

Collosphacra ./. Mülh'r, Gattung der Radiolarien und zwar der Poly- 
cytharia. Familie: (jol l()S])li a^ rida llafck. Das Skelet besteht ans einfacheo 
Gitterkngeln. deren jede eine ('entralkapsel umschliesst. 

. Collospliaerida lliuck., gesellige Gitterkugel-Eudiolarien, s. Collo- 
sphaer» J. M&lier, 

GoHozoum Haeek., Radiolariengattnng der Polycytharia der l/a^chTschen 
Ordnung Pancollae. fJallerf strahlinge, Familie Sphnero7.oida J. Mätitv. 
Ohne Skelet; die (Jentralkapsel enthält in der Kegel eine centrale Oelkngel. 

CoUnm, Hals, 8. Insekten und Wirbelthiere. 

Colobldae, s. StommelafTen. 

ColobranchuSiSWrma/ fA/ (gri och. Darmkieme r). Gattung der Bor t'nwürmpr 
und zwar der Familie Nerin idae Quatref. d eiförmige Biättchen mit Flimmerepitbel 
umstehen den After, 4 Augen, 4 Fühler. 

, Gololm^s Brmtdtp Untergattung von Spermophilus Cur. (Zisel). 

Colobus Oj^iVA^, Stnmmelaffen, Gattung der Golobidae. Sehlanke afrika- 
nische Affen ohne Danmen. Arten: 1) D»'rGnereza (C. gnerrza Waipirr). 135 cm 
(70 auf den Sclnvair/.). 8ammet^chwarz. Kehle, Stirnbinde, Kinn, Schwanzquast* 
und ein langhaariger Behang an den Körperseiten schneeweiss. Abyssinien. In 
kleinen Truppen bis 3000 m hoch im Gebirge. 2) Mfthnenstnmmelaffe (C. 
polyoomns Wagner). Grösser. Statt des Seiteitbehanges eine hellgelbe Kfthne. 
Gkiinea. 

Colon» Grimnidarm, 8. Terdanaugsorgane* 
Colonlalgefllss» s. Seeseheiden«* 
ColonlalnerraBsysteni, s. Moosthierehen.* 

Colonie, B. Kolonienhildnni? und nngeschlechtllehe Fortpflanzung. 

Coloradokäfer, Kartoffelkäfer. Chrysomela decemlineata — Dory- 
phora decemlineata. Eiförmig, schmutzig rothgelb, Flügeldecken lederg»^lb, 
schwarz gefleckt; von den 11 Flec&en des Halaachildes der mittelste von der Form 
eines H oder V. Nordamerika. Den Kartoffelfeldern sehr verderblich. Das W. ibcheii 
legt bis über 1200 Eier in etwa 12 Partien an die Unterseite der Kartoffelbliitt'-r; 
die anfangs blutrotheu, dann orangegelben, schwarzgetieckten Larven schlüpfen 
nach einer Woche aus, sind in etwa 3 Wochen erwachsen, graben sich in die Erde 
nnd verpuppen sieb; schon nach 2 Woohen ersdidnen die Käfer, denen in 
warmen Sommern noch eine dritte Generation folgen kann. S. Blattkäfer. 

rolossalität, Ent^vicklnng von Golossalform durch die Natnr/ikhtung, 
Geringere Fruchtbarkeit, kleinere Zahl der Individuen, geringere Mobilität, min- 
dere Anpassungsfähigkeit machen Colossalformen die Concurrenz im Kample mn 
das Dasein schwieriger. Die Colossaltbiere sterben immer mehr aus. S. Nieder* 
gehende Thierwelt. 

folossochelys Falconer u. Canthn/ (griech. Riesigschildkröte), ausgestorbene 
Gattung der Schildkröten, nahe verwandt mit Testudo. C. atlas f. u. C 
380 cm lang, 190 cm hoch. Tei-tiärzeit. llinialaya. 

Golostethideil Cope (griech. Abgestntztbrttstler), ohne Stemum und fipi- 
sternum, Familie der RaniTormia Cop»'. 

G(»lostrum, da«; unreife, vor dem Gebären nnd kurz darauf abgesonderte 
.Sekret der Milchdrüsen. 

Colpidium St., Gattung der Leucoph r v i n a. Holotriche Infusorien. 



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Oohiber— Colymbua. 175 

Coluber L., Gattung der Nattern (s. d.)* 
C^lnbrUae, s. Nattern. 

CfrivtlTlforfllia= Aljpodontia= Colabrina innoeaa V. Caruso kgly 

) hu(.lontift Dum. lUhr. = Opisthoglypha Ihtin. Dihr. = giftlose Schlangen, 
rnterordiiung der Schlancrpri. Mit Zännen im Oberkiefer und Untn-ldf fer, mit 
«)liden Hakenzähnen (doch kann der letzte Zahn des OherkictV-rs ein Furchenzahn 
sein oud auch eine kleine Giftdrüse haben j. Mundspaite meist sehr ausweitbar. 
FodUen: WarsenseblangeB (Acroehordidae), Boaseblan^en (Boidae), 
Pfthonsehlangen (Pythonidae) , Sandschlangen (Eryoidae), Mond- 
jchlangen (Scytaeidae), W ol f s /. illi n c r (L y c o d o n t i d a el , Nachtbaum- 
^chlangen (Ü i ps i d i d n f ) , Peitschenbaumschlangen ( Dry oph idae), Baura- 
schlaagen (Dendropnidae); Wüsteaschlangen (Psammophidae), Schlund- 
ilhner (Bbacbiodontidae), Wasserschlangen (Homalopsidae)» Kattern 
(Colubridae) , Wenigz&hnt r Oligodontidue) . Zwergseblangen (Cala- 
naridae), Wickelsehlangen (Tortricidae). Schildscliwänze (rropeltidae). 
Die 15 ersten Familien bilden die Gruppe der Eurystomata mit enveiter- 
barer Mundspalte, die zwei letzten die Augiostomata mit nicht erweiterbarer 
Mnndspslte. 

Colnbrina, s. Galvbrlformla nnd Proteroglypha* 

Colobrina Innocna = Enrystomata, CoMliformlt. 
Colabriua venenosa, b. Proteroglypho. 

Colubrinae Günther , ünterfamilie der Colubridae. Schwanz nicht abge- 

»txi S. Nattecn. 

ColnmlM Bp,f Tauben im engsten Sinne, Gattung der Colnmbidae, 

& Tauben. 

ColiMTibatzer Miicko, Simnlia maculata Meig,, s. Kriebelmücken. 

(.oluuibellldiie, ^. Täubchenschnecken. 

Columbella Lam., Gattung der Tiiubchenschuecken (s. d,). 
Mambla-Hühiier, grosses, gläazendsohwantes Haushnhn, seiner grossen 

schmackhaften Eier wegen beliebt. 

ColnmhSdae, Tauhen. 

Celamella, Vügel (Sinnesorgane;; Kriechthiere (Skelet). 
Celwetia (Spindel), s. BancUnisser«* 

rot::ü." PÄ" f •• ST."e«P.l7P».- 

Columna, Säule, s. Haarsterne.* 

Gtlwmia T«rtebnlls, Wirb eis ftnle^ s. Wlrbelthlere (Skelet). 
Colnms Ehrenb., Räderthierchen, s. Branchionidae* 

Colu54 Gray, Gastropodengattung der Fasciol ariidae. 

Collis Waijnfr (Saiga Gray), Rüsselantilopeii , Gattrin^: der Antilopen. 
Plumpe Zweihufer mit kurzen Nasenbeinen und rüsselartig autgetriebener, blu,sig» 
knorpeliger, sehr beweglicher ranzeliger Nase, leierförmigen , unten geringelten 
Hörnern. Art: Saiga, Saigack, Gorossun (C. tartaricus Forst.), 130cm, 
mhoch. Oben graugelblich, unten weiss, mit schwJlrzlichgranem Eückenstreifen. 
^^aiilpft im Herbst zu Tausenden nach dem Süden, von wo sie im Frühling wie- 
it-r zurückkehrt, nährt sich von Salzkräutern. In den osteuropäischen und sibirischen 
Steppen. (Diese Gattung und die Gattung Pantbolops Hodgson bilden die An- 
tilopse nasutae (wnlstnasige Antilopen] Wagner,) 

Colydiidae, Scheidenkäfer, Familie der Pentamera. Kleine nützliche 
^-i'-T mit meist llglirdrigen keuligen oder geköpften Fühlern , stets 4gliedrigen 
Fiisj^n. ijueren . halhwalzigen Hüften. Leben unter Baumrinden, in Bohrlöchern 
^<-r BäuiDe, iu Pilzen. Die langgestreckten Larven steilen den Borken käferlarven 
nach. Gathingen: Colydiam Fabr», Gerylon Latr., Synchitodes Crotta ^ 
Bitoma auf.. Orthocerus Lnir. = Sarrotrinm Jtlig, 

^ f^l.Tdinm Fabr., s. Coljdlldae. 

tolymbetes Clairv., Xaachschwimmkäfer, Gattung der Schwimm- 
käfer (s. d.). 

Geljmbidae» s. Taocher. 

CelTHllns L., Seetaqeber, s. Tavcber. 



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176 



Comafites — Condros-Pterd. 



CüiitH^tos Joft., Gattung der Nachtbaumschiangen. Ohne Furchen^ähne. 

MitUtlauierika. 

GomatnlidM, Familie der Oliederlilien. Kelcb mit eiiifiidMii Armen, nur 

in der Jugend gestielt; im Alter durch besondere Banken fizirt. Gattongen: 
Oomatula Law fAntt-don Fnm.), Actinometra J. yfÜller* 

Comephurus f.nf 'fK, (lattung der Comephori d ae Gilnthn'. Lun^e, Jiackte. 
groäsköpüge, langbciiuau/.ige Knochenfische mit weitem Maul, grossen Bru:>iliosseii, 
ohne Banehfloflsen. Einzige Art: G. baikftlensie PäUas, Oelfiseh. Im Bei- 
kaleee. Bei Stttrmen wiä er in grosser Zahl an den Strand gescblendert, 
sammelt, ausgeprosst und so zur Gewinnung von Oel v^rw^ndet. 

Comforter, Haushundrasse, aus dem grossen Seideuhund und dem gro8ä«a 
TuUel mhalten. 

CemmenBallemne, s. KorallenfolTpen,* 

Commlssora, \ Raoehftlssor. * 

ConmlBsaralgaugUen» 8. BaucbfOnser.* 

CenBvnalmnekeUjsten, s. Moosthierchen.* 

Compensatioiiy Gleichgewicht des Wachsthtuns Oeoffroy u. Goethe. Hypo- 
thetisches Entwicklungsgesetz, demzufolge die Nator, um ein Organ krttftigMr za 
entwickeln, ein anderes niohr vorki^mmern liesse. 

Complementäriuäuuclien^ complemental mates Darwin ^ suppeditäre 
MSnnehen, Ergänzungsm&nnchen. Solche mlLunliche Individuen, neben denen nur 
Hermaphroditen,, keine weiblichen Individura bestehen (bei den EntenmnBchelkrebscD 
Ibla quadrivulv" und Scalpellum vulgare). 

CompHOgnuttiH, ausgestorbene Reptilien, s. Ornithoscflida, 

Compsosoma JJum. Bibr, (griech. Nobelleibj, Gattung der Nattern. Asiatische 
Golnbriden. 

Conarinm, glandnla pinealis, penis cerebri, epiphysis cerebri, 
Zirbeldrüse. Rundliches oder eiförmiges Gebilde im Gehirn, swisdien demTor 
deren Paare der Vierhiigelpaare. 

Coiiceutrationsgesetz Bronn, nach welchem sowohl die Organe als die Ver- 
richtungen der Organe auf bestimmte Regionen des Körpers sich ooneentriren. 

Concentriaolie Diftsreuinuig Jäg«r, Jeder Körper, sowie er mit dem um' 
gebenden Medium in Stoff- oder Kraftwechselbeziehung tritt, erfährt eine Differen- 
zirung in eine den äusseren Einflüssen unterliegende obere und eine vor ihnen ge- 
schützte tietere Partie. 

Conchae Lmn^, ehemalige Bezeichnung für die zweischaügen Kuflcibeln 
(Conchifera, ßivuWa) im Gegensatze von Cochlea, Schnecken. 

Conehae, Na so mnu seh ein. s. Wlrbelthiere und Siufetlilere (SinnescngMie). 

Conchae anomjae» s. Armf Hsser. * 

Genchae Inferiores» Mnschelbeine, s. Sinfethlere (Skelet). 
Cenebifera Lnm. (latein. MnsdielschalenträKor). s. Maschelthiere. * 

Concbolepas Lam. (grieoh. Husohelnapfsehneeke), Gattung der Purpur 

scb necken (s. d.). 

Conchophthirus ^(em, Gattung der holotricheu Infusorien. Mit Mund 
und After. Schmarotzer. 

Coneboi<plraIe, cjreloceatriseho, s. Bauehfllsser. * 

ConchyUologie, Lehre von den Muschel- und SohneckengebSusen. 
Conchylis 7'/-., Gattung der Wickler fs. d.). 

Coitchyliuiu. Schon die Alten bezeichneten damii die Schalthiere, PlmiM 
besonders eine Purpurschneoke, heute Gollectirname für Muschel- und 
Schnecke n scb alen. 

Conchyolfn, s. Baiiehfllsser.* 

Concremente, erdige Niederschläge aus Flüssigkeiten des Leibes (Gehörsteine, 
Krebssteine, G^hirnsand, Gallensteine, Harnsteine u. s. w.). 

Concreseeu, Verwachsung , Verschmelzung, Gonfluenz lebender Proto- 
plasmatheilchen zu einem Stücke oder Verkittung (VerlOthung) durch later* 

Cellularsnbstanz. 

Coueretion — luucrement. 

Condroz-Pferd, Doppel-Ardenner, schweres werth volles Arbeitspferd der 
Landschaft Gondroz (Belgien). 



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Condylopodo — Conopidaeu) 



177 



Condrlopoda, s. ArthropodA.* 

OoiajlostomiUB Duj., Gattung der Spirostomidae. Ueterotridie In- 
fil<iorien. Leib platt, länglich. Perist om mit undulirender Membran. 

Condylura lUig., Sternwürf»- = RhinnQtes Wafjffr, Gattung der Maul- 
würfe. Grossköpfige Maulwürfe mit dickem, nacktem, von einer Furche durch- 
zogenem, vorne abgestutztem Bussel mit einem Kranz Ton 17 knorpeligen Haut- 
uäkatf mit eingeÜBSlenam Banöhe, beeohupptem langem Schwanz mit pinseliger 
Spitze. Art: Sternmall (C. macrura Harlan). 13 cm, Schwanz 10 cm. Mit 
44 ZaTm^n. ümbrabraiiii. unten heller. An den Ufern dos Columbiaflussfs. 

Condjlus (griü! Ii. KuQchengelenk). In verschiedener Weise in der Anatomie 
mä Osteologie gebrauciiter Ausdruck. So die geleiikigu Verbindung des Schädels 
mit dam ersten Halswirbel (Hinterhauptscondyl, cojndylas occipitalis); 
distale Enden des Oberschenkelbeines zur Yerbindon^ mit Schien- und Wadenbein ; 
distale En l ii <L'^ Oh> rarmb. ine*^ v.nv Verbindung mit £llenbogenbein Und Speiehe. 

Coneuchyiii, s. Koraileupoljpen. * 

Conepatuä Grai^, Untergattung von Mephitis Cuo., Stinkthiere. 
Coaestoga-PferdygrOsstes nnd schwerstes, raschgSngiges Acker- und Praehten* 

piBrd Amerikas. 

Conppr funtp. Meeraale, Gattung der Aal f. >fit völlig .scluippcnloser 
Hant. Zfihne iii Keihen. C. vulgaris Cuv., gemeiner Meeraal. Atlantischer 
Ocean, Küsten Ostindiens, Südamerikas. Wird gegessen. 

Congeria, Dreisseaa. 

Con^'osi-har., > iegeniihnlicbes schlichthaariges Sohaf der Gongolftnder. 
Cougraeuz der Antimeren, s. strahUger Bau. 
Cottidae, 8. Kegelschnecken«* 
Conilera, s. Aeglden. 

Cuitiopferfx halid,» Netzfl&gier, Gattung der Hemerobina, siehe 
iiro6sflügler. 

CoBiosauritö Owen (griech. Eidechse), ausgestorbene, den Leguanen nahe- 
stehende Gattung der Echsen. Kreidefonnation. 

ConirostreSy ». Kegelsi-hnähler. 

Conjnsratlon, ^. nngeschlechtllche Fortpflanzung. 

Cotijugatiou, kDottpenfürmige, h. Ciliata Ehrenb. 

ConJagatio spwia, Pseudoconjugation, s. Gregarlnae Duf,* 

Oonjugatio yera, echte Conjugation. diejenige Art von ungeschlechtlicher 
Vermehrung (Conjugation schlechthin!), bei welcher 2 oder mehrere Individuen 
Bach vorheriger Conjugation sich encystiren, s. Gregarlnae DufJ* 

Coojnnctlva, Bindehaut, a. Wlrbelthlere (Auge). 

CoiaaeotiTiifli Ha^kd =s festes Bindegewebe. Bie weichereu Formen 
(Gallertgewebe, Fasergewebe, Fettgewebe) nennt Haeekd Füllgewebe, die festeren 
(Knorpelgewebe, Knochengewebe) StütTigewebe. 

Connochaetes Cupiir i griech. liirtmähner), s. Catoblepas« 

Conocardium (griech. Kugelherzmuschei) , au.sgestorbene Muschelgattung. 
Cardinm nahestehend. Klafft an dem einen Ende, wihrend sie an dem anderen 
Ende in einen langen kegelförmigen Fortsatz ausgezogen isi Vom oberen Silur 
bis zur Steinkohle. 

Ck»uoeephaIus Dum. Bibr. (griech. Kegelkopf), Gattung der Zwergschlangen 
(CaUmariidae). Mit C. striatulus Dum, BU>r, = Colnber striatulus L., 
Kielstreifen natter. Eine der kleinsten Schlangen. 22 cm. Kopf sehr klein, 
kegelförmig; Schwanz schlank, zugespitzt; Schuppen gekielt. Unter Baumrinde 
oder Steinen, lebt von Insekten. Nordamerika. 

Conm*Brciaay Gonocerques Dum. Bibr. (griech. Kegelschwanz), Familie der 



Cbnooerquesy Giftschlangen = Conooerlna. 
Conodonteii, Kegel zähne, fossile, in Bnssland und auf Gothland ge- 
äindene Fisch^ähne oder Schneckenzähne. Untersilnr. 
Ceenoeciutty s. Moosthierehen«* 

C^aopidae, Dickkopf- oder Angenfliegen, Familie der Fliegen. Kopf 
breit, Augen gro&s, Rüssel dünn, verlängert, Flügel lang; Lanren im Hinterleib, 
von Hautflüglern lebend. Gattungen: Gonops Augenfliegen. Schmarotzen 

Kasaer, Ouidwdrterbnch der Zoologl«. 12 




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178 



Coiuervationspiiyiuioioipie— Coponantae. 



im Leibe von Hummeln uud anderen Hauiüügiern. M^opa fodr., Biasenköple. 
Trttge, fast nackte Fliegen, richten beim Sitzen den Hinterleib auf* Zodion Latr. 
CoBsemtioiispliysioloffie Haeekel, Physiologie der thierischen fidW 

erhaltungsverrichtanges zum tjntemhiede von der Belationsphjsiologie, der 
piiv-ir.ifuji*. (lor thierischpn B(^yi»'linT?<:fsverrichtunp''^n (Beziehnsgen der «p^ I nt B 
Organe zuemauUer und des Tliierkürpers zur Aussenwelt). 

ConservaÜTe Vererbung Haeckel, Vererbung der Charaktere, die das ver- 
erbende Thier selbst ererbt hat, zum üntersohiede von der progressiyen 
erbnng, welche neu f r\Yorbene Charaktere weitorererbt. 

ConserviruiiiB:, Sehnt/ thirri=:cherPräparatf* gegen Faulni«;«;. Pil/r-, Vennodernng, 
schädliche Insekten und andere Thiere. Sie wendet an : Trucknen bei höherer Tempe 
ruturj lul'tdiditen Verschluss; verschiedene Conservirungsflüssigkeiteu: Weingeist, 
Glyoerin, Lösungen yon Sublimat, chromsaurem Kali, Carbols&ure, Chronutuie; 
Einsalien, Eäucherung, Einschluss in Harz u. s. w. 

Constanzirungsbörkf», Normalböcke heissen in der Schafztichf er» i dif 
svuc Erhaltung des Nonnalcharakters einf>r vollkommenen Zucht verwendeten Widdtr. 

Cowstrictor Wai/ler = Pythuu Itum. Bibr. 

Contagion, üebertragung einer Krankheit Ton einem Individnum auf daa 
andere durch F« berschle^ipuDg eines Stoffes, des sog. Contaginms. 
Contlnentalthiere, s. ThiercreAirr;i|ih?p. 
Contianität des Lebens» s. i>iMtouuität« 
Centfunltltttlieerie, k. KatattrepheBtlieerfe« 
Contourh;iare, pili. s. Sfiiipelhlere 15- li.ianmg). 
Contractile Faserzellen, Muskelpenelie. 
Contractile Yucuolcu, »<>. Excretiouhorgaue. 
C'ontractilitÜt des Pniteplasma, s. Xelleulehre. 
(onfractlon des Henens, Systole, b. OIreolationsoriErane. 

Cuiiularia (Int. kleiner Kegel), fossile, wahrscheinlich Pteropoden angehörige 
bohle, kegelfürmigc Schalen mit ringartigen Querstreifen. Bis zur Steinkohlenzeil. 
Ctnulus, 8. Hyalluu 

Connrns Fin$ch, KeihehwanzsitTi l Sittiche. 
ConnH L., Kegelsehnecken, Tuten, %. KegelschneekCB« 
Couns arteriosus, i,. Fische. 

Convergente Zfiehtung heisst die durch die natürliche Züchtung bei gau 
vrrschiedenen Thierstftmmen hervorgebrachte Aehnlichkeit, wie sie z. B. zwischen 
den Wurnischlangen, RiDgelechsen, Blindwühlen und Itingelwürmem besteht. Siebe 
auch Mimikry. 

Convoliitidae, Acoela, Familie der rhabdocölen Strudel wUrmer. 
Ohne Darmcanal, K^^rper mit tutenfbrmigen SeitenrBndem. Gattungen: Convo- 
luta Orst.y Schizoprora 0. Srhni.* 

Coordinirte Typen, St ii mm formen.* 

Cupciulao <^küp-elaif's , der das Kuder in Bewegung setzt), s. Schwanz- 

asddien** 

Copepoda Latr, (kope Ruder, pous Fuss), s. BuderfOsser.* 

Cophias Fi(:in<jtr (grleeh. taube Schlange ohne Kraft), Gattung der Chil' 
cidicae. Amerikanische Kurz^ünglerechsen. 

Cophius Mt'mvi = Lache«.]? Ihtiui.y Trimeresu rus Günther. 

Cophomantida, Familie der Breitfinger-Froschlurche (s^. d.). imger 
und Zehen mit Haffcseheiben, ohne MaxillarzShne, mit unToUstSndigem €}eh(b!Organ, 
mit Ohrdrüsen, nicht verbreiterten Qnerfortsätzen des Sacralwirbels, Zehen mit 
Schwinn Ii Ii* • Gattungen: Cophomantis. 

( o])li(Mninitis Pf^tris, Gaftnnfr «ier Cophomantida (s. d.). Froschhirche 
ohne Kieter/.iime, aber mit Gaumeuziihnen, mit wohlentwickelten Haftscheiben uü*i 
Schirimmhttuten an Fingern und Zehen, mit' henibnniger Zunge, ohne OhrdrOsen, 
Gehdrtuben und Trommelfell. Eine Art von Brasilieh bekannt. 

Cophotis I'ff^rs fgriech. Taubohr), Oattun<,' <h-v Banmagamcn. C. cey- 
lonica P>f'rs. Anf fVTlni!. Mit Nacken- niid Kückenkamm. Kleiner Kehlsack. 
Die Seiten- und Kückenschuppen sehr gross, dachziegelig. Trommelfell versteckt. 

Copllia Dam, %, Coryeaeidae. 

Coponautbe Bronn, b. Flflgelfttsser«* 



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Copra de Cabello— Corium. 



179 



Copra de Cabello = Naja tripudians M*^rr., Brillenschlange. 
Copridae, Mistkäfer, ünterabtheilung r Coprophaga. 
Copris Gtoffr., Pillenkäfer, s. Blatthorukafer. 
ÖoproUth (grieeh. Kothstein), versteinerte Tbierexcremente. 

C«propba^n, 9. Mistkäfer und BIntthornkäfer. 

Ctprophageiiy s. Thlergeofirraphie ( LebensbpdinpniTif^en der Thiere). 

Copala, Copulation, die körperliche Vereinigang des Männchens und 
Wei Uliens bei der Begattung. 

Cop«latlons4»r|rane, ^escblechtllche Fortpflanzung. 
I Coraciarlae, Familie der Kukuksvögel, s. Raekeil. 

Corac'ias L., Gattung der Racken (s. d.). 
Coracoidenm, Rabeubttin, »i. Säugethiere (Skelet). 
Corallana, s. Aeglden. 

Corallaria, Koralle, Korallenthiere, s. Korallenpolypen.* 
Corallia (korallion, Koralle). Komi 1 r n th i ere. s. Koralle« polypon. * 
Coralliophaga Blainv. (korailentressend), Gattung der Venusm uschein. 
Bewohner der Biffkorallen oder Ton anderen Muscheln gebohrter FelslCcher. 
Coralliophila (korallenliebend), s. Pnrpnra. 
Cornllit (Korallr). >. Corallnhim.* 

Corailiiim Lam., Gattung der liindenkurailt n (Gorgo uidae). Axe völlig 
kalkig nnd ungegliedert. Hierher: C. rubrum, Edelkoralle (Isis nobilis L.). 
8toek bis 50 cm hoch, ünregehnttssig gabiig yersweigt. Längsstreifig. Sehön 
roth, an den Kantep etwas durchscheinend. Mit 8 gefiederten, völlig znrüdEzieh« 
baren Armen. Mittelnieer und Nordwestküste Afrikas. Die SlTtcke sitzen zumeist 
nach abwärts gt^richtet an Felsen, in mittlerer Tieft«. Die innere, oft daumen- 
dicke, sehr poiitur fähige Axe des Stockes wird zu den bekannten Schmucksachen 
Tertrbeitet. Scbon im Altertbnm hoebgeschitzt. Der Fang gescbieht mit grossen, 
leschwert^'n, ans zwei gekreuzten Balken bestehenden Gestellen, mit welchen man 
die Kurallrn fibbricht nnd dnnn mit den an d<n Balken befestifrten Nt-t/beiiteln 
fjngt. Die KoralleiiH^rhcrei wird besonders an <\r\\ Küsten von Italien, Dalmuti<'n. 
^ Algerien, Tunis, an der Cap-Verdischeu Insel St. Thiago betrieben. Das Kilow'amm 
der besten Sorte bat einen Wertb Ton 800^400 Mark. 1869 besobftftigte Italien 
500 Boote mit 4000 Mann, welche ir>(M)00 Kilogramm im Werthe von 10 Mül. 
Lire einbrachten. {Laew^'Duthitriy Histoire natureile du corail. 1^63. Prftcbtig 
ülastrirt.) 

Curuliulum (^koraiiion, Koralle) = Corallit, das Einzelnjjoiyparium der 
Asthotoen. ans Fuss- und Manerblatt bestebend; durcb die Verbindung vieler ent^ 
itebt <l;i5 Polyparium.* 

Coralliini iKoraile). s. Polj parliini. * 

Coriiicala Mühl f. (Körbchen >. s. Cycladldae. 

Corbis Cttr., Gattung der Lucinidae (s. d,). 

Corbola, s. Hydroiden." 

Corhula Brug, Korbmuscheln, Gattung der Klaffmuscheln (s. d.). 
CordiiÜM Tjiuh, Ooldjungfern, Gattung der Wasserjungfern (s. d,). 
Cordüiina <. lloev. = Menopomida. 

Cordyiopliura Allm., Gattung der Glavellinidae aus der Unterordnung: 
Tnbnlariae (Oeellatae, Augenfleckmednsen). Neben Hydra die einzige bisber 

l'*-kannte Hydr< id< ngattung des Sttsswassers. Stock verzweigt, mit fremde Gegen- 
rlnl» iviehenden Stolonen. C. lacustris .^i/m. Elbe, Schleswig. Siebe 
Clavellimdae. 

Cordylosaurus Gray (griech. Höckerechse), s, Uerrliosaums Wiegmann. 
Cordylnra iieig.t s. Aealypterae. 

CordvIu<« Laurenti, s. Zonnrns Merr. 

Coregunus Arffd!. Tfrinken, Gattung der Lachse (s. d.). 

Coreidae, s. Raudnauzeu.* 

Corella = Gallipsittaons Novae-Hollandiae. 

Coreodes = Cor' i'lat'. Randwanzen (s. d.). 

Corethra Mtlr/.. liüschelmücken, Gattung der Stechmücken (s. d.). 
Coris Günth., Gattung der Lippfische (s. d.). 
Cariim, Lederh aut, s. Haut» 



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180 



Goriuiiudiichte^Corviiia. 



Corinmsehichte, & 8«ewaken.* 

Corixa Latr., Ruderwanzeu, Gattung der Kückensch wiiumer (s.d.). 
Corizus Fall., Buntwanzen, Gattung der Randwutizeu (s. d.). 
Cormopenie, \ 
Cormolortr. J 8, Corams* 
Cormophylie, i 

Cormopoda i^urm. (griech. Btrunkfüsser), Strunktüsser, 8. Muschelthiere.* 
Cofimii:» (griech. Klotz)» Stock. So nennt Haeekd 
morphologischen lu^vidnen die IndiTidaen 6. Ordnung = VieUieit seiner Fomh 

Individuen 5. Ordnung oder Personen. Hafckds Stock ist, wegen der enteren 
Bedeutung seiner Personen (sognientirte Wesen), natürlich viel enger als der .Tliier 
stock* der Autoren. Cormophjlie ist die Stammgeschichte der Stöcke, Cormo- 
logie die Anatomie^ Cormogonie die Entwioidiuigsgeschich^ der Gormen. 
ftber r i tnos noeh unter Synascidiao und Zosntnodem. 

Cornea, Hornhaut, s, Wirlitdthlere. 

Cornicula, Honigröhre der Blattläuse (s. d.). 

Cornu AmmoniSy Hippocampus, Fes hippooampi major, grosser See 
pferdfnss, Ammonshorn. ISne mit einigen mndlidien HOckerchen endende 
Wulst in jeder Seitenkammer des Grosshims am Boden des sog. Unterhorns. 

Cornufcr Tschudi, Gattung der Poljpedatina (s. d.). Froschlurche mit 

ÜMchem Vordorkopf. tief concavem Schädeldach, in zwei Rt^ihen stehenden Gaumen- 
zähueu, müsbig grossen Hattscheiben, Schwimmhäuten bloss an der Basis der Zokn 
breiter runder, freier, hinten tief eingesciiuitiener Zunge, deutlichem Trommek'eli. 
glatter Bttekenhant. Zwei Arten bekannt. 
Cornularln Lam., ». Alcjoiildae. 

Cornuspira M. Seh., Wnrr.elfüsserrrattnng der Miliolidae Carp, Kalk* 
schale flach scheibeuiörmig, plaiiorbisartig gewunden. 
Cornwallschftfc, lang- und grobwolUge Schafe. 
Corona, s. Seeigel.* 

Coronnr^cfSsse, Kranzgefftsse heissen einen Körpertheil kranaartig nur 

gebende Blutgefässe. 

Corouarii, s. Ammonltiden. 

CoroneUs Laur., Jaohsohlangen, Gattung der Nattern (s. d.). 

Goionellinae (rilnth., Glattnattern, ünterfamilie der N a t te r n. HOohatens 
mitielgrosse. glattköp^-'n glattleibige, glattbesohappte Landschlangen , stets mit 
doppeltem Nasenschild, uiei-st mit Zügelschild. 

Coronulidao, Familie der Operculata. Scuta und Terga unter sich nicht 
articulireod; 2 Kiemenfalten. Gattungen: Ooronula Lam», Platylepas Oniff 
Xenobalanus St^^^nstr., Tubicinella Lam» n. 8. w.* 

Corophiidan, Familie der Crevettina. Körper nicht zusammengedrückt, 
untere Fühier ncinfVirnng. HütYgli»Mler der Beine meist klein; bewegen sich schreitend. 
Gattungen: Coropliiuai Lalr., Oyrlophium Dana, Cerapus Say , PodocerU$ 
Iteach, AmphitoS Leaek u. s. w.* 

Corpora blgeniiua, s. Säugethlere (Nervi n \>t uri 

Corpora onenio-^ii. Srhw< llk^^riM^r . H&agethiere (Geschlechtsorgane). 

Corpora uuudrigemijia = VierhÜKol* 

Cerpn« adtpennm, FettkOrper, s. Oltederfleeer und Insekten«* 

Corpus eallosum, Balken, s. SäujrelMoro N' rvensystem). 
Corpus Titreutti, GlaskörixT, s. >Virl>eithiere fAuge). 

CorroctioEäböcke heissen in der Schat^ucht nicht zur Eliteclasse gebörigt- 
Böcke, die Fehler der Matter in der Nachkommenschaft ausgleichen aoUen. 

Corrodentia, h. Xager. 

Corticalae o. Srhnt., >. Sclnviimme.* 

Corttcifera Lam. (griech. Hindenträger) , liindenpoljrpen, s. OctaotudA 

Ehretibery.* 

Certi'sehes Organ, Endapparat des SchneckennerYS im Ohr. 

Corvfdae, s. Raben. 

Corvina Cun*>t\ Rabenfische, Gattung der Umberfische (s, d.). Mit 
2 voneinander volistündig getrennten Rückenflossen, ohne Hundszähne, aber mit 
grösseren äusseren Zähnen in den lüefern. Die Seitenlinie erstreckt sich nidit auf 



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Comnae^Coetalplfttton. 181 

die Schwanzflosse. Der Stachel der Afterflosse ist sehr stark. Brustfäden fehlen. 
Die Schwimmblase zeigt gar keine, oder nui' wenig Ausstülpungen. Art i (ie- 
meiner ßabönfisch (0. nigra 20 — 40 cm. Dunkelbraun, goldig schimmernd, 
nntsD lieller; die Baucli- und Afterflofisen tie&ehwarz. Im Mittelmeer gemein. 
CorriiiM^ Raben im engeren Sinne. 

Corvultur Less. (lat. Rabengeier), Erz- oder Geierraben, Gattong der 
Raben. Langflügligo Rahen mit ausserordentlich langem , oben nnd unten stark 
gekrümmtem, an der Wurzel nicht beborsteteni Schnabel. Hierher: C. er a.ssirostris 
Hü^dl, Erzrabe. Gebirge von Ost- und Mittelafrika bis zur Schneegrenze. In 
Qesdlsdiaft der AasrOgel. Folgt Herden nnd Karawanen. 0. albicoUis Leu., 
Weisshalsrabe. Südafrika. Frisst Herdethierai die Eiterwnnden ans. 

Coryus X., Gattung der Raben (s. d.). 

Coryfaeidao, Familie der Schmarotz er krebse. 1- Fülilei-paar kurz, 
weriiggliedrig, in beiden Geschlechtern gleich; 2. Fühlerpaar mit Klammerhaken, 
Moadtheile /um Stechen^ Median- und Seitenaugen ; leben zeitweise parasitisch. 
GattoDgen: Corycaeas Dana, Copilia Dana, Oncaea Fhü, n.8. w.* 

äiryllis^ BlankrOnohen s Loricnlus galgnlns L,^ 8. Kwrssehwttu* 
ptfageien. 

Corylophidae, Familie der Kiffer. Füsse 4giiedrig, die keoligen Fühler 
9— 1 Igliedrig, Flügel lang bewimpert. 

Corymbites Latr., Gattung der Schnellkäfer (s. d.). 

Cerymbas heisst eine bei den Madreporen nnd anderen Antbozoen anf- 
tiftende Form der Golonien, welche der Doldentranbe sehr Shnlich erscheint, 

Corymorpha Sars., Gattung der Tubulär! dae. Augenfleckmednsen, deren 
TfOD galler+igem Periderm umhüllter Stiel des solitüren Polypen sich mit wurzel- 
ttügen Fortsätzen befestigt und radiäre, in die weite Magenhöhle des Polypen- 
kSptthcDS führende GaniÜe führt. Die frei werdenden Medusen (Steenstrupia 
Forb., Hyborodon Ag., Amalthea 0. S^m,, Amphirodon Haeekd^ sind 
^oekenförmig. 

Coryne Gärtner, Gattung der Hydroiden. 

Corynetes Herbat (Necrobia Latr.)^ Kolbenkäfer, Gattung der Cleridae 
{Buntküfer) (s. d.). 

CeryphaflB* C. V., Ooldmakrelen» Gattong der Hakrelen (s. d.). 

Coryphodontidae, fossile Familie der ünpaarzeher, Ckttongen: Gory- 
phodon Ow., Lophiodon Chfo., Hyraeotherinm Ow. Ffin&ehig. In den mittleren 
Tertiärschichten. 

Corystiden }filn. E<1w. (griech. Gewappnete), ein Tbeil der Bogenkrabben* 
Cerythalx, Uelmvögel, ^. BannneufresHer. 

CorythophanM FÜmngti (griech. Helm, glänzend), Kantenköpfe, siehe 
Oorythophanes. 

Corythophanes Dum. Bibr., Gattung der Banmagamen. Den BasiliskeD 
ähnliche m^-rikanische Echsen mit knfjcherneni helraartigen Fortsatz am Hinter- 
liaupt, Rückenkamm, zuweilen auch Nackenkamm, aber kein S(-hwanzkamm vor- 
ImideD. G. cbamaeleopsis Dum. Bibr., Helmkantenkopt. Mexiko. In der 
Kopfbildong lebhaft an das Ghamlleon erinnernd. 

CosmetomisiTrajf, Flaggennachtschatten. Gattungder Caprimnlgidae. 
Afrikanisclie Ziegenmelker mit anffallend Terlftngerten MittelschwiDgen. 

Cossidae — Cossina. 

Cossina, ünterfamilie der Holzbohrer (Xylotropha) (s. d.). 

Cossonus Gairv., Gattung der Büsselkät'er (s. d.). 
C^»eti8 Mr., t. Helabelffer« 

Costa, Randarier, s. Tnsekten. 
€©stae, Hippen, 8. Korallenpolypen» 

Costae. Rippen, s. Wlrbelthiere, SSugethiere» Tögel, Kriechthlere^ Lurche, 
Fische. 

Cestae alaril, Fia^elrippen, s. Insekten. 

Cestalader, e. Zweiflögler. 

Cestalplatten, Rippenplattcn, 8. Schildkröten. 



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182 



Costüten— CrabTonidae. 



Costaten. i' ri]>i>tp, Crinoldeen. 

Cothurniu Kkrenb., Uattuag der Ophrydina. Perittiche lülusori-jn mit 
keulenförmigem Körper, dessen Hinterende in einer kurzgestielteu, glasheUeu liüke 
befestigt ist. 

Cotingidae, s. FrnchtTögrel. 

Cotswold-Schafe, Glouoester-Schate. Orosse, schwere Fleischschafe, in 
England seit Juhrhunderten gezüchtet. Aus der ]i£ilch wird der Chesterkiise bereitet 
ColttdM» 8. PaoserwangeB* 

Cotto-Scombriformes^ Unterordnung der Stacbelflosse r. Mit kurzem 

Stachelthoil der Rückenflosse (oder derselbe ist in eine Saugscheibe od»M- in tühler- 
ähnliche Gt ])ildf umgewandelt oder er fehlt ganz); BauohEosseu fehlen oder siüd 
ganz verkümmert. 

Cottas ArUdi, Seeskorpionet Gattnng der Panzerwangen (s. d.) 

Keulenförmige, hinten stark seitlich zusammengedrückte Fische mit sehr grosaeu 
plattfüi Kopf, weiter Mundspalte, stachlijrem Vordeckel. Die 2 Rückenflossen 
stehen einandtT nahft und haben biegsame Stachf»ln. Die schmalen Bauchflossen 
sind brustständig. Gaumenzähue fehlen. Schwimmblasen nicht vorhanden. Arten: 
Echte Seeskorpione (auf der Oberseite des Kopfes 2 knOcheme, bestaehdte 
und beböckcrte Längsleisten): 1) Gemeiner Seeskorpion (C. scorpius Linne). 
30 — 100 om. •> , Itencr 4 Stacheln am Yordeckol. Bauch /ur Laichzeit roth, 
kupferig schimmernd . mit grossen weissen Flecken. An allen Küsten des nord- 
atlantischen Oceans. Dient den Grönländern zui- Hauptnahrung. 2) SeebuUe 
(C. huh hlis SuphratSn). Kleiner. Immer 4 Stacheln am Vordedcel; aUe Stacheln 
länger und rauher als beim vorigen. Bauch zur Laichzeit orangeroth mit blänUeh* 
weissen Flecken. Ebenda. 3) C. qnadricornis LinnS. 4 Stachel am Vordeckel; 
die 4 Kopfhöcker st;irk vorragend. Im hohen NmJen. — Kröppen (Oberseite des 
Kopfes ohne merkbare Läugsstreifen) : 4) Europäische Groppe (C. gobio Lituu). 

cm. Ein kleiner Stachel am Vordedkel. Die nackte Haut stellenweise Uetn 
bewarzt. Meist dunkelgrau odor brann mit r^chwommenen dunklen Flecken. In 
ganz Europa und Asien, in langsam fliessenden Bächen und in Seen: findet sich 
nr» h in 1000m hoch liegenden Seen. Findet sich überall, wo die Forelle vor- 
kommt. Sowohl die echten Seeskorpione als die Groppeu sind echte Räuber, die 
TOD ihren Verstecken aus, durch ihre Schutzfärbung ihren Opfern unsichtbar, auf 
diese losstürzen. Ihrer Gefrässigkeit wegen gehen sie sehr lei<Alt an die ÄJigel 
Dem Laii.h der nützlichen Fisch*- werden sie (die Groppen besonders dem der 
Lachse und Furdlt n) sehr gefährlich. Die Seeskorpione pflanzen sich im Winter, 
die Groppen im Februar bis Mai fort. Von den letzteren ist erwähnenswerth, dass 
die Männchen zwischen Steinen eine Grube für die abzugebenden Eier henteUeo 
und diese bewachen und vertheidigen. 

Coturnix Moe.ln-., Wachteln, Gattung der Waldhühner fs. d.). 

Cotyle BoiCf liergschwalben, Gattung der Schwalben (s. d.). 

Cotyledones, 8. Sftngethiere (Entwicklung). 

Cotylidea Ben. (griech. Napfartige), s. PlattwUrmer und Blnteg^«* 

Cotylophora Ihixleif (griech. Xapfträger), alle Wiederkäuer mit Co^ 
ledonen bildender Allantois: Cavicornia, Devexa. Cervina, Moschidae. 

Courtes-pattes , schwarz- und weissgefleckte Hühner Nordtrankreichs mit 
Doppelkamm, nach hinten gerichtetem Federbasch, langen Schwanzsichelfedem. 

Cowper'sehe Drüsen» glandulae Oowperi, paarige aeeessorische Drüsen 
des männlichen Geschlechtsapparates bei den Siugethieren (siehe dort unter Ge- 
schlechtsorgane). 

Cosa, Hüftglied, ». Insekten.* 

Cexalflied» coxa. s. Insekten.* 

( oxorerlt, s. Schalcnkrebse.* 

Coxopndit, Ilüttglied, s. Schalenkrebse** 

Coxopoditborsten, s. Schalenkrebse.* 

Coypa = Schweif- oder Sumpfbiber. 

Cozzii nera heisst in Venedig und Triest die echte Miesmuschel. 
Cozza pelosa heisst in Venedig und Thest Modiola barbata, sieh« 
Miesmuscheln. 

CrabronEdie aut» s. Grabweipen. 



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Cracidae — Ci-evettiua. 



183 



Cracidae, a. Hokkos. 

Crambessu (griech. Kohlähnliche) , Gattung der Brack wassermedusen. 
Von Haeck4 bei Lissabon im Tajo entdeckt. Von der halbkugeligen Umbrella 
gehen 4 Aeste aus, die zasammentreiend eine fast viereckige , Armscheibe " büdeu, 
lidi iritider ^altm und 8 Arme bilden. 

Citnibiis Fahr,, BasselzfinBler, Gattung der Zttnsler (s. d.). 

CraneUA Iao^, Gattung der Cephalopoden. EleinkOpfige EopfifQsMr 
mii 10 kurzen Armen, beutelförmigem Mantel. 

frangrou Fabr., Sand^,Mii neeleü, Gattaug der Garneelen (Caridae). 
Nor äiu zweiten Fusspaar mit vüUständigen Scheeren. 

Cranla Räz, Todtenkopfmasebeln» a. Crantldae» 

CnmOdae» Familie der Ecardin es. Bauchschale napfföriuig, RtLokensdiale 
angewachsen, tingpstielt, Schalen kalkig. Gattung: Crania Retz,* 

Craniolo^ie, s. Mensch. 

Cranioptiora Sn., Gattung der Bombjcoidea, s. Spinner. 
CraaloU« Schädelthiere, s. Acrania und Wlrbelthlere (Skelet). 
Cranlnm, s. WIrbelthiere (Skelet). 

Crauop.sis Cope, Gattung der Bufonina (s. d.). Froschlurche mit Ohi- 
drösen, Zehenschwimmbäuteu, ohne Vomerzähne, ohne Trommelfell. Die Schädel- 
decke ist ganz TOn einer runzeligen Verknöcherung eingenommen. Eine Art iron 
Costa Biea bekannt. 

Oraspedoceplialits KM, (griecb. Bandkopf), Gattung der Grubenottern s= 

Bothrops. 

Craspedopoma L. Pfeifer (griech. Saumdeckel), Gattung der Cyclophoriden. 
KUinegedeckelte Landschnecken mit glänzend brauner einfarbiger Schale. Charakter* 
sdineeken der Azoren und kanarisehen Inseln. 

Craspedota Gegcnh., s. H/droldeo.* 

rmssamcntum sanguinis^ Blutkuoben, s. Blut. 

Cra»sateUai &. Astartidae« 

Cnssiconua (grieeh. Bickfabler), Gruppe der Langhörner, die GrUbel-» 
Püi*, Eulen- und Federmücken umfassend. 

Crassilingiiia, Dickzüngler, Unterordnung der Echsen. AkrodontPi\ oder 
i'ieurodonten mit kiir/.er, nicht vorstreckbarer, dicker, fleischiger, meist wai'ziger 
Zange (mit kaum ausgebnchteter Spitze), 4 Füssen mit nach vorne gerichteten 
Zehen. Familien: Agamidae, Agamen; Iguanidae, Leguane; Asoala- 
botae, Gekkos. 

Crassiua, s. Astarte. 

Cratcrolophus, s. Cleistocarpidae. 

Crtteropu.s, Gattung der Bftrendrosseln (Timaliidae). 
Cnz L.f Gattung der Hokkos (s. d.). 

Oreranoconchus Blanford (griecb. Steilglat/.conchylie), Gattung der Lito- 
riaiden. Lit^rina sehr ähnlich. Schale braun, Kiemen etwas verkümmert. An 
steilen Felsen Indiens, 30—50 englische Meilen von der Küste entfernt, 

Crenatula Lam., Kerbmuschelu, Gattung der Vogelmuschelu (s. d.). 

Grenella Brown, Gattung der Uieamnseheln (s. dj. 

Crenilabrus Cuv., Gattung der Lippfische (s. d.). 

Crepiduln />am., Pantoffel Schnecken, Gattung d.Mfltzensobneoken(8.d.). 

CrepoHcalaria, Dammerungsfalter. s. SctawSrmer. 

Cretins (Cretinismus), kleine, kindlich proportionirte Menschen mit ab- 
geflachtem SchSdel, niederer Stirn, grinsendem Geaioht, dicken aufgeworfenen 
Lippen, schleppendem Gang, mangelhaftem Sprachvennögen, geringen Geistesfittug* 
keiten. Hiiutig ist der Cretinismus in den Alpen. 

Crove-eoear-Huhn, s. Haushnhn. 

Crevettina, Unterordnung der Flohkrebse. Kopf kloiu mit klum ii Augen 
löid 2 langen, vielgliederigen Fühlerpaaren, die oft Seiteuäste tragen; Kiefer- 
^ >^ verwaobsen und eine grosse Unterlippe mit 2 gegliederten Tastern darstellend; 
Huftglii^der der Beine sehr breit aneinander sdUiessend (lh»imeralplatten) ; Hinter- 
le^ij deutlich entwickelt mit 6 Beinen, von denen die 3 letzten Paare (Uropoda) 
Ott sehr lang sind. Leben in grossen Mengen frei auf Meerespflanzen (Vagantia) 



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184 



Crevettinu Uouiicolae — Critstaiia. 



oder in Uferlöchern (Domicolae), selbst in Oehttusen. Familien: Duliehiidae, 
Ohelnridae, Corophiidae, Orchestüdae, Qammaridae.* 
CreTettina domicolae, \ ^ 



ClibreUa Farbea (lat. Siebchen), Gattung der Linckiiden. Nackthäntige 

Seesteme mit langen, walzigen Armen und kleiner Scheibe, mit dtirch scheinendem 
Balkennetz, kleinen Stacheln auf den Bnlken , siebartig (zum Durchlass der respi« 
ratorischen Tentakel) durchlöcherten ^f^wiscbenräamen. C. sanguinolenta 0. F. 
MOler, Dunkelblntroth. 

Cribrellnm, s. Spinnen.* 

Cribrina Ehrenb. = Calliaetis Verr. (s. d.). 

Criceti Brandt, Harastcrmiiu.se, Untert'amüie der Mlltise (Marina) jnii 
den Gattungen: Saccostomus, Cricetus und Cricetomyb. 

CMoeUllkim Lmttd (Hamsters ahn), fossile Gattung der Orioeti mit C. 
sansnnsense, G. minas, G. medium. In den Tertiärschichten Ton Sansans. 

Cricotomys Waterhousf, Hamster mause, Schweifhamster, Gattung der 
Mäuse. Mnnseähnliche Nager mit langem, schuppig geringeltem Schwann, mge* 
spitztem Kopf, grossen Backentaschen. Art: Hamstermaus (0. gambianus 



lange schwarzbraune Sdmiirren. Gelblichbraun, naw unten weisslieli sehattirt 
Qtribt auf den Feldern grosse Gänge, nistet sich aber auch in Häusern ein, wo «r 
unangenehme Zerstilmnpen anrichtet. Senegambien, Mocambique. 

Cricetus Pallas, Hamster, Gattung der Murina und zwar der ünterfamilie 
Criceti. Dicke plumpe Na^er mit inneren Backentaschen, kurzem bebaarlt'n 
Schwänze, gespaltener Oberhppe, fitrchenlosen oberen Sehneidesllmeii, in jedsm 
Kiefer 3 Backenzähnen mit 2 Höckern in jeder Querreihe, fünfzehigen ffinterftssee, 
vierzehigen Vorderfüssen mit einem Daumenstummel. Arten: 1) GeraeinerHamster 
(C. vulgaris Jjfsm(irc^^f). 28 — 80 cm, Schwanz 7 cm. Bräunlichgrau, Backen 
blassgelb, unten »ckwurz, stellenweise weisse Flecken. Sondert an einer kahlen 
St^e am Nabel eine sehmierige Hasse ab. Bant sich auf Feldern einen tieleo, 
ans Wohn* und Vorrathskammern bestehenden Bau mit mehreren Ans^^gen, in 
den er beständig Fruthtkörner einschleppt. Lebt ausser der Paarungszeit stets 
allein, beisst selbst die Weibchen, die ihm begegnen, todt, ist überhaupt äufjserst 
bissig und setzt sich angegriffen muthi^t zur Wehre. Das Weibchen wirft in einem 
eigenen einfacheren Bau £nde Mai bis 12 Jange, die es schon nach 2 Wochen 
verstösst. Man findet bei Beginn des Winters oft bis 10 kg Fruchtkömer in einem 
Hamsterbaue. 2) GoldhMmster (C. auratus Watf^r/iousi), Mit seideweichem 
Goldhaar. Aleppo. o) Sandhamster (C. arenarius Pti/las). 10cm. Krim, 
Ural. 4) Reisbamster (Cr. phaeus PoZ/a^). löcm. In der Wolgagegend 
bis Persien. 

CrleochaldB Wiesfmenn, Gattung der Chamaeeaarldae. Pfisse fftnfiehig. 

Aficikaniscbe Echsen. 

Cricosaiira PiUrs, Gattung der Xantusidao ÄotVff. Amerikanische Echsen. 
Cricosauruä Ä. Wagner (griech. liingechse), ausgestorbene KrokodilgattUDg. 
Crinastra, s. Enerinaiteriae. 

Crinia Tschudi, Gattung der Cystignathina (s. d.) = Pterophrynus 
LiUken. Froschlurche mit ausgebildeten Kieferzäh n en , ganz geringen oder völlig 
fehlenden Gaumenzähnen, ovaler, ganzer Zunge, nicht oder kaum sichtbarem Trommel- 
fell^ Zehen höchstens mit Schwimmsäumen. 4 Aji«n aus Australien bekannt 

CriMidea VM>. (griech. Lilienabniiche), t. Bamrstene.* 

Crioceras, s. Ammonitlden. 

rriodrilus Hoffmeist^r , Gattung der Lumbricidae, C. lacuum Hoff'»- 
Allgemein im Schlamm stehenden Gew&sers. Von ihm rühren die langen Ei- 
ka]^efai her, die man daselbst ftidet. 

Crislidnc, Familie der Oyelostomata. StAckohen aofindit und gegtisdirt 

Gattung: Crisia Lam.* 

("ristaria Schuhmacher (lat. Helmbusch) — Dipsas Lenrlt ~ Barbula 
Humphrey^ Gattung der Flussmuscheln (ünionidae). Ostasiatische Süs-wasser- 





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Ctuta «terni— Crottunu, 



185 



moscheln, zwischen ünio tmd Auodonta stehend. C. herenlea Mtddendoi^, 300 mm 

ling 1'^<MTi!n hoch. Die prösste Sü^^swasserrnnschel. 

( rista äterni, vorüpringtJuUü Knochenleiste am Brustbein bei den Pieder- 
uiüu.^iii und Maulwürfen zum Ansätze der kräftigen Brustmoskebl. 

Crista »temi, Brustbeinkiel, a. Yö^el (Skelet). 

Cristatellidao, Familie der Arm wirb 1er. Freibewegliche St'lckchen, auf 
deren oberer F Iii che sich die £inzeltbiere in concentrischeu Kreit>eu erheben. Gattung: 
Crißtatella Cur.* 

Critteli Quaut., s. AnmOBltMae. 

Cristellaria Lam., Wurzelfüssergattwig. Kammern spiralig angerollt. 

CrocAllis Tr., Qattung der Dendrometridae, s. Spanner. 

(Tooidura WatjUr (griech. FiUk-henschwanz) , Gattung der .Spitzmjlu.se. 
Der lange, schmale Schädel entbehrt des Jochbeines vollständig. 28 — 30 Zähne 
(wenigstens an der Spotse wnbs); die bekrallten Zehen ohne Sdiwimmliaiit. Käokt- 
lielie, sehr n&tzlicfae l%iere. Hierher ii. a. C: aranea Wayn., Hansapitzma««. 
Oben graubrann, unten grau. C. leucodon I^on(ij).. FelJspitzmaus. Oben 
dunkelbraun, unten weiss. C. etrii'^.'-i H'^/^///.. W iinpprspitzmtius oder mittel- 
ländische Spitzmaas. 6,5cm (davon 2,5 cm auf den Schwanz). Bräunlichgrau. 
ElaaBtes Säugethier. 

^ Crocisa Jur., Fleckenbienen, Gattung der Melectina, h. Blumenwespen« 
* Croeodilidae Jlm-hy, Familie des Crocodilinu Oppd, s. Krokodile. 

Crocodilina Op;)f/, Krokodile, Gattung der Croeodilidae, s. Krokodile. 

Crocodilurus Spix, Krokodilschwänze, Gattung der Ameivae. Der 
plattgedrackte Schwanz besitzt oben zwei KSnutne. Die ßeinen BttokeDSchnppem 
Mduieitig, stumpf gekielt, die sichelförmigen Nasenöifiiimgen von drei Schildern 
nmgieben. C. lacertinus Dum. Bibr. Guiana, Brasilien. 

Croeodiluä Cuv., Gattung der Croeodilidae, s. Krokodile. 

Crossarchus Cuf., Gattung der Schleichkatzen. Den Öcharrthieren sehr 
limliche Schleichkatzen mit sehr ]iMweglicher rfisselftnniger Schnauze, kleinen ge- 
mndeten Ohren, einem dritten unvollkommenen Augenlid, vorstreckbai-er, in der 
Mitte mit hornigen, an den Seiten mit weichen Warzen bedeckter Zunge und 
stinkenden Baft absondernden Afterdrüsen. Art: Kusimunse (C. obsr urus A/r.). 
3ü cm, Schwanz 20 cm. Einfarbig braun. Westafrika. Wird zahm wie ein Hund 
und ist sehr reinlich. 

CfO80Odacitylw Dum, Bibr., Gattung der Hylodina (s. d.). Froschlorohe 
ohne Vomerzähne, mit ovaler, vollständig festgewachsener Zunge, dünnen, etwas 
ms^am mengedrückten Fingern, jederseits umsäumten Zehen, unten convexen, oben 
flachen mid glatten Haftscheiben, deutlichem Tronuuelfell, glatter Haut mit einigen 
fladien Warzen. 2 Arten ans Brasilien bekannt. 

CroSBOptsrygii Huxley, Quasten flosser, Ordniing der Schmelzschupper 
(Oanoidei), umfassend die Rautenschmelzschupper (Rhombolepidoti) ohne 
'üe Lepidosteiden und Pycnodontiden, aber mit den Cfil «(^anthiden. Von 
fossilen Ganoiden gehören hierher: Diplopterus -.4(7. mit 2 Kückenflossen, rauten- 
f^mx^Hf glatten Schuppen, glattem Kopfe, gro^n getrennten Zähnen. Im Bevon 
ud m der Eohlenformation. Holoptychas Ag. mit cycloiden oder ganoiden 
^huppen, sngespitztem Schwanzende. Im Devon. Coelacanthus Ag. mit cycloiden, 
mit zusaramenlaufendpH Leisten gezierten Schuppen, pinselförmigem Schwänze. In 
der Kohlen- und Dyasiormation. 

CrossoptUon ^oc^tfsoM (griech. Quastenflügel), Ohrpfaae, Gattung der Fasan« 
Vögel nnd zwar der Omppe Pfauen (Pavoninae). Schnabel und Sporenfoss 
kräftig entwickelt, Wangenfedem ohrähnlich aufgerichtet, Oberschwanzdeckfedem 
wie bei dem Ptau entwickelt. Hierher: B. auritns öray, Ohrfasan, Blauhuhtt. 
Wahrend der Brutzeit paarweise. Mongolei. 

Crossopus Wügl. (griech. Quastenfuss), Gattung der Spitzmäuse. Die 
Udnsa Ohren sind ganz im Pelze versteckt. 30 an der Spitze braune Zähne; die 
^teren Schneidezihne mit einem Höcker. Die krallenlosen Zehen ohne Schwimm- 
baat. Hierher u. a. 0. fodiens Witsner, Wasserspitzmaus. Der Fischerei 
«ehädlich. 

Crossuros Wagler (griech. Quastenschwanz), Gattung der Haftzeh er. 



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Grotalidae — Cryptoprocta. 



Crotalldae lionap,. s. Grtibenotterii. 

CrotalophoruB Grai/ (griech. Klapperträgor) . Gattung der Grubenottern. 
Nordamerikaaiäcbe Klapper^jchlangeu mit einer Klapper am Schwänzende, 9 gros-sea 
Tierreihigen Kop&ehildem. Hierher a. a.: G. miliarms Holbr,, Hir8eDklappe^ 
SChlangH. Südliches Nordamerika, 

Crotaliis L. (Ui oerotalon F»/^., Uropsopfaa8 H^a^i.), Klapperschlangen, 
Gatiang der Grubeuottern (s. d.). 

Crotaphytus Holbr., Gattung der Leguane. Plattleibige, kurzköp&ge Echseu 
mit langem /ugrespitzten Schwänze, Behr Ideinen Oocipitalsehildem, mit Ganmen* 
ztiinen, Schi nkelporen. G. reticulatns Baird. Texas. 

Crotophsga L., Maden fre.sser , Gattung der Kakake (a. d.)« 

Cruor, defibrinirtes filut, s. BlmU 

Cmra, Schenkel, «. ArrnfBiter«* 

Crusta phlo^istioa nannte man seiner Zeit die oberste, blatkörperchenloss 

Schichte de- I^liitkuchen.s. 

Crustacea aut., s. Krnstenthlere.* 

Cryptambones Quenstedt (griech. Verst^cktwirbelige), Brachiopodeu, deren 
Scbalen^itze eingerollt, daher von aussen nidit sichtbar ist. 
Cryp^*9 Grappe der Ichnenmonidae (s. d.)* 
Cryptoblcphnrns, s. Ablepharns. 

Cryptobrauehia Bonap. (griech. Verborgenkifiner) . F;imili.> der Fisch- 
molche. Mit den Gattungen Aiuphiuma, Menopoma und Cr yptobrancbas. 

Cryptobranekus iesenmolche, Gattung der Fiiebr 

molche (a. d.). Ohne Kiemenloch. Art: Biesensalamander (C. japonicni 

van der Hoev^n) (s. d.). 

Crj'tocarpeae Mschseh, (griech. Verborgeufrüchtler), rerborgensamige (fallen, 
s. Hydroiden. 

Gryptoeepliftliis Oeoffr., Gattung der Blattkftfer (s. d.). 
Crjrptodütom Üidd., Gattung der Ghitonidae, s. KftfersehiiMkeB. 

Cryptocrinus L. v. Buch (gn'ixh. verborgener Lilienstern). Kugelförmige, 

glatte O ver i In p Stiel sehr klein, Kelch kirschgross. Im Siliv Kussland». 



Cryptodon, Sehne 
Cryptodentia, h. Anomodontia. 

Cryptomonadina Ehrenbf/., Familie der Fl agell ata. Mit grüner oder 
farbloser, weicher oder glasartiger KörperhiUIe. Gattung: Gryptomonas ^A»*«!!^. 
Eiförmig, 2 Geissein. 

Cryptonyx Ttmminde, Gattung der Waldhühner (s. d.). 

Cryptopentamera (Tetram era Lair. = Pseudotetramera), Gruppe der 
Kftfer. Tarsen fünfgliedrig, ein Glied versteckt und verkümmert. Familien: 
Orysomelidae, Blattkäfer: Oerambycidae . BockkUfer: Bostry chidae, 
Borkenkäfer; Gurculiouidae, Eüsselküfer; Bruchidae, Samenkäfer; 
Erotjlid ao. 

Cryptopha^dae, KnopfkSfer, Familie der Kftfer. Kleine, an faulenden 
Stoffen, Schimmel, Cryptogamen lebende Käfer mit llgliedrigen F&lüern , deren 
8 Endglieder eine Keule bihien. Tarsen 4- oder 'gli»':lrig. Gattungen: Crypto- 
phacru!^ ff''rbst, Lathridius ff^rhaf, Atomaria Ktrbift Enicmus Thoms.^ Corti- 
cariu Marsh., Mycetophagus ilfllw. u. s. w. 

CSryptophiaUdae, Familie der Abdominalia. 3 Beinpaare. Gattungen: 
Cryptophialus Darw,f Kochlorinae XoU. u. s- \v.* 

Cryptopleiirum ^fuss., Gattung der Wasserkäfer. 

Cryptopoda fAitr. (griech. Verborgen fü'^ser). Ein Theil der Bogenkrabbeo 
Müne Ed IC. ie</t bei den Dreieckskrabbeu (Oxrrhyncha). 

Cr>ptupructa BettnH, Frtitkatzen, Gattung der Feiida. Gleichen in 
ihrer gestreckten Gestalt, den niedrigen Beinen, den langen Schnurren und der staik 
entwickelten Afterdrüsentasche den Schleichkatzen, durch die ziemlich weit zurück- 
ziehbaren Krallen, den Zahnbau, den ganzen Gesichtsfinsdruck den Katzen. P-^r 
Schädel ist gestreckter als bei den Katzen. Im Unterkiefer vier Backenzähne. 
Art: Die Fossa (C. ferox Bi^nwt), 80cm, Schwanz 6->cni. Gelbröthlich. öüt 




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ils besonders wild, wird aber nur kleineren Säagetliieren und dem Oeflttgel ge- 

flÜurlich. Madagaskar. 

Cr>ptopäO|)his Hlgr., Gattung der Cäci lüden. 
Crjptorhjnichus (iattung der Rüsselkäfer. 

dyptotetTMer« (Trimera Latr., Psendotrimera), Gruppe der Käfer. 
Tarsen TiergUedrig, ein Glied klein und rudimentttr. FamUien: Oocoinellidae, 
Marienkäfer; Endom vchidaf . Pi l/.kilfer.* 

Cryptotis Günther, Gattung der Discogiossina (s. d.). Froschlurche 
mit ToUständig freien Zehen , Zllhnen im Oberkiefer , Zwischeakiefer und Gaumen 
(letxtere in zwei kleinen Gruppen), mit zahnartigem, von der Hant ftberzogenem 
am Unterkiefer, kleinem, von der Haut iiijerzogenem Trommelfell, sehr 
kleinen Oeffnungen der inneren Nasenlöcher und der Eustachischen Röhren, gfosser 
nmdlicher Zunge, ohne Ohrdriisen. Eine Art von Nord-Siidwales bekannt. 

Cryptoridae Bonap. (griech. Verborgenscbwänze) — Tiuamidae Graif, siebe 

SIeiBskilmer. 

Cryptus Gray, Gattung der echten Schlupfwespen (lehneamonidae). 

Qrappe: Hr y [ t i n a. S. Ichneumon idae. 

Cteiiaria Ila^ckel, (Jladonemiden-Medusen von der japanischen Kttstei 
in Tieien Punktea in ihrem Baue mit den Ctenophoreo übereiastimmend. 

Cftenobranehfa = Peetinibranehiata, Kammkiemer. 

Cteaecyst, ». Rfppenqiallen.* 

Ctenodactylus <?ray, Lemmingratten, Gattung der Trugratten. Vier- 
zehi^e lAmmingähnliche Nager mit kur/.em Bchwanz , Backenzähnen in jedem 
Kiefer, weissen, schmalen und laugen Nageiühneu. Ueber der Nagelwurzel be- 
findet sieh eine Reihe kammartig gebildeter Hornspitzen , ftber dieser eine Reihe 
^t^ifer weisser Borsten, der eine, dritte Reihe langer biegsamer Borsten folgt. Art: 
0. massoni Gray. 17 cm, Schwanz 1,5 em. Fahlgelb, schwarz betapft. Tripolis. 

CteaodUcns M. u. Tr., s. Antropectinidae. 

Ctenododipterlden Huxley, Kammzahnzweiflosser, Familie der Rauten- 
scbmelzsch Upper. Fossile Fische, 2 Rückenflossen, heterocerk. Im Deron. 
Ctenofd schuppen, Kamm schuppen, s. Fische (Körperbedeckung), 
Ctenolabrus C. V\, Gattung der Lippfische (s. d.). 

Ctenomys mainville, Kammratten, Gattung der Trugratten. Hamster* 
IhnUehe kleinaugige Nager mit grösseren Vorderfussen, durchwegs 5 Zehen. Sie 
leben unterirdisch und lassen in ihren Bauen einen eigenthümlichen knurrenden 
Gesang hnren. Art: 1) Tucutuco fO. Tnagellanicus D''nnft). 25cm; Schwanz 7 cra. 
Braangruu. gelb und schwarz ge.spreukelt. Nährt sich von Früchten, gräbt zahl- 
lose Löcher und Röhren und sammelt Wintervorräthe. An der Magellanstrasse. 
2) Cbrasiliensis d^alm^. Südamerika. 3) G. lencodon WeUerhmtte, Bolivia. 

Ctenophora E^chsrh. f^'riech. Kammtiftg«»), s» Rlppenfpialleu« * 

CtenopUM, ». Aporrhnidae.'^ 

Ctenosaura Wieymann (griech. Kamiuuchse), s. Cjclura. 

Gtenostomata (griech. Kammmftuler) , Unterordnung der Kreiswirbier. 
Zettmflndungen durch BorstenfMen verscfaliessbar. Familien: Aleyonidae, Vesi- 
euliidae, Palud icellidae.* 

Cuandu, GercoUbes prehensilis ßrdt.f Greifstachier Toa Guiaaa und 
Brasilien Cercolabes. 

CidNi^Dogge, rothbrauner, grosser, kräftiger Hof« und Hetzhund. 

Cnba-HastifT — Cnba-Dogge. 

Cuba-Wiiidhuiul. n^mTib rauner, schwarzsehnauziger Windhund. 
Cabltalader, s. ZwcittUgler.* 
Cibttalsellen, s. Haatflflgler.* 
Cabltaiy Hinterrippen, s. Insekten.* 

Cucnjidac, Flachkäfer, Familie der Käfer. Tarsen 4— 5glledrig; Fühler 
i Igüedrig ; Körper flach gestreckt, Kopf breit. Unter Baumrinde, in morschem Holze. 
Cienltdae, s. Knknke. 

rucnUuins 0. F. Müütr^ Kappenwürmer, Gattung der Str iiL^ylidae. 
>lundb<cher hornig, zierlich gezeichnet. 0. elegans Zeier, Rother Eingeweide- 

wurm, beainders im Barsch. 

Cacullia Sehr., Gattung der Oucullina (s. d.). 



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188 



Ciundluui — ConuitliiclM. 



rnenlliiia, Unterabtheihrnj^ der Eulen. Halskragen kapuzenlormig vor- 
springcud; Hinterleib spitz. Gattungen: ChcuIUa Sehr., Xylouampa 6rii. ils. w. 
S. Eulen (Schmetterlinge). 

Cvevllw, Kopfkappe, «. Tetral^naelitete** 

Cncttlus L., Kukuke im engeren ffinne. Gaifetimg der Knkttke (s. d.). 

Ciicumaria BlainviUef Gattung der eigentliehen See walzen (Pedata^ 
Familio: Dendrochirotae. Tentakel baumartig Terttsteit. Mit regelmiaBi|pBii 
Füsscheureibea. S. Dendrochiridae. 

Caemrlto, s. Spalacopai« 

Cniniar, s. Feile. 

Cuiy = Cercolabes YÜlosii^ Waterh,, GreifBtaohler Südbraailieii« und 
Paraguays, s. rcrcolabes, 

Cuküo-Uautams, Kukukbantams. 
Culex L., Gattung der Steehmficken (s. d.)* 
Cnlicidae) s. StechmOcken. * 
Cnllclformesy s. Federmfickeu.* 

Climen, Schnabelfirste, a. Tegel (Verdauungsorgane). 

Cidtripes prorlnciclli und «imor M4IUer = Pelobates onltripes 3kM 
und fusons Wagler, s. Pelobates und Knoblauchkröte. 

Curoacea Kroy., Cumaceen, Ordnung der Schalenkrebse, von larven- 
iihnlicher Gestalt, wenn ancb deu Decapoden nahestehend. Kopf und die vordwn 
Brustsegmente sind vou eiiiem kleinen Oephalothorax umschlossen, die 4 — 5 iol^n- 
den Brnstsegmente liegen frei; der Hinterleib igt lang und schmal , sechsglie^. 
Als Anhftnge finden sich am Kopfe ein Paar kleiner Vorderfuhler mit dreiglied> 
rigem Schafte, der bei den Mllnnchen ein Rifcliorgan trägt, und mit kurzer Geissei und 
Nebengeissel; das zweite Paar der Hintertühlcr überragt oft den Körper (Mftnnchen) 
oder verkümmert fast (Weibcheu). Die Oberlippe ist klein, die Oberkiefer sind 
dagegen gross, tasterlos und beritasen einen BorstenbesatE und eine Kauplatte; die 
Unterlippe ist gross, tief getheilt. Das erste ünterkieferpaar zeigt 2 gez^nte 
Laden und einen nach hinten gerichteten Geisseifortsatz; das zweite Paar hui 
mehrere Kauplatten und keine Taster. Die Kieferfüsse sind meist tunfgiiedrig; das 
erste i'uur ist ladenförmig, das ;&weite hoch differenzirt mit einem gestreckten Stanuu- 
gliede, einer ganzrandig^ Platte und einer geklMmotoi Kieme benetzt. An des 
Brustsegmenten sind 6 Beinpaare eing»'fügt ; die beiden ersten Paare sind am 
Grunde blattffjrraig und besitzen als sog. Spaltfüsse einen Nebenast mit langen 
Borsten; die folgenden 4 Paare sind kurz und ermangeln häuhg des Nebona«>tPS: 
alle Beiue sind secbsgliedrig, scheerenlos und nehmen nach rückwärts zu au Laage 
ab. Am Hinterleibe befindet doh «ine Sdiwanzplatte , an deren Seiten entwedw 
bloss lange, zweiästige Schwanzgriffel stehen (Weibchen), oder an den einzelnen 
menten stehen 2, 3 oder 5 gegliederte Schwimmfusse (Männchen). Die Augfn 
fehlen oft fast ganz und sind nicht gestielt; das Weibchen trägt am Hinterleibe 
eine Bruttasche, entwickelt wenige, doch sehr grosse Eier, die sich ohne Metamor 
phoee ausbilden, indem das aussälftpfende Junge nur um 1 FuÄpaar w«iiger be- 
sitzt, als das Mutterthier. Bie einzige Familie sind die Diastylidae, meist nordische 
Krebse. Literatur: Kroijer in Naturh. Tidsskr. IIL 1841 u. N. E. IH. 1846.* 

Cumberlundsehaf , Ilerd wickschaf, kleines hornloses, grob* und lang* 
wolliges Schaf mit saftigem gutem Fleisch. 

Cmniligia Sowerhy, hinten klaffende, scharf concentrisch gestreifte Meer 
muscheln, in Sehwttmmen und Felsspalten. Peru und Chile. 

Cumulation, cumulative Anpassung. Im Laufe der Generationen sieb 
immer wiederholende und dadurch nach und nach immer steigernde, anfHnglich 
kleine Abweichung (z. B. Zucht von Mastschweinen, grossen Pferden und Hindern 
aus kleinen.) 

Cunanthidae Haeckel, Familie der Narcomedusen. Badialeanttle breit, 
taschenförmig, duich doppelte PeronialcanUle mit dem Bingcanal Ywbunden. Die 
mit zunehmendem Alter sich vermehrenden Hörkölbchen mit lungeren oder kürreren 
Hörspangen. Nach der Zahl der Magen taschen und Tentakel und je nachdem die 
seitliehen Lappentaschen vorhanden sind oder fehlen, unterscheidet mau die Gat^ 
tnngen: Cunantha, Cunarcha, Ounoetantha, Cunootona, Cunina, Gnnissa. 



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CMoolaria— CyatiiosMlde. 189 

CunieuUria lUig.f Wurfmänse, Familie der Nagethiere, eBtsprielit eiiwm 

!ßieile der Spalacoi'^f'a Brandt. 
Cnl«piii» Ci»., ä. Aegluidae. 

Cmo, Cliryiaeiia, Canis primaoTUB» Cania himalajaaiis, ürhnade, 
s. Chrvsaewu 

CopressocriTius, Ooldfns«? (Cjpressen-Lilieii'^tpnO Haarsterne der Ordnunpf 
Tesseiata mit Tierkantigem Stiel; die r> NahnmgäcaMle erscheinen wie die 
h Punkte anf einem ^Viirfel angeordnet. Im Devon. 

Capala, s. Baadwflrmer.* 

Carcnlionidae, s. BUssolküfcr. 

CiirlHnderhund = leichter CurahlUld. 

Carruea, ü ra.üiu iickeu, ä. Sänger« 

Cuskniidy langhaariger, Krenzang des leiehten Garshandas mit dem 

Scidenhnnd. 

Oarshimd, leichter Curshund, Curländerhund. Dem grossen dänischen 
HiHidf« ahnliche Rasse, aus der Mischung dieses mit dem grossen Windhunde ent- 
staodea, mit längerem Kopf, flacherer Stirn, eingezogeuerem Bauche und längerem 
flehwaaae. 

Curshuiiily schwerer. Mischung des leichten Onrshandes mit dem 

Bullenbeisser. 

Cnrgores, & Laufvögel. 

Ciinioria, Gruppe der echten Geradflftgler. Lanfbeine entwickelt. Fa- 
niliMi: Ohrwürmer, Forficnlidae ; Schaben, Blattidae.* 

Carsoriu.s Lath., Rennvogel, Ga^tnn^f <Vv Regenpfeifervögel (s. d.). 

CnrTlrostra, Kreuzschnäbel, s. Finken iLoxia). 
Cuäcus, Untergattung von Phalougista (s. d.). 
Cotlcalarbildungen, s. Epithellea* 
Cotlenlarftabstanz, s. Zellenlehre« 
Catig, Unterhaut, 8. HaaU 

Catlspapillen) 8. Wlrheltlilere (Haat). 
CuTieria P«*rofi., Qattong der See walzen. 

CuTieria Hang. = Triptera Qxoy, Gattung der Pteropoden. Die oben 
of*np. unten in der Regel abgebrochene, wieder gesohlOBSene und SO Stumpf Ztt- 
gerundete Schale stellt einen geraden üyünder vor. 

Corieriiui (Troy, Gattung der Fnrchenwale. 

CuTier^sche Organe, klebrige Fftden absondernde, drflsenartige Anh&nge 

des Enddarmes bei manchen Seewalzen. 
t'uy, 8. Tercolabes. 

Cyamidat^, 1 atnilie der Kehlfüsber. Körper oval, flach; Kopf klein und 
fldunal. Gattung: Cyamus £am. mit C. Ceti. Auf Walen.* 

Cyamodus H. a, M. (griech. kyamos Bohne, odous Zahn), ausgestorbene 
G^ttun^? der Reptilien und zwar der Sauropterygia Owen. Schade! nicht 
länger als l)reir die kurze Schnauze nicht abgesetzt. Oben 4 Schneidezühne, 4 oder 
6 Backenzähne; im uapaarigea Zwischenkiefer 4 Schaeidezähue. Im Muschelkalk. 

C^UNenla BreAm, Blankehlchen, Gattnag der Tnrdidae (s. d.). 

Gyaneidae, Familie der Semaeostomeae. Scheibe dick, tie^lappt, nnter- 
seits mit bündelweise vereinigten SenkfUden, Radiärtaschen zu 16, abwechselnd 
gleich, am Ende dendritisch canalisirt. Gattungen: Oyauea P6r. u. Lm,^ Steno* 
ptyeha A(j. n. s. w.* 

Cyanocitta Strickland (griech. kyaneos blau, kitta Heher) , Schopfheher, 
Oattoag der Beben. Schlaakleibige , langgeschwänzte Heher Nordamerikas mit 
inir/em, krifögem Schnabel und mit Federhaubo. 0. oristata StriMtnä, Blau* 
heher. Oben glänzend blau, unten grauweiss. 

Cyanocorax Bote, Blauraben, Gattung der Eaben (s. d.). 

Cyathocrinus Miller^ Becherlilien, fossile Gattung der Haarsterne. 
(Mnong: Tessellata. Vom Silnr bis zum Eohlenkalk. 

Oyatholilhai (griech. kyathos das Hohle, lithos Stein), munschettenknopf" 
ähnüche Bildungen aus Kalk und organischer Substanz, welche in Verbindung mit 
Bathybins aufgefunden wurden.* 

C'yathozeolde, a. Feuerwalzen.* 



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190 



Qrbktez^— Cydorhi^lia Diptem. 



Cybister Curtis, Gattuno: der Schwimmkäfer (s. d.). 

Cychramus Kuij., Gattung der Gl anzkäter (s. d.). 

Cychrus ^a5r.,' Schaufelkäfer, Gattung der Sandkäfer, s. Laufkäfer. 

C^clmdidae (Cyrenidse)^ Funilie der Integripalliata. Schalen gleich- 
klapingi baaehig, frei; Fuss gr(M8, zongenförmig, Mantel hinten verwachsen, Wirbel 
im Alter angefressen. Im Süss- und Brackwasser. Gattungen: Cyclas Brug. 
(Sphaerium Hcop.), Kugelmuscheln; Cyrena Lam.\ Corbicula Meg,\ Pisidiam 
Pfeiff.j Erbsenmuscheln. 

Cyclidimn Ekrmberg^ Oattnng der Ginetoehilina iSlMi. Hattelfilnnige, 
holotriche Infusorien, ohne Tastkörperchen. 

Cyclina h'shaijes, Gattui!<r »Lt Venusmuscheln. Brackwassernnischeln 
von kreisförmigem Umriss, mit langer, hpit/.er Mantelbucht. Die ockergelbe, am 
Band violette u. sinensis Gmelin häu£g au den Strommündungen Chinas. Eiu 
wichtiges Nahrungsmittel der Chinesen. 

Cydobraneliia Cut. (griech. kyklos Kreis, hranchia Kieme), s. Kreiskiener» 

Cyeloeera , Gnipj>e <]er Kurzhörner. Larven mit deutlich abgehobenem 
Kopfe. Familien: Bremsen, Tabauidae; Schnepfenfliegen, Leptidae; 
Holzfliegen, Xylophagidae; Waffenfliegen, Stratiomyidae.* 

GyiMOOonis Dwn. Bibr. (griech. kyklos Kreis, kore PnpUle), Gattung der 
Colubrina innocua. Glattschuppige Nattern mit einreihigen Urostegen. 

Cyclodcrma Peters (griech. kyklos Kreis, derma Haut), Gattung der Lippen- 
Schildkröten (s. d.). 

Cydodus Wagltr, Kreiszähuler^ Gattung der Sandechseu. Der Körper 
mit dicken, rauhen Schuppen bedeckt. Die vier kurzen GHedmasseu fünfeehig. 
Schwanz rundlich. Das untere Augenlid beschuppt. C. gigas, Biesenskink, 
126 cm. Neuholland, Java. 

Cyclogenides Bruch , rundpupillige Froschlurche. Umfasst die Laub- 
frösche und eigentlichen Frösche. 

Cycloidschuppen^ Rondschuppen, s. Fische (KGrperbedeckung). 

Cydolopidoti Af/ass. (griech. kyklos Kreis, lepidotos beschuppt), Rund- 
s c h m e 1 7. s c h u p p 0 r , Unterabtheilung der Schm elzschupper. Die runden Schaj^ 
dachziegelartig übereinander geschoben. 

Cyclometopa, 8. Bogennrabben. * 

Cyclonietra, s. Bogenkrabben.* 

Cyclomyaria (ghech. kyklos Krei«, mya Muskel), siehe Fadenwfirmer oiul 
Tonneusalpeu.* 

Cycloiiassa Swaim., Gattung der Nassidae (s. d.). 

Cyclonenra (griech. kvklos Kreis, neuron Nerv), «. Hydrolden.* 
('yt'lophis Günther (griech. kyklos Kreis, ophis Schlange), Walzenbaum- 
schlangen, Gattung der Nattern und zw^ar der Gruppe Dryadinae, Natter^ 
baumschlangen. Der Körper gar nidit comprimirt. Nur ein Nasoisduld. 
Schuppen glatt und ziemlich gross. 

Oyelophorideö, Cyclostomldae. 

Cyelophorus Monff. (griech. Kreisträger), s. Cyclostomidae. 

Cyelopidae, Familie der Gnathostomata. Fühler des fünften Paaren rudi- 
mentlr; Ffihler des zweiten Paares nidit Bstig , Jene des ersten Paares als Greif« 
arme beim Männchen; Auge einfach, Herz fehlend. Sfisswasserbewohner. Gattungen: 

Cy cl o p s J/'V'V. . O i t }i o n a Baird. * 

Cyclopidea Lmch, .s. Rnderfüsser.* 

Cyi'iopie, Einftugigkeit, findet sich bei manchen Krebsthieren , im e^ 
wachsenen oder im Naupliuszustande. 

Cyclopterus Art. (griech. kyklos Kreis, pteron Flosse), Gattung der Scheiben- 

bäuche (Di-^eoboli) (s. d.). 

Cyi'lorauu Steimlacho r (lat. Kreisfroschj = Phractops Feters (s. d.). 

Cyclorhamphus Tschudi, Gattung der Ranina (s. d.). Kurz- und fladi* 
köpfige Froschlnrche mit OTaler, hinten fixier Zunge, bedecktem TrommelfeU, halben 
Zehenschwimmhauten, ganz glatter Haut, MSnnchen mit Kehlsack. 3 Alien aus 
Südamerika hfkannt. 

Cyc'lorliaphii Diptora. Unterordnung der Zweiflügler, Larven ohne Kopi 
und ohne Kieferkapsel; Tonuenpuppe mit einem Deckel aufspringend, dessen Naht 



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Cydostom— Cymotboidae. 191 

»och an der Larve sichtbar ist. Gruppen: Lausliiegeu, i'upipara Latr,; 
fliegen, Muscaria; Schwebfliegen, Syrphidae.* 

(^clostom (grieefa. kyklos Kreis» stom» Miind5ffniug), die meist kreiBfiJnnige 

Kudöffnung der Infusorien, s. Ciliat« Ehrenb,* 

Cyclostomata , rntoror'liMing der Kr eis wir Uhr. Zellenmündungen weit, 
end«tändig, ohne bewegliche ^Uiiiänge; fossil oder hoclinordisch. Familien: Crisi- 
idüe, Diastoporidae, Tubuliporidae, Lichenoporidae, Frondiporidae 
and Corymboporidae.* 

Cyelostoml, s. Rnndmänler. 

ryclostomidae, Famllir* drr Neurobranchiatu(Pnhnoii!it:t operculata). 
?oha!^ iiif-i->t kpgpliormig, Mündung meist rund; Fühler nicht einstüipbar, an ihrem 
GruBiic Hussi'ii die Augen. Athmen durch ein GefUssnet^ und leben auf dem Lande. 
Otttangeii : Cyclostoma Lam., Kreismandsohneoken; Gyclophorns IfoiUf.i 
" matla^ St/nl.; Helicina ZofM.; Pnpliia Vigv. u. s. w, — IHe aussereuropäischen 
Art«n difser Familie scheidet man in Cy clostomidae im engeren Sinno (Deckel 
aaswenigen Windungen, oben orkip) mit Tropidniihnra Troschel, Chondrcpouia 
L Pfeiffer und Cyclophoudou oder Cyclotaceen Troschel (Deckel aub sehr 
Tiekn Windnngeu, kreismnd) mit Cyclophorus MotUf,, Gyolotns Gmlding u. s. w. 

Cjclotaceen» a. Cyelo8tomfdae. 

Cyclothimis Gray, Untergattung = Myrmidon Wagler, siehe Jlyrme- 
cofiuiKa L. 

Cyclotrichoda, Familie der Infusorien. Peritriche Infui<orien mit kreisel- 
f^migem Körper, mit Torderom Wimperkranz. 
Cyclotns GuHding, s. Cyclostomidae« 
Cfclonm Hass., 0. Alcycnldlldae* 

('ychirfi Harlan, Wirbelschwihi/e, Gattung der Bauraagamen. Mit 
RucktiiKamia, ausdehnbarer Kehie, 5 — 24 Scheukelporen. Auf 3—4 Schuppeureiheu 
des plattgedrfickten Sehwanases folgt immer ein Kng yon Domsehuppen. £aerher u. a. 
C. Harlani Dum. Bihr., der Quirlsch wanz. Centralamerika. 

Cyclo»- aniphigenes, Eikreis und Cyclus generationis, s. Zeugnugskreis. 

Cydimuuites (griech. prächtig), Familie dpr Schmetterlinfre. DickleibigCi 
breitflü^lige, den Tagfaltern ähnliche Schmetterlinge mit koibigen Fühlern. Meist 
grosw Falter. Gattungen: Nyctalemon Dalm. Sftdamerika, Indien. Urania 
tobr. Südamerika. Madagaskar. 

Cydippidae, Familie der Saccatae. Köi-per kugelig bis walzig mit gleich- 
ml^ifr entwickelten Rippen. Magen- und Rippengf»ft5!sp blind endigend. Gattungen: 
Cydippe 6V7.. Eschücholt/i a /.<p»'>\, Pleurobraciü.i Fl-tn* 

Cyduus Fa6r. (Sebirus .f Erd wauzeii, Galluiig der Schildwanzeu (s. d.) 

Cy^nopsis Brandt Qat. cygnus Schwan, grieeb. ops Gesieht), Schwanen- 

ginse, uattong der Gänse. 

Cygnus ^'-li r (s. d.). 
CykIopeii!i>c*h»s ^. Arsres, 

Cylicomaätige:« Bt^hL, Kelchgeissler, Familie oder Unterordnung der 
Plagellata. Qeiwel am Grunde von einem Kragen umgeben. Gattungen: 
Salpingoeca C7*., Codosigu Clk.* 

Cylicozoa aut. (griech. kylix Becher, zoon Thier), s. BecherquaUen.* 

rrllnderepithel, s. Eplthellen. 

Cjrliiiderzellen, s. Zelllehre. 

Cylindre]]» Pfeiffer, Gattung der Stylommatophoren. Ezotische Land* 
Khnecken mit gethflrmter Schale, mit zahlreichen, langsam wachsenden Windungen. 
Cylindrophis WagL Cgriech. Gylindersehlange), Walzensohlangen, Gattung 

der Wi rk^I schlangen (s. d.). 

(ymbium Monff., Kahnschnpck^n , Gattnnfr d»^r Faltenschnecken («j. d.). 

CymbuliidaP, Familie der Flü^'elfüsser (Thecasomata). Schale gallertig 
loiorpehg vom Mantel bedeckt. Gattungen: Oymbulia iVr. u. Less., Tiede- 
nannia Ben* 

Oyniadis Lair,, Gattung der Brachinini, s. LanfkSfer. 

Cjniotkoidae, Familie der Asseln. Mundwerkzeuge kauend oder saugend* 



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192 



Cjrmosoida— Cjrnopitheciiii, 



Kieferfüsse breit, Hinterleib mit breiten kurzen Gliedeni uiid 8childf?)rmiger Schwani« 
platte. Leben frei oder parasitisch an Fischen. Gattungen; Cjmothoa Fabr.^ 
Anüocra Leaehj Alga Leach, Serolis Leach u. 8. w.* 

GymosoldA = Zymozoida, Gtiinrngsthiereheii, s. SeUsomycetes Fr,' 

CfmUB Hhn.t Gattting der Langwanzen (s. d.). 

Cyiudlnras (griech. kyon Hund, aUnros Katze)» .Jagdleoparde, ünto^ 
gattnng von Felif; — Frlis jubatus und guttatus, 8. Felis. 

Cynictis Ogüby, Gattting der Schleichkatzpu. Sehlanke Schleichkatzen 
mit karzea runden. Ohren, abgestutzter Nase, theihveise behaarten Sohlen. Die 
VordnfllBse hiAen 5, die HinterfUsee 4 ZelieB. 38 Zlline. Art: Handsfrett 
(C. penicillatns Curi«r). 50 cm, Schwanz 30 cm. Hellroth. Mit langen schwanen 
Schnnrrhaaren. In den Xiederungen und Stepi)en Sftdafrikas. Nfthrt fflch TOn 
Mäusen, Vögeln. Kerbt hieren. Sehr wild uud bissig« 

Cynipfdae, s. Gulhvpgpen. 

Cyiiips L.f Gattung der Gallwespen (s. d.). 

Cyniptera 2Atr„ a. Chaleidtdae.* 

(^nocephalidae, s. PaTiane. 

Cynocephalus Ih isfton, echte Paviane, Gattung der Paviane. Mit stark 
verlängerter Hundeschnauze, in eine Qunfte endendem Sehwanze. Riesig starke, 
plumpe, gewaltthätige und lüsterne Alien, deren Trupps unter unumschränkter 
Herrschaft starker Anfllhrer stehen. Ghüsert Blfttter, Zwiebel, Insekten bilden üm 
Nahrung. Sie verstehen überraschend Wasser aa&Qffl[>Üren und leiste gezShmt 
in dieser Beziehnncr anf nei«5en wichtige Dien5;te. Arten: 1) Der Haraadrja? 
(Cynocephalus liainadrva^ f^^smarr^i). Ii»') cm (25 auf den Schwan/.). Silber- 
grau, mit langen Burthaureu. Lebt in Trupps von mehr als 100 Stücken, darunter 
etwa 10 alte Männchen. 2) Der Dschelada (G. Gelada Räppdl), Soll Hannes- 
grosse erreichen. In Abyssinien /u Hau^r. Findet sich in einer braunen und 
einer schwarzen Spielart. 3 — 4 alte Männchen beherr>elien einen Trupp von bis 
4U Stücken. Mit den Hamadryas leben sie in beständigem Kampfe. 3) Der Babuiö 
(C. Babuiu Desmarest). 115 cm (50 auf den Schwanz). Mit tief ausgeschuitteaen 
Nasenflügeln. Graulichgelb. Abyssinien bis Mozambiqne. Ist der gatmftthigsto, 
am häufigsten zu uns kommende Pavian. 4) Bärenpavian (C. porcarius 
marf^si). 120 cm (45 auf den Schwanz). Auf jeder Seite der Schnauze 3 ti-f* 
Furchen. Bräunlichgrau. Gef^ssschwielen kloin. Im Capland. Von den Eiug»*- 
borenen sehr gefürchtet. 5) Sphinx- Pavian (0. Sphinx Iiiiger). Kleiner, aber 
kraftiger als der Torige. Augen sehr klein. Bothbraan. In denselben Gebirgs- 
wSldem Westafrikas. Die 3 letzten Arten tragen den Schwanz in gehobenem Bogen. 

Cjrnodnntia, s. Anomodontia. 

Cynoyale Omt/, Gattung der Schleichkatzen. An die Büren gemahnende 
plumpe Sohlengänger mit halb zurückziehbaren Krallen, uackten Sohlen, mit Papülea 
besetzter Zunge. Art: Mampalon (G. Bennetti). 58 cm, Schwanz 18 cm. Brmnert 
in seinem Aeus.seren an den Dachs. Hat einen Schnurrbart mit langen steifen 
Borsten. Gell)lichbraun. Sumatra. Borneo. Fahndet an den Bach« und SeenfeiB 
nach Fischen, Krebsen; Manzen, Vrigiln. vei-schiedenen Früchten. 

Cynomys l^agner, (iattnng der Eichhörnchen. Zieselart.ige Nager mit 
grossen Backentascheu. Bellen huudeartig. An: Prauiuuuud {C. ludovicianu> 
Owen), 35 cm, Schwanz 7 cm. Hell rOthlichbrann mit einigen dunUen Haaren, 
tmten sohmutzigweiss. Wie der Bobak die Steppen Asiens bewohnt er die Prairie 
in grossen Gesellschaften, weithin seine Erdhaufen in einem Zwischenräume von 
kaum 0 m errichtend. Theiit seiueu Bau mit der Klapperschiauge und der Prairie* 
euie. Hält Winterschlaf. 

CynonyeterisPtf^m, N ach thnnde, Gattung der fmchtfressendenFleder 
mäuse. Gebiss wie bei Pteropus. Schwanz kurz. Der Daumen ist in der Flog* 
haut eingeschlossen. Schnauze nicht yerlängert. G. Geoffroyi P^rs* Granbraiuii 
unten weisslich. Aegypten, Nubien. 

Cynophb Gray (griech. kyon Hund, ophis Schlange), Gattung der Nattern 
and zwar der Landnattern (Golnbrinae). 

Cynopitheeini» Hundsaffen, ünterfamilie der Schmalnasen (s. d.). 



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Cyuopithec US — C y ^ 1 1 g 1 1 u t hus. 193 

CjrBopithecus h. Owffr, (grieoh. kyon Hund, pithecus Affe), üntergattang 

TOD Cynocephalus Jiriss. 

Cynopoda Gnui Cgriech. kyon Hund, pous Fus«). Abtheilung der Sohleioh- 
katzen mit C. cyuüpoda Uray, huudsfüssige Schleichk|a tze. 

Cynopterus Cuvi^r^ Gattung der Flughunde. 
Cjnthia Sav., %, Ascidiidae. 
Cjrphobalaena, s. Balaenopterina. 

Cyphodorin Srhlxmhpnfr , Gattung der £uglyphinae. Wurzeifüsser mit 
iiogüch retortenformiger Scliale. 

Cyphon Payk, Gattung der Cyphonidse (s. d.). 

Cyphonidme, Familie der Pentamera. Die llgliedriffen Fühler entspringen 
dicht TOr den Augen; die Hüften in Form <;rosser. aiu-inaader geiiohteter Zapfen, 
öattün^ren : Cyphon I*'ii/k. Scirt»»s ////'/.. Da seil luv Latr. u. 8. W. 

Cypraea />., Gattung der Porzellanschnecken (s. d.). 

Cypraeidae, s. Porzeilanselineeken. 

Cjprina Lam.. s. Cyprinidae. 

Cyprinidae, Familie der Integripalliat a. Schalen gh'ichklappig. LrrstrHckt 
oder oval, geschlossen mit 2 — Schlosszilhncn ; Fuss kegelförmig. Mriiitelrund ge- 
franst, vorne weit klalfend. Gattungen: Cyprina Latn., Isocardia Latn. mit 
L cor Lam., Ochsenherz.* 

Cyprinodon I.'icfp., Gattung der Zahnkarpfen (Gypronodotttidae) (s. d.). 

( .rpriuodoiitidae, s. Zahnkarpfen. 

(yprinus XUss., Gattung der Weissfische (s. d.J. 

Cyprlü JlüUer, typische Gattung der Muschelkrebse (s. d.). 

Cyprislarre, >. Xiischelkrebse.* 

Cyproideae M. E<iir.. s. Mnachelkrebse. * 

Cypselldae» s. Sesrler. 

Cypselomorphae (^Macrochires), Mauerschwalhenähnliche. Ordnung 
der Vdgel. Der Schnabel ohne Wacfashant, entweder kurz und breit oder dünn 
lud lang, die Hand Ulnger als der ünterunu Die schwachen Füsse entweder 

fCiAmm^rfüsse oder Gangfüsse (aber zum Gehen kaum verwendbar). Xosthocker. 
Familien: N acht. schwalben (Caprimulgidae), Segler (Oypselidae), Schwirr- 
rügel (Trochilidae). 

Cypselus lUig., Gattung der Segler (s. d.). 

Cyreiia Lam., Gattung der Cycladidae (s. d.). 

Cyrenenkalke, s. MuHchelthiere« 

t'yrenidao = Tyrladidae. 

Cyrtia Dalman (griech. kyrtos gekrümmt), ausgestorbene Gattung der 
Brachiopoden aus der Familie der Spiriferiden. Silur bis Trias. 

VyriMtM Haeekelf Kegelstrahl ige, Familie der Badiolaria MBUer, 

Wurzeifüsser, deren Skelet eine Gitt« r>chale mit konischer Grundform. 
Cyrtocalpis flaeckel, Gattung der Cyrtidao. 

Cyrtoceras Gohlfuss (grieoh. gfkriiinmlMs Horn), ausgnst < o Im ih' (Gattung der 
Cephalopoden. Silur bis zur Kohlen formation Europas und Nordamerikas. 

Cyrtopogon Lötr, Gattung der Baubfliegen (s. d.). 

Cyrtostornnm SUin, Gattung der Parameeina. Eiförmige holotriche In- 
fbsorien mit 2 Reihen stabartiger Zähne. 

Cystira, s. Bandwürmer und Blasenwttrmen* 

CysticercaSy s. Baudnürmer.* 

I^tttd, s. Heosthlmhen.* 

Cystidea Buch (griech. kystos Blas»', eidos ähnlich), s. Beutelstrahler* 
Cystignathina , rntt-rfamili»' der Ranida (s. d.). Ohne Ohrdrüsen, mit 
liicht verbreiterten «^n^rfortsätzen dfs Sacralwirbols, freien Zehen. Gattungen: 
Cy stignathus, Pleuroderma, Bubouias, Li muodynastes, Crinia, Ca- 
marolins, Entomoglossns, Gomphobates, Heliorana, Mixophyes, Platy- 
plectrum, Phrynopns. 

Cystignathus Wagler, Gattung der Cystignathina (s. d.). Froschlorehe 
mit fr^^ien. bisweilen mit ganz kurzen Schwimmhiluton vorbundeiu-i) Zr'hen . rnnd- 
lichovaier. hinten tief eingeschnittener Zunge, mit Vomerzähuen , ohne Ohrdrüsen, 
Ka»«er, Budwörterbnch der Zoologie. 13 



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194 



Cystoblastus — C^lostomft. 



mit glatter oder schwach runzliger Haut, ^^tt »7 Arten. Art: Gefleckter 
Pfeifer (C. oet llatus Linw). ocm. Ueber den ßiicken vorlaufen 7, längs der 
Seiten 2 « rliühte Hautleisten. OVinn olivoncrrttn mit braun* ti und weiss;Tfe!}>eii 
Linien, unten gelblich mit schwarzen I'unkteu au der Kehle, grüngruueu undnchwän- 
lichen Flecken an den HinterBchenkeln. Legt an den Tümpeln etwa 30 cm tiefe 
si liusselfbrmige, durdi einen Erdwall abgesperrte Vertiefungen an. In di' SHi 
Miniaturteichen laicht pr und machen die Kaulquappen ihro Metamorphose durch. 
So dass sie dann bei Eintritt der Ke^'eiizeit schon ziemlich -nnss in die grösseren 
Gewässer gelangen. Seine weithin hörbare Stimme erinnert au die AxtschUge der 
Zimmerleate. Der Rnf desO. m^stacinne BummnUt gleioht rasch nacheinander 
anflgestofisenen Pfiffen des Glanadioms. Central- und Südamerika. 

Cystoblastus FottorlA, ausgestorbene Gattung der Haarsterne. Unter 
siinr (Russland). 

rystofliip:<*llHttt tgnech. kysns Zelle, ihit,'ellata), s. Leuchtthierchen. 

Cyi^toopäiü Wagener, Gattung der Nematoden. Afterlose Fadenwürmer, 
die Minncben fadenförmig, die Weibchw eiartige Blasen. Leben paarweise in ge- 
meinsamer Cyste unter den Brostschildern des Sterlets. 

Cytophon Haeck. (griech. kytoe H(^hlang, Haut; fero trage), siehe lUdie- 
laria yfiüL* 

Cystophora Nü^soHf Blasenrobben, Gattung der Robben. Flossen- 
füsser mit oben 4, nnten 2 VorderzShnen. Die Männchen besitzen einen in der 
Erregung anfblUhbaren Sobnanzenanhang. Arten: 1) Seeelephant, Rüsselrobbe 
(C. proboscidea A%ÄOw). An 8 m. Die grösste Robbe. Meerfarben. Die MännoheD 
können ihren Nasenanhang zu einem lanpren Hnssel ausdehnen. Zwischen 'i'). und 
02. südlichem Breitegrad. Nähren sich von Fischen und Sepien. Wurden ma^- 
weise gefangen und getödtet, besonders auf den Kerguelen; sind jetzt dem Aw* 
sterben nahe. 2) Klappmiltze (C. cristata Nilssou). 2 m. Die aufblfthbare 
Bla.se liegt im Zustande der Rnhe auf dem Scheitel. Von Neufundland bis GtQd* 
iand. Fahlgrau mit dunklen Flecken. Wandert im Frühling nach der Küste, am 
ihr Junges zu werten. 

Cystosoma Wethe., Gattung der Singzirpen (s. d.). 

Oystotaenia Leuek., Gattung der Taeniadae. Bandwürmer, die als Larven 
Blasenwtirmer mit an der Embrjonalblase selbst entstehenden Köpfen Torstellen. 
Hierher ilie bekanntesten Arten: Taenia solium. Taenia mediocanellata. 
T. serratu (Hund), T. coenurus (Hund), T. crassicollis (Katze), T. crassiceps 
(Fuchs) u. s. w. 

Oytaeidae Agass., Unterfamilie der Margelidenmednsen. 4 einfsdier 
nicht verästelte Mundarme. 

Cytacis Encfisch., Gattung der Cytacidae. 

Crtherort, g. Vennsitinxcheln. 

Cytobla^lcn, O rundsubst a ii /. . I nterceiluiarsubstana. 
CytoUlastus JlaeckH = Zellkern. 

Cytoisormi, Zellenstöcke, Zellfusionen, entstanden dnreb Wiederrer 
schmebning getrennt gewesener oder theilweise Theilnng solcher Zellen. 

Cytode E. Ha-cl-el = kernloser Element aror>,'anismus. 
Cytoplasma KöUihr (Sarcode Dujardin, Bioplasma Ji^ah . Pn » 
plasni ! f'- f>ial\, U. .V(7/r///r^'), Zellenschleim, Zellenstoff, Urschleim, s. Protoplasfluu 
Cyto&tuma Jiaecktl =z Zellmund, 



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Dab eomBum— Dactylomys. 



195 



Dab common heisst in England die Kliesche (Pieuronectes iimands L.) 

eine Si-hollr-jiart. 

Daboia Gray, Gattung der Viperidae. Am Uusseren Räude der Brauen 
ttD einfaches oder jBfetheiltes Schild. Hierher: D. elegans Gray, Kettenviper. 
Bis 2m lang* Indien, Slam, Java, Sumatra. Siedelt sü h anoh in den mensdh* 
liehen Wohnungen an. Mohr gofüichtet als die Brillenschlange. 

Daeelo LeneU = Halcjon Üwaina*, Gattung der Eisyögei. 
ÜAchratte, n. üuh, 

Oaehsehwalbe = MehlBehiralbe (Ghelidoo). 

Dach«ie, Meies. 
Dachshund, Haii^hnud. 

Bachsspitz Füzinyer. Jetzt sehr üuittin zu findende Kreuzung des Hei de n- 
liB&dee mit dem krummbeinigen Dachshund. 
Dttchrieipelflchupper = Denaophis Fetera. 

DMftididae Cabanis, <. Caerebidae» 

Dttcnitidae Ihijardin (griech. dacno beisse), Familie der Fadenwürmer. 
Der senkrechte oder quer liegende Mund banchstllndij». Oattiingpn: Dacnitis 
Oujard. mit grossem senkrecht liegendem Mnnd, kugligem Kopt , zwei fleischigen 
tippen. D. globosa I>u;ar(i. im Darm der Bachforelle. 0 p h i o s t o m a i^t4^/o//>/u 
I it querem Mund, zwei ungleichen Lippen. 0. mncronatnm RwMphi in 
Fiedermäusen . 

Dactylethrida (griech. daktylethra Handschuh). Faniilio der zungenlosen 
Frosch iure he (s. d.). Flachköpfi^e, froschähnliche Lärche ohne GaumenzlUi ne, 
mit Zähnen im Oberkiefer und Zwi.schenkiefer, ohne Ohrdriisen, mit nicht sieht- 
barem Trommelfeilr freien Fingern, mit breiten SchwimmhAnten Terbondenen Zehen» 
von welchen letzteren die 3 Innenzehen spitze Krallen tragen. Gattung: Dactj» 
lethra Cwri^ (Xenopn<? IVaglei-, Leptopu^ Muyer) mit den Arten: 1) Krallen- 
fr^^ch (D. laevis Wayler)\ 2) t). culcaraLus /^m^äA. l'eiern. Beide in Südafrika. 
. Silur an a, als eigene Gattung aufgestellt, ist die mit langen Oberkieferbarteln 
renebene Laire von Dactylethra.) 

BaetflM Wa^, M, Blagenanoll* 

Dactyloceros Waytur (Platyceros Hayner, Dama //. 6'm.) (griech. daktylos 
Finger, oa Saum), Damhirsche, Gattung' der Hirsche. Zweihufer mit rund- 
liehen, oben schaufeiförmig endenden Geweihstangen mit einer nach vorne ge- 
richteten Augen- und Mittelsprosse, mit 82 Ztthnen, ohne Eckzähne, mit gut ent- 
wickelten Thrftnengraben. Die Endschaufel ist nach oben nnd hinten zerschlitzt. 
Art: Dam- oder Tannenhirsch (D. Dama ^rooA- s). 180 cm, 100 cm hodi. Rost- 
rCthlich im Sommer, graulich im Winter, mit hellen Flecken. Das VVeibclien tragt 
ß Monate und wirft 1 — 2 Kälber. Es zieht parkartige Auen dem dichten Wald 
vor, den es nur im Sommer aufsucht, um den Fliegen und Mücken zu entgehen. 
In den Mittelmeerlftndeni. 

Dactylocnemis FUzinjfer, s. Nanltlnns Gray, 

Dactylorotylo r. Bfn., Gattung' der Trematoden, aus der Familie Octo- 
cotylidn. Am Hintercnde de.s Kür|ler^ <S gestielt»- Saugnäpfe. 

Dacty ioiiiys Geoffr., Fingermäuse, Galtung der Trugratten. Sciiiuuke, 
Uemohrig» , grobbehaart« Nager mit vierzehigen, stark bekrallten Vorderfüssen, 
langem, feinbehaartem, beschupptem Schwanz. Arteni 1) Grosse Fingermaus 
'D. typus Geoffr.). 28 cm. Schwanz 34 cm. Fahlgelb schwarz gesprenkelt, unten 
weisslich, Schwanz braun mit weisser Spitze. Auf Büumen nm Rio Nen-ro. 2) Breit- 
krallige Fingermaus (D. amblyonyx Waynn-). Kleiner. Sämmtiiche Nägel 
der Vorderfusse und der 4. und 5. der Hinterfüsse verbreitern sich nach vorne. 



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196 ' Dadylopodit-^-DaptioiL 

Olivenbraun, schw.ir/. posprenkelt, unten oek II«. Auf Bäumen in Sancto PaulOi 
klettert sehr gpw.'nidt. samTnr>!t verschiedene Früchte iu Höbiea. 
Dactylopodit, s. Schaleukrebse.* 

Dactyloporella GümM, Gattung der sog. Dactjloi)oridae ZUM. 

Dactyloporon (griech. Fingeisallen), Röhren/,« 11« n der Dactylozoiden.* 

Dttctyloporidüe Zittt-? , bis vor kurzem als Familie der Forarainifera 
impf i f"' n a betrachtet, wahrscheinlich aber den Algen beizuz füllende Organismen. 

liaf tyloptcrus Lac^p., Flughähne, Gattung der Panzerwangeu (s. d.j. 

Dactylopyrus Dies., Gattung der Gyrodactylidae. 

Dactylosoide (daktyloa Finger, soon Thier), mnndlose Tentakelthiere der 
Hydroco ralliae.* 

D'ihpl 1> iT'.n Dämling) — Damblrsch, s. Dactyloceroa« 

Dammerunghlulter, Creinj-cuhiriii, s. Schwärmer.* 

DftinaieniBfsaeliwallben, h. Chordeiles. 

DAmmemn^sthiere, s. ThiergeograpUe (Lebeasbedingangen). 

DAnlsehe Dogge, h. Doggen. 

DlBlgeher Hvod, b. Hanahni. 

Dftaisehes Sehaf, Kreuzung nordischen KurzschwanzBohafes mit 

dem deutschen Heide^^rhaf. Die Widder bftufig mit 4 Hörnern. 

Üaflia Leachf Pieiischwanzente = Anas acuta, Spieasente, nehe 
i:iuten. 

Dagcr — Dolüe. 

Dakosanms H. v. M., ausgestorbene Krokodilgattung der Gruppe Amphi« 

cuelin Oucn. 

Ibihnfniiiift Roh. y-z Myopa punctata Fabr,^ Blasenkopffliege. 
lIuliiuitiniHC'lie l)<)g^:e Tigi^rhund. 

Dalmatinischer Uülinerhunu (Cattuuhund, bengalische Bracke, ra- 
gusanisehe Bracke), dem gewöhnlichen Tigerhund &hnli<m und oft mit ihm Te^ 
wechselt. Glatthaariger, langohriger Hund, auf weissem Grund mit kleinen brannfli 
oder schwarzen Rnndflecken dicht gefleckt. 

Dalopliia (hatf, (Tattnni^ der Lepidosteruidae Gray. Afrikanische Echsefi 
mit bloss einem Kopfschilde. 

Daltoiiismtis, Farbenblindheit. 

Dama If, Sm. — Ouetyloceros (s. d.). 

Damaens r f . Koch, (lattnncr der Hornmilben (s. d.). 

Damalig //. >m. = Bubuli^ Uchtentifein. 

Danialis Sund = Bos olaphus //. iSm. 

Daman, Cap'scher Klippdacbs = Hyrax capensis. 

Dainenpferd, ». Pferd. 

Damhiriiche, s. Dactyloceros. 

Damm, Mittel fleisch, perineum, heisst bei den Saugethiereii die Ver- 
bindungsbrUcke zwischen After einerseits und Hodensack, resp. Scheide andererseits. 
D a ni ni 1 n II f e r . N • ' o r i a Latr^ b. Laafklfer (Elaphrini). 

Daniiiirifl'. >. Korallen. 

Daiia'ülae, Unlerfamiiie der Nymphalidae. Sehr artenreiche (»ruppt de: 
Tagfalter mit Torherrschend grossen, lang gestreckten Faltern. Die Dorsalrip}»'^ 
der Vorderflügel wm /. lu iii ts gegabelt. In Europa nur die Gattung Chrysippus: 
d]o meisten Arten in Indien. Die eigentlichen Dana'iden, deren Milnnclien blt-iiT^ 
Erhabenheiten auf der Mitte des Astes nnd der Hinterflügel zeigen, weisen weit über 
-UU, die Heiicüuiden gegen -itJU Arten auf. 

Dants Grap^ a. Ursna. 

Danta (Arti, Tapir, Tapirete, Maipars, Meripuri) = ameri* 
kani scher Tapir. 

Danverj« SVithe, Kreui^uug wi i-ser DorkingUühner mit gt llirMi CochiiiN 

Dapediiis Ai^ass., fossile Gattung der Lepidostoidei. Mit langer Bücken- 
und Afterflosse, spitzen Zfthnen. ImLias. S.DapedidaeanterFtscheCausgestorbene). 

Dnphnidae, s. Calyptomera und Wasserflöhe. 

Daption Stephens (griechisch dapto zerfl- ischn) . Tn nhensturmvi>gel 
Gattung der Sturm vTigel. Sohr kräftige Vogel mit kurzem, hinten breit^'Q» 
Schnabel, grosszehigen Füiseu, breiten Schwimmhäuten. Hierher: D, eapensi» 



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Dam— Daflypvi*' 



197 



Sleph*'H'i — Procellaria capensis L,, Oaptaube. Im aüantii>ehen Ocean, 
stetester Begleiter der Schiffe. 

Darn, Darmcanal, Barmrohr. e. TerAftniBfforgaiie* 

Darmbein, os ilei, s. Wirbelthiere und Slllfetblere (Sicelet). 

DarrnbewegunfT, s. Yerdttunngsorgaiie. 

Darmblatt, a. Keimblätter. 

Darmdrüsen heissen im eueren Sinne die im Dienste der Verdauung und 
Resorption .stelien'L n Drüsen, s. ^ erdauoilgBlirgaiie, 
DarmdrOseiiMntt, s. Keimblätter. 
Darmfaserblatt, s. Geflssblatt und Keimblätter. 
IMrmftiTelie = Damrimie« 

Darmkiemen, s. Kiemea« 

Darnilarve, s. Oastrnla. 

Darmlose Thiere, 8. Coelentorata. 

Dannrinne, s. Keimblätter. 

Barmrohr, Mundrohr, s. Yerdannngsorgane. 

Daritisaft, succus entericun, h*''i«t dip Absonderung der Darmwandung 
and ihrt r Li^b<^rktVin^ fachen und hrunuvi sehen Drüsen, s. Yerdauungsorgaue. 
Darmschleiiu — Duruii^aft. 

narmthiere, Metazoa nennt Haeekd (die Deacendenten der hypothetischen 

Gastraea) alle Thiere mit Ausschluss der ürthiere. 
!)ariTitrirhino. Trichinen. 
Darmverdauaug, s. Verdau angsorgane. 

Darmaotten, villi intestinales, kleine Schleimhautfortsätze des Dünn- 
dannes, vor VerpiüsscniDg st iiu r Resorptionsoberfläche dienend. 

DarwfnVfhe Theorie, s Sf>leetlonsth6orle* 

Darwiuisnia8, s. SeleetiouKtheorle« 

DaseUlus Loh*,, Gattung der Cyphonidae (s. d.). 

Dasjespiss (Dassispiss, Hyraceum), dem Bibergeil analog* - Seent 
ier Geildrüsen des Klippschliefers. Bei geschlechtlichen Krankheiten der Frauen 
amieilieh verwendet. 

Dasmia /.Wtr. u. Haime, fossile Steinkorallen. 

Basselbealen, . 

Dasselfllegeo« f 8. BlestUegen. 

DasHeln, ^ 

Dasycliira 6leph., üatiun^' der Bpinner (Liparina) (s. d.). 
OasypeltLs IVagUr, einzige Gattung der Rhachiodontidae Gthr. Schlangen 
Sod' und Westafrikas. 

Dasjpoda Latr., Hosenbienen, s. Blumeuwespen. 

Dasyprocta Iiiiger, Gattung der Halbhufe r. Hasenähnliche, aber hoch- 
^'einige Nager mit bloss 3 Zeh»'n an den Hinterfüssen, Artf»n : 1| Geraeiner 
Agati (D. aguti Desmartst), 50 cm. Das straffe glänzende Haar ist gelb und 
^wan geringelt und wird im Zorn aufgerichtet, während das Thier mit den 
Füssen stampft. Lebt vorzugsweise an Flussufem und warmen Qebirgsthälern von 
'^'xioo bis Paraguay. 2) Akutschi (D. Acuchy T)*'smaresi). 55cm, Schwanz 
-Ml. Kastanienbraun, auch ganz schwarz, unten röthlieh oder gt'lb: der dünn«* 
JJchwanz weis» behaart. Süd- und Centraiamerika. «3) .Schopfaguti (D. prymno- 
lopha Wagler). 40cm. Schwarz mit Goldgelb und Braun; am Hinterkopf und 
&äeken lange schwane Haare. 

DasyprootiAA Waierhom*', Familie der Histrichida WaUrh, Kit den 
Gattungen: Dasyprocta Iiiig., Coelogenys Cuv. 

Dasypu8 fAnn/\ Gattung" der G ü r t e 1 1 b i e r e. Mit festem Knc^benschild 
■i«r Schulter- und Kumpfregion und beweglichen, breiten Kuochengürteln in 
der Mitte des Bumpfes. Arten: 1) Riesenarmadill, grosses Gürteltbier 
ID L'iiris CMc»>r). Im, Schwanz 50 cm. Mit oben jederseits 24 — 26, unten 
jt^lerseits 22—24 comprimirten kleinen Backenzähnen, 5 Vorderfüssen, mit nnregel- 
missigen Knochentafeln am Kopfe, einem Hüftpanzer mit 1<) -17 Reihen nnd 
12—13 beweglichen Rückeuknochen binden. Ueberall zwischen den laleln kurze 
Bontenhaare. Sdiwarz; Kopf, Schwanz und der Rand des Uückenpanzers 
gelbliehweiss. Bewohnt trockene Wälder. Sttdamerika. 2) Nacktschwänzigea 



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108 



Basypyga— Daudebavdia. 



Gürtelthier (D. gymnurus Illiger) — Xenuru*^ Wnghr. 43 ein, Schwanz 
15 cm. T 5^Shne jederseits. 12 — 13 bewegliehe Kiiochengürtpl. Brftunlichgelb. 
Peru, Brasilien, Paragii.i\ . «iuiana. 3) Zottiges (i iirteithier (D. villosus 
Desmarest), Borstengürlelthier — Euphractus Wagner, Mit 6 — 7 beweg- 
lichen Gürteln. Mit langen braunen Haaren. In den Pampaa. 4) Sechsgürteliges 
0urtelthier*(D. sezcinetus JJrnii), 60cm. Sehr pliinq» gebaut. Jederaeiis 

Zähne. Mit 6—8 breiten Knochengürieln, breiten Kopfschildem. Bräunlichgelb. 

5) Kngelgürt' Ithier, Apar (I). tricinctus Illiger). 45cm. Dunkelbleigrau 
oder bräunlich. Mit fünf/.» hi</en Vorderfüssen, 7 Zähnen jederseits, 3 beweglichen 
Knochongürteln. Rollt sirh v.u < iiier Kugel zufsammen. tritt mit den Krallenspitzen auf. 

6) Drei/.ehiger Ruiltatu [D. cuuurus Geoffroy). 30 — 40 cm. Von den 4 vorderen 
Zehen eine rudimentär. In den Pampas von Buenos- Ayres. Beide letztere Arten 
gehören der Untergattung Tolypeutes lUiffer an. 7) Neungllrteliger Tata 
(D, novemeinctus Linne) = Praopus .ff^metif^r. 30 cm, Schwan» 80 cm. Mit 

yierkralligen Vorder-, fünfkralligen Hinterfüssen, 4" rundlichen Backenzähnen, 8—9 
(auch 10) beweglichen Knochen^irteln, der Schwanz mit 12 — 14 beweglichen Gürteln. 
Sehr häufig; frisst auch Vegetabilisches. Sein weisses Pleif^ch wird gerne gegess«ü. 
Guiana, Brasilien, Paraguay. 8) Kleines Gürtelthier (^D. miuutus Desmare^). 
25 cm, Schwanz 7 cm. Die sämmtlichen Schilder des Schnlterpansers sind recht- 
eckig; der Schwanz ist mit ringförmigen Schildern bedeckt. Dunkelfarbig mit 
iM'lh'M Zuischenparti» 11. Alle Gürtelthiere sind stumpfsinnige, einsam lebende Thiere. 
die sich von Amei.<$c'n, Termiten, Würmern, Früchten, Aas nähren und den T&g 
über verborgen bleiben. 

Dasypyga V. Carus (griech. dasys behaart, pyge der Hintere), Qmppe der 
Menschenaffen ohne Gefässschwiclen, Die Haare am Oberarm nach unten, am 
Unterarm nach oben gerichtet. Mit den Gattungen: Troglodytes Öeoffr,, Go* 
r i 1 1 a Is. Gmffr. , P i t h e e u s Geoffr, 

Dasyarida, h. Beutel niarder. 

Dasyurus Oeoffroy, Gattung der Beutelmarder. Kräftige Beutler mit 
kegelförmiger Schnauze, niedrigen Beinen mit starken Sichclkrallen, nackten SoUea, 

Schneide-. 4" Eck-, ^ Backenzähnen (tt)- Arten der Untergattung Saree- 
philus r?/r/V/-. Diabolns Cray (gedningen gebaut, Kopf kurz und breit. Hinter- 
füsse daumeulö^i: 1) Beutelteufel, Devil (1>. ursinus Geoffraij). 00 cm, Schwanz 
30 cm. Schwarz mit weisser Bnistbinde. Ein hässliches, plumpes, wülhend zorniges 
Thier, das die Hühnerstftlle der Ansiedler brands^atzte, bis es yor der eifrigen 
Verfolgung mehr in die unzugängliche Wildniss sich zurftckzog. Wird gegessen, 
Vjuidiemensland. 2) G» flrckter Beutelmarder (D. raaculatus Gray). 50cm. 
Schwanz 40cm. — Dm- Untergattung Dasyurus Geojfr. (schhanker, mit langem 
Schvvuii/>e): 3) Tüpfelbeutelmarder, Zibethraubbeutler (D. viverrinus 
Geoffr.). 40 cm, Schwanz 30 cm. Ohne ftusserlichen Hinterdaumen. Fahlbraon, 
unten weiss; oben weiss gefleckt. Verbirgt sich den Tag üb^ in Fekenlöchera, 
Baumhöhlen. In der Nacht sucht er am Meeresstrande nach ausgeworfenen Thieren. 
Kerfen, kl^^inen Saugern und Vögeln. Neusüdwales, Vandiemensland. 4) D. hal- 
Inoatus GoukL Kleiner. Dunkelbraun mit gelben Sprenkeln und weissen Fleckeü, 
unten weiss. Uit Hinterdanmen. Schwanz dunkelbraun, an der Spitze schwär». 
Nordaustralien. 5) Geflf^ckf» r Raubheutier (D. maculatus Grrojf). üeber 
60 cm, Schwanz 50 cm. Weibchen mit G im Kreise angereihten Zitzen. EastaiÜMt' 
braun mit weissen Flecken (auch am Schwänze). Vandiemensland. 

Dattel (Olive, Walze, Oliva Brug.), Schueckengattnng der Oli vidae (s.d.V 

Dattelmuschel = gemeine Bohrmuschel (Phylas dactylus L-^- 
8. Bolumuficilielii. 

Dattolo di pietra heisst auf den Märkt^ i v *a Triest und Venedig 
Meerdatt« 1 1 Lit hc doinns lithophagus L.), eine Miesmuschel. 

Daubentonfn. >. Chlromy». 

Daubentoniada Gray = Leptodactyla Ulig,^ Glirismiae Uahlb,, Gliro* 
m 0 r p h a Cuv., s. Cliiromys r«r. 
Bradebardla» a. Agnatha* 



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Daoergebias— Deckeltaabe. 



199 



Danergcbiss, s. Säagethiere (Vtii-Uauungsorgane). 
Danmen, pollnz. s. Sangethler« und T4lfel (Skelflt). 

Daanieiinisspr, s. Didelphj«!. 
Dmw, Pferdeart, h. Equas. 

DftTMtkarfe, Harpa ventricosa Lam., s. HarfMBolmeekeii» 

DttTidsonia , Gattung der Brachiopoden. Mit Scbloss und an andere 

K^rppr angewachsener Bauchschale mit Schaleneindrücken, welche auf spiralig auf- 
gerollte Arme schlip«:.sea lassen, wahrscheinlich ohne Kalkgerüste. D. Verneuilii 
ßouchard. Ocvoinscii. 

Dmiceru BlainvUle (griech. Zehnhüruige) = DeoupoJa LmcA. Sammllich 
mit Sehale und seitliohen Flossen, mit 10 Armen. Zerfallen in Myopsidae and 
Oegopsi dae. 

Deeacrenidia Bronn. (Ji-lvas /Am. kreniä Quell), s. elf entliche Seewalsen.* 

Dee-actinota Hafch. , Zehnstrahler. Jene org:ini??ehe Grundform^ welche 
slereomptrisch durch dio zohn'^eitij^e reguläre Pyramide ausgedrückt ist. 

Decapitution neuut mau die Lostrennung und Neubildung von Tabularia* 
Hydranthen nur Zeit der Reife. 

Deeapoda, Unterordnung der Dibranchiata. 8 Anne und 2 zwischen 
i"-iM 3. und 4. Armpaare stehende, meist an der Spitze bewaffnete Fangarmr»; 
Saugüäpfe mit Homringen, gestielt: Kf^rpor lang, mit innerer Schalo, mit Flossen, 
Mood mit Buccalhaut, Mantel mit Schliessaparat, Eileiter meist unpaar; Nidamentai- 
drfisen gross; Trichter hftnfig mit Klappe. Familien: 1) Belemnitidae, 2) My- 
opsidae, 3) Oigopsidae, 4) SpiruHdae.* 

Decapoda Latr., Ordnung der Schalenkrebse. Ausgezeichnet durch den 
srrcssfn, Kopf und Brust umschüpssondnn Cephalothorax, der oft gewisse Kegionen 
durch Falten und Gruben erkennen lässt und auf den Seiten die Kiemeahöhlen 
«insdtliesst ; dagegen fehlen Kiemen am Schwanzende. Selten bleibt das letzte Brosts 
vrgment frei. Der Kopf trlgt meist nach vorne eine» Stachelfortsatz (Rostrum); 
an den Seiten stehen die gestielten Augen (daher Podophthalmata imt.). Der 
Hinti^rlHb ist -s^hr ver^ - hieden ausgebildet. Bei den einon (Macrur a) ist er gross, 
harthäutig und worngsiens beim Männchen mit 5 Fusspaaren, Schwimmtuss und End- 
flösse versehen; bei den anderen (Brachyura) ist er weich, fast fasslos, besitzt 
keine Schwanzflosse tmd ist als breite (Weibchen) oder schmale dreieckige Platte 
(Mämichen) nach einwärts gebogen und unter das Kopfbrustschild zurückgeschlagen. 
Die vorne am Kopfe sitzenden inneren Fühler bestehen aus einem dreigliedrigen 
SJchaft und 2 oder 3 vielgliedrigen Geissein; sie sitzen manchmal in besonderen 
Graben (Brachyura); die äusseren Fühler entspringen an der Mundplatte (Epistom), 
Dnd besitzen einen Schuppenanhang, sowie am Omnde einen Höcker, anf welchem 
die Fühlerdrüse ausmündet. Die Oberkiefer sind sehr verschieden ausgebildet und 
bilden mit bezahntom (Brachyura) oder gabelspaltigem Vorderrande; sie besitzen 
meist zwei* oder dreigliedrige Taster; das 1. Unterkieferpaar hat 2 Laden und einen 
ttnfachen Taster, das 2. hat 4 Laden und neben dem Taster noch eine borsten- 
umgrenzte Athemplatte. Die daraafifolgenden 3 Kieferftisspaare besitzen je «inen 
fieisselfortsatz (Palpus flagelliformi^. Die Brustsegmente, welche auf derBauch- 
s*'*.T'-' manchmal zu einer festen Bauchplatte verwachsen . tragen Paar ziemlich 
grosse siebengliedrige Beine mit Scheeren, denen also neben der Bewegung auch die 
Vertheidigung obliegt; die beiden letzten Paare können übrigens auch fehlen 
oder wenigstens ra£mentBr erseheinen Die Bewegung erfolgt durch Sehwimmen, 
(rehen und Laufen nach vor-, seit- nnd rückwärts. Die Beine des Hintorleibes sind 
Hnfich. stielf.jrinijj:. Die Entwicklun»? erfolijt mittelst der Zo6alarve. Die meisten 
becapoden sind Meeresbewohner, man unterscheidet 2 Unterordnungen: Macrura 
und Brachyura. Literatur: Iluxley, T. Ii., Der Krebs. Leipzig 1881.* 

Deeidna, membrana decidna, Hinfallshaut, s. PltMüta und Sftngethlm 

iFortpflaozang). 

Decldnnlo«*e Placentalthlcre, a. Indeciduata* 
Deciduata, &. i»jlagethiere (FortptianzmigJ. 

Baekel, operenlam, a. Banehlttsser, Flsehe (Skelet) ond Koosthlerchen« 
Beekelicketbe» s. KorallenpolTpen«* 

DMkdtftnbe» Schild taube. Httbseho weisse Taobenrasse mit blau^ roth, 



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200 Deckengewiibe— Delpbiuc. 

schwarz, gelb oder silbergraii gefärbten Fifigeldeckfeddm und kteSneii Scbwin^ 
(Deckeln). Man unterscheidet eine grSasere und eine kleinere glattf&sirige Sorte. 

Deckengewebe Haeckd (Grenzgewebe ^«f'/fr) = Epithelialgewebe der 
Antorpn heisst rlio primitive (lowclisform viel/.flHfror Tliiere, bei den höheren Thiw* 
l'ormen nur bei d<ii Grfii/.srhirhtfMi des Köri>*iv sich trhnltpnd. 

Deekonspiuueu, Tegcuuria Walch; (iatlung der Trichterspinnen (s.d.j. 

Deckfcdcrii, tectriceti, s. Tögel (KOrperbedeckung), 

Deckfliigel, <'Iyt]iru, s. Insekfen«* 

DeckflOgrler, s. Käfer. 

DMkseliappe, hjdrophylliiim, B. Bfthrenqnailen. * 
1look§chnppen, tf^^ulae, s. Hantllllirler. * 

ü(*ck?<tü('k(» der Siphonophoren heissen die die Ot srhh .ilitsnrfrnne . Stiik- 
fäden und Saugröhren scliüt/.f^nd bpdeckpndpti . meist blattfönnij:»'!! Organe der 
Siphouopborenstöcke mit vollkomnienem Polymorphismus; sie sind die ,,protee- 
tiyen Personen*, die Geschleditsorgane die »generatiren*, die Senkftden die 
,tentacnlftren*t die SangrOhren die ^nutritoris^hen Personen'', 

Deckwan/cn, Totyni Fabr., s. Sohildwanzeu. 

Deckxelleii, stüt/.zellen, h. Sinuesor^ane. 

DecoUirt (lat. geköpft) nennt man Schnecken, welche bei fortschreitendem 
Waehsthum die Leibeswetchtheile aus den Altesten obersten Windungen znrüd> 

ziehen, diese leer gewordenen Windungen abbrechen und die entstandene d ffmuig 
durcli rMMio Kalkaldnprf'rung schli*'*spn. Dif^-^fT Vortrnnff findet >>p«ondf'r'; l'>-i la:.L'- 
gczogeiiün, gethüriiittn Schneckenscbalen statt (bei Bulimus-, Cyiindrelia-, 
Potamides-Arten u. a.). 

Decrescentia = QreiseDalter. 

Deeticus Aymard. ausgestorbene Gattung der Nager. 
Dectii'us Gert-., Gattung der Laubhenschr ecken (d. d.)* 
Drorhoiind = llirsrhhund. 

Ueittüttttutilope, Cobus defusa, Cervicaprja defassa SundeiUh, debe 

Cerricapra. 

Def«ss;i. A j;l il'ip.'iiart, 8. Cervicnpni« 
Deflbriuirtes Hlut, ( luor. Hlut. 
DeCrancia JJül. — ( iuthurtdlu. 

Defeerla JVtc., Gattung der Springschwänze (s. d.). 

Degeneration, im Allgemeinen , Entbindung* d.h. jede bei Organismen 
oder f'Iii/olnen Organen vor sich gelieiidf morphologische odrr phy>iologische 
Vi riinderung, besonders aber ,E n t a r t u n g", d. h. unvollkommene üntwickliiag 
charakteristischer Eigenschatt^n bei Arten, Kassen, Familien. 

Deirn — OetodoB degai Woterh,^ i. Oeteden. 

]>eilephila Ochs =: Sphinx euphorbiae /.., Wolfsmilchsch wärmer. 
Deirochelys Agass., zu Clemmys- frehörige Gattung der Schildkröten. 
Deirodon Otcm = Dasypeltis \Vm)L 

Delima Hartmann (lat. abgefeilt), Unterabtheilung der Schliessmund- 
Schnecken. Sehale sehr glatt. 

Delina Oray, Gattung der Pygopodidae Gray. West australische glatt- 
schuppige Echsen mit senkrechter elliptischer Pupille, ohne Präanalporen. 

Delomerphe Zellen» s. Labaellen. 

Delphax Fahret Gattung der Leuchtzirpen (s. d.). 

Delphin, gemeiner, s. Delphinas. 

Delphinapterus LacepMe = Beluga Gmv , Weis*;wnle, Gattung der 
Phocaenina. Ohne Rüekpnflo?*5p. Tn der Jugend in beiden Kiefern jederseitj* 
Ö Zähne, im Alter lalku die Ziihne aus, die oberen früher. Art: Beluga, Wei>s- 
wal (D. leucas Lac^hh). 4— 6 m lang, mit meterbreiter, in der Mitte tief ans^ 
geechnittener Schwanzflosse. ^lit kurzer, breiter, abgestumpfter Schnauze, kurxen, 
stumpf<»n Bru«tflos<:pn. Gelblichwtiss , In dir .Tu-imd brllnnlieli. Es \m-\.A pinen 
prSchtigen Anblick, eine Gesellschaft dieser scln'inm WLisst n 'J'lii«T<' dahinsL-hwimnion 
zu sehen. Lebt von kleinen Fischen, WeichthuTt-n , Krebsen. Im huhen Nordeo, 
von wo er bei Beginn des Winters, oft in Begleitung des Narwals, nach dea 
Buchten Grönlands wandert. 

Delphine (Deipfainida), Familie der Zahnwale. Kleine oder mittelgroße 



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Delphimda— Dendrobatos. 



201 



Wale, dereu beidt; Kiefer durchwegs oder nur theilweise mit gleichgestalteten 
konischen Zähnen bewaffnet sind, mit halbmondförmigem Spritzloch, meist ver- 
knfldierten BippenknorpelD. Gesellige, lebhafte, gewandte Wale aller Meere, steigen 
tndi weit in die Flüsse empor, wandern in grossen Schaaren. Unterfamilien: 
Pbocar ii i n 1 . G 1 o b i 0 cep h alinft, Delphinina, Platanistina. 
Deipbinida, s. Delphine. 

Delphinlnu, UnieriamiUe der Delphine. Wale mit schnabelförmig ver- 
iingerter Schnauze, vielen (bis 200) nicht ausfeilenden konischen Fangzfthnen, etwa 
üi der Mitte stehender Rückenflosse, ganz seitlich stehenden Bnutflossen. Gattungen: 

Steno, D» hi!:!nns, Lagenorhynchus, Inin. 

Delphiuorli) nehiis Rapp, 8nb|7rn\is Ton Delphin us Gray, die Arten: 
Delphinus Geoflroyi J)esm., D. coronatus FffminiUlf^ D. micropterus Ciaier 
«m&SBend. 

Delphinulu Lam.^ Gattung der Kreiselschnecken (s. d.). 

I>(*lphinus <?r<?y (= Rinodelpbis Wagner), echte Del])iriiip, Gattung der 
Delphi Iii na. I>ie über kopflan^'MH Kiefer Ton der etwas convcxcii Stirn priit ub- 
gföetzt, mit zahlruicheii Wirbein, fast in der Milte stehender KückenÜosae. Arten: 
1) dem ein er Delphin (D. delphis lAnni). Spindelförmig, an 250 cm lang, mit 
45 kleinen runden Zähnen in beiden Kiefern jederseits. Die Schwanzflosse ist 
zweithf'ilig , die Scbnauzo oben und unten etwas flach g^edrückt. Die schmalen, 
«lumpfspitzifren Brustilosspn etwas länger als die Ilückcntlossf . Die Anal- und 
Genitalüfihujig in einer Längsspalte im hinteren Drittel des Kumpfes, seitlich von 
ilir in einer Hautfalte geborgen die Zitzen. GlSnzeod granschwarz , unten weiss. 
Seht in kleinen Gesellschaften, mit den Wellen spielend, Purzelbäume sdllagend, 
hinter oder vor den Schiffen her, welche Anhänglichkeit schon den Altf n /u allerlei 
Mythen Veranlassung gab, sich aber ganz prosaisch damit erklärt, dass di<- viebn 
Abfälle eines grossen Schiffes beständig Fische anlocken, die dann eine Beute dt r 
sdv gefirSsaigen Delphine werden. In allen europMischen Meeren. 2) Spitzkopf- 
tammler (D. Bredaensis Fiaehei*)* 200cm. Unterkiefer vorspringend. Stirne 
flicht abgesetzt. Dunkelbraun oder schwärzlich. Jt der.«>eits 20 — 24 Zähne. Ebenda. 
^^1 Grosser Tum ml fr (I). tursio F<tbric%ut>). •')— im. Die schmalen spitzen 
Brustflossen stehen tief unten. Die hohe Rückenflosse befindet sich etwas hinter 
der Kfiipermitte. 21—24 Zfthne in jedem Kiefer jederseits. Lieht blanschwarz, 
tmten reinweiss. In dem Meere von Island bis Norwegen. 4) Gekrönter Tümmler 
'D. coronatus Fr-minrilh). ni. Tm 01»erkiefer jederseits -^0. im Unterkiefer 
4S Zähne. EinfJ>rniig :>cliwarz mit 2 gelben concentrischen Kingflecken ;iuf der 
Stirne. 5) AbuSalam (D. abusalam .ßwju^eiO- l'Ocm. Jederseits 25— 27 Zahne. 
DQBkdmeergrün , nnten röthlichweiss, mit nnregelmässigen Flecken. In kleinen 
Fuiilien im rc»tlien Meere. 

Delthjris (griech. dreieckiges Fenster), s. Sptrifer« 

Deltidialöffunngy ». ArmfUsser.* 

Belttdlvm» s. Amfllsser.* 

DeltoId(>n8tflcke, s. Knospengtrahler. * 

Demetrius liov., Gattung der Laufkllfer (Brachinini) (s. d.). 

Dcmodex üutv (Simonea;, Haar balgmiiben, Gattung der Dermatophili. 
Utb langgestreckt, deutlich geringelt; die Ffisse rudimentire Stummeln mit 
2 Bndklau* ri. Mikroskopisch kleine Milben in den Haarbälgeii von Hausthieren 
(Katze, Hund, Schaf, Rind, Pferd), als D. foll iculorum Sim, in den Haarbttlgen 
des Mensrhen lebend. Ursache der Demodexkrätste. 

Uendraspls FiU.t s. Ophionhagus Günth. 

Dendraspis SchUtj. = Duiophis HaÜowtiU 

Dendrerpetnn, s. Archegosauria. 

Ueiidrobatae, s. Baamagaincn und Banmleguaue. 

Üendrubates Wagler ~ Hylapiesia Günther ^ Gattung der liylaple- 
lina (s. d.). In der KfJrpergestalt Bana ähnliche Froschlnrche ohne Kiefer- 
md Oanmenzfthne, mit Itoglicher, freier, hinten ganzer Zunge, ohne Ohrdrüsen, 
2 flachen stumpfen Höckern am Metatarsus, undeutlichem Trommelfell, Männclu n init 
Kehlsack. Arten: D. pumilio Schmidt, D. speciosus Schmidt, D. lugubris 
ÄÄi»«// auf Blättern und Blumen der immer grünen Regionen von Neugranada 
nad Coata*Bica, bis gegen 2000 m in der Hohe. 



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202 



DendrobaiM— Dentaliidae. 



Dendrobiuä Meyen = Octodon Bemi. 

Dendrochelidon Ihie, Baumsegler, Gattimg der Segler (s. d.). 
Dendrochiridaei Familie der «igeiitliclien Seewalzen. Fühler baiunfönnig 
veriistelt. Gattungen: Thyone Ok., Orcnla 7r., Oncamaria Blv.^ Goloehiras 

Tr„ Ts-In-. Ol- * 

Dendroeittii Uould, Baum eiste ru, GatLuug der Kaben (s. d.V 
Dendrocoela Ehrenb. (dendron Baum, koilos ausgehöhlt), s. Strudelwürmer, 

dendraeSle.* 

Ilendr0€0mete8 stein, Oattong der Acineten. Tentakeln yerftstelt, nicht 

geköpft, nicht znrückziehbar. 

Ueiidroeupus Koch, Buntspechte, Gattung der Spechte (s, d.). 

Dendroctonus Gattung der Bprkenkäfer (s. d.). 

Dendrocygna Swatnson (griech. Baumaehwan), Banmenten, Gattung der 
£nten. Buntgefiederte, schlanke, hochbeinige Enten mit zierlichem Kopf, scbmlch- 
tigem Sclinaltt'l, kur/Pin stcilVn i^cVnvnn?:. Tn d»'n wfirmpn Gobirton Asien«;. Amerikas. 
Afrika«? und Australiens. Hitrhcr: D. viduiita r^fc/m///, Xon iieneute, Wittwon- 
ente. Kücken oliveufarben, Bauch schwarz, Brust rothbraun, Hals und Uinterkopl' 
sohwarZt Qeaeht weiss. Südamerika, Afrika. Hansthier der üidianer. 

Dendrogale Gray, Untergattung Ton Cladobates Ouv. mit C. mnrinus 
Wagner. Auf Hornpo. 

Dendroie« Gray (griech. Baurawohnende) , Gattung der Sperli n^'svtlpel 
und zwar der Syl vicolidae, Waldsänger. Der Schnabel spitz, kegeltürmi^, an 
der Spitze gebogen; Flttgel lang, spitx; Fnss hoch. Die meisten Arten in Nord- 
amerika und Wpstindien. Hierher n. a.: D. Tirens y^fiirr?., Grünwaldsänger. 
Oben olivengrün, unten cr^lblichweiss mit schwarzpii Seitenstreifen, Ualsseiten hoch- 
gelb, Kehle schwarz. Oestiiches Nordamerika. Fieissiger SHncrpr. 

Deudrol&gUS Schlegel'MüJler, Schlappbeutler, Gattung der Känguruhs. 
Die fänfrehigen kräftigen YorderfOsse sind nnr wenig kttner als die ▼ierzdiigeii 

Hinterfiksse. Haben Sichelkratlen 4 Schneide-, i Eck-, f Lttoken-, 7- Baclnn- 
zähne. Echte Baumthiere, die sich nach Art der Eichhörnchen sehr gewandt auf 
den höchsten Bäumen bewe^^pn und von Knospen, Blättern, Früchten leben. Arten: 
1) Wanj^urin. Baumkänguruh (D. ursinus Schlegel - M all r). 125 cm, davon 
auf den Schwanz die Hälfte. Bräuulichschwarz, UQten fahl lichtbraun. 2) Wakera 
(D. inustns Sehletfd'MiUler). Etwas grosser. Schwärzlich mit gelblichweissen Spitien. 

Dendromeiridaey ünterfamilie der Spanner (s. d.). 

Dendroroyes PH., BaammSnse, Gruppe der Ünterfamilie Mures aut. 

Dendromys Smith, Banmmfluse, Gattung der Mäuse. Südafrikanisch«' 
mäuseähnliche Nager mit weniu' behaarten, ziemlich groj^sf^n Ohren, die an der 
Wurzel 2 Falten haben, dreizehigen Vorder-, fünfzehigen Hiuterius^en, ziemÜcli 
langen Zehen, sehr dttnnem Schwänze, der beim ümklammern der Aeste Dienste 
leistet. Arten: D. melanotis Smith: D. mesomelas Licht. Lehen auf Bäumeo. 

Dendronereis Peters (griech. Banmnereide) , Borstenwürmergattung der Ly* 
corideae Ehlers. 

Deudronotas A. Hack.^ a. Aeoüdae. 

Dendrophidae, Haumschlangen, s. Glanznattern. 

DoTidrophis BoUf Glanznattern, Gattung der Banmschlangen, siehe 
Gianzuuttern. 

Dendrophrynisvidae, Froschlurchfamilie der Oxydactylia. 
DendruphylUa Bk,, Gattung der porösen Steinkorallen (Familie Enpstp 
midae). Pol3rpar zusammengesetzt, meist als baum{(9rmige Golonie. 
Dendropoda (hay = Cercoleptina Girard. 

Dendrosaura Gray (griech. Bauraechse) = Charaaeleontidae Günther. 
Deudrosoma iiiV(rf»Z;., Gattung der Acineteu. Eine verästelte, unten dickere 
Colonie hildend. 

DendlOStyli (dendron Baum, stylos Säule), s. WurzelqualleB** 
l>ens rnnfnus, Hund-/alni. K* k/ahn. s. Sänsrethiere fV.Tdanaagsorgane). 
Dons seetorins, ReisHzahn, s. Säugethiere (Verdauungsorgane). 
Dentale, das zahntrageode Stück des Unterkiefers. 
BentallMae» s. MeerBUine.* 



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Dentalina-^Dero. 



203 



Dentalina D''Orb., Gattung (J(»r Nodosarida M. Sek. ( F o r;imi uiieren). 
DentaÜum L,^ Meerzähue, Zahnschnecken, Gattung der Böhren- 
aefanecken. 

ÜMlt^S ( (■»mpltt ati, chmelzfaltige Zähne. \ 
, t'ompoKiti, zusammengesetzte Zähne, | 

, iuciäiri, Schneidezähne, f €i«--«*i.i«-« /v^.j««««»— 

: luielloii, blättrige zahne, *• lere(Verdanung«. 

, molaris, Hai ken/.ähiip, | o gane;. 

, praemolares. falsche Backenzähne, I 
• slnpUwSy einfache Zahne, / 
Dentex Cuvier^ Gattung der Qrosszahnbarsche (s. d.)- O-edningene, stumpf- 
kopfige Fische mit mässig grossen Kammschuppen, 10— 13stachliger Rücken-, 
drpistachliger Afterflosse, halltinondförmiger Rchwanzflosse, mehreren grossrn, spitzen 
Hundszähnen zwischen den kleinen Zähnen in beiden Kiefern. Art: D. vulgaris 
Cwier. 70-^80 cm. In jedem Kiefer 4 hakenförmige Hundszähne. Bläulich silberig 
oder rOthlidi schimmernd, an den Seiten and unten heller; am Rücken unregel- 
aisag gefleckt. Ein überaus gefrässiger Raubfisch des Mittelmeeres. Wird bis 
S^kir schwor. V^ifolrrf Tintenfische und kleinere Fische bis in die Netze. Kommt 
in Stücke geschnitten und marinirt in den Handel. 
]>eBi!e«te, s. Zahvwale. 
Peuticnlafi Quenstult. s. Ammouiflden. 

Dentin, ». Bindesnbstanz-Gewelie und Siiugrethiere i Verdauungsorgane). 
Dentirostres — Zahnschnäbler, Abtheilung der Singvögel. 
Depressaria Haw.^ Gattung der Motten (s. d.). 
Dercetiformes r. d. Marek = Hoploplevridae. 

Percetis, s. Fische (ausgestorbene). 

Derkull-Pferde, Pfr rdf» des russischen Reiclis}?estüts Derkull. 
Derma, tegumentum, iutegumoutum, s. Haut. 
Dermaleichidae, Familie der Milben (UnterordntiDg Atracheaia) siit den 
Gattungen: Listrophoms Pagentt,^ Anaiges 2fUz9eh, Dimorphns Haüf Myo- 

toptes ''7(7//. 

Honnanura Gerv., Untergattunpr von Stonodc^rma Gpoffr. 

Deruiatcmys Gray, Gattung der Emydidae Gray. Südamerikanische Schild- 
kröten mit 4 besonderen Sternocostalplatten. 

Dermatoelielys BtainviUe = Sphargis Meer^ Gattung der Seeschild- 
kröten (s. (}.). 

Dennatocoptps Fürst, Saugmilbon. Gattung der Krätzmilben. Hierher 
die gemeine Käudemilbe, die KiiucL' des Rindes, Pferdes, Schafes erzeugend. 

Dermatophagus Fürst, Gattung der Krätzmilben. Hierher die Fuss- 
r&udenmilbe (B. communis Zürn) und Ohrrftudenmilbe (D. felis ZUrn). 

DermatophfH, s. Haarbalgmtlhrn.* 

Dfrmatopuoa-Gruppey alle Schnecken umfassend, die Köhrenschnecken 
ausgenommen. * 

Dermatoptera Bim», (derma Haut, pterou Flügel), s. Ohrwftrmer.* 
Dennatospluiera Ehrenherff, Gattung der Badiolarien (Familie Oollo- 
sphaerida). 

Oermatotherium 0'/ u. Oshom, fossile Nashomgattung, s. Am>'nodoatidae* 
Dermatozocn = Hautschmarotzer. 
BerMMtidae, s. HpeekkifST«* 

Derinipiis Wi^'dem, = Piatypus S/iaw.f s. Omithophynehus. 

Dermophis Peters, Gattung der Rchuppenblind wühlen (s. d.). Das 
Tentakel i^^t kesrelförmig; die krpisft)rmige Tentakelgrube lit^gt vor und unter dem 
Auge; der Körper ist mit Dachziegelsohuppeu bedeckt; das Auge ist sichtbar. 
Arten: Dermophis mezicanus P^tMv. 29 em. 160— 162 Hautfolten. Graubraun, 
unten gelblich. Mexiko, ü. a. 8, Sehldchenlniehe. 

Demopliylllllll Haeek., Ectoderma, Exoderma, Lamina derni 
Lumina serosa, „animales Keimblatt'', Hautblatt oder äusseres, primäres 
Keimblatt, s. Keimblatter. 

Dermoptera lUiyer, e. Oaleopitheclda Oray, 

Dero Ok., (Httnng d. N atd i d ae. AmBauche Hakenborsten mit doppeltemHakea. 



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204 



Deroptyiu^Deutacbes edles Schaf. 



Deroptjns Wagl., s. Fächerpapagftien. 

Derostomfdae, Familie der rhabdocölen Strudelwftrmer. Mund hinter 
dem Vorderrande, Schlund tonnenförmig. Gattongen: Berostomum Dwjr., Vortex 
Ehrenh t " t* nla l>ug* 

Derutremuta Hogg. (griech. dere Hals, tremu Loch). Schwanzlurch«^ mit 
bleibfsuder Kiemeuöfinung =■ rischlurche (mit Ausnuhiue von. Crjrptobranchosj. 

Dertrnnit Schnabelkttppe, e. TSgel (Verdauangsorgane). 

Deseendcnz = Nachkommenschaft. 

De8ccn<1('n/l^hre, s, Abstammnngslehre xmä Scleetlonstheorle. 
Desmueii'oiiiilac, Familie der Chalinopsidae (Ordnung Monactiueliidae). 
Desman, Myogale moschata Brandt^ g. Kyogale« 
DesmolMicteria Cohn (desmos Band, bacteria), Fadenbacterien. Familie 

der Schizomycetes. Ausgezeichnet durch fädlich miteinander verbundene Zellen. 
Fäden cyliiHlrisch. Eln/.igc («attung: Bacillus Cohn mit B. ^^uMilis EhrtnhtT^j 
bei der ButUrsäurtgührung und B. anthracis Dar. beim Mikbraud.* 

Desmodina U\i^/nf>r, Schneidflatterer, Familie der insektenfressenden 
Flatterthiere. Schwanzlose FUMlermäuse Südaiticrika-- mit Hackeüiaiineu, 
deren Krone eine Längsschneide bildet. Gattungen: DtniniodMn Pritiz M. Neutcied 
und Biphylla SpiXy Kammz&hne. Blutsauger. 

Desmoffns, s. I)esniodIna. 

Dc^smüf^Tuathuä Haird.. Gattung der Tipchriodont a (<. d.). Ziemlich schlank« 
Molche mit grosser, vorue zugespitzter, hinten stumpf abgerundeter, an den Seitea* 
rindern und in d^r hinteren H&llte fireier Zunge, glatter Hant, un^ntlichen Oli^ 
dr&sen, mehr weniger deutlichen senkrechten Hautfalten, vierzehigen Vorder-, ftof* 
zebigen Hinterfüssen, an der Basis dickem, durchwegs mehr weniger comprimirtem, 
in scharfer Spitze endendem Schwanz. Die Gaumenzähne stehen in 2 nach hinten 
vdnkelig convergirenden, in der Mittellinie des Gaumenbeines vereinigten, vorne 
hakenförmig nach aussen gelMigcuen schrägen V-fÖrmigen Reihen. Vier Arten 
bekannt. 

Desmomynria (griech. Band, Muskel), s. Salpen.*^ 
Desuiophyihi8 Ehreuh., Gattung der Turbinolidae. 

Desmoseolecidae, fragliche Ordnung der Rundwürmer. Körper mit 
borsten tragenden Wülsten; Männchen mit 1 Hoden, der in die Cloake mündet und 
mit 2 Spieola; Weibeben mit 1 Eierstock und ventraler Oeffhnng. Gattung: De8> 
moscolex Clnp. Literatur: Greff, Ii., Untersuchungen üb- r » inige merkwürdige 
Thiergruppen des Arthropoden- iüm] Wnrmtypus. Berlin lütii).* 

Desmoscolex, s. Desmoscolecidiie. 

DesmOBtioha = Regularia, Ordnung der Seeigel. 

Desmothoraca (griech. Band. Rumpf), s. Oathrulinidae CU* 

Dpsoria Jv-. Gattung der Spi i n ij^ schwänze (s. d,). 

Dosquainution — Abschuppung, allmahlige Abstossung der in Folpe fi'^s 
Einflusses der äusseren Medien absterbenden Epidermiszellen ; erfolgt sie auf eiumal 
und im Zusammenhange, wie z.B. bei den Froschlurchen, den Schlangen, so nennt 
man sie Hftutnng; gehen aber partit uweisc kleine Schüppchen der Haut ab, ^ 
spricht man von Dosquamat i on. Siehe bei den Terscbiedenen Thierelassen. 

Determiniren, s. Thiersystem. 

Deutarthropoda, jüngere Glied er fasset, s. Oliederfttsser. * 

Deuteromerit (griech. deuteros der zweite, meros Theil), das als HiuterkOrper 
bezeichnete Glied der Grcgarinen, s. Gregarinae Duf* 

DeutoplasniAt s. ßrntpflege nn'1 geschlechtliche Fortpflanzung. 

Deutsche Bagdett e. Nürnberger K r u m m s c h n a b e i t a u b e , grosse Tauben- 
rasse, soll von Nürnberger Kaufleuten im Mittelalter aus dem Orient eingeführt 
worden sein. 

Deutsche Bracke, durch Mischung der französischen Bracke mit dem Vor* 
stehhund entstandt iM-r bcliebti r Treibhund. 

Deutscher Kröpfer, eine der grö-sten uud längsten Kropftauben, derea 



Deutsches edles Schaf, württembergisches Bastardschaf, in Oester 
reich-Ungarn und Sfiddeutschland viel gezüchtetes, durch Kreuzung des gemeinen 



Kropf einen L 




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DeuUches gemeine«» Schaf— Dia^iti^e. 



205 



deutschen Schafes mit NegrettUdiafen entstandenes« geseh&tztes Woll' nnd 

Fleischschaf. 

I>putHches gemeines Schaf = ZaiigeUchaf. 
Deutsches Heideschaf — Uoideschnucke. 

Dentsehes Sehaf, gewöhnliches oder schlichtwolliges Schaf Sttdwest* 

<]• uts. hlands, von wo es nach und nach in ganz Deutschland an Stelle des Zaugel« 
V liatt > trat, bis es in neuerer Zeit, mit fdlpren Rassen gekreuzt^ dorcb die heutigen 
edlen deutschen Schafe abgelöst wurd&. 

Derexa, ^. Giraffen« 

Berll, B • ' r. t • ' 1 m ;i r d er » 8. Basjurns. 

Deronsehaf, sehr irrosses englisches Fleischschaf, besonders in den Graf- 

adiaflen D» vnn gemchtet. 

Devuiivieb, geschütztestes Mastrind Englands, im Devon und Gornwaliis 
gtsfichtet; etwas mehr als mittelgross, einfach rothbrann. 

Dexia Mriff., Gattung der Muscidae (Galypterae) (s. d.). 

Des tri II , Rtärkegummi. durch Diastaso fBanch^^pricheldiastase , Mund- 
speichel) verdünnte Säuren, bei höherer Temperatur aus Stürkcinehl (und Glycogen) 
»ich bildend. Findet sich auch im Daniiinhalte der Thiere und wandelt sich iu 
Thntbenzucker um. Soll auch die Magenverdauung fördern. 

Dextrorsae, s. Bauchlttsser«* 

Dhole. ^ Tanls. 

Diaholus, Untergattung von Dasyurus (s. d.). 

DÜMaBtliiiB Loir, = Gorjmbites aeneus L. Art der Schnellkäfer. 
Diaehromus £!r., Gattung der Laufkftfer (Harpalini) (s. d.). 

Diacope, s. Ocnjoroßre Cantor. 

Diacranterisehe Bezuhnuu^ fDiacrantera. Weisheitszäh iier) hpi<?<5t 
bti den Schlangen jene Bezahnung, welche zwischen den grösseren letzten und den 
Iddneren vorderen OberkteferKfthnen einen Zwischenraum zeigt. 

Diadema C^ay (griech. Haarbund), reguläre Seeigel von gedrückter Kugel- 
form, mit langen, dünnen, loi.-hr a1)l»rechenden Stacheln: die MuiiJtjffnuiig relativ 
gross, mit U"> nanfhnnscliiiiLten. Hierher D. setosum, welche Art im Mittelmeer, 
iü Ost- und Westindieu auf flachem, sandigem Grunde lebt; Taucher und Fischer 
scheuen diesen Seeigel sehr, da seine spitzen Stac^elenden in den Körper dringen 
und abbrechend arge Entzündungen verursachen. 

Diadeina = Goronula diadema, auf Walen regelmässig zu findender 
Seep'^^'^k^nkrebs. 

Diaguose, s. Thiersfsteni. 

Diaj^Tftmnia Cuv.f Gattung der Pristipomatidae (s. d.). 

DiaTTKintfasail, Thaiminlea. 

Diaiiiantklappcrschlauge, Eauteuklapperschlauge.Orot alus adaman- 
leus tal. B^am: 

BlaoiaNtTOgel, 8. Astrllden. 

Diiinajitfe. . CercopIthecuA. 

Dianeuoiir, >^trombus auris Dianae, s. Flügelschnecken« 
Dianenzicmer = Ringdrossel. 

IHapedesis nennt man den Durchtritt der amOboid beweglichen, weissen 
Btntkörperchen durch die engen Oeffnungen der Blutgeftsseapillaren in die Lücken 

der umj^eV'endon Gewebe. 

Diaperis Gcoffr., Gattung der Sch war/käfer (s. d.). 

Diaphorese heisst entweder bloss die flüssige Hautauschneiduug oder die ge- 
sammte (flüssige und gasformige). 

Diaphragma, Zwerchfell, 8. Wirbelthlere. 

Dlftphrairma, Zwischenhaut . «. Moosthierchen. * 

niapliraij:matophora9 ausgestorbene ü^nterfamilie der Tetracoralla (Fa- 
milie Expletai. 

Dlaptonins Wuhe.t «. Cilanidae. 
Diarthrosis = Gelenkverbindung. 

Diastaso nennt die Chemie j'^n** Substanz, 'lurcli <ii" /.. B. bei der Verdauung 
Stilrkemehl in Dextrin und dann in Zucker verwandelt wird. Sie rindet sich ausser 
in kamsndem Pflanzensamw auch im Mund' und Bauchspeichel. 



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206 



Biartenift—Dicholopliidae, 



IMastcma, Zahnlückf. s. SSnsrethlere (Venliivnt-^oi -ranf i. 
IHastole, Erweiterung dc> Herzens, Circulutioniiorgrttue. 

Diastylidae , einzige Familie der Cumacea. Gattungen; DiustjHs 6ay, 
Leaeon Kr,, Lamprops Sars, n, s. w.* 

Diazona Savigny (griech. durchgegürtet), zusammengfsit/.to Ascidie. Die 
Einzelthiere mit sechslappiger Munditfriiunj/. Hierlur «Ii»' im Mitteltneer lebende, 
prächtige, fauüti,n*osse D. violacea Sav. mit etwa öO mm langen. sch''>n rioletten 
Elnzelthieren ; der Stock hebt sich wie eine der schönen Ai*tinien vr>in FvImh ab. 

Dibamus Dum, liibr. (griech. zweifüssig), Gattung der Acouiiadae. 
ScblangdnSbuUche Echson Nengiiindas mit zwei Ueinen HinterfUssen, Hinterhaupt 
besdiuppt. 

Dlbolia Lat,-., Gattung der Blattkäfer (s. d.). 

Dibothriidae Bchmaräa, Bandwürmerfamilie^ ä. Bothriocephalidae. 

DlbothrivBi Rud., s. Botlirloeeplialldae« 

Dibranchiata Ow., Zweikiemer, Ordnung der Kopffüsser. Eine inssere 

ffhnlc tV'hlf entwfder ganz oder bildet eine oinfaclu- Sj»irale niit papierdünner 
Wandung ( Argonaat.i) oder vielen Kammern (Spirulaj; meist ist nur '^iiv iiiiure 
hornige oder kalkige jjliUckensohulpe" vorhanden. Das Thier trägt 8 mii iiaken 
oder Sangnäpfen besetzte Arme (daher Acetabnlifera lyOrb.) and dasa 2 lange 
einziehbare Fangarme zwischen den Baucharmen und der MundOfl&iung: die Hani 
trügt zahlreiche Chromatophoren. Der Kopfknorp» 1 i-^t ein geschlossener, das Nerven- 
system aufnehmender King; die Auj/en sind sitxend; <lrr Tricht<?r geschlossen; die 
Kiemen sind zu 2 vurhandeu; auch 2 IviemengetUsse und 2 Nierensäcke sind vo^ 
banden. Desgleichen besitzen sie stets einen "nntenbeatel. Diese Ordnung enthalt 
eine sehr ffrossc Zahl von lebenden Ai-ten; einige wenige sind auch fossil an/.a- 
treffen. Man scheidet sie in 2 Unterordnungen: 1) Decapoda, 2) Octopoda.* 

Dicamptodon .^^rrr?/rÄ, Gattung der Lechriodonta (s.d.). Mii>sig 'schlanke 
Molche mit kurzer, dicker, vorne bogig abgerundeter, fast in der ganzen Länge und 
Breite nnt«n angewachsener Zunge, ohne sichtbare Ohrdrüsen and Hautfalten, mit 
fein chagrinirter Haut, vierzebigen Yorder*, fünfzehigen Hinterfilssen, denÜicb 
comprimirtem , oben scharfkantigem, unten abgerundetem, am Ende zugespitztem, 
säbfdtormig nach aufwärts gokrÜTunitetn Sohwanz ohne Hnutsliume. Die Gnnm*>n- 
Zähne stehen in 2 langen, schwachbogig gekrümmten, nach innen deutlich conver- 
girenden Reihen. Eine Art bekannt. 

Dieeras Lam., Gattung der Gbamidae (s. d.). 

Dlcorobatis filainc. — Cephaloptera Dum., s. Adlerrochon. 

Dieheleithiden Milntf Edward-, Sch.-crpnlauskrrlpsr.. Familie der Sack- 
spaltfüsser (Asteletmeta). Ge&trecktleibige Thiere mit luehrgiiedrigeu, vorderen, 
klauen-, oder scheereuformigeu hinteren Antennen ; die Maxillarfüsse erscheinen als 
Klammerorgane. Von den 48 Arten finden sich nur Dichelesthiam starionis 
und Lamproglana pulobella im Süsswasser, erstera auf dem Stör, letztere am 
Nerflinj 

iHehitouida i>chm. (griech. Zweimantelige). ». Mantelthlere« * 

Dicliobauo Cuf. (zweitheilig, Hügel), fossile Gattung der Auoplotherina 

Oratf, BCleine, dreizehige Anoplotherien ans dem Eocttn. MaUztime aus paarigen 

Hockern. 

Dichodoil Oif'H, fossile Gattung der A n nplot h er i n a Cmu. Ohne !ln«;<^re 
Schmelzleisteu an den Molaren. D. cuspidatus ÜWfn. Im Tertiäi-saud von Hordle 
(England). 

Dicholophidae, Familie der Sumpfvögel (Grallae). Schlanke Vögel mit 

mittellungem, an der Spitze hakigem Schnabel, kurzen ovalen Nasenlöcheni, be- 
fiedertt'r Na«engnibe. /weireihifrem S't irntVdcrschopf. langem /ehnfederigem Scdnvnr^. 
kurz/ehigen, raubvogelartigeu sehr liuhen Füss. n. Fin/.ige Gattung: Dicholoplius 
lUig.^ öchlangenstürche. Hierher: 1) D. crist atus //%.. Seriema, Cariama. 
82 cm. Hellgrau mit feinen Querwellen, Flügel braun, Federbusch scbwaizbraim. 
Erinnert lebhaft an den Kranichgeier. Lebt in kleinen Gesellschaften im hohen 
Grase der südani' rikanischen Campos und nälnt sich von Insekten, Reptilien, 
Lurchen, kleinen Saugern und Vf)g(dn. Wird allgemein geischont. 2) D. Burmeisieri 
Jfnrtlaub, Tschunja. in Argentinien. 



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Dichotomie^Dicotyles. • ii07 

Dichotomie» Lingstbeilnng, die in der Bichtnng der Lttngsaxe erfolgende 

Zweitht-iliing. 

IMctaroa III., s. Backelbienen* 
DichtwSrmer» «. Aeoeloml. 
DichtiShiilor = Pycnodontlden. 

Dick, s. Aclpenser nnd 8t5re. 

Dickdarm, inteütiuum craasum) s. Yerdaunn^sorgrane. 
Biekdoniklappe, b. Sfingetlilere (Yerdauungsorgane). 
DIekdarauuft, ^ 

Dirkdarmschläache, V s. YerdauBgiOTgane. 
UickdarmTerdaanDg, } 

Biekeldeehfle a= YaranuB albogulari«, 0. Waraae. 
INekftiss = OodleiieiiiiiB. 

Diekhattter^ Pachydermata — Multungula, Vielhufer. Unter diesem 
ynmPTi nratasste man in einer Ordnung die Proboscidea (Elephanten), Setigera 
iBurstf ntbiere), Obesa (Fluäspferde), Anisodactjla (Tapire, Klipp dachse, 
Nasiior uer). 

DiekhSnier, Pliegenmücken = Grassicornia. 

Dtrkhorn, S< Lafart, s. Ovis. 

DickküpfV, Hl speridae. Unteifamilie der Tagfalter fs. (\.). 
Dick köpf hris'-en der rot Ii rück ige W ürger(Laaius co 11 urioj, die Schell- 
ente (Claugula glaucioiij und der Döbel. 
INekkopf-BaaiBieMangen, s. Bveephalae. 
DIckkoprflI( c-piT, s. Conopidae. 
DIekkopf riiiisier, lan^'h aisiger, s. Apoderiis» 

Difkkopru ürger ür^/tm, Pachycephaliuue Cabanis, Gruppe derLaniidae. 
Dickköpfige, gedrungene, kurzfüssige Würger Australiens mit sehr starkem Schnabel. 
Ihre sehr zierlidi^ Nester im Gezweige, iu Baumhöhlen. Hierher u. a.: 1) Fal- 
cunculus Vieillot mit F. frontatus VieiUot, Falken würger, mit Federschopf, 
krsftigpm Falkeii>chnabpl . nach Färbung und Lebensweise an unsere Kohlmeise 
erinnrrnd. 2) Pacli yc(-phala. 

Dickmaulrüssler, Apoderus 0/., Gattung der Kussel käfer (s. d.;. 

DickscIienkelwsiUBeii, PachymerusX«!».; Gattung der Langwanzen (s.d.). 

DickschnaM = Kernbeisaer. 

Dicken 11 et! er, Crassilingnia. 

DtclidiirUH Pn)iz Afnx Neuwied (griech. zwrimal. Schlüssel, Schwan/). Klappen- 
!»chwän^e, Gattung der Brachyura. Amerikanische Fledermäuse mit sonder- 
barer Schwanzbildung ; das vorletzte Glied d€tt SdiwaniM steht qu«r und bildet 
mit den hornigen Seitenthdlen eine SttLtze des Flughautabschnittes, das letzte Glied 
ist mit dem Torletzten durch eine weiche Gelenkhaut beweglich verbunden. 4~ Sehneide* 

dOme, -j- Edczfthne, -j- Back en z a hne« Hierher der weisse Klappschwanz aus 
(Vntralamerlka (D. albus Prinas Max Neuwied). 75 cm. Mit langem, weisslichem Haar 
Dii'Hiiia nennt na<'rkel (analog den Monoclinia und Diclinia der Botanik) 
getrt nut geschlechtlichen Thiere, Monoclinia 'Iii' herraaphroditi«^chon Thiere. 
Dieoryiie Allmann, Gattung der Tubulär ien. Polypen mit winkelförmig 
gestellten Tentakeln. Gonopboren in Gestalt zweiarmiger bewimperter Medusoiden. 
D. confesta AUm. Auf Bucdnnm. 

1 3 3 

Dieotyles Cuviert Nabelschweine, Gattung der Schweine. Gebiss virr^s' 
Kleinohrige, kurzleibige, ziemlich hochbeinige Schweine mit verkümmertem Schwanz, 
kurzem Rüssel, dreizehigen Hinterfüssen (mit verkümmerter Aussenzehe), in der 

Kr<?nzg- gl rid mit einer Drüse, die eine unangenehm riechende Substanz rnthült. 
i>en Wiederkäuern durch die verwachsenen Mittelt ussknocheu der Vorderbeine und 
den mehrkammerigen Magen nahestehend. Arten: I) Pekari (D. torquatus 
f '»ri> r). 90 — 95 cm, 35— 40 cm hodb, Schwanz 2 cm. Schwärzlicfabraun, mit weiss- 
lichem Brustfleck und heller Schulterbinde ; oben ein dichter Kamm steifer schwärz- 
licher Haare. Tj»'l)t |iaarwri«:o odpr in kleinen Rudi-lii . den Tag über in diclit- ni 
*j<«trüpp. Hühluugexi verborgen, mit Eintritt der Dämmerung auf der Suche nach 
verschiedenen Pflanzen, Schnecken, Insektenlarven, Schlangen. Wird sehr zahm. 



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208 



Dioranocertna— Dictyophlegma. 



Das Fleisch i»>t sehr beliebt. 2) Bisarasch wein , Tajassu (S. labiatus Cur.). 
110 cra, 4-3 ein hoch. Schwanz 5 cm. also gröss»^r als das Pekari. Mit wfissbehaartem 
Kamm, ohne Schulterbaud. In Rudeln von mehr als lOO Stücken wandert es 
anch am Tage, sein Erscheinen durch lautes Getöse Ton weitem anmeldend und 
über einen Feind gemeinsam herfallend, weshalb der Jäger den Haupttrupp tot- 
beilBsst und nur auf die Nachzügler sehie.sst. Wird sehr zahm, während es gegen 
Fremde, die den Hof betreten, wie ein hütender Hund losfährt. Siehe auch 
Borstenthiere. 

Dieranocerina = Antilocaprinae, Gabelhornthiere, s. Dicranoceros. 
Dieranooeros Smith (Antilocapra Gray), Gabelgemsen, Gattung der 

Antilopen. Nordamm-ikaniseho Antilopen mit aufrecht stehenden, gerade obe^ 
halb der vorspringondfn Aug^nihöhlcii b(^findlichen, an dor Spitzo sanft nach rück- 
wärts gebogenen si-liw.uv.t'ii Hr»rtiern mit vordorom glatten Fortsatz, «ihne Muffel. 
Thräuengruben und Afterklauen. Wegen ihrer gabeligen, auf einer Art iiosenstock 
aufeitcenden und zeitweise zum Abwerfen gelangenden Hörner hat man sie ab i 
.Gabelhornthiere* auch den Hirschfn angiTt-iht. Die langen Ohren an der 
Spitzf^ nach vorno gobog<ni. Art: (Jalu l.i ntilope, (labelbock. Kabril, Ma- 
zamaantilope (D. fu reifer SmifJi). Etwas grös.ser als ein Reh. Bunt gefilrbt. 
Im Sommer mehr rothgclb , im Winter mit Grau gemischt. Meist in kleinereu 
Budein, bisweilen aber zu Hunderten beisammen. Bewohnt die Prairien. I 

Dieranosanra Gray, Untergattung Ton Ghamaeleo Laurenti. 

Dicrathcrium Scott u. Oshom, fossile Nashorngattung, s. Amymod^atidae. 

Dicrocoelium Ihtjardin (griech. Doppeldarm), Gattung der Distomidae. 
J^angwürmer mit /.weigabeligem, nicht weiter verästeltem Darm. Hiorhor : D. crassnm 
iiurk (J)istoma Burkii Lancaster). 4 — ticra lang, 2cm breit. Haut glatt, Saug- 
nSpfe ni^e beisammen; wiederholt in den Leichen von Chinesen oder Personen, 
die in China gelebt, gefunden. D. lanceolatum ÜMUia, Lanzettegel, kleiner 
Leberegel. 8 — 9mm lang. Nackt, lanzettfijrmig, an beiden Enden zugespitzt 
Gesellig wie der gemeine Leboregol (T)istoma hcpat i i-nm), mit diesem oft zu- 
sammen meist in den Galleugän|^eu des Schafe.s, Rindes, Schweines und anderer 
pflanzenfressender Säuger, auch im Menschen; die Krankheitserscheinung wi« 
beim gemeinen Leberegel, aber minder gefthrlich. Die Eier gelangen in das Wasser, 
schlüpf' II nach einigen Wochen aus; die langsam herumflimmornden Embryonen 
wandern dann in kleine Wassorthiere üVier, von wo sie (mit oder ohne weiter? 
Zwischenformen V) auf noch nicht bekannte Weise in den Körper der grossen Ptl an/.»» n- 
fresser gelangen. Im Menschen fanden sich noch : D. spatulatum Leuck. 18mm lang. 
4mm breit, in den Lebergängen eines chinesischen Zimmermannes; D. heteropbyes 
r. Sifb. 1,5mm lang, im Dünndarm eines Sgyptisehen Kindes; D. ophthalmobian 
JHerini/ in der Linsenkapsel eines neunmonatlichen Kindes. 

Dicrodou Dion. Jiihr. (grieeii. gespalten, Zahn). Gattung der Ameiveu. 

Dicroglossu.s 6' />■><///' r. (iaitung der Kan i n a (s. d.). Fro.schiurche mit etwas 
verlängerter, hinten tief eingi >chnittener Zunge, breit gehäuteten Zehen, ohne 
Vomerzähne. mit undeatliohem Trommelfell, beim Männchen äussere und seitliehe 
Stimmsäcke. 2 Arten bekannt, von denen eine im Himalaya über 1000 m Aber 
dem Meere vorkommt. 

Dicrouridae, Familie der Si»erlingsvugel, 

Dicrourus VieiUot (griech. Gabelschwanz). Würgerschnapper, Gattung 
der Dicronridae. Sehr lebhafte, geschwätzige Vögel mit starkem, gewOlbtem. am I 
Grunde beborstetem Schnabel, langen Flügeln, kleinen Füssen, langem Gabekchwanz. 
An tio Arten in Asien. Afrika. N^Mihollaad. Ausschliesslich Lisektenfresser. Sehr 
häufig in Indien. Beliebte Kähgvögel. 

Dictyocephalus Ehrenb., Dictyoceras Haeckel, Dictyocha Ehrenb.y Dio* 
tocoryne Ehrmb,^ Dictyomitra J^«f, Gattungen der Badiolarien. 

Dietyonema HM,, ausgestorbene Gattung der Diplomorpha. Li doi sme- 
rikanischen Silur- und Devonablagerungen. 

Dictyoninji, Unterordnung der Glasschwänime (Hexactinellidae). 

Dii-tyophle^ma Uaeckel (Dicty osomat/. Müller), Gattung der Radioiari^u 
(Fam. Spongurida). 



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2m 



Dictyophiinus Khrenh., Dictyophlegm n Ha^'ckd (Dict vosoma ./. .\fiUler), 
Dictyopodium EUrmb., Dictyospyris Ehrenh., Gattungen der Kadioiarien. 
Dietyopteryx Fict., ». AfterfrUlilinvsfliegeii. 

Dicy emidae Bened, (griech. zweimfti, Fnidit im Muttorleibe), s. MisoxM Bmud» * 

Dicynodon Owen (griech. zweimal, Hund, Zahn), ausgoBtorbeiie Beptilien,- 
gsttang der Di'^vnodontia, b. Kriechthiere (ausgestorbene). 
Dicynodontitt, Familie der Anomodontia (s. d.). 
Dicyrtida Jfatrckd, ünterfamilie der Radiolarien. 
Didaena« s. Adaena. 

Didactylu G'-rst. (griech. zwri, Finger), Gruppe der Spinnenthiere. Ce- 
r.fialothorax ungegliedert, Hinterleih hing, platt; ünterkiefcrtaster scheeron- 
i..riiiig; Athjnong meist durch Lungen. Hierher die Skorpione, Afterskorpione 
and Skorpiottsspinnen.* 

DIdelphia, s. Marsuplalla. 

Didelphia nannte litainvittt' die Rput elthiere mit gewi«!<;prmnf;f;on 2 Frucht- 
häil4?ni, Ornit hodelphi a di*^ Schnabeltliiere mit vogelähnlichen Fruchthüller- 
Terhaltnissen, Monodeiphiu die Placeutalthiere mit wenigstens au der Basis 
in einen yenchmokenen FroeliibSlterD. 

DIdelphyfda, s. Beatelratten. 

Didelphys Linn^, Daumenfüsser, frattung der Beutel ratten. Mit fünf- 
zehigen Füssen, bei den hintereu der freie breite Daumen upponirbar. Kleine, 
nttenf5rmige fientler mit zugespitztem Kopf, grossen, wenig behaarten Ohren, 
walzigem, oft sehr langem Schwanz, der nur an der Basin behaart ist. Die drei^ 
lappige Leber hat Xt b^ nlappen. RSaberische, wenig begabte, unangenehm' riechende, 
«iligemein verfolgte Beutler. Kennen sie nicht entkommen, so stellen sie sich todt. 
Sid äind sehr lebeuszäh. Zahlreiche Arten: 1) Opossum, virginisohe lieutel- 
raite(D. virginiana ö'Aaiff). 50 — 46 cm, 25 — 2dcm. Schmutzigweiss, Ohren schwarz. 
Ihs Weibehen soU schon nadi 14tiM;^ger Trapeit 12—16 unbewegliche, nackte 
Jangp zur Welt bringen. Kordamerika. 2) Krabbenbentler (D. cancrivora 
'm^iin). Iit.-Tn. f^chwanz 43cTn. ^fit langem, tiefbraunem Stachelhaar. Nährt sich 
vou Vögeln, Knechthieren, besuuders gerne vou Krabben. In den Sumpfwäldern 
Brasiliens. 3) Graue Beutelratte (D. cinerea Temminck). 22cm, Schwanz 
-^cffi. Gran melirt. Brasilien. 4) SüdamerikaniseheB Opossum (D. opossum 
^/M). 27 cm, Schwanz 26 cm. Bostgelb, unten gelbltchweiss ; an den Augen 
- weisse Flecke. Guiana. '») Aeneasrat*^^ f f), dorsigern Linnt^) — Philander. 
Ii" cm, Schwanz 22cm. (Jrauhraun, unteu gelblichweisj». In Ermanglung? eines 
geschlossenen Beutels nimmt das Weibchen die grösser werdenden Jungen auf den 
Böcken, wobei sie ihre Schwttnzchen um den der Alten schlingen, Surinam, Quiana. 

DIdemiiidue, Familie der Synascidiae. Stock platt, dick, oft pilzartig; 
Körper mit Thrjra.x, Hinterleib und Postabdomen* Gattongcn: Didemnnm 8av^ 
heptoclinum bai\, Diazona bao. u. s. w.* 

Dididae Gray = luepti ßotiaparUt siehe Dronten, Tögel (ausgestorbene 
Thtere) und Tavbini. 

Didinium steint Gattong der Cyclotrichoda. Peritriche Infnsonen. 

Üidrik, i^. Chrysococcyx unter Kukuke. 

Diduiiciilidne, Zahntauben, Familie der Tauben. Kräftige, grosskophge 
Vügel mit iüHi küptlangem, hohem, gebogenem, an der Spitze hakig cekrümmtem 
Sebisbel , 2 starken Zumen am üntersohnabel , kräftigem , nacktem Lanf , freien 
Z^'ben, mittellangem, abgemndetem Schwanz. Gattong: Didunculus Fealf mit 
•l'T einzigen Art D. strigirostris Goulä. Oben braunroth, Kopf^ Hals und Unter- 
seite glänzend stahlgrün. Auf den Samoainseiu zu Hause. 

Oidas, 9. Dronten* 

Didymoojrrtis ffaeekel^ Oattnng der Radiolarien (Farn. Pol jsphaerida). 
DidyMophyidae Sehn., Familie der Gregarinae. Körper mit deatlicher 

Scheidnnir in Kopf-, Vorder- und Hinterleib. Gattung: Didymophjes Üt** 
Dieb = Haussperling. 

Dieb = Ptinus für L., Gattung der Holzbohrer (s. d.). 
Diebel = DöbeL 

DieseaiA &ray = Fseudelaps Dtm,Bibr,, Gattung der Elapidae. Glatt- 
ft tt« r. HMdwOrterimoh dar Zoolofcie. 14 



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210 



DifflagüdM— Dingo. 



schuppige (iiftschlangen Australinns mit kur/rm Kopte, abgerundeter ächnauMr 
getheüten Aualschildern. D, St^uauiulosus JJum, Bthr. u. a. 

Diffliigiidae, Fanulie der Foraminifera lobosa. EOrper mit bx^toa und 
fadenförmigen Pseudopodien und von fremden KOrpem incnistarier Sdude. Qattuigen: 
Difflugia Ehrmh. mit BracVwasserurten.* 

Digenea Bened, (griech. doppelt, entstehen), s. Di8t4>meae Leuck * 

Dlgltigrada, t. Zekenganger. 

Blgritus, Finger, b. Hiliigetlilere (Skelet). 

Digitus mobilis, Greif 7 an rr.. 9. Selialeiikrebs«. * 

Diglosia Wiigler^ a. Caerebidae. 

DIgoiieiionteii nennt Weiatmann Thiere, b«i welehoi im Jahre 2 Creneritiooeo 
auftreten (Monogoneu onten die nur mit einer, Polygonenonten die mit mebr 

als 2 Generationen im Jiilir* ). 

]>lgonopora, s. Strudeln Urmer, deadroeöle«* 

Dilatati. Die seitlich zusammengedrückte Seheide mit Seitenfurcheu; 

Dilatator pupillae, musculus. Bewirkt durch sein Zusammenziehen die & 
Weiterung dor Pupille» während der Sphineter pupillae die Verengerung de^ 

selben besorgt. 

Dilepis, frühere Untergattung von Cbamaeleo. 

DileptttS Duj', Gattung der Trachelina Ehrenb. Holotri«be InfusorieiL 
Dille, myxa und Billenkante, gonys, s. Tögel (Verdauimgeorgane). 

Diloba Stephens, Gattung der Eulen (s. d.). 

DUophus Meig., Strahlenmückea, Gattung der Haarmücken (s. d.). 
BlloplirraB Oraif, s. Lophjrus« 
DImidlaflo, 8. Dlvlslo. 

Dimodosaiini!^ ri'lanot, fossile Gattnnct der Dinosaurier. 

Dimorphiua, Gattung der Foraminiferen (Farn. Lagen idaej. 

Dimorphismus, Zweigestaltigkeit. ZtraSchst Yenteht man darunter dii 
Verschiedenheit /wisclit n ^rilniichen und Weibchen derselben Art nidit 
bloss im Hinblick auf die verschieden» u G» >clilf'clitscharaktere, sondern auch auf 
andere Äussere Merkmale, vrie sie z. B. zwischen den mit Geweihen versehenen 
Münnchen und den geweihlosen AVeibcheu der Geweihthiere, den prächtigen Hähnen 
und den oft ganz unscheinbaren Weibehen der Hfihaerrögel, dem sog. Hochzeitskleide 
bei den Mttnncben vieler Lurche, dem aulfallenden GrOssenunterschiede zwiscboi 
Weibchen und Männchen bei vielen Spinnen, noch mehr bei SchmarotzerkrebseD, 
wo den winzigen freilebenden Milnnchen riesige Rchmarotzerweibchen gejcr<"nnb'*r- 
steheii , zu Tage treten. Man spricht dann weiters von Dimorphismus bloss 
eines der beiden Geschlechter» wenn z.B. bei Wasserkftfem, bei Wasserjun^en. 
bd Sdunetterlingen, bei ein und derselben Art zweierlei Weibdien auftreten, den» 
eine Form den Männchen ähnlicher ist, oder wenn wie bei den Hautflüglem neben 
fruchtbaren Weibchen noch stprilp Weibchen (Arbeiter) beständig' vorhanden sic^. 
Eine weitere interessante Erscheinung des Dimorphismus ist der sog. Saison-Di- 
morphismus, so das Auftreten einer Sommer- und einer Wintergeueration bei 
Schmetterlingen. Ueber den Gener ations* Dimorphismus resp. Poljmorphi»' 
mus siehe noch unter Generationswechsel, über Dimorphismus bei 
Saugethieren, Vögeln nnd überhaupt br-i den verschiedenen Thierclassen. 

BImorphodon Ott:en (griech. zweifach, Gestalt, Zahn), fos-sile Gattung der Ptero- 
SHuria Owen. Langgeschwtozte Reptilien mit vorderen spitzen langen und ijiüt<'ren 
comprimirten kleinen Zfthnen. Aus dem Lias. 8. KrieehtMere. (ausgestorbene). 

Dimyaiift Lamarck (griech. Zweimuskelige), erste ünterabtheüunK' der Mn- 
schein, mit einem vorderen und einem hinteren Schliessmuskel. Zerfallen in 
Siüupalliata (mit Mantelbucht) und In tegropalliata (ohne Mantelbucht). 

Dimylus JJ. v, Meyer, fossile Gattung der maulwurl'>artigen Insektenfresser. 
Aus dem MiocSn. 

Dinema« fragliche Gattung der Flagellaten (Farn. Astasiaea). 

Diüeinidae, Ünterfnmilie der Codonidae (s. d.). 

Di not US Jur., Gattung der Grabwespen (s. d,), 

Dineura Dahlb., Gattung der Blattwespeu. 

Bingo (Oanis Dingo) verwilderter Schäferhund Neuhollands von der Grösse 



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211 



eines mittelgros5;en Sclut^rhundfs, kräftigem Baue, mit grossem Kopf, stumpfer 
Schnauze, aufrechten Ohren, langem Buschschwanz, Wolfsfärbung. Lebt nach Art 
unseres Fuchses in den WSiidem und Schlachten Australiens, von wo aus er die 
Sehafherdon beunsacht. Wird mit allen Mitteln ansgerottet. 
Blnkaschaf, a. Haiflscliaf. 

DinobryidMO Tlir^nh. (oder Thecoflagell ata), Fainilio (oder Unterordnung) 
>hx Fiageilata. Körper contractil. in einem vorn offfnen Gehäuse, mit einfacher 
Geissei; Fortpflanzung durch Knospuug; die neuen Individuen bleiben mit den 
alisB vereinigt und bflden somit polypenartige Stöckchen. Gattong: Dinobrjon 

Dinodon Dum. Bibr., fiattnnL' der Nachthaumschlangen, 
Dinophis Haüotcell, Gattung der Prunkottern (s. d.). 
Dinophysa Ehrenb., Gattung der Spirochoni n a. Prritriche Infusorien. 
Dinops i>av, gehört zu Nyctinomus Geo/fr., einer Untergattung von 
Tysopes JHig, 

Dinopyxis Stein j Gattung der Dinoflagellata, &. CJeisseltliiereheii« 
Dinonithidae Gray (griech. Riesenvögel), ausgestorbene, straussOhnliche 

RipspHTögel von Madagaskar, Neuseeland und den Mascarennen. den Kiwis nächst- 
stebend, ohne Flügel, mit kleinem, flachem Schädel, langem Hals, kurzem, kräftigem 
Schnabel, dickeu, plumpen, dreizehigen Scharrfussen. Führten wahrscheinlich wie 
die Sehnei^enstraiuse ein nSchilicfaes Leben. Gattungen: Dinornis mit D. gi- 
ganteus Ow., Riesenmoa. Ueber 3m hoch, flügellos. Palapteryx raitP. ingens 
Öf. Mit rudimentären Flügeln und mit Hinter/ehe; ein restaurirtes Exemplar im 
Wiener Museum. Aepyornis mit Ae. maximus Geoffr. Von Madagaskar und 
den Mascarennen (s. Aepyoruis). Als wichtigste fleischliefemde Quelle erlagen 
diese BiesenvOgel, wie dies bei den Bronten und bei der Steller'achen Seekuh der 
gleidie Fall, sehr rasch den beständig«-!! Verfolgungen. 

Dinosauria ('hr>>n , ausgestorben«- Reptilien aus der Ordnong der Ornitho> 
sceli'i ( <. Krieehthiere (ausgestorbene). 

Oiuothcrium Kaup (griech. schrecklich, Bestie), ausgestorbene Gattung der 
Ssagethiere ans dem Hitteltertiflr, Yon den Einen als Verbindung der Wale mit 
dea Rüsselthieren angesehen, TOn den Anderen zu den Bentelthieren (Macropodida) 
gestellt. D. giganteum Kaup. Nur der Schiulel bekannt, ohne obere Schneide- 
iähne, im Unterkiefer mit 2 grossen, nach abwärts gekrümmten Btosszülinen ; jeder- 
^ts oben und unten 5 Backenzähne mit 2 — 3 Höckerreihe u auf der KauÜäche. 
BerScbSdel über Im lang, 65cm breit. S. SSugethiere (ausgestorbene). 

IHoctrIa Meig., Habiohtsfliegen» Gattung der Raubfliegen (s. d.). 

Dioden Wag^, Gattung der Hyperoodontina Orajft s. Dioplodon« 

Dioduii Lesson = Harpagus Fi//. 

Diodon Günther, Gattung der Kugelfische (Oyninodonten) (s. d.). 

Diöcismus (griech, doppelt, Haus), ZweihSusigkeir , wenn männliche 
und weibliche Geschlechtsproducte auf 2 Individuen (Thiere oder Thierstöcke) ver- 
tlMÜtsind.* 

mVelstlsch, zweihäusig, s. BiScismas.* 

Wogeneskrfbs Leunis, landläufiger Name für die Einsiedlerkrebs«- der 
'.rattxuig Coenobita, mit stark gepanzertem Pereion, nicht zu verwechseln mit der 
Gattung Diogenes, einer Eiusiedlerkrebsgattung des» Mittelmeeres, mit weich- 
lAiitigem Pereion. 

Diomedea LmtU, Albatrosse, Gattung der Sturmvögel (s. d.). 
Bione, s. Yenns. 

Diopatra And. Edw,, Gattung der Nereidae, freischwimmenden Kaub- 
poljchaeten (Farn. Eunicidae). Mit 5 hinteren, 2 vorderen Fühlern und 2 Palpen. 
ISnige Arten bis 35 cm lang, l<au dick. 

IHoplodon Gtrv.f Gattung der Zahnwale (Familie Hyperoodontina). 
^- densirostris HuiUy im indischen Ocean, mit 2 grossen Kegelzähnen im 
l'öterkiefer. 

DioryctriaZcA:. = Ph.abietella W. r.,Fichtenzapfenzünsler,8.ZUnsler. 
Ufmla Äff,, Gattung der Sertnlariidae. 



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212 



Dipfangme Gnmdfoim— Dylommatina 



DiplirapinP Grundform Ilaechl , stercometrisch uu.sgedrückt durch die 
Bhombeapyrainide mit 2 Antimeren, bei einigen liadiolarien, Wurzelfiissern, Sipho- 
nophoren, Würiiierii auftretend. 

DIphyenkalk, h. ArmfHsser.* 

niphjridae, s. Doppelqnallen.* 

Diphyidae, Familie der Caly cophoridae. Röhrenquallen mit zweizeiliger 
Schwimmsäule au einer oberen seitlichen Abzweigung des Stammes, ohne Deck- 
Btftdce fftr die Individnengnippen. Die Gesehlechtsorgiiie in Gestalt kleiner Trauben 

an der Basis der Nährpolypen sitzend. Gattungen: u i^h jeB Cm. Die 2 Schwimm' 

glocken ungleich gebaut, die vordere mit dem Saftbehälter kegein>rini^; o.ler 
pyramidal, meist grösser als die hintere. Praya Blainv. Beide Sehwimmglockfn 
ziemlich gleich gross, abgerundet. Abyla Esch, Die vordere Sohwimmglocke sehr 
Idein, mit dickem Hantel. 

Dlphylla Kammzähne, Gattung der Deamodina. Brasilianische, 

blutsaugende FlederniiLuse mit halbmondförmigen Ohren, breiten, kainmförmig ge* 

Stthnten unteren Schneidezähnen, 7- Backenziihnen, ohne Schenkelflughaut. 

Diphyllidac van Beneilen, Familif der Bandwürmer. In Seefischen lebeudt. 
bandwurmartig gegliederte Wiu-mer mit 2 grossen Sauguäpfen, mit Stacheln be- 
setztem Hals, merher Eehinobothrinm van Bmedm, im Darm der Bochen. 

Dlpleure Grundform Ihwclel — Bronm Hemisphenoide oder Halb- 
kt'ile. nach Haeckel durch die halbe Khombenpyramide stereometriscli ausgedrückt. 
Grundform aller Wirbelthiere, Gliederthiere und Weichthiere, die aus einer rechten 
und einer linken, durch eine mediane oder Sagittalebeue geschiedene Antimere 
bestehen und ebe gleichpolige Seiten- oder Breitenaze und 2 ungleichpolige Ans 
(Lings- und Rückenbauchax* ) untersclnuden lassen, ffind beide Antimeren ^siflh 
entwickelt, so heissen die Thiere Eudipleurai wenn ungleich, Dysdipleurs 
(= assymetrische Form). 

Dipleurobranchiata Schm. (Uypobrauchiata Cuv.^ lufcrobranchiata 
BL), Familie der Seitenkiemer. Kiemen blattförmig in einer Furche zwischen 
Hantel und Fuss. Gruppe: Phyllidiina, Pleurophyllina.* 

Diplocidaris Dts,, ausgestorbene Gattung der Cidaridae. Im mittleren 
und ob»'ren .Turn. 

Diploconida Ilaeckel, Familie der liadiolarien. Ihr Kieselskelet aus 2 mit 
den Spitzen verschmolzenen, an beiden Enden offenen Halbkegeln bestehend. 
Diplocus Aymard, ». Hoplotheriam. 

Diplodactylus '7rr/f/ (griech. Doppeltfinger) = Ph yll odact yhis f'/Vr.. Gattung 
der Haft zeher. Mit 2 kleinen, eiförmigen, dicht bewarzten Ballen unter jeder 
Zehenspitze. 

Diploderras Haü. = Japalnra Gray. 

Diplodiscus Phiiippi (griech. Doppelscheibe), Jugendphase des Eingeweide* 

wurmes Amphistoma, parasitisch auf Tellerschnecken. 

Diplodonta Bronn = Mjsia Leach, der Gattung Lucina nttchststehende 

Meermuschel. 

Diplog:aster Jf. Seh^ Gattung der Anguillnlidae. 

Diploglossina Qrwß (Anguidae Copt), ünterfamilie der Scincoidae Dm. 

Bihr., s. Diplof^lossus. 

Diploglossus Wiegmann (grieeh. doppelt, Zunge). Gattung der Scincoidae 
(Unterfamilie Dipl oglossi na). Echsen mit kegelförmigen Zähnen, ausgeschnittener 
Zunge (mit schuppenförmigen Papillen im vorderen, fadenförmigen im hintern 
Abschnitte), gestreiften Schuppen. In der neotropischen Begion. 

Diploprraptus Arroy, Gattung der Graptoloidea. 

Diplolnpmus Bell, (griech. doppelt, Kehle), Gattung der Leguane. Süd- 
amerikanische Echsen. 

DIplolepariae Lair,, e. Gallwespen. 

DIplolepariae Spiti.^ s. Chaicidldae. 

Diplomesodon Jirandt, Untergattung der Spit/.inausgattung Croeidura. 

Diplommatina Bensen (griech. Doppelaugen), ganz kleine gedeckelte, ost- 
indische imd polynesische Larasehneoken mit einem klmnwm Neben auge hinter 
jedem Auge. 



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Biploanoipha— Dipodomyt. 



213 



DI|ilo«i«rpbl Cor. (grieoh. cweifiich, Gestalt), s. Hjdroid«n«* 

Diplopelma GunMer^ Gattung der Rhinodermatina (s.d.)- Schmalköpfige, 

glatthäutige Froschlurche mit ziemlich kurzen Gliedmassen, ohne Kiefer- und Gaumen- 
zähnf. mit elliptischer, voilständit^Mr Zunge, verborgenem Tromm plf»'ll, sehr kleinen 
üehörtuben, halben Zehenschwimmhäuten, 2 kleinen platten ILückeni am Tarsus. 
Diplophryidae, Familie der Bhizopoden. 

Diplophysa Gegenh. heissen die eudoxien&hDlichen Abkömmlinge der 

Monojihvi ] i - ^Fai[i;li( der Calycophoridae). 

üiplopueumona Ihgg (griech. doppelt, Lunge) = Perennibranchiata , 
Abtbeilung der Schwanzlarche mit Kiemen und Lungen im erwachseneu 
Zustande. 

DIpIopoda Gerr. (griech. düppolt, Fuss), s. Schnnrasseln.* 

Diplopole Grundform Unrcl.d, Unterabtheilung der einaxigen Thiere, 
si^rtometrisch durch die Halbkugel und den Kegel ausgedrückt, mit dem Mundpol 
als einem und dem Gegenmundpol als anderem Pole der Axe. 

Diploporitae Joh. Müller (Doppeltporige), Unterabtheilung der Cystideen, 
ntit auf jeder Kelchtitfel paarweise gestellten Poren. Hierher Sphaeronites 
pomnm Hitünger. Aus dem schwedischen Silur. 

Diploporitidae, Ordnung der Cystidea. Kelehplatten mit Doppelporen. 
Dlploptera Latr^ 8. Faltenwe»4peu. 
Biploptems Ag., s. CroMepterygii. 

Diplopteryga Äfe»/., s. Faltenwespen. 
Diplosaoras, s. Kriechthlere lauiigestorbene). 

Diplosiphona Günther (griech. doppelt, Böhre), Abtheilung der zungen- 
losen Froseblnrche mit der Gattung Hyobatraelms (Ghelydobatraobus). 

S. Engystomidae. 

biplosis Löic, Gattung der Gallmücken (s. d.). 

Uiplosoma Macdonald (griech. DoppelkHrper) , Didemnium ähnliche zu- 
lanunengesetzte Ascidien, bei denen die dem relativ sehr grossen Eie entschlüpfende 
Luve nnr einige Stunden beweglich bleibt und schon wfthrend dieser Zeit ein 
nenes Individuum durch Knospung hervorbringt. Bildet mit Astellinm die Fa^ 
milie der Diplosomiden. S. eigentliche Seewalzen. 

DipIosphaerai/a^cA:^/, Gattung der Radiolarien (Fam. Ethmosphaerida). 

Diplostomft r. Nordmann (griech. Doppelmnnd). Eingekapselte, besonders im 
G:«utkörper und der Liuse von Fischaugeu sich findende Larven der Saugwüxmer- 
gattUDg Holostomum, mit scbeibenfttrmig yerbreitertem VorderkOrper. 

Diplozoon r. ]Storä$nann (griech. Doppelthier). Sehr interessante Saugwürmer- 
gattung der Polystomidae. 2 Einzelthiere verschmelzen, indem sie sich kreuz- 
weise (der Bauchsaugnapf des einen Thieres an den Rückenzapfen des anderen sich 
anlegend) aneinander legen , zu einem x-formigen Doppelthier, dessen Hinterenden 
2 grosse, in 4 Gruben getheilte Haftscheiben zeigen ; jedes der verwachsenen Thiere 
^)ebalt seine eigene MandÖfbnng, seinen verästelten Darm und ist Hermaphrodit* 
Die Einzelthiere leben, als Diporpa beschrieben, solitär. Das Doppelthier schmarotzt 
wfden Kämmen verschiedener Süsswasserfische. Art: D. paradoxum v, Nordmann, 

Pipnenmona Brdt., s. Hülntharloldea pneumophora Brdt.* 

Dipueumoiies, Gruppe der Spinnen. 2 Lungen und 6 Spinuwar/^eu. £ut- 
Idlt die Gruppen (Tribiu): Springspinnen (Saltigradae), Wolfsspinnen 
(Citigradae), Krabbe nsplnnen(Laterigradae), Röhrenspinnen(Tnbitelae)» 
Webspinnen (Retitelariae) und Badspinnen (Orbitelariae).* 

Dipneusta = Dipnoi. 

Dipnoa Leuckart (kriech. Doppeltathmer) = Amphibiu im engeren Sinne 
(mit Annchluss der mit Amnion sich entwidEelnden). 
Dipnoi. s. Lnrchflscho. 
Dipodida Ih-avft, s. Springmäuse. 

Dipodina ßratuit, Springmäuse im engeren Sinne, umfassend die Gattungen: 
Platyceromys Brmtdt, Seirtetes Wa^ntr, Dipus Schrther, 

Dipodomys Gray, Tascbenspringer, Gattung der Springmiluse. Den 
Taschenratten durch ihre ftnaserlieh an den Wangen sich OfEhenden Taschen ähn- 
liehe Springmäuse mit langem, aehwach bepinseltem Schwanz , vierzebigen Hinter- 



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214 Dipogalea— Dimatar. 

lüssen, Arten: 1) Tascheus>pringmaus (D. i'iiiiippii Gray). 14cm, SchwAuz 
17 em. Bewohnt die fast nur mit GactoBarten bepflanzten Wttsten von Hezioo und 

Califoriiieu und rerUast ihren Ban erst am Abend. 2) D. agilis GamM. Hat 

an den Voi I ifussen nur 4 Zehen und einen Daumenstummn^ F^^^^dn. 

D!pofj:alPU Pomfif, Familie der Insektenfresser, s. Macroselides. 

Üipoidcs Jäger (griech. xweifUssig, ähnlichseheiuend), ausgestorbene Gattung 
der Na^er. 

Diporophora Gray (griech. zweimal, Oeffiiiing, tragend), Gattung der Baum* 
a gramen. Der Gattung Grammatophora nahestehende australische Echsen ohne 

Schenkf lp ri n. 

Dipoij».'! Dujardin (griech. Zwfischnalle), Einzelthier von D i p 1 ü üloou (s.d.). 

Dippei neuneu die süddeutschen Schäfer die Drehkruiiklioi t der Schafe. 

Diprionidae, Familie der Graptoloidea, die Diplograptidae und 
Phyllograptidae umlkssend. 

IMprotodon Owm, ausgestorbene Gattung der Eftnguruhs mit nahezu 
meterlangem Schädel, s. SSugethiere (ausgestorbene). 

Dipsadidae Günther (griech. dürstend), Familie d<r Colubiina innocua 
mit den hHden Hut* rf unilipn: Dipsadinae, Nachtbaumschlaugen, und Amblr- 
cephalinae, Öiumptköpfe. 

Bipsadtnaey t« Nachtbanmsehlangen* 

Dlpsadoboa Günther, Gattung der Naohtbaumschlangen. Central* 
amerika, Westafrika.' 

Dipsadomorphua = Dijpsas trigonata Boie, Nachtbaumschlange in 

Vorderindifii. 

Dip.saduuiurus Dum. Jiihr., (Tattuiii? (\cr Stumptkö pte. Sumatra. 

Dipsas Boie, Gattung der Nauhtbuum!:>chiangen (^s. d.)« 
Dtpsas Leenh, Muschel, s. Crislarla* 

DipsdBfturus Hallow (Grotaphytus dorsalis Baird^, Gattung der Erd- 

leguan e. 

Dlptcrn />., - /^veiflUgler. 

Blptera geuuinu GerM., a. Diptera (excl. I'upipara Lair.j. 

Dipterldae» s. Fische (ausgestorbene). 

Dipimiia Mac Crtuhf, Gattung der Codonidae. 

nipus PUf/er, Sp ri II Lfni än s 0 . Gattiinp- 'Lt S p r i ii i^mii ä u s Die Vorder- 
füsse haben 4 Zehen uud ciiifii vriküumifc]"t( n DaiiintMi, di»' Hinieitü^se 3 im Tarsu* 
verwachsene Zehen. Die olx icii Schneidezühue haben eine aiittkre Längsfurche 

Backenzähne , . Arten: 1) Europäische Springmaus (D. isagitta Schrebei). 
17 em, Schwan« 16cm. Ohren ziranlich gross. Schwanzspitze anfangs sehwars, dnui 

weiss. Gi au^'^ll). am Rücken dunkler. In den Steppen der unteren Wolga, in der 
Mongolei, in Sibirien. 2) Rauhfüssige Springmaus (D. lagopus Lichtenstein). 
17cm, Schwanz 15 cm. Ohren kurz. Scliwan/büschel brann mit schneo weisser 
Spitze. Hell isabelienfarben. In den Steppen am Aralsee, o) Kirgisische Spring- 
maus (D. telum Lirhlenstein). Kleiner und dunkler. In der Kirgisensteppe nn 
kaspischen Meer. 4) Aegyptische Springmaus (D. Hgyptius LichtmsUmy 
20 cm, Schwanz 23 cm. Isabellenfarbig, schwarz gesprenkelt. In den Wüsten TOD 
Arabien, Tripolis, UntorJls^ypten. 

Dlradiatio, s. Divisio. 

Birecte Anpassung, s. Anpassung, actnelle. 

Birhagea Sehmarda (griech. «weispaltig) , Familie der Schnur Würmer. 

Seewürmer mit 2 Längsspalten an der Kopfseite. Mit den Gattungen: Nemertes 
Cuvier. Seiteuspalten sehr lang, 4 — 12 An£r*'n: Meckelia Leuckarf , augenlo-: 
Notospermus Hmchkef 15 Augau uud mehr; Tetrasteines Ehrenb,^ 4 Aog^u, 
lebend gebärend. 

Disaster Agamz (griech. doppelter oder getrennter Stern), fossile Gattung 
der CoUyritldae (Unterordnung Spatangideae). Eieferlose Herzigel mit ge- 
streckt ovaler Schale, die Ooellarplatten des Biviums weit Tom Apex entfernt. Die 
ältesten Spatangideen, schon im Lias auftretend. 



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Discida—Duhley'Breed. 



215 



Disdd* Hatehd, Familie der Badiolarien. Skelet eine flache Scheibe 
bädend. 

Disciiiidac, Familie der Eca r diu» s. Schale ungleicliklappig, hortüg-. kalkig, 
Hif^«;tiel durch eine Oe&iuag der Unterschale tretend. Gattangen: Discina 
iMm. u. s. w.* 

DfMdboUf Scheibenbftuehe, 8. Oobllfoniee« 

Discocclis Ehrenh.f Gattung der Leptoplaiiidae. 

Dlseodactylus Fitz., Scheibenfinger, s. Fhjrllodactyla». 

DLsoodermia Bocoffe^ Gattung der Tetracladina. Steinschwämme. 

IMseaellas Lair^p Gh^tang da* Faltenweapen (Lehmwespen) (s. d.). 

Di9eoflossi]i»9 Unterfamilie der Banida (s. d.). Ohne OhzdrOsen. Qaer- 
fbrtsfttze des Sacral wirb eis verbreitert. Zehen mit Sehwimmhäaten. Gattnngen: 
Ohiroleptes, Leptobrachium, Cryptotis, Fergusonia, DiacoglosBUS, Pe* 
lodvies. Megalophrys. 

Discoglossuä OUh., Gattung der Discoglossiua (:>. d.). Frobchlurche, denen 
der Gattung Bana fthnlich, mit Daumenstommel an den Yorderfiissen; halben 
Zebenscbwimmhäuten beim Männchen, kurzen beim Weibchen, fast kreiBronder, 
ganzer, hinten freier Zunge, kleinen Gehrirtuben, kleinem, nicht sichtbarem Trommel- 
fell. Die Gaumenzähue stehen in einer geraden Linie /.wischen dem Hinterrand 
der inneren Nasenlöcher. Art: Bunter Scheibeu/üugler (D. pictus Otth.). 
7— dem. Auf grangelber oder grüngelber Oberseite ziehen 3 gelblichweisse Lftngs- 
streifen hin; die Unterseite gelbweiss oder weiss, nngefleckt; an den Beinen dunkle 
Qnerbinden. Lebt auch in ziemlich salzigem "Wasser. Nordafrika, Südwesteuro^. 

Diseug^nathus Ilaeckel (griech. Scheibenkiefer), GittuTi^^ der Weissfische. 
Südafrikanische Cypriniden mit kurzer, neunstrahliger, knüchenstaeheiloser liücken- 
flotte, horizontalen Brustflossen und in eine Saugscheibe verwandelter Unterlippe. 

Discoidalader, s. Zweiflügler. 

Diicoideae fdiscus, Scheibe' ^ Knorpelqnallen.* 

Discolitheii (griech. Wuitsciicibe, Stein), scheibenförmige, aus Ealk und 
organischer Substanz bestehende Gebilde, welch© in Verbindung mit Bathybius ge- 
fimden werden.* 

Diseoni^dmsidM) Familie der Acalephae (Unterordnung Discophora). 

Flache Schirmquallen mit f»"elapptem Scheibenrnnd, mit 8 Paaren Aiigenlappen und 
^'benso rielen tentaculSren Zwischenlappen mit laugen Randtentakeln. Hierher: 
Discomedusa Clans mit D. lob ata Claus, Adriatisches Meer. 

Uiscophora Eschach. (griech. s* li<'i)ie, trage), a. Sehlrmqnallen. * 

Dfscophorta firuhe, s. Bluteisrel. • 

Discophrya Stein^ Gattung der Infusorien (Familie Opaiiuuj. Holotricbe 
hifasorien. 

DIscoplaeentalla» a. Singefhiere (Fortpflanzung). 

Discorbina Park. u. Jones, Gattung der Foraminiferen (Familie Globi* 
gerinidae). Von d^^r oberen Kreide bis in die Jetztzeit. 

DiscOsonm lltippeU, Gattung der Discosomidae. Actinieu mit in radialen 
Iteihen oder Gruppen stehenden Tentakeln (alle oder ein Theil warzenförmig). 
Hierher D. giganteum Forskai, 10— 20cm hoch und breit, eine der grOssten 
Aetinien. Im rothen Meer und indischen Ocean. 

Discospirft /fa«ai(ej, Gattung der Badiolarien (Familie Di sei da). Ohne 
U&dialstachel. 

Discospirlda Ilaeckel, Unteriamiiie der Discida mit Discospira, 
DIseeta, s. Zwelflilgler. 

Bisens, Scheibe, s. Schildkröten (Rückenschild). 

Oisciis blastodftrmicus , Keimscheibe, heisst der flach ausgebreitete, be- 
reits viekelUge, ab scheibenfönaige G astrula (Discogastrula) erscheinende Bildungs- 
<)otter des abgelegten Vogel- und Kriechthiei'eies. 

Diseos prolig[enis heisst am EierstocfcfolUIcel des Sftngethieres die Terdickte 
Stelle des Follikelepithels, in der das Ei eingeschlossen ist. 

DUelmis Duj* (Chlamjdomonas), Gattung der Flagellaten (Familie 
VoWoi-i n A). 

Dishleji-Breed = Leicester-Schaf. 



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21G 



D i«ph aerida — Divisio. 



DisplUMridft HaeeM, Badiolariengruppef deren Skelet ans 2 durch radial» 
StSbe verbundenen conceutriscben Gitterkogeln besteht. 
Dlsphoüdus Dki' , ^ Dryöniednsa. 
Diääepimeiita, s. BorstenM^Urmer. * 

mllXiZ'^. "ÄT"*'' 'nter,er..l,,l,utohe„. »nvollk.mm. »den. 
DiBsepimenta intercotitalia, iutercüstalplüttchen. 

Dissojiemale uuuut Ilaeckel jene Gattungen craspedoter Medusen, bei 
welehen von den ursprüngUcheD 4 perradialen Tentakeln nnr 2 gegenständige ent* 
mäkelt sind (Dinenia, Dissonema, Baphenia n. a.). 

Btstalende, s. Hydromedasae und RTthrf^n^nnllcn. * 

Bisteira LacSp. (griech. zweimal, KieJj, Gattung der Hydrophidae S«",«. 
Denen der Gattung Hjdrophis Daudin nahesiteheude Schlangen mit 2 kleinen 
I^ftfrontalschildern zwisohen den Nasalschildem. 

Distelfalter, Vanessa cardui L.. s. Tagfalter ViuieMa). 

DUtelflnky Distelzeisig, Stieglitz, s. Carduelb. 

nisttehalla, b. Haarsterne.* 

Distichophom LamoreA-, Ordnung der Btjl aste ridae. Steinliarte, yertstelte 
Polyparien, früher zu den Bteinkorallen gezählt, von Mosel if als Hydroidenproducte 
erkannt. D. violacea JPa^. Im rothen Meere» in den ostindischen und austraiischea 
Meeren häufig. 

Utstlfma Ehrh., s. ■•■oeystls. 

Distomeae Leuck* (Digenea Hep.), Unterordnung der Sangwürmer. Ento 
parasiten in Wirbelthieren mit 1 oder 2 Sauggruben : Entwicklang mittelst Gene 
rationswechsel. Familien: Mouostomidae, Holostomidae, Distomidae, Gas* 
lerostomidae.* 

Distomidae» Familie der Saug Würmer. Körper lanzettUch, breit bis nud* 
lieh, mit einer vorderen und einer mittleren SanggmM. Gattungen: Diatomum 

Bhopalophorus FHes., Amphistomum ffuri. u. 

Disiomuin liudolpki (griech. Doppelioch), Gattung der Distomidae. Die 
mittlere Sauggrube der vorderen genähert. Hierher ausser zahlreichen anderen Arten : 
D. hepatieum X«., der Leberegel. 80mm, mit kegelförmigem Vorderende imd 
zahlreichen stachel artigen Höckerchen an der Oberfläche; Körper breit blattförmig. 
Lebt gesellig, oft über 200 beisammen. In den GallengfhiL'fTi des Schafes und 
anderer Haustbiere. die sog. Leberfäule erzeugend; in Euglan l allein erliegen ihr 
jährlich 1 Miiüuu Schafe. Aus dem £ie entwickelt sich nach längerem Aufenthalt 
im Wasser ^ kegelförmiger Embryo mit x-förmigem Augenfledk und oontinim* 
lichem Wimperkleid, das frei im Wasser uinlierschwimmt. Von da dürften die 
Embryonen in Wassersch necken gelangen, dii' Cercarien nT'cr an Grll^ern .«:ich ver- 
puppen und so durch die Nahrung in den Schaf körper gelangen ; in ähnlicher 
Weise dürfte die Ansteckung des Menschen bei Genuss von Brunuenkresse Tor 
sich gehen. (AusfQlirliohes in: Latekart, Parasiten des Menschen« Leipzig 1863.1.) 

Distomns (?tfr<>ur, Gattung der Bistemnidae. Zusammengesetste Aactdieo; 
Einzelthiere mit 3 EOrperab.schnitten , beide Oeffhungen sedislappig; die After 
Ofinnng jf^des Ein/elthieros öffnet sich direct nach aussen, 

Di^trema ^chUij., Gattung der Embiotocidae. 

Dithmarscher Schaf, sehr fruchtbares Mastschaf der Holstein'schen 
Hazschvireiden. 

INthyra (griech. zweithürig) = BivaWia, schon von AritUntdet für diemi- 
sohaligen M^i'^'^beln gebrauchte Bezeichnung. 

Ditoma = Synchltodes CroUh.^ e. Colydidae. 
IMtroeha iforf. (griech. doppelt, Ring) s. Legeimmen.* 

DiuieUa Bory., Gattung der Macrod aotylea. 

Diufpse = Harnabsöiulerunp^. 

Diarna L. (^^^ech. diuni'H t;((jsiilHM-L s. Tapfalter. 

DiyergeiLZ, Differeuzirung, m irolge der Aupassungülahigkeit der Of 
ganismen an verftaderte Süssere Ezistensbedingungen im Laiäe der Zttten entr 
standene Verschiedenheit swischMi ursprünglich gleichartigen Lebewesen. 8idis 
Selectionstheorie. 

Diviäio,scissio,Selb8ttheiiung, generatio scissipara,FortpfUnzttsg 



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rjemmel— Dolicbotis. 



217 



durch Theilung. Haeckel imtersoheidet : dimidiatio, divisio bifida, Hal- 
bining oder Zweitheilung (diese wieder in: indefinita, partitio, ohne bestimmte 
Richtung der Theilungsebcne . d. longiludinalis. dichotomia, T-initrstheilung 
liDgs der Längsaxe, d. trausversa, articulatio divisa, Quertheiluug senkrecht 
inf die Llngsaze, d, diagonalis, d. obliqua, SehieftheUung) und Diradiatio, 
Strahltbeilung, wdohe nimeist eine unYoltotaiidig« ist, da die StrahltheUe mit 
einander im Zu«:amTncnhange b]r:brn. 

DJemjuel, ä. Dromedar unter Kameele. 

Djolfe = Dsjülfa, Unterrasse des arabischen Pferdes. 

IKieknins Duj., Gattung der Aearidae. 1>er Gattting Strongylus fllrn* 
liehe Faden Würmer, aber mit weitem Munde und horniger, am Rande stark be- 
2.ihDter ^^u^dkapsel. Im Grunde der Mundkapsel 2 bauchstilndige Zuhne, an der 
Kückenwand eine kegelförmige Spitze s^-hief nach vorne emporragend. D. duo- 
denalis i>M/^. (Ancylostomum duodenale />u6.). 10— 18mm. Im Dünndarm des 
Mensdien, in den Nilllndem massenhaft, fieisst Wunden in die Darmhant und 
sangt Blut aus den Darmgefftssen ; dnrch die so erzeugten httufigen Blutungen ent- 
. steht die ägyptische Chlorose (G asterocnteritis). Im Hund D. trigono- 
cephalu«? Jiud.. im Dann der Kat/.e D. tubiformis Zeder u. T. a. 

Dociiiiast«s Gould, Schwcrischuäbel, s. Kolibris. 

Dteogleesa Trü§ch., s. KrefskJemer** 

Docophorus Nitzseh, Untergat^g von Philopterus, s. Pelatreflser. 

Bodo = Dponte. 

Dodecactlnla Ehrenb, (griech. zwölf, Actinia), 9. Xadreporaria Edw. und iij dro* 

cntlli AI. * 

Doodieunis Burm., fossile Gattung der Zalinarmen» 8. GlyptodomtldM. 

Döcrlinu^, Walart, s. Hyperoodon. 

Döriiling heisst das brünstige Männchen des Frauen nerfliugs wegen der 
Wilderbaren warzenartigen Hautwneherungen. 

Dor robstiflnsler, P h y c i s cl u t e II a HMit., s. ZIlBiler. 
Dofamia Gray^ 8. Trionyx Geoffr. 

Doggen, grosse, kräftige, glatthaarige Gebrauchs- und Luxushunde. Die 
gemeine Dogge, durch Kreuzung des grossen BuUeubeissers und des französischen 
PloMlierliundee entstanden, wird als Treib* und Zughund Terwendet; die eng- 
lische Dogge oder derMastiff, zu den stärksten und grOssten Hunden gehörig, 
soll durch Paarung der vorigen mit dem grosseTi BuUenbeisser entstanden sein ; die 
Himer Dogge gleicht im Baue des Vorderkörpers der gemeinen Dogge, im Hinter- 
theile dem Windhunde; die dänische Dogge, aus dem grosseu Bulleubeisser 
iiad dem Crossen dänischen Hunde entstanden, ist ein beliebter Luxushund ; sehr be- 
liebt ist cse getigerte deutsche Dogge mit schönen Glasaugen. 

Dogloau heisst in PVankreich der doppelnasige BuUenbeisser. 

Doguin heisst in Frankreich der kleine BuUenbeisser und der Mops. 

Dohle, Corvus mouedula. s. Raben» 

Dohlenkrebs, Astacus pallipea LtrA,, s. Flusskrelwe* 

Dolahella Lam., s, Aplysiidae. 

Üoicfastiehtaabe, 8. Phlegoenas. 

Dolch Wespen, Scolia Fabr., Gattung der Heterogyna (s. d.). 
Dole, Kolsun = Ganis dnkhunensis» fragUdie Hundeart Indiens. 

üolenis Kl., Gattung der Blatt wespen. 
Dolichopephfile SehÄdel, ^. Mensch. 
Dollchodou Uray (gnech. Lunj^^uhuj, ». ZlphiuSi 

IKiliclimniyx Sifeiiu,, Gattung der Troupiale (s. d.). 
Bolichopodidae, h. Langbelnfllegen. 

I DoHehosanrus Owen, (griech. Langechse), ausgestorbene Bchsengattnng, 

I aas der Kreide/.eit. 

Dolichotis Demiareat, Gattung der Halbhufer. liehurtige Nager mit zu- 
gespitzten Ohren, mit kurzem, nacktem, aufireehtem Stummelschwanz, 4 Zitzen bei 
■■ den Weibchen. Art: Der Mara (D. patagonica Wagner), 75 em, SchulterhOhe 

43cm. Rehfarben. Bewohnt die steinigen, wasserarmen Wüstengegendon Pata- 
■ goniens, wo er die verlassenen Baue der Viscachas bewohnt (.»iler sich solche selbst 
j gräbt, sich aber oft meilenweit von seinem Baue entfernt und dann unter freiem 

t 



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218 I)<düdae— DoppelquaUen. 

Himmel schläft. Es leben immer mehrere in klt in« n Rudeln beisammen. Du 
Wei beben ^^oll zweimal im Jahre Junge werfen. Der Mara wird beaoodeis aun« 
Felles wegen gejagt. 

DoilMae, s. Faesschnecken.* 

Doliolidae, einzige Familie der Tonnensalpen mit der einzigen Gattaag 

Do Hol um Quoy u. Gaimard. 

Doliolum Quoy u. Gaimnrd (lat. Fässchen), typische Gattung der Dolio- 
lidae (Ordnung Cyclomaria). TonnenfÖrmi^re Salpen , vordere Oeffnung von 
10—12 Ijftppchen nmgeben. Die Generation (B) mit dorsalem Keimstock hinten im 
7. Intermusenlarranm und mit 9 Mtiakelringen erzengt eine zweite Generation mit 
ventralem Keimstock im 6. Intwmuaenlarranm und sehr grosser Kieme. Diese 
erzeugt als Geschlochtsform (A). 

Dollarn Lamarck (lat. Fass), Gattung der To u neu Schnecken (s. d.)* 

BellarTogel, n. Enrystomne* 

Dolmetscher, s. Strepsilas. 

Dolompflps Walrk., Gattung der Wolfsspinnen (s. d.). 
Dombauer, s. Vögel. 

Domestieatton heiast die im Laufe mehrerer Generationen erfolgende Um* 
Wandlung einer wildlebenden Thierart in ein Hausthier, wihrend man die Um- 
wandlung eines oiii/.*'lnen Individuums Zähmung nennt. 

Domherr, Dompfaff = Gimpel. 

Domicella Ha^/er, Gattung der Loris (s. d.). 

Domieola 8peiie$ Baie (lat. Hausbewohner) , Unterabtheilung der Granit* 

flohkrebse mit den Nest« r «xb i Gehäuse erriehtenden Gattungen. 
Domnrj-o-Dach^hnnd, s. Dachshund. 

Domiugo-Wiudhuitd, durch Pnarung des grossen Windhundes mit der 
dänischen Dogge erhaltener schiefergrauer Windhund. 

Domlntk-Hnlui, alte amerikanisdie Hflhnerrasse; blaugrau mit dunklen Qn«^ 

binden; dauerhafte, gut legende, schmackhafte Hühner. 

Donacia P^abr., Rohrklifer, Gattung der Bhittkafer. 

Don au fische, Zingel, Schrätzer, Steingresslin«? (auch in der Idria), 
Huchen, Fruueufisch, Sterlet, Streber. Kommen nur in der Donau vor. 

Donaukarpfe = Karpfen. 

Donauncrfling = Frauennerfling. 

Donax L., Stnmpf- oler Di eieckmuscheln. Gattung der Tellinidae(8,d-). 

Donente = Moorente, Fuligula uyroea. 

Oounerkeile, s. Belemnittdae. 

Doimerkröteii = Seeskorpione (Cottus). 

Donnersberger Vieh, semmelfarbiges Zugrind der Rheinpfalz. 

Don'si'lie Pferde, kleine, niisrlaucrnrle. ijon ü a me , lebhaft gehende Pferde 
der Don^clieu Kosaken mit breiter, kräftiger Lende, kräftigen Unterfüssen; gute 
Last- und Reitthiere. 

Dopasia Gray (Ophiseps Bh/th., Pseudopus gracilis Gray), indische Art 
der Gattung Pseudopus. Ohne Gliedmassen. 

Doppel« Ardenner, s. Condrozpferd. 

Doppelathuicr, s. Amphipneusta. 

Doppclathmcr, AmpuUariidae, Familie der Holostomata. Schule kiig«!^ 
bis kegelig; mit Deekel; Schnauze kurz, Fuss breit. In Tropenflüssen. Gattnugen: 
Ampnllaria Law.* 

Doppelaugen, Abtheilung der Zahnkarpfen (Cyprinodonten) mit Ana- 
bleps (Vierauge) als wichtigster Gattung, 

Doppelfllsser, 8. Schnnrasseln* * 

DoppelhoruTOgel = Bnceros bicornls, s. NashornTögel. 
Doppelkrauseneule, Golumba strigirostris {=s chinesisches MöTchen) 
mit doppelt ' T Halskrause. 

Doppellücher = Distuiuiüae. 
Doppelnashorn, s. NashOrner« 
Doppelpfrnmide, s. Honiopola. 

Doppelquallen, ])iphTi(inf. Familie der Hiilsenquallen. Scbwimm^locken 
sehr gross, zu zweien am oberen Ende des Stammes; Deckstücke dütenfürmig, (rt* 



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Doppeiräder — Doraheher. 



219 



lehlechtsgenimen (Diphyozooidien) als Endoxieii fireischwimmead. Gattangen: Di- 

pkjes Cuvier, Praya Blv., Abyla Et^rhsrh.* 

Dopy><»lr!Hpr, Aniphidiskpn. s. Schwiimme. * 

Düppeisctieidenthiero = Marsupialia und Didclphiu. 

Doppelsdileidiai, Amphisbaenidae, Chaloidiens glyptodermes, Fa- 
milie der Bingelechsen (Annulati). Wurmföniiiffd, fcuslose, pleurodonte Echsen 
mit mehr minder deutlicher, vom Halse bis zum After hin/.ielieiifler Soitenfurche, 
deathehen Präanalporen. Die meisten Arten aus Amerika. Leben unter der Erde 
oditr nnter Steinen, ernähren sich zumeist von. Termiten und Ameisen. Gattungen: 
Amphisbaena L. mit der befahnntesten Art A. alba L., die Ibijara. 50cm. 
Bompf mit 222—224, Schwanz mit 14 Ringeln. Südamerika. Blanus Wagler 
mit Jer einzigen Art B. cinereus Wagler, Netz Wühler. 32 cm. Oben fleiach- 
ftthea bis ka-stanienbraun. Südpuropa. Kleinasicn, Nordafrika. 

Boppolsrhnepfo heisst Gallinago major und Numenius arquatus. 

Üoppelsperbor = Hühnerhabicht, s. Falconidae. 

Deppeltcontonrirte Nerreafasern, s. Nerrengewebc. 

Doppeltgeheftete FHsse, pedes bicoUigati, Yögel (Skelet). 

Deppelthier, s. Dlplozoou. 

Berade, echte. 8 Chrysophrjrs. 

Doras Lacip<'<i'\ irattung der Welse (s. d.). 

Dorataspida Haeck-,, ( A c a n t h o m 0 1 r a c a t aph r fi c t a • /. }ftW.) Unterfamilie 
der Radiolarien (Farn. Ommatida) mit nur einer extracapsulären Gittersohale. 
Gattimg: Dorataspis JJaeck. mit 20 liadialstachelu. 

Boresdion (griech. dorkas Steinbock), Gattung der Boekkftfer. 

Dorcatherium Kaup (grifch. Steinbock, Bestie), ausgestorbene Gattung der 
Hirsche, wahrscheinlich zu den Moschusthieren i' hrrijr; im Oberkiefer langer, 
schneidiger Eckzahn. Aus dem Mitteltertiär. S. Süugcthiere (ausgestorbene). 

Dorcopsis Mull. vl. Schi e(i., Gattung d^r Springbeutelthie re. Künguruh- 
artige, hasen^rosse Beutelthiere Neuguineas mit langgestrecktem Kopf, kleinen 
oberen SchneickzHlmen, deatUchem oberen Eckzahn, sehr grossem vordersten Backen- 
lahn. Hierher: D. Brunii, der Fi 1 an der. 

Dörens Mac Leay, s. BlatthornkAfcr. 

Dorldidae, Familie der Phanerobranchia. Kiemen nahe an der After- 
Sfibuiig gelegen. Gattungen: Doris L. u. s. w. 

Doridium Meek., Gattung der Philinidae (s. d.). 

Dorlopsis Pease, schalenlose Meerschnecken, ftnsserlich wie Doris, aber 
mit sehr weichem, glattem Mantel, ohne Kalknadeln. 

Dorippidae, Familie der Brachyura (Tribus Notopoda). Kurzschwänzige 
Krebse mit nach dem Bttcken emporgebogenen, hinteren beiden Pereiopoden- 
psarai; dturch die Einrichtung der WasserzoAihr in die Kiemen zu dem Tribus 
Oxystomata hinleitend. 

Doris (Jj.) Cur., Sternschnecken, Gattung der Dorididae, s. Naokt- 
kieinor (Xudibranchia). 

Doritiä Fabr.f Alpenfalter, Gattung der Tagfalter (Equites) (s. d.). 

DerklBir-Hnliii» s. Hanshuhu. 

Dornbrachson heissen die brün^^tigen Männchen der Brachsen wegen der 

sonderbaren warzenartig'-n Hautwucherungen. 

Dorndreher, Lanius cülluriu, s. Wflrgerartige. 
Dorneidechsen, Stellio Daud., s. Erdagamen. 

Dornenotter, Todesotter, Acanthophis antarctica Wagler. 1 m lang, 
12cm Umfang, Schwanz mit einem liornigen Dorn, giftigste Schlange Australiens. 
Uornente = Euderente (Erismatura leucocephala). 
DornfiiLk = Trauerfliegenfänger (Muscicapa atricapilla). 
DoFülllegen, Oxycera Mei^,, Gattung der Waffenfliegen (s. d.). 

iTornfortsiltze, obere und untere, s. Säucrethlere (Skelet). 
llorngrasnincko, Sylvia cinerea, b. Sänger. 
Dorugreuel = Dorndreher. 
Dorngnuidel = StetnpeitziT^r. 
Dornbal, s. Acanthlas und Spinaeldae* 
Bonheher = Dorndrehei« 



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220 Dornkönig— Draco. 

Dornkduig = ZaunkSnlg» 

Dornling — DÖniliiip:. 

Dornraupen, mit Hautdorueu versehene Schmetteriingsraupen (.meist bei 
Tagfaltern). 

DoriBchmelzschapper, s. Acanthodlien. 
Dornschnepfe = Waldschnepfe. 

Dornschrecken, Tettix Charp., Gattung der Feldheaschreckea (s. d.). 

Dornseliwftnse (Uromastix Merr,), s. ErdAgamen. 

Boniteiifelt Stachelechfle, Moloch, 8. Erufamea« 

Dornwanzen, As opus Burm,, Qattiuig der Schild wansen (s. d.)* 

DomiirpeDy s. Biickclzirpeo. 

Doroddaris A, Ag., Gattung der Oidaridae. 

Dortalftrehen, «. TrlleMtae.* 

Dorsalklappe, H i k > n 1. ' appe, «. InifllMr«* 

Dorsalring, s. Seesterne.' 

Dorsalseite» s. Moosthierchen. * 

Dorseh, Pomnchel (Qadns callarias L,), heisst der junge Stockfiseb 
(G. morrhua /..), 

Dorsche, 8. Schellfische. 

Dorschkönig nennt man eine Missbildong des Kabeljaus mit Terkürzt«tn 
SchSdel nnd senkrecht abfallender Stirn, 

Dorsibranchlata Cuv. (dorsam Bflcken, brancbia Kiemen), Rlloken kiemer» lidte 
Foljchaetae (En-Hntia A. Edw.). 

Dorsohrauclüa Cuv, (lat. Rückenkiemer) = Notobranchiata Lo^r. 

Dersnln», Hinterschildehen, s. iDSeklen«* 

Dorsnni, Rücken, 8. Banchfflsser und Ringelkrebse. 

Dorthesia Latr.. Oattimg der Schildlftnse (s. d,), 

Dorulithen, a. Fisciie (ausgestorbene). 

DorjrdefmaCgriech.Lanzenhant), GattongderMegamorina. Stemsobwamme. 
Dorylaiiniis Duj. (griech. Lanzraschlnnd) (ü r olab e s Canf.), Gattung der 
Enoplidae. Langgestreckte Fadenwürmer mit verjttngtttn Kopfende, 10 Papillen 

um die Mundc^ffnunj? hemm, eiripm 7.\\m Xorsim^^m pingfnchtftf»n Mnnd^t;lcbA!, 
Männchen mit 2 sichelförmigen Spicula. Leben an P&uiizeiistoü'eu und Wurzein 
in der Erde. D. stagnalis Duj, Im Schlamme überall in Europa. D. palustris 
Corf. Ostindischer Braekwaaserwnrai. 5 cm. 
Borylidae, s. Blindameisen. 

Doryphora d^eemlineata =^ Chrysomela decemlineata, Coloradokäfer. 
Doryphoruä Cur., Gattung der Erdleguaue (s. d.). 
Dorytomus Germ,, Untergattung von Erirhinus Schönh., s. Rüsselkäfer. 
Pesar» s. PItaeochoeriis. 

Dosen8chiIdkrr»ten, Terra pene, s. Testudlnldae. 
Doto Oken, Gattung' der Dotonidap, s. Naektkiüiner« 
Dotoina, Gruppe der Oerulobrauchiuta (s. d.j. 
Dotter, ) 

Bot fr rfnrchnng, \ s. geftehleehtl» Fortpfamiiif n. Sinfothlere (FortpflaBSDng). 

Botttrpefilsse, 

Dotterhaut, &. üratpüegc und geschlechtliche Fortpflanzung. 
DotterhShle, 

Dotferkorner, 
Dotterkörperchen , 
Dotterkreislauf, 
Dotterkureln, 

T>nf tcrloeh, 

Dottersack, s. geschlechtliche Fortpflanzung, Fische und Baudwärmor. 
Dotterstock, vitellariam, s. StrndoIwtrmMr«* 
Doxoeoccils Mrenb,, Gattang der Flagellaten (Farn. Moaadina), 

Dracaena Daud., s. Thorlctls Wagler. 
Drachen, Draco L., s. Banmagauen» 
Drachenflsch, s. Trachinns* 
Drachenköpfe, s. Scorpaona« 

Drachentanbe, T>rac:oTier« 
Draco L., s. Baumagamen. 



8. geioUeditlldie Fortpflaninnr. 



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Dracooella— Drepanopteiyi. 



22i 



Dracocella Gray, Untergattang Ton Draeo L. 

DracontiAsis^ daroh den Medinawurm ▼erunachte Krankheit, siehe 
Dractinfula». 

Draeoutura U'agler u. U'eigiHüHH (griech. Drachenschwanz), Gattung der 
Banmagamen. 

Dracosfturns Brav. u. Pom. (griech. Drachenechse), ausgestorbene Gattung 
der Eidechsen (Lacertidne) mit Hautknochenschildemt ans der TertiSrzeit. » 

Draeosaunis Münster = Nothosauni». 

Draeiuiculus Wiegtn. {im. kleiner Drache), Untergattung von Draco. Mit 
T«rtteoktem Tjropanum. 

Dracunciilns Kämpfer (Dracontion Plutarch ^ Filaria medinensis 
aut.). Guineawurm, Medinawurm, Phnrao's Plage, Gattung der Fila- 
riadae. Fadenförmig verlänjjnrtp FadiMiwürnier von 60 — 80 cm Lilngf». Kopf mit 
'<L kleinen und 2 grösseren Papillen, Weibchen ohne GeschlechtsöÖ'nung, lebend ge- 
birend, Minnchen nieht belumit. Einzige Art: B. medinensis L. Insbesondere 
tu den Tropen, am häufigsten an der Goldküste. Lebt im Bindegewebe zwischen 
den Muskeln und der Haut des menschlichen Körpers und erzeugt nach erhaltener 
Geschlechtsreife Gesch\rüre (die Draconti asis-Krankheit), bei deren Aufbrechen 
die Brut sich entleert und so durch Abwaschen der Wunden, beim Baden u. s. w. in 
Pf&tien, in die Erde, und entweder von da durch Zwischenwirthe (kleine Krebsehen 
dar Gattung C^dops) oder aber wahrscheinlicher direot bei Genuas sehlechten 
Trinkwassers wieder in den Menschen gelangt; 9 — 11 Monate nach erfolgter Ein- 
wanderung bricht dannfi die Dracnntiasis aus. welche, wenn der Proces^ normal, 
unter Entfernung des W urmes, verläuft, sehr baldige Heilung ermöglicht, bei länger 
andanemder Entzündung aber Verkriippelung oder den Tcä mit sich führt. 

Dragoner, Drachentaube, Oolumba dimacha, eine englische Warseu' 
taube. 

Drag-onne, Thorictis drncnena, s. Teja-Eideclisen* 
DrahtwUrmer^ s. Gordiacea und Gordlidae. 
Dmklwnm, s. Agrietes. 

Drap (Por, goldenes Netz, Conus teztilis eine Kegel sehn ecke. 
Drassidae, s. Haekspinnen. 

Dreckschwalbe = Mehlschwalbe (Chelidon urbica). 
Drelihsls = Wendehals (Jynx torquilla). 
Drehhornantilepen, Scliraubenanttlopen, a. Tragalaplias« 

Drehkäfer, p. Taumelkäfer. 
Drehkrankheit, s. Coennrns und CjstieercDs. 

Drehtaube, Klatschtaube, Kingschläger. Eine grosse, besonders in 
Frankreich gezttditete Taube, welche beim Fliegen ein lautes Klatschen der Flflgel 

hdren lässt. 

ürehYOgei = Wendehals (Jynx torquilla). 
Drekwarm» s. Coeauras. 

DrefeekMn, ob triqoetrnm, s. Singethlere fSkelet). 
Dreleekknpfe, Tri;^'onoot*])]ialu8, s. OrabaBOltara« 
Dreipckkrabbou — Oxyrhyiicha. 

Dreipckmaschel5 Trigonia Brug,, Gattung der Trigoniidae, siehe 
Htmomyaria. 

* Drolklaiar, Trionyz Owffr., s. LlppensehtldkrSteB. 

Drel-^ehe, Drüsche, Treische^ Aalraupe, s. Quappe. 

Dreissena Bett., fhxt^.ymg der Miesmuscheln, s. Ueteromyaria, 

Ilreliacken-Schu{>{>( tithier, s. Manis. 

Dr«izShiier,Tr i g I y p hodon Dum, Bihr., Gattung d. Nacht bau mach langen. 

Drefzehenfaulthiere, s. Bradypus. 

Dreizehenmöve = Stummelm öve (Eis^ia tridaotyla). 
Dreiyehensperht ~ Plroides tridactylus. 

Dreuiutherium Geoffroy (griech. laufen, Bestie;, ausgestorbene Gattung der 
Wiederkftuer, wahrscheinlidi den Moschusthieren nftchstTerwaadt. Aus dem 
Sfisswasserkalk der Auvergne. S. SSugethiere (ausgestorbene). 

Dr^panophoms Ehrhg., s. Amphtporldne. 

Drepanopteryx Leach, Gattung der Grossflügler (s. d.). 



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222 



DrepanostomA — Di-fisenrOhren. 



DropaiiostomA EngeUw, (Lozodes EhrMb.)^ Gattung der Loxodina. fljpo- 
triebe iniusorien. 

Drewker, ein Wal^ s. Orea« 

Drescher = Kothspötter (Harporhynchus rafns). 
Drill, der, s. Paplo. 

Drillelster = Grauwurger (Lanius minor). 
DriDflsche = Gjmnotus (Zitteraal). 
DrUttS Ol, Gattimg der Weiohflttgler (s. d.). 

Drimomelictes Copt, Gattnng der echten Laubfrösche (s. d.). Frowh- 

luri'lie init Kipfer- und Ganmerizilhnpn , ohne Ohrdrüsen, mit kleinen, durch das 
Ethmoideum getrennten Praotbntalia ( Nasali a). Eine Art aos Südamerika bekannt. 
DrolmeUj Name der mann liehen Bienen. 

Dromaeiis VUiUoi (griech. iMkt), Gattung der Easnare, a. LaafYQgeL 

Dromatherlom, s. Säogethlere (ansgestorbeoe). 

Dromatherium Kwtnons (gr'wrh. Läufer, wildes Thier), aosgestorbene Gattung 
der Beut »■Uli lere. Aus der Triaskohle Nordcarolinas. 

Druuiedur^ einhöckeriges Kameel, s. Kameele. 

Dromedar, Notodonta dromedarins L., ein Spinner, siehe Spimi 
(Notodontina). 

DroitiLi Fahr., Gattungder Notopoda mit D. vulgaris M.E<bc., Wollkrabbe. 

Dromiuden, Familir» der Brachyura (Trihus Notopoda). Kurzschwänzige 
Krebse, deren letztes oder beide letzte Fusspanre verkürzt und ganz auf den Rücken 
erhoben sind. Gattungen: Dromia Fabr., Djnomene Latr. 

Dromlela^ Untergattung Yon Phalangista (s. d.). 

DromicUB Bibr., Gattung der Nattern (s. d.). , 
Druiniti«! Bon., Kennkäfer, Gattung der Laufkftfer (Brachinini) (s.d.). 
Drongos, a. DIcroaridae* 

Dronten, D i d i d a e , ausgestorbene Familie der T auhen, s. d. u. unter TigtL 
Drosophila Fabr., g. Acalyptera« 

Drosselmeisen, s. Bahlla. 

Drosseln, Turdus, Gattung der Drossel artigen, s. Turdidae« 

Drosselrohrsänger = Calamoherpe turdoides« 

DrosselTögel, s. BkaenenltMae. 

Drosslin^v Cr i t t r"]>M - 1 eucopygius, s. TlMaliidae* 

Drflse, ghindula, t>. lirttsengewebe* 

Drflse, ^rrflne, s. Vrottentliiere und Selialenkrebse.* 

Drüsen drs l);irnir;Hiiils, s. Terdanungrsorgane» 

nrilsen, Malpi^hi'sche, ». Glieder fttsser.* 

Drüsenamei^en, s. Ameisen. 

DrOsengewebe* Epithelialzellen, deren Aufgabe es ist, aus dem 

Körper zu schaffende, meist flüssige Stoffe abzusondern, heissen DrüsenzelleD, 

ih re Absonderunt^f^n D r ü s e n s ä f t (S e c r e t r- . E x c r e t e). Je n achdem eine 
Drüse (Glandula) aus einer dder mehreren solchen Drüsenzellen besteht, spricht 
man von ein- und vielzelligen Drüsen. Der Drüsenausführungsga&g 
(Ductus excretorius) ist ein kftnserer oder Iftngerer Ganal zum Abfliessen des Secrets, 
mit dem die Drüse communieirt. Die einfadiste Form der einzelligen Drflsen ist 
die einfach blindsackartige Einstülpung; je complicirter der Bau der Drüsen wird, 
desto mehr untcrscluMdt'n sich die Zellen der Aiisführungsgänge von den eigent- 
lichen Absüiiderungszeilen. Die zusammengesetzten Drüsen bestehen aus dem Aus- 
fuhrungscanal (vom Epithel umkleidet) und dem eigentlichen Drüsenabschnitte mit 
den Drüsenzellen. RöhrenfÖrmigeDrüsen (Ulandulae tuhulosae) sind cylindrisch« 
Drüsen , bei welchen Ausführungscanal und Drüsenabschnitt allmählig ineinander 
übergegangen sind, wilhrend bei den tr aubenförm i gen oder acinfSsen Drüsen 
der Ausführungscanal scharf vom Drüsenabschuitt abgesetzt ist und dieser wie eine 
Traubenbeere an ihrem Stielchen sitzend erscheint und bei Vereinigung der Aos- 
fühnmg^^ge mehrerer solcher einzelner Drüsen /u einem gemeinsamen Ans- 
führungsgang die ganze Driisongruppe di' l' -rm einer Traube zeigt. 

Drflsenmrtjren, iiroventriotihiH, s. Viip-ei ( \'t'rihiuunL'>or>,Mn>'). 

Drüseurüliren heissen die langgestreckltu Drüsenschläucbe der Nieren 
und Hoden. 



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BrIlieiirallie'-'Dactiu Wliartottiainu. 223 

Drflseurnthe, s. Kielffisser.* 

Prfl$ensSft€) Drüsensocretion, Drüsenzellen . s. Urttsenfewebe. 
Dryadinae GuM^/f., Natterbaumschlangen, üuterfamilie der Colubridue 
nitTerlttngertein, wenig plattgediücktem Leib, schlankem, nieht nbgesetstem Schwanz. 
Dryina» Men-., s. Dryophis Bttie. 

Drymohiiis Fitzinger, Gunnu-j; (\er Colnbridae, 8. Uerpetodryas. 
Drymoicinae = Bust*hsüii{>;er. 

Drjmomys Tschudi, Gattung der Mäuse. Peruanische Nager, die sich von 
den echten Minsen , den«i sie nach ihrm Aeasseren gleichen, durch die oberen 
Backenzähne mit nnr awei Llngsreihen yon Höckern imtersoheiden. Art: D. par- 

Talus T--'-h'uli. 

Dryofalamus Gunther (grioeh. Bnnm, Hnlm). Gattung der Colubridae. 
Dryocopuä Boie, Gattiuig der Spechte (s. d.). 

DryoniMlns« Fü», (griech. Baum, beherrschen) ^ Dispholidns Dm,^ Bn- 
«epbalus Sm., Gattung der Dendrophidae. 

Dryophichio, Famiii 1> r Colubriformia, s. PeitsehenhttBlllseUailgtB« 

Drjophis /. 8. Peitschen baninschlaniEren. 

Dryttphylax Wa(jler (griech. Bauuiwächtt^r) , Gattung der Nachtbauin- 
sehlaagen = Thamnodynastes Wagler. 

Ihyopliylax Dum» Bttr. (Philodryaa Wagler)^ Gattung der Colnbridae. 

Dryopithecvs Xarl^/ (griech. Baumaffe), ansgestorbene Gattung r Menschen- 
,ff^n T>. H! Menschen nächststehende Affen, ans dem Miocän Südirankreichs. S. 
Säugethipre (aiisgestorbeno). 

DsauHtt — Elepha» afrieanus Blumenb. 

Dsduui, Knlan, Kiang = Dschiggetai (Equas hemionus). 

Dfichelndn, Pavian, s. Cynocephalas. 

Dächerkul, Alpenhund, Alpenwolf (Canis alpinns). 

Dssehlga, Dsanj^a = Moscbustbier. 

Biclilggetaiy t. Eqvvs. 

INehnnirelhnhn, Stanleyhuhn, Gallus Stanley i. s. FaHnnvögel. 
DschuiijE^elrind, Gaur. Karkon a, Gauwa Bos ^aurus Evana, 
Dschttiigli-MatBch, Uügel- oder Drachenkarpt, i). Manis. 
Dsaren, Antilope ^uttnrosa, Kropfantilope. 
Ihiberria, s. Psendecnis. 

Daekchen, Ducker, Duckt rle — Zwt i gsteissfnss (Podioeps minor). 
Bäcker» Schopfantiiope, s. CephalolophuH. 
Bietis arterloans BotoW, «. Sittgethlere (Fortpflanamig). 
Ductus deferens, vas deferens = Samenleiter (Samengang). 
Ductus ejacnlatorins, Samenauaftthrungsgang, s. GilederfllSBer und ge- 
•ckleehtliche Fortpflanzuugr. 

DietBt exeretorias, DrfisenaosfQhrangsgang, b. Urflsengewebe« 
Ihictas galactophori, MilchgAnge. 

Ductus Gartneri, Gartnor'sehn G;lnge, die bei f^lom weiblichen Geschlechte 
verkümmerten, beim männlichen Geschleciitc zu Samenleitern werdenden Wolff'- 
sdien Gänge. 

Dnetaa hepaticns, s. Sivgettlore (Terdanungiorgane). 

Ductus tfnelleiriy Hüller'scher Gang, ein beim MSnnchen verschwinde; I i 
oder doch verkümmernder, beim Weibchen 7\\m Eileiter werdender Canal (neben 
dtjn ümierenfrangi im Embryo der amphirrhinen Vertebraten. 

Ductus >uckiani, Nucki'sche Gän^e, 3—4 kleine Ausführungsgänge der 
AngenhShlendrflse (glandnla orbitalis). 

DuctvB oraphalo-caterlcus, Nabelblasen-Darmgang. 

Bvetus panfreaf felis s. SSagethlere (Verdunnntrsorfrnnel 

Ductus Rathkoi, Rudimente des MüUer'schen Ganges bei Miianchen. 

Ductus Riviuiaui, Rivini's Gänge, die Ausführungsgänge der Uuter/.uagen* 
drftse (glandula sublingualis). 

T»tirfn'i thoraclciis. !! i ntly mph ;,'u nur . 8. Singefhlore. 

Doitus renosiiH Arniitii, s. Säugethiere fFortpfliinzunp). 

Ductus H hartouiunui«, Whartonianischer Gang, der Austühmngsgang der 
Ünterkieferdrüse (glandula submaxillaris). 



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224 Dactna Wimuigjanitt---I>yniioipIio«a. 

Ductus Wlrsnngianns, s. SAogetbiere. 
Dada = Dronte, s. Br««teii und Tauben. 

Dübel = Döbel. 

DOngertliogen, liorborus Meig., s. Acalyptern. 
Dttnndarm. iutestinum tenue, s. Terdauungsorgane. 
DtaniurmbreBM» s. Bi«sfllegea« 

Dunndarmbremse, Gastrophilns nasalis s. DasselfliegeB. 

IMlnnfinrm^f hliiig;«', Vö^el (Verclauungsorgane). 

DUunuattorn = Hiiuautodeg Tt-tm. Bih,-., 9. Xachtbaumschlangeii (Dipsa^). 
Düsselthuler-Schweine, Kreu^un^sproduct englischer Schweine mit dem io 
Düsselthal einheimischen Schweineschlage. 

- IlüsterbieneM) Stellis Pe., Gattong der Blumen weapen (s. d.)* 
DUtcheiiy gelbes, Morinell, Charadrins morinellus. 
Dütchen, fr i r, . Goldregenpfeifer, Gharadrias aura'tns. 
Dugong, s. Ualicore. 

Digardinia, (^uatrefayen, Gattung der SjUidae. Borsten würmer nüt 
trichterartigen Wimperorganen vor jedem Fussstummel. 
Dujöng = Dugong. 

Duk = Semnopithecus nemaeus HV'/tt.y ein HundBaffe von Cochmchint. 

l>nttntc>nvogeI, ein Tagfult r BläuUoge« 
Dlllos C. V., Gattung der Bur>( ho d.). 

Dulii'hiiden Datia, Familie der Orevettina. Flohkrebse mit liuearem 
Körper, sehr laug^estrecktem, sechsgliedrigem Thorax (dessen 2 letzte Segmente ler^ 
schmolzen), mit mnfgliedrigem, nach der Bauchseite nmgescblagenem Abdom«, 
ebne hinteres Uropodenpaar. Gattung: Dulichia Kr. Antennen sehr lang. 

Dulllorche — Heidelerche (Alauda arborea). 

Dumcrilia Bocncje, Oaltati<^' der Sandeobsen. (Damerilia heisst auch eine 
Landschildkröte yuu Madagaskar). 

Dummkopfwal, Grind, s. Globiocephalus. 

Dnnen^ plumulae, a. Yö^ol (Gefieder). 

Dunirflieren — Scnlopbaga, h. Acalyptera. 

Dini&rkHfor, Aphodius ///., s. Aphodlns und Blatthornkäfer. 

Dungmücken, Scatopse Geoffr., Gattung der Haarmücken (s. d.). 
Dunkelrandfge NerTenfasern, s. Kerrengewebe. 
Duodenum^ Zwölffingerdarm, s. Verdaanniprsorpane. 
DupUcidentatjv Wagner (DoiiiH lziilim ri s Leporidae. 

Dura mtiter, iiarte Hirn- und Uückeumarksiiaut, die äusserste von den drei 
HttUen des nervOsen Oentralorganes. 

Durchbohrte Zihne» b. Schlangen. 
Duthiersia Perr., s. Bothriocophnlidae. 
Dutsa, eine Antilope, s. Calotragus. 

DuTerney'sche Drüsen = Bartholini*sche Drüsen, siehe SSugetUen 
(Fortpflanzung). 

Dnxerthsler Yleh, milchreiches, genügsames, schwarzes, weiss gezeichneta 

Tiroler Rind. 

Dver^hundar, isländischer Hund. 
DyuaHtes Ktrbi/, .s. ülntthornkiifer. 

Dynastidae, Rieseukäfer, Unterfamiiie der Blatthoru küier (s. d.)- 
Djredenta Hartnuam, s. Clansllla. 

Dyphyllata Koch^ Ünterabtheilung der Phjllostomata, Fledermftuse mit 

doppeltrm N'asPTiblatt. 

Dyr Inniflar, isländischer Hund mit hohen Beinen, 
llysaster ~ Disaster. 

Dyschirius Bon., Gattung der Lanfk&fer (Brachinini) (s. d.). 
Dysderldae» s. Kieferspinnen. 
Dysdlplenra, s. dipleure Grundform. 

Dysmorphosa Philippi (icrripch. entstellt), (lattung dtT Cytaciden. Seiir 
kleine Meduseii mit 4 perradiaien und 4 iuterradialen Tentakeln, von Polypen i«f 
Gattung Podocoryne aufgellst. 



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Dysopes — Echidna, 225 

Dysopes BUg,, Gr&mler, Gattung der Kacrura IFo^tMr (Holossi Petera), 

DieUdpfige, gedrungene Fledermäuse mit wulstigen Lippen, herabhängender Ober- 
lippe, schmalen Flügeln, frei aus der Analhaut hervorragendem Schwänze. Schneide- 
zähne -f bis-y? Eckzähne -f» Backenzähne 4" T- Untergattungen: Nyctino- 

mas Geojfr», Oberlippe mit Qaerfaiten, und Molossus Geoffr,, Oberlippe ohne 
Qaerfalten. 

BTtpiioe, ■. AtlienBeli« 

!>Tspnrn5: TV/,? = Sola Briss., Tölpel, 6. TSlpel. 

Dystelcologie, Ünzweckmässigkeitslehre, nennt Ilaecl'd die Lehre von den 
rudimeutareu Organen, weil diese zwecklos, ja mitunter gefahrbringend (z. B. der 
Wnnnfortsatz beim Menschen). 

Dy§teria Oki/». o. Ladm., Gattung der Ohlamydodonta. Hypotri^lie In- 

Auorien de? Arcpi-p';. 

DytiHcidae, s. Schwimmkäfer. 

Dytiäcus L.f Gattung der Dj tis cid ae, s. Schwimmkäfer. 
Dio = Bleplias afnoanw J^wnmib, 



£. 

Ebaeus Er., Gattung dnr M( lyridae, s. Wetehflligler« 
Ebbexone, s. Thlerjreoprraphle (Meeraone). 
Ebeher = Hausstorch (Ciconia alba). 
BbeB«» lateral*» 
, Magen-, 
„ Median-, 
, Sagittal-, 
, Transvertal»» 
Trichter-, 

Eber, das Männchen der Schweine. 
Ebinger = Uausstorch (Ciconia alba). 

Ebimia Lam, (lat. ebur, Elfenbein), Elfenbeinschnecken, s. KinkllSnier» 
ficardines (Pleuropygia, Inarticulatae), Ordnung der Armfttsser. 
I=)elia]e ohne 8chlossverbindung, ohne Armgerüst, Darm mit seitlichem After, ICantd- 

iappen jzftrf^nnt. Familien: Ligulidae, Disciuidae, Cranüdae. 
Eeaudata = Anura, s. Frosehlnrche. 
Eccoptogaster, s. Borkenkäfer (Scolytus). 
Eoheneifl Art.^ Seh iffsh alter, Gattung der Hakzelen (s. d.). 

Echeiübothrium Betudtn ^Tiech. SohifEshalter , Grube), Gattung der 
Tetraphy llidae. BRnd^\iirrnrr, f^er^n Kopf 4 Saugscheiben mit Querleisten trägt, 
^teilen eine Oolonie zusammenhängender Individuen dar. (Der Scolex führt einige 
Z«it ein isolirtes Leben; nach Entwicklung der Kette lösen sich die Proglottideu 
im Darm des Wirthsthieres ab, erreiche Meutende GrOsse, verbleiben nodi einige 
Zeit im Darm und geben dann die Eier ab.) 

Eehidna Cuvier (Tachyglossus llliger), Gattung der Monotremata. 
Plumpe Thier© mit Stachclborsten , langer, nackter, zugespitzter Schnauze, 
kleinem Mund mit zahnlosen Kiefern, bestachelter , weit vorstreckbarer Zunge, 
5 stark benagelten feinen Zehen, kurzem, abgestutztem Schwanz, stark entr 
wickelten Speicheldräsen. Arten: 1) Borstiger Amelsenigel (E.8etosa Cucier). 
49cm. Die Stacheln in der Mitte verdickt, zwischen denselben schwarzbraune 
wollige Haare : am Kopf und den Seiten zwischen dem Haar straflFe Borsten. Liebt 
trockene Wälder, wo er sich tagüber verborgen hält, gräbt unter den Baum wurzeln 
En«ii«r, Hiii4irön«rlraeh d«r Zoologie. 15 



B. BIppepqiallaM** 



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220 Echidiui— Ecblnoderidae. 

Hohlen und Gflnge; giilbt aosserordentlicb rasch. Den Schnabel benutzt er als 
Tn :for!^an beim Aufsuchen der Nahrung', die vorwip<7f>nd in Ameisen besteht. Be- 
rührt rollt er sich in eine Kugel zusamuien ; clor Üeutelwolf Wfiss ihm aber doch 
beixukouimen. Vttudiemeaäliuid, Xeusüdwales. 2) Stachliger Auieisenigel (£. 
hjstriz Cu^iw), 49cm. Die Stacheln des Oberkörpers stark, gelbwein, an dm 
Spitzen schwarz. Der Unterkörper mit steifem Borstenhaar Yon diinkelbraniier 
Farbe lje<3eclct. In den Gebirgen Stidostaufrtralions. 

Echidim Mtrrtm, — Glotho Grajf, Parzenottern, Gattung der Vi* 
peridae. 

Edlidas Fonkr = Mnrsena, Gaitiiiig der Muraenidae. 

EeMmyiBft WnUrhnm (|^eefa. eohinos Igel, mjs Mans), Familie der Nage* 
thiere. Vorwiegend südamerikanische Thiere, die Qattniigen Dactylomjs, 
Laslnromys, Cercomys, Petromys. Myopotamas, Aaiacodns, CarterodoB, 

Echimys, Mesomys und Lonchcres umfassend. 
Kehiiu^'s iJe^m. — Echinoiuys Wagner, 
BehlBantttts» «. djpeaster* 

Echinaradmiss Lerke (griech. Seeigel, Spinne), Gattung der Scntellidae 

Schild-Seeigol mit flacher, scheibenfih-mirrer. nicht dnrfhl^oherter Schale, marginalem 
After, mit weit offenen Ambulacren und 4 Genitai[>uren. 

fchinaster M, Tr., Igelsterue, Gattung der Solasteridae. Asterideeo, 
deren walzige Ambnlacralfllssohen mit breiter Satigscheibe endigen, mit meist 
5 TerlSngerten Armen, die Hantblättchen mit isolirten Dornen. Das Weibcfaeo 
trtigt die Eier an der zu deren Schntse concav eingebogenen Unterseite hemm« 

Echinidae, b. Seelire!» echte. 

ßchinideae = Latiätellae, Unterordnung der regelmäsbigeu Seeigel* 
S«ihale fest, Ambulacral&lder ziemlich breit, Mnadkiemen verSstelt. Fami&a: 
Arbaciadae, Diadematidae, Echinidae, echte Seeigel, Echinometridae = 
Querigel. 

EchinlscQs >. Schtiltzi, Ii. Arctisconidne und Dnreiithierchen. 

EchinitftS, uligemeine Bezeichnung für versteinorto Seeigel. 

£chiiiites J. Müller u. Troschel — Echiuaster soaris üchmiedel, mit 
18—15 Armen. Im indischen Ocean. 

Bchinoboilirilllll r, Beneden (grieeh. Stachelgrube), Gattung der Diphylii- 
dae. Bandwürmer, deren Kopf 2 Saugscheihon (mit ebensoviel Stirnzapfen); Hals 
mit Stacheln besetzt. E. typus v. litti'den lebt in der jungen Baja darata, in 
die sie durch Krebse (mit den Bandwurmlarven) gelangt. 

Echiuobrissus Breyn. (Nucleolites Lam.)^ fossUe Stacheihäutergattang 
(Farn. Gassidnlidae). 

Eeiiinocardium Gray (griech. Seeigel, Herz) (Amphidetus At/astf.), Gattung 
der Ananchytidae (Subfam. Spatangin ae). Kieferlose, dünnschalige Herzigpl 
mit aufsgeprttgt Tirrblättriger Rosette, deren Blatter triangulär. E. cordatuio 
Fmnant, breiter, heriitörmig; E. ovatum Lerke, schmäler, eiförmig. 

Echinocidaris Jhmmdin» — Arbacia Gattung der Arbaciadae. 

Dickschalig, langbestachelte, reguläre Seeigel. 

Echinocoecifcr U^ inland, Oattung der Taen iadae. In reifem Zustande 
sehr kleine Bandmirmer, deren K' [>f<> f^u besonderen Brutkapseln sprossen. Weitere» 
unter Echinococcus bei Bandwürmer. 

Echinococcns, s. Bandwlmer«* 

Ediinoeonidfte (Galeritidae), fossile Stachelhftnterfamilie der Ordnnog 
Olypeastroidea (Irregularia. Gnathostomata). 6 Gattungen mit vieleB 
Arten. Tnm nrd Kreide. S. (tMleritea* 

Efliinocary*. s. Ananchytes, 

Eehinocyumus v.Fhels (griech. Seeigel, BohneJ, Gattonff der Clypeastridae. 
Klein- und glattschalige Schildigel mit ganz yerkammerten Ambulacren, mit nicht 
▼erbundenen Poren. £. pusillus MlUUtr* Nordsee, Mitlelmeer. 

EehtttOdeiidMy fraglidlie, die Würmer und Gliederthiere verbindende Gruppe 

der Würmer. K?^rper von mikroskopischer Grösse, wal/lich , gegliedert, mit 
Stacheln besetzt, vorne mit Eüssel; das Nervensystem ist baudtlörmig, die Augea 



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Eehinodorinato'EcluiiothiiridflM. 



227 



^i^cb^inen als rothe Punkte; die Gesohlechter sind ^otreniit. Leben im Gebiete 
der Atlantis. Gattung: Echiuoderes Duj. mit mehreren Arten.* 

Eehinodermata (griech. Igel, Haut), s. Stachelhftnter. * 

SeUnodermen, b. Stachefhäater. 

Echinodiscus Ih-ei/n., Gattung der Scutellidae. Flach scheibenförmige 
Scbildigel, von KoiulA Klein doroh den Maugel der Li>cher in der Schale unter- 
sciiiedeü. 

Bohinodon Owm (grieoh. Igel, Zahn), ausgestorbene Gathing der Saurier. 

EeiiiLagale Wagntr = Echinopa MarÜHf Gathmg der Igel (s. d.). In 
Omni AeoBBeren nnserem Igel Hhnliche Ineektenfiresser mit 4 SohneideaBhnen, 
7 fkliehen Eckzilmen, x Baekenillmen. Art: E, Telfairii. 13 om. Kopf oben 

bnon, die Stacbeln an der Spitze kastanirabratm, am Grunde brinnlichweiss; unten 
sduDut/igweiss. Madagaskar. 

Eclilnoidea Atj. (^"Horh. Ip^el, ähnlich), s. Seelg-el.* 

Eehinoidea Irregularia Car., s. Seeigel, nnregelmttsslge. * 

BeUneidM ref«larl8f •. Seelgel, regnlire«* 

Echlnoldea tesselata, s. Perischoechinidae.* 

Echinolampas Gray (griech. Seeigel, Lampe), Gattung der Cassidul idae. 
Mphr weniger eitormige. kieferlose Herzigel mit excentrischem Scheitel, oft ungleich 
fütwickeiteü Ambulacren. E. depressa Gray. Westindische Tiefseeform. 

KeMaometr» BreyniWy Gattung der Qaerigel. 

EchiBometrldae, s. (^verlgel.* 

EchinomyiA Dimm. = Tachina grossa L. nnd fera L», siehe MluwiilM 

Echinomy» Pesmareat, Stachelratten, Gattung der Trugratten. Von den 
Balten durch die Ungleichheit der Zehen nnd die derben platten Stacheln des 
ObfltkSrpers imterschieden. Ber Schwanz endet in einen Haarbtlschel. Arten: 

1) E. cayennensis Desmarest. 15 cm, Schwanz 15 cm. Braun bis rothbraun, unten 

rpinweiss: Haarpinsel weiss. HUlt sich den Tag über im Schilf oder im hohen 
Grase verborgen und sucht des Nachts die Mais- und Zuckorrohrpfianzungeu auf. 

2) E. albispinus Geoffroy. 3) E. inermis Pktet, Sämmtlich in Guiana und 
Bniilien. 

Echinoneus van Phels (griech. Seeigel, Schiff), einzige Gattung der Echino- 
>idae. Länglich elliptische, kieferlose Herzigel mit centralem Mund, einfachen 
Bandambulacren, mit 4 Genitalporen. 

SeUiidpMdlov Hwd. (griech. Igel, Knabe), b. StaebeUiIiiter« * 

BctUnoporaLamar^ifi;, Gattung der Astraecidae. Bifikorallen, wegen platten- 
tfttger Ausbreitung des Confn hyms blatti^rmige Colonim bildend. 

Echinoprocta, a. Erethizou. 

Echinop^'xis C.L., Gattung der Amoebina. Ehizopoden mit kugiiger, 
■OS fremden Bestandtheilen zosammengesetster Sehale. S. Cfliitropyxis« 

BehiBOrliyiieliiifl 0, F, Mütkr, wichtigste Gattung der Acanthoceplialif 
Kittier, s. Hakenwürmer. 

Echinosphaerites Wnhlmherg {gnwihA^fA, Kugel), Gattung der Cystideen. 
Kugelf?»rraig; Stiel kurz, dünn; ti Basaltafeln , über diesen viele nicht reihenweise 
gestellte Tafeln; der Mund liegt central, dem Stiel entgegengesetzt. E. aurantium 
^tm^tr. 25 — 30 mm. In den sUnrisehen Ablagerungen Nordenropas. 

Echinospira Krohn (griech. Stachelgewinde) , kleine, im offenen Meero 
lelnriromende Schnecken, Larve von Lamellaria perspicua L. 

E<>hino5;tomum van Betmhn (griech. Stachelmund), Gattung df^r Ta^niadae. 

Echinotaeniidae van Betwden (griech. Stachelbandwürmer) , Familie der 
Cestoden. Im reifen Zustande im Dünndarm von Fleisch- und Insektenfressern, 
im Larrensostande als «Blasenwürmer" in Pflanzenfressern lebende BandwQzmer, 
deren Kopf 4 Saugnapfe und in deren Mitte ein znittcksiehbares, mit Haken yer* 
jehenei? R.>^t- Hum h.if Siehe Bandwümer« 

Echliiotlirix. . Hiadema. 

Echiuuthuridcae, Unterordnung der regelmässigen Seeigel. Skeletstücko 
•drappenfttrmig, Schale daher beweglich. Familie: Ecninothuridae. 



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228 EcliinoMa— Ed«lfiUter. 

Eebtnozoa AUm. (griech. Igel, Thier), s. Stachelhäuter.* 

Echinus Rondel., Gattung der Echinidae. Begoläre Seeigel mit mehr oder 
weniger kogliger Sehnde, kleinen, ftst gleidi gxoBsen, zwei Hauptreihen bildenden 
Tuberkeln an Ambulacren und Interambulacren, brsiftigeii Stacheln. Die grössten 
Seeigel der eiiropäi>cben Meere gehören hierher: E. acutus Lörm. V,h 10 cm hoch, 
8cm im Durchmesser, Sluchelri blassgelb. Nordsee, Mittelmeer. E. sphaera 
Müller. 11cm Höhe, 13 cm Durchmesser u. a. 

Eekiopsis Fitz, (griech. Viper, Angesicht), Gattung der Elapidae. 

BeUopsis Kp. (Ophichtliys Qikäier), Gattong der Muraenidae. 

Heids Mtrrem», Gattang der Viperida. Giftiidhlaiigeii mit rundem oder 
schwach comprimirtem Leibe, an der Eopfiintereeite glatten Schuppen, nieht groif* 
fiihigem Schwanke. 

Echiuridae, Familie der borstentragenden Stern würra er. Körper über den 
2klund hinaus in einen unterseits gefurchten ßüssel verlängert, in welchem der 
Sohlundring liegt; BauehflAche mit Haftborsten, Hinterende mit BorstenkiSaien; 
After endsUndig. Gattungen: Eehiurus CW., Thalaseema Bonellia 
J?ol. u. fi * 

Echiaroidea, s. SternwOrmer, borstentragende.* 

Behseii} Saurier, Sauria, Ordnung der Kriechthiere, s. Saniüu 

Echte Backenzihne, s. SIngethtere* 

Echte Meerkatzen, s. Cereopitheens. 

Eckfleok, Orgyia gonosti^ma Fahr,, s. Spinner (Psychina). 
Bekflilgel, Alnfa, «. TSgel (Körperbededkung). 
Eckflügler ^ ynno8sa Fabr., a. Taglalter« 

EVköpfe, *. Gonlodes. 
Eckmnnd, ä. Trochus. 

Eckzahn, dens caninua, a. Säiigothlere (Verdanongsotgane). 
Eclectus WdgL, Gattung der Kurzschwanzpapageien (s. d»). 
Ecphymotes Fitz, (griech. Auswuohs, Ohr), Gattung der Leguane (Unte^ 
gattung von Polrchrus (Juv.). 

Eepliymotes Cm. = Tropidurus Wied. 

Ei'plcopodA Fitz, (griech. voll, Fuss), Familie der Cionocrania. Ame- 
rikanische Echsen. Bilden mit den Ghalcididae, Chamaesauri und Zonuridte 

die Ptvchnplrurae. 

eopus Dum. Bibr., Gattung der Ptychopleurae. Amerikani«cbf 
Echsen mit fünfisehigen Vorderiüssen , dünnen, glatten, quergereihten Schuppen, 
ohne Schenkelporen. 

Betobis ITesliff., Gattung der Schaben (s. d.). 

Eetoblast — Ektohlast, «. Keimblätter. 

Ectobranchiat« (Branchiata), Unterordnung der regulären Seeigel 
Ectocyste, Becher, s. Moosthlerchen. * 
Ectoderm = Ektodcrni, s. Haut und KelmblStter, 

Ectolithia Haeckel, Monozo-Badiolarien ohne Skelet oder mit nur eztrs' 

capsulUrem Skelet. 

Ectoparasita Hau. (griech. aussen, schmai'otzen), s. Myaostoma Leuck.* 
Ectoparasiten» a. LebensbedlBgungen der Tliltre. 

Ectoplstes Swainson, Gattung der Tauben (s. d.). 

Ectopleiira J ;. , ♦ ^ attung der T ub u 1 a ri d a e. Die auf den kriechenden Wunel- 
Verzweigungen der Hydruid>tückchen sprossenden Medusen besitzen einen kur7^n 
Mundstiel mit einfacher Mundööhuug. £. Dumorteri ran Ben. Nordseeküste. 

Eetoprocta, ünterdaase der Bryosoa, s. Bkto]iroota. 

Botopterygoldewi es, os trans^ersum. Ein Stflck des Kieferaufhiiige' 
apparates. 

Ectotheea heisst die Äusserste. y.arte Hülle der Gonophoren vieler Hvdroicl- 
polypen; sie ist structurlos und wird von den sich lösenden Planoblasten dorch* 
brechen. 

EdcLuller ^ Aqnila MShring., s. Adler und BaubTdgeL 

Edelammerflnken, Phrygilus Cah., js. Finken. 

Edelfalken, Falco Vig.^ Gattung der Falconidae, s. Kaubvogel. 
Bdelfalter = Papille L„ & Tagfalter. 



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EdelfiuMii— Eicheniiuekften. 220 

EdelfAsan, Pliasiunus colchicns L.. HilhnerrK^el* 

üdelflnk, Frin^'illa cooK-bs L., p. Fiaken. 

Edelflsehe, Physostomi, Ordnung der Fische (s. d.). 

Edelhirsche, «. CerTos. 

Edelmardor. ^ IHiisteln. 

Edelkoralle, s. Coralllum. 

EdeUurebs, Astacus fluviatüis Fahr., s. Scheerenkrebse. 
EdeUachse, triviale Beieiehiiiiiig flür die Arten der Gattung Trntta. 
Edelpspa^efcn, Eclectus Wagl, e. EarzschwaoBpapageleii* 
Edelrabe = Kolkrabe (Corvus corax). 

Edelreiber, Silberreiher, Herodias egretta ßoie^ s. Stöjxhe. 
Edelseliwalbe = Hinuido. 

Edelsittich, Pahieornis Gattnng der Sittiche (s. d.). 

Edelsteinvögel, Topaza Gray^ Gattung der Schwirrvögel (s. d.). 

Edeltümmlcr, kleine, zierliche, in den verschiedensten Farben gezüchtete 
KnrzschnabeltaubeQ , deren steile Stime durch künstlichen Druck in der Jugend 
erzeugt wird. 

Bdd,web«ry Hypbantornis Gray^ Gattung der Webervögel (s. d.). 
Edentata, s. Zahnarme. 

Edentula A. Wtuiner , Familie der Raultbeutler fRapacia A. Waiiner), 
mit der Gattung Tarsipes Gerv. Familie und Gattung durch die einzige Art 
T. rostratus Gerv., Beutelrüssler, Nulbingar oder Terit, vertreten. Körper 
9— 10 cm; der etwas längere, schuppig geringelte GrdÜMbwatut mit kleinen stauen 
Hasren; Sehnanze spitz und lang; Zunge dünn, lang, wurmförmig; Zehen sehr 

kidn, getrennt (vi?; \ ~ \ jederseits). Heimat King George's Sonnd. Stellt Insekten 

md Honig nach. 

Edles Blut nennt der ThicrzQcliter minderen Bassen durch Ktfrperbildung 
ond Nnt/lnistung überlegene Kassen der Hausthiere. 

Edostouia D'Orb. = Desmodus l^rinz Neuw., s. Desmodina. 

Edriophthalmata Htud. (griecb. Sitz, Auge), a. Ringelkrebse.* 

Bdfnürdsia Quatref., kleine, mehr weniger keulenförmige Fiederkorallen 
mit IG Tentakeln. 

Efft = Eehis carinata if«rr., Gattung der Vipern. Aegyptiscbe Gift- 
schlange. 

Eifodientia Illigev (lat. ausgraben) (Entomophaga), Famiüe der Zahn- 
armen. 

Egel, 8. Blutegel. 

EgelschneekeB) Limaz Mütter, Gattung der nackten Land Schnecken 

(Limacidac). 

Egelseuche, Dlstomum hepaticum. 

E^emia Gray, Gattung der Scincoidea. 

Eg^ascher = TSpfelsampfliülmehen (Gallinnla porsana). 

Egle heissen die Bursche vom Bodensee dort. 
Ejä^oceros ~ llippotrugus. 

Elirenbergium Jieuss., Gattung der Turhinoidea. Perforate Foraxuiniferen. 

£1, B. geschlechtliche Fortpflanzung. 

Eiablage, s. Brutpflege und geseUeelitliehe Fortpflanzang. 

Elblldung, 8. feseUeehtllebe Fortpflansang. 

Eiehblatt, Oastropacha qucrcifolia L., .s. Romb;feinae. 
Eichel^ tflans penis» ». Baianas und SAugethiere (Ge^chlechtaorgane). 
Siehelbohrer, grost er und kleiner, s. BflsselUfer (Balaninus). 
Eiehelheher, Ourrului^ glandarius Vieill., s. Babes» 
Elchenbohrkäfer, s. BorkenkRfer (Bostiychus). 
Bichengallen, s. Elcheninsekten. 

IKelie^iiMkteil« An 1000 Insektenarten sind es, die in und auf der Eiche 

leben. An Gallwespen allein sind es nahezu 100 Art^n , die an verschiedenen 
Theilen der Eiche leben. Wohl sind viele der als eigene Arten aufgestellten Eichen- 
gdllwe«tp^ii hinterdrein als parthenogenetische Formen schon bekannter Formen 
erkannt worden. Diese Insekten erzeugen dadurch, dus.s sie verschiedene Stelleu 



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230 



EidWDkernliolskft^er-'Eierzagel. 



der IHcbe zur Abgabe ihrer Eier wählen, krankhafte Anschwellungen und Aus- 
wüchse (die sog. O a 1 1 0 n), in wolchcn die Larvrn ihre Metamorphose darehinachen. 
nach deren Vollendung sie die Galle durch ein Flugloch verlassen. Je nach der 
Stelle der Eiche, die sie zur Abgabe der Eier erwählen, unterscheidet man Wuriel* 

fallen, Blattgallen, Knospengallen, Bind»iigallen, Bl11thengall«]i, 
ruchtgallen; die letztg^annten (die aus Ungarn kommenden Knoppern 
liefernd) erxeucft Cynips calicis Burg.y diirtMs Anbrinping ihrer Eier zwisehen 
Fruchtknoten und Becher. Von Käfern sind b liorkenkäferarten (Bostrichus, 
Piatypus), mehrere Bockkäfer (Cerambyx, Trionus), Prachtkäfer 
(Agrilns) n. a., snsammen Aber 80 Arten, annerdem SchmetterlingBraapeD 
(Sesia, Cossus), Terschiedene Läuse (Lecanium, Lachnus) zu nennen, die 
unter der Rinde oder im gesunden Holze leben. Verschiedene Rüsselkäfer 
(Metallites, Phyllo1)ius, Polydrusu?»), Wickler (Tortrix) nagen an den 
Trieben und Knospen. In schreckenerregender Weise schmarotzen an den Bltttecn 
der Prooessionsspinner, weniger die Nonne, der Groaskopfspinner, der Ringel- 
Spinner, verschiedene Eulen, Spanner, Kleinschmettcrlinge, nuammen an 100 Arten. 
In den Eicheln leben die Larven von Balaninus glandinm Mrst. und turbatus 
Gißl. und die Raupen der Wickler Carpocfipsii amplana Hl. und splendana 
Hl. üeber 250 Arten von Käfern (die Engerlinge verschiedener Hirschkäfer^ des 
Nashomkafen, von Oetonia fastnosa F., Osmoderma eremita L.) leben in 
faulen und abgestorbenen Holze der ISobe. (8. Anaffthrlieberes in Jäger ^ Dentseh' 
lands Thierwelt.) 

Eichenkernhoizkafcr. Borkenkäfer (Piatypus). 
Eichenspinncr, s. liomb^ctna. 
Kichenspllntkäfer, s. Borkenklfer (Soolytiw). 
Eichhörnchen, s. Scinm». 

Eichhörnchen (Sciuridae), Familie der Nager. Mit dichtbehaartem, iß 

der Regel buschigem, langem Schwanz, mit Backenzähnen. Das Stirnbein W^. 

breit. Die Schlüsselbeine vollständig entwickelt . daher die Arme sehr beweglich. 
Die vorderen CHiedmassen haben einen oft mit einem platten Nagel versehenen 
Dattmenatammel. Die drei> oder viereeitigen Sobmehkronen der BackenzSbne bilden 
einige Qnerhöcker, die sicli allmäblig abnützen. Halten tiefen Winterschlaf. 
Gattungen: Sciurus, Tamias, Sperm opbilas, PteromjS} ArotomySi Cyao* 
mys. CS. bei den einzelnen (iattuni,'«M'/) 

£ichhömcheny gemeines, s. Sciurus. 

Eiehhom, fliefendes, 8. Petanrne» 

Eicbhornaffen — Springaffea» Oallltlirix» 

Eichvo^el = Hühnerhabicht (Astur palumbarius). 

Gidecliseiiy Lacertidae, Familie der Saurier, s. Spaltzüngler ißim- 
linguia). 

Vldeehienkiikike^ Saurothera, a. Fonenk^koke» 
Eiderentea» Somateria Leachf Gattung der Tanebenten (s. d.)* 
Biderstlidter Tieh, nu ist schwarzgeflecktes, aaf den Fettweiden der West- 
küste von Schleswig geni ästet es Rind. 
Kidervötrel = Eideronteu. 
Eidotter, t). geschlechtliche Fortpflancnng* 
Eier, agamlscheO 
, Semmer-, { s. Wa8seiil4he«* 
Winter-, ) 
Eierhalter, s. gesehlechtllche Foripflanxung. 
Eierkeleh, cal^x, s. Insekten.* 
Fierlegrer, Ovii»ara, s. Entwicklnnfr. 

Eierstock, Ovarium, s. geschlechtliche Fortpflanxang u. YÖgel (Fortpflansuag/- 
Eiertranben, s. Cephalopodea (Eiablage). 

Elenrespea, Teleas Lair., Gattung der Proctotrnpidae (s. d.). 
Eierzellen, b. Moeatkiorohen. * 

Eierzügel, frenuni Darwin. 2 mittelst klebriger Absonderting die I'.^r 
bis zu ihrer Ausbrütung fasthaltende Hautl'alten im Mantelsack der gestieiies 
Cirripeden. 



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Eiftch«r— EintagafliegeiL 



231 



Eifächer, loeuli, 8. Insekten«* 
Ctfolükelj 8. Brutpflege« 

Stfelb, 8. Bnitpfleg!« nnd yeMMeelitUelie Fortpflannnf « 

El?(ni^ flrnip, thierische W;iriji^\, b. WirbelUllere* 
Eihäute, Eihüllen, s. Brutpflege. 
EihilUdrOsen, s. fescUechtllche Fortpflanzung'. 
Eikreis, 9. ZeUflingrslEnlS» 

Eileiter, oviductaSt 8. gMoUeehtliche Fortpflaiinuig und bei den ver- 

schiedeaen Thierclassen. 

Elleiter, tul>ti, s. lusekten.* 

BiMria SektM», Oattcmg der Sporentliierchen (Sporozoa) ans der 

Familie der Coccidiidae feiförmige Pflorospemiieii). 
Elnathmaiigr, s. Athmuiig. 

Emaugen, Ojclopidea Learch, s. Buderfttsser« 
Bleaxer, b. Menaxenla. 

Einfache OrfraTie, s. Indlvldnum. 

EiufAche Zähne, dentea siraplices, s. Sftiigetliiere (Verdaaungsorgane). 
Einfaches Epithel, s. Epithellen. 

Kinfarbstaar, Schwarzstaar, Stnrau« nnicolor, a. Staare« 
Einfrieren, s. Lebensbedingungen der Thiere. 

Eingeschlechtlieh , monoecisch, nennt man Thiere, bei denen nur eine 
Art von Geschlechtsorganen sich ausbildet. 

EinfeweidepangUeay ganglion viscerale, 8. Weiehtlitere» 
EIn?ewoidekiuiufl, nncleu?. ^ WnIzenMheldea« 
Eingeweidenerven, s. Sjmpathicus. 
Eingeweldeskelety s. Wirbelthlere (Skelet). 

fMnsrewerdewürnier, Entozoa Cuv., s. Plattwürmer und Rnndwflrmer. 
Kinhornflsch, Na^ihornfisch, Naaeus unicornia Günth,, a. Stachelsobwäuie* 
Einhufer, Eqnus. 

Einloehkieiiier = Symbnieliideii* 

Einmictlier, Inquilinae, Gruppe der Gallwespen, deren Weibchen die 
Eier in die (t allen der eigentlichen Gallwespen legen. S. Gallwespen« 

Einsamer Spatz = Blaumerle (Monticola cyana). 
* Biatebichtiges Epithel, s. Eplthellen. 

Einschichtigkeit nennt G, Jäger jene Kntwicklungsstnfe, auf der Organismen 
nur ans einer Zellenscbichte bestehen, wie die Vol vocinen, Catallakten immBr, 
oder höhere Organismen im Morula-, und Blostulastadium. 

Einsiedler, s. Hftngetbiere (Lebensweise). 

Ansiedler heisst die Blanmerle nnd Didns solitarins Slrkks, 8. Tar- 
diiae und Dronten. 

EinsIedTerMenen, s. Phfleremns Latr. 
Einsledlerdroesel, Turdua aolitarius Wies., s. Tnrdidae. 
Binsiedlerkreibse^ Sehneekenkrebse (Faguridae), Familie der Maernra. 

K q)er langgestreckt, weichhtntig, 8pirflJig ge£eht mit scbmaler Schwanzflosse 
ß'ii kleinen Afterbeinen : das erste Fusspaar mit grossen Seheeren , die beiden 
verküniniert; Augenstiele lang, frei hervortretend. Leben in leeren Schneeken- 
hänaem. Gattungen: P agurus Fo^r,, Eremiten. Innere Fühler kurz mit 2 sehr 
huwm Eodgeisseln. Hienier der Bernhardskrebs, P. bernhardns Fahr, (En- 
pagnrus). L I t ^ ^sonders in Schalen von Buccinum. Kordsee nnd Ostsee. 
Coenobita Latr. Hinterleib um seine Axe gedreht. Mit C. rugosa }f. Fdtc. 
Indischer Ocean. Wandert landeinwärts. Frisst Kokosnüsse. Birgus Leach. 
Hinterleib nicht am die Axe gedreht. Bei Coenobita und Birgus die inneren Fühler 
Mhr lang, eine Sndgeissel lang, dne kurz. B. Utro Esrhst, Ostindien. Lebt in 
Brdlöchem. 

Einstiilpnng = Inyaglnation. 

Eintagsfliegen, A u g u s t f 1 i e g e n , Wassermotten, Hafte i E p h e- 
öieridae), Familie der Amphibiotica. Körper schlank, weichhäutig, Augen 
kiig»lfihinig (Faeetfcenangen bdm Mbmchen sehr gross), Fflhler kuns, pfriemen- 

fonnig; Vorderflügel gross, oft mit den Hinterflügeln verwachsen; Milnnchen mit 
Jangen Vorderbeinen. Hinterleib zehngliedrig mit 2 oder 3 Afterfilden; leben ge- 
ichlechtsreif nur kurze Zeit (oft nur wenige Stunden) in grosser Menge an Ge- 
wässern; die Larven leben, sich wiederholt häutend, 2—3 Jalire im Wasser, be- 



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232 



£inivaiidcniD|p^£itliflihuiig. 



sondf^rs anf riem Gninc! unter StoiMPn nnd Schlamm, nnd besitzen am Hinterleibe 
Kiementracbeen. Das geüügelte lusekt (Subimago) häutet sich noch zum luiago. 
Die abgeworfenen Häute des Subinia£^o*Stadiums bleiben an den Uferpflanzen hängen, 
davon der Name ,Uferliafte*, »Hafte*. Die ausgewaduenen Lazren dienen ab 
Fifldiköder, Dung und Viehfutter, daher „Uferaas . Gattungea: Ephemera L. 
Fh'itrel glasliell, ii'f'flockt, 3 Schwaii/.fäden. E. vulgata L., gemeine EintagS- 
tliego. — Paliugenia. Flügel trüb, nicht gefleckt. l\ longicauda Ol., Theiss- 
blüthe. Clo& bunn. 2 Schwanzfäden, Flügel wenig guadbri. — Caenia SUph. 
2 Flfigel, 8 SchwanzfUden. — Heptagenis WM. 2 Schwansfftden, 4 FUtod 
glaahell, angefleckt o. t. a. — Litarator: Eaton inTrana. Eiit.8oc. London» 1871. 
T-'fnwandernng', s. Thlergeographle. 

EiiLZCllig sind jene thierischeu Organismen die vorübergehend (in der erstea 
Entwicklungsstufe oder bleibend nur eine einzige Zelle vorstellen. 
ElMelllffe vrlaeBy s. BrllseBf«webo* 
Elnaelwesen. Thlersjstem. 
Elra //. Smtth, s. «alfctls BeU. 
Eirenis Jamon, Gattung der Cülubridae. 
Elröhren, ovarloht, s. Insekten«* 
Eisäckehen = EifoIHkel. 
Eisalk = Jordalk (Alca torda). 

Eisammer = Schneeammer (Plectrophanes nivalis Mtyer). 
BlaMr» s. Unna. 

Eischale, \ 

Eischläuche, [ •. Bratpflege and geaekleclitliciie fortpflaasong* 

Eiscbnüre, i 

Eisengart = EisTOffel (Aleedo ispida). 

Eisonten, Harelda lacicA» Gattung der Taachenten, s. IiSiiielUzesties. 

Eisfuchs, 8. Caiils. 

Eisluii (Laemargus borealis Scoreshy), gefrftssiger, auch dem Monschea 
geflArliolier Hai der afterflossenlosen Dornhaie, aber ohne BüokenstaeheL Asdi' 
graa. 8ni lang. Nördliches Eismeer. 

Eishns(» — Schnpohasc (Lepus glaeialis XeaeA). • 

Eishuhn = hiaues Landhuhn. 

Eiähund, kurlüudischer = Kuppel- Windhimü. 

BlamUfe» Larns glaucus X., MoVen« 

Eisscharhe = Konil0imil (Graculus carbo). 

Eissfnrmvog'el, Fulmarus prlacialis Steph., s. Sturmvögel. 

Eistuube, Mehltaube (Columba farinosa), besonders in England ge- 
züchtete Ziertaube. 

Bistanehenteii = Elsentea (Harelda Leach). 
Elstaneher, Colymbus glacialis X.. s. Taucher. 

EisySgel, Alcedinidae, Familie der Kukuksvögel (Coceygomorpbael 
Grossköpfige, kui^hälsige, kurzgeschwänzte Vögel mit grossem, mnist troradem, an 
der Firste gekieltem Schnabel, höchstens mitteüan^en Flügeln, äehr kurzem Laute, 
mit Sohreilnissen. An 125 Arten. Leben meist in der Nfihe des Wessen^ Te^ 
wiegend von Fischen, die sie sich stossweise herausfischen. Gattungen: Aleedo Z«.* 
Königsfiseher. Schnabel schlank, sehr kurz. A. ispida L., gemeiner Eis- 
vogel, St. Martinsvogel. 17cm, Schwanz 4cm. Oben grünblau, Kücken uii3 
Bügel lasurblau, unten rostroth. Der Fischerei schädlich. Errichtet nahezu liu 
lange Nestrdhnm am Ufer, in die er 5—8 weisse Eier ablegt. Einzige dentsebe 
Art. — Ccryle Bote. Schwanz etwas länger. C. rudis Groi^, Granfischer. 
Afrika, Asien. — Ceyr. Lac^p. Ohne vordere Innen/ehe. — Paralcvon Cabauv'. 
Seitenrand des Oberschuabeis nach oben geschweift. Schnabel spitz. P. gigaa 
Gloy,f Kiesenfischer. 45cm. Australien. — Todiramphus Less, Schnabel 
stumpf. T. saeer Bp, Otaheiti. — Tanjsiptera Vig. Hit in mehr als doppelter 
Sohwanzlilnge verlängerten mittleren Steuerf <1 i i . 

EisYÖp^el, Limenitis Fahr,, Gattung der Tagfalter (s. d.). 

Eiszeit, s. Thiergeographie. 

Eitel = Döbel. 

Ettheilnngy Fnrehnng des Eies. 



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Eiweiae— ElaunoBtethiM. 



233 



EIwei*(s, - Albameii und greschlerhfUche Fortpflanznn^. 
£iweii»i»drU{»e, «». BaudwUrmer uuU Vögel (For^flanzvmgj. 
SiweiitUrper» a. orranlsehe NatarkVrper. 

Eixahn heisst ein horniger, spftterTersohwindenderFortsats auf dem Zwischen- 
kiefer junger Schlangen und £idechsen. mit '1f?s« ii H:ltv> flifvo die Eibülle Yor dem 
Auaschlüpfen durchbrechen. Siehe auch Vogel (Fortpliaiizung), 

Elxelle» Spermutohlast, e.. orgauinche 3iaturkörper und geschlechtliche 
PertplIiiBzang. 

fljaculatio, Aus5;pritzung des männlichen Samens bei der Begattung, dann 
überhaupt energische Au,>>spriteung von Säften. 

Ekderou Huxley. Das secundäre, als Epidermis erscheintnde Ektoderm 
bei den höheren lletaxoen , sam üntenchiede von der darunter liegenden Cntia, 
Lederhaut, Dermis, die Biaeie^ Enderon nennt. 

Ekteron, s. Korallenpolypeii.* 

Sktohlast, ». Keimblfttter. 

Sktocarpae (grieeh. anssent Fmeht) sind {nB43iHertwig 1879) Cölenteraten, 

deren Geschlechtsorgane ans dem Ektoderm stammen nnd frei /u Tage treten ; die 
reifen Geschlecht ^jircducte verbleiben im Ektoderm oder rücken haufenweise in die 
Tiffp und wf-rden durch Plntzen des Ektoderras frei; Mesenterialfalten fehlen. 
Hierher: Hydromedusae = Hydroidea, Siphonophoren und Ctenophoren. 

Ektoderm, «. Bydromeinsen imd SeUsaeiithlara.* 

FktolItMa jriech. aussen. S'tein), 8. Badlolaria Wf.* 

£ktopara»iteu, 8. WOrmer.* 

Ektoplasnia (griech. aussen. Gebilde), s. EktOKark und Infusorien.* 
Ekloprocta AtjCftdr« (grieeh. aussen, After), Unterclasse derMoosthierchen. 

Mond innerhalb, After rückenständig ausserhalb des Tentakelhranzes; Tentakel 
hohl, zusammenziehbar und mit d< r Lolbeshöhle in Verltirdiing; Tentakelscheibe 
und Darm beweghch. OrduuLgeu: Ij Arm wirbler, Lophopoda i^um.; 2) Kreisr 
wirbler, Stelmatopoda AUm* 

Ektosftrk (grieeh. aussen. Fleisch) oder Ektoplasma, die dichtere HlÜle 
der L^ilH.ssub>tan/ df-r Foramiiiifera lobosa Ckup^f S. d. und lüfUflOrUu 

Ektostrai-um, s. SchaieDkrebse** 

£ktolheka (griech. aussen. Scheide), s. Hjdroideu." 

Elmehistodon Jtmnk,, Gattung der Rhaohiodontidae. Indische Schlangen. 

I lneohliist, Walzenseheideii.* 

Klucocriuus Bom., paläozoische Gattung der Knospenstrahler (Bla- 
ittoideaj (s. d.). 

Etompns Sp., Gattung der Goldwespen (s. d.). 

Efauüa Gratff Gattung der Scincoidea. Echsen Neuguineas. 

Elanus Snt., Gattung der Falconidae (s. d.). 
Eliiphis AUlror.. Gattung der Nattern (s. d,). 
Elaphriiü, Gruppe der Laufkäfer (s. d.). 
Klaphurus, Untergattung von Cervus. 
Elaphus, 8. Cervus. 
Elapldae, s. Fmnkotfern. 

Elapochrus Frters, Gattung der Nattern. Den Lauihatteru nahestehende 
sftdamerikanische Schlangen. 

BlapoconBVfl FiU,^ Gattung der Prunk Ottern. NeuhoUand. 

Elapoidis fime, Gattung der Zwergschlangen (Galamarii dae). Java. 

Elapomorphus Wifqm., Gattung der Zwergschlangen (Ca 1 am ariidae). 

Elapops Crünfh., Gattung der Z wergschiangen (Galamariidaej. 

Elaposoma Fitz, = Uphiophagus Günther, 

Elapotisiis Jan., Gattung der Zwergschlangen (Cal am ariidae). 

Elaps Dwn. Bibr., Gattung der Prunkottern (s. d.). 

Elasipoda, Tiefsee-Holothnrien. Ordnnug der Seewalzen (s, d.). 

Elasmobranchii = C"hoiidroptery|jfii, Kuorpelflosser. 

Elasmodon /''. du. (griech. Blatt; Zahn), Untergattung von Elephas; basirt 
auf den indiseben Elephanten. 

Elasmognatha March, (griech. Plattenkiefer). Unterabtheilung der deckel- 
iofien Landschnecken. Kiefer nach hinten und oben plattenförmig verlängert 

Elasmoatetbus FieO. =■ Acanthosoma griseum L., eine Stacheiwauze. 



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234 £laniiotheriiun->Enbog«ii. 

Eliismothrrium Fincher (gr'm-h. Blatt, Wildthier), ausgestorbene Gattung der 
Un[)aurzeher. Den Rhinoceroten beigezählt, im Bau der Backenzähne den Pferden 
verwandt. Sibirien, BheindiluTium. 

Elastische Knorpel, ^ »™«"i»swuÄgewel>e. 
Elateridae, s. Schuellküfcr. 

Elatobranehla Mk-e. (griecL Ruder, Kieme), b. Muschelthiere* 

Elche, 8. Alces. 

Eledone, s. Heledone. 

Elefanten, b. BHsselthlere. 

filektawolle, fein gekriiudt« Her Ino wolle. 

Blektoralsehsf, sehr feine, früher in Sachsen ans den Esenrialschafen ge 

züchtete Rasse. 

Elektrische OrirMiie, s. Fische (Nervenigrstem). 
Eleiueutaror^uuibmus, 8. Zelle* 
SIcndlBB CuH,, Ghittong der Stylopidae. 
Elendantilopen, s. Boh elaphas. 

Eleotrus'us, üntprgattung von Cervicapra (s. d.). 
£leotri.s ( ia>,, Gattung der Meergrundeln, s. Gobiifurmes* 
Elephanten, s. BOfseltnlere. 
Elephuntenhilhner, s. Bredas. 
Elephantenpferd = Clyrterdaler Pferd. 

£lephaiiteiis|iitzmaiis — gemeiner Bohrrii^ssler (Macroselides ijrpi- 
CU8 Smith). 

Elephantenzahn» Dentalium elephantinum L,, BdhreBAeluieelLeB. 

Elephantina. einzige Familie der Rttsselthiere (Proboscidea BUger). 
Klephüs, s. KüüseUfaiere. 

Elcutherata Fabr. (griech. Scheide), Coeloptera L., 6. Küfer. 

Elentheroblastea (Poecilomorpha Latr,, Hydrae aut)., Unterfamilie der 
Hydroidmedusen. Einzelthiere langgestreckt, nackt, mit weni^^: F mgarmen: 
Knof^pn Sfiteiiständig; G('S( hk'chts[u-otlucte pktojernial ; st-ltcn auch Thcilung. Mit 
OrtJSbewegung; entweder uufVecht auf der l nterlago weiterschiebeud oder seitlich 
weiterkriechend oder mit Hille der Tentaky] sich fortbewegend. Die Fähigkeit, 
einselne Kdrpertheile zu ersetzen, sehr gross; man kaon sie in zahlreiche {Mclm 
zerschneiden, die dann alle zu neuen Individuen sich er^^bizen. Einzige Familie: 
Hydroidae Jo//;/.?^ mit der Gattung HyJ ra L., Süsswasser- oder Armpolypen 
(mit den Arten: H. viridis L., grüner Armpoiyp; II. vulgaris Fal!<r<. ge 
meiner Armpolyp; H. grisea L.) und Protohydra Gr. im Meere. Literatur: 
KMnmAery, Hydra etc. Leipzig 1872. 

Eleütherocarpidae (7A-. (griech. frei, Frucht), Familie der Becherqnallen. 
RaJialtaschen zu 4; Genitaltasrhen und mit ihnen abwechselnde Nebenrilume ti^: 
Magenhöhle fehlend. Gattungen: Lucernaria Müller^ Haiiclystas CiJc» u.&w. 

Elenthernra Grau, s. Cjaonycterls Fet. 

ElfeBbefn, Dentme, Zahnhein, t. Sillfetiilere (Zfthne). 

ElfenbeinmiJvc, Pagophila eburnea L., s. MÖTen. 

KlfenbeiBSchnabela Picus principali$ = Kaiserspecht (Campophilas), 
s. Spechte. 

Elfonbeinschnecken, Eburna 2x>m., Gattung der Buccinidae(Kiiikli0niQr). 
Elfenmänse, s. Otomys* 
Elfenratte, s. Otomys. 

Elgaria Baird u. Oir., a. Gerrbenotns Wiegw. 

BäiTft Meig. = Tetanocera dorsalis Fabr.^ s. Museldae. 

Eligmodoiltia F. Oitvier (griech. WindangszBhner) = Oalomye ITolirJI., 

8. Hosppromys Watei /i. 

Eliomys A. Wagner (griech. Haselmaus, ^faus). Gattung der Myoxidae. 
Siebenschläfer. Die oberen Backenzähne mit 5 Querleisten. Oben rOthlichbraoo. 
B. qaercinus, E. dryas. 

Elitebock = Normalboek in der Schafieucht. 

Elk ^ Elch, Elenth: r 

Elle, ulna, t-. Silug-ethiere und Wirbelthiere (Ökelet). 
Ellbogen, s. Säugethiere (Ökelet). 



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Ellbogenfortaati-— Emballciuira. 



235 



Ellhocrenfortsatz, olccranon, s. SBnrnthforr iS'kelet), 
Elleritze, Phoximis liievis Ag.^ h. Weissllsche. 

£Uipsoglosäa J>um. Bibr., Gattung der Lechriodonta (s. d.). Ziemlich 
ttUanke Hol<£e mit selir grosser, elliptischer, mit ihrer ganzen Unterseite am 

ßodeD der Mundhöhle festgewaohsener Zunge, mit vertikalen Hautfalten, vierzehigen 
Vorder-, fünfzehigen Hin torfüsspri, sehr dickem, stumpf abgerundetem, an der Basis 
drehnmdem, später deutlich plattgedrücktem und schartkantigem Schwanz ohne 
HAatsaom. Die Gamnenzälme stehen in sehr langen v-förmigen Reihen. 2 Arten 
tos dem sfidwesfclichw Asien bekannt. 

EllobiiiB FUeher (Cbthonoergas Nordmaim), Molllemminge, Gattong der 
Wnrfmäuse. Walzenförmige, stnmpf- und kurzschnauzige Nager mit ziemlich grossen 
Anorrn. kleitien Ohren, fiinfzehigen, kurzbekrallten Füssen, kurzem Schwunz, langen 
ungefurcbten Schneidezähnen, in jedem Kiefer 3 wur/«'llos»^n Backenzähnen. Arten: 
1) E. talpinus Fischer. 11cm, Schwanz 1cm. Sühwür^lichbraun , Kinn weiss, 
Qoten grau. Gräbt in sandigem Boden bis 8 m tiefe LOeher. SftdOstliehes Bnss- 
hnä. 2) E. luteus Wagner, Wi grösseren Angen. Lehmfarbig, oben dunlder. 
Gribt gerne unter Baiimwurzeln. Am Aralsee. 

Eliopia Tr., Gattung der Spanner (s. d.). 

Elmis Lair.f Gattung der Parnidae (s. d.). 

Blomys Ayrmrdj ausgestorbene Gattung der Mäuse. 

Slops L., Stempelhäringe, Gattung der Häringe (s. d.). 

Elosia Txrhudi, Gattung der Polypedatina (s. d.). Glntthilutigo Frosch- 
lurchH. mit grosser, dicker, vollstilndiger, von allen Seiten fest gewachsener Zunge, 
mit Vouierzähneu, Schwimmhäuten nur an der Basis der Zehen, kleinen Gehörtuhen, 
dnitliehem Trommelfell, kleinen, nach oben in 2 kleinere Scheiben getheilten Haft* 
tdieiben, Männchen jederseits mit einem Kehlsack. 

Elotherlum Pomd (griech. Snmpfwiidthier) , ausgestorbene Gattung der 

Schvv ei u e. Mioc'dn. 

Elpidia Theel, Gattung der Tiefsee-Holothurien (Elasipoda). 
Blring, Elritz = EUeritze. 

Elster (Sehne ( Turbo pica L., Art der Kreiselschneeken (s. d.). 

Elsteralk Tordalk (Alca torda). 

Elstercheu, kleines, s. Amadina. 

Elsterentchen = Zwergsfiger (Mergus albellus). 

Elstern, Pica VieilL, s. Raben. 

Elstersehnepfe = Austerflsclier (Haematopus ostralegus). 

Elsterspecht heisst der Weissspecht (Picns leuconotus) und der Mittel- 
specht (P. medius). 

Elstertaube, eine aus Deutschland nach England eingeführte kräftige 
Tsnbenrasse, gute Brüterin und Aeserin. 

Glstertaucher = ZwergsSger (Mergus albellus). 

Elte, Elten = Döbel. 

Elterliche Zeagnngy generatio parentali8,s. geschlechtliche Fortpflanzung« 
Elterlote Zeugung, UrBengting, s. organttebe KatarkOrper. 

Eltftsche, trivialer Name für die Weissfische der Untergattung Squalius. 
Elystn Risso, Gattunj^ der Elysiidae, s. Nacktkiemcr. 
Eijrthray Flilgeldeckea. Decktlügel, 8. Insekten mid Käfer. 
Eljthrae abbrevlata, i 



(Kiemen Oerstedt) vieler Borstenwürmer (s. d.). 
Elzchen, Eitzen = Maiflsolu 
Elzer = Haifisch« 

Enail, Schmelz, s. SäugetUm (Z&hne). 

Emarginula Lam,, Spaltsohneeken, Gattung der Spaltnapfschnecken, 

L Sehildkiemer. 

EmbaUouura Tetnm. (ß:riech. hineinwerfen. Schwan/), Spitz^^chwirrer, 
Gattung der Fledermäuse (Fam. Nacktsch wirrer, Gymnorhina). Ohren- 




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236 Embema— Enchytracida«. 

Uappe sehr kurz, die grosse Sdienkelflughaut umhüllt den Schwanz nnr an d«r 
Wiinel. ♦•hue Sfirngrnbp. Brasilien, Java, Mozambique. 

Kinberizü L., Ammern, Gattung' der Finken (s. d.). 

Eiubia Latr.f Gattung der Embiidae, Familie der Pseudoneuroptera 
eorrodentia. 

Embiotocidae, Fischfamib'e der Pharyngognathi (s. d.)* 
EmbI(^tonia Aid. u. Haue, Gattnng der Aeolidi rl :m>. 
Embryo, foetus, siebe Entwicldimg, Fortpflaiuuug und WirbelthieR 
(Entwicklung). 

Embryohttllen, g. grasehleehtllche Fortpflansong. 

Embryologie, Entwicklungsgeschichte der Thiere überhanpt» im engneii 
Sinne dii Lt-hre vom Bau mv\ den FormvprJlnricmnjrpn des Embryos. 
Eiubryonalanhang, s. » irbelthiere (Eiubr^onalentwlcklung). 
Embryonmle Athemorgane, s. Wirbeltldeie (EmbryonalentwieUung). 
Embryonalen! Wicklung, ». Wirbelthiere« 

Embryonalfeldy Embryonalflocht — Frnehthof (area germlnati? a), 
8. Wirbelthiere. 

Embryonalkamner, a. Kopffisser.* 

Embryonalorgane, s. Wirbelthiere (Embryonalentwicklmig). 
Embryonulzelleu, 8. geschlechtliche Fortpflanznng. 

Embryouidac nennt G. Jäger jene Zellen verwachsener Tbierkörper, wekk 
die Eigenschaft, sich in Yerschiedenartige Gewebszellen zu difierenziren , bewihrt 
haben. 

Kmhryosark jT!rnbryo) als Gegensatz EU Dottersack. 
Emmeuthaler Vieh, s. Berner Vieh. 
Empfindung, s. Thier und Pflanze. 
Emphytns KL, Gattung der Blattwespen. 

Empfdao^ s. Tanzfllopen. 

Emplasmogonie, emplasmatiscbc Zellbildung, nennt Haecktl im Gegrasit; 
zur Plasmogonie (Urzeugung in organischer Bildongsflüssigkeit; die &eie Zell- 
büdlug Im Plasma des Embr josackes der Phanerogamen oder in der durch Hkto' 
lyse der Fliegenlarve entstehenden formlosen Eiweissmasse. 

Empusa lU. (rrriech. Gesper t) Gattung der Fanghenscbrecken (s. d.). 

Emulgiren, h. Yerdanungrsortraiic. 

Emus, Dromaeus VitULf Gattung der Struthionidae, s. LaufT$geL 
Smnschlttpfer, Malurus VUül,^ Gattung der Maluridae (s. d.). 
Emyda Gray, Gattung der Lippenscbildkröten , s. Schildkrtlteil» 
Eniydae, Sumpfschildkrriten. G nippe der Unterfamilie Chersemydse, 
der Familie Testudinidae, s. Schildkröten* 
£iu) dla BiM., %. Aretlldae. 

Emydin, charakteristischer NucleKnkörper der SchUdkröteneier. 
Emydium Doy = Echiniscus S, sAvUze^ Gattung der Arctiscoideae, 
s. Tardigrada. 

£mys Wagler, Sumpfschildkröten, Gattung der Emydae, s. SclüM- 

krSteii. 

Emysanrns Dum,B9br, = Glielydni. 

Enallosauria, Meersaurier, ausgestorbene Kriechthierordnung, die Plego- 
sanrier und Ichthyosaurier umfassend. Bilden mit den heutigen Krokodilen die 
Uuterclasse Hydrosauria, Wasserechsen. Siehe Genaueres bei Kriechthiere 
(ausgestorbene). 

Enohelidiam Ekrenbergt Gattung der Enoplidae. Frei lebende Fsdtr 

Würmer, mit Augen. 

Enchclyina Dj., Familie der Infusorien (Hoiotricha). Bundliche, Torne 
halsartig verlängerte Thiere. 

Eiichelyodon Cap. u. Lachm.^ Gattung der Bnchelyina. Mit besshotsm 
Schlund. 

Euchelyophis J. Müller, Gattung der Schlangenfische (s. d.^. 
t]nc')u>Iys Ehrenb^rg^ Gattung der Enchelyina. Enchelyodon fthnli«b, 

ohne Scblund. 

Euchytracidae, Familie der Oligochaetae limicolae. Kleine (oft mikn»' 



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Enoope— Endotheka. 



287 



akopiitcb) durchsichtige, meist im Süsswasser lebende Borsten würmer. deren Borsten 
kurz, pfriemenfürmig, in 2 Zeileu stehend; Gefässsystem sehr eluiuch. Euchytraeus 
/fmb, Chaetogast^r JSotfr, Dero OheHi HeBopachjs Otrtdal. 

Eneope L. A(j. (griech. Einschnitt), Gattung der Seatellidae. Ganz flache 
balbregehnässige Seeigel (Ordn. Clypeastroiden). 

Eneotyllabe IHesing, Gnttnn^ d^r Tristomidae. Am Kopf und im M nnde 
7on Setti ' Ii Ii schmarotzende Sangwürmer mit 2 Batignäpfen. 

£acriiiuäteriae9 Unterclasse der Seesterne. Fast alle Seesterne des 
paiioioi a oheii Zeitalton tunfassead, mit abwechsdnd angeordneim WirbekMIeheii. 
Mit die« 8 Gattungen, ü. a. hierher: Frotaster, Palaeocoma, Aspidosoma, 
Arthraster, Bdellacoma, Rhopolocoma. 

Encrinidae, fossile Familie der Neocrinoidea (A rticnl ata). Seelilien 
mit niedrig schüsselformigem Kelrli, 10 oder 20 kriiftigen. zwei- oder wechselzeiligen, 
ongetbeilten Armen, die dicht nebeneinander liegend eine Pyramide bilden, Hindern 
Stiel. Hierher; Encrinus liliiformis MUH, Krone bis 7cm lang« Stiel bis 
SOcm. Im Hauptmuschelkalk häufig. S. Rädersteine. 

Encyrtus Dalm., Gattung der Chalcididae (s. d.). 

EBCTStirnng, Einkapselung, 8. ungesehleehtllche Fortnflanzang. 

Bnaapparate sensibler Nerven, Nervenendigungen, s. BiueBOlgKne« 

Enddarm, intestinum crassum, 8. YerdannnfSOrgiine* 

Endc-ron, s. Ekderon und Korallenpolypcn. 

Endomrdium, die Innenwände der Herzräume überziehendes, meiirschicbtiges» 

elastisches Häutchen. 

Badodioiioii Baer = Exoehorion Bisehof heisst der bei vielen flaus* 

thieren u. a. Sftugem dem Chorion von innen sich anlegende, in die „Chorion- 
wtten* hineinwachsende, mit Flüssigkeit erfüllte Sack, welchen die mit ihrem 
äusseren GetUssblati weiterwacbsende Allautois büdeti sobald sie die innere Fläche 
des Choriüü erreicht hat. 

Endoeyellea Wn'ght (drinnen, Kreis), s. Seeigel, regnllre«* 

Endofjstr, s. Moosthlerchen.* 

Endoderm =^ Entoderm, k. Hjdromcdnsen und Schlanchthiere. 

Endogene Zolltheilimg, Zell Vermehrung, die Entstehung von Tochter- 
ttlkn in einer Mntterselle 

Endolymphe, aus Wasser mit 15—16 Procent festen Stoffen und etwas 
Mucin bestehende alkalische Flüssigkeit des häutigen Lab>Tinth8 im Ohre; dient 
inr L'fcbertragung des Schalles auf die Eudapparate des Hömerven. 

Endomjchidae, s. PiJskäfer. 

Emdopanwite» = BBtoparMiten, 

Endophrag-mals.vstem, s. Schalenkrrhfse.* 

Endopiasma (drimien, (klnlde), ä. Endosark und Infusorien.* 

Badoplast (drinnen, Bildner) = Nacleus, s. Infasoria Höv.* 

Midoplastiea HuxL (drinnen, bildnerisch), Protosoen mit Nneleos (die 
Gregarinae und Infntoria), s. Urthim. 

Endoplastulus ITnxL (innen, Bildner, dim.), Neben-Ersatzkern, Nncleo- 
Itts, V Infiisoria JIöv.* 

i:.udopieariten, s. Schalenkrehse. * 

Sidepodlly t. Bnderfliser mid Schnlenkrebse»* 

Endoprocta JVt^cA^ (innen, Aller), Unterclasse der Moosthierchen. Mund 
und Aftpr innerhalb des Tentakelkranzcs; Tentakelkranz hufeisenförmig; Tentakel 
Qtcbt bohl und nicht einziehbar; Ektocyste meist weich. Familien Pedicelliuidae 
tod Loxosomidae. 

Endosark (drinnen. Fleisch) oder Eudopl asm a, die dünnere Leibessabstanx 
4er Foraminifera lobosa tkirp., s. d. nnd Infiuoria.* 
Endoslphonltes, 8. Clymenla* 
Eadosaose, s. Osmose« 
Ealoiterniten, s. Schalenkrebse.* 
^litlostraenm, 8. Schalenkrebse.* 
indostjl, s. ßanchrlnne und Hantelthiere«* 
EfidoHtjrliea Fol^ s. Sohwanzascidlen. * 

Metheka (ümen, Scheide), t. Ifydroiden und Korallenpol jpen«* 



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238 



Endotibonuc— Enneoctonn«. 



Eadothoi'Ax, s. Insekteii«* 
Endoioa = Bntoimi. 

Endranken, s. Rniikenfnsser.* 
Endwirbel, ». Vö»?ol (ökelet). 

Endwulst, Axenvfulst Kölliker , eint axiale \ erdickunsr am hinteren Eii<3e 
des Säugethier- und Vogelembryos, innerhalb welcher Epiblast, MeÄoblasi uü*i 
Chorda miteinftnder ziuammenzufliesseii scbeindii, ao daas also die Chorda Tina 
Mesoblast abstammen würde ; ist aber in der That das Torderate, PrimitivtlnifiBii» 
ende, von den Rüik» mvülsten umfasst wird. 

Engelehen = Zeißig (Chrysomitris spinn s). 

Engelhai, Meerengel, Gattung der Rhinidae (s. d.). 

Engerllng-ey s. Kifer« 

Engis, (1 .ttuMir ,]er Erotylidao. 

Englifiche liiigdette = Carrier, Itngdottc. 

Englische Bracke (englisch Harrier), fast nur zur Hasei\jagd verwendeter, 
windhundähnlicher, leichtester Jagdhund. 

Snglische Dogge, s. Dogrgcii und Ilanshand. 
Englische Enle, Columba bubo, s. Ealentaaben« 
Englische Krßpfer, a. Kropftanhen. 

Englischer Fuchshund (Fox-bouud), hauptäUchlicb zur Fuchsjagd Te^ 
wendeter, sehr geschStzter, englischer Jagdhund, dem dentsehen Sdiweiflshmid« 
IhnUch. 

ETig:Iiseher Windhond» kleinster, zartester Windhund; Abftnderong dtt 

italienischen Windhundes. 

Englisches Ueideschaf (Blackfaced Breed), mittelgrosses, gedrungenes, 
in beiden Geschlechtern gehörntes, sehr abgehftrtetes Schi^ der Gebirgsgegenden 
Englands und Schottlands mit gutem, saftigem Fleische. 

Englisches Karronpford, s. Pferd. 

Englisches Vollblutpferd, s. Pferd* 

Engmäuler, Stenostom a Dum. BSbr^t s. ABgiostomftt» und Catodoitb. 
Eiigranlis Cwf, n. Fo/., Gattung der H&ringe (s. d.). 
Engyommasaurus Kaup^ ausgestorbene Gattung der Krokodile. 
Engy Stoma Fitzinger, Gattung der Engystomatina (s. d.). Schmalk opfi?'' 

Froschlurche mit sehr kleiner Mundspalte, ziemlich kurzen Gliedmassen, ohno Kiefer 
und üaumenzähne, mit ovaler, vollständiger Mundspalte, verborgenem Troumiel- 
fdl, sehr kleinen QehOrtuben, ohne Schwiiunhftute, Htandien mit Kehlsack. Zw5lf 
Arten bekannt. 

EnjOCy^^tuniatina, üntprfami]i'> rirr Kröten (s. d.). Ohne Ohrlnjsen. m? 
v< rViri'iterton (.^uorfortsiitzen dos Sacral\\ irltfls, freien Zrhrn. Gattungen: Eng}- 
Stoma, Breviceps, Chelydobatrach us, Hypopachus, Pachybatrachus^ 
Stereooyelops, Xenorhina. 

En^:yschlBti Gümth^r^ Unterfamilie der Aalfische. Communication iwisehen 
Schlund u;i d Kiemen sehr eng. 

Enhydra /•'. Cuvier ~ Enhydris (s. d.). 

Knhydriua Gray = Hydrophis schistosa Schlegel, Giftschlange. 

Enhydris /Yemmdi^, Meerottern, Gattung der Mustelida. Walzenßnnigf> 
knn- und dickhalsige Raubthiere mit sehr kurzen Vorderbeinen, verwachieneo 
Zehen, langen, nach rückwärts gerichteten Hinterfiissen , die schon lebhaft an die 
Seehunde erinnern. Backenzähne: ^xi. Dir Schneidezähne fallen früh aus. Wie 
die Pechunde bringen auch pie ein sehendes Junges mr Welt. Art: Meerotter, 
Seeotter. Kulan (E. mariiui FUmming). 114(ni, Schwanz 28cm. Wie bei dfca 
Kobbeu ist da.s Kleid der Jungen anfangs weiss und wollig. Der Felz Ei wachsenff 
erscheint sammetschwarz. In den Gewässern des Beringsmeeres. B'rüber kern eis 
Fell auf 5— G Rubel zu stehen, jetzt kann es 300—1500 Mark kosten und kornnws 
jährlich rtwa 1 Stück in den Handel. 

Eiiiemus Thoins., Käfergattung der Cryptophagidae. 
Ennea, Agnatha. 

EnneoctOBiis Boie^ NeuntOdter, Gattung der Laniidae (Wflige^ 
artige) (s. d.). 



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£iiiieodoii<— EntogaatriBohe Knoepanir. 



289 



Enneodon Pranger. aii«:gcstorbeno Gattung der Krokodile. 

Enopla M. Int. fwaJir, Waffen), Unterordnung der Schnurwürincr. Rüssel 
oiii stacheltra^eudem Appaiute; Eutwickliuig direct. Familie: Ampliiporidae.* 

ftiOpUoiM Du/. iEj^eAnttd., Familie der Polymajaria. Freilebende Faden* 
wftrmer; die ein/.igen , welche Augen besitzen. Röhrenförmige Liklier (Ta^tr 
nrgane) in grosser Zahl über die Haut zerstreut, nhcy ihnen häufig lange Borfiten; 
die mnrineu Arten mit Spinudrüsen. Enoplus Cochlea tus i^cAfini^, £. liratus 
Schmiä^r u. v. a. Arten. 

Snoplops Am. = Syromastes scaplia Fabr., eine Bandwanse. 

Enoploteuthiä iyOrbigny, Deeapodengattung der Oigopsidae. 

Ensis Srhum.j Gattung der ScheidenmoBcheln (s. d.). 

I - 

Enten, 8. Schwimmenten unter Lamelltrostres. 
Entenadler — Schrriadler (Aquiln nnevia). 
Entengeier = Kuhrweihe (Circus aeruginosus). 

Eutenklaffmuscheln, Anatida, Familie der Siphoniata (Sinupalliata). 
Die dfinnwandige, binteo klaffende Sehale bedeckt den ganzen KOrper ; Fuss klein, finger- 
förmig. Mit den Gattungen: Anatina Lam.\ Pandora ///-//^7, JBüchsenmuscheln; 
Fholadomyia Sotc., Rippcnmuscheln; Lyonsia TWr/.; Thraoia Lsfoch, 

Kutonmuschelkrebse — Euteumu8cheln. 

EutenmuscheUi) Lepadidae, Familie der Bankenfüsser. Stiel deutlich 
abgesetzt, ohne Kalkplatten; Mantel hSatig, mit 5 SchalenstUcken. Gattungen: 
Lepas L», Poecilasma Darw., Alepas Rang, Conehoderma Olf,, Anelasma 
/Ww. n. s. w.* 

Ententaucher, Kothkehltaucher, Colymbus septentrionalis. 
Entenwal, s. Hjpereodon* 

Bnterata Jäger, die Thiere mit gesondertem Darmrohr zum Untersehiede 

fOn dt 1. 1 ent erat a. 

Enterich, das £ntenmännchen. , 
Enterion Samgny u. a. Aut. = Lumbrions« 
BnteroeSl, Konülenpelypea« * 

Enterodcia Ehrtnh. (Eingeweide), s. Cüiata Ehrenb. und Biderthierc.* 

Enteropneusta O^g. (innen, athiTien). fragliche Gruppe, von viflin zu den 
Stachelhäutern, von anderen zu den Würmern gezählt, ausgezeichnet durch weit 
rorragenden Büssel und ftusserliche Kiemenspalten. Die Larve ist als Tomaria be* 
lehrifiben und erinnert an jene der Stachelhttuter. Alle leben im Meere. Einzige 
(iattxmg: Balanoglossus Chiaje, — Literatur: Kowalecsky, ^. , in Mem. Aead. 
Petersbourg 1866 ; Agamxz, L., in M^m. Acad. IX. 1873; Metächmkoff, in Zeitschr. 
für wissensch. Zool. XX. 1870.* 

Entfaltung = Entwicklung oder auch in der Selectionstheorie die Fä- 
nde dar Mlinnchen im Hochzeitskleide vor den Weibehen, um diese su werben. 

Enthelmintha = Entozoa. 

Entimus Schönherr, Prach f k !lf^r , Juwelenkäfer. Prächtig grtingoldig- 
l^llQzende, südamerikanische Rüsi»eliiäler. (£. imperialis Forster, Brasilien; £. 
granulatus L., Cayenne.) 

BBtiuuuimng = wtration. 

>:ntoblaHt, Entoderm, s. Keimblätter. 

Entocarpae (innen. Frucht) sind (niich //er/frf/; 1879) Cfilenteraten. deren 
Geschlechtsorgane aus dem Entoderm stamuiun uiid im Innern des Körpers, in 
Aunefamgen te Qastroyasenlajraumes liegen ; die reifen Ge&chlechtsproducte sind 
«ngekapselt und gelangen durch diesen hindurch ins Freie; bei ihnen aUein kommen 
Mesenterialfalten vor. Hierher die Anthozoen und Acraspeden mit Cbaryb- 
diden und Lu c '^narien (= Acalephae C/.). 

Entodiuium 6lfnn, Gattung der peritricheu Infusorien. 

Kitoirastriselie Kaospimi^f entogastrisehe Proliferation. Entstehung 
solider, vom Entoderm überzogener medusoider Knospen im Inneren der Magen- 
höhle von Trachyniedusen , die erst durch secundüre Umwaehsung dur< h das in 
deren Axe eingeschlossene Ektorlerni zu normalen Knospen sich gestalten, die sich 
dann zu dem Mutterthier gleichen Wesen entwickeln. 



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240 



EntoUthia— Entwiddung. 



Entoltthia (hinein. Stcini, s. Kndiolnria .\f'i!I.* 
Entoma ifinge«chiutWn), Ki'rf)thit're. s. Arthropod«.* 

Entomoglossus Peters, G attuiiff der Cy s t i g u a t h i u a ( >. d.) . Fra^Kihlurche, 
Ton denen der Gattung Cjolorhamphns and Cystignathns doreh die nemlicb 
tief aasgeschnittene Zunge unterschieden , mit Oberkiefer- und Gaamemlhnai, 
walzigen QuHi-tbrt'^ätzen des Sacraiwirbfls, r.hii»' Olir- und Seitendrttsen, freien 
Fingern und Zehen. Eine Art aus Nordbrasilien bekannt. 

EntomoliUy s. Gllederfilgser.* 

Entomologie, Inflektenkiuide, GUederthierkimde. 

EntoDiophaga, s. insekteifireiBeiide nodemioae. 

Entomopha^H (r^rsf., Entoraospeces, Gruppe der Tt rebrantia. Hint«r- 
Ipib gestielt: Weibchen meist mit vorsteheiidem Le^ebolinT : Larven m^\<t in 
Larven anderer Insekten schmarotzend, l'auiilien; rroctotr upidae, Chalcidi- 
dae, Braeonidae; Schlupfwespen, Ichneumonidae, Gvaniidae.* 

Eotomophaga = Peramellda, s. Beateidachse. 

Entoniespheres flnsekt, Wespe), Schlupfwetspe, s. Entomephagn. 

Entomostrucu Aut. feingeschnitten, Schale), Gnippe fünf r-las^e) der 
Kruste uthiere, die einlach urganisirten Formen enthaltend, deren Zalil und Form 
der Gliedmaasen sehr abändert. Ordnnngen: Blattfflsser (Phyllopoda L^.), 
Muschelkrebse (Ostracoda Latr,), BnderfÜsser (Copepoda Jf. Edw.) und 
Banken füsser (Cirrhipedia Lam.)* 

Entomestraca Gerat., non aut., s. BuderfUsser. * 

Entemesoa (eingeschnitten, Thier), Kcrbthiere, s. Arthropoda u. Yerme».' 
EmtonisetlS Frmstef Aeselgattung der Cryptonisoidae. 
Entoparastlen, s. Lebensbedingonge« der Thlere. 

Entoprocta, Unterclasse der Bryo/oen (Moosthierchen). Tentakolscheibt? 
fehlt; die Afteröffnung liec^t innerhalb eine> Kranzes von Tentakeln, die einroiibar. 
aber nicht zurückziehbar. Gattungen: Pediceiliua Üars. und Loxosoma Kt^. 

JBBtopterygoldeilBi ob» bei den Knodhenfisoben das medianw&rts vom £kto> 
pterygoid befihäiobe Stftek des Kiefersaspensoriams. 

Entosolenia Ekrenb,, Gattung der perforaten Foraminiferen (Mo* 

notha 1 n m i :i >. 

Entezca Cur. (iooeo, Thier), Eiugeweidethiere, s. PlaUwürmer und Road* 
Würmer.* 

Batoieen, s. LebeatbediogiBgem der Thiero nnd WBmor. 

Batrochites, Bntroehus, SiulenrSde'rsteine, hiessen früher die f&r eigone 

Gattungen gehaltenen, noch mehrere Glieder (Radsteine, Trocbiten) entbdteB- 

den Stielfragmente uustrestorbener LiHenst«rne. 

Entstehung der Arten^ s. Art, Abstammungslehre und Seleetionstheorle« 
Entwf eklmig. So lange das in der Ihitwieklung begriffene Thierwesen sodi 

von der Eihülle unis( blossen ist, heiast es Embryo (Foetus). Stimmt äsr dssEi 
verlassende Einbryo im Wichtigsten bis auf Orösse, Ausbildung der Geschlecbt>- 
Organe u. s.w. mit Jon elterlichen Thieren überein, so nennt man dies direct»- 
Entwicklung (s. Säugethiere, Vögel, Fische), während bei der indirecten Ent- 
wickinn g der ausseblfipfende Embryo von dem erwachsenen Tliiere noch gins 
bedeutend unterschieden ist, oft so, dass selbst erfahrene Zoologen Embryonen for 
eigene Thierarten gehalten haben. Diese jungen Thiere müssen erst eine kümtv 
oder längere Reihe von Umwandlungen fMet fimorphose) durchmachen, che sif 
aus dem Larvenzustande in den ausgewachsenen übergeben. Die Larver. 
führen meist eine ganz andere Lebensweise als das fertige Thier, besitzen oft ei^fen* 
thCbnliche Organe (Larvenorgane), eatwiclceln sich allmählig in den fertig«'^ 
Zustand hinüber oder es tritt in einem gewissen Alter der Larve ein Stadium li^r 
Buhe (Puppenzustand) ein, während de«?«;en die vollständige Umbildung frfol(?t. 

ist oft sehr schwer, directe und indirecte Entwicklung scharf auseinanderzu- 
halten. Bei der directen Entwicklung ist durch Aufspeicherung von weit mehr 
Dentoplasma (s. geschlechtliche Fortpflanzung) dem Embryo ermOgltelit. 
mit Hilfe dieses Nährmateriales sich schon im Ei se^r weit zu entwickeln, wa* 
bei der indirer-ten Entwicklung nicht dpr Fall fs. Genaueres über die indirect*' 
Entwicklung unter Gliederthiere, Insekten). Jene Thiere, welche ih«^ 



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Eotwiddung8ge8dii<^te — Epicluiopter}'x. 



241 



nach aussen abgeben, heissen ovipar (wetm die Eihüllen im Momente des Eier- 
ablegens oder rasch darauf, ovovivipar), wenn die Eier im Mutterköq>er sich ent- 
wickeln und die fertigen Jungen ausschlüpfen, v i v i p a r. Die Metamorphose 
ist eine fortschreitende oder progressive, wenn die Jungen von einfacherem 
Brae m b<Ai«f«r Organisation das fertigen Thieres fortadhreiten. Wir finden aber 
auch (i. B. bei den in der Jugend freilebenden, im Alter an anderen Krebsen 
«chmarotzendfii Wurzelkrebsen), dass höher organisirte junge Thiere auf einen HB« 
Tollkommeneren Bau zurücksinken (regressive Metamorphose). 
Sntwleklvngsgesehlebtey t. Bnbrjelofle. 

Enyftlins War/kr, Gattong der Baumleguane. Brasilianisoba Echsen. 
Enyprus Tr</v/^/-, Gattung der Bonschlangen (s. d.). 
Eohippns Marah., a. Sftngeälere (ausg^torbene). 
Eolidia, Eolis, s. Aeolis bei Aeelldae. 

EopithMlU Oipen, ausgestorbene (Gattung der Affen ans dem Eocin. 

Eos|^9Ift Ehrenh., Hüderthiergattung der Hydatinidae. 

Eozoon oanadense C/m?-;;. (Morgonröthe, Lebewesen, Thier), canadeusisches 
Dämmerungsthier, eine angebliche Foraminifereu-Form , deren Kalkkammem 
mit Cauälen von Serpentin ausgefüllt sind, und deren organischer Ursprung sehr 
nveiielbaft erscbeint. Man findet es In der lanrentiniseben Formation Oanadas; 
neuerdings wurden ähnliche Bildung«'n auch in Scitotthuid, Deatsdüand und den 
Alpen beobaditet. — Literator: M^uSf K,, Der Bau des Eozoon oanadense ete. 
Ksael 1878. 

Epaeme Uaeckel. Nicht bloss bei der Ontogenese, sondern auch bei der 
Phyllogenese spriobt Haeckel besflglioh der pos^alen Entwicklung von einer 
Aafblühezeit, Blüthezeit und Yerblübzeit, die vc dort Anaplase, Heta- 

pUse, Kataplase. bei dor lMiylh)genese Epncme, Acme und Paracme nennt. 

Epagneul, langhaariger, französischer Vorstehhund. 

Epanodontia Dum. iiibr. (Oberzähner) , Famihe der W u r ni s c b 1 a n g e u 
(Scolecophidia), bei welchen nur der Oberkiefer bezahnt ist; Schambein fehlt. 
Typhlops, Onjchocephalus u. a. gehören hierber. 

Kpelra Walck., Kreuzi^p innen, s. Badsf innen« 

Ephedraauallen, s. Schirmqaallen«* 

Spbemeridae, s. Eintagsfliegen. 

Ephesia Rathke, Gattung freilebender Borstenwftrmer. Meeres wftrmer 
ebne Fühlercirren. Familie: Aricieae. 

Ephialtes Blas. u. Ka;/.^., Gattung der Ohreulen. 

Ephippium, Sattel, heisst der als sattelartiges, sehr breites Gebilde am 
Bücken der Daphuideuweibchen erscheinende Brutraum zum Schutze der 
Wmtereler. 

Ephippus Cuvier, Sattelfische, Gattung der Schuppenflossor (s. d.). 
l>er beschuppte weiche Theil der Rückenflosse ist von dem stachligen Thfil durch 
eine sattelartige Bucht getrennt; der Gaumen ist zahnlos. Arten: 1) Argustisch 
^ argus Linnf). 25— 30cm. Grüulichsilbern, oben mit grossen braunen Flecken 
fiberslt, gebt ins SfissgewSsser und nlhrt sieb mit YorlieM Ton menscblicben Ex- 
crementen. Ostindien, China. 2) E. faber />. 20— 25cm. Weisslich mit G braunen 
oder bläulichen Querbilndern. An den Küsten von Rio de Janeiro bis New- York. 
3) E. punctatus Linm. -30 cm. St-hr hoch, rhombisch; die Brustflosse reicht bis 
zu- Schwanzflosse. V^on Ostindien bis Australien. Die beiden letzten Arten von 
der ersten dnrob den yerlSngerten , biegsamen dritten Stacbel der Rflckenflosse 

TÄseliiMdeu. 

Ephraim, Jä^ername für den Grislibftr (Ursns ferox). 
Ephyra, s. Scnlrmqnallen«* 
Iphyramednseiiy s. SeUniqnallen.* 

Epibdella Blainr., Saugwflrmergattong der Tristomidae. 
Epiblast, s. Keimblätter. 

Epiblemum HenU.j Gattung der Springspinnen (s. d.)* 
Epibolie, 8. CkMtmla. 
Epibranchiallappen» s. Schalenkrebse.* 

Epibttlus Cuv., Gattung der Lippfische (s. d.). 
Epichnopteryx Hübn,, s. Spinner (.unter Psychina). 



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242 



Epicnnns— EptthaUen. 



Epicrasius Fischer, der Gattung Xiphosoma nahestpht iide Boaschlangen. 

Epicrates Waißer, Gattung der Boaschlangen. Glattschuppig, Lippen- 
ffxTiben schwach; vorae am Oberkopf Schilder. Hierher die Aboma (£. cenchris 
Wojßir = Boa eenehris Fitz,), Sfldamerika. 

Bpieriniops Blgr., Gattung dar SeileldwBilirdie. 

Epierium IVagler, Füblerwühlen, Oattimg der Schleichenlnrehe (s.d.). 

Epidermis, Oberhaut, s. Hant. 

Epidermoidalgebilde, s. Intefumeiit. 

Epididyvds = NebealiodeB (testis). * 

Epicram, Borsten wilrmer.* 

EpiglottiSy Kehldeckel, s. Säugethiere (Athmung). 
EpiglottiS) Mnndklappe, Moosthierchen»* 
Epliryne, Schloss, 8. Spinner. 

Epilaehna Bedtenb., Gattung der Marienkäfer (s. d.). 

Epiiiutchus ('uvi*'r . Kragenhr»pfe, Gattung der Paradiesvögel (od»^r 
auch mit Öeleucides die Familie der Epimachidae bildend). Starkfüs.sige Wald- 
TÖgel NeU'Gaineas und der benachbarten Insehi mit langem Schlankschuabel, lang- 
Btufigem Sehwanz, je einem Braatbltoohel Ycm Sehmackfedem. Hierher: S. spe* 
eio8U8 Gm'/. 

Epimereu, s. Ringelkrebse und Schalenkrebne.* 

Epimerit (bei, Theil)i das als Kopf bezeichnete Glied der Gregarinen, siebe 
Qregarinae I>uf* 

Epimernm, HUftblatt. s. Insekten.' 

Epinepheie H. 6'., Gattung der Tagfalter, s. d. unter Satyridae» 
Epiodon liaf., Walgattong der Hyperoodontia. Hierher: £. caviroetrit 
Cuv. im Mittelmeer. 

Epione iJup.f Gattung der Spanner (s. d.). 
EpiostracuB» t. SehalMkrebse. ' 
Epiptaiarjnx, s. Insekten und BorütenwOrmer.* 
Epiphragma, Winterdeckel, s. BaachfQsser.* 
Epiphyse, ■. Knoehea* 
Kpiphysls, s. Conarlnm. 
Epiplenrae, s. Käfer. 
Epipodit, 8. Hchalenkrebse. * 

Eplpodium, s. Flfigelftlsser, HInterktMier vnd WoiehlMor«** 

Episema Ochs. = Dilobia Steph. 

Episternnm, ächulterstück, s. Insekten und Siagetkiere (ökelet). 
Epistom, Mundulatte, s. Beeapoia«* 

Epistom, Mund klappe, s. Moosthierchen.* 
Epistom, Mund Schild, s. Schalenkrebse.* 

Epistropheus, zweiter Halswirbel, a. Sängethiere und Wirbeltkiere (Skeletj. 
Epistjrl, s. Mantelthiere« 

Epistylis i?., peritriche Infusoriengattung (Vortioellina £%renA.). 
Epithoca, Epithokalblatt. KorallenpoljpeB.* 
Epithelialgewebe, ». Beekengewebe. 

l^ithetten« Die die ftnasere und innere Leibesoberfliohe beUeideiiden ZeUes* 
lagen nennt man Epithel. Liegen die Zellen nur nebeneinander, niciht ftbereinander, 

80 spricht man von einfachen, einschichtigen Epithelien, zum Unterschiede 
von geschichteten, mehrschichtigen Epithelien, bei denen mehrere Lagen 
von Zellen übereinander liegen. Sind die Zellen des Epithels niedrig, glatt, von 
der Fl&che wie eine gepflasterte Ebene erseheinend, so nennt man ee Platten* 
epithel (Pflasterepithel), welches ein- (innere Auskleidung des WirbdtiiierBlnt- 
gefftsssystems) oder mehrschichtig (Oberhaut des Menschen) sein kann; sind die 
einzelnen Zellen vorherrschend eylindrisch, so heisst es Cylinderepithel, welches 
meist einschichtig (Oberhaut der Mollusken), aber auch mehrschichtig (SäugeUuer- 
darm) ist; tragen die Zellen saS der freien Oberfläche einen Wimperhaaraanm, so 
nennt man das Epithel Flimmer- oder Wimperepithel (trägt jede Zelle nur 
ein Wimperhaar [Geissei], so Geisselepithel). Es gibt auch flimmernde Cylinder 
epithelien (Kiemen der Mollusken), und flimmernde Plattenepithelien (in d^n 
Hirnhöhlen der Säuger). — Die im Thierreiche sehr verbreitete Bildung von fiorn- 
snbstanzen geht in der Regel von epithelialen ZeUenlagen aus, indem dieZeUsa 



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EpithyridM^Eqmis. 



243 



mit ihrem ganzen Körper iu hornige Substanz sich umbilden , welche Umbildung 
am so durchgreifender bei den der äusspr^^n OberÜilche zunüchst liegenden Zellen; 
iieae sind bereits gaii;^ in Keratin (HonistoäfJ überfiregaugen, einen in verdünnten 
Alialien aufqueUenden, in Simren nnlOslidira StofP. Solche Honibildimgen rind tu a. 

Krallen, Nägel, Hufe, Borsten, Haare der SSngethiere , die Vogelfedern, 
das Schildpatt. Nicht zu verwechseln mit der Hornbildung ist die Bildung der 
Cuticularsubstanzen, bei welcher nicht die ganzen Zellen die Umwandlung er- 
itiden, sondern die Substanzen von den Zellen ausgeschieden werden. Auf der 
freien Oberflftche der EpitheUchichto sondert die Thfttigkeit der einzelnen Zelloi 
die •!> mehr oder weniger dickes Hftutchen (daher C u t i c u 1 a) erscheinende Cuticular- 
! snbltanz ab, welcher die erzeugende epitheliale Zellenlage als Matrix der Cuticula 
„•("genübergestellt wird. Zu diesen Cuticularbildungen gehören u. a. die dicke sog. 
Hornlage im Muskelmagen der Vögel, die Harttheile der tiiiederthiere, die Kiefer 
Dud Zahiiplatten der Schnecken, der Tintenfische, die Borsten und Kiefer der Borsten- 
wttrmer, die Gehäuse der MoscheLi und Schnecken (mit Kalksalzen imprftgnirt), die 
Panier vieler Krebse. Die chemische Substanz der besonders widerstandsfähigen 
CoticQlarbildungen heisst Chitin, welcher Stoff Säuren und Alkalien widersteht. 

Epithjrridae (griech. mit aufgesetzter Oeffuung), den Terebratuliden an* 
ierer Systeme entsprechende Brachiopoden mit abgestumpfter Schnabelspitze, 
wckhe eine grosse Oelfirang trägt. 

Gpithyris Khijf*, »nsgestorbene Gattung der Epithyridae. Penn und 
Kehlenformation. 

Epitoken. s. Borstenw Armer.* 

^itfieUiiai Wdeketf Aber die emporwachsenden Haare hinwegziehende HQlle 

des Embryos bei einigen Säugethieren, durch die noch während des FOtalzustandes 

erfolgende Loslüsung der in dem cr?;ten Entwicklungsstadium entstandenen äussersten 
Oberbautschiebten gebildet. Ein an die Häutung bei den Lurchen und vielen 
Khecbtbieren erinneruder Vorgang. 

Bpisoft IfUzM^ (auf, Thier), siehe Pektremr» Lebensbedingungen der 
TUere und Schmarotierkrebse. 
Epizygalglled, s. Haarsterne.* 

Epomophorns Hennett , Untergattung von Pteropus Wmfner. Kurz- 

j-ilmauzige, fruchtfres.sende, afrikanische Fledermiluse, mii dünner breiter Flugbaut, 

langem ersten Daumengliede. Alolaren^. Hierher der weissbuschige Fleder- 
hnnd (E. Whitei Bmm^. Hit einem dicken Bfischel wdsser langer Haare an den 
finuteeiten. 17 cm, Flugweite 47— 48 cm. Guinea, Gambiaregion. 

Eproboseidea = Pupipara, Lausfliegen, 
F'purae» Er.^ Gattung der Glanzkäfer. 

Eques HUichi Kitter, Gattung der Umberfiscbe (s.d.). Von den 2 nicht 
ToUst&ndig getrennten Rüi^enflossen ist die erste sftbelfdrmig und sehr hoch. Die 
^N^hwimmblase ist einfach. Die Schwanz- und die Rückenflosse stark beedlUppt* 
Ohne Bartf^en. Art: E. lanceolatus Linne. 15 — 20cni. Gelblichgrau, unten 
Älbehgv mit 2 Kopf- und einer Kückenquerbinde. Westindien. 

Eqaida, s. Pferde. 

Bqnitesy Bitter, ünterabtheilnng der Tagfalter (s. d.). 

Equus lÄmUj Einhufer, Gattung der Pferde (s. d.). Geistig sehr begabte, 

sccnelifiüchtige, von Kräutern und Gräsern lebende Hufthiere. Das Weibchen 
trigt 11 Monate und wirft 1, selten 2 Fohlen. Arten: 1) Pferd (E. caballus 
Lwm) lu zahlreichen Kassen. Siehe unLer ,i'ierd". 2) Kiaug, Dschiggetai, 
Halbesel (E. hemionus PaUa$), 250cm, 125 cm SchulterhShe. Ohren Iftnger ala 
beim Pferde; im Hintertheile mehr dem Esel ähnlich. Im Sommer lebhaft isabell- 
ß:eP mit schwarzem Rückenstreifen, im Winter mit dickerem Haar, mehr rostrüth- 
licii. in grossen Herden, besonders in den salzreichen Steppen des Östlichen Mittel- 
ii&iens. Ist äusserst vorsichtig und lebhaft. (Hat einen Lendenwirbel weniger.) 
3) Kulan, Wildesel, Onager (E. onager S^lr^er), 200cm, die an der Spitze 
^^chwarzen Obren 28cm; die kleinen Augen sehr beweglich. Mit weicher, wolliger 
Mähne. Silbergrau, vorne isabellgelb, Bauch und Schenkel weiss. Gilt nl?^ Rtamm- 
vater des zahmen Esel^!. Tn Herden von Tausenden im westlichen Mittela. k n. 
Wird leidenschaftlich gejagt. i:^me Spielart desselben ist der afrikanische Wiid- 



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244 



Erblichkeit'EHnttioh. 



esel, Hamar » I Wucli (E. hamar Jii(//jM'H). z\visch»>ii «leiii Nil und dem rothen 
Meere, aschgrau oder isabellfarbig mit dcutlichciii Srlmlterkreuz. 4) Zahmrr 
Ksel iß. asinus Linne) (s.d.). ^) MauULier (E. mulus) (s. d.). 0) Maulesel 
(E. hinus) (s. d.). 7) Zebra (E. zebra lAmi) = Hippotigris Smith, 200em, 
114 ein hoch. Hellgelb» nach unten weiss mit regelmässigen dmüdeii QuentKifeii; 
auch die kurze bürstenartifre Mahne zeigt di» sc Stn if» n . Sehwanzquaste, Huf- und 
Daumen Warzen schwarz. In siintr Gestalt dem Dschigtr« t;ii Jihnlicfi. Süd- und Ost- 
atrika. 8) Quagga (E. quagga Ome/m). 180cm, 120cm hoch. Hellbraun, am Kopfe 
dunkel, unten weiss mit grauröthlichen , nicht so zahlreichen Streifen; schwarz- 
braune Rückonbinde. Sein Geschrei hört sich wie ^Qna'' an. Südafitika. 9) Dauw. 
Tigerpferd (E. Biirsclielll rischer). In der Gestalt dem Quagga, in der Zeich- 
nung dem Zebra ähnlicli , von diesem aber durch den weissen Schwan/ nn<5 di^ 
ganz streifeniosen Beine leicht zu unterscheiden. Südafrika, von wo es aber zur 
Zeit der Dürre mit anderen Hufthieren bis nach Abyssinien vordringt. Die letzten 
d Arten vermengen sich untereinander nicht . sdiliessen sich aber gerne an Anti- 
lopen- und Straussherden an, deren \\'a< hsamkeit sieh zu Nutzen machend. Beim 
Quagp;» "-iiid bereits Zähmungsversucbe gelangen. 

Erblichkeit, ». Selectionstheorle. 

£rb8eubeln» os pisiforme, s. SXngethiere (Skelet). 

Krhsenenle, Mamestra pi«i /.., s Euleu (Hadeuina). 

Erbsenmnffelkftfer» 8. Bruchldae. 

Srbsenniiiselielny Pisidium Pfeiff., s. Cjeladldae« 

Erda^amen (Hurnivagae), plattleibige Agamen (s. d.), auf dem Bodes 
lebend. Hierher die Gattuiip-n : Agames Dainl. ^Trapeliis Cur. Die Schwanz- 
.schuppen von denen des Körpers nicht vrischicdL-n. nicht dornig; ohne Schcnkel- 
poren. A. sanguinolcutus PaUas. Südrussland, Westasien. Stellio iMud^ 
Harduns. Die stachligen Schwanzschuppen bilden Ringe. St. vulgaris Lair^ 
gemeine Dornechse. Südeuropa, Westasien, Kordostafrika, (Siehe Kuauer, 
Der Hardun. Humboldt 2. J.) Moloch Grai/. Alle Schuppen dornig. M. ho^ 
ridus Grat/. Australien. Urumastix M*rr.f Dornschwänze. Stellio älmlich. 
mit Schenkelporen. U. spinipes. Nordafrika, besonders Aegypten. Phrjao- 
oephalus Kaup. Die OhrOffiiung versteckt. Kqpf dem der KrGteu fihnlich. Augen- 
lider wie gewimpert. Phr. auritus PaUü»» Südmssland, Westasien. Mit obr 
förmigem Hautlappeu am Mundwinkel. 

Erdasspln — Onisciden. 

Erdbieuen — Andreiia. 

Erdelehhom, BackenhOrnehen, s. Tamlas* 

Erdente — Braudonto (Tadorna coruuta). 

Erdferkel, s. Orycteropaa« 

Erdflöhe, s. Haltica. 

Erdgans = Bntndente. 

Erdgeier = Gänsegeier (Gyps fulvus). ' 

Erdgrftber, s. Ooorjchas. 

Erdhommel, s. Bombns Lntr. 

Srdkletber» s. Oeositta. 

Erdkrebs = Maulwurfsgrille, 0 .llotalpa). 

Frdkrr»te. Bufo vul-j-ifri'- J,anr., s. Buto, 
Erükiikuke, t^. Ferseukukuke und Kukuke. 
Erdltbelleuy H. Florfltefen. 

Erdinaus = Ackermaus (Arvicola agrestis), s. ArWcola. 
Erdmilbe, Trombi dium holosericeum L., die bekannte blutoothe Sammet- 
milbe auf der Erde, Moos u. s. w., s. Milben. 
Erdnolehe, s. Salamander* 

ErdnUter, s. TSgel (Lebensweise). 

Erdsänger, Humicolinae, Gruppe der Drosselvögel (Rhacneraididae) 
mit den Gattungen: Luscinia, Gyanccula, Erithacus, Oalliope, Euticili&i 
Monticola, Saxicola, Pratincola. 

Erdschlanren, Geophis Ho^^er, g. Zwergschlangen* 

Erdsrhnnkeu — Schnaken (Tipulidae). 

Erdsehwalbe ~ l fersehwalbe (Cotyle riparia). 

Erdsittich = Pezoporus lUig., s. Sittiche. 



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f 

Erdspecbt— ErioaceiUk 245 
Frdspeeht, Colapte^^. s Spechte. 

Erdspiniioii, Terntelariae, Gruppe fTiibus) der Tetrapueumones mit 
der einiijyea iamiue der Vogelspinnen, Mygulidae. ' 
Krdwaueii» Cydnus ^br., t. Mildwaaseo« 
Krrhvnran = PsammoMnrafl grisevs* 

Erdwoir, M. Proteles. 

ErdH iiriuer = Terricolae, Lumbricina, Unterordnung der Oligochaeta. 
Erdwurm = LimiMeiis. 

Erdzeisi^ = Weidenlaubsänger (Phyllopneaste rafa). 
Erdziemer = Ringdrossel (Turdus torquatus). 

Ercbia i>a/m., Schmetterlingsgattnng der Tagfalter. Siehe dort unter 

Satyridae. 

Erebus Zra/r., Gattung der Euloii. Sehr grosse südumerik. Schmetterlinge. 
Kf«eti imger = ZweIhSnder (Bimana). 

Eremias Dum. Bibr., Gattung der Lacertidaei a. Spftlts&ngler« 
Eremit = Alpenkrühe. 
Eremiten krebs = Parums. 

Eremophilus Humboldt, Gattung der WeU tische. Ohne Baachflossen, Kiemen- 
deckel mit Staebeln besetzt, in BikAien hoch in den Anden. 

Erethizon CuvUr^ Borstenstachelschweine, Qattnng d*-r Stachel- 
schwf ine. Dem gemeinen Stachelschweine in Gestalt und Grösse Uhnliche Nager, 
über mit dichterem Haar und längerem Schwänze. Zwischen die weichen Haare 
Oüd stechenden Borsten des Pelzes sind die etwa Öcm langen Stacheln eingestreut. 
Art: Ureon (E. dorsatum Cutfier). 70 cm, Schwanz 20cm. Sehwarz mit Braun 
lod Weiss Termischt, bald mehr braun. Bewegt sich langsam und unbeholfen auf 
Baumen , wo ihn sein Stachelkleid gegen AngriflFe anderer Thiere schützt. Das 
Weibchen wirft in einer Banmhöhlung 2 — 4 leiäit aufziehbare und zähmbare Junge. 
In den Wäldern Nordamerikas. 

ErginsnngsmlandieBy t. CSovplenenitniiBneken. 

Ergasilus NerduMum^ Gattung der Schmarotzer-Hüpferlinge (Licho- 
molgiden). E. gasterostei auf dem Stichüng, £. Sieboldii auf dem Heobt, 

Wels, Karpfen u. a. 

Erlchthuslarve, ein von der Alimaiarve (s. d.j ziemlich unterschiedenes 
Lunrenstadiuxp verschiedener Heuschreckenkrebse. Die ansscUtlpfende Erich- 
thuslarve besitzt ein Pereion mit allen Segmenten und mit grosser bedorn ter Mantel- 
duplicatur, dagegen ein als einfache öchwanzplatte erscheinendes rudimentäres 
AMoiuen : dia 5 ersten Pereiopoden sind noch SchwimmRis??e, die 3 letztf-n Pereion- 
iegmente sind noch fusslos; Fühler und tasterlose Glicdmassen am Munde sind 
schon vorhanden. Allmähüg erscheinen dann die Pleonsegmeute und die Pleopoden; 
die vorderen SdiwimmftiBB-rereiopoden gestalten sich in die bleibenden Baubkiefer- 
tu